Technisches Gebiet:
[0001] Die Erfindung betrifft einen Abwasserschacht mit wenigstens einem Schachtring, der
vorzugsweise als Beton- oder Stahlbeton- oder als Kunststoffoder als Beton-Kunststoffgemisch-Fertigteil
ausgebildet ist, wobei der Schachtring das Regenwasser in einer im Inneren des Schachtrings
ausgebildeten Regenwasserleitung durch den Abwasserschacht leitet, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Stand der Technik:
[0002] In der Siedlungsentwässerung werden gewöhnlich bei Trennsystemen der Regenabfluß
und der Schmutzwasserabfluß in zwei getrennten Entwässerungskanälen abgeleitet. Neuerdings
wird das Trennverfahren auch häufig in der Weise modifiziert, daß der Regenwasserkanal
das unbedeutend oder nur gering verschmutzte Dachabwasser aufzunehmen hat, und das
verschmutzte Regenwasser von stärker frequentierten Verkehrsflächen zusammen mit dem
Schmutzwasser im Mischwasserkanal abgeleitet wird.
[0003] Der bisherige Stand der Technik ist im Arbeitsblatt A 241 der Abwassertechnischen
Vereinigung "Bauwerke der Ortsentwässerung", aufgezeigt: Die höhen- und lagemäßig
versetzt angeordneten Regen- und Schmutzwasserleitungen werden bei Richtungsänderungen
oder bei seitlichem Zufluß oder nach einer bestimmten Strecke in einem Doppelschacht
erfaßt.
[0004] Der Nachteil dieses Verfahrens sind die hohen Kosten für die Anlage von zwei Entwässerungssystemen
und die Herstellung von zwei Schachtbau-werken, wobei ein Doppelschacht möglich ist,
sowie von zwei Rohr-leitungsgräben mit nahezu doppeltem Aufwand für Rohrleitungsaushub,
Abtransport und Deponierung von überschüssigem Aushubmaterial und Verfüllen der Rohrleitungsgräben.
[0005] Durch die DE 633 537 ist ein Ablaufschacht bekanntgeworden, der in seinem Oberteil
gelegene Zulaufrohre und ein Ablaufrohr aufweist. An der Wandung des mit einem am
Fußpunkt des Ablaufschachtes angeordneten Bodenabfluß versehenen Schachtes unterhalb
des Zulaufrohres ist unterhalb des Zulaufrohres eine in das Ablaufrohr ausmündende
offene, mit scharfer Überlaufkante und schräg nach oben geneigter Überlauffläche versehene
Überlaufrinne entlang geführt. Die Überlaufrinne dient als Abscheider und führt Schmutzwasser,
welches dazu dient, eine entsprechende Mischwassermenge eines festgesetzten Verdünnungsgrades
zu erzeugen, wenn die Strahlweite aus dem Zuführkanal unter gegebenen hydraulischen
Verhältnissen einer bestimmten Mischwassermenge entspricht. Eine Trennung von Regenwasser
und Schmutz- oder Mischwasser findet nicht statt.
[0006] Aus der WO-A-91 14052 ist ein Abwasserschacht bekannt, welcher einen Schachtring
mit einer zentralen Öffnung aufweist. Der Schacht wird von zwei Abwasserrinnen durchquert,
welche jeweils im Bogen um die zentrale Öffnung herumgeführt sind, wobei eine der
Abwasserrinnen auf der einen Seite, die andere auf der anderen Seite um die zentrale
Öffnung herumgeführt ist. Nachteilig hierbei ist, daß sich beide Abwasserrinnen auf
gleichem Höhenniveau befinden und nebeneinander aus dem Schacht austreten bzw. in
ihn eintreten, so daß bei einer Verlegung der Abwasserrinnen im Erdreich entweder
zwei parallele Gräben oder aber ein einziger extrem breiter Graben auszuheben sind,
was die Kosten, den Aufwand und die Umweltschädigung bei der Installierung solcher
Abwassersysteme beträchtlich erhöht.
