Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Trennmittel für hydraulische Bindemittel,
insbesondere für Betonschalungen und -formen und beschreibt, mit Wasser nicht mischbare,
bei Temperaturen von 5 bis 15 °C flüssige, monofunktionelle Alkohole sowie Emulgiermittel
in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.% enthaltende Mittel für diese Zwecke.
Stand der Technik
[0002] Trennmittel für Betonschalungen und Formen sind z.B. aus der entsprechenden Richtlinie
des Hauptausschusses "Betontechnologie des Deutschen Beton-Vereins e.V., Wiesbaden,
von 1980 oder aus H.Reul, Handbuch Bauchemie, Verlag für chem. Industrie, Ziolkowsky
AG, Augsburg, 1991, S. 319f, bekannt. Sie werden vor dem Einbringen des Frischbetons
auf die Schalung aufgetragen. Beim Ausschalen sollen die Trennmittel die Haftung zwischen
Beton und Schalung verringern sowie Schäden an der Betonoberfläche und der Schalung
vermeiden. Die Anzahl der technisch möglichen Einsätze des Schalungsmaterials soll
dadurch erhöht werden.
[0003] Die Trennmittel enthalten im allgemeinen eine Ölkomponente, sowie verschiedene Zusatzstoffe,
z.B. Rostschutzmittel, Antioxidantien, Antiporenmittel, Konservierungsmittel, Netzmittel,
Haftmittel, sowie Emulgatoren.
Als Ölkomponente werden verschiedene Stoffklassen bzw. deren Mischungen eingesetzt,
z.B. Mineralöle oder Weißöle, Wachse, Triglyceride auf Basis von pflanzlichen oder
tierischen Ölen oder Fetten oder Fett-Derivate.
[0004] Besonders vorteilhaft ist die Verwendung der Trennmittel für hydraulische Bindemittel
in Form einer wäßrigen Emulsion. Wenn diese Anwendung gewünscht wird, enthalten die
Trennmittel in der Regel Emulgatoren wie Seifen, ethoxylierte Fettsäuren und ethoxylierte
Alkylphenole oder Petrolsulfonate in Mengen von etwa 10 bis 30 Gew.% bezogen auf die
Ölkomponente. Üblicherweise erfolgt die Lieferung der Trennmittel zur Einsatzstelle
nicht als Emulsion, sondern in Form eines Konzentrats, welches unmittelbar vor dem
Einsatz verdünnt wird.
[0005] Die heute verwendeten Trennmittel haben verschiedene Nachteile. Mineralöle oder Weißöle
sind als Ölkomponente unzureichend biologisch abbaubar. Triglyceride auf nativer Basis,
z.B. Rüböl sind zwar biologisch gut abbaubar, weisen aber relativ hohe, für die Verwendung
ungünstige Viskositäten auf. Außerdem kann es durch Verseifung des Öls durch alkalische
Bestandteile des Betons zur Ausfällung von Ca-Seifen kommen, dem sogenannten Absanden,
das bei der Weiterbearbeitung des Betons Haftungsprobleme verursachen kann. Analoges
Verhalten zeigen Fettsäureester. Es wurde bereits vorgeschlagen, durch Verwendung
von Fettalkohol-Destillationsrückständen Abhilfe zu schaffen, dabei hat sich jedoch
gezeigt, daß diese Verbindungen nur in anteiliger Form als Ölkomponente verwendet
werden können, wie es z.B. in der DD-A5 290 439 beschrieben wird. Als Ölkomponente
wird hier 80 bis 90 Gew.% Mineralöl eingesetzt, dem 4 bis 10 Gew.% einer Mischung
aus gesättigten und ungesättigten Wachsestern mit 32 bis 36 Kohlenstoff-Atomen, gesättigten
und ungesättigten Fettalkoholen mit 24 bis 32 Kohlenstoff-Atomen und Kohlenwassserstoffen,
wie sie bei der Destillation von Fettalkoholen als Rückstand anfällt, zugesetzt wird.
Die in der Mischung vorhandenen Wachsester können überdies verseifen und dadurch die
oben beschriebenen Haftungsprobleme auslösen.
[0006] Die GB 1 294 038 beschreibt Formtrennmittel auf Basis aliphatischer, gesättigter
oder ungesättigter Alkohole und einem kationischen Emulgator. Die in den Beispielen
offenbarten Mengen liegen deutlich über 10 Gew.% bezogen auf den Fettalkohol.
[0007] Die EP-A 561 465 schlägt emulgierbare Formtrennmittel für hydraulische Bindemittel
auf Basis von Fettsäureestern von Polyolen, die keine H-Atome in β-Position zur OH-Gruppe
tragen, vor. Den Estern können auch höhere aliphatische monofunktionelle Alkohole
zugegeben werden. Die Ester oder deren Gemische mit den Alkoholen werden durch Zusatz
eines Emulgators emulgiert. Die in den Beispielen offenbarten Mengen liegen bei mindestens
7 Gew.%, bezogen auf die Mischung aus Fettalkohol und Ester.
[0008] Es besteht also verstärkt ein Bedarf an einer Ölkomponente für Trennmittel für hydraulische
Bindemittel, die biologisch gut abbaubar ist, ohne die Nachteile bisher bekannter
Verbindungen wie hohe Viskosität, Oberflächenmängel oder Absanden zu zeigen.
[0009] Die Anforderungen an ein umweltverträgliches Betontrennmittel sind in der RAL UZ
64 "Biologisch schnell abbaubare Schmierstoffe und Schalöle" von Juni 1991 beispielhaft
festgelegt.
