[0001] Die Erfindung betrifft eine Abfülleinrichtung für aus Vorratsbehältern in Portionsbehälter
zu dosierende Flüssigkeiten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Flaschenabfüllmaschinen sind als industrielle Maschinen für hohe Stückzahlen in vielfältiger
Weise bekannt, so z.B. Abfüllmaschinen für handelsübliche Getränke, bei denen auf
einem Karussell oder in Matrixanordnung eine Vielzahl von Flaschen gleichzeitig oder
kurz nach einander durch Aufsetzen eines entsprechenden Füllstopfens mit automatischer
Öffnung der Zuflußleitung und Beenden des Füllvorganges bei Erreichen des vorgegebenen
Flüssigkeitsspiegels bekannt.
[0003] Derartige Maschinen eignen sich nicht für kleine Portionierbetriebe, wie z.B. Winzer
oder Verteilerstellen für vielfältigste Arten von Flüssigkeiten, z.B. Chemielabore.
Dort werden Abfüllanlagen bevorzugt, bei denen manuell die zu füllenden Portionierbehälter
in kleiner Losgröße mit gegebenfalls schnell wechselnden Flüssigkeiten anfallen.
[0004] Zwei Versionen einer derartigen Abfülleinrichtung sind aus den polnischen Gebrauchsmusterschriften
45 791 und 45 793 bekannt. Eine oder mehrere Flaschen werden unter einen Füllstopfen
gegen den Druck einer Schraubenfeder geschoben und dann vom Füllstopfen dichtend verschlossen
und auf einer Stützleiste stehend befüllt. Zum Füllen wird durch die Feder ein Rohr
in den Flaschenhals geschoben, welches andererseits mit einem Vorratsbehälter verbunden
ist. Ein zweites Rohr führt von dem Füllstopfen zu einem Saugbehälter. Der Saugbehälter
ist oberhalb des Vorratsbehälters mit der abzufüllenden Flüssigkeit angeordnet, wobei
der Vorratsbehälter wiederum auf einem Gestell ruht. Die Flaschenabfüllanordnung selbst
ist auf einem Ständer dieses Gestells angeordnet und zwar oberhalb des Vorratsbehälters
etwa in Höhe des Saugbehälters. Der Saugbehälter hat eine Abflußleitung bzw. ein Ablaßventil
zum Vorratsbehälter. Der Saugbehälter bildet im Prinzip eine leere Kammer, die mittels
der zweiten Rohre, welche als Überlaufleitung dienen, an die Füllstopfen angeschlossen
und mittels einer Saugleitung mit einer Vakuumpumpe verbunden sind. Die Überlaufleitungen
werden von oben in den Saugbehälter geführt, während an dessen Unterseite die Ablaufleitung
angeordnet ist, die durch ein klappenartiges Ventil bei Unterdruck im Saugbehälter
geschlossen wird und bei Normaldruck auf Grund der in den Saugbehälter eingeflossenen
Flüssigkeit bzw. Schwerkraft öffnet und die Flüssigkeit in den Vorratsbehälter zurücklaufen
läßt. Während des Abfüllens der Flaschen ist die Saugpumpe ständig in Betrieb und
bei Erreichen des Sollfüllstandes fließt die weitere geförderte Flüssigkeitsmenge
über eine Überlaufleitung zum Saugbehälter hinüber.
Ein Bediener muß also ständig aufpassen und die gefüllte Flasche durch eine neue ersetzen,
sonst wird die Flasche nur gespült und der Saugbehälter gefüllt.
[0005] Bei einer ähnlichen Bauart wird die Anlage für den Flaschenwechsel kurzzeitig stillgesetzt,
sobald der Bediener den maximalen Füllstand im Saugbehälter aus Glas erkennt und dann
alle Füllstopfen zugleich wieder bestückt.
[0006] Bei einer Ausführungsform gemäß dem polnischen Gebrauchsmuster 49073 wird bei steigendem
Flüssigkeitsspiegel im Saugbehälter ein Schwimmerventil geschaltet, welches die Saugleitung
zur Vakuumpumpe verschließt. In diesem Augenblick herrscht kein Unterdruck mehr im
Saugbehälter, so daß die dort angefallene Flüssigkeitsmenge zum Vorratsbehälter zurückfließt.
[0007] Diese Bauformen haben eine Reihe von Nachteilen. Der Füllstopfen mit der z.B. Saft
verklebt. Das Einsetzen der Flaschen bedarf einer gewissen Handkraft, um die Schraubenfeder
vertikal zusammen zu drücken, wobei ein dichtes Verschließen der Flasche durch den
Füllstopfen nur dann gewährleistet ist, wenn die Schraubenfeder zentrisch exakt geführt
und somit der Füllstopfen planparallel auf die Flasche aufsetzbar ist. Bedingt durch
die Reinigungsanforderungen an die im Bereich der Lebensmitteltechnologie läßt sich
dieser unmittelbar mit der Flaschenöffnung in Kontakt gehaltene Anlagenbereich nur
schwer säubern. Dies gilt in gleicher Weise für die gekoppelten Saug- und Vorratsbehälter,
welche ebenfalls von Zeit zu Zeit zu reinigen sind. Die Anordnung des Sperrventiles
für die Saugleitung und des Klappenrückschlagventiles bereitet dabei ein Reinigungsproblem
und gibt Anlaß zur Sorge, wegen möglicher Fehlfunktion beim Verschluß der Saugleitung
oder der zu bemessenden Rückstellkraft der Klappe für die Ablaßleitung. Nach Füllen
einiger Flaschen wird im Saugbehälter Umgebungsdruck eingestellt, so daß erst nach
einer gewissen Zeit die Vakuumpumpe in der Lage ist, einen erneuten Füllvorgang einzuleiten.
