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(11) |
EP 0 733 874 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2000 Patentblatt 2000/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.03.1996 |
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Geschossimulationsmittel und Verfahren zur Herstellung desselben
Device for simulating a projectile and manufacturing method for making such a device
Dispositif pour simuler un projectile et méthode de fabrication d'un tel dispositif
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
23.03.1995 DE 19510581 17.05.1995 DE 19518057
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.09.1996 Patentblatt 1996/39 |
| (73) |
Patentinhaber: COMET GmbH
Pyrotechnik-Apparatebau |
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D-27574 Bremerhaven (DE) |
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Erfinder: |
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- Zahn, Arthur D.
27619 Schiffdorf-W. (DE)
- Kothe, Thorsten
28832 Achim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Möller, Friedrich, Dipl.-Ing. et al |
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Meissner, Bolte & Partner
Patentanwälte
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 022 758 GB-A- 2 025 584
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FR-A- 2 494 833 US-A- 5 138 948
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Geschoßsimulationsmittel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und 2. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Geschoßsimulationsmittels
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] Geschoßsimulationsmittel dienen vornehmlich zur Simulation einer akustischen und/oder
optischen Darstellung des Abschusses von Kanonen oder dergleichen, insbesondere Panzerkanonen.
[0003] Derartige Geschoßsimulationsmittel müssen verschiedene Anforderungen erfüllen. Erstens
müssen sie deutlich wahrnehmbar sein, insbesondere durch einen lauten Knall. Zweitens
dürfen die durch eine Explosion entstehenden Splitterteile einen bestimmten Sicherheitsbereich
nicht verlassen.
[0004] Aus der US-A-5 138 948 (Basis für den Oberbegriff der Ansprüche 1, 2 und 7) ist ein
Geschoßsimulationsmittel bekannt, das eine zweiteilige Umhüllung mit einem darin angeordneten
Effektsatz aufweist. Die Teile der Umhüllung sind durch Reibschweißung fest miteinander
verbunden. Durch die Zündung des Effektsatzes wird die Umhüllung getrennt. Da die
Reibschweißung der Teile der Umhüllung nicht so ausführbar ist, daß die Umhüllung
an der Schweißnaht aufreißt, kann bei der Zündung des Effektsatzes die Umhüllung an
einer beliebigen Stelle aufplatzen. Das führt zu einem unkontrollierten Zersplittern
der Umhüllung, was die Sicherheit des bekannten Geschoßsimulationsmittels beeinträchtigt.
[0005] Aus der FR-A-2 022 758 ist ein weiteres Geschoßsimulationsmittel bekannt, bei dem
ein Effektsatz in einer Umhüllung aus einem beidseitig durch einen Stopfen verschlossenen
Rohr und einem zusätzlichen Gehäuse zur Aufnahme der Umhüllung mit dem Effektsatz
gebildet ist. Das Gehäuse weist am Boden eine Sollbruchstelle auf. Dadurch kann ein
Teil des Bodens vom Gehäuse abgetrennt werden. Der abgetrennte Teil des Bodens und
die das Rohr der Umhüllung verschließenden Stopfen bilden eine zusätzliche Gefahr
beim Zünden des Geschoßsimulationsmittels. Das gilt insbesondere für die großvolumigen
Stopfen, die beim Zünden des Geschoßsimulationsmittel nicht zerstört werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein sicher und einfach aufgebautes
Geschoßsimulationsmittel sowie ein Verfahren zur kostengünstigen Herstellung desselben
zu schaffen.
