[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Werferleuchte für ein sekundäres Innenbeleuchtungssystem
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Seit einigen Jahren sind in der Beleuchtungstechnik Beleuchtungssysteme bekannt geworden,
die man als Sekundärbeleuchtungssysteme bezeichnen kann und die darauf beruhen, eine
Lichtquelle in einer Leuchte mit nach oben gerichteter Lichtaustrittsöffnung einzusetzen,
deren abgestrahltes Licht mittels einer über der Leuchte angeordneten Reflektoreinheit
in eine Vielzahl von Teilstrahlen zerlegt wird, die auf die auszuleuchtende Fläche
gerichtet sind.
[0003] Eine derartige Beleuchtungseinrichtung ist z. B. aus EP-A2-0 479 042 bekannt, die
mit Vorteil zur Lösung bestimmter Beleuchtungsaufgaben im Außenraum, so beispielsweise
zur blendungsfreien Vorfeldbeleuchtung eines Flugplatzes einzusetzen ist. Ein wesentlicher
Vorteil dieser bekannten Beleuchtungsanordnung besteht darin, daß die Reflektoreinheit
aus einer Vielzahl von in einem Raster angeordneten, im wesentlichen einzeln verstellbaren
Reflektoren besteht, die einem Betrachter als eine Vielzahl von individuellen, nicht
blendenden kleinen Leuchtflächen erscheinen, wobei durch die Verstellbarkeit der Reflektoren
für diese bekannte Beleuchtungsanordnung eine Vielzahl von Anwendungsfällen zur Lösung
unterschiedlicher Beleuchtungsaufgaben gegeben ist.
[0004] Als ein weiteres Beispiel für derartige Sekundärbeleuchtungssysteme ist aus AT-B-386
670 eine Straßenleuchte mit einem senkrechten Leuchtenmast und einem im Bereich der
Mastspitze angeordneten Reflektorsystem bekannt. Unterhalb dieses Reflektorsystemes
ist eine Lichtquelle - davon räumlich völlig getrennt - in einem vorgegebenen Abstand
an dem Leuchtenmast angeordnet und als eine Werfereinheit ausgebildet, deren Licht
von dem Reflektorsystem reflektiert und nach unten auf die Nutzfläche verteilt wird.
Auch bei diesem Beispiel besteht die Möglichkeit, vorzugsweise das Reflektorsystem,
das insbesondere aus am Leuchtenmast gelenkig gelagerten konvexen Einzelspiegeln besteht,
auf bestimmte Beleuchtungsaufgaben einzustellen.
[0005] Schließlich ist aus DE-A1-27 07 143 eine indirekte Deckenleuchte bekannt, die eine
deckennah angeordnete Reflektoranordnung sowie eine unterhalb dieses Reflektors festgelegte
Lichtquelle aufweist. Diese Lichtquelle ist von einem Sekundärreflektor umgeben, der
das auf ihn fallende Licht nach oben auf die Reflektoranordnung wirft, die als ein
Feld mit einer Mehrzahl von Einzelreflektoren ausgebildet ist, wobei jeder der Einzelreflektoren
das von ihm aufgefangene Licht über die unter der Leuchte befindliche Nutzebene annähernd
gleichmäßig verteilt. Wie dieses Beispiel belegt, lassen sich derartige Sekundärbeleuchtungssysteme
auch bei der Innenbeleuchtung einsetzen. Im betrachteten Beispiel schränkt aber die
feste Zuordnung der Leuchteinheit zum Hauptreflektor ihre umfassende Anwendbarkeit
ein.