[0010] Auch die für die Herstellung von wäßrigen Emulsionen eingesetzten Emulgatoren sind
anwendungstechnisch nicht unproblematisch. Zur Herstellung der Emulsionen mußten bisher
relativ große Mengen an Emulgator verwendet werden, wodurch aber die Regenfestigkeit
der Trennmittel negativ beeinflußt wird. Außerdem kann bei hohem Emulgatorgehalt an
der Grenzfläche zum alkalischen Zement eine Reemulgierung stattfinden, wobei ein Teil
des Trennmittels in die Oberfläche des Betons eindringt. Diese Trennmittelreste können
dann später zu den bereits erwähnten Problemen bei der Haftung von Anstrichen oder
Putzen führen.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Trennmittel für hydraulische Bindemittel
zur Verfügung zu stellen, deren Ölkomponenten monofunktionelle, mit Wasser nicht mischbare,
bei Temperaturen von 5 bis 15 °C flüssige Alkohole enthalten und die die Nachteile
bisher für diese Zwecke bekannter Verbindungen wie Absanden, Oberflächenmängel und
Haftungsprobleme, die teilweise dadurch entstehen, daß die verwendeten nativen Öle
nicht verseifungsstabil sind, nicht aufweisen. Bei der Verwendung von Schalungsmaterial
aus Stahl dürfen die Formtrennmittel keine Korrosionserscheinungen hervorrufen. Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist, Trennmittel für hydraulische Bindemittel, deren
Ölkomponenten monofunktionelle, mit Wasser nicht mischbare, bei Temperaturen von 5
bis 15 °C flüssige Alkohole enthalten, zur Verfügung zu stellen, die gegebenenfalls
in Gegenwart geringer Mengen an Emulgatoren auch im Temperaturbereich von 0 bis -5
°C stabile Emulsionen bilden. Die Viskosität der Emulsionen muß so niedrig sein, daß
sie problemlos versprüht werden können. Weiterhin muß eine gleichmäßige Benetzung
verbunden mit einer guten Haftung auf den verschiedenartigsten Schalungsmaterialien
gewährleistet sein.
Beschreibung der Erfindung
[0012] Gegenstand der Erfindung sind Formtrennmittel für hydraulische Bindemittel, die sich
dadurch auszeichnen, daß sie
a) eine mit Wasser nicht mischbare, bei Temperaturen von 5 bis 15 °C flüssige, monofunktionelle
Alkoholkomponente aus der Gruppe der ungesättigten Fettalkohole mit 12 bis 22 C-Atomen
sowie Jodzahlen im Bereich von 40 bis 170 und/oder Guerbetalkoholen mit 16 bis 28
C-Atomen und/oder Oxo-Alkoholen mit 8 bis 15 C-Atomen und/oder gesättigten Alkoholen
mit 6 bis 10 C-Atomen,
b) gewünschtenfalls andere, nicht wassermischbare organische Verbindungen, wobei a)
und b) die Ölkomponente bilden,
c) gewünschtenfalls weitere, in Formtrennmitteln für hydraulische Bindemittel übliche
Hilfsstoffe,
d) Wasser, sowie
e) 0,5 bis 5 Gew.% eines Emulgiermittels - bezogen auf die Ölkomponente - enthalten.
[0013] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der Formtrennmittel zur
Behandlung von Schalungsmaterial im Betonbau.
Hydraulische Bindemittel
[0014] Unter hydraulischen Bindemitteln versteht man mineralische Stoffe, die unter Wasseraufnahme
steinartig erhärten und nach dem Aushärten wasserbeständig sind. Bevorzugtes hydraulisches
Bindemittel ist Beton.
Ölkomponente
[0015] Es wurde gefunden, daß sich monofunktionelle, mit Wasser nicht mischbare, bei Temperaturen
von 5 bis 15 °C flüssige Alkohole besonders leicht emulgieren lassen. Die Emulgierung
gelingt bereits, ohne daß Emulgator zugefügt werden muß; durch Zugabe geringer Mengen
von Emulgatoren kann die Qualität der Emulsionen deutlich verbessert werden.
[0016] Im Sinne der Erfindung werden unter mit Wasser nicht mischbaren Alkoholen solche
verstanden, deren Löslichkeit in Wasser bei 20 °C unter 5 Gew.% liegt.
[0017] Bei Temperaturen von 5 bis 15 °C flüssig bedeutet, daß die erfindungsgemäßen Alkohole
oder Mischungen von Alkoholen bei diesen Temperaturen bewegliche, fließfähige Flüssigkeiten
darstellen.
[0018] Es wurde gefunden, daß höhere Alkohole aus der Klasse der ungesättigten Fettalkohole,
der Guerbetalkohole, der Oxo-Alkohole und der gesättigten Alkohole mit 6 bis 10 C-Atomen
im Sinne der Erfindung besonders geeignet sind.
[0019] Die erfindungsgemäß verwendeten ungesättigten Fettalkohole sind an sich bekannte
Verbindungen, die durch partielle Hydrierung von Fetten oder Fettsäuremethylestern
erhältlich sind. Die als Rohstoffbasis eingesetzten Fette und Öle sind keine reinen
chemischen Verbindungen, sondern ihre Fettsäuren besitzen eine C-Kettenverteilung
und können in gesättigter, einfach oder mehrfach ungesättigter Form vorliegen. Dementsprechend
besitzen auch die aus ihnen hergestellten Fettalkohole eine C-Kettenverteilung und
können gesättigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Spezies enthalten.
[0020] Die ungesättigten Fettalkohole können aus 12 bis 22, vorzugsweise 16 bis 18 C-Atomen
bestehen und Jodzahlen im Bereich von 40 bis 170, vorzugsweise von 70 bis 100 aufweisen.
Als Rohstoffbasis werden Fette und Öle pflanzlichen und tierischen Ursprungs eingesetzt,
z.B. Palmkernöl, Kokosöl, Talg, Rapsöl, Sojaöl, Palmöl und Sonnenblumenöl.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung eines ungesättigten Fettalkohols auf Basis
von Talg, Sonnenblumenöl mit einem Ölsäuregehalt > 80 Gew.% und/oder Rapsöl, der auch
ohne Destillation eingesetzt werden kann.
[0021] Auch Guerbetalkohole lassen sich erfindungsgemäß verwenden.
[0022] Guerbetalkohole sind durch die an sich bekannte, mit Alkali katalysierte Kondensation
von aliphatischen Alkoholen bei Temperaturen von etwa 200 °C erhältlich. In die Kondensationsreaktion
können Alkohole mit 8 bis 22 C-Atomen eingesetzt werden. Bevorzugt werden lineare
Alkohole mit 8 bis 14 C-Atomen für die Kondensation verwendet, die zu den bevorzugt
verwendeten Guerbetalkoholen mit 16 bis 28 C-Atomen führt.
