[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln eines Metallzuflusses aus einem
Giessgefäss in eine Giessform gemäss den Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch
1.
[0002] Beim Giessen von Metallen, insbesondere von Stahl, sind Stopfenregeleinrichtungen
bei Pfannen und Durchlaufgefässen seit langem bekannt. Mit der Einführung des Stranggiessens
sind an die Regelung des Metallzuflusses in Stranggiesskokillen neue Anforderungen
entstanden. Die genaue Einhaltung einer vorbestimmten Badspiegelhöhe, ein automatisches
Angiessen, schnelle Reaktion bei Durchbrüchen etc. sind Aufgabenstellungen, für die
in den letzten Jahren viele Lösungsvorschläge erarbeitet wurden.
[0003] Allen diesen Vorschlägen für eine Mechanisierung und Automatisierung einer Stopfenregeleinrichtung
lag ein Sicherheitskonzept zugrunde, das beim Angiessen, bei einem Durchbruch, bei
einem Kokillenüberlauf etc. ein rasches Eingreifen von Hand an einer an der Hubstange
angreifenden Hebeleinrichtung vorsah. Als Antrieb für programmgesteuerte Bewegungen
der Hubstange bzw. der Stopfenstange haben sich in der Praxis Hydrauliksteuerungen
durchgesetzt. Vorschläge für Elektroantriebe haben aus verschiedenen Gründen in Stahlwerken
wenig Eingang gefunden. Der unkontrollierte Verschleiss von Stopfen und Ausgussdüsen,
eine sich während des Giessens laufend verändernde Schliessgrundstellung des Stopfens,
die Einhaltung einer vorbestimmten Schliesskraft zwischen Stopfen und Ausgussdüse
etc. sind mittels hydraulischen Antrieben in der Praxis befriedigend gelöst worden.
[0004] Aus EP-Publikation 0 444 297 A2, die den Oberbegriff von Anspruch 1 bildet, ist eine
Vorrichtung zum Regeln eines Metallzuflusses aus einem Giessgefäss in eine Stranggiesskokille
für einen Stahlstrang bekannt. Ein heb- und senkbarer Stopfen wirkt mit einer Ausgussdüse
zusammen. Der Hub des Stopfens kann einerseits mittels einem Antrieb, z.B. einer Kolbenzylindereinheit,
und anderseits im Notfall von Hand über einen Gelenkhebel betätigt werden. Beim Angiessen
einer Stranggiesskokille kann der Metallzufluss nach einem vorbestimmten Programm
mittels einem Rechner und/oder mittels einer Badspiegelmesseinrichtung gesteuert werden.
[0005] Neben rechnergesteuerten Giessprogrammen, die auch ein Verschliessen der Ausgussdüse
bei einem Strangdurchbruch beinhalten können, ist es jederzeit möglich, die hydraulische
Steuerung auszuschalten und durch ein manuelles Eingreifen am Gelenkhebel sowohl den
Giessbetrieb bei Störungen als auch bei Notfällen zu übernehmen. Solche Störungen
können Kokillenüberläufe, Stopfen und/oder Ausgussdüsenverschleiss, Durchbrüche, Al
2 O
3 Ablagerungen etc. sein.
[0006] Das Konzept mit einem manuellen Füllen der Kokille beim Angiessen über einen Gelenkhebel
verhindert eine einfache Kompakteinrichtung.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stopfenregeleinrichtung zu schaffen,
die die vorgenannten Nachteile überwindet und insbesondere das klassische Stopfenbetätigungskonzept,
das ein manuelles Eingreifen an einem Stopfenregulierhebel beim Start oder bei Notsituationen
vorsieht, verlässt. Die Stopfensteuerung soll im weiteren eine wesentlich höhere Reguliergenauigkeit
und Reguliergeschwindigkeit aufweisen, um die Strangqualität weiter zu verbessern.
Auch sollen für alle in der Praxis vorkommenden Störungsfälle, wie Durchbrüche, Stopfenverschleiss
und Düsenauswaschungen, Al
2 O
3 Ablagerungen etc., vorbestimmte Ablaufprogramme automatisch oder über eine Fernsteuerung
einsetzbar sein. Das neue Stopfenbetätigungskonzept soll Personalkosten bei der Inbetriebnahme
und im Service, aber auch beim Giessbetrieb selbst einsparen.
[0008] Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Summe der Merkmale von Anspruch
1 gelöst.
