(19)
(11) EP 0 734 676 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.10.1996  Patentblatt  1996/40

(21) Anmeldenummer: 96104815.4

(22) Anmeldetag:  26.03.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47K 3/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE DK ES FI FR IT NL SE

(30) Priorität: 27.03.1995 DE 19511233

(71) Anmelder: EISENWERKE FRIED. WILH. DÜKER GmbH & Co.
D-97753 Karlstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Fiegel, Tomas
    64293 Darmstadt (DE)
  • Pohl, Achim
    64342 Jugenheim/Seeheim (DE)
  • Marschall, Klaus
    97753 Karlburg (DE)
  • Werner, Rüdiger
    63768 Hösbach (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Leinweber & Zimmermann 
Rosental 7
80331 München
80331 München (DE)

   


(54) Badewanne


(57) Der Badewanne mit vorzugsweise mindestens einer geneigten Seiten- und/oder Stirnwand 82, 3) sowie einem von den Wänden ausgehenden seitlich vorstehenden horizontalen Wannenrand (4) ist ein Stützgestell (6) zugeordnet. Dieses dient einerseits der Aufhängung bzw. Abstützung der Wanne (1) und andererseits der Festlegung einer Verkleidungswand und erstreckt sich im Raum zwischen Wannenrand (4) und Boden. Eine optimale Raumausnutzung mit einfachen Mitteln ergibt sich erfindungsgemäß dadurch, daß im Raum zwischen Wannenrand (4) und Boden ein Stauraumcontainer (10) festgelegt ist, dessen Breite vorzugsweise einem Bruchteil der Wannenbreite bzw. -länge entspricht und daß die Verkleidungswand bezüglich ihrer Abmessungen an den Stauraumcontainer (10) angepaßt ist. Dieser Stauraumcontainer (10) umfaßt außer den vertikalen Seitenwänden (12) eine horizontale obere Deckwand (13) und eine horizontale untere Bodenwand (14). Sämtliche Wände (12, 13, 14) erstrecken sich zur Rückwand (11) und sind mit ihr fest verbunden.
Eine besonders stabile Anordnung wird erzielt, wenn der Stauraumcontainer (10) am Stützgestell (6) der Badewanne (1) festgelegt ist. Das Stützgestell (6) umfaßt parallel zueinander und horizontal verlaufende Streben, die am Boden bzw. am Wannenrand (4) anliegen und mit denen die obere Deckwand (13) bzw. die untere Bodenwand (14) des Stauraumcontainers (10) verbunden ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Badewanne mit vorzugsweise mindestens einer geneigten Seiten- und/oder Stirnwand sowie einem von den Wänden ausgehenden, seitlich vorstehenden horizontalen Wannenrand, dem ein einerseits der Aufhängung bzw. Abstützung der Wanne und andererseits der Festlegung einer Verkleidungswand dienendes, sich im Raum zwischen Wannenrand und Boden erstreckendes Stützgestell zugeordnet ist.

[0002] Bei herkömmlichen verkleideten Badewannen dieser Art ist es bekannt, die Verkleidung mit einer Öffnung zu versehen, in die ein ihrer Größe angepaßtes Verschlußstück einsetzbar ist und durch die hindurch der zwischen den Wannenwänden und der Verkleidung befindliche Außenwannenraum zu Wartungszwecken oder auch zur Ablage von Putzmaterial o. dgl. zugänglich ist. Die Handhabung des Verschlußstücks ist zumindest umständlich, und der Außenwannenraum ist insbesondere dann wenig geeignet, Putz- oder sonstiges Material abzulegen, wenn der Wanne ein Rohrleitungssystem zugeordnet ist, über das Luft und/oder zirkulierendes Badewasser geführt wird.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Badewanne der eingangs genannten Art so weiter auszubilden, daß ihr Außenwannenraum optimal nutzbar ist.