[0006] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, die Vorteile eines solchen Sekundärbeleuchtungssystems
für den Innenraum konsequent zu nutzen, das heißt ein solches Beleuchtungssystem so
auszugestalten, daß es flexibel zur Lösung unterschiedlicher Beleuchtungsaufgaben,
angepaßt an Schnitt und vorgesehene Nutzung eines Raumes, einsetzbar ist. Dazu wird
unter anderem eine räumliche Trennung von einem deckennah zu montierenden Hauptreflektor,
der vorzugsweise in einzeln verstellbare Teilreflektoren unterteilt ist, und der dann
bodennah anzuordnenden Werferleuchte vorgesehen.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für ein Beleuchtungssystem
der eingangs genannten Art eine Werferleuchte zu schaffen, die insbesondere auf ihre
Verwendung bei der Innenbeleuchtung ausgerichtet ist, als ein ins Auge eines Betrachters
fallender Einrichtungsgegenstand eine ansprechende ästhetische Erscheinungsform besitzt,
es bei relativ einfachem konstruktivem Aufwand dennoch ermöglicht, bei hoher Flexibilität
des Einsatzbereiches gezielt unterschiedliche Beleuchtungsaufgaben im Innenraum, insbesondere
bei der Beleuchtung von Arbeitsplätzen zu lösen.
[0008] Bei einer Werferleuchte der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 beschriebenen Merkmale gelöst.
[0009] Diese Lösung hat den Vorteil, daß sie unter Berücksichtigung einer Raummöblierung
und der Raumnutzung, aber auch im Hinblick auf lichttechnische Erfordernisse wie ein
Einrichtungsgegenstand als freistehende Leuchte oder auch integriert in die Möblierung
einzusetzen ist. Dabei wird die notwendige Netzleitung von unten zugeführt. Im Falle
ihrer Verwendung in Büroräumen und bei vorgegebenem Standort ist es vorteilhaft, diese
Netzleitung durch den Raumboden hindurch in die dann fest mit dem Raumboden verbundene,
stationäre Werferleuchte einzuführen. Um nun bei einer unterschiedlichen Geometrie
in der Anordnung der Werferleuchte zu dem an der Raumdecke angeordneten Hauptreflektor
im Hinblick auf eine optimale Lichttechnik dem Lichtplaner Gestaltungsmöglichkeiten
bieten zu können, ist der Lichtkopf der Werferleuchte gegenüber dem feststehenden
Fußteil schwenkbar ausgebildet, so daß das von der Werferleuchte in Form eines zu
bündelnden Lichtkegels abgegebene Licht in einem weiten Bereich auf den Hauptreflektor
auszurichten ist. Diesem Zweck entspricht auch die gewählte Gehäuseform der Werferleuchte,
bei der unabhängig von dem Schwenkwinkel zwischen Fußteil und Lichtkopf die Leuchte
selbst für einen Betrachter in einer geschlossenen Gestaltungsform erscheint, die
durch die genannte Funktion in ihrem Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt wird. Darüber
hinaus ermöglicht das dem Aufbau der Werferleuchte zugrundeliegende Konstruktionsprinzip
einen modularen Aufbau der Leuchte, bestehend aus einem Gehäuse, einer in dem Fußteil
des Gehäuses untergebrachten Bodeneinheit, die auch die Stromversorgung der Leuchte
umfaßt und einem in das verschwenkbare Oberteil der Leuchte verrastbar eingeschobenen
Lichtkopf, der zu einem Lampenwechsel von dem Leuchtengehäuse abziehbar ist.
[0010] Weiterbildungen der Erfindung und vorteilhafte Ausgestaltungen sind der Beschreibung
von Ausführungsbeispielen der Erfindung zu entnehmen.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigt:
Figur 1 die schematische Darstellung eines sekundären Beleuchtungssystemes für einen
Innenraum mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Werferleuchte,
Figur 2 in einem Schnitt durch die Werferleuchte deren modularen Aufbau,
Figur 3 einen Schnitt durch das Gehäuseprofil der Werferleuchte,
Figur 4 und 5 je eine Ansicht von der Seite bzw. von oben einer im Fußteil der Leuchte
angeordneten Bodeneinheit für Befestigung und Stromversorgung der Werferleuchte und
Figur 6 und 7 in zwei Seitenansichten den Aufbau des im Oberteil der Werferleuchte
angeordneten Lichtkopfes.