[0009] Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung ist eine manuelle Stopfenbetätigung mittels
der Hebeleinrichtung nicht mehr möglich. Jede Stopfenbewegung wird einem rechner-
oder fernbedientem elektrischen Antrieb übertragen. Sich anbahnende Störungsfälle
werden durch Erfassung entsprechender Parameter rechtzeitig erkannt und über vorbestimmte
Programme entsprechend korrigiert. Durch das frühe Erkennen von sich anbahnenden Störungen
kann die Strangqualität, insbesondere die Strangoberfläche, verbessert werden. Die
Weglassung aller hydraulischen Antriebs- und Steuerelemente vereinfacht sowohl die
Inbetriebnahme der Anlage als auch den Unterhalt solcher Stopfenregeleinrichtungen.
Auch kann Giesspersonal weiter eingespart und die Sicherheit erhöht werden. Der Verzicht
auf die Ausrüstung mit einem Gelenkhebel schliesst auch alle durch den Gelenkhebel
verursachte Trägheitsmomente aus.
[0010] Für die Ausflussregelung sind die Stopfen gegenüber der Ausgussdüse in der Regel
heb- und senkbar. Es sind aber auch Stopfen bekannt, die durch eine Drehbewegung die
Ausflussregelung steuern. Gemäss einem Ausführungsbeispiel besteht die Führungseinrichtung
für einen heb- und senkbaren Stopfen aus einer Hubstange und einer Führung.
[0011] Die Vorrichtung zum Regeln des Metallzuflusses kann an jedes Giessgefäss, das programmierte
oder ferngesteuerte Giessvorgänge zu erfüllen hat, angebracht werden. Um Personal
auf einer Stranggiessanlage einsparen zu können, kann die Vorrichtung gemäss einem
Ausführungsbeispiel besonders wirkungsvoll bei Zwischengefässen für Mehrstranganlagen
angewendet werden. Solche Zwischengefässe weisen bis zu acht Ausgussdüsen mit je einer
Stopfenregulierung auf.
[0012] Um im rauhen Stahlwerksbetrieb die Verschmutzung, den Verschleiss und die Störanfälligkeit
bei solchen Regelvorrichtungen zu reduzieren, wird zusätzlich vorgeschlagen, im Modulkasten
einen Luftüberdruck vorzusehen.
[0013] Es ist grundsätzlich möglich, ein im Stand der Technik bekanntes Kühlsystem für den
Modulkasten vorzusehen. Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann mit Vorteil der Luftüberdruck
über ein Luftzirkulationssystem aufgebaut werden, wobei die Luft den Modulkasten,
die Hubstange und einen Stopfenträgerarm als Kühlmedium durchfliesst. Ein zusätzlicher
Schutz gegen Erwärmung des Modulkastens ergibt sich, wenn bei der Montage zwischen
der Wand des Giessgefässes und dem Modulkasten ein offener Luftspalt angeordnet ist.
[0014] Um Unterhalts- und Kontrollarbeiten in entsprechenden Werkstätten durchführen zu
können, und um die Vorbereitungszeit am Zwischengefäss möglichst klein zu halten,
wird zusätzlich vorgeschlagen, am Modulkasten eine Einrichtung zum Aufhängen am Giessgefäss
anzuordnen und Schnellspannelemente für eine starre Befestigung vorzusehen.
[0015] Eine genaue Durchflussregelung erfordert eine hohe Hubgenauigkeit, eine hohe Bewegungsgeschwindigkeit
der Hubstange und ein Minimum an beweglichen Teilen zwischen der Hubstange und dem
Servomotor. Um dies zu erreichen und um gleichzeitig eine entsprechend lange Führung
der Hubstange sicherzustellen, wird, gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel, vorgeschlagen,
die Antriebsachse des Motors und die Hubstange zusammen mit ihrer Führung parallel
zueinander im Modulkasten anzuordnen und die Drehbewegung des Motors direkt auf einen
Kugelgewindetrieb und von diesem wiederum direkt auf die Hubstange zu übertragen.
Die Regelgenauigkeit kann weiter gesteigert werden, wenn die Vertikalführung der Hubstange
aus einer kugelgelagerten Längsführung besteht und ihre Länge 50 - 80 % der Zwischengefässhöhe
(Boden- Deckelauflage) beträgt.
[0016] Um den Stopfen bei der Zwischengefässvorbereitung, wie Stopfenmontage, Vorheizung
etc., in seiner Höhenlage bewegen zu können, ist, im Sinne einer zusätzlichen Ausbildung,
ein Handrad an die Spindel des Kugelgewindetriebes ankuppelbar.
[0017] Um bei einem Stromausfall den Stopfen automatisch in Schliessposition zu bringen,
sind im Stand der Technik mit Druck beaufschlagte Akkumulatoren, Federpakete etc.
bekannt. Solche Vorrichtungen verursachen zusätzliche Investitions- und Unterhaltskosten
und sind für eine Modullösung schlecht geeignet. Gemäss einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel
wird vorgeschlagen, in der Stromversorgung einen Signalgeber für eine schnelle Detektion
eines Stromausfalles und in der elektrischen Antriebsspeisung Kondensatoren anzuordnen,
deren Kapazität für eine programmgesteuerte Notschliessbewegung des Stopfens bei Stromausfall
ausreicht.
