[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Betätigungsvorrichtung für ein Fahrzeug-Ausstellfenster
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten und aus der US-PS 4,186,524 hervorgehenden
Art.
[0002] Die in dieser Druckschrift offenbarte Betätigungsvorrichtung dient zum Verlagern
eines sich im hinteren Seitenbereich eines Personenkraftwagens befindenden Ausstellfensters
zwischen der Schließlage und der Offenlage. Dabei besteht die Betätigungsvorrichtung
im wesentlichen aus einer Gewindestange, welche über ein elektromotorisch angetriebenes
Zahnrad längsverlagert wird und einem mit der Gewindestange starr verbundenen biegsamen
Kabel. Dieses führt zu einem am hinteren Tragpfosten des Personenkraftwagens befestigten
Aufnahmeteil, in dem ein biegesteifes, bogenförmiges Endteil längsverschiebbar angeordnet
ist, das seinerseits mit dem biegsamen Kabel verbunden ist. Ferner ist an dem bogenförmigen
Endteil eine Kugel ausgebildet, die in einer Kugelpfanne gelagert ist, welche sich
ihrerseits in einer am Ausstellfenster angebrachten Lagerung befindet. Da die Kugel
des bogenförmigen Endteils in Schließlage und Offenlage des Ausstellfensters in Fahrzeugquerrichtung
jeweils unterschiedliche Lagepunkte einnimmt, muß die Kugelpfanne in der fensterseitigen
Lagerung etwa in Fahrzeuglängsrichtung längsverschiebbar gelagert sein. Dadurch ist
die fensterseitige Lagerung des Endteils sehr bauaufwendig gestaltet und daher teuer
herzustellen sowie auch störanfällig im Betriebseinsatz. Schließlich hat auch die
Lagerung ein verhältnismäßig hohes Gewicht.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Betätigungselement für ein Fahrzeug-Ausstellfenster
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art derart auszubilden, daß das
Ausstellfenster mit einfachen und optisch unauffälligen Mitteln, jedoch zuverlässig
verlagerbar ist und darüber hinaus sicher in Schließlage gehalten werden kann.
[0004] Zur Lösung der Aufgabe sind die im Patentanspruch 1 dargelegten Merkmale vorgesehen.
[0005] Da das Übertragungselement aus einem biegsamen, jedoch schub- und zugfest ausgebildeten
Material besteht, kann es bei Längsverlagerungen in einem Führungsrohr vorteilhafterweise
mit seinem Endabschnitt unmittelbar am Ausstellfenster befestigt werden. Dabei werden
die sich zwischen der Schließlage und der Offenlage des Ausstellfenster ergebenden,
unterschiedlichen Lagepunkte der fensterseitigen Befestigungsstelle des Übertragungselements
durch dessen Flexibilität, also selbsttätig ausgeglichen, so daß auf eine komplizierte
fensterseitige Anbringung des Übertragungselements verzichtet werden kann. Zur Erzielung
der Schub- und Zugfestigkeit des biegsamen Kunststoffs kann dieser faserverstärkt
oder auch mit mindestens einem Stahlseil versehen sein. Dieses ist gemäß den Merkmalen
des Patentanspruchs 2 zentrisch in den biegsamen Kunststoff eingebettet und ragt dabei
über die dem Ausstellfenster gegenüberliegende Stirnseite des Übertragungselements
hinaus.
[0006] Das Übertragungselement ist zum motorischen Längsverlagern in einem Führungsrohr
mit einer Gewindestange dreh- und zugfest verbunden, wobei die beiden, einen gleich
großen Außendurchmesser aufweisenden Teile auch koaxial zueinander verlaufen. Dabei
ist in die Gewindestange eine axial verlaufende Schraube eingesetzt, die ihrerseits
mit einer stirnseitigen Sacklochbohrung versehen ist. In diese ist das über das Übertragungselement
stirnseitig hinausragende Stahlseil eingesetzt und durch radiales Zusammendrücken
des Endabschnitts der Schraube dreh- und zugfest festgelegt. Damit sich die Stirnseite
der Gewindestange nicht in die Stirnseite des Übertragungselements eingraben kann,
befindet sich zwischen den beiden Teilen eine von der Schraube durchsetzte Scheibe
(Merkmale der Patentansprüche 3 und 4).