[0007] Zwei eigenständige Geschoßsimulationsmittel zur Lösung dieser Aufgabe weisen die
Merkmale des Anspruchs 1 einerseits und des Anspruchs 2 andererseits auf. Durch die
Anordnung des Effektsatzes in einer Umhüllung aus durch Reibschweißung miteinander
verbundenen Teilen und Sollbruchstellen entsteht ein sicheres und einfach aufgebautes
Geschoßsimulationsmittel. Durch die Sollbruchstellen der Umhüllung wird verhindert,
daß diese im Moment der Explosion unkontrolliert zersplittert und Splitterteile aus
dem Sicherheitsbereich (von üblicherweise 50m) herausgeschleudert werden. Die durch
die Sollbruchstellen geschwächten Teile der Umhüllung, insbesondere Aufnahmeraumdecke
und -boden, reißen an der dafür vorgesehenen Seite und klappen scharnierartig auf,
und zwar ohne sich von der Umhüllung zu lösen.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des Geschoßsimulationsmittels beträgt
die Wandstärke der Umhüllung 1,5 bis 3 mm, insbesondere ca. 2 mm. Dadurch wird eine
ausreichende Dämmung erreicht.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des Geschoßsimulationsmittels weist
die Merkmale des Anspruchs 7 auf. Ein Effektsatz wird direkt in einen Aufnahmeraum
eines Unterteils der Umhüllung eingebracht. Dies wird dadurch besonders vereinfacht,
weil der Aufnahmeraum des Unterteils eine große Öffnung zum Befüllen aufweist, die
erst nach dem Befüllen durch einen zweiten, oberen Teil (Deckel) der Umhüllung verschlossen
wird. Beide Teile der Umhüllung werden durch Reibschweißung fest miteinander verbunden.
[0010] Durch den erfindungsgemäßen einfachen Aufbau des Geschoßsimulationsmittels und der
Tatsache, daß die Umhüllung vorteilhafterweise nur aus zwei Teilen besteht, ist eine
einfache und kostengünstige Herstellung gewährleistet.
[0011] Weitere bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Beschreibung.
[0012] Nachfolgend werden zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein Geschoßsimulationsmittel in einem mittigen Vertikalschnitt,
- Fig. 2
- einen Deckel einer Umhüllung in einem mittigen Vertikalschnitt,
- Fig. 3
- den Deckel in einer Ansicht in Richtung III gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- den Deckel in einer Ansicht in Richtung IV gemäß Fig. 2,
- Fig. 5
- eine Außenhülse der Umhüllung in einem mittigen Vertikalschnitt,
- Fig. 6
- die Außenhülse in einer Ansicht in Richtung VI gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- die Außenhülse in einer Ansicht in Richtung VII gemäß Fig. 5,
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Geschoßsimulationsmittels in einem mittigen
Vertikalschnitt, und
- Fig. 9
- einen Deckel mit Außenhülse des Geschoßsimulationsmittels gemäß Fig. 8 in unverbundenem
Zustand in einem mittigen Vertikalschnitt.
[0013] Die gezeigten Geschoßsimulationsmittel dienen zur akustischen und optischen Darstellung
des Abschusses von Kanonen, insbesondere Panzerkanonen.
[0014] Das in den Fig. 1 bis 7 dargestellte Geschoßsimulationsmittel 10 verfügt über eine
einwandige Umhüllung 11, die aus zwei Teilen besteht. Die Umhüllung 11 weist eine
Außenhülse 12 und einen Deckel 13 auf. Der Deckel 13 besteht aus einer Mantelfläche
14 und einem Deckelboden 15. Der Deckelboden 15 ist von beiden Stirnseiten beabstandet.
Die Außenhülse 12 besteht ebenfalls aus einer Mantelfläche 16 und einem Außenhülsenboden
17, der von beiden Stirnseiten beabstandet ist.
[0015] Nach dem Verbinden beider Teile durch Reibschweißung entsteht ein geschlossener Aufnahmeraum
18 in einem Teilbereich der Umhüllung 11. In dem Aufnahmeraum 18 ist ein Effektsatz
19 angeordnet. Durch eine Öffnung 20 im Deckelboden 15 ragt eine Zündpille 21 in den
Aufnahmeraum 18. An die Zündpille 21 sind zwei Zündkabel 22 angeschlossen, die aus
der Öffnung 20 herausführen und am äußeren Ende mit einem Stecker 23 verbunden sind.
Der Aufnahmeraum 18 wird im Bereich der Öffnung 20 des Deckelbodens 15 durch ein Dichtungselement
24 feuchtigkeitsdichtend geschlossen. Zum Schutz des gesamten Zündelements 25 vor
Beschädigungen oder dergleichen wird auf den Deckel 13 eine dünnwandige Schutzkappe
26 gesteckt.
