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(11) |
EP 0 738 227 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1998 Patentblatt 1998/36 |
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Anmeldetag: 20.10.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65D 77/22 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9501/461 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9614/255 (17.05.1996 Gazette 1996/22) |
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ÜBERDRUCKVENTIL FÜR VERPACKUNGSBEHÄLTER
EXCESS PRESSURE VALVE FOR PACKAGING CONTAINERS
SOUPAPE DE SURETE POUR RECIPIENT D'EMBALLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
05.11.1994 DE 4439591
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.10.1996 Patentblatt 1996/43 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- DOMKE, Klaus
D-71254 Ditzingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 499 783
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US-A- 4 967 185
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Überdruckventil für Verpackungsbehälter nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Um zu verhindern, daß sich in Kaffeepackungen einerseits
ein unzulässiger Druck aufgrund der Kohlendioxidentwicklung des verpackten Kaffees
aufbaut, und andererseits Luftsauerstoff ins Packungsinnere gelangen kann, ist an
der Wand des Verpackungsbehälters über einem Durchgangsloch ein beispielsweise aus
der EP-A-00 23 703 bekanntes Überdruckventil befestigt. Dieses Überdruckventil hat
eine flexible Ventilmembran, die mit zwei parallelen Randzonen direkt oder indirekt
mit der Packungswand, einen mittleren Kanal freilassend, verklebt ist. Außerdem hat
das Überdruckventil über den Haftzonen auf der Ventilmembran aufgeklebte Abstandhaltestreifen,
die verhindern, daß eine anliegende Packung die Funktion der freien, abhebbaren mittleren
Zone der Ventilmembran durch Druck beeinträchtigt. Bei teueren Produkten ist es bekannt,
daß diese in Selbstbedienungsläden gegen Diebstahl gesichert sind. Dazu haben die
Packungen bsw. aufklebbare Haftetiketten, in denen eine Alarmauslöseeinrichtung in
Form eines Signalstreifens angeordnet ist. Wird ein solches Etikett an der Kasse nicht
entschärft, steuert die Signaleinrichtung am Ausgang ein Alarmgerät an.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, mit einem Überdruckventil ausgerüstete Kaffeepackungen
mit einem Diebstahlschutz auszurüsten, der einfach anzubringen ist. Die Lösung dieser
Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angeführte Maßnahme erreicht.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Überdruckventil, das in großer Stückzahl gefertigt wird, kann
bei der Fertigung in einfacher Weise mit einer bekannten Alarmauslöseeinrichtung ausgerüstet
werden. Dadurch ist es möglich, die Alarmauslöseeinrichtung zusammen mit dem Überdruckventil
an der Packung zu befestigen, ohne daß dazu ein weiterer Arbeitsvorgang nötig ist.
Ferner ergibt sich der Vorteil, daß die Alarmeinrichtung unauffällig mit der Verpackung
verbunden ist.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Überdruckventils möglich. Besonders
vorteilhaft ist es, die streifenförmige Alarmauslöseeinrichtung bei einem Überdruckventil
mit Abstandhaltestreifen in Berührung mit einem Abstandhaltestreifen anzuordnen.
Zeichnung
[0005] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Beutelpackung mit einem Überdruckventil
vereinfacht in schaubildlicher Ansicht, Figur 2 ein erstes Ausführungsbeispiel eines
Überdruckventils im Querschnitt, Figur 3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Überdruckventils
mit Abstandshaltestreifen im Querschnitt und Figur 4 ein drittes Ausführungsbeispiel
mit Abstandshaltestreifen im Querschnitt, wobei in den Figuren 2 bis 4 die Höhen gegenüber
den Längen vergrößert dargestellt sind.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0006] An einer Seitenwand eines Verpackungsbehälters 1, in dem beispielsweise Kaffee dicht
verpackt ist, ist ein Überdruckventil 10 über einem Durchgangsloch 3 in der Wandung
2 des Verpackungsbehälters 1 befestigt. Beim Ausführungsbeispiel nach der Figur 1
hat das Überdruckventil 10 eine plättchenförmige flexible Ventilmembran 11, die mittels
zweier streifenförmiger Kleberschichten 14, 15, vorzugsweise aus einem Haftkleber,
an zwei parallelen Randzonen 12, 13 der Ventilmembran 11 das Durchgangsloch 3 mittig
abdeckend auf der Außenseite der Wandung 2 befestigt sind. Bei sich im Verpackungsbehälter
1 aufbauendem Überdruck wird die mittlere, freie Zone 16 von der Wandung 2 abgehoben,
so daß Gas aus dem Inneren des Verpackungsbehälters 1 durch den zwischen der mittleren
Zone 16 und dem von dieser abgedeckten Bereich der Wandung 2 gebildeten Kanal nach
außen abströmen kann.