[0023] Weiterhin können auch sogenannte Oxo-Alkohole verwendet werden. Dabei handelt es
sich um meist primäre, teilweise verzweigte höhere Alkohole, die bei der Oxo-Synthese
gewonnen werden. Bei dieser Synthese werden durch Anlagerung von Kohlenmonoxid an
Olefine gewonnene Aldehyde mit Wasserstoff zu Alkoholen mit beispielsweise 8 bis 15
C-Atomen reduziert.
[0024] Schließlich ist auch die Verwendung gesättigter Alkohole auf nativer oder synthetischer
Basis mit 6 bis 10 C-Atomen möglich.
[0025] Die vorstehend beschriebenen Ölkomponenten können, gegebenenfalls nach Zusatz von
dem Fachmann für diese Zwecke bekannten Additiven, z.B. Rostschutzmitteln, Antioxidantien,
Antiporenmitteln, Konservierungsmitteln, Netzmitteln und Haftmitteln als Trennmittel
für hydraulische Bindemittel verwendet werden.
[0026] Neben den erfindungsgemäßen Alkoholen kann die Ölkomponente - in untergeordneten
Mengen bis 15 Gew.% - auch noch andere für diese Zwecke geeignete Öle, wie Fettsäure-Ester,
z.B. 2-Ethylhexylstearat, von linearen Fettalkoholen abgeleitete Fettether wie Di-n-Octylether,
Triglyceride und - obwohl nicht bevorzugt - Mineralöl enthalten.
[0027] Wenn eine Anwendung in Form einer Emulsion gewünscht wird, können noch Emulgatoren
zugefügt werden.
Emulgator
[0028] Die erfindungsgemäßen Ölkomponenten lassen sich überraschenderweise bereits durch
Zusatz von bis zu 5 Gew.% - bezogen auf die Ölkomponente - geeigneter Emulgatoren
in stabile Emulsionen überführen.
[0029] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Trennmittel für hydraulische Bindemittel werden
die Emulgatoren in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.%, bevorzugt 0,5 bis 3 Gew.% - bezogen
auf die Ölkomponente - zugefügt.
[0030] Als Emulgatoren eignen sich die an sich bekannten W/O- und O/W-Emulgatoren, und zwar
nichtionische Emulgatoren, wie z.B. Ethoxylate von Fettalkoholen oder Alkylphenolen,
Ethoxylate von Fettsäuren, Fettsäuremonoglycerinester, Alkanolamide; und anionische
Emulgatoren, etwa Sulfonate wie z.B. Ölsäuresulfonat, Sulfosuccinate, Amidethersulfate,
wie das Sulfat von Ölsäureethanolamid, Betaine, Seifen der Fett- oder Harzsäuren und
dergleichen.
Auch kationische Emulgatoren, wie z.B. Fettamine oder ethoxylierte Fettamine in beispielsweise
mit Milchsäure oder Essigsäure neutralisierter Form oder quaternäre Ammoniumverbindungen,
können verwendet werden.
[0031] Die Qualität der entstehenden Emulsionen, vor allem bezüglich Stabilität gegen Aufrahmen
oder Verdickung, richtet sich nach Art und Menge des verwendeten Emulgators. Bei einem
bestimmten Emulgatorsystem kann die Stabilität durch Steigerung des Emulgatoranteils
verbessert werden. Es wurde jedoch gefunden, daß es nicht vorteilhaft ist, hohe Emulgatormengen
eines sehr wirksamen Emulgators einzusetzen, weil sich die Trennwirkung bei höheren
Mengen stark verschlechtert. Um optimale Trennwirkung zu erreichen, ist es deshalb
erforderlich, für einen gut wirksamen Emulgator die minimale Menge einzusetzen, bei
der noch eine stabile Emulsion herzustellen ist.
Stabilität bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Emulsion mindestens 1/2 Jahr,
besser 1 Jahr bei Raumtemperatur weder aufrahmt noch verdickt. Bei Lagerung und Transport
der Emulsionen treten Temperaturschwankungen auf, die die Stabilität ebenfalls nicht
beeinträchtigen dürfen. Es ist daher wünschenswert, daß die Emulsionen gegen kurzfristige
Temperaturschwankungen zwischen 5 und 40 °C stabil sind, also weder aufrahmen noch
verdicken.
[0032] Besonders gut eignen sich die Natrium- oder Kalium-Seifen von gesättigten oder ungesättigten
Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen, z.B. Natriumstearat oder Kaliumoleat.
[0033] In der Praxis werden Konzentrate von Betontrennmitteln oftmals mit Leitungswasser
von unterschiedlicher Härte verdünnt. Wenn die Konzentrate gegen die Verdünnung mit
Leitungswasser verschiedener Härte stabil sein sollen, ist es bevorzugt, nichtionische
Emulgatoren zu verwenden.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische Emulgatoren
ethoxylierte Ricinusöle verwendet, die durch Addition von 5 bis 50, bevorzugt 5 bis
20 mol Ethylenoxid (EO) pro mol Triglycerid erhalten wurden.
[0035] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische
Emulgatoren mit polyfunktionellen Alkoholen, bevorzugt Ethylenglykol, ringgeöffnete
α-Epoxide mit 8 bis 18, bevorzugt 12 bis 14 C-Atomen, die nachfolgend mit 5 bis 25,
bevorzugt 7 bis 15 mol Ethylenoxid pro mol α-Epoxid umgesetzt wurden, verwendet.
[0036] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische
Emulgatoren mit 5 bis 50, bevorzugt 7 bis 15 mol Ethylenoxid umgesetzte gesättigte
oder ungesättigte Fettalkohole mit 8 bis 18, bevorzugt 10 bis 14 C-Atomen, verwendet.
[0037] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische
Emulgatoren mit Mischungen aus 1 bis 10, bevorzugt 3 bis 7 mol Ethylenoxid und 1 bis
5, bevorzugt 1 bis 3 mol Propylenoxid (PO) umgesetzte Fettalkohole mit 8 bis 18, bevorzugt
10 bis 14 C-Atomen, verwendet.
[0038] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische
Emulgatoren mit 5 bis 15 mol Ethylenoxid umgesetzte Fettsäuren mit 8 bis 22, bevorzugt
10 bis 18 C-Atomen, verwendet.
[0039] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische
Emulgatoren mit 5 bis 15 mol Ethylenoxid umgesetzte Fettsäurealkanolamide mit 8 bis
22, bevorzugt 10 bis 18 C-Atomen, verwendet.