[0016] Der Effektsatz 19 befindet sich unmittelbar in der einwandigen Umhüllung 11. Die
Umhüllung 11 weist eine solche Wandstärke auf, daß eine ausreichende Dämmung gewährleistet
ist. Gleichzeitig schützt die Umhüllung 11 den Aufnahmeraum 18 mit dem darin befindlichen
Effektsatz 19 vor Feuchtigkeitseinflüssen.
[0017] Der Aufnahmeraum 18 wird durch den Deckelboden 15, den Außenhülsenboden 17 und einer
über dem Außenhülsenboden 17 liegenden inneren Mantelfläche 27 der Außenhülse 12 gebildet.
Der Deckelboden 15 liegt an einem oberen Rand der Außenhülse 12 an. Die Mantelfläche
14 des Deckels 13 unterhalb des Deckelbodens 15 überlappt einen Teilbereich der Mantelfläche
16 der Außenhülse 12 oberhalb des Außenhülsenbodens 17. Der Deckel 13 und die Außenhülse
12 bilden im Überlappungsbereich eine Nahtstelle 28.
[0018] Der Innendurchmesser des Deckels 13 ist geringfügig kleiner als der Außendurchmesser
der Außenhülse 12, so daß die beiden Teile im zusammengesteckten Zustand einen Preßsitz
aufweisen. Durch Reibschweißung werden die beiden Teile, nämlich die Außenhülse 12
und der Deckel 13, im Überlappungsbereich fest miteinander verbunden.
[0019] Beide Teile der Umhüllung 11, nämlich sowohl die Außenhülse 12 als auch der Deckel
13, weisen Sollbruchstellen 29, 30 auf. Beim Deckel 13 (Fig. 2) wird die Sollbruchstelle
29 auf der dem Aufnahmeraum 18 abgekehrten Seite des Deckelbodens 15 durch stegartige
Versteifungen 31 (Fig. 4) in einem Teilbereich des Umfangs einerseits und einem scharfkantigen
Übergang 32 zwischen dem kreisförmigen Deckelboden 15 und der Mantelfläche 14 andererseits
gebildet. Auf der dem Aufnahmeraum 18 zugekehrten Seite des Deckelbodens 15 bildet
ein Radius, der sich im gleichen Teilbereich des Umfangs befindet wie die Versteifungen
31, eine zusätzliche Verdickung 33 (Fig. 3).
[0020] Bei der Außenhülse 12 (Fig. 5) sind ebenfalls stegartige Versteifungen 34 auf der
dem Aufnahmeraum 18 abgekehrten Seite des Außenhülsenbodens 17 angeordnet. Diese sind
aber gleichmäßig über den gesamten Umfang der Außenhülse 12 (Fig. 6) verteilt. Die
eine Hälfte der Versteifungen 34 weist eine größere Fläche 35 auf als die andere Hälfte.
Die innere Mantelfläche 27 der Außenhülse 12 weist im Bereich des Aufnahmeraums 18
wulstartige Verstärkungen 36 (Fig. 7) auf, die sich längs einer Längsmittelachse 37
der Außenhülse 12 erstrecken. Mehrere Verstärkungen 36 sind auf den gesamten Umfang
der Mantelfläche 27 gleichmäßig verteilt.
[0021] Die Wandstärke des Deckels 13 beträgt ca. 2 mm, im Bereich der Nahtstelle 28 ca.
2,5 mm. Die Wandstärke der Außenhülse 12 beträgt ebenfalls ca. 2 mm, im Bereich der
Nahtstelle 28 ca. 3 mm.
[0022] Die Umhüllung 11 und vorzugsweise auch die Schutzkappe 26 bestehen aus Polyethylen,
das gut schweißfähig ist. Dadurch wird einerseits die Reibschweißverbindung möglich,
andererseits wird durch die mechanischen Eigenschaften des Polyethylens eine Splitterwirkung
bei der Explosion stark reduziert bzw. vermieden.