[0007] In dem das Übertragungselement aufnehmenden Führungsrohr befindet sich auch die Gewindestange,
wobei diese einen radial abstehenden Führungsstift aufweist, der in eine längsverlaufende
Führungsnut des Führungsrohrs eingreift; hierdurch ist die Gewindestange drehfest
festgelegt. Diese wird über ein Ritzel eines fahrzeugaufbaufesten Elektromotors angetrieben
(Merkmale der Patentansprüche 5 und 7).
[0008] In Schließlage des Ausstellfensters erstreckt sich das Führungsrohr zweckmäßigerweise
bis nahe zur Befestigungsstelle des Übertragungselements am Ausstellfenster, so daß
dieses zuverlässig in Schließlage gehalten und darüber hinaus das Übertragungselement
bei Längsverlagerungen exakt geführt wird (Merkmale des Patentanspruchs 6).
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- ein Ausstellfenster eines Personenkraftwagens mit der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung,
- Figur 2
- das sich in einem Führungsrohr befindende Übertragungselement mit Gewindestange und
Elektromotor in Schließlage des Ausstellfensters,
- Figur 3
- einen Teilbereich des Führungsrohrs mit Übertragungselement, jedoch in Offenlage des
Ausstellfensters,
- Figur 4
- die Verbindung von Gewindestange und Übertragungselement im Längsschnitt in größerer
Darstellung.
[0010] Wie Figur 1 zeigt, befindet sich in der hinteren Seitenwand eines Personenkraftwagens
ein Ausstellfenster 1, das durch eine Betätigungsvorrichtung 2 zwischen einer Schließlage
a (Figur 2) und einer Offenlage b (Figur 3) verlagerbar ist. Dabei ist die Betätigungsvorrichtung
2 im Bereich der Rückenlehne 3 einer Rücksitzbank an einem fahrzeugaufbaufestem Teil
4 angebracht.
[0011] Wie in den Figuren 1 bis 4 ersichtlich, weist die Betätigungsvorrichtung 2 ein an
einem fahrzeugaufbaufestem Teil 4 befestigtes Führungsrohr 5 auf, das sich etwa lotrecht
unter Bildung eines Bogenabschnitts innenseitig zum hinteren Randbereich des Ausstellfensters
1 und in dessen Schließlage a bis nahe zur Befestigungsstelle eines Übertragungselements
6 erstreckt. Dabei ist an dem dem Ausstellfenster 1 zugewandten Endbereich des Führungsrohrs
5 das aus einem biegsamen Kunststoff bestehende sowie einen kreisförmigen Querschnitt
aufweisende Übertragungselement 6 längsverschiebbar vorgesehen. Wie die Figuren 2
und 3 zeigen, ist das Übertragungselement 6 an seinem fensterseitigen Endabschnitt
unmittelbar am Ausstellfenster 1 befestigt. Ferner ist für das Übertragungselement
6 ein schubfester Kunststoff vorgesehen, wobei zur Gewährleistung der Zugfestigkeit
des Übertragungselements 6 in den Kunststoff zentrisch ein Stahlseil 7 eingebettet
ist. Dieses ragt über die dem Ausstellfenster 1 gegenüberliegende Stirnseite 6' des
Übertragungselements 6 zur Verbindung mit einer Gewindestange 10 - wie im folgenden
erläutert wird - hinaus.
