[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schilderträger gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Ein gattungsbildender Schilderträger wird in der DE 34 38 588 C2 beschrieben. Wesentliches
Kennzeichen dieses bekannten Schilderträgers ist die Tatsache, daß der Schilderträger
aus einem vorgeformten Bauteil besteht, vorzugsweise aus Metall oder Leichtmetall,
wobei sich das hutprofilförmige Trägerteil an die zu kennzeichnende Einrichtung anlehnt.
Als Befestigungsmittel sind vier lappenartige Laschen vorgesehen, die sich bei Einsatz
der Befestigungsmittel, wie Spannbänder od. dgl., an die ggf. rohrförmig ausgebildete
zu kennzeichnende Einrichtung anlegen. Unabhängig von der Stärke des Anzugs des Spannbandes
od. dgl. bleibt die planparallele Lage des Kennzeichnungsschildes gewahrt.
[0003] Eine ähnliche Einrichtung wird auch in der DE 30 40 587 C1 beschrieben.
[0004] Die GB 20 93 624 A beschreibt u. a. einen nicht gattungsgemäßen Schilderträger, der
gemäß Fig. 4 einen federnden Metallstreifen zu Befestigungszwecken aufweist.
[0005] Die gemäß der gattungsbildenden Literaturstelle ausgebildeten Schilderträger haben
den Nachteil, daß für jeden Lochabstand eines Kennzeichnungsschildes ein eigener Schilderträger
vorhanden sein muß. Man hat diesen Nachteil schon dadurch zu beheben versucht, daß
der Schilderträger mit zwei Reihen von Bohrungen in den Fronfflanschen, und zwar im
Bereich der Enden der Frontflansche, ausgerüstet ist, um so zwei unterschiedlich große
Kennzeichnungsschilder anbringen zu können, aber trotzdem wird bei der bekannten Anordnung
eine Fülle von Schilderträgergrößen benötigt, um z. B. in einem Kraftwerk alle erforderlichen
Kennzeichnungsschildgrößen problemlos anbringen zu können.
[0006] Durch die dem bekannten Schilderträger eigene Formgebung ergibt sich ein großes Volumen
beim Transport und damit erhebliche Kosten.
[0007] Die Fertigungsgenauigkeit der bekannten Schilderträger ist hoch, da andernfalls eine
einwandfreie Anbringung der Kennzeichnungsschilder nicht möglich ist.
[0008] Um die ausreichende Festigkeit des Schilderträgers zu erreichen, ist ein relativ
hoher Materialaufwand erforderlich.
[0009] In der Praxis mußte festgestellt werden, daß dann, wenn derartige Schilderträger
an heiße Medien führende Leitungen angebracht sind, eine erhebliche Wärmeausdehnung
des Schilderträgers bewirkt wurde, die sich zerstörend auf die Befestigung des eigentlichen
Kennzeichnungsschildes an dem Schilderträger auswirken konnte.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schilderträger zu schaffen, der kostengünstig
herstellbar ist und trotz einer oder drei Einheitsgrößen eine Vielzahl von Kennzeichnungsschildgrößen
tragen kann.
[0011] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruches
gelöst.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen erläutert.
[0013] Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, daß der Schilderträger aus einem
dünnen Materialstreifen hergestellt wird, der in seiner Längsachse verformbar ist
und in seiner Querachse zur Halterung des Schildes ausreichend stabil ist. Die Verformbarkeit
des Schilderträgers in seiner Längsachse ist größer als die Verformbarkeit des eigentlichen
Kennzeichnungsschildes und somit ist es nunmehr möglich, durch mehr oder weniger weites
Biegen des eigentlichen Schilderträgers mit einer Schilderträgergröße eine Vielzahl
von Kennzeichnungsschildern zu halten. Hierbei ist es sinnvoll, daß der Lochabstand
auf dem Schilderträger größer ist als der Lochabstand auf dem Kennzeichnungsschild,
wobei es natürlich bei sehr dünnem Spannband auch möglich ist, daß Schilderträger
und Kennzeichnungsschild fast gleichen Lochabstand aufweisen. Sinnvoll ist aber, daß
der Lochabstand des Schilderträgers größer ist als der des Kennzeichnungsschildes,
wodurch erreicht wird, daß sich das Kennzeichnungsschild vom Schilderträger entfernt
befindet und außerdem wird dadurch erreicht, daß das eigentliche Kennzeichnungsschild
relativ abbruchsicher an der zu kennzeichnenden Einrichtung festgelegt wird, da bei
einem Anstoßen der Schilderträger mit dem Kennzeichnungsschild nachgeben kann, ohne
zerstört zu werden.
