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(11) |
EP 0 736 639 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.08.2001 Patentblatt 2001/32 |
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Anmeldetag: 06.03.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04B 1/70 |
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Vorrichtung zur Entfeuchtung von Mauerwerk
Dewatering device for masonry
Dispositif pour la deshumidification de maçonnerie
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
10.03.1995 DE 29504588 U 20.07.1995 DE 29511719 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.1996 Patentblatt 1996/41 |
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Patentinhaber: Berger, Hildegard |
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89356 Haldenwang (DE) |
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Erfinder: |
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- Berger, Hildegard
89356 Haldenwang (DE)
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Vertreter: Munk, Ludwig, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Prinzregentenstrasse 1 86150 Augsburg 86150 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 395 085 AT-A- 392 109
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WO-A-94/20702
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung mit einer Spule, welche
hochfrequente, elektromagnetische Felder abstrahlt, wobei der Spule ein Oszillator
vorgeschaltet ist, durch den eine hochfrequente Wechselspannung erzeugt wird, mit
der die Spule beaufschlagt wird.
[0002] Die WO-A-94/20702 zeigt eine derartige Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung. Bei dieser
bekannten Anordnung ist dem Oszillator ein Wandler nachgeordnet, dem die vom Oszillator
erzeugte Schwingung als Fremdenergie zugeführt wird und der die ihm zugeführten elektromagnetischen
Impulse in eine gravomagnetische Stehwelle umwandelt, die über die Spule abgestrahlt
wird.
[0003] Die EP-A-395 085 zeigt eine Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung, bei der eine hochfrequente
Schwingung von etwa 141 kHz durch Anregung eines eine Spule und einen Kondensator
umfassenden Resonators durch ein niederfrequentes Impulsfolgesignal erzeugt wird.
Nach jeder Anregung des Resonators tritt hier eine hochfrequente, gedämpfte Schwingung
auf, deren Amplitude während der Dauer einer halben Periode des Impulsfolgesignals
auf einen Wert unterhalb von 10 % der Maximalamplitude der Schwingung abfällt. Da
hierbei die Frequenz der von der Spule emittierten, hochfrequenten Wellen von den
Parametern der Spule und des Kondensators innerhalb des Resonators abhängen, ist ein
Abgleich erforderlich, was umständlich und schwierig ist. Es besteht auch die Gefahr,
dass Metallteile etc. die sich in der Umgebung der Spule befinden, sowie Änderungen
des Luftdrucks und der Luftfeuchtigkeit zu Störungen des abgestrahlten elektromagnetischen
Feldes führen können. Dasselbe gilt auch für die Dämpfung der Schwingung.
[0004] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung
eingangs erwähnter Art zu schaffen, die einfach aufgebaut ist und eine hohe Betriebssicherheit
sowie einen hohen Entfeuchtungswirkungsgrad ergibt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass dem Oszillator ein Modulator
nachgeschaltet ist, durch den Sequenzen von Wellenzügen mit jeweils einer Hüllkurve
niedrigerer Frequenzen als die hochfrequenten Schwingungen erzeugt werden, wobei die
Hüllkurve durch einen eingangsseitigen an eine niederfrequente Rechteck-Wechselspannung
angeschlossenen Differenzierer erzeugt wird.
[0006] Diese Maßnahmen ergeben in vorteilhafter Weise mittels einer Hüllkurve gedämpfte
Sequenzen hochfrequenter Wellenzüge. Dabei ist die Frequenz der hochfrequenten Wechselfelder
sehr präzise festlegbar. Beeinflussungen der Hochfrequenz des Wechselfeldes bzw. Veränderungen
der Kurvenform auf Grund von Umgebungseinflüssen im Bereich der Spule, wie elektrisch
leitenden Metallteilen, sind bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung deutlich verringert.
Ein Abgleich der Vorrichtung bei Inbetriebnahme ist daher nicht erforderlich. Die
Kombination der hochfrequenten, elektromagnetischen Schwingungen mit niederfrequenten
Schwingungen, die vorzugsweise im Bereich der Fluktuationsfrequenz des Erdmagnetfelds
von 7-15 Hz liegen können, ergibt zudem eine besonders gute Entfeuchtungswirkung,
da die Feuchtigkeitsmoleküle immer wieder von neuem wirksam angeschoben werden. Auf
Grund des frequenzstabilen Aufbaus ergibt sich auch eine gute elektromagnetische Verträglichkeit,
was sich ebenfalls vorteilhaft auf die Vermeidung von Störungen auswirkt. Die Erzeugung
der Hüllkurve durch einen eingangsseitig an eine niederfrequente Rechteck-Wechselspannung
angeschlossenen Differenzierer ergibt in vorteilhafter Weise einen besonders einfachen
und kostengünstigen Aufbau, wobei die Steilheit der Dämpfung der hochfrequenten Schwingungen
auf einfache Weise nach den Bedürfnissen des Einzelfalls eingestellt und stabil gehalten
werden kann.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen
sind in den Unteransprüchen 7 und 8 angegeben. So kann zweckmäßig die als Luftspule
ausgebildete Spule zusätzlich über einen Schalter mit einer niederfrequenten Spannung
beaufschlagt werden. Dies ermöglicht ein elektromagnetisches Wechselfeld mit hochfrequenter
und niederfrequenter Komponente und damit eine besonders gute Entfeuchtungswirkung.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten
Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden
Beispielsbeschreibung an Hand der Zeichnung näher entnehmbar. Die Zeichnung zeigt
ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung.