[0012] Im Führungsrohr 5 ist anschließend an das Übertragungselement 6 eine koaxial zu diesem
verlaufende Gewindestange 10 längsverschiebbar angeordnet, die den gleichen Außendurchmesser
wie das Übertragungselement 6 hat. Zur dreh- und zugfesten Verbindung mit diesem ist
in die Gewindestange 10 zentrisch eine axial verlaufende Schraube 11 eingesetzt (Figur
4), die an ihrem dem Übertragungselement 6 zugewandten Endabschnitt eine Sacklochbohrung
aufweist. In diese ist der über die Stirnseite 6' des Übertragungselements 6 etwa
10 bis 20 mm hinausragende Endabschnitt des Stahlseils 7 eingesetzt, wobei schließlich
die Schraube 11 im Bereich des Endabschnitts des Stahlseils 7 radial zusammengepreßt
ist. Schließlich befindet sich zwischen der Gewindestange 10 und dem Übertragungselement
6 eine von der Schraube 11 durchsetzte Scheibe 12, durch die ein Eingraben der Stirnseite
der Gewindestange 10 in das Material des Übertragungselements 6 verhindert wird. Durch
einen radial von der Gewindestange 10 abstehenden und in eine Führungsnut 13 des Führungsrohrs
5 längsverschiebbar eingreifenden Führungsstift 14 ist gewährleistet, daß sich die
Gewindestange 10 bei Längsverschiebungen im Führungsrohr 5 nicht drehen kann.
[0013] Mit der Gewindestange 10 steht ein Ritzel eines an einem fahrzeugaufbaufesten Teil
4 befestigten Elektromotors 15 in Eingriff, durch den die Gewindestange 10 und damit
das Übertragungselement 6 in den Richtungen des Doppelpfeils c zum Verlagern des Ausstellfensters
1 zwischen der Schließlage a und der Offenlage b längsverlagert wird.
1. Betätigungsvorrichtung für ein Fahrzeug-Ausstellfenster mit einem in einem fahrzeugaufbaufesten
Führungsrohr längsverlagerbaren Übertragungselement, das mit dem Ausstellfenster in
Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungselement (6) unmittelbar
am Ausstellfenster (1) befestigt und biegsam sowie schub- und zugfest ausgebildet
ist.
2. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungselement
(6) aus einem biegsamen Kunststoff besteht, wobei in diesen ein Stahlseil (7) zentrisch
eingebettet ist, das über die vom Ausstellfenster (1) abgewandte Stirnseite (6') des
Übertragungselements hinausragt.
3. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei das Übertragungselement mit einem motorisch
längsverlagerbaren Antriebsteil dreh- und zugfest verbunden ist und ferner beide Teile
einen etwa gleich großen Außendurchmesser haben sowie koaxial zueinander verlaufen,
dadurch gekennzeichnet, daß in das Antriebsteil (Gewindestange 10) an dem dem Übertragungselement
(6) zugewandten Endabschnitt zentrisch eine axial verlaufende Schraube (11) eingesetzt
ist, die mit dem Stahlseil (7) des Übertragungselements unlösbar verbunden ist.
4. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Antriebsteil
(Gewindestange 10) und dem Übertragungselement (6) eine von der axialen Schraube (11)
durchsetzte Scheibe (12) liegt.
5. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Führungsrohr
(5) sowohl das Übertragungselement (6) als auch das Antriebsteil (Gewindestange 10)
längsverschiebbar angeordnet sind, wobei dieses einen radial abstehenden Führungsstift
(14) aufweist, der in eine Führungsnut (13) des Führungsrohrs längsverschiebbar eingreift.
6. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Schließlage
(a) des Ausstellfensters (1) sich das Führungsrohr (5) bis nahe zur Befestigungsstelle
des Übertragungselements (6) am Ausstellfenster (1) erstreckt.
7. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil
als eine Gewindestange (10) ausgebildet ist, mit der ein Ritzel eines fahrzeugaufbaufesten
Elektromotors (15) in Eingriff steht.