[0023] Die erfindungsgemäß (vereinfachte) Herstellung des Geschoßsimulationsmittels 10 läuft
wie folgt ab: Der Effektsatz 19 wird in den noch offenen Aufnahmeraum 18 der Außenhülse
12 gefüllt. Anschließend wird der Deckel 13 über die Außenhülse 12 gesteckt, derart,
daß ein unterer Randbereich des Deckels 13 einen oberen Randbereich der Außenhülse
12 überlappt, wobei die Deckelwandung außen liegt. Die beiden Teile der Umhüllung
11 werden nun erfindungsgemäß durch Reibschweißung fest und feuchtigkeitsdichtend
miteinander verbunden. Danach wird das vor oder nach dem Reibschweißen in den Deckel
13 eingesteckte Zündelement 25 verdeckt, indem die dünnwandige Schutzkappe 26 auf
den noch offenen Deckel 13 gesteckt wird.
[0024] In den Fig. 8 und 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Geschoßsimulationsmittels
40 dargestellt, das ebenfalls über eine einwandige Umhüllung 41 verfügt, die aus zwei
Teilen besteht. Die Umhüllung 41 weist eine Außenhülse 42 und einen Deckel 43 auf.
Unmittelbar in der Umhüllung 41, und zwar in einem Aufnahmeraum 52 der Außenhülse
42, ist ein Effektsatz 44 mit einer Zündeinheit 45 angeordnet.
[0025] Das Geschoßsimulationsmittel 40 ist im übrigen dem Geschoßsimualtionsmittel 10 im
Aufbau, Material sowie der Herstellung im wesentlichen ähnlich.
[0026] Der Deckel 43 ist an einem Ende geschlossen. Das andere Ende des Deckels 43 ist offen
und umfangsseitig durch eine Mantelfläche 46 begrenzt. An einem äußeren Rand der Mantelfläche
46 sind flügelartige Materialstege 47 einstückig mit der Mantelfläche 46 ausgebildet.
Die Materialstege 47 verlaufen konisch nach außen, so daß der Durchmesser der Öffnung
des Deckels 43 im Bereich der Materialstege 47 geringfügig größer ist als im Bereich
der Mantelfläche 46. Der Deckel 43 weist zusätzlich eine Nut 48 auf. Die Nut 48 ist
umlaufend angeordnet, und zwar mit der offenen Seite in Richtung der Außenhülse 42.
Innerhalb der Nut 48 ist eine Materialanhäufung 49 angeordnet. Die Materialanhäufung
49 verfügt über einen dreieckförmigen Querschnitt und läuft zu einem freien Ende spitz
aus, wobei die Spitze der Materialanhäufung 49 in Richtung der Außenhülse 42 weist.
Die Außenhülse 42 weist an einem oberen Rand eine verjüngende Wandung 50 auf, wobei
die Spitze der sich verjüngenden Wandung 50 in Richtung des Deckels 43 weist.
[0027] Die Außenhülse 42 ist mit ihrem oberen Rand in der umlaufenden Nut 48 des Deckels
43 angeordnet. Die Mantelfläche 46 des Deckels 43 überlappt einen Teilbereich einer
Mantelfläche 51 der Außenhülse 42. Die Außenhülse 42 ist mit ihrem äußeren Rand stirnseitig
mit dem Deckel 43 im Bereich der einander zugekehrten Spitzen von Materialanhäufung
49 und Wandung 50 durch Reißschweißung fest und feuchtigkeitsdichtend miteinander
verbunden, wobei die Materialanhäufung 49 und der sich verjüngende Bereich der Wandung
50 miteinander verschmelzen und eine Nahtstelle 53 im Bereich der einander gegenüberliegenden
Stirnseiten von Deckel 43 und Außenhülse 42 bilden.
[0028] Die einander überlappenden Mantelflächen 46, 51 dienen nur zur Führung des Deckels
43 mit der Außenhülse 42. Der Deckel 43 und die Außenhülse 42 sind im Gegensatz zum
Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 bis 7 nicht im Überlappungsbereich der Mantelflächen
46, 51 miteinander verbunden.
[0029] Der Deckel 43 weist eine den Aufnahmeraum 52 begrenzende Deckelwandung 54 auf. Die
Deckelwandung 54 ist konvex ausgebildet und weist kerbartige Sollbruchstellen 55 auf.
Die Sollbruchstellen 55 verlaufen in Draufsicht auf die Deckelwandung 54 kreuzförmig
und erstrecken sich nahezu über den ganzen Durchmesser der Deckelwandung 54.
