[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein rechteckiges Kuvert, gebildet aus einem im
wesentlichen rechteckigen Stänzling.
[0002] Aus der US-PS 4 915 288 ist bereits ein solches Kuvert bekannt, bei welchem der Stänzling
zwei vollständig gerade, zu einander parallele seitliche Begrenzungskanten aufweist,
so dass er aus einer geraden Papierbahn konstanter Breite nur durch Abschneiden, jedoch
ohne zusätzliche seitliche Formgebung herstellbar ist. Bei diesem Stänzling verläuft
die den wesentlichen teil des freien Randes der Verschlussklappe zu bilden bestimmte
Schnittkante komplementär zur gegenüberliegenden Schnittkante, welch letztere die
die Einfüllöffnung des Kuverts zu begrenzen bestimmte Kante ist, so dass beim Abschneiden
eines Stänzlings von der Papierbahn kein Abfall entsteht, wobei der freie Rand der
Verschlussklappe durch die vorgenannte Schnittkante und durch je einen kurzen Abschnitt
der beiden seitlichen Begrenzungskanten gebildet ist. Bis jetzt war die Fachwelt der
Meinung, man sei im Verlauf der Entwicklung zu einem nicht mehr zu verbessernden Resultat
gelangt. Bei der Suche nach weiteren Verbesserungen, die sich auf die Herstellung,
den Vertrieb und die Benützung auswirken, konnte dies mit einer verhältnismässig geringen
Änderung gegenüber den vorgenannten Kuverts erreicht werden. Das Kuvert der eingangs
genannten Art, das diesen Anforderungen genügt, ist durch das kennzeichnende Merkmal
des Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0003] Bei der Herstellung solcher Kuverts wird also, wie beim Kuvert nach der US-PS 4 915
288, einerseits Rohmaterial, also Papier eingespart und, was heute ebenso wichtig
ist, es wird das Entstehen von Abfall vermieden, wodurch sich die bei der Herstellung
der heute üblichen Kuverts entstehenden Kosten für die Entsorgung dieses Abfalls einsparen
lassen. Bei einem besonders zweckmässigen Verfahren zur Herstellung von Stänzlingen
der vorgenannten Art werden aus einer geraden Papierbahn durch Abschneiden und anschliessendes
Trennen in der Bahnlängsrichtung zwei oder mehr nebeneinanderliegende Stänzlinge erzeugt.
[0004] Zusätzlich lässt sich ein derartiges Kuvert noch dadurch verbessern, dass man es
mit einem Selbstklebeverschluss versieht, bei welchem nur ein Teil der Verschlussklappe
mit einer Haftkleberschicht versehen ist. Derzeit wird bei der Herstellung von Kuverts
mit Selbstklebeverschluss die Haftkleberschicht durch einen mit einem Trennmittel
beschichteten Abdeckstreifen abgedeckt, der vor dem Zukleben des Kuverts entfernt
werden muss. Es ist an sich bekannt, dass diese Streifen mindestens zwei Nachteile
aufweisen: einerseits kosten sie bei der Herstellung und beim Aufbringen Geld und
andererseits muss der Benützer des Kuverts den Streifen entsorgen, was ihm je nach
den Umständen mehr oder weniger Mühe macht. Bei einer speziellen Ausführungsform eines
Kuverts nach der vorliegenden Erfindung werden nun diese beiden Nachteile dadurch
vermieden, dass dieses Kuvert zum Umklappen der Verschlussklappe dienende, zueinander
parallele Falzrillen aufweist, wobei die Kuvertrückseite so ausgebildet ist und die
Falzrillen so angeordnet sind, dass die Verschlussklappe dann, wenn sie um die erste
Falzrille umgelegt ist, neben der Kuvertrückseite auf der Innenfläche der Kuvertvorderseite
aufliegt, die dort, wo der Haftklebestreifen aufliegt, mit einem Trennmittel beschichtet
ist, während die Verschlussklappe dann, wenn sie um die zweite Falzrille umgelegt
ist, mit dem ganzen Haftklebestreifen auf der Aussenseite der Kuvertrückseite aufliegt
und dort haftet.
[0005] Nachfolgend werden anhand der beiliegenden Zeichnung erfindungsgemässe Ausführungsbeispiele
beschrieben. In der Zeichnung zeigt
die Figur 1 einen Stänzling, bevor er zum Kuvert gefaltet ist, und
die Figur 2 einen Doppelstänzling, bevor er in die beiden Teile getrennt ist.