[0018] Zur Erhöhung der Sicherheit bei Schäden an feuerfesten Teilen, wie Stopfenbrüche,
unregelmässiger Düsenverschleiss etc., oder Störungen im Rechner etc., wird, gemäss
einem weiteren Ausführungsbeispiel, der Ausgussdüse ein Notschieber mit einem Verschlussstein
zugeordnet.
[0019] Im nachfolgenden soll anhand von Figuren die Erfindung zusätzlich erläutert werden.
[0020] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch ein Zwischengefäss mit einer Stopfenregeleinrichtung und
- Fig. 2
- einen etwas vergrösserten Schnitt nach der Linie II-II von Fig. 1.
[0021] In Fig. 1 und 2 ist ein Giessgefäss als Zwischengefäss 2 innerhalb einer Stahlstranggiessanlage
dargestellt. Eine Stranggiesskokille 3 stellt eine Giessform dar. Eine Ausgussdüse
4 wirkt mit einem heb- und senkbaren Stopfen 5 zusammen und regelt den Stahlzufluss
aus dem Zwischengefäss 2 in die Stranggiesskokille 3. Der Stahlzufluss in die Kokille
3 wird nach einem vorbestimmten Programm, z.B. einem Angiessprogramm, und/oder nach
einer Badspiegelmesseinrichtung 7 gesteuert.
[0022] Der feuerfeste Stopfen 5 ummantelt die Stopfenstange 8, welche über einen Arm 9 mit
einer Hubstange 10 verbunden ist. Die Hubstange 10 ist in einer Vertikalführung 12
angeordnet, die in diesem Beispiel aus einer kugelgelagerten Längsführung besteht.
Ein rechnergesteuerter elektromechanischer Antrieb in der Form eines Servomotors 13
ist zusammen mit der Hubstange 10 und ihrer Vertikalführung 12 in einem Modulkasten
15 angeordnet. Der Modulkasten 15 ist am Zwischengefäss 2 mit Spannelementen 16 auswechselbar
befestigt. Um ein leichtes Auswechseln zu gewährleisten, sind am Modulkasten 15 Aufhängeeinrichtungen
17 vorgesehen. Die Spannelemente 16 sind als Schnellspann- und Zentrierelemente ausgebildet.
Zwischen der Wand 19 des Zwischengefässes 2 und dem Modulkasten 15 ist ein offener
Luftspalt 20 angeordnet.
[0023] Der Modulkasten 15 ist durch einen Deckel 21 staubdicht verschlossen und über einen
Pressluftanschluss 22 kann ein Luftüberdruck aufgebaut werden. Der Luftüberdruck ist
Bestandteil eines Luftzirkulationssystems 23, das durch Pfeil dargestellt ist. Das
Luftzirkulationssystem 23 im Modulkasten dient als Kühlmedium für den Motor 13, einen
Kugelgewindetrieb 27, 28, die Hubstange 10 und den Stopfentragarm 9.
[0024] Eine Antriebsachse 25 des Motors 13 ist über eine flexible, winkelstarre Kupplung
26 mit der Kugelgewindespindel 27 verbunden. Die Spindel 27 bildet zusammen mit einer
Mutter 28 einen Kugelgewindetrieb, wobei die Mutter 28 und die Hubstange 10 über eine
Brücke 29 starr miteinander verbunden sind. Ueber die Brücke 29 wird der Weg der Mutter
28 direkt auf die Hubstange 10 übertragen. Die Antriebsachse 25 mit der Spindel 27
sind parallel und mit geringem Abstand zur Hubstange 10 im Modulkasten 15 angeordnet.
[0025] Am unteren Ende des Modulkastens 15 ist ein Handrad 30 angeordnet, das mit der Spindel
27 kuppelbar ist und eine Höhenverstellung der Hubstange 10 erlaubt, wenn das elektrische
Anschlusskabel an den Motor ausgesteckt ist. Nach einer Verschiebung des Zwischengefässes
2 in die Giessposition wird der Modulkasten 15 wieder elektrisch mit dem Steuerschrank
34 verbunden und das Handrad 30 von der Spindel entkuppelt.
[0026] In der Stromversorgung 32 für den Motor 13 ist ein Signalgeber 33 angeschlossen,
der einen Stromausfall detektiert und einem Rechner im Steuerschrank 34 meldet. Im
weiteren sind in der elektrischen Antriebsspeisung Kondensatoren angeordnet, deren
Kapazität für eine programmgesteuerte Notschliessbewegung des Stopfens bei Stromausfall
ausreicht.