[0012] In Figur 1 ist schematisch ein Büroraum mit einem Arbeitsplatz dargestellt, seitlich
davon ist eine Werferleuchte 1 auf dem Raumboden aufgestellt. Diese gibt Licht in
einem relativ engen Lichtbündel durch eine Lichtaustrittsöffnung 101 der Werferleuchte
1 hindurch nach oben gegen die Raumdecke ab. Im Lichtkegel der Werferleuchte 1, der
aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich durch zwei Randstrahlen verdeutlicht ist,
ist deckennah ein Hauptreflektor 2 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel besteht
dieser aus Teilreflektoren, die jeweils individuell um die beiden Achsen ihrer planen
Grundflächen dreh- bzw. kippbar angeordnet sind, um je nach Anwendungsfall gezielt
definierte Bereiche in der Nutzebene entsprechend auszuleuchten.
[0013] In Figur 2 ist in einem Schnitt durch die Werferleuchte 1 der grundsätzliche Aufbau
dieser Leuchte dargestellt. Die Werferleuchte 1 besitzt ein Leuchtengehäuse 3, das
längs einer unter 45° quer zur Leuchtenlängsachse verlaufenden Schnittebene in ein
Fußteil 31 und ein Oberteil 32 unterteilt ist. Fuß- und Oberteil 31 bzw. 32 sind miteinander
schwenkbar über ein Schwenklager 33 verbunden. Im Fußteil 31 ist eine Bodeneinheit
4 der Werferleuchte 1 angeordnet, die einerseits zum Befestigen der Leuchte an einem
Raumboden dient und andererseits Einrichtungen zur Stromversorgung der Werferleuchte
1 aufnimmt. Im Oberteil 32 der Werferleuchte 1 ist ein Lichtkopf 5 angeordnet, der
Fassungen für eine Lichtquelle sowie eine Reflektoranordnung zum Lenken des von der
Lichtquelle abgestrahlten Lichtes umfaßt. Die nach oben gerichtete Lichtaustrittsöffnung
101 der Werferleuchte 1 ist durch eine transluzente Abdeckscheibe 6 abgeschlossen.
Einzelheiten der konstruktiven Ausgestaltung dieses Leuchtenaufbaus werden im folgenden
anhand der weiteren Figuren näher erläutert.
[0014] In Figur 3 ist schematisch das Profil des Leuchtengehäuses 3 gezeigt. Daraus ist
zu erkennen, daß das Leuchtengehäuse aus zwei identischen, auf Umschlag ineinanderpassenden
Strangpreßprofilen 310 aufgebaut ist, die sich zu einem elliptischen Querschnitt des
Leuchtengehäuses 3 ergänzen. Jedes Gehäuseprofil 310 weist nach innen gerichtete nutförmige
Ansätze auf. An den Außenrändern sind diese Ansätze als Anschlag- und Zentrierungsflächen
320 für die beiden Profilteile ausgebildet. Diesen Flächen benachbart liegende weitere,
nutenförmige Ansätze 330 dienen dazu, Befestigungsschrauben für Montagewinkel 34 aufzunehmen,
mit denen unter anderem die beiden Gehäuseprofile 31 des Leuchtengehäuses 3 untereinander
verbunden, aber auch Lichtkopf 5 bzw. Bodeneinheit 4 im Gehäuse 3 festgelegt werden.
Weitere Einzelheiten werden noch nachstehend erläutert.
[0015] In Verbindung mit Figur 1 verdeutlicht die elliptische Kontur des Leuchtengehäuses
3, daß ein unter 45° quer zur Leuchtenlängsachse gelegter Schnitt durch das Leuchtengehäuse
3 im Umfang eine Kreisform ergibt. D. h., daß das Leuchtengehäuse 3 in der Schwenkebene
zwischen Fußteil 31 und Oberteil 32 im Querschnitt einen Kreis bildet, woraus folgt,
daß die Konturen dieser beiden Leuchtenteile unabhängig von einem eingestellten Schwenkwinkel
immer miteinander übereinstimmen, somit also die Werferleuchte 1 selbst in jeder geschwenkten
Position als eine geschlossene Raumform erscheint.