Gravierender aber ist, daß unnötigerweise viel Flüssigkeit im Kreislauf gefahren wird.
[0008] Aus der US-A-2 809 677 ist eine gattungsgemäße Abfülleinrichtung bekannt, mit der
aus Vorratsbehältern in Portionsbehälter Flüssigkeiten dosiert werden kann. Dabei
wird aus einem Vorratsbehälter über einen Füllstopfen der Portionsbehälter mit einer
Saugleitung verbunden und der Druckgasstrom beziehungsweise die Überlaufleitung von
dem Portionsbehälter zentrisch durch den Füllstopfen abgeführt und mit einem Saugbehälter
verbunden. Dieser Saubehälter kann mitgeschleppte Flüssigkeit über ein in den Vorratsbehälter
ragendes Ventil nach dorthin ablassen. Der Unterdruck wird durch eine Vakuumpumpe
erzeugt, die über ein Steuerventil den Rückgasstrom beziehungsweise die Überlaufleitung
zuschaltet und andererseits einen Servomotor beaufschlagt, der den Füllstopfen betätigt.
Die Anlage wird durch die Ventilsteuerung des Saugbehälters sowie das Steuerventil
in der Unterdruckleitung und den Servomotor relativ komplex und eine größere Menge
der Flüssigkeit muß offensichtlich über den Saugbehälter in den Vorratsbehälter zurückgefördert
werden. Die Vielzahl der Bauteile und das komplexe Steuerventil können das Gerät teuer
und wartungsaufwendig machen. Der Füllvorgang wird durch Schalten des Ventils gestartet
und bei Beendigung des Füllvorganges wird das Steuerventil erneut betätigt. Der Bediener
muß also außer dem Flaschenwechsel zusätzlich noch das Steuerventil betätigen.
Der Füllstopfen für die zu befüllende Öffnung des Behälters hat ein Gehäuse mit einer
kreisförmigen Zuführung zum Behälter für eine daran angekoppelte Fülleitung sowie
eine zentrische Überlaufleitung, deren Ende stopfenförmig geformt ist. Oberhalb dieses
Stopfens ist eine Einlaßöffnung in die Überlaufleitung. Bei Unterbrechung des Füllstromes
verschließt der Stopfen die Förderleitung durch einen Hub des Servomotors. Ein Servomotor
bedient wohl sechs Füllstopfen so, daß das Befüllen der Mehrzahl der Flaschen gleichzeitig
beginnt und endet.
[0009] Von daher liegt der Erfindung das Problem zu Grunde, die Vorrichtungen nach dem Stand
der Technik für manuell bedienbare Abfülleinrichtungen für kleine Losgrößen oder schnell
wechselnde Flüssigkeitsarten zu verbessern und die Handhabung und die Funktion der
Maschine zu optimieren.
[0010] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebene Abfülleinrichtung
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.
[0011] Die neuartige Abfülleinrichtung, für aus Vorratsbehältern in Portionierbehälter zu
dosierenden Flüssigkeiten, umfaßt dem Stand der Technik ähnliche Füll- und Überlaufleitungen,
die einerseits am Portionsbehälter zum dichten Verschließen von dessen Füllöffnung
mit entsprechenden Füllstopfen versehen sind und andererseits in die Flüssigkeit des
Vorratsbehälters eintauchen. In die Überlaufleitung ist ein Saugbehälter integriert,
an den im oberen Bereich eine Drucksenkeinrichtung, z.B. eine Gaspumpe oder Vakuumpumpe
oder andere für sich bekannte Saugvorrichtung mit entsprechender Saugleitung in dauernder
Direktverbindung steht und der andererseits, vorzugsweise in dessen Bodenbereich eine
Zulaufleitung für aus der Flaschenfüllung resultierende Überlaufmengen und eine Ablaufleitung
zum Vorratsbehälter aufweist. Die drei Behältertypen, nämlich Vorratsbehälter, Portionsbehälter
und Saugbehälter finden sich in dieser Folge auf gestaffelten Höhenniveaus und sind
durch kommunizierende Röhren miteinander verbunden.
Der Saugbehälter weist eine Trennglocke auf, die einerseits die Mündung der Saugleitung
gegen zu- und ablaufende Flüssigkeiten in der unter Sog stehenden Auffangkammer des
Saugbehälters trennt, andererseits, weil die Trenneinrichtung gasdurchlässig ist,
sowohl die Saugkammer als auch die Auffangkammer und damit verbundenen Röhren ständig
mit der Drucksenkeinrichtung verbunden bleiben, wodurch im gesamten System ein Unterdruck
oder zumindest ein Sog herrscht.