[0040] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als nichtionische
Emulgatoren Ester des Sorbitans oder des mit bis zu 40 mol ethoxylierten Sorbitans
mit Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen verwendet.
[0041] Auch Mischungen von Emulgatoren, z.B. von anionischen und nichtionischen Emulgatoren
können vorteilhafte Ergebnisse liefern. Besonders vorteilhafte Ergebnisse lassen sich
erzielen, wenn Mischungen nichtionischer Emulgatoren, z.B. aus ethoxyliertem Ricinusöl
und einem ethoxylierten Reaktionsprodukt aus einem α-Epoxid und Ethylenglykol eingesetzt
werden.
[0042] Durch Emulgieren in Wasser lassen sich stabile Emulsionen herstellen, die auch bei
niedrigen Temperaturen von 0 °C bis -5 °C stabil sein können. Eine Verbesserung der
Kältestabilität kann durch an sich bekannte Maßnahmen wie den Zusatz von Glycerin,
Polyolen, z.B. Sorbit oder wasserlöslichen Polyacrylaten in Mengen von 0,05 bis 0,5
Gew.%, bevorzugt 0,1 bis 0,2 Gew.% - bezogen auf die Emulsion - erreicht werden.
[0043] Falls notwendig, kann die Stabilität der Emulsionen auch durch Zugabe von Schutzkolloiden,
z.B. Polyvinylalkohol oder Xanthan, erhöht werden.
[0044] Die aus den erfindungsgemäßen Trennmitteln für hydraulische Bindemittel hergestellten
Emulsionen können einen Festkörpergehalt von 5 bis 55 Gew.%, bevorzugt 20 bis 40 Gew.%
aufweisen. Die so hergestellten Emulsionen sind dünnflüssig bis viskos und haben Wasser
als kontinuierliche Phase.
[0045] Es ist auch möglich, die erfindungsgemäßen Trennmittel für hydraulische Bindemittel
in Form hochviskoser Pasten in Form einer Wasser-in-Öl-Emulsion zu formulieren, indem
man die zugegebene Wassermenge so bemißt, daß Pasten mit einem Festkörpergehalt von
60 bis 85 Gew.%, bevorzugt 70 bis 80 Gew.% entstehen.
Zusatzstoffe
[0046] Neben der Ölkomponente und den Emulgatoren können die erfindungsgemäßen Trennmittel
für hydraulische Bindemittel noch übliche Zusatzstoffe wie Rostschutzmittel, Antioxidantien,
Antiporenmittel, Konservierungsmittel, Schutzkolloide, Stabilisatoren, Netzmittel,
Entschäumer und Haftmittel in Mengen bis zu 15 Gew.% - bezogen auf das gesamte Mittel
ohne Wasser - enthalten.
Rostschutzmittel
[0047] Wenn die erfindungsgemäßen Trennmittel für hydraulische Bindemittel für Schalungsmaterial
aus Stahl verwendet werden sollen, empfiehlt sich der Einsatz eines Rostschutzmittels
als Additiv, um Korrosionserscheinungen am Schalungsmaterial zu vermeiden.
[0048] Als Rostschutzmittel oder Korrosionsinhibitoren kommen eine Reihe von Verbindungen
in Frage.
[0049] Eine Gruppe erfindungsgemäßer Rostschutzmittel bilden beispielsweise die Amine, z.B.
Octylamin, Tridecylamin, Dibutylamin, Tributylamin, Dimethylalkylamine mit 8 bis 18
C-Atomen in der Alkylkette oder Diamine wie Ethylendiamin, 1,2-Propylendiamin, Diethylentriamin
und - bevorzugt - Alkanolamine wie Ethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, 1-Amino-2-propanol,
Diisopropanolamin, Triisopropanolamin, Methylethanolamin, Dimethylethanolamin, Aminoethylethanolamin,
Ethylethanolamin, und Diethylethanolamin, die eine korrosionsinhibihierende Wirkung,
insbesondere auf Eisen oder eisenhaltigen Legierungen aufweisen.
Eine weitere Gruppe wirksamer Verbindungen stellen anionaktive Verbindungen wie Natrium-,
Kalium- oder Amin-Seifen von Fettsäuren, bevorzugt mit 6 bis 10 C-Atomen, von Dimerfettsäure
oder die entsprechenden Verbindungen von aromatischen Mono- oder Dicarbonsäuren, wie
z.B. Benzoe- oder Phthalsäure, dar.
Auch die Alkali- oder Amin-Salze von sauren Phosphorsäureestern mit Alkoholen mit
6 bis 18 C-Atomen oder Phosphorsäuresalze wie das Trinatriumphosphat stellen Rostschutzmittel
im Sinne der Erfindung dar.
Eine weitere Gruppe korrosionsinhibierender Verbindungen, die erfindungsgemäß verwendet
werden können, stellen die Amide von Fettsäuren oder dimeren Fettsäuren mit Alkanolaminen
wie Monoethanolamin oder Diethanolamin, Monopropanolamin oder Dipropanolamin, oder
Diaminen wie Ethylendiamin, 1,3-Propylendiamin, 1,2-Propylendiamin oder Diethylentriamin
dar. Die zuletzt genannten Amidoamine können in mit Säuren wie Milchsäure neutralisierter
Form verwendet werden. Bevorzugt werden die Monoethanolamide gesättigter und ungesättigter
Fettsäuren mit 16 bis 20 C-Atomen eingesetzt, besonders bevorzugt das Ethanolamid
der Ölsäure oder Linolsäure oder technischer Mischungen dieser Fettsäuren.
Weiterhin wirken Verbindungen aus der Klasse der Triazole, wie z.B. Benzotriazol oder
Toluyltriazol korrosionsinhibierend.
[0050] Da die verschiedenen Korrosionsinhibitoren auch synergistisch wirken können, ist
es auch möglich, Mischungen der vorgenannten Verbindungen einzusetzen.
[0051] Die Mengen an zugesetztem Rostschutzmittel liegen bei 0,01 bis 2 Gew.%, bevorzugt
bei 0,1 bis 1,0 Gew.% bezogen auf das gesamte Mittel ohne Wasser.