[0027] Eine Stopfenregeleinrichtung ist auch Störungen unterworfen, die von der Feuerfestseite
herrühren, wie Abbrechen von feuerfesten Teilen am Stopfen, Brechen oder auswaschen
der Ausgussdüse etc. Um ein Auslaufen des Zwischengefässes in einer Notsituation unabhängig
von der Stopfensteuerung zu verhindern, ist ein mit einer Kolbenzylindereinheit gesteuerter
Notschieber 36 am Zwischengefässboden angebracht. Mit einem Verschlussstein des Notschiebers
36 kann die Ausflussdüse 4 verschlossen und, wenn erforderlich, gleichzeitig ein Giessrohr
abgetrennt werden. Das Medium für die Betätigung des Notschiebers wird von einem Akkumulator
geliefert.
[0028] Zwischengefässe für Stranggiessanlagen sind mit bis zu acht Stopfen versehen, wobei
jedem Stopfen ein eigener Modulkasten und eine eigene Steuerung zugeordnet ist. Wird
das Zwischengefäss aus der Vorheizstellung in die Giessstellung über den Kokillen
oder in eine Füllstellung nahe der Giessstellung gebracht, so wird vor Giessbeginn
der Stopfenantriebsmotor mittels elektrischen Steckverbindungen 37 mit dem Steuerschrank
34 verbunden. Nach diesem Anschluss wird die Stopfenbewegung ab Giessbeginn ausschliesslich
durch elektrische Signale gesteuert. Für die Fernsteuerung können alle im Stand der
Technik bekannten Uebertragungsmittel, wie Draht, Lichtleiter, Funk, Infrarot etc.,
Anwendung finden.
1. Vorrichtung zum Regeln eines Metallzuflusses aus einem Giessgefäss in eine Giessform,
insbesondere in eine Stranggiesskokille (3) für Stahlstränge, mittels einem Stopfen
(5), der mit einer Ausgussdüse (4) zusammenwirkt und in seiner Bewegung nach einem
vorbestimmten Programm und/oder mittels einer Badspiegelmesseinrichtung (7) gesteuert
wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungseinrichtung (10, 12) für den Stopfen
zusammen mit ihrem rechnergesteuerten elektromechanischen Antrieb (13)in einem Modulkasten
(15) angeordnet sind und der Modulkasten (15) am Giessgefäss (2) mit Spannelementen
(16) auswechselbar befestigt, vor Giessbeginn der Stopfenantriebsmotor (13) mittels
elektrischen Steckverbindungen (37) mit dem Steuerschrank (34) verbindbar und die
Stopfenbewegung ab Giessbeginn ausschliesslich durch den elektrischen Antrieb (13)
und elektrische Signale steuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung
für einen heb- und senkbaren Stopfen aus einer Hubstange (10) und einer Führung (12)
besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Giessgefäss aus
einem Zwischengefäss (2) für eine Mehrstranganlage besteht und mit 2 - 8 Modulkästen
(15) ausgerüstet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulkasten
(15) staubdicht verschlossen und mit einem Luftüberdruck beaufschlagt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftüberdruck über ein
Luftzirkulationssystem (23) aufgebaut ist und die Luft den Modulkasten (15), die Hubstange
(10) und einen Stopfentragarm (9) als Kühlmedium durchfliesst.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
der Wand (19) des Giessgefässes (2) und dem Modulkasten (15) ein offener Luftspalt
(20) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Modulkasten
(15) eine Einrichtung zum Aufhängen (17) am Giessgefäss (2) und Schnellspannelemente
(16) für eine starre Befestigung vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsachse
(25) des Motors (13) und die Hubstange (10) zusammen mit ihrer Führung (12) parallel
zueinander im Modulkasten (15) angeordnet sind und der Motor (13) die Drehbewegung
direkt auf einen Kugelgewindetrieb (27, 28) und von diesem eine Hubbewegung direkt
auf die Hubstange (10) überträgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Handrad
(30) an eine Gewindespindel (27) des Kugelgewindetriebes an und abkuppelbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stromversorgung
(32) ein Signalgeber (33) für eine schnelle Detektion eines Stromausfalles vorgesehen
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der elektrischen Antriebsspeisung
Kondensatoren angeordnet sind, deren Kapazität für eine programmgesteuerte Notschliessbewegung
des Stopfens (5) bei Stromausfall ausreicht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalführung
(12) der Hubstange (10) aus einer kugelgelagerten Längsführung besteht und ihre Länge
L = 50 - 80 %, vorzugsweise 70 - 80 %, der Zwischengefässhöhe (39) (Boden - Deckelauflage)
beträgt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgussdüse
(4) ein Notschieber (36) mit einem Verschlussstein zugeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Notschieber mit einer
Kolbenzylindereinheit und mit einem Akkumulator für das Betätigungsmedium versehen
ist.