[0006] Der in der Figur 1 dargestellte, als Ganzes mit 1 bezeichnete Stänzling wurde aus
einer Papierbahn konstanter Breite nur durch Abschneiden, jedoch ohne seitliche Formgebung
herausgeschnitten. Er weist daher zwei vollständig gerade, zueinander parallele seitliche
Begrenzungskanten 2 und 3 auf. Die den wesentlichen Teil des freien Randes der Verschlussklappe
4 zu bilden bestimmte Schnittkante 5 verläuft komplementär zur gegenüberliegenden
Schnittkante 6, bei welcher es sich um die die Einfüllöffnung des Kuverts zu begrenzen
bestimmte Kante handelt. Durch diese Formgebung besteht keine Möglichkeit für das
Entstehen von Abfall. Damit aus einem Stänzling ein Kuvert gefertigt werden kann,
braucht es üblicherweise noch einige Arbeitsschritte, nämlich das Anbringen von Falzrillen
und das Auftragen einer Haftkleberschicht. Das erfindungsgemässe Kuvert benötigt drei
Falzrillen, nämlich die Falzrille 7, die die Kuvertvorderseite 8 von der Kuvertrückseite
9 abgrenzt, und die beiden Falzrillen 10 und 11, wobei die Falzrille 10 dazu dient,
beim geöffneten Kuvert die Verschlussklappe 4 von der Kuvertvorderseite 8, auf deren
Innenfläche sie aufliegt, abzugrenzen, während beim Verschliessen des Kuverts die
Verschlussklappe 4 um die Falzrille 11 gefaltet wird, damit sie aussen auf die Kuvertrückseite
9 zu liegen kommt. In einem weiteren Bearbeitungsschritt wird der Klebstoff aufgetragen.
Zur dauerhaften Verbindung der Vorderseite 8 mit der Rückseite 9 dienen die beiden
Kleber-Streifen 12 und 13, von denen je einer in der an den seitlichen Begrenzungskanten
2 bzw. 3 angrenzenden Zone angebracht ist. Zum verschliessen des Kuverts dient die
an der Verschlussklappe 4 angebrachte Haftkleberschicht 14. Zusätzlich zu dieser Haftkleberschicht
14 besitzt der Stänzling auf der Innenfläche der Vorderseite ein Gebiet 15, das mit
einem Trennmittel 16 beschichtet ist. Bei der Fabrikation eines erfindungsgemässen
Kuverts wird nun wie folgt vorgegangen:
[0007] Falls das Kuvert innen oder aussen oder auf beiden Seiten bedruckt werden muss, wird
die von einer Papierrolle in konstanten Breite abgezogene Papierbahn wunschgemäss,
also nach Bedarf, periodisch bedruckt, also so, dass der Abstand zwischen den Anfängen
der sich wiederholenden Druckflächen mit der Länge des Stänzlings übereinstimmt. Dann
wird an den Stellen 15 das Trennmittel 16 angebracht. Nachher werden, falls es sich
um Fensterkuverts handelt, die Fensteröffnungen ausgeschnitten und mit durchsichtigem
Material wieder verschlossen, wie das an sich bekannt ist. Anschliessend werden die
als Falzrillen dienenden Quer-Rillen 7, 109 und 11 angebracht. Nachher erfolgt der
Trennschnitt, durch welchen die Stänzlinge ohne die Bildung von Abfallstücken voneinander
abgetrennt werden und die Schnittkanten 5 und 6 entstehen. Wie man aus der Zeichnung
ersehen kann, verläuft die Schnittkante an jedem ihrer beiden Enden auf einer Länge
von ca. 8 mm senkrecht zur seitlichen Begrenzungskante 2 bzw. 3. Anschliessend weist
sie einen im stumpfen Winkel weiter führenden Abschnitt auf, während sie auf dem wesentlichen
Teil ihrer Länge senkrecht zu den seitlichen Begrenzungskanten 2/3 verläuft. Auf die
einzelnen Stänzlinge werden daraufhin die Kleber-Streifen 12 und 13 aufgebracht und
es wird die Kuvertrückseite 9 um die Falzrille 6 gefalzt und auf die Vorderseite gedrückt,
wo sie durch die beiden Kleber-Streifen 12 und 13 festgehalten wird. Nun wird auf
der Verschlussklappe 4 die Haftkleberschicht 14 aufgetragen und die Klappe um die
Falzrille 10 umgeschwenkt, so dass die Haftkleberschicht 14 auf die mit der Trennmittelschicht
16 versehene Stelle 15 der Innenseite der Kuvertvorderseite zu liegen kommt, wodurch
das Kuvert gebrauchsbereit oder verpackungsbereit ist.