[0004] Die Badewanne nach der Erfindung, bei der diese Aufgabe gelöst ist, zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, daß im Raum zwischen Wannenrand und Boden ein Stauraumcontainer festgelegt ist, dessen Breite vorzugsweise einem Bruchteil der Wannenbreite bzw. -Länge entspricht, und daß die Verkleidungswand bezüglich ihrer Abmessungen an den Stauraumcontainer angepaßt ist. Bei Einsatz in Verbindung mit einer Badewanne mit einer geneigten Wannenwand läßt sich der Stauraum des Containers leicht dadurch vergrößern, daß dessen Rückwand in Anpassung an die Neigung der Wannenwand ebenfalls geneigt ist. Der Stauraumcontainer kann in diesem Fall nämlich besonders nahe an die Badewannenaußenwand herangeführt werden. Auf diese elegante Weise entsteht eine Stauraumcontainer-Verkleidungswand-Einheit, die mit dem Vorteil verbunden ist, daß zumindest ein Teil des zwischen den geneigten Seitenwänden der Badewanne und der regelmäßig im wesentlichen vertikalen Verkleidungswand befindlichen Raums und gegebenenfalls sogar der über diese Verkleidungswandebene vorstehende Bereich für die Unterbringung von Materialien, wie beispielsweise Handtüchern nutzbar ist, die normalerweise in kostbarem Schrankraum gesonderter Schränke verstaut werden müssen.

[0005] Als sehr vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Stauraumcontainer außer den vertikalen Seitenwänden eine horizontale obere Deckwand und eine horizontale untere Bodenwand umfaßt und wenn sich sämtliche Wände zur Rückwand erstrecken und mit ihr fest verbunden sind. Auf diese Weise wird ein sauberer bzw. leicht sauber zu haltender Stauraum geschaffen, der nach vorn offen ausgestaltet sein kann, in weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung jedoch durch mindestens eine vorderseitige Tür schließbar ist.

[0006] Als im Hinblick auf die Stabilität der Stauraumcontainer-Anordnung optimal hat es sich erwiesen, wenn der Stauraumcontainer am Stützgestell der Badewanne festgelegt ist.

[0007] Eine äußerst montagefreundliche Ausführung ergibt sich, wenn das Stützgestell parallel zueinander verlaufende Streben umfaßt, die mit gegenüberliegenden Wänden des Stauraumcontainers verbunden, vorzugsweise verschraubt sind. Dabei kann es sich um vertikale Montagestreben des Stützgestells handeln. Wesentlich günstiger im Hinblick auf einen geringen Materialaufwand ist es jedoch, wenn das Stützgestell horizontal verlaufende Streben umfaßt, die am Boden bzw. am Wannenrand anliegen und mit denen die obere Deckwand bzw. die untere Bodenwand des Stauraumcontainers verbunden ist. Da die Streben bereits für die Abstützung des Wannenrandes vorhanden sind, erfolgt auf diese vorteilhafte Weise eine doppelte Strebennutzung.

[0008] Aufgrund dieser Montageart ist es weiterhin in sehr günstiger Weise möglich, dem Stauraumcontainer eine so große Tiefe zu geben, daß die Ebene, in der sich seine vordere Öffnung bzw. ggfs. die vorderseitige Tür befindet, vor der Ebene liegt, in der sich die äußere Kante des benachbarten Wannenrands befindet. Der Stauraumcontainer steht in diesem Fall zwar über die Badewannenverkleidung etwas vor. Der damit verbundene Nachteil wird jedoch durch den gewonnenen zusätzlichen Stauraum mehr als aufgewogen.

[0009] Eine besonders einfache und dennoch stabile Aufhängung der Wanne wie auch des Stauraumcontainers ergibt sich, wenn das Stützgestell einen oberen Strebenrahmen, der unterhalb des Wannenrandes verläuft, einen entsprechend bemessenen unteren Strebenrahmen, der sich am Boden abstützt, sowie in mindestens jedem Eckbereich jeweils eine vertikale Verbindungsstrebe zwischen den beiden parallelen Strebenrahmen umfaßt.

[0010] Um einen Ausgleich etwaiger Bodenunebenheiten vornehmen zu können, sind dem unteren Strebenrahmen vertikal verstellbare Füße zugeordnet, über die er sich auf dem Boden abstützt.