[0012] Die Drucksenkeinrichtung in Kombination mit den kommunizierenden Röhren wird so ausgelegt,
daß in dem System ein Unterdruck herrscht, der maximal in der Lage ist, die abzufüllende
Flüssigkeit in der Überlaufleitung vom Portionsbehälter bzw. in dessen Rücklaufverbindung
vom Saugbehälter zum Vorratsbehälter soweit zu heben, daß die Säule unterhalb der
Auffangkammer des Saugbehälters, der an der höchsten Stelle der Abfülleinrichtung
sitzt, während des Füllvorganges der Portionsbehälter, z.B. Flaschen oder Dosen, zum
Stillstand kommt. Erst wenn die zu füllenden Behälter den gewünschten Flüssigkeitsstand
haben und aus der Fülleinrichtung entnommen werden, kann durch den Unterdruck im Saugbehälter
die in der Überlaufleitung auf dem Zulaufwege zur Auffangkammer befindliche Flüssigkeit
in die Auffangkammer gesogen werden und läuft von da über die Rücklaufleitung in den
Vorratsbehälter zurück. Da in diesem Augenblick nach Leersaugen der Überlaufleitung
Luft mit Umgebungsdruck in den Saugbehälter gelangt, bricht kurzzeitig der Unterdruck
in der Fülleitung, die direkt vom Vorratsbehälter zum Füllstopfen führt, ab und diese
entleert sich in den Vorratsbehälter. Nach Einfügen eines neuen Portionsbehälters
beginnt der Füllvorgang von neuem, ohne daß ein Schalten der Pumpe oder irgendwelcher
Ventile erforderlich ist.
In der Rücklaufleitung Auffangkammer-Vorratsbehälter bleibt der Saugeffekt bestehen
und am konstanten Flüssigkeitsspiegel in dieser Leitung ist die Funktionsfähigkeit
des Systems zu sehen. Die Säulenhöhe der Flüssigkeit dient zugleich als entsprechende
Druckanzeige.
[0013] Die Ankopplung des Saugbehälters an die Fülleitung via Überlaufleitung geschieht
in dessen Bodenbereich mit einem Zulauf zur Auffangkammer und einem möglichst unmittelbar
daneben angeordneten Ablauf in Richtung Vorratsbehälter. Dadurch kann eine eventuell
aus der Überlaufleitung in die Auffangkammer eintretende Flüssigkeit direkt ablaufen,
ohne daß die Gefahr besteht, daß Überschußflüssigkeit in die Saugleitung zur Drucksenke
gerät. Zu diesem Zwecke ist die die Auffangkammer von der Saugkammer trennende Glocke
so gestaltet, daß einlaufende Flüssigkeit in die konkave Seite der Glocke trifft und
so zur Ablaufleitung gerichtet zurückfließt.
[0014] In einer weiterentwickelten Variante weist der Füllstopfen oder die zugeführte Fülleitung
ein Ventil auf, vorzugsweise ein selbsttätiges Rückschlagventil, das einen Rückfluß
des momentan in der Fülleitung stehenden Inhaltes in den Portionsbehälter verhindert.
Dadurch wird nach Austausch eines gefüllten Vorratsbehälters gegen einen Leerbehälter
unmittelbar die Befüllung gestartet.
Beim normalen Betrieb mit der Einrichtung gelangen nur wenige Tropfen Flüssigkeit
in die Auffangkammer.
[0015] Es können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch gasentwickelnde, beispielsweise
Kohlendioxid enthaltende Flüssigkeiten, die beispielsweise zudem noch teilentgast
werden sollen, gefördert werden.
Auch Dispersionen, welche sich nach den Verfahren gemäß dem Stand der Technik durch
Zirkulieren entmischen können, sind mit dieser Vorrichtung problemlos abfüllbar oder
portionierbar. Damit kann die Einrichtung also nicht nur zum Befüllen von kleinen
Gebinden sondern stets dort eingesetzt werden, wo in dem zu befüllenden System ein
Unterdruck erzeugbar ist, beispielsweise an Tankstellen zum Ölwechsel oder in chemischen
Verfahren, bei denen ein Behälter nachzufüllen ist. Ein Überfüllen ist durch die Stellung
der Mündung der Überlaufleitung sicher zu verhindern, so daß auch giftige oder aggressive
Flüssigkeiten abfüllbar sind.
[0016] Der Füllstopfen hat eine zentrisch angeordnete Überlaufleitung und eine vorzugsweise
seitliche Zuführung für eine Fülleitung, die in dem Füllstopfen in einem Rückschlagventil
endet, hinter dem die Flüssigkeit in einen, die Überlaufleitung wenigstens teilweise
umschließenden Kanal gelangen kann. Dieser Kanal mündet unterhalb einer den zu füllenden
Behälter möglichst luftdicht verschließenden Dichtung in eine Ringöffnung oder in
seitlichen Auslässen beispielsweise vor einer einer Prallplatte ähnlichen Sperre.
Dadurch wird die Flüssigkeit direkt an die Wandung des Behälterhalses gespült, von
der Sie dann ohne Wirbelbildung abfließen kann. Die Flüssigkeit wird also sofort beruhigt
und kann nicht schäumen.
[0017] Der Saugbehälter und der Portionsbehälter können auf gemeinsamem Ständer oberhalb
des Vorratsbehälters angeordnet sein, der für Reinigungszwecke leicht demontiert werden
kann.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann der Ständer als rohrförmige Saugleitung
zwischen der Drucksenkeinrichtung und dem Saugbehälter ausgebildet sein oder zumindest
als Schutzmantel für einen Unterdruckschlauch dienen.
[0019] Vorteilhafterweise kann der Saugbehälter zugleich mit mehreren Portionsbehältern
über Überlaufleitungen verbunden sein, weist jedoch nur einen zentralen Ablauf aus
der Auffangkammer auf.