[0014] Da sich der Schilderträger verformen kann, und zwar ohne Auswirkung auf das Kennzeichnungsschild,
ist also der Schilderträger wärmeausdehnungsunabhängig, was bei thermischer Belastung
von großer Bedeutung ist.
[0015] Die Kosten für die Herstellung der Schilderträger und die Kosten für die Kennzeichnung
der Einrichtungen werden durch den erfindungsgemäßen Schilderträger verringert, da
geringere Fertigungsgenauigkeiten bei der Herstellung des Schilderträgers notwendig
sind, der Schilderträger materialsparend, nämlich relativ dünn hergestellt werden
kann und der Schilderträger mit geringerem Volumen stapelbar ist als bisher. Hierdurch
werden natürlich auch die Transportkosten beeinflußt, insbesondere auch dadurch, da
bisher eine Vielzahl von Schilderträgergrößen erforderlich waren, die nun nicht mehr
erforderlich sind.
[0016] Durch die Ausgestaltung der Anschlußeinrichtungen gemäß der Erfindung wird erreicht,
daß sich die lappenartigen Einschnitte wesentlich besser und sicherer an die zu kennzeichnende
Einrichtung - egal ob horizontal oder vertikal - anpassen und damit beim Festlegen
des Schilderträgers weniger Beanspruchung auf das Spannband und den Werkstoff des
Schilderträgers ausüben. Es wird eine bessere Haftreibung im kinetischen Herzstück
erreicht.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert.
Die Zeichnungen zeigen dabei in
- Fig. 1
- eine Ansicht auf einen als Schilderträger ausgebildeten Werkstoffstreifen, in
- Fig. 2
- den Schilderträger gemäß Fig. 1 angebracht an der Rückseite eines Kennzeichnungsschildes,
in
- Fig. 3
- die Anordnung eines Schilderträgers und eines Kennzeichnungsschildes an einer zu kennzeichnenden
Einrichtung, in
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Einrichtung ähnlich Fig. 3, in
- Fig. 5
- in einer Teildarstellung die Möglichkeit des Aufbiegens der Lappen der Anschlußeinrichtung
und in
- Fig. 6
- die mögliche Ausbildung der Randkanten eines Schilderträgers.
[0018] In der Zeichnung ist ein Schilderträger 1 dargestellt, der aus Frontflanschen 4 und
5 und einem mittleren Trägerteil 3 besteht. Im Bereich der Frontflansche 4 und 5 sind
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 Bohrungen 12 vorgesehen, die zur Aufnahme von
Nieten dienen, mit denen dann ein Kennzeichnungsschild 2 an dem Schilderträger 1 festgelegt
wird. Das eigentliche Kennzeichnungsschild kann aber auch durch andere Mittel, wie
Clipse od. dgl., an dem Schilderträger befestigt werden.
[0019] Das Trägerteil 3 weist zwei zentrale Bohrungen 8, 9 auf, durch die ein Befestigungsmittel
geführt werden kann und vier Lappen 11, die aufgebogen werden können. Durch die dann
so gebildeten Öffnungen können ebenfalls entsprechende Befestigungsmittel gezogen
werden, wie beispielsweise das in Fig. 3 oder 4 erkennbare Spannband 14.
[0020] In Fig. 1 ist der Abstand der Befestigungspunkte auf dem Schilderträger mit
A eingezeichnet ,und in Fig. 4 ist der Abstand der Befestigungspunkte an dem Kennzeichnungsschild
2 mit
B eingezeichnet.
[0021] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3 ebenso auch bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 4 ist das Kennzeichnungsschild 2 an dem Schilderträger 1 dadurch festgelegt,
daß der Schilderträger sich verformt hat, d. h. der Abstand
A ist größer als der Abstand B, so daß sich der Schilderträger verformen mußte, wodurch
sich gleichzeitig ein Freiraum zwischen der Rückseite des Kennzeichnungsschildes 2
und der Frontseite des Schilderträgers 1 ergibt, der ein leichtes Einfädeln und Durchführen
beispielsweise des Spannbandes 14 ermöglicht. Die zu kennzeichnende Einrichtung ist
in Fig. 3 durch ein Rohr 10 dargestellt oder in Fig. 4 durch ein Rohr 15 und die Darstellung
in Fig. 5 zeigt, daß durch das Aufbiegen der Lappen 11 eine gute Anlage des Schilderträgers
1 an dem zu kennzeichnenden Rohr 10 oder 15 erfolgt.