[0052] Die Rostschutzmittel können in das wasserfreie Trennmittel für hydraulische Bindemittel
eingearbeitet werden, sofern sie darin löslich sind. Es ist auch möglich, die Rostschutzmittel
in das zur Emulgierung der Trennmittel für hydraulische Bindemittel erforderliche
Wasser oder nach erfolgter Emulgierung in die fertige Emulsion zu geben.
Herstellung
[0053] Die Herstellung der Trennmittel erfolgt dadurch, daß die Ölkomponente mit dem Emulgator
und gegebenenfalls den Zusatzstoffen innig vermischt wird. Dieses sogenannte Konzentrat
kann direkt oder nach Emulgierung in Wasser eingesetzt werden.
[0054] Die Konzentrate zur Herstellung der Emulsionen enthalten mindestens 68 Gew.% der
Alkoholkomponente, bis zu 15 Gew.% anderer, nicht wassermischbarer organischer Verbindungen,
0,5 bis zu 5 Gew.% eines Emulgiermittels und bis zu 15 Gew.% weiterer, in Formtrennmitteln
für hydraulische Bindemittel üblicher Hilfsstoffe, wobei die Summe der Bestandteile
des Konzentrats 100 Gew.% beträgt.
[0055] Die Emulgierung erfolgt bevorzugt so, daß das Konzentrat unter Rühren in Wasser eingearbeitet
wird, es ist aber auch möglich, Wasser in das Konzentrat einzurühren, bis der gewünschte
Festkörpergehalt bzw. Aktivsubstanzgehalt erreicht ist.
[0056] Für die Herstellung wäßriger Emulsionen ist es vorteilhaft, mit Rühraggregaten zu
arbeiten, die hohe Scherkräfte nach einem Rotor-Stator Prinzip ermöglichen, z.B. einem
sogenannten Cavitron oder Supraton-Aggregat.
[0057] Zur Vermeidung der Schaumbildung kann es günstig sein, bei der Emulgierung ein Antischaummittel
einzusetzen oder es dem Formtrennmittel von Anfang an zuzufügen.
Applikation
[0058] Es sind verschiedene Verfahren möglich, die erfindungsgemäßen Formtrennmittel auf
das Schalungsmaterial aufzubringen, um dadurch nach Abbinden des hydraulischen Bindemittels
die Entschalung zu bewirken.
[0059] Die Trennmittel können z.B. in reiner Form oder in Form ihrer Emulsion durch Spritzen,
Sprühen, Streichen, Pinseln oder Bürsten auf die Schalungsflächen aufgetragen werden.
Die niedrigviskosen Emulsionen sind so stabil, daß sie ohne Probleme versprühbar sind.
Hochviskose Pasten können auch durch Spachteln aufgebracht werden.
[0060] Die erfindungsgemäßen Trennmittel für hydraulische Bindemittel können allein oder
in Form ihrer wäßrigen Emulsionen zur Behandlung von Stahl-, Kunststoff- oder Holzschalungen
im Betonbau verwendet werden. Die Applikation kann mit den dafür üblichen Aggregaten
geschehen.
Beispiele
[0061] Alle Prozentangaben in den Beispielen verstehen sich, sofern nicht anders angegeben,
in Gewichtsprozent.
Beispiel 1:
Herstellung eines Betontrennmittels:
Konzentrat:
[0062] In einem Rührgefäß wurden 990 g eines ungesättigten Fettalkohols (C-Kettenverteilung
1% C12, 4% C14, 12% C16, 82% C18, 1% C20, Jodzahl 92,6) bei 100 °C mit 10 g Natriumstearat
gemischt und 10 Minuten lang gerührt.
Man erhielt 1000 g eines homogenen, bei Raumtemperatur gelartigen Konzentrats.
Emulsion:
[0063] 300 g dieses Konzentats wurden unter Rühren in 700 g Leitungswasser gegeben. Man
erhielt eine milchige Emulsion, die über 4 Wochen bei Raumtemperatur (ca. 23 °C) stabil
gegen Sedimentation oder Aufrahmen blieb.
Die Viskosität betrug 1700 cPs (centiPoise), bestimmmt mit dem Brookfield-Viskosimeter,
Spindel 4, bei 23 °C.
Emulsionskonzentrat:
[0064] 500 g dieses Konzentrats und 500 g Leitungswasser wurden mit einem hochtourigen Rühwerk
zu einer milchigen, viskosen Emulsion verrührt. Die Emulsion hatte eine Viskosität
von 3200 cPs, bestimmt mit dem Brookfield-Viskosimeter, Spindel 4, bei 23 °C.
[0065] Dieses Emulsionskonzentrat kann mit weiterem Leitungswasser durch einfaches Rühren
in stabile Emulsionen mit Festkörpergehalten von 5 bis 40 Gew.% überführt werden.
[0066] Weitere Beispiele sind in der Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1
| Zusammensetzung und Verhalten von Betontrennmitteln |
| Bsp. |
Ölkomponente |
Emulgator-Menge |
Emulsion |
| |
|
|
Feststoff [Gew.%] |
Verhalten |
| 2 |
A |
- |
30 |
nv, stabil |
| 3 |
A |
1% Na-Stearat |
70 |
Paste |
| 4 |
A |
0,5% " |
30 |
nv, stabil |
| 5 |
B |
1% Na-Stearat |
30 |
nv, stabil |
| 6 |
B |
0,5% " |
30 |
nv, stabil |
| 7 |
B |
1% Na-Stearat |
50 |
Paste |
| 8 |
C |
1% Na-Stearat |
30 |
nv, stabil |
| 9 |
A |
1% K-Oleat |
30 |
nv, stabil |
| 10 |
A |
1% Talgfettalkohol x 5EO |
30 |
nv, stabil |
| 11 |
B |
1% " |
30 |
nv, stabil |
| V1 |
D |
1% Na-Stearat |
30 |
verdickt |
| V2 |
D |
3% Na-Stearat |
30 |
verdickt |
| V3 |
D |
3% Na-Stearat |
10 |
verdickt |
Legende:
nv bedeutet niedrigviskos. |
[0067] Ölkomponente A ist ein ungesättigter Fettalkohol mit einer C-Kettenverteilung 1%
C12, 4% C14, 12% C16, 82% C18, 1% C20 und einer Jodzahl von 92,6, bestimmt nach der
Methode C V 11b der Deutschen Gesellschaft für Fettforschung.