[0007] Aus der WO-A-91 14052 geht ferner die Möglichkeit hervor, zwei derartiger Schachtringe
übereinander anzuordnen, so daß dann insgesamt vier getrennte Abwasserrinnen vorliegen,
wovon jeweils zwei übereinander verlaufen. Der Boden des oberen Schachtrings fungiert
hierbei zugleich als Deckel für die Abwasserrinnen des unteren Schachtrings, so daß
die unteren beiden Abwasserrinnen rundum geschlossen sind. Nachteilig hierbei ist,
daß die unteren beiden Abwasserrinnen nicht zugänglich sind, so daß der Abwasserschacht
für einen seiner Hauptzwecke, nämlich zur Sichtung, Kontrolle, Instandhaltung, Reinigung
und Wartung des Abwassersystems, bezüglich der unteren Abwasserrinnen nicht nutzbar
ist; derartige Maßnahmen sind bezüglich der unteren Abwasserrinnen in der WO-A-91
14052 nicht vorgesehen. Auch können in diesem Fall die unteren Abwasserleitungen,
da nach oben gedeckelt, kein überschüssiges Wasser aus den oberen Abwasserrinnen aufnehmen.
Nachteilig ist hierbei ferner, daß der Vertikalabstand zwischen den oberen und den
unteren Abwaserrinnen nur in solchen Höhenstufen variierbar ist, welche der jeweils
vollen Höhe der Schachtringe entspricht. Der Vertikalabstand zwischen den oberen und
den unteren Abwasserrinnen kann daher nicht ohne weiteres von einem Abwasserschacht
zum nächsten abgestuft werden; hierzu wäre die Anfertigung einer Vielzahl verschiedener
Schachtringe oder spezieller Bauteile erforderlich. Ohne derartige aufwändige Zusatzmaßnahmen
ist das Gefälle der unteren Abwasserrinnen durch dasjenige der oberen Abwaserrinnen
bzw. umgekehrt starr festgelegt.
[0008] Aus der DE 42 20 880 A1 ist ein Abwasserkanal mit einem Rohr bekannt, welches zwei
rundum geschlossene Leitungen enthält, nämlich je eine für Regenwasser und Schmutzwasser.
Hierbei ist es bei einer Variante dieses Abwasserkanals vorgesehen, daß die Regenwasserleitung
senkrecht über der Schmutzwasserleitung angeordnet ist. Die Regenwasserleitung besitzt
im Bereich ihrer Sohle eine Revisionsklappe, nach deren Öffnen bzw. Entfernen die
darunter gelegene Schmutzwasserleitung zugänglich ist. Die Revisionsklappe wiederum
ist ihrerseits nur zugänglich, wenn zuvor die Schmutzwasserleitung geöffnet, d.h.
ein Teil ihres Mantels abgenommen wurde, was bei Arbeiten am Abwassersystem auf Grund
der beengten unterirdischen Platzverhältisse nachteilig sein kann, da der abgenommene
sperrige Mantelteil evtl. zunächst aus dem Arbeitsbereich entfernt werden muß, um
die weitere Arbeit nicht zu stören. Darüber hinaus ist die Arbeit an der Schmutzwasserleitung
dadurch erschwert, daß der Zugang zu dieser nicht direkt, sondern nur durch die Regenwasserleitung
hindurch möglich ist.
[0009] Des Weiteren muß nach Ende der Arbeiten beim Wiederverschließen der Leitungen nicht
nur die Dichtheit der Revisionsklappe, sondern auch diejenige des wieder aufgesetzten
Mantelteils sichergestellt werden, evtl. durch jeweiliges Säubern oder Ersetzen zugehöriger
Dichtungen.