Die Portionierbehälter können in Reihe auf entsprechenden Stützen am Ständer oder
Gestell angeordnet sein. Wenn eine Vielzahl von Portionsbehältern beispielsweise 6,
8 oder 10 gleichzeitig befüllt werden sollen, bietet es sich an, daß die Portionsbehälter
auf einer kreisförmigen Stützleiste angeordnet werden, die als Ring um den Ständer,
d.h. um den Saugbehälter angeordnet ist. Diese Stützleiste für die Portionsbehälter
kann auch als Drehtisch ausgebildet sein, so daß der Bediener eine neue Flasche oder
einen neuen Portionsbehälter stets an der gleichen Stelle in die Abfülleinrichtung
bringen und an derselben Stelle auch den Portionsbehälter entnehmen kann.
Bei dieser manuellen Abfülleinrichtung muß allerdings darauf geachtet werden, daß
nicht eine Vielzahl von Füllstopfen funktionlos Luft saugt, beispielsweise wenn bei
zwölf Stopfen nur eine Flasche zu füllen ist.
Versuche haben ergeben, daß bei dieser Bauart mindestens von sechs Stopfen einer zum
Befüllen benutzt werden sollte. Bei größerer Stopfenzahl können einige der Überlaufleitungen
verschlossen werden und dann ist die Einrichtung immer noch zum Befüllen einzelner
Behälter geeignet ist.
[0020] Der Ständer bzw. die Saugleitung kann an ihrem oberen Ende mit einer weitestgehend
gasdichten Muffe versehen sein, in die der Saugbehälter mit komplementär ausgebildetem
Stutzen einsteckbar ist. Dadurch läßt sich der Saugbehälter leicht abnehmen und reinigen.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Füllstopfen an einem Ende einer als
Halterung ausgebildeten Blattfeder, welche an dem anderen Ende an dem Ständer fixiert
ist, schwenkbar befestigt. Das freie Ende der Blattfeder, beispielsweise eine flache
Edelstahlleiste oder Kunststoffleiste, hängt in Ruhestellung bei fehlendem Portionsbehälter
aufgrund Eigengewichtes bzw. geringfügiger Last durch den Füllstopfen etwas durch.
Beim Positionieren des Portionsbehälters wird dieser unter den Füllstopfen geschoben
und dabei die Blattfeder geringfügig angehoben, bis der Portionsbehälter auf der Stützleiste
abgesetzt wird. Durch die Rückstellkraft der Blattfeder wird der Füllstopfen dichtend
an die Füllöffnung des Portionsbehälters angedrückt. Das Widerstandsmoment der Blattfeder
ist so gestaltet, daß es gerade ausreicht, den Füllstopfen an den Portionsbehälter
anzudrücken, anderseits die Federkraft nicht so groß ist, daß der Bediener große Kräfte
aufbringen muß. Da die Blattfeder um ihren Fixierpunkt am Ständer schwenkbar beweglich
ist, bedarf es keiner weiteren Führung dieser Feder, wie beim Stand der Technik üblich.
Eine Blattfeder läßt sich zudem leicht reinigen. Ein weiterer Vorteil der Blattfeder
ist, daß auch Behälter gefüllt werden können, die nicht in vertikaler Richtung geklemmt
werden, weil die Füllöffnung seitlich oder schräg von oben in dem Portionsbehälter
angeordnet ist. Dazu wird die Blattfeder lediglich um den erforderlichen Winkelgrad
gedreht, um auch in einer derartigen Position einen dichten Verschluß des Behälters
mit den Füllstopfen gewährleisten zu können. Durch Drehen der Blattfeder bleibt ihr
Widerstandsmoment, gleich in welcher Position, stets gleich.
[0022] Im Gegensatz zum Stand der Technik kann bei der erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung,
insbesondere auch bei solchen für das Befüllen mehrerer Portionsbehälter gleichzeitig,
ein einzelner Portionsbehälter in jedem Falle unmittelbar nach dem Füllen oder sogar
während des Füllens entnommen und durch einen leeren Behälter ersetzt werden, während
der Füllvorgang für die übrigen Behälter fortgesetzt wird. Bei der erfindungsgemäßen
Abfülleinrichtung sind die Überlaufmengen und Rückflußmengen wesentlich geringer als
bei der Anlage nach dem Stand der Technik, weil keine oder nur geringe Mengen über
Überlauf- oder Ablaufleitungen, Vorratsbehälter und Fülleitungen zirkulieren, sondern
einmal angesaugt und abgefüllt werden.
[0023] Mit einer Vorrichtung mit sechs Füllstopfen können beispielsweise 1200 handelsübliche
oder 1800 Halbliter-Flaschen stündlich, beispielsweise mit Wein, abgefüllt werden.
Die Zykluszeit beträgt im ersten Fall etwa 18 Sekunden, die reine Füllzeit etwa 6
Sekunden.
Für kleine Parfümflaschen oder Arzneigläser ist die Zeit natürlich geringer.
Es kann aber auch durch Dimensionierung der Querschnitte der in der Regel als Schläuche
ausgebildeten Leitungen oder durch Verstellen der Saugleistung bzw. des Unterdruckes
durch andere Maßnahmen die Füllzeit verändert werden.
Weitere Parameter, die die Füllzeit oder Zykluszeit sowie Überlaufmengen beeinflussen
sind die Höhenanordnung der Behälter zueinander und das Durchmesserverhältnis der
verschiedenen Saug- und Fülleitungen. Durch Variation der Parameter kann auch Rücksicht
auf die Viskosität und/oder Oberflächenspannung der umzufüllenden Stoffe genommen
werden.