[0007] Auf der Ventilmembran 11 ist auf einer ihrer Randzonen 12 oder 13, die mit der Wandung
2 verklebt sind, eine Alarmauslöseeinrichtung 5 fest verbunden. Die Alarmauslöseeinrichtung
5 hat die Form eines dünnen Plättchens oder eines Streifens, der mittels einer Kleberschicht
19 auf der Membran 11 haftet. In der Nähe einer Abfragevorrichtung löst die Alarmauslöseeinrichtung
5 einen Alarm aus, wenn sie zuvor nicht entschäft ist. Die mit dem Überdruckventil
10 verbundene Alarmeinrichtung 5 dient somit als Diebstahlschutz.
[0008] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 3 und 4 ist die Ventilmembran 31 des
Überdruckventils 10 nicht direkt an der Wandung 2 des Verpackungsbehälters 1 befestigt,
sondern mit ihren Randzonen 32, 33 mittels Kleberschichten 34, 35 auf einer ringförmigen,
steifen Basisplatte 37 befestigt, die ihrerseits mittels einer Klebstoffschicht 38
an der Packungswandung 2 befestigt ist. Die mittlere klebstoffreie Zone 36 der Ventilmembran
31 liegt frei auf der Basisplatte 27 dichtend auf. Bei Druckentwicklung im Inneren
des Verpackungsbehälters 1 wirkt der Druck durch das Durchgangsloch 39 und das Loch
in der Basisplatte 38 und hebt die mittlere Zone 36 der Ventilmembran 31 einen Kanal
bildend von der Basisplatte 37 ab. Um die Funktion der Ventilmembran 31 auch in dem
Fall zu gewährleisten, wenn Packungen aneinanderliegen, sind in Deckung mit den Befestigungs-Randzonen
32, 33 der Ventilmembran 31 zwei Abstandhaltestreifen 41, 42 angeordnet.
[0009] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 3 sind beide Abstandhaltestreifen 41, 42 mittels
Klebstoffschichten 43, 44 direkt auf der Ventilmembran 31 befestigt. Die Alarmauslöseeinrichtung
5 ist mittels einer Klebstoffschicht 45 auf einem der Abstandhaltestreifen 42 verklebt.
Dagegen ist beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 die Alarmauslöseeinrichtung 5 zwischen
einem Abstandhaltestreifen 41 oder 42 und der Ventilmembran 31 eingebettet.
[0010] Die Alarmauslöseeinrichtung 5 ist vom Aufbau her ein elektronischer Chip und hat
vorzugsweise die Form eines dünnen Streifens, so daß sie beim Herstellen der Ventile
10 durch Verkleben und Stanzen von Kunststoffstreifen im Durchlaufverfahren in die
Ventile 10 fortlaufend eingearbeitet werden kann.
[0011] Zusammenfassend wird bemerkt, daß die streifenförmige Alarmauslöseeinrichtung 5 auch
in andere Ventilformen integriert werden kann, die von den Ausführungsbeispielen abweichen,
die aber vom Aufbau her aus Folienstreifen aufgebaut sind.
[0012] Zusätzlich wird bemerkt, daß zum Abdichten der Ventile 10 in deren Ventilkanal, der
von der freien mitteren Zone 16, 36 der Ventilmembran 11, 31 und der gegenüberliegenden
Auflagefläche der Packungswandung 2 oder der Basisplatte 37 sowie den Rändern der
Befestigungs-Randzonen 12, 13; 32, 33 ein flüssiges Dichtmittel, beispielsweise Silikonöl,
angeordnet sein kann.