1. Geschoßsimulationsmittel (10) mit einem in einer aus mindestens zwei Teilen gebildeten
einwandigen Umhüllung (11) angeordneten Effektsatz (19), wobei die Umhüllung (11)
aus einer einen Aufnahmeraum (18) für den Effektsatz (19) bildenden Außenhülse (12)
und einen den Aufnahmeraum (18) verschließenden Deckel (13) gebildet ist und die Außenhülse
(12) und der Deckel (13) durch Reibverschweißung fest miteinander verbunden sind und
wobei der Effektsatz (19) unmittelbar in dem Aufnahmeraum (18) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhülse (12) und der Deckel (13) Sollbruchstellen (29, 30) und stegartige
Versteifung (31, 34) aufweisen, die derart ausgebildet sind, daß der die Sollbruchstellen
(29, 30) aufweisende Teil der Umhüllung (11) im Bereich der Sollbruchstellen (29,
30) reißt und scharnierartig aufklappt, ohne sich vom übrigen Teil der Umhüllung (11)
zu lösen.
2. Geschoßsimulationsmittel (40) mit einem in einer aus mindestens zwei Teilen gebildeten
einwandigen Umhüllung (41) angerodneten Effektsatz (44), wobei die Umhüllung (41)
aus einer einen Aufnahmeraum (52) für den Effektsatz (44) bildenden Außenhülse (42)
und einen den Aufnahmeraum (42) verschließenden Deckel (43) gebildet ist und die Außenhülse
(42) und der Deckel (43) durch Reibverschweißung fest miteinander verbunden sind wobei
der Effektsatz (44) unmittelbar im Aufnahmeraum (52) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (41) Sollbruchstellen aufweist, wobei die kerbartig ausgebildeten
Sollbruchstellen (55) kreuzförmig in der konvex ausgebildeten Deckelwandung (54) angeordnet
sind, wobei die Sollbruchstellen (55) derart ausgebildet sind, daß der die Sollbruchstellen
(55) aufweisende Teil der Umhüllung (41) im Bereich der Sollbruchstellen (55) reißt
und scharnierartig aufklappt, ohne sich vom übrigen Teil der Umhüllung (41) zu lösen.
3. Geschoßsimulationsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verschließen des Aufnahmeraums (18) durch den Deckel (13) eine Überlappung
des Deckels (13) mit der Außenhülse (12) entsteht und die Reibschweißung insbesondere
im Bereich der Überlappung erfolgt.
4. Geschoßsimulationsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (43) eine umlaufende Nut (48) aufweist, wobei in der Nut (48) eine
Materialanhäufung (49) angeordnet ist und daß die Außenhülse (42) an einem Rand eine
sich verjüngende Wandung (50) aufweist.
5. Geschoßsimulationsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialanhäufung (49) und die sich verjüngende Wandung (50) mit ihren jeweiligen
Spitzen an den Stirnseiten einander zugekehrt sind, wobei insbesondere im Bereich
der einander gegenüberliegenden Stirnseiten von Deckel (43) und Außenhülse (42) durch
Reibschweißung eine Nahtstelle (53) entsteht.
6. Geschoßsimulationsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (11, 41) aus einem zähen, schweißfähigen Material, vorzugsweise
Polyethylen, hergestellt ist und die Wandstärke der Umhüllung (11, 41) insbesondere
1,5 bis 3 mm beträgt.
7. Verfahren zur Herstellung eines Geschoßsimulationsmittels (10, 40) nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, bei dem ein Effektsatz (19, 44) mit einer mindestens feuchtigkeitsdichten,
mehrteiligen Umhüllung (11, 41) versehen und die Teile der Umhüllung (11, 41) durch
Reibschweißung verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Effektsatz (19, 44) unmittelbar in einen Aufnahmeraum (18, 52) in einen
Teil der Umhüllung (11, 41) eingebracht wird und der Aufnahmeraum (18, 52) durch die
Verbindung der beiden Teile der Umhüllung (11, 41) durch Reibschweißung verbunden
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Teil der Umhüllung (11) mit dem Effektsatz (19) gefüllt wird und anschließend
die Umhüllung (11) durch den zweiten Teil der Umhüllung (11) verschlossen wird, derart,
daß sich der zweite Teil und der erste Teil bereichsweise überlappen, wobei die Verbindung
beider Teile durch Reibschweißung im Überlappungsbereich vollzogen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Teil der Umhüllung (41) mit dem Effektsatz (44) gefüllt wird und anschließend
die Umhüllung (41) durch den zweiten Teil der Umhüllung (41) verschlossen wird, derart,
daß der erste Teil und der zweite Teil mit Stirnseiten einander gegenüberliegen, wobei
die Verbindung beider Teile durch Reibschweißung im Bereich der Stirnseiten vollzogen
wird.