[0024] Der Vorratsbehälter, dies ist nur sekundär von Belang für die Erfindung, mit Füllstandsanzeigern
und/oder -begrenzern versehen sein.
[0025] Anhand einer Zeichnung mit Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher erläutert
werden.
Es zeigen.
- Figur 1
- eine Seitenansicht im Schnitt eines Ausführungsbeispieles mit einem Portionsbehälter;
- Figur 2
- eine Vorderansicht einer Abfülleinrichtung für sechs Portionsbehälter;
- Figur 3
- eine Seitenansicht in Teilschnitt mit Funktionsdarstellung der Blattfeder;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine Anordnung gemäß Figur 3, jedoch mit zwei Portionsbehältern;
- Figur 5
- eine vergrößerte Schnitt-Darstellung eines Füllstopfens in Funktion.
[0026] In der folgenden Beschreibung sind identische oder gleichwirkende Funktionsteile
mit denselben Bezugsziffern versehen.
[0027] Figur 1 zeigt eine Abfülleinrichtung im Schnitt, die für eine Abfüllung von Fruchtsaft
in Flaschen 17 geeignet ist. Auf einem Gestell 1 unterhalb dessen eine Saugpumpe 31
angeordnet ist, ist ein Ständer 33 für eine Stützleiste 18, auf der die zu füllenden
Flaschen 17 abgestellt werden können angeordnet. Zugleich ist an dem Gestell 1 ein
Ständer 2 angeordnet, der auf einer ersten Plattform einen Vorratsbehälter 6 trägt,
auf einer zweiten Höhenposition eine Blattfeder 4 fixiert, an deren freien Ende ein
Füllstopfen 3 befestigt ist. Oberhalb dieser beiden Ebenen ist auf der Spitze des
Ständers 2 der Saugbehälter 5 angeordnet, der über Muffe 10 und Saugstutzen 9 mit
dem Ständer bzw. in dem Ständer verlaufende Saugleitung 11 gekoppelt ist, wobei die
Saugleitung 11 in dauernder Wirkverbindung mit der Pumpe 31 und der Saugkammer 13
des Saugbehälters 5 steht. Der untere Teil des Saugbehälters bildet eine Auffangkammer
14 und ist von der Saugkammer 13 durch eine Trennglocke 12 abgeteilt, die zum äußeren
Mantel des Behälters 5 einen gasdurchlässigen Ringspalt 15 bildet, so daß sich auch
in der Auffangkammer ein von der Pumpe erzeugter Unterdruck ausbilden kann. Von der
Auffangkammer führt ein Ablauf 21 über einen Rücklaufschlauch 7 in den Vorratsbehälter
6, dessen Flüssigkeitsspiegel angedeutet ist. Aus dem Vorratsbehälter führt eine Fülleitung
8 zum Füllstopfen 3 und von diesem zu dem Zulauf 20 des Saugbehälters eine Überlaufleitung
19, wobei die Überlaufleitung ein Rohr 16 zur Füllstandsbegrenzung innerhalb der Flasche
17 ergänzt.
[0028] Es ist leicht zu sehen, daß bei Arbeiten der Pumpe das Gesamtsystem unter Unterdruck
steht, wodurch über die Fülleitung 8 Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 6 durch den
Füllstopfen in die Flasche 17 gelangen kann.
Die Flasche war zuvor gegen den Widerstand der Blattfeder 4 zwischen der Stützleiste
18 und dem Füllstopfen 3 in die gezeigte Position eingeschoben worden. Die eingesaugte
Flüssigkeit läuft aus dem Schlauch 8 am Hals der Flasche 17 entlang und füllt diese
so lange bis der Flüssigkeitsspiegel in der Flasche die Mündung an Rohr 16 der Überlaufleitung
19 erreicht hat. Da das gesamte System weiterhin unter Unterdruck steht, wird die
zulaufende Flüssigkeit in die Überlaufleitung 19 gesaugt bis zu einer Position unterhalb
des Zulaufes 20 zur Auffangkammer 14. Zugleich wurde aus dem Vorratsbehälter eine
Flüssigkeitssäule, als Unterdruckanzeige U gezeichnet, in dem Ablaufschlauch 7 angesaugt
in Richtung auf den Ablaufstutzen 21 der Auffangkammer 14. Da der Unterdruck so eingestellt
ist, daß eine weitere Förderung nicht möglich ist, bleibt der Flüssigkeitsspiegel
in den als Schläuchen ausgebildeten Leitungen 19, 8 und 7, so wie in der Figur 1 dargestellt,
erhalten bis der Bediener die Flasche 17 entnimmt. In diesem Augenblick wird in das
System Luft durch das Füllstandsrohr 16 gesaugt und die in der Überlaufleitung 19
befindliche Flüssigkeit gelangt in die Auffangkammer 14 und von da über den Ablaufstutzen
21 und Rücklaufleitung 7 wieder in den Vorratsbehälter. Dabei bleibt die Flüssigkeitssäule
in der Rücklaufleitung 7 auf konstanter Höhe. Die Trennglocke 12 verhindert, daß einströmende
Flüssigkeit in den Bereich der Saugkammer 13 gelangt und verhindert so die unerwünschte
Überflutung der Saugleitung 11. Mit dem Einsetzen einer Flasche beginnt der Vorgang
von neuem.