1. Überdruckventil (10) für Verpackungsbehälter (1) mit einer an der Wand (2) des Verpackungsbehälters
(1) befestigten, ein Loch (3) in der Wand (2) des Verpackungsbehälters (1) überdeckenden
Ventilmembran (11; 31), dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Überdruckventil (10) eine
dünne, plättchen- oder streifenförmige Alarmauslöseeinrichtung (5) verbunden ist.
2. Überdruckventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Alarmauslöseeinrichtung
(5) mit der Ventilmembran (11; 31) in Deckung mit deren Befestigungsbereich (12, 13;
32, 33) verbunden ist.
3. Überdruckventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslöseeinrichtung
(5) auf der Seite der Ventilmembran (11, 31) angeordnet ist, die der Wand (2) des
Verpackungsbehälters (1) gegenüberliegt.
4. Überdruckventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Alarmauslöseeinrichtung
(5) mit einem Abstandhaltestreifen (41, 42) überdeckt ist, der mit der Ventilmembran
(11) verklebt ist.
5. Überdruckventil (10) für Verpackungsbehälter (1), bei dem auf einer Ventilmembran
(31) in Deckung mit zwei parallelen Befestigungszonen (33, 32) Abstandhaltestreifen
(41, 42) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine dünne, plättchen- oder streifenförmige
Alarmauslöseeinrichtung (5) auf einem der Abstandhaltestreifen (41, 42) befestigt
ist.
1. Pressure relief valve (10) for packages (1), with a valve diaphragm (11; 31) fastened
to the wall (2) of the package (1) and covering a hole (3) in the wall (2) of the
package (1), characterized in that a thin wafer-like or strip-like alarm triggering
device (5) is connected to the pressure relief valve (10).
2. Pressure relief valve according to Claim 1, characterized in that the alarm triggering
device (5) is connected to the valve diaphragm (11; 31) so as to cover the fastening
region (12, 13; 32, 33) of the latter.
3. Pressure relief valve according to Claim 2, characterized in that the triggering device
(5) is arranged on that side of the valve diaphragm (11, 31) which is located opposite
the wall (2) of the package (1).
4. Pressure relief valve according to Claim 3, characterized in that the alarm triggering
device (5) is covered by a spacer strip (41, 42) which is adhesively bonded to the
valve diaphragm (11).
5. Pressure relief valve (10) for packages (1), in which spacer strips (41, 42) are fastened
to a valve diaphragm (31) so as to cover two parallel fastening zones (33, 32), characterized
in that a thin wafer-like or strip-like alarm triggering device (5) is fastened to
one of the spacer strips (41, 42).
1. Soupape de surpression (10) pour récipient d'emballage (1) comportant une membrane
de soupape (11) fixée sur la paroi (12) du récipient d'emballage (1) et recouvrant
un trou (3) percé dans cette paroi,
caractérisée en ce qu'
un dispositif de déclenchement d'alarme (5) ayant la forme d'une bande ou d'une plaquette
mince est relié à la soupape de surpression.
2. Soupape de surpression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le dispositif de déclenchement d'alarme (5) est relié à la membrane de soupape (11,
31) avec recouvrement de la zone (12, 13, 32, 33) de fixation de cette membrane.
3. Soupape de surpression selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
le dispositif de déclenchement d'alarme (5) est monté sur la face de la membrane (11,
31) située à l'opposé de la paroi (2) du récipient d'emballage.
4. Soupape de surpression selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le dispositif de déclenchement d'alarme (5) est recouvert par une bande de maintien
d'espacement (41, 42) collée sur la membrane de soupape (11).
5. Soupape de surpression pour récipient d'emballage (1) dans lequel sont fixées sur
une membrane de soupape (31) des bandes de maintien d'espacement (41, 42) en couverture
de deux zones parallèles de fixation (33, 32),
caractérisée en ce qu'
un dispositif de déclenchement d'alarme (5), en forme de plaquette ou de bande mince,
est fixé sur une des bandes de maintien d'espacement (41, 42).