1. Projectile simulation means (10) having an effect charge (19) which is arranged in
a single-walled casing (11) formed from at least two parts, with the casing (11) being
formed from an outer sleeve (12), which forms an accommodation space (18) for the
effect charge (19), and a cover (13) which closes the accommodation space (18), and
the outer sleeve (12) and the cover (13) being permanently connected to one another
by friction welding, and with the effect charge (19) being arranged directly in the
accommodation space (18), characterized in that the outer sleeve (12) and the cover (13) have weak points (29, 30) and web-like
reinforcements (31, 34) which are designed in such a way that that part of the casing
(11) which has the weak points (29, 30) tears in the region of the weak points (29,
30) and folds out like a hinge, without being detached from the other part of the
casing (11).
2. Projectile simulation means (40) having an effect charge (44) which is arranged in
a single-walled casing (41) formed from at least two parts, with the casing (41) being
formed from an outer sleeve (42), which forms an accommodation space (52) for the
effect charge (44), and a cover (43) which closes the accommodation space (52), and
the outer sleeve (42) and the cover (43) being permanently connected to one another
by friction welding, and with the effect charge (44) being arranged directly in the
accommodation space (52), characterized in that the casing (41) has weak points, with the weak points (55), which are formed
like notches, being arranged in a cruciform shape in the convex cover wall (54), with
the weak points (55) being designed in such a manner that that part of the casing
(41) which has the weak points (55) tears in the region of the weak points (55) and
folds out like a hinge, without being detached from the other part of the casing (41).
3. Projectile simulation means according to one of the preceding claims, characterized in that, once the accommodation space (18) has been closed by the cover (13), the
outer sleeve (12) overlaps the cover (13) and the friction welding takes place, in
particular in the region of the overlap.
4. Projectile simulation means according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (43) has a circumferential groove (48), with a material projection
(49) being arranged in the groove (48), and in that the outer sleeve (42) has a tapering
wall (50) at one edge.
5. Projectile simulation means according to one of the preceding claims, characterized in that the ends of the respective tips of the material projection (49) and of the
tapering wall (50) face one another, with a seam point (53) being formed by friction
welding, particularly in the region of the mutually opposite ends of the cover (43)
and outer sleeve (42).
6. Projectile simulation means according to one of the preceding claims, characterized in that the casing (11, 41) is produced from a tough material which can be welded,
preferably polyethylene, and the wall thickness of the casing (11, 41) is, in particular,
1.5 to 3 mm.
7. Method for producing a projectile simulation means (10, 40) according to one of Claims
1 to 6, in which an effect charge (19, 44) is provided with at least one moisture-proof
multi-piece casing (11, 41), and the parts of the casing (11, 41) are connected by
friction welding, characterized in that the effect charge (19, 44) is accommodated directly in an accommodation space
(18, 52) in one part of the casing (11, 41), and the accommodation space (18, 52)
is connected by friction welding by the connection of the two parts of the casing
(11, 41).
8. Method according to Claim 7, characterized in that a first part of the casing (11) is filled with the effect charge (19), and
the casing (11) is then closed by the second part of the casing (11) in such a manner
that the second part and the first part overlap in some places, with the connection
of the two parts being completed by friction welding in the overlapping region.
9. Method according to Claim 7, characterized in that a first part of the casing (41) is filled with the effect charge (44), and
the casing (41) is then closed by the second part of the casing (41) in such a manner
that the ends of the first part and of the second part are opposite one another, with
the connection of the two parts being completed by friction welding in the region
of the ends.