[0016] In den Figuren 4 und 5 ist nun in einer Seitenansicht bzw. in einer Ansicht von oben
die Bodeneinheit 4 der Werferleuchte genauer dargestellt. Diese umfaßt einen Tragrahmen
mit drei in einem Dreieck angeordneten Befestigungsfüßen 41, die untereinander über
Verbindungswinkel 42 sowie einer Tragplatte 44 in dieser Dreiecksform festgelegt sind.
Die unteren Enden der Befestigungsfüße 41 sind nach außen abgewinkelt und weisen je
eine Durchgangsbohrung 43 auf, über die die Bodeneinheit 4 mittels Schrauben und Dübeln
an einem Raumboden festzulegen ist. Dieser durch die Befestigungsfüße 41 gebildete
Tragrahmen der Bodeneinheit 4 nimmt die elektrischen Einrichtungen zum Betreiben der
Werferleuchte 1 auf. In diesem Beispiel ist ein gekapseltes, auf der Tragplatte 44
montiertes elektronisches Vorschaltgerät 45 vorgesehen. In den Figuren 4 bzw. 5 nicht
dargestellt ist ein vorzugsweise von unten durch den Raumboden zugeführtes Netzkabel,
das zur Zugentlastung in einer Schelle 46 festzulegen ist und dessen Adern an eine
Leitungsklemme 47 anschließbar sind.
[0017] Eine im Querschnitt U-förmig ausgebildete Abdeckplatte 48 ist gegenüber diesem Tragrahmen
um die Leuchtenlängsachse drehbeweglich festgelegt. Wie die Seitenansicht von Figur
4 zeigt, weist diese Abdeckplatte 48 an ihren nach oben abgewinkelten Seitenflächen
dreieckförmige Einschnitte 481 auf, in die beim Aufsetzen des Gehäuses 3 im Zusammenhang
mit Figur 3 beschriebene Montagewinkel 34, als Gegenstücke ebensolche Einschnitte
aufweisend, einrastbar sind. Um dies zu verdeutlichen, sind in Figur 4 derartige Montagewinkel
34 in strichpunktierten Linien angedeutet. Somit ist die Abdeckplatte 48 an dem Gehäuse
3 nach der Leuchtenmontage eindeutig festgelegt, darüber hinaus bietet aber die drehbewegliche
Lagerung der Abdeckplatte 48 in bezug auf den Tragrahmen der Bodeneinheit 4 eine Möglichkeit,
das Gehäuse 3 mitsamt der Abdeckplatte 48 gegenüber der am Raumboden befestigten Bodeneinheit
4 durch eine Drehbewegung auszurichten.
[0018] An der Abdeckplatte 48 ist seitlich, wie insbesondere in Figur 5 zu erkennen, ein
U-förmig abgewinkeltes Halteblech 482 festgelegt, in dem ein Feststellbolzen 483,
zur Grundfläche der Abdeckplatte 48 parallel liegend, gelagert ist. Wie aus Figur
2 zu entnehmen ist, wird dieser Feststellbolzen 483 im montierten Zustand mittels
einer in das Leuchtengehäuse 3 eingedrehten Madenschraube gegen die Abdeckplatte 48
gedrückt und damit das Leuchtengehäuse 3 gegenüber der Bodeneinheit 4 in der montierten
Position gesichert.
[0019] In diesem Zusammenhang ist, um auf die Darstellung von Figur 2 zurückzukommen, die
Möglichkeit eines Toleranzausgleiches zwischen der Bodeneinheit 4 und dem darüber
gestülpten Leuchtengehäuse 3 anzumerken, die im Hinblick auf unterschiedliche Beschaffenheiten
von Bodenbelägen vorgesehen ist. Für diesen Toleranzausgleich ist am Fußende des Leuchtengehäuses
ein Paar von weiteren Montagewinkeln 34' einander gegenüberliegend vorgesehen, gegenüber
denen jeweils ein abgekröpfter Winkel 36 längsbeweglich geführt ist, gegen dessen
abgekröpfte Lasche weitere Madenschrauben 35 drücken und diesen in Richtung des Fußbodens
festlegen.