[0010] Ein weiterer Nachteil des Gegenstandes der DE 42 20 880 A1 besteht darin, daß die
Regenwasserleitung bei Öffnung der Revisionsklappe nicht wasserführend sein darf;
d.h. die Regenwasserleitung muß entweder bereits von vornherein leer sein oder, falls
Absperreinrichtungen vorhanden sind, abgesperrt werden, bevor ein Zugang zur Schmutzwasserleitung
möglich ist. Hierdurch erhöhen sich die Wartungs- und Instandhaltungskosten. Außerdem
ist eine Absperrung der Regenwasserleitung etwa bei Regen oder Schneeschmelze nicht
ohne weitere nachteilige Folgen wie z.B. Wasserrückstau möglich, so daß der Zugänglichkeit
der Schmutzwasserleitung auch zeitliche Grenzen gesetzt sind. Bei bereits begonnenen
Wartungs- oder Reparaturarbeiten besteht grundsätzlich das Risiko, daß diese wetterbedingt
abgebrochen werden müssen.
[0011] Nachteilig ist auch hierbei ferner, daß der Vertikalabstand zwischen der Regenwasserleitung
und der Schmutzwasserleitung fest vorgegeben ist; das Gefälle der Leitungen kann also
nicht unabhängig gewählt werden.
Technische Aufgabe:
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abwasserschacht der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, der die Herstellung der beiden Entwässerungssysteme von Regenwasser
und Schmutz- oder Mischwasser mit geringem Aufwand und geringeren Kosten zu ermöglichen.
Offenbarung der Erfindung und deren Vorteile:
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Abwasserschacht mit wenigstens
einem Schachtring, der vorzugsweise als Beton- oder Stahlbeton- oder als Kunststoff-
oder als Beton-Kunststoffgemisch-Fertigteil ausgebildet ist, wobei der Schachtring
das Regenwasser in einer im Inneren des Schachtrings ausgebildeten Regenwasserleitung
durch den Abwasserschacht leitet, wobei die Regenwasserleitung als geschlossene Leitung
durch den Abwasserschacht hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Regenwasserleitung
mit einer wasserdicht verschließbaren Reinigungsöffnung bzw. mit einem handelsüblichen
Reinigungsrohr ausgestattet ist und im Inneren des Schachtringes mit demselben integriert
als Konsole oder als konsolenartiges Teil ausgeführt ist, die bzw. das die geschlossene
Regenwasserleitung aufnimmt, und die Schmutzwasserleitung senkrecht oder versetzt
unterhalb der Regenwasserleitung als Trennsystem durch den Abwasserschacht hindurchgeführt
ist.
[0014] Die Schmutzwasserleitung ist senkrecht oder versetzt unterhalb der Regenwasserleitung
als Trennsystem angeordnet und durch den Abwasserschacht hindurchgeführt, wobei auch
der Schmutz- bzw. Mischwasserkanal tangential an der Schachtinnenwand angeordnet sein
kann. Die Regenwasserleitung ist im Inneren des Schachtringes mit demselben integriert
als Konsole oder als konsolenartiges Teil ausgeführt, die die geschlossene Regenwasserleitung,
beispielsweise eine Rohrleitung, aufnimmt.
[0015] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Abwasserschachtes liegt darin, daß nunmehr beide
Rohrleitungssysteme, nämlich das für Regenwaser und das für Schmutzwasser, in einem
Rohrleitungsgraben verlegt werden können. Der erfindungsgemäße Abwasserschacht löst
die sich daraus ergebende Konsequenz, die Regen- und Schmutz- oder Mischwasserleitung
auch in einem Schachtbauwerk zu integrieren, ohne daß eine Verbindung zwischen den
beiden Medien möglich ist und dadurch keine Vermischung der verschiedenen Wasser stattfindet,
was für nachfolgende Kläranlagen wichtig ist.
[0016] Zwecks Wartung und Reinigung der geschlossenen Regenwasserleitung ist in derselben
eine mit einem Deckel wasserdicht verschließbare Reinigungsöffnung bzw. ein handelsübliches
Reinigungsrohr vorgesehen.
[0017] Die Regenwasserleitung kann eine PVC- oder PE- oder aus ähnlichem Material oder aus
einem Betonquerschnitt bestehende Kanalgußleitung sein und gekrümmt innerhalb des
Schachtringes ausgeführt sein.