1. Moyen de simulation de projectile (10) comportant une charge d'effet (19) placée dans
une enveloppe à simple paroi (11) formée d'au moins deux parties, l'enveloppe (11)
étant formée d'une douille extérieure (12) formant un espace récepteur (18) pour la
charge d'effet (19) et d'un couvercle (13) fermant l'espace récepteur (18), et la
douille extérieure (12) et le couvercle (13) étant assemblés par soudage par friction,
et la charge d'effet (19) étant placée directement dans l'espace récepteur (18), caractérisé
par le fait que la douille extérieure (12) et le couvercle (13) présentent des endroits
de rupture (29, 30) et un renfort du genre nervure (31, 34) qui sont faits de façon
telle que la partie de l'enveloppe (11) qui présente les endroits de rupture (29,
30) se déchire dans la zone de ceux-ci et se relève comme autour d'une charnière sans
se détacher de la partie restante de l'enveloppe (11).
2. Moyen de simulation de projectile (40) comportant une charge d'effet (44) placée dans
une enveloppe à simple paroi (41) formée d'au moins deux parties, l'enveloppe (41)
étant formée d'une douille extérieure (42) formant un espace récepteur (52) pour la
charge d'effet (44) et d'un couvercle (43) fermant l'espace récepteur (52), et la
douille extérieure (42) et le couvercle (43) étant assemblés par soudage par friction,
la charge d'effet (44) étant placée directement dans l'espace récepteur (52), caractérisé
par le fait que l'enveloppe (41) présente des endroits de rupture, ces endroits de
rupture, du genre encoche (55), étant disposés en croix dans la paroi convexe (54)
du couvercle, ces endroits de rupture (55) étant faits de façon telle que la partie
de l'enveloppe (41) qui les présente se déchire dans la zone de ceux-ci et se relève
comme autour d'une charnière sans se détacher de la partie restante de l'enveloppe
(41).
3. Moyen de simulation de projectile selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait qu'après la fermeture de l'espace récepteur (18) par le couvercle (13)
est créé un recouvrement du couvercle (13) avec la douille extérieure (12), et le
soudage par friction est effectué en particulier dans la zone de ce recouvrement.
4. Moyen de simulation de projectile selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que le couvercle (43) présente une rainure circonférentielle (48), dans
cette rainure (48) étant placé un amas de matière (49), et que la douille extérieure
(42) présente sur un bord une paroi effilée (50).
5. Moyen de simulation de projectile selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que l'amas de matière (49) et la paroi effilée (50) ont leurs pointes
en regard sur les côtés frontaux, une soudure (53) étant produite par soudage par
friction en particulier dans la zone des côtés frontaux en regard du couvercle (43)
et de la douille extérieure (42).
6. Moyen de simulation de projectile selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que l'enveloppe (11, 41) est faite d'une matière tenace soudable, de préférence
de polyéthylène, et l'épaisseur de paroi de l'enveloppe (11, 41) est en particulier
de 1,5 à 3,0 mm.
7. Procédé de fabrication d'un moyen de simulation de projectile (10, 40) selon l'une
des revendications 1 à 6, dans lequel on pourvoit une charge d'effet (19, 44) d'une
enveloppe en plusieurs parties (11, 41) au moins étanche à l'humidité et assemble
les parties de l'enveloppe (11, 41) par soudage par friction, caractérisé par le fait
qu'on introduit directement la charge d'effet (19, 44) dans une partie de l'enveloppe
(11, 41) dans un espace récepteur (18, 52) et joint l'espace récepteur (18, 52) par
l'assemblage des deux parties de l'enveloppe (11, 41) par soudage par friction.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé par le fait qu'on remplit une première
partie de l'enveloppe (11) de la charge d'effet (19) et ensuite ferme l'enveloppe
(11) par la deuxième partie de celle-ci de façon telle que la deuxième partie et la
première partie se recouvrent par endroits, l'assemblage des deux parties étant accompli
par soudage par friction dans la zone de recouvrement.
9. Procédé selon la revendication 7, caractérisé par le fait qu'on remplit une première
partie de l'enveloppe (41) de la charge d'effet (44) et ensuite ferme l'enveloppe
(41) par la deuxième partie de celle-ci de façon telle que les côtés frontaux de la
première partie et de la deuxième partie soient en regard, l'assemblage des deux parties
étant accompli par soudage par friction dans la zone des côtés frontaux.