[0029] Die beschriebene Abfülleinrichtung zeichnet sich durch eine sehr einfache Bauweise
und eine beständige zuverlässige Funktion aus und ermöglicht dadurch ein ständiges
Abfüllen von Flaschen, ohne daß irgendwelche Schaltfunktionen erforderlich sind. Die
Leitungen haben keinerlei Ventile und die einzelnen Teile, wie Saugbehälter, Ständer
oder Saugrohr 11, sowie die flexiblen Schlauchleitungen 7, 8 und 19 können abgezogen
werden und gereinigt werden mit üblichen Reinigungsmitteln und Methoden.
[0030] Figur 2 zeigt das gesamte System mit einer Batterie von sechs Füllstopfen, wobei
nur eine Flasche 17 auf der Stützleiste 18 dargestellt ist. Es ist leicht zu sehen,
daß ein einziger Saugbehälter 5 mit einer entsprechenden Saugleitung zu der hier nicht
dargestellten Pumpe ausreicht, um eine Vielzahl von Überlaufleitungen 19 zu bedienen,
jedoch nur die einzelne dargestellte Flasche allein befüllbar ist.
[0031] Figur 3 zeigt einen Schnitt A-A gemäß Figur 4 durch eine Vorrichtung mit zwei zu
füllenden Flaschen 27, die auf einer Stützleiste 28 ruhen, welche wiederum am Ständer
33 mit den Verstellvariationen V befestigt ist. Der Ständer ruht auf einem dargestellten
Tisch 22 und hat zugleich die Funktion, die Flasche in der gewählten Position zu halten.
Eine Blattfeder 24, mittels Büchse 26 und Arretierung 25 ist an dem Ständer 2 befestigt.
Diese Blattfeder aus Edelstahl ist in verschiedenen Stellungen a, b und c dargestellt.
Am freien Ende der Blattfeder, die hier in Füllposition B sitzt, ist der Füllstopfen
23 gehaltert, in dem die Fülleitung 30 und eine Überlaufleitung 29 endet. Wenn keine
Flasche in Füllposition ist, hat die Blattfeder die gestrichelte Position A und wird
durch Einschieben der Flasche unter den Füllstopfen 23 bis in Position C gebogen.
Sobald die Flasche 27 auf Stützleiste 28 ruht, stellt sich die Stahlfeder 24 in die
Position B zurück und drückt dabei den Füllstopfen 23 auf die Flasche 27 und diese
zugleich auf die Stützleiste 28, so daß nunmehr der Füllvorgang beginnen kann und
in der Flasche ein Unterdruck aufgebaut wird.
[0032] Figur 4 zeigt eine Anordnung gemäß Figur 3 in Draufsicht allerdings mit zwei Blattfedern
24, die an dem gemeinsamen Querholm 32 arretiert sind und von Ständer 22 gehalten
werden. Der Vorratsbehälter und der Saugbehälter, sowie die Vakuumpumpe sind auch
in diesem Falle nicht dargestellt, können aber ähnlich wie in Figur 1 und 2 angeordnet
sein.
[0033] Fig.5 zeigt in vergrößerter Darstellung und im Schnitt eine Füllsituation analog
Fig.1, jedoch mit einem anderen Füllstopfen 35. Auf die Flasche 17 wird dieser mittels
Blattfeder 4, mit der er durch Verschraubung 40 verbunden ist, so gepreßt, daß die
Dichtung 34 die Portionsbehälteröffnung luftdicht verschließt. Das im Gehäuse 38 angeordnete
zentrische Überlaufrohr 39, Teil der nicht weiter dargestellten Überlaufleitung, endet
jeweils in Stulpstutzen 41 für Schläuche. Im Inneren der Flasche bestimmt der Füllstandsschlauch
36 mit seiner Länge H den maximalen Füllstand der Flüssigkeit W in der Flasche 17,
da der Luftsog S dann unterbrochen wird, sobald der Flüssigkeitsspiegel die Mündung
des Schlauches 36 erreicht.
Die Flüssigkeit W wird über Fülleitung 8 eingesaugt, passiert das Rückschlagventil
37, und fließt über den konzentrisch das Überlaufrohr 39 umschließenden Ringkanal
42 durch Ringspalt 43, hier auf die Füllspaltbreite F eingestellt, in die Flasche
17. Vorzugsweise ist der Fließstrom so eingestellt, daß die Flüssigkeit W an der Flaschenwand
wirbelfrei abläuft.