[0020] Nunmehr zurückkehrend zu Figur 4 bzw. 5 ist zu ergänzen, daß auf der Oberseite der
Abdeckplatte 48 ein Buchsenteil 484 einer Steckverbindung nach oben weisend angeordnet
ist. Über dieses Buchsenteil 484 wird eine im einzelnen aus Gründen der Übersicht
nicht dargestellte Leitungsverbindung zwischen dem elektronischen Vorschaltgerät 45
und der Lichtquelle im Lichtkopf 5 geführt, wie noch zu erläutern sein wird.
[0021] In Figur 6 und Figur 7 ist in je einer Seitenansicht der Lichtkopf 5 der Werferleuchte
1 detaillierter dargestellt. Teil eines Rahmens für den Lichtkopf 5 bilden zwei einander
diametral gegenüberstehende Trägerwinkel 51, deren obere Enden nach innen abgewinkelt
sind und eine Auflagefläche für die die Lichtaustrittsöffnung 101 der Werferleuchte
1 abschließende Abdeckscheibe 6 bilden, die mittels Befestigungsschrauben 61 auf diesen
Auflageflächen der Trägerwinkel 51 festgelegt ist. Im oberen Teil der Trägerwinkel
51 ist jeweils ein Lagerwinkel 52 festgelegt, der oberseitig nach innen abgekröpft
ist, wobei dieses abgekröpfte Ende als Auflagefläche für einen rotationssymmetrischen
Reflektor 53 der Werferleuchte 1 dient, im übrigen wird der untere Teil dieses Reflektors
53 durch ein Paar von Stützwinkeln 54 unterstützt.
[0022] Im unteren Bereich der Trägerwinkel 51 ist eine beidseitig abgewinkelte Trägerplatte
55 an den Trägerwinkeln 51 in einem begrenzten Bereich parallel zur Leuchtenlängsachse,
d. h. damit auch längs der Trägerwinkel 51 verschiebbar festgelegt. Diese Trägerplatte
weist mittig einen aus der Zeichenebene herausstehenden Vorsprung 550 auf, der eine
erste Lampenfassung 56 für eine beidseitig gesockelte, hier nicht dargestellte Lampe
trägt. Eine zweite Lampenfassung 56' ist koaxial dazu darüber angeordnet, die ihrerseits
über einen Bügel 57 mit zwei zueinander und zur Leuchtenlängsachse parallel liegenden
Stützen 571 festgelegt ist. Diese Stützen 571 führen durch den Reflektor 53 hindurch
und sind am unteren Ende jeweils über Isolierkörper 572 an der Trägerplatte 55 festgelegt,
weil sie zugleich der Stromrückführung dienen. Schließlich sind die unteren Enden
der Trägerwinkel 51 durch eine weitere Schiene miteinander verbunden, an der ein Steckerteil
58 einer weiteren Steckverbindung festgelegt ist. Weiterhin ist an den oberen Enden
der Trägerwinkel 51 jeweils eine Rastfeder 59 befestigt, denen jeweils als Gegenstück
ein abgekröpftes Federpaar 59' gehäusefest zugeordnet ist, wie in Figur 2 schematisch
dargestellt ist. Mit dieser Rastfederanordnung 59, 59' wird der Lichtkopf 5 in das
Oberteil 32 des Leuchtengehäuses 3 eingeklinkt, wie zur Verdeutlichung mit strichpunktierten
Linien in Figur 6 angedeutet ist.