[0068] Ölkomponente B ist ein ungesättigter Fettalkohol mit einer C-Kettenverteilung 1%
C12, 2% C14, 8% C16, 87% C18, 2% C20 und einer Jodzahl von 95,1, bestimmt nach der
Methode C V 11b der Deutschen Gesellschaft für Fettforschung.
[0069] Ölkomponente C ist ein Guerbetalkohol mit 16 C-Atomen.
[0070] Ölkomponente D (nicht erfindungsgemäß) ist ist eine Mischung aus gesättigten Fettalkoholen
mit einer Jodzahl von < 0,5 und folgender C-Kettenverteilung:
1% C10, 54% C12, 23% C14, 10% C16 und 12% C18.
[0071] Die Versuche zeigen, daß nur mit den erfindungsgemäßen Fettalkoholen und Guerbetalkoholen
stabile, versprühbare Emulsionen herstellbar sind.
Bei einem Festkörpergehalt von 70 % entsteht eine hochviskose Paste, die entweder
durch Spachteln verarbeitbar ist oder bei Verdünnen auf 30 % Festkörper eine niedrigviskose
Emulsion ergibt.
Die Vergleichsversuche mit dem gesättigten Fettalkohol ergeben trotz Erhöhung der
Emulgatormenge und Verringerung des Festkörpers eine verdickte, hochviskose Emulsion,
die nicht versprüht werden kann.
Beispiel 12:
Prüfung der Kältestabilität:
[0072] Die entsprechend Beispiel 1 hergestellte Emulsion wurde auf -5 °C abgekühlt. Bis
zu dieser Temperatur blieb die Emulsion stabil.
Beispiel 13:
Applikationsversuch:
[0073] Die entsprechend Beispiel 1 hergestellte Emulsion wurde mit einem Sprühgerät auf
senkrechte Baustahloberflächen gesprüht. Man erhielt einen gleichmäßigen Ölfilm mit
guter Haftung.
Nach Abspritzen der Oberfläche mit Leitungswasser blieb der Ölfilm weitgehend erhalten.
Beispiel 14:
Prüfung auf Trennwirkung:
[0074] Eine Form aus Schalbrettern wurde mit der nach Beispiel 1 hergestellten Emulsion
eingesprüht und mit Beton ausgegossen. Nach Aushärtung konnte die Verschalung problemlos
abgenommen werden. Auf der Betonoberfläche war die Holzstruktur gut zu erkennen. Absanden
oder sonstige Oberflächenmängel konnten nicht festgestellt werden.
Der Versuch wurde mit denselben Schalungsbrettern bis zu 10 mal wiederholt, ohne daß
die Trennwirkung beeinträchtigt wurde.
Beispiel 15:
Rostschutzmittel enthaltende Betontrennmittel
Emulsion:
[0075] 300 g des Konzentrats gemäß Beispiel 1 wurden unter Rühren in eine Mischung aus 698
g vollentsalztem Wasser, dem 2 g Rostschutzmittel zugefügt worden waren, gegeben.
Man erhielt eine milchige Emulsion, die über 4 Wochen bei Raumtemperatur (ca. 23 °C)
stabil gegen Sedimentation oder Aufrahmen blieb.
Die Viskosität betrug 1700 cPs (centiPoise), bestimmmt mit dem Brookfield-Viskosimeter,
Spindel 4, bei 23 °C.
[0076] Beispiele für die Rostschutzmittel sind in der Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2
| Rostschutzmittel |
| Bsp |
Rostschutzmittel |
| a |
Tri-Natriumphosphat, Na3PO4 |
| b |
N-(2-Aminoethyl)-ethanolamin |
| c |
TexaminR KE 3160 |
| d |
TexaminR KE 3161 |
[0077] Texamin
R KE 3160 ist ein Rostschutzmittel der Firma Henkel, das eine Mischung aus Fettsäuremonopropanolamid,
Alkanolaminen und kurzkettigen Fettsäuren darstellt.
[0078] Texamin
R KE 3161 ist ein Rostschutzmittel der Firma Henkel, das eine Mischung aus Fettsäuremonoethanolamid,
Alkanolaminen und kurzkettigen Fettsäuren darstellt.
Prüfung auf Korrosionsschutzwirkung:
[0079] Ein Blech aus einem nicht legiertem Stahl, Werkstoffbezeichnung St 37-2, wurde mit
den erfindungsgemäßen Betontrennmitteln nach den Beispielen a bis d besprüht. Zum
Vergleich wurde ein mit einer Betontrennmittelemulsion ohne Rostschutzmittel (Vgl
1) und ein mit vollentsalztem Wasser (Vgl 2) besprühtes Blech geprüft.
[0080] Die befeuchteten Bleche wurden in bestimmten Zeitabständen visuell auf Rostbildung
geprüft.
Tabelle 3
| Ergebnisse der Korrosionsprüfung |
| Beispiel |
Rostbildung nach |
| |
1 h |
2 h |
8 h |
24 h |
48 h |
| a |
keine |
keine |
keine |
keine |
keine |
| b |
keine |
keine |
keine |
keine |
keine |
| c |
keine |
keine |
keine |
keine |
keine |
| d |
keine |
keine |
keine |
keine |
keine |
| Vgl 1 |
wenig |
wenig |
stark |
stark |
stark |
| Vgl 2 |
wenig |
wenig |
wenig |
stark |
stark |
Applikationsversuch:
[0081] Die entsprechend Beispiel 15a hergestellte Emulsion wurde mit einem Sprühgerät in
eine Baustahlform gesprüht.
Die Form wurde mit Beton ausgegossen. Nach Aushärtung konnte die Verschalung problemlos
und ohne Absandungserscheinungen am Beton abgenommen werden.
Beispiel 16:
Auswahl nichtionischer Emulgatoren
[0082] Zur Auswahl von geeigneten nichtionischen Emulgatoren wurden in einem Rührgefäß 970
g eines ungesättigten Fettalkohols (Ölkomponente A ) mit jeweils 30 g des nichtionischen
Emulgators gemischt und 10 Minuten lang gerührt.
[0083] 300 g dieses Konzentats wurden jeweils mit einem Ultraturrax 5 Minuten lang in 700
g Leitungswasser emulgiert.