Bei Erreichen des Sollfüllstandes bricht zugleich im Flascheninneren und in dem Ringkanal
der Unterdruck zusammen und schließt so das Ventil 37 in der Fülleitung 8.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Gestell
- 2
- Ständer
- 3
- Füllstopfen
- 4
- Blattfeder
- 5
- Saugbehälter
- 6
- Vorratsbehälter
- 7
- Rücklauf der Überlaufleitung
- 8
- Fülleitung
- 9
- Stützen
- 10
- Muffe
- 11
- Saugleitung
- 12
- Trennglocke
- 13
- Saugkammer
- 14
- Auffangkammer
- 15
- Ringspalt
- 16
- Füllstandsbegrenzungrohr
- 17
- Portionsbehälter
- 18
- Stützleiste
- 19
- Überlaufleitung
- 20
- Zulauf der Überlaufleitung
- 21
- Ablauf der Überlaufleitung
- 22
- Tisch
- 23
- Füllstopfen
- 24
- Blattfeder
- 25
- Arretierung
- 26
- Büchse
- 27
- Portionsbehälter
- 28
- Stützleiste
- 29
- Überlaufleitung
- 30
- Fülleitung
- 31
- Pumpe
- 32
- Querholm
- 33
- Stütze
- 34
- Dichtung
- 35
- Füllstopfen
- 36
- Füllstandsschlauch
- 37
- Rückschlagventil
- 38
- Gehäuse
- 39
- Überlaufrohr
- 40
- Verschraubung
- 41
- Stulpstutzen
- 42
- Ringkanal
- 43
- Ringspalt
a,b,c Stellung der Blattfeder
- F
- Füllspaltbreite
- H
- Füllhöhenvariation
- S
- Sogrichtung
- U
- Unterdruckanzeige
- V
- Verstellvariation
- W
- Flüssigkeit
1. Abfülleinrichtung für aus Vorratsbehältern (6) in Portionsbehälter (17, 27) zu dosierende
Flüssigkeiten, umfassend
- die Behälter verbindende Füll- und Überlaufleitungen (8, 30; 7, 16, 19, 29, 36,
39) und welche einerseits in die Flüssigkeit im Vorratsbehälter (6) eingetaucht sind
und andererseits am Portionsbehälter (17, 27) in einem zum dichten Verschließen von
dessen Füllöffnung geeigneten Füllstopfen (3, 23, 35) enden,
- eine Drucksenkeinrichtung für die Erzeugung eines Unterdruckes relativ zum Umgebungsdruck
in
- einem Saugbehälter, angeordnet auf einem Niveau oberhalb des Portionsbehälters,
dadurch gekennzeichnet, daß der Saugbehälter (5) in eine Saugkammer (13) mit direkter
offener Darnerverbindung (2, 11) zur Drucksenkeinrichtung (31) und eine Auffangkammer
(14), welche einen Teil der Überlaufleitung (19, 29,7) bildet, mittels einer gasdurchlässigen,
die Dauerverbindung von der Flüssigkeit abschirmenden Trennglocke (12) geteilt ist.
2. Abfülleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufleitung
(19, 29 und 7) im Bodenbereich des Saugbehälters einen Zulauf (20) vom Füllstopfen
(3, 23,35) und einen daneben angeordneten Ablauf (21) zum Vorratsbehälter (6) aufweist.
3. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Saugbehälter (5) und die Portionsbehälter (17, 27) auf einem gemeinsamen Ständer
(2) oberhalb des Vorratsbehälters (6) angeordnet ist.
4. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ständer (2) mindestens teils als rohrförmige Saugleitung (11) zwischen Drucksenkeinrichtung
(31) und Saugbehälter (5) ausgebildet ist.
5. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
jedem Saugbehälter (5) mehrere Portionsbehälter (17, 27) mit entsprechenden Zuläufen
(20), aber nur einem Ablauf (21) der Überlaufleitungen zugeordnet sind, wobei die
Portionsbehälter (17, 27) auf einer als Drehtisch ausgebildeten Stützleiste (18, 28)
positionierbar sind.
6. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ständer (2) oder die Saugleitung (11) mit einer weitestgehend gasdichten Muffe
(10) versehen ist, in die der Saugbehälter (5) mit komplementär ausgebildetem Stutzen
(9) einsteckbar ist.
7. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Portionsbehälter (17, 27) während des Füllens zwischen einer festen Stützleiste
(18, 28) und einem am freien Ende einer Blattfeder (4, 24) schwenkbar gehalterten
Füllstopfen (3, 23) geklemmt werden, wobei die Blattfeder mit ihrem anderen Ende am
Ständer (2, 22) fixiert ist.
8. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Blattfeder (4, 24) so gestaltet ist, daß sie ihr geringstes Widerstandsmoment
gegen Biegung in Achsrichtung mit der Füllöffnung des Portionsbehälters (17, 27) hat.
9. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Füllstopfen ein
Gehäuse mit einer kreisförmigen Zuführung zum Behälter für eine Fülleitung, welche
eine zentrische Überlaufleitung mit Füllstandsbegrenzer umschließt und eine Dichtung
für die Behälteröffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung (42) mit
einem durch Unterdruck betätigbaren Rückschlagventil (37) verschließbar ist und die
Zuführung in einem offenen seitlichen Spalt (43) derart unterhalb der Dichtung (34),
jedoch oberhalb des Füllstandsbegrenzers (36), endet, daß die Flüssigkeit (w) direkt
an die Wandung des Behälters (17) gespült wird.
1. Filling arrangement for liquids which are to be decanted into portion containers (17,
27) in measured doses from supply containers (6), including
- filling and overflow pipes (8, 30; 7, 16, 19, 29, 36, 39), which connect the containers
and which, on the one hand, extend into the liquid in the supply container (6) and,
on the other hand, terminate at the portion container (17, 27) in a filling stopper
(3, 23, 35), which is suitable for the tight closure of the filler opening of said
portion container,
- a pressure lowering means for generating a reduced pressure relative to the ambient
pressure in
- a suction container, disposed at a level above the portion container,
characterized in that the suction container (5) is divided into a suction chamber
(13) with a direct, open permanent connection (2, 11) extending to the pressure lowering
means (31) and a collecting chamber (14), which form a part of the overflow pipe (19,
29, 7), by means of a gas-permeable bell-shaped divider (12) which shields the permanent
connection from the liquid.
2. Filling arrangement according to claim 1, characterized in that the overflow pipe
(19, 29 and 7) has, in the bottom region of the suction container, an inlet (20) extending
from the filling stopper (3, 23, 35) and an outlet (21) which is disposed adjacent
said stopper and extends to the supply container (6).