[0023] Die beschriebene Anordnung der längs der Trägerwinkel 51 verschiebbar angeordneten
Trägerplatte 55, die insbesondere beide Lampenfassungen 56, 56' trägt, hat den Sinn,
eine in diese Fassungen eingesetzte Lampe gemeinsam mit einer im Hauptreflektor 53
angeordneten Hilfsreflektoranordnung 530 bzw. 31 längs der Achse des Hauptreflektors
53 als eine modulare Einheit verschieben zu können, um die Abstrahlcharakteristik
der Werferleuchte, d. h. deren Ausstrahlungswinkel je nach Anwendungsfall einstellen
zu können. Dafür besitzt die Trägerplatte 55 eine Anschlagfläche 551, die, wie in
Figur 2 dargestellt ist, mit einer Verstelleinrichtung zusammenwirkt. Über ein doppelt
abgewinkeltes, gehäusefest angeordnetes Halteblech 37 ist ein Verstellbolzen 38 gelagert,
der an seinem inneren Ende ein Flügelrad 39 trägt, dessen zueinander im Umfang versetzte
Flügel unterschiedlichen radialen Abstand zu dem Verstellbolzen 38 aufweisen. Durch
Drehen des Verstellbolzens 38 ist somit die Anschlagfläche 551 in Achsrichtung der
Werferleuchte 1 auslenkbar. Dies bewirkt eine entsprechende axiale Positionierung
der Trägerplatte 55 und damit auch des Leuchtfleckes einer in die Lampenfassungen
56 und 56' eingesetzten Lampe. Zur Klarstellung ist diese Verstelleinrichtung auch
in dem Schnitt von Figur 3 gezeigt.
[0024] Zurückkehrend zu Figur 2 ist schließlich zu ergänzen, daß die Stromversorgung für
eine in die Lampenfassungen 56, 56' eingesetzte Lampe, wie bereits angedeutet, über
Steckverbindungen geführt wird, wobei dem Buchsenteil 484 der Bodeneinheit 4 ein Steckerteil
entspricht, das - in Figur 2 schematisch dargestellt - an dem dem Fußteil 31 des Leuchtengehäuses
zugeordneten Unterteil des Schwenklagers 33 angeordnet ist. Andererseits trägt das
Oberteil des Schwenklagers 33 seinerseits ein Buchsenteil, das mit dem Steckerteil
58 des Lichtkopfes 5 zusammenwirkt. Zur Verdeutlichung ist schematisch eine Leitungsverbindung
zwischen den beiden dem Schwenklager 33 zugeordneten Steckhälften der Steckverbindungen
in Figur 2 angedeutet.
[0025] Diese Leitungsführung ermöglicht es, beim Montieren der Leuchte durch Aufsetzen des
Fußteiles 31 des Leuchtengehäuses 3 auf die Bodeneinheit 4 eine elektrisch sichere
Verbindung herzustellen, die durch Einschieben des Lichtkopfes 5 in das Oberteil 32
des Leuchtengehäuses 3 vervollständigt wird. Diese Leitungsführung ist nicht nur im
Hinblick auf eine einfache Montage bequem, sondern insbesondere auch betriebssicher.
Zieht man nämlich den Lichtkopf 5, beispielsweise zu einem Lampenwechsel, von dem
Gehäuse ab, so wird diese Leitungsverbindung automatisch getrennt, der Lichtkopf 5
ist damit stromlos und ein Lampenwechsel kann ungefährdet vorgenommen werden.
[0026] Ergänzt sei schließlich, daß jede Schwenklage des Oberteiles 32 des Leuchtengehäuses
3 gegenüber dessen Fußteil 31 durch eine weitere Madenschraube 35' festgelegt wird,
die nahe der Schnittfläche zwishen dem Fußteil 31 und dem Oberteil 32 des Leuchtengehäuses
3 schräg in das Fußteil 31 eingelassen ist.
1. Werferleuchte für ein sekundäres Innenbeleuchtungssystem, bei dem die Werferleuchte
(1) bodennah angeordnet ist und gegen eine Raumdecke Licht gebündelt abstrahlt und
bei dem im Lichtkegel der Werferleuchte (1) eine Reflektoranordnung (2) deckennah
vorgesehen ist, die das empfangene Lichte reflektiert und auf eine Nutzebene verteilt,
dadurch gekennzeichnet, daß die als Stehleuchte ausgebildete Werferleuchte (1) ein zweiteiliges Gehäuse (3)
besitzt, in dem eine Bodeneinheit (4) bzw. ein Lichtkopf (5) angeordnet sind, daß
das Leuchtengehäuse (3) einen elliptischen Querschnitt aufweist und in einer unter
45° quer zur Leuchtenlängsachse liegenden Schnittfläche geteilt ist und daß Oberteil
(32) und Unterteil (31) des Gehäuses (3) der Werferleuchte (1) über ein in der Schnittfläche
ausgerichtetes Schwenklager (33) drehbar miteinander verbunden sind.
2. Werferleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ober- und Unterteil (32 bzw. 31) des Leuchtengehäuses (3) ein im Querschnitt
ellipsenförmiges Rohrprofil aufweisen, das aus zwei in ihren Konturen auf Umschlag
ineinander passenden und zueinander zentrierten Strangpreßprofilen (310) jeweils in
Form einer Halbellipse zusammengesetzt ist und daß auf den Innenseiten der Strangpreßprofile,
deren gemeinsame Anlageflächen umgreifend, als deren Verbindungselemente Montagewinkel
(34) festgelegt sind.
3. Werferleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseiten der Strangpreßprofile (310) des Leuchtengehäuses (3) daraus hervorspringende,
sich in Achsrichtung des Profiles nutförmig erstreckende Ansätze (330) aufweisen,
an denen die Montagewinkel (34, 34') für die Profilverbindung beziehungsweise für
das Montieren von Lichtkopf (5) oder Bodeneinheit (4) mittels Schrauben festgelegt
sind.
4. Werferleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodeneinheit (4) der Werferleuchte (1) einen Tragrahmen mit Befestigungsfüßen
(41), die mit einem Raumboden verankerbar ausgebildet sind und mit einer Tragplatte
(44) aufweist, die gegenüber den Befestigungsfüßen drehbar gelagert ist und im montierten
Zustand der Werferleuchte mit dem Fußteil (31) des Leuchtengehäuses (3) verriegelt
verbunden ist.
5. Werferleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Tragrahmen (41, 44) der Bodeneinheit (4) elektrische Versorgungseinrichtungen
(z. B. 45) für die Werferleuchte (1) untergebracht sind und daß die Zuführung von
Versorgungsleitungen in die Werferleuchte (1) über deren Gehäuseboden vorgesehen ist.
6. Werferleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Position des Leuchtengehäuses (3) zur Bodeneinheit (4) bezogen auf
die Leuchtenlängsachse als Drehachse mittels einer in das Fußteil (31) des Leuchtengehäuses
(3) eingelassenen, an der Tragplatte (44) angreifenden Schraube (35) festgelegt ist.
7. Werferleuchte nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Fußende des Fußteils (31) des Leuchtengehäuses Mittel (34, 35, 36) zum Ausgleichen
von Bodentolerenzen zwischen Bodeneinheit (4) und dem Leuchtengehäuse (3) vorgesehen
sind.
8. Werferleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtkopf (5) als ein modulare Einheit in das Oberteil (32) des Leuchtengehäuses
(3) von oben einschiebbar und dort mittels Rastfedern (59) verrastbar ausgestaltet
ist.
9. Werferleuchte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtkopf (5) eine Reflektoranordnung (53) umfaßt, innerhalb der Mittel (56,
56', 57) zum Festlegen einer Lampe als Lichtquelle der Werferleuchte (3) längsbeweglich
zur Leuchtenlängsachse angeordnet sind.
10. Werferleuchte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Oberteil (32) des Leuchtengehäuses (3) eine Positioniereinrichtung (37,
38, 39) vorgesehen ist, die auf die Mittel (56, 56', 57) zum längsbeweglichen Festlegen
der Lampe einwirkend, das Positionieren der Lampe innerhalb der Reflektoranordnung
(53) von außen ermöglicht.
11. Werferleuchte nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zum Durchführen der Leitungsverbindungen von der Bodeneinheit (4) zum Lichtkopf
(5) Steckverbindungen (z. B. 484, 58) vorgesehen sind, die beim Zusammenbau der Werferleuchte
(1) einrasten und in einer Leitungsverbindung über das Schwenklager (33) hinweggeführt
sind.