[0009] Die der Zeichnung zugrundeliegende elektronische Schaltung erzeugt eine hochfrequente
Spannung U, die an einer Spule L anliegt, welche ein elektromagnetisches Wechselfeld
E erzeugt, das auf eine von der Spule L distanzierte Wand 1 einwirkt, welche hierdurch
entfeuchtet wird.
[0010] Die gezeigte Schaltung wird von einem Netzgerät 2 mit Versorgungsspannung und mit
einem niederfrequenten Signal S1 beaufschlagt, welches als Referenzsignal für den
Phasenvergleich 3 dient. Der Phasenvergleich 3 steuert den voltage-controll-oscillator
(=VCO) 6 über ein Steuersignal S2 an. Der VCO erzeugt ein äußerst frequenzstabiles
Ausgangssignal S3 mit vorzugsweise möglichst präzise 141 KHz. Mit diesem hochfrequenten
Signal S3 wird die Spule L beaufschlagt, die ein entsprechendes elektromagnetisches
Wechselfeld erzeugt. Das Signal S3 wird an einen Frequenzteiler 4 weitergeleitet,
welcher das hochfrequente Signal beispielsweise durch eine digitale Zählschaltung
mit einem Frequenzteilungsfaktor in ein niederfrequentes Signal S4 umwandelt. Hier
wird mit dem hochfrequenten Signal S3 von 141 KHz bei einem durch die Beschaltung
eines digitalen Zählers erzielten Frequenzteilungsfaktor von 1/1410 ein niederfrequentes
Signal S4 erzeugt.
[0011] Der Phasenvergleich 3 wird mit diesem Signal S4 und dem Signal S1 das hier ebenfalls
100 Hz aufweist, durchgeführt und das Ergebnis des Phasenvergleichs wird als Signal
S3 zur Ansteuerung des VCO 6 eingesetzt. Bei der dargestellten Ausführungsform umfaßt
der Oszillator 5 also einen Phasenvergleich 3, einen VCO 6 und überdies einen Frequenzteiler
4 zur Erzeugung eines Signals der gleichen Frequenz wie die Referenzfrequenz. Die
Komponenten Phasenvergleich und VCO des Oszilators können beispielsweise auf einem
Standard-Baustein realisiert sein.
[0012] Das vom VCO 6 erzeugte, mit 141 KHz hochfrequente Signal S3 wird in einer dem Oszillator
5 nachgeschalteten Modulationseinheit moduliert. Dabei entstehen Sequenzen von Wellenzügen
mit jeweils einer Hüllkurve niedrigerer Frequenz als das hochfrequente Signal S3.
Hierzu wird das Signal S4, das hier annäherungsweise rechteckförmig ist über einen
Differenzierer 9, hier inform eines RC-Gliedes abgeleitet sodaß das Signal S5 inform
von hier exponentiell abfallenden Einzelimpulsen erzeugt wird.
[0013] Dieses Signal S5 wird zur Modulation des hochfrequenten Signals S3 im Modulator 7
eingesetzt, sodaß sich ein Signal S6 ergibt, das hochfrequente Schwingungen mit Hüllkurven
inform der hier exponentiell abklingenden Einzelimpulse S5 aufweist. Die Spule L wird
mit diesem Signal S6 beaufschlagt. Die Modulation des hochfrequenten Signals mit Sequenzen
von exponentiell abfallenden Einzelwellenzügen ergibt eine im Vergleich zum hochfrequenten
Dauersignal bessere Entfeuchtungswirkung und bessere elektromagnetische Verträglichkeit.
[0014] Überdies kann zur Optimierung der Entfeuchtungswirkung die Luftspule L zusätzlich
mit einem niederfrequenten Signal, hier einem durch einen Frequenzteiler 8 erzeugten
Signal von 50 Hz über einen Schalter 10 zusätzlich beaufschlagt werden.
1. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung mit einer Spule (L) welche hochfrequente, elektromagnetische
Felder abstrahlt, wobei der Spule (L) ein Oszillator (5) vorgeschaltet ist, durch
den eine hochfrequente Wechselspannung (U) erzeugt wird, mit der die Spule (L) beaufschlagt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass dem Oszillator (5) ein Modulator (7) nachgeschaltet ist, durch den Sequenzen von
Wellenzügen (S6) mit jeweils einer Hüllkurve niedrigerer Frequenz als die hochfrequenten
Schwingungen (S3) erzeugt werden, wobei die Hüllkurve durch einen eingangsseitig an
eine niederfrequente Rechteck-Wechselspannung (S4) angeschlossenen Differenzierer
(9) erzeugt wird.
2. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung über eine EMV-verträgliches Standardnetzgerät (2) mit einer Versorgungsspannung
beaufschlagt wird.
3. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Oszillator (5) frequenzstabil ausgebildet ist.
4. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Oszillator (5) als phase-locked-loop (=PLL)-Schaltung ausgebildet ist.
5. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die phase-locked-loop-Schaltung einen voltage-controlled-oscillator (6) enthält,
der ausgangsseitig (S3) an einen Frequenzteiler (4) angeschlossen ist, welcher wiederum
ausgangsseitig (S4) an einen Phasenvergleich (3) zur Ansteuerung des voltage-controlled-oscillators
(6) angeschlossen ist.
6. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Referenzfrequenz (S1) des Oszillators(5) einfache oder mehrfache Netzspannungsfrequenz
verwendet wird.
7. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (L) als Luftspule ausgebildet ist.
8. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftspule (L) zusätzlich über einen Schalter (10) mit einer niederfrequenten
Spannung beaufschlagt wird.
9. Mauerwerksentfeuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dass der Differenzierer (9) einen Kondensator und einen Widerstand aufweist.
1. Masonry dehumidifier with a coil (L) that emits high-frequency electromagnetic fields,
wherein an oscillator (5) is connected upstream from the coil (L) and generates a
high-frequency alternating voltage (U), to which the coil (L) is exposed, characterized
by the fact that a modulator (7) is connected downstream from the oscillator (5) and
generates sequences of wave trains (S6) each having a generating curve of an envelope
with a lower frequency than the high-frequency oscillations (S3), wherein the generating
curve of an envelope is generated by a differentiator (9) connected on the input side
to a low-frequency square-wave alternating voltage (S4).
2. Masonry dehumidifier according to claim 1, characterized by the fact that he device
is exposed to a supply voltage via an EMV-compatible standard power supply unit (2).
3. Masonry dehumidifier according to one of the preceding claims, characterized by the
fact that the oscillator (5) is designed to be frequency-stable.
4. Masonry dehumidifier according to one of the preceding claims, characterized by the
fact that the oscillator (5) is designed as a phase-locked-loop (=PLL) circuit.
5. Masonry dehumidifier according to claim 4, characterized by the fact that the phase-locked-loop
circuit contains a voltage-controlled oscillator (6), which is connected on the output
side (S3) to a frequency divider (4), which is in turn connected on the output side
(S4) to a phase monitor (3) to actuate the voltage-controlled oscillator (6).
6. Masonry dehumidifier according to claim 5, characterized by the fact that simple or
multiple network voltage frequency is used as the reference frequency (S1) of the
oscillator (5).
7. Masonry dehumidifier according to one of the preceding claims, characterized by the
fact that the coil (L) is designed as an air-core coil.
8. Masonry dehumidifier according to claim 7, characterized by the fact that the air-core
coil (L) is additionally exposed to a low-frequency voltage via a switch (10).
9. Masonry dehumidifier according to one of the preceding claims, characterized by the
fact that the differentiator (9) has a capacitor and a resistor.
1. Dispositif de déshumidification de maçonnerie avec une bobine (L) qui émet des champs
électromagnétiques à haute fréquence, un oscillateur (5) étant placé en amont de la
bobine (L), par lequel est générée une tension alternative (U) à haute fréquence de
laquelle ladite bobine (L) est alimentée, caractérisé par le fait qu'un modulateur (7) est placé en aval dudit oscillateur (5), par lequel sont générées
des séquences de trains d'ondes (S6) avec respectivement une enveloppante d'une fréquence
plus basse que les oscillations à haute fréquence (S3), ladite enveloppante étant
générée par un circuit différenciateur (9) connecté du côté de l'entrée à une tension
alternative rectangulaire (S4) à basse fréquence.
2. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif est alimenté en une tension d'alimentation par une unité standard d'alimentation
de courant (2) à compatibilité électromagnétique.
3. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'oscillateur (5) est réalisé comme oscillateur à fréquence stable.
4. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'oscillateur (5) est réalisé comme circuit phase locked loop (=PLL).
5. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le circuit phase locked loop comprend un oscillateur commandé par tension (6) qui,
du côté de la sortie (S3), est connecté à un diviseur de fréquence (4) qui, lui aussi
du côté de la sortie (S4), est connecté à une comparaison des phases (3) pour l'excitation
dudit oscillateur commandé par tension (6).
6. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon la revendication 5, caractérisé par le fait que l'on utilise en tant que fréquence de référence (S1) de l'oscillateur (5) une fréquence
simple ou multiple de tension de secteur.
7. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la bobine (L) est réalisée comme bobine sans fer.
8. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon la revendication 7, caractérisé par le fait que ladite bobine sans fer (L) est alimentée en sus par un interrupteur (10) en une tension
à basse fréquence.
9. Dispositif de déshumidification de maçonnerie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le circuit différenciateur (9) présente un condensateur et une résistance.