[0022] In Fig. 6 sind in dem Schilderträger 1 im Randbereich, und zwar in den Frontflanschen
4 und 5, vorgesehene Bohrungen 12 erkennbar, die in Doppelreihe angeordnet sind, wobei
beispielsweise auch die mittlere Bohrung lediglich als Ausschnitt 16 gestaltet sein
kann, so daß ein Anklemmen des Schilderträgers 1 an bereits im Kennzeichnungsschild
2 befindlichen Nieten möglich ist.
[0023] Der Schilderträger 1 besteht vorzugsweise aus einem Federmetall, kann aber in gleicher
Weise auch aus Kunststoff bestehen oder anderen biegsamen Materialien bestehen.
1. Schilderträger (1) mit einem Trägerteil (3) und sich beiderseits anschließenden Frontflanschen
(4, 5), wobei ein Kennzeichnungsschild (2) an den Frontflanschen montiert ist und
das Trägerteil (3) Anschlußeinrichtungen (6, 6a, 7, 7a, 8, 9) für Befestigungsmittel
aufweist, die der Halterung des Kennzeichnungsschildes (2) zusammen mit dem Schilderträger
(1) an der zu kennzeichnenden Einrichtung (10, 15) dienen, wobei der Schilderträger
(1) aus einem Werkstoffstreifen besteht, dessen Länge größer als dessen Breite ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schilderträger um eine in seiner Breitenrichtung verlaufende Achse elastisch
federnd verformbar ist, wobei die Verformbarkeit des Schilderträgers (1) größer ist
als die des Kennzeichnungsschildes (2) und die fluchtenden Befestigungspunkte zwischen
Schilderträger (1) und Kennzeichnungsschild (2) auf dem im unverformten Ausgangszustand
befindlichen Schilderträger (1) einen Abstand (A) in Längsrichtung voneinander aufweist,
der größer ist als der Abstand (B) der Befestigungspunkte auf dem Kennzeichnungsschild
(2).
2. Schilderträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schilderträger (1) aus Metall besteht.
3. Schilderträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schilderträger (1) aus Kunststoff besteht.
4. Schilderträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungspunkte auf dem Schilderträger (1) durch zum Rand hin offene U-förmige
Ausschnitte (16) gebildet sind.
1. A signboard holder (1) with a supporting part (3) and front flanges (4, 5) attached
on both sides thereof, a signboard (2) being mounted on the front flanges and the
supporting part (3) comprising connection means (6, 6a, 7, 7a, 8, 9) for fastening
means which serve to hold the signboard (2) together with the signboard holder (1)
on the device (10, 15) to be provided with a signboard, the signboard holder (1) consisting
of a strip of material the length of which is greater than its width,
characterised in that the signboard holder may be resiliently deformed about an axis
extending in the direction of its width, the deformability of the signboard holder
(1) being greater than that of the signboard (2) and the aligned fastening points
between signboard holder (1) and signboard (2) on the signboard holder (1) in the
initial undeformed state being at a distance (A) from each other in the longitudinal
direction which is greater than the distance (B) between the fastening points on the
signboard (2).
2. A signboard holder according to claim 1, characterised in that the signboard holder
(1) is made of metal.
3. A signboard holder according to claim 1, characterised in that the signboard holder
(1) is made of plastics material.
4. A signboard holder according to any one of the preceding claims, characterised in
that the fastening points on the signboard holder (1) are formed by U-shaped portions
(16) open towards the edge.
1. Porte-écriteau (1) comportant une partie support (3) et des ailes frontales (4, 5)
qui la prolongent de part et d'autre, une plaque indicatrice (2) étant montée sur
les ailes frontales, et la partie support (3) présentant des dispositifs de raccordement
(6, 6a, 7, 7a, 8, 9) pour des moyens de fixation, qui servent à maintenir la plaque
indicatrice (2) ainsi que le porte-écriteau (1) contre le dispositif à identifier
(10, 15), le porte-écriteau (1) étant fait en une bande de matériau de longueur supérieure
à la largeur, caractérisé en ce que le porte-écriteau est élastiquement déformable
autour d'un axe s'étendant dans le sens de sa largeur, l'aptitude du porte-écriteau
(1) à la déformation étant plus grande que celle de la plaque indicatrice (2) et les
points alignés de fixation entre porte-écriteau (1) et plaque indicatrice (2) présentant,
sur le porte-écriteau (1), à l'état initial non déformé, une distance (A) entre eux
dans le sens longitudinal, qui est plus grande que la distance (B) entre les points
de fixation sur la plaque indicatrice (2).
2. Porte-écriteau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le porte-écriteau (1)
est fait en métal.
3. Porte-écriteau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le porte-écriteau (1)
est fait en matière plastique.
4. Porte-écriteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les
points de fixation sur le porte-écriteau (1) sont constitués par des évidements (16)
en forme de U, ouverts en direction du bord.