[0011] Besonders günstig im Hinblick auf eine stabile verwindungssteife Stützgestellausführung ist es, wenn die das Stützgestell bildenden Streben durch Metallhohlprofile mit quadratischem Querschnitt gebildet sind.

[0012] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1
eine Draufsicht auf eine Badewanne mit Stauraumcontainern nach der Erfindung,
Fig. 2
eine Seiten- bzw. Schnittansicht entsprechend der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3
eine Stirn- bzw. Schnittansicht entsprechend der Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4
eine Detailansicht des Bereichs IV der Fig. 3, in größerem Maßstab, und
Fig. 5
eine Detailansicht des Bereichs V der Fig. 3, in größerem Maßstab.


[0013] Wie aus der Zeichnung ersichtlich, umfaßt die veranschaulichte Badewanne 1 geneigte Seitenwände 2 sowie eine in üblicher Weise stärker geneigte Stirnwand 3. Von den Wänden geht ein seitlich vorstehender horizontaler Wannenrand 4 aus, dessen äußere Kante 5, wie die Darstellung der Fig. 1 zeigt, rechteckförmig verläuft.

[0014] Dem Wannenrand 4 ist ein der Aufhängung bzw. Abstützung der Wanne 1 dienendes Stützgestell 6 zugeordnet. Dieses Stützgestell 6 umfaßt einen oberen Strebenrahmen 7, der unterhalb des Wannenrandes 4 verläuft, sowie einen entsprechend bemessenen unteren Strebenrahmen 8, der sich am Boden abstützt. Zwischen dem oberen Strebenrahmen 7 und dem unteren Strebenrahmen 8 ist in mindestens jedem Eckbereich jeweils eine vertikale Verbindungsstrebe 9 vorgesehen, die den Abstand der beiden parallelen Strebenrahmen 7 und 8 voneinander sicherstellt.

[0015] Dieses Stützgestell 6 dient nicht nur der Aufhängung bzw. Abstützung der Wanne 1, sondern auch der Festlegung einer nicht näher veranschaulichten Verkleidungswand, die den Raum außerhalb der Badewanne 1 zwischen Wannenrand 4 und Boden abschließt, sondern auch der Festlegung eines, gegebenenfalls auch mehrerer Stauraumcontainer 10, die mit der Verkleidungswand eine Baueinheit bilden. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, entspricht die Breite jedes Stauraumcontainers 10 einem Bruchteil der Wannenbreite bzw. -länge. Der Stauraumcontainer besitzt eine geneigte Rückwand 11, vertikale Seitenwände 12, eine horizontale obere Deckwand 13 und eine horizontale untere Bodenwand 14. Sämtliche Wände 12, 13 und 14 erstrecken sich zur geneigten Rückwand 11, mit der sie fest verbunden sind. Der Stauraumcontainer kann nach vorn offen gehalten sein. Im veranschaulichten Beispiel nach den Fig. 2 und 3 ist die bevorzugte Ausführung gezeigt, bei der der Stauraumcontainer 10 durch mindestens eine vorderseitige Tür 15 verschließbar ist. Diese Figuren zeigen auch, daß die Neigung der Containerrückwand 11 zwecks optimaler Raumausnutzung gleich der Neigung der benachbarten Wannenwand 2 bzw. 3 ist.

[0016] Der Stauraumcontainer 10 wird am Stützgestell 5 durch Verschraubung einander gegenüberliegender Wände des Stauraumcontainers 10, im veranschaulichten Beispiel der oberen Deckwand 13 sowie der unteren Bodenwand 14 mit den horizontal verlaufenden Streben des oberen Strebenrahmens 7 bzw. des unteren Strebenrahmens 8 fest verbunden. Die Fig. 4 und 5 zeigen, daß zu diesem Zweck sowohl die obere Deckwand 13 als auch die untere Bodenwand 14 jeweils mit Bohrungen 16 versehen sind, die der Aufnahme jeweils einer Befestigungsschraube 17 dienen, welche in eine zugehörige Gewindebohrung 18 der angrenzenden Streben des oberen Strebenrahmens 7 bzw. des unteren Strebenrahmens 8 eingeschraubt sind.