Tabelle 4
| Nichtionische Emulgatoren |
| Emulgator |
Emulsion |
| C10-14-Fettalkohol x 1 PO, 6 EO |
stabil |
| ungesättigter C16-18-Fettalkohol x 6 EO |
" |
| Tallölfettsäure x 5 EO |
" |
| Kokosfettsäure x 9 EO |
" |
| Ricinusöl x 5 EO |
" |
| Ricinusöl x 11 EO |
" |
| Ricinusöl x 20 EO |
" |
| C12-14 α-Epoxid + Ethylenglykol x 10 EO |
" |
| Sorbitanmonooleat x 20 EO |
" |
| 1 T Ricinusöl x 11 EO |
" |
| 1 T C12-14 α-Epoxid + Ethylenglykol x 10 EO |
[0084] Bei der Verwendung der Emulgatormischung tritt - im Gegensatz zur Verwendung reiner
Emulgatoren - keine Gelphase bei der Emulgierung auf.
1. Formtrennmittel für hydraulische Bindemittel,
enthaltend,
a) eine mit Wasser nicht mischbare, bei Temperaturen von 5 bis 15 °C flüssige, monofunktionelle
Alkoholkomponente aus der Gruppe der ungesättigten Fettalkohole mit 12 bis 22 C-Atomen
sowie Jodzahlen im Bereich von 40 bis 170
und/oder Guerbetalkoholen mit 16 bis 28 C-Atomen
und/oder Oxo-Alkoholen mit 8 bis 15 C-Atomen
und/oder gesättigten Alkoholen mit 6 bis 10 C-Atomen,
b) gewünschtenfalls andere, nicht wassermischbare organische Verbindungen, wobei a)
und b) die Ölkomponente bilden,
c) gewünschtenfalls weitere, in Formtrennmitteln für hydraulische Bindemittel übliche
Hilfsstoffe,
d) Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß es
e) 0,5 bis 5 Gew.% eines Emulgiermittels - bezogen auf die Ölkomponente - enthält.
2. Konzentrat zur Herstellung eines Formtrennmittel nach Anspruch 1, bestehend aus
a) mindestens 68 Gew.% einer mit Wasser nicht mischbaren, bei Temperaturen von 5 bis
15 °C flüssigen, monofunktionellen Alkoholkomponente aus der Gruppe der ungesättigten
Fettalkohole mit 12 bis 22 C-Atomen sowie Jodzahlen im Bereich von 40 bis 170 und/oder
Guerbetalkoholen mit 16 bis 28 C-Atomen und/oder Oxo-Alkoholen mit 8 bis 15 C-Atomen
und/oder gesättigten Alkoholen mit 6 bis 10 C-Atomen,
b) bis zu 15 Gew.% anderer, nicht wassermischbarer organischer Verbindungen, wobei
a) und b) die Ölkomponente bilden,
c) 0,5 bis zu 5 Gew.% eines Emulgiermittels,
d) bis zu 15 Gew.% weiterer, in Formtrennmitteln für hydraulische Bindemittel üblicher
Hilfsstoffe,
wobei die Summe aus

gleich 100 Gew.% ist.
3. Formtrennmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Bindemittel
Beton darstellt.
4. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß es aus
15 - 55 Gew.% einer organischen Phase aus Ölkomponente, Hilfsstoffen und Emulgiermittel
und
85 - 45 Gew.% Wasser,
besteht.
5. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Wasser
nicht mischbare, bei Temperaturen von 5 bis 15 °C flüssige, monofunktionelle Alkoholkomponente
ungesättigte Fettalkohole mit überwiegend 16 bis 18 C-Atomen sowie Jodzahlen im Bereich
von 70 bis 100 darstellt.
6. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgiermittel
in Mengen von 0,5 bis 3 Gew.% - bezogen auf die Ölkomponente aus Alkoholkomponente
und anderen, nicht wassermischbaren organischen Verbindungen - enthalten sind.
7. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgiermittel
Seifen von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen darstellen.
8. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgiermittel
nichtionische Emulgatoren darstellen.
9. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgiermittel
Mischungen von Emulgatoren darstellen.
10. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstoffe
Rostschutzmittel, Antioxidantien, Antiporenmittel, Konservierungsmittel, Schutzkolloide,
Stabilisatoren, Netzmittel, Entschäumer und Haftmittel darstellen.
11. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rostschutzmittel
Verbindungen aus den Gruppen der Amine, Alkanolamine, Fettsäure-Salze, Salze von sauren
Phosphorsäureestern, Phosphorsäure-Salzen und Amiden von Fettskuren darstellen.
12. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rostsschutzmittel
in Mengen von 0,01 bis 2 Gew.%, bevorzugt von 0,1 bis 1 Gew.%, - bezogen auf das gesamte
Mittel ohne Wasser - vorhanden sind.
13. Formtrennmittel nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die anderen
nicht wassermischbaren organischen Verbindungen Fettshure-Ester, Fett-Ether, Triglyceride
und/oder Mineralöl darstellen.
14. Verwendung der Formtrennmittel gemäß Anspruch 1 bis 13 zur Behandlung von Schalungsmaterial
im Betonbau.
1. A release agent for hydraulic binders containing
a) a water-immiscible monohydric alcohol component liquid at temperatures of 5 to
15°C from the group of unsaturated fatty alcohols containing 12 to 22 carbon atoms
and having iodine values of 40 to 170 and/or Guerbet alcohols containing 16 to 28
carbon atoms and/or oxoalcohols containing 8 to 15 carbon atoms and/or saturated alcohols
containing 6 to 10 carbon atoms,
b) if desired, other water-immiscible organic compounds, a) and b) forming the oil
component,
c) if desired, other auxiliaries typically present in release agents for hydraulic
binders,
d) water,
characterized in that it contains
e) 0.5 to 5% by weight of an emulsifier, based on the oil component.
2. A concentrate for the preparation of the release agent claimed in claim 1 consisting
of
a) at least 68% by weight of a water-immiscible monohydric alcohol component liquid
at temperatures of 5 to 15°C from the group of unsaturated fatty alcohols containing
12 to 22 carbon atoms and having iodine values of 40 to 170 and/or Guerbet alcohols
containing 16 to 28 carbon atoms and/or oxoalcohols containing 8 to 15 carbon atoms
and/or saturated alcohols containing 6 to 10 carbon atoms,
b) up to 15% by weight of other water-immiscible organic compounds, a) and b) forming
the oil component,
c) 0.5 to 5% by weight of an emulsifier,
d) up to 15% by weight of other auxiliaries typically present in release agents for
hydraulic binders, the sum of

being 100% by weight.