[0018] Zur Herstellung eines beliebigen Abstandes zwischen der Regenwasserleitung und der
Schmutzwasserleitung, vorzugsweise mittels handelsüblichen Schachtringen, kann die
Regenwasserleitung innerhalb der Höhe der Schachtringe bzw. des Abwasserschachtes
variabel angeordnet werden. Damit ist eine Kombination mit handelsüblichen Schachtringen
und ein beliebiger Abstand und damit eine beliebige Höhenlage der Regenwasserleitung
möglich.
[0019] Aufgrund dieser variablen Anordnung können die Regenwasserleitung und die Schmutz-
oder Mischwasserleitung auch ein gegenläufiges Gefälle aufweisen. Bei größerem Gefälle
ist deshalb die Regenwasserleitung innerhalb des konsolenartig angeformten Bauteils
mit Gefälle einzubauen.
[0020] Des weiteren können die Regenwasserleitung und die Schmutzwasserleitung integriert
innerhalb ein und desselben Schachtringes ausgebildet sein.
[0021] Der Vorteil der Erfindung ist eine kostengünstigere Herstellung der Regenwasserleitungen
beim Trennverfahren. Sie unterstützt dabei die neuerdings von der Fachwelt erhobene
Forderung, Abwasser, welches weniger verschmutzt ist, als das Wasser am Kläranlagenablauf,
nicht mehr der Kläranlage zuzuführen. Der Abwasserschacht unterstützt die ökologische
Forderung, wenig verschmutztes Regenwasser so schnell wie möglich natürlichen Wasserläufen
zuzuführen.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in der zeigen:
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen Schachtring mit konsolenartig angeformtem Betonteil als
Regenwasserleitung und
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den Schachtring.
[0023] Gemäß der Figur 1 besteht ein Abwasserschacht 2 vorzugsweise aus einer Mehrzahl von
Schachtringen 1. Innerhalb des Schachtringes 1 ist seitlich eine Konsole 3 oder ein
konsolenartig angeformtes Betonteil 3 angeordnet, innerhalb desselben eine Regenwasserleitung
4 ausgebildet ist, die innerhalb des Schachtringes 1 bzw. des Abwasserschachtes 2
vollständig geschlossen ist. Diese Regenwasserleitung 4 ist somit als geschlossene
Leitung durch den Abwasserschacht hindurchgeführt zur Verwirklichung eines Trennsystems
zwischen dem Regenwasser und dem Schmutzwasser. Die Konsole 3 oder das konsolenartig
angeformte Betonteil 3 kann somit segmentartig oder sehnenartig gestaltet sein, so
daß die Regenwasserleitung 4 mehr oder weniger tangential durch den Schachtring 1
geführt ist.
[0024] Im untersten Schachtring ist eine Schmutz- oder Mischwasserleitung 5 angeordnet und
ebenfalls durch den Abwasserschacht bzw. den Schachtring hindurchgeführt. Wie es in
Figur 1 gezeigt ist, ist die Schmutz- oder Mischwasserleitung 5 gegenüber der Regenwasserleitung
4 innerhalb der Konsole 3 unterhalb derselben versetzt angeordnet.
[0025] Aus Figur 2, die eine Draufsicht auf Figur 1 und die Führung der Wasserleitungen
zeigt, ist ersichtlich, daß die Regenwasserleitung 4 innerhalb des Schachtringes 1
eine wasserdicht verschließbare Reinigungsöffnung 7 besitzt, die mittels eines flanschartig
auf die Reinigungsöffnung 7 aufgesetzten Deckels 6 verschließbar ist.
[0026] Ebenso kann zwecks Wartung und Reinigung der Regenwasserleitung 4 ein handelsübliches
Reinigungsrohr 8 vorgesehen sein.
