[0001] Betonstähle (Spannstähle) zur Bewehrung von Stahl (Spann-)beton weisen zur Erzielung
eines ausreichenden Verbundes zwischen dem Stahl und dem Beton Rippen auf. Damit ist
die Kraftübertragung zwischen dem Stahl und dem Beton und umgekehrt so sichergestellt,
daß im Gebrauchszustand kurze Verankerungs- bzw. Übertragungslängen erreicht werden.
[0002] Im Laufe der Entwicklungen haben sich eine Reihe von Bedingungen für die Herstellung
von Betonstählen, insbesondere von kaltverformten Betonstählen, wie sie z.B. für Betonstahlmatten
oder Betonstahl im Ring benutzt werden, geändert. Dazu gehören z.B. neue Erkenntnisse
zu nichtlinearen Bemessungsverfahren im Stahlbetonbau. Der Verbund von Betonstählen
wurde bislang nur im elastischen Bereich der Spannungs-Dehnungslinie des Stahls in
Betracht gezogen. Die Anwendung der nichtlinearen Bemessung zieht auch die Verbundwirkung
im plastischen Bereich des Stahls mit ein (DE-A1-4011486). Hier hat sich gezeigt,
daß ein zu "harter" über Rippen erzeugter Verbund am Betonriß zu wenig Stahldehnung
freigibt. Es ist ein Verbund anzustreben, der im Gebrauchszustand die bisherigen bautechnischen
Regelungen zuläßt, aber im plastischen Bereich der Spannungs-Dehnungslinie des Betonstahls
weicher ist.
[0003] Ein großer Teil der Betonstähle wird durch Warm- oder Kaltverformung als Betonstahl
im Ring produziert und zu Stabstahl oder zu Betonstahlmatten verarbeitet. Um den Stahl
in die Form zu bringen, wie er als Bewehrung dienen kann, muß er mit geeigneten Maschinen
gerichtet werden. Gerippte Stähle weisen stets eine Unrundheit auf. Ferner werden
die Rippen beim Richtvorgang in der Regel stark abgetragen. Die am Stabumfang vorhandenen
Rippen entfachen beim Richtvorgang ferner einen erheblichen Lärm. Bei Betonstählen,
die im Ring hergestellt werden, ist deshalb eine Verbesserung der Richteigenschaft
und eine Reduzierung des Lärms beim Richten anzustreben.
[0004] In den Rippen der Betonstähle befindet sich ein beträchtlicher Teil der Masse. Zur
Erzeugung der Rippen sind bis zu 25 % Verformung nötig, die alleine einen großen Energieaufwand
bedeuten und dementsprechend viel Energie verbrauchen. Im Hinblick auf eine Energieeinsparung
besteht deshalb der Zwang zur Reduzierung der zur Erzeugung der Rippen aufzubringenden
Energie.
[0005] Die eben angesprochenen hohen Verformungsgrade reduzieren beim Kaltverformen die
Ausgangswerte der Duktilitätsparameter Agt (Dehnung bei Höchstlast) und Rm/Re (Zugfestigkeit/Streckgrenze)
beträchtlich. Die wünschenswerten Nennwerte (siehe ENV 10080) sind daher schwer erreichbar.
[0006] Das Schweißen von Betonstahlmatten erfolgt in Anlagen, die bis zu 120 Takte/min ausführen.
Die Erzielung von konstant guten Schweißverbindungen ist nur möglich, wenn Unrundheiten,
wie sie durch Rippen bedingt sind, möglichst klein gehalten werden. Dies gilt besonders
für das Schweißen von Doppelstäben. Im Hinblick hierauf sind Stäbe mit einer Oberfläche
anzustreben, die einem glatten Rundstahl möglichst nahe kommen.
[0007] Daraus ergeben sich folgende Zielsetzungen für die Oberflächengestaltung von Betonstählen.
[0008] Bei der Herstellung:
Geringer Verformungsaufwand, werkstofftechnisch günstigere Aufbringung der Kaltverformung
und damit geringer Energieverbrauch und Walzenverschleiß bei der Erzeugung der Oberflächengestalt.
[0009] Bei der Weiterverarbeitung:
Gute Richtfähigkeit bei geringer Lärmemission, verbesserte Schweißeignung. Vermeidung
von Oberflächenverletzungen