[0008] Aus dem vorstehenden ist ohne weiteres ersichtlich, dass beim gebrauchsbereiten Kuvert
an allen Stellen stets zwei Papierschichten aufeinander liegen. Das Kuvert hat also
überall die gleiche Dicke, dies im Unterschied zu den bekannten Kuverts mit Seitenklappen,
bei denen an einzelnen Stellen im Bereich der Verschlussklappe bis zu fünf Papierschichten
aufeinander liegen, was zur Folge hat, dass sich in einer Versand- oder Lagerschachtel
eine wesentlich kleinere Anzahl konventioneller Kuverts unterbringen lässt als dies
mit den erfindungsgemässen Kuverts möglich ist. Wenn ein derartiges neues Kuvert gebraucht
wird, kann das Schriftgut ohne Öffnen der Verschlussklappe eingefüllt werden. Nachher
wird die Klappe geöffnet und nicht mehr um die Falzrille 10 sondern um die Falzrille
11 umgelegt, so dass sie aussen auf der Kuvertrückseite 9 aufliegt und durch das übliche
Andrücken mit ihr verklebt werden kann.
[0009] Bei der Herstellung eines erfindungsgemässen Kuverts der vorbeschriebenen Art lässt
sich etwas Fabrikationszeit dadurch einsparen, dass man von einer Papierbahn ausgeht,
deren Breite einem Mehrfachen, beispielsweise dem Doppelten der Kuvertbreite entspricht,
und von dieser Papierbahn Doppelstänzlinge abtrennt, wie einer in der Figur 2 dargestellt
und als Ganzes mit 21 bezeichnet ist, und diesen dann in der Längsrichtung der ursprünglichen
Papierbahn, also durch einen Schnitt nach der Linie 22 in zwei Teile 23 und 24 trennt,
von denen jeder mit dem eingangs beschriebenen Stänzling übereinstimmt. Selbstverständlich
lassen sich auf diese Art und Weise Kuverts nicht nur in allen Normgrössen sondern
auch in jeglicher Spezialgrösse herstellen.
1. Rechteckiges Kuvert, gebildet aus einem im wesentlichen rechteckigen Stänzling (1),
- der zwei vollständig gerade, zu einander parallele seitliche Begrenzungskanten (2,
3) aufweist, so dass er aus einer geraden Papierbahn konstanter Breite nur durch Abschneiden,
jedoch ohne zusätzliche seitliche Formgebung herstellbar ist, und
- bei dem die den wesentlichen Teil des freien Randes der Verschlussklappe (4) zu
bilden bestimmte Schnittkante (5) komplementär zur gegenüberliegenden Schnittkante
(6) verläuft, welch letztere die die Einfüllöffnung des Kuverts zu begrenzen bestimmte
Kante ist, so dass beim Abschneiden eines Stänzlings von der Papierbahn kein Abfall
entsteht,
- wobei der freie Rand der Verschlussklappe (4) durch die Schnittkante (5) und durch
je einen kurzen Abschnitt der beiden seitlichen Begrenzungskanten (2, 3) gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante (5) an jedem ihrer beiden Enden
auf einer Länge von ca. 8 mm senkrecht zur seitlichen Begrenzungskante (2, 3) verläuft,
anschliessend einen im stumpfen Winkel weiterführenden Abschnitt aufweist und auf
dem wesentlichen Teil ihrer Länge senkrecht zur seitlichen Begrenzungskante (2, 3)
verläuft.
2. Kuvert nach Anspruch 1 mit einem Selbstklebeverschluss, bei welchem nur ein Teil der
Verschlussklappe (4) mit einer Haftkleberschicht (14) versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
dass es zwei zum Umklappen der Verschlussklappe dienende, zueinander parallele Falzrillen
(10, 11) aufweist, wobei die Kuvertrückseite (9) so ausgebildet ist und die Falzrillen
(10, 11) so angeordnet sind, dass die Verschlussklappe (4) dann, wenn sie um die erste
Falzrille (10) umgelegt ist, neben der Kuvertrückseite (9) auf der Innenfläche der
Kuvertvorderseite (8) aufliegt, die dort (15), wo die Haftkleberschicht (14) aufliegt,
mit einem Trennmittel (16) beschichtet ist, während die Verschlussklappe (4) dann,
wenn sie um die zweite Falzrille (11) umgelegt ist, mit der ganzen Haftkleberschicht
(14) auf der Aussenseite der Kuvertrückseite (9) aufliegt und dort haftet.