[0017] Der Stauraumcontainer 10 besitzt zur Vergrößerung des Stauraums eine so große Tiefe, daß die Ebene, in der sich ggfs. seine vorderseitige Tür 15 befindet, vor der Ebene liegt, in der sich die äußere Kante 5 des benachbarten Wannenrands 4 befindet.

[0018] Dem unteren Strebenrahmen 8 sind vertikal verstellbare Füße 19 zugeordnet, über die er sich auf dem Boden abstützt.

[0019] Den Fig. 4 und 5 ist entnehmbar, daß die die Strebenrahmen 7, 8 des Stützgestells 6 bildenden Streben durch besonders biegesteife Metallhohlprofile 20 mit quadratischem Querschnitt gebildet sind.


Ansprüche

1. Badewanne mit vorzugsweise mindestens einer geneigten Seiten- und/oder Stirnwand (2, 3) sowie einem von den Wänden ausgehenden, seitlich vorstehenden horizontalen Wannenrand (4), dem ein einerseits der Aufhängung bzw. Abstützung der Wanne (1) und andererseits der Festlegung einer Verkleidungswand dienendes, sich im Raum zwischen Wannenrand (4) und Boden erstreckendes Stützgestell (6) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Raum zwischen Wannenrand (4) und Boden ein Stauraumcontainer (10) festgelegt ist, dessen Breite vorzugsweise einem Bruchteil der Wannenbreite bzw. -Länge entspricht, und daß die Verkleidungswand bezüglich ihrer Abmessungen an den Stauraumcontainer (10) angepaßt ist.
 
2. Badewanne nach Anspruch 1, mit einer geneigten Wannenwand, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand (11) des Stauraumcontainers in Anpassung an die Neigung der Wannenwand (2, 3) ebenfalls geneigt ist.
 
3. Badewanne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stauraumcontainer (10) außer den vertikalen Seitenwänden (12) eine horizontale obere Deckwand (13) und eine horizontale untere Bodenwand (14) umfaßt, und daß sich sämtliche Wände (12, 13, 14) zur Rückwand (11) erstrecken und mit ihr fest verbunden sind.
 
4. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stauraumcontainer (10) durch mindestens eine vorderseitige Tür (15) schließbar ist.
 
5. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stauraumcontainer (10) am Stützgestell (6) der Badewanne (1) festgelegt ist.
 
6. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützgestell (6) parallel zueinander verlaufende Streben umfaßt, die mit gegenüberliegenden Wänden des Stauraumcontainers (10) verbunden, vorzugsweise verschraubt sind.
 
7. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützgestell horizontal verlaufende Streben umfaßt, die am Boden bzw. am Wannenrand (4) anliegen und mit denen die obere Deckwand (13) bzw. die untere Bodenwand (14) des Stauraumcontainers (10) verbunden ist.
 
8. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stauraumcontainer (10) eine so große Tiefe besitzt, daß die Ebene, in der sich ggfs. seine vorderseitige Tür (15) befindet, vor der Ebene liegt, in der sich die äußere Kante (5) des benachbarten Wannenrands (4) befindet.
 
9. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützgestell (6) einen oberen Strebenrahmen (7), der unterhalb des Wannenrandes (4) verläuft, einen entsprechend bemessenen unteren Strebenrahmen (8), der sich am Boden abstützt, sowie in mindestens jedem Eckbereich jeweils eine vertikale Verbindungsstrebe (5) zwischen den beiden parallelen Strebenrahmen (7, 8) umfaßt.
 
10. Badewanne nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem unteren Strebenrahmen (8) vertikal verstellbare Füße (19) zugeordnet sind, über die er sich auf dem Boden abstützt.
 
11. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die die Strebenrahmen (7, 8) des Stützgestells bildenden Streben durch Metallhohlprofile (20) mit quadratischem Querschnitt gebildet sind.
 




Zeichnung