[0027] Bei einem einzelnen Schachtring 1 zum Aufbau eines Abwasserschachtes 2, vorzugsweise
ausgebildet als Beton- oder Stahlbeton- oder als Kunststoff- oder als Beton-Kunststoffgemisch-Fertigteil,
wobei der Schachtring das Regenwasser in einer im Inneren des Schachtrings ausgebildeten
Regenwasserleitung durch den Abwasserschacht leitet, ist die Regenwasserleitung 4
geschlossen durch den Schachtring als geschlossenes, konsolenartiges Bauteil 3 geführt
und senkrecht oder versetzt unterhalb der Regenwasserleitung 4 im Trennsystem die
Schmutzwasserleitung 5 angeordnet und durch den Schachtring 1 bzw. den Abwasserschacht
2 geführt. Dabei kann innerhalb ein und desselben Schachtringes sowohl die Regenwasserleitung,
als auch die Schmutz- oder Mischwasserleitung angeordnet sein.
Gewerbliche Anwendbarkeit:
[0028] Der Gegenstand der Erfindung ist insbesondere im Tiefbau zur Herstellung von Entwässerungssystemen,
geeignet, weil damit eine geschlossene Regenwasserdurchführung durch einen Abwasserschacht
möglich ist.
Liste der Bezugszeichen:
[0029]
- 1
- Schachtring
- 2
- Abwasserschacht
- 3
- konsolenartig angeformtes Betonteil
- 4
- Regenwasserleitung
- 5
- Schmutz- oder Mischwasserleitung
- 6
- Deckel
- 7
- wasserdicht verschließbare Reinigungsöffnung
- 8
- Reinigungsrohr
1. Abwasserschacht (2) mit wenigstens einem Schachtring (1), der vorzugsweise als Beton-
oder Stahlbeton- oder als Kunststoff- oder als Beton-Kunststoffgemisch-Fertigteil
ausgebildet ist, wobei der Schachtring (1) Regenwasser in einer im Inneren des Schachtrings
(1) ausgebildeten Regenwasserleitung (4) durch den Abwasserschacht (2) leitet, wobei
die Regenwasserleitung als geschlossene Leitung (4) als Trennsystem durch den Abwasserschacht
(2) hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regenwasserleitung (4) mit einer wasserdicht verschließbaren Reinigungsöffnung
(7) bzw. mit einem handelsüblichen Reinigungsrohr ausgestattet ist und im Inneren
des Schachtringes (1) mit demselben integriert als Konsole (3) oder als konsolenartiges
Teil (3) ausgeführt ist, die bzw. das die geschlossene Regenwasserleitung (4) aufnimmt,
und eine Schmutzwasserleitung (5) senkrecht oder versetzt unterhalb der Regenwasserleitung
(4) als Trennsystem durch den Abwasserschacht (2) hindurchgeführt ist.
2. Abwasserschacht (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem zylindrischen Abwasserschacht (2) oder Schachtring (1) die Regenwasserleitung
(4) als Segment oder als Sehne durch den Abwasserschacht (2) bzw. den Schachtring
(1) hindurchgeführt ist.
3. Abwasserschacht (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regenwasserleitung (4) eine PVC- oder PE- oder aus ähnlichem Material oder aus
einem Betonquerschnitt bestehende Kanalgußleitung (3) ist und gekrümmt innerhalb des
Schachtringes (1) ausgeführt ist.
4. Abwasserschacht (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Herstellung eines beliebigen Abstandes zwischen der Regenwasserleitung (4) und
der Schmutzwasserleitung (5), vorzugsweise mittels handelsüblichen Schachtringen,
die Regenwasserleitung (4) innerhalb der Höhe der Schachtringe (1) bzw. des Abwasserschachtes
(2) variabel anordbar ist.
5. Abwasserschacht (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regenwasserleitung (4) und die Schmutzwasserleitung (5) integriert innerhalb
ein und desselben Schachtringes (1) ausgebildet sind.
6. Abwasserschacht (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regenwasserleitung (4) und die Schmutzwasserleitung (5) ein gegenläufiges Gefälle
aufweisen.