1. Envelope, which is formed from a substantially rectangular blank (1),
- which has two completely straight and mutually parallel lateral boundary edges (2,
3), so that it is producible from a straight paper web of constant width merely by
cutting off, but without additional lateral shaping, and
- that in the case of the blank the cut edge (5) intended to form the substantial
part of the free edge of the closure flap (4) extends in complementary manner to the
oppositely disposed cut edge (6), which latter is the edge intended to bound the filling
opening of the envelope, so that on cutting off of a blank no waste from the paper
web arises,
- wherein the free edge of the closure flap (4) is formed by the cut edge (5) and
by a short section of the two lateral boundary edges (2, 3),
characterized in that the cut edge (5) at each of its two ends extends over a
length of about 8 millimeters perpendicularly to the lateral boundary edge (2, 3),
then has following a section continuing on at an obtuse angle, and extends over the
substantial part of its length perpendicularly to the lateral boundary edge (2, 3).
2. Envelope according to claim 1 with sive glue closure, in which only a part of the
closure flap (4) is provided with an adhesive glue layer (14), characterized in that
two mutually parallel fold grooves (10, 11) serving for folding-over the closure flap
are present, wherein the envelope rear side (9) is so formed and the fold grooves
(10, 11) are so arranged that the closure flap (4), when it is laid over about the
first fold grove (10), rests near the envelope rear side (9) against the inner surface
of the envelope front side (8), which is coated with a separating means (16) in the
region where the adhesive glue layer (14) lies, whilst the closure flap (4), when
it is laid over about the second fold groove (11), rests by the entire adhesive glue
layer (14) against the outer side of the envelope rear side (9) and adheres there.
1. Enveloppe formée à partir d'une pièce découpée (1) essentiellement rectangulaire,
- que la pièce découpée (1) présente deux arêtes de délimitation latérales (2, 3)
mutuellement parallèles totalement rectilignes, de sorte qu'elle peut être réalisée
à partir d'une feuille continue de papier rectiligne de largeur constante par simple
découpage, sans façonnage latéral supplémentaire, et
- dans la pièce découpée, l'arête de coupe (5) destinée à former la majeure partie
du bord libre de la patte de fermeture (4) s'étend de façon complémentaire à l'arête
de coupe opposée (6), qui est l'arête destinée à délimiter l'ouverture de remplissage
de l'enveloppe, de sorte qu'il n'y a pas de production de déchets lorsqu'une pièce
découpée est découpée de la feuille continue de papier,
- que le bord libre de la patte de fermeture (4) est formé par l'arête de coupe (5)
et par un court tronçon respectif des deux arêtes de délimitation latérales (2,3),
caractérisée en ce que l'arête de coupe (5) s'étend, à chacune de ses deux extrémités,
sur une longueur d'environ 8 mm, perpendiculairement à l'arête de délimitation latérale
(2, 3), présente ensuite un tronçon se poursuivant sous un angle obtus, puis s'étend
perpendiculairement à l'arête de délimitation latérale (2, 3) sur la majeure partie
de sa longueur.
2. Enveloppe selon la revendication 1 avec une fermeture autocollante, dans laquelle
seulement une partie de la patte de fermeture (4) est pourvue d'une couche de produit
autocollant (14), caractérisée en ce que deux rainures de pliage mutuellement parallèles
(10, 11), servant à rabattre la patte de fermeture, sont présentes, le verso de l'enveloppe
(9) étant configuré de telle sorte, et les rainures de pliage (10, 11) étant disposées
de telle sorte, que la patte de fermeture (4), lorsqu'elle est repliée autour de la
première rainure de pliage (10), repose à côté du verso de l'enveloppe (9) sur la
face intérieure du recto de l'enveloppe (8), qui est enduite d'un produit anti-adhésif
(16) dans une région (15) où repose la couche de produit autocollant (14), tandis
que la patte de fermeture (4), lorsqu'elle est repliée autour de la deuxième rainure
de pliage (11), repose par la totalité de la couche de produit autocollant (14) sur
te côté extérieur du verso de l'enveloppe (9) et y adhère.