3. A release agent as claimed in claim 1, characterized in that the hydraulic binder
is concrete.
4. A release agent as claimed in claims 1 to 3, characterized in that it consists of
15 to 55% by weight of an organic phase of oil component, auxiliaries and emulsifier
and
85 to 45% by weight of water.
5. A release agent as claimed in claims 1 to 4, characterized in that the water-immiscible
monohydric alcohol component liquid at temperatures of 5 to 15°C is an unsaturated
fatty alcohol predominantly containing 16 to 18 carbon atoms and having iodine values
of 70 to 100.
6. A release agent as claimed in claims 1 to 5, characterized in that the emulsifiers
are present in quantities of 0.5 to 3% by weight, based on the oil component of alcohol
component and other water-immiscible organic compounds.
7. A release agent as claimed in claims 1 to 6, characterized in that the emulsifiers
are soaps of saturated or unsaturated fatty acids containing 12 to 22 carbon atoms.
8. A release agent as claimed in claims 1 to 7, characterized in that the emulsifiers
are nonionic emulsifiers.
9. A release agent as claimed in claims 1 to 8, characterized in that the emulsifiers
are mixtures of emulsifiers.
10. A release agent as claimed in claims 1 to 9, characterized in that the auxiliaries
are rustproofing agents, antioxidants, antipore agents, preservatives, protective
colloids, stabilizers, wetting agents, foam inhibitors and adhesion promoters.
11. A release agent as claimed in claims 1 to 10, characterized in that the rustproofing
agents are compounds from the group of amines, alkanolamines, fatty acid salts, salts
of acidic phosphoric acid esters, phosphoric acid salts and amides of fatty acids.
12. A release agent as claimed in claims 1 to 11, characterized in that the rustproofing
agents are present in quantities of 0.01 to 2% by weight and preferably in quantities
of 0.1 to 1% by weight, based on the release agent as a whole without water.
13. A release agent as claimed in claims 1 to 12, characterized in that the other water-immiscible
organic compounds are fatty acid esters, fatty ethers, triglycerides and/or mineral
oils.
14. The use of the release agent claimed in claims 1 to 13 for the treatment of formwork
material in concrete construction.
1. Agent de démoulage pour liants hydrauliques,
contenant
a) un composant alcool monofonctionnel non miscible à l'eau, liquide à des températures
de 5 à 15°C, du groupe des alcools gras insaturés ayant de 12 à 22 atomes de carbone
ainsi que des indices d'iode compris entre 40 et 170
et/ou des alcools de Guerbet ayant de 16 à 28 atomes de carbone
et/ou des oxo-alcools ayant de 8 à 15 atomes de carbone
et/ou des alcools saturés ayant de 6 à 10 atomes de carbone,
b) si on le désire d'autres composés organiques non miscibles à l'eau, a) et b) formant
le composant huileux,
c) si on le désire, d'autres additifs habituels dans les agents de démoulage pour
liants hydrauliques,
d) de l'eau, caractérisée en ce qu'elle contient
e) de 0,5 à 5 % en poids d'un émulsifiant - par rapport au composant huileux.
2. Concentré pour la fabrication d'un agent de démoulage selon la revendication 1,
constitué de
a) au moins 68 % en poids d'un composant alcool monofonctionnel non miscible à l'eau,
liquide à des températures de 5 à 15°C, du groupe des alcools gras insaturés ayant
de 12 à 22 atomes de carbone, ainsi qu'ayant des indices d'iode compris entre 40 et
170 et/ou des alcools de Guerbet ayant de 16 à 28 atomes de carbone et/ou des oxo-alcools
ayant de 8 à 15 atomes de carbone et/ou des alcools saturés ayant de 6 à 10 atomes
de carbone,
b) jusqu'à 15 % en poids d'autres composés organiques non miscibles à l'eau, a) et
b) formant le composant huileux,
c) de 0,5 à 5 % en poids d'un émulsifiant,
d) jusqu'à 15 % en poids d'autres additifs habituels dans les agents de démoulage
hydrauliques, la somme de

étant égale à 100 % en poids.
3. Agent de démoulage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le liant hydraulique est du béton.
4. Agent de démoulage selon les revendications 1 et 3,
caractérisé en ce qu'
il se compose de
- 15-55 % en poids d'une phase organique faite d'un composant huileux, d'additifs
et d'émulsifiants, et
- 85-45 % en poids d'eau.
5. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le composant alcool monofonctionnel, non miscible à l'eau, liquide à des températures
de 5 à 15°C, est constitué d'alcools gras insaturés ayant principalement de 16 à 18
atomes de carbone ainsi que des indices d'iode compris entre 70 et 100.
6. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les émulsifiants sont contenus à des quantités de 0,5 à 3 % en poids - par rapport
au composant huileux constitué de composants alcools et d'autres composés organiques
non miscibles à l'eau.
7. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
les émulsifiants sont des savons d'acides gras saturés ou insaturés ayant de 12 à
22 atomes de carbone.
8. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les émulsifiants sont des émulsifiants non ioniques.
9. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
les mélanges d'émulsifiants sont des mélanges d'émulsifiants.
10. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
les additifs sont des agents antirouille, des antioxydants, des agents anti-porosité,
des agents de conservation, des colloïdes protecteurs, des stabilisateurs, des agents
mouillants, des anti-mousses et des colles.
11. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
les agents antirouille sont des composés du groupe des amines, alcanolamines, sels
d'acide gras, sels d'esters d'acide phosphorique acides, sels d'acide phosphorique
et amides d'acides gras.
12. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
les agents antirouille sont présents à des quantités allant de 0,01 à 2 % en poids,
de préférence de 0,1 à 1 % en poids - par rapport à l'ensemble de l'agent sans eau.
13. Agent de démoulage selon les revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
les autres composés organiques non miscibles à l'eau sont des esters d'acide gras,
des esters gras, des triglycérides et/ou une huile minérale.
14. Utilisation des agents de démoulage selon les revendications 1 à 13 pour le traitement
des matériaux de coffrage dans la construction en béton.