1. A sewer manhole (2) having at least one shaft ring (1), that is preferably configured
as a prefabricated component made of concrete or reinforced concrete or of plastic
or of a concrete-plastic blend, whereby the shaft ring (1) conveys rainwater in a
rainwater line (4) that is formed on the inside of the shaft ring (1) and through
the sewer manhole (2), whereby the rainwater line, as a closed line (4) and as a separation
system, passes through the sewer manhole (2), characterized in that
the rainwater line (4) is fitted with a cleaning opening (7) that can be sealed watertight
or else with a commercially available cleaning pipe and said rainwater line (4) is
integrated inside the shaft ring (1) together with the latter as a console (3) or
as a console-like component (3) that holds the closed rainwater line (4), and a sewage
line (5) runs vertically or staggered through the sewer manhole (2) underneath the
rainwater line (4) as a separation system.
2. The sewer manhole (2) according to Claim 1, characterized in that,
with a cylindrical sewer manhole (2) or shaft ring (1), the rainwater line (4) runs
as a segment or as a secant through the sewer manhole (2) or through the shaft ring
(1).
3. The sewer manhole (2) according to Claim 1 or 2, characterized in that
the rainwater line (4) is a sewer castings line (3) made of PVC or PE or similar material
or else consisting of a concrete cross section and it is configured so as to be curved
inside the shaft ring (1).
4. The sewer manhole (2) according to one of the preceding claims, characterized in that,
in order to set any desired distance between the rainwater line (4) and the sewage
line (5), preferably by means of commercially available shaft rings, the rainwater
line (4) can be variably positioned within the height of the shaft rings (1) or of
the sewer manhole (2).
5. The sewer manhole (2) according to Claim 1 or 2, characterized in that
the rainwater line (4) and the sewage line (5) are integrated within one and the same
shaft ring (1).
6. The sewer manhole (2) according to one of the preceding claims, characterized in that,
the rainwater line (4) and the sewage line (5) have opposing gradients.
1. Puits de regard (2) avec au moins un anneau de puits (1), lequel est conformé de préférence
comme élément préfabriqué en béton, en béton armé, en matière plastique ou en un mélange
de matière plastique et de béton, l'anneau de puits (1) canalisant les eaux de pluie
à travers le puits de regard (2) dans une conduite des eaux de pluie (4) ménagée à
l'intérieur de l'anneau de puits (1), la conduite des eaux de pluie étant conduite
à travers le puits de regard (2) en tant que conduite autonome (4) comme système séparateur,
caractérisé en ce que
la conduite des eaux de pluie (4) est dotée d'une ouverture de nettoyage (7) avec
fermeture étanche, ou d'un tuyau de nettoyage que l'on trouve couramment dans le commerce,
et est réalisée à l'intérieur de l'anneau de puits (1) auquel elle est intégrée en
tant que console (3) ou en tant que pièce de type d'une console (3) dans laquelle
est logée la conduite des eaux de pluie autonome (4), et qu'une conduite des eaux
usées (5) est ménagée verticalement ou décalée au-dessous de la conduite des eaux
de pluie (4) comme système séparateur à travers le puits de regard (2).
2. Puits de regard (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
dans le cas d'un puits de regard cylindrique (2) ou d'un anneau de puits (1), la conduite
des eaux de pluie (4) est ménagée comme segment ou corde à travers le puits de regard
(2) ou l'anneau de puits (1).
3. Puits de regard (2) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la conduite des eaux de pluie (4) est une conduite moulée pour canalisation (3) en
PVC ou en PE ou en un matériau similaire ou en une section de béton et est aménagée
de façon courbée à l'intérieur de l'anneau de puits (1).
4. Puits de regard (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
pour la réalisation d'un écart quelconque entre la conduite des eaux de pluie (4)
et la conduite des eaux usées (5), de préférence au moyen d'anneaux de pluie couramment
commercialisés, la conduite des eaux de pluie (4) peut être disposée à hauteur variable
à l'intérieur des anneaux de pluie (1) ou du puits de regard (2).
5. Puits de regard (2) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la conduite des eaux de pluie (4) et la conduite des eaux usées (5) sont conformées
intégrées à l'intérieur d'un seul et même anneau de puits (19).
6. Puits de regard (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la conduite des eaux de pluie (4) et la conduite des eaux usées (5) présentent une
déclivité en sens contraire.