3. Filling arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the suction container (5) and the portion containers (17, 27) are disposed on a common
support structure (2) above the supply container (6).
4. Filling arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the support structure (2) is configured at least partially as a tubular suction pipe
(11) between pressure lowering means (31) and suction container (5).
5. Filling arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
each suction container (5) has associated therewith a plurality of portion containers
(17, 27) with appropriate inlets (20), but only one outlet (21) of the overflow pipes,
the portion containers (17, 27) being positionable on a supporting bar (18, 28), which
is configured as a turntable.
6. Filling arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the support structure (2) or the suction pipe (11) is provided with a largely gastight
sleeve (10), into which the suction container (5) is insertable by means of a complementary
configured connecting piece (9).
7. Filling arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that,
during the filling operation, the portion containers (17, 27) are clamped between
a fixed supporting bar (18, 28) and a filling stopper (3, 23), which is pivotably
mounted on the free end of a leaf spring (4, 24), the leaf spring being secured on
the support structure (2, 22) by means of its other end.
8. Filling arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the leaf spring (4, 24) is so configured that it has its smallest moment of resistance
to bending in the axial direction with the filling opening of the portion container
(17, 27).
9. Filling arrangement according to one of the preceding claims, wherein the filling
stopper has a housing provided with a circular supply line leading to the container
for a filling pipe, which surrounds a central overflow pipe provided with a filling
level defining means, and a seal for the container opening, characterized in that
the supply line (42) is closable by means of a non-return valve (37), which is actuatable
by reduced pressure, and the supply line terminates in an open lateral slot (43) beneath
the seal (34), but above the filling level defining means (36), in such a manner that
the liquid (w) is directed towards the wall of the container (17).
1. Dispositif de remplissage pour les liquides devant être dosés à partir de récipients
de stockage (6) dans des récipients par portion (17, 27) comprenant :
- des conduites de remplissage et de trop-plein (8, 30; 7, 16, 19, 29, 36, 39) reliant
les récipients et qui d'une part sont immergées dans le liquide dans le récipient
de stockage (6) et d'autre part se terminent sur le récipient par portion (17, 27)
dans un bouchon de remplissage (3, 23, 35) approprié pour la fermeture étanche de
son orifice de remplissage,
- un dispositif d'abaissement de pression pour la génération d'une dépression par
rapport à la pression ambiante dans
- un récipient d'aspiration, disposé sur un niveau au-dessus du récipient par portion,
caractérisé en ce que le récipient d'aspiration (5) est divisé en une chambre
d'aspiration (13) avec communication permanente (2, 11) ouverte et directe avec le
dispositif d'abaissement de pression (31) et une chambre de réception (14), qui constitue
une partie de la conduite de trop-plein (19, 29, 7), au moyen d'une cloche de séparation
(12) perméable au gaz et protégeant la communication permanente du liquide.
2. Dispositif de remplissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite
de trop-plein (19, 29 et 7) présente dans la zone du fond du récipient d'aspiration
une arrivée (20) venant du bouchon de remplissage (3, 23, 35) et une sortie (21) disposée
à côté et allant vers le récipient de stockage (6).
3. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le récipient d'aspiration (5) et les récipients par portion (17, 27) sont
disposés sur un montant (2) commun au-dessus du récipient de stockage (6).
4. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le montant (2) est réalisé au moins partiellement sous la forme d'une conduite
d'aspiration (11) tubulaire entre le dispositif d'abaissement de pression (31) et
le récipient d'aspiration (5).
5. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'à chaque récipient d'aspiration (5) sont affectés plusieurs récipients par
portion (17, 27) avec des arrivées (20) appropriées, mais avec seulement une sortie
(21) des conduites de trop-plein, les récipients par portion (17, 27) pouvant être
positionnés sur une baguette d'appui (18, 28) réalisée sous la forme d'une table tournante.
6. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le montant (2) ou la conduite d'aspiration (11) est pourvu d'un manchon
(10) largement étanche au gaz, dans lequel on petit mettre le récipient d'aspiration
(5) avec la tubulure (9) conçue de façon complémentaire.
7. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les récipients par portion (17, 27) sont bloqués pendant le remplissage
entre une baguette d'appui (18, 28) fixe et un bouchon de remplissage (3, 23) maintenu
de façon pivotante sur l'extrémité libre d'un ressort à lames (4, 24), le ressort
à lames étant fixé avec son extrémité libre sur le montant (2, 22).
8. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le ressort à lames (4, 24) est conçu de façon qu'il ait son couple de résistance
le plus faible vis-à-vis de la flexion dans la direction d'axe avec l'orifice de remplissage
du récipient par portion (17, 27).
9. Dispositif de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes, le
bouchon de remplissage présentant un boîtier avec une arrivée de forme circulaire
au récipient pour une conduite de remplissage, laquelle entoure une conduite de trop-plein
centrale avec un limiteur du niveau de remplissage, et un joint pour l'orifice du
récipient, caractérisé en ce que l'arrivée (42) peut être fermé avec un clapet antiretour
(37) pouvant être commandé par dépression et l'arrivée se termine dans une fente (43)
latérale ouverte au-dessous du joint (34), mais au-dessus du limiteur du niveau de
remplissage (36), de telle manière que le liquide (w) soit lavé directement sur la
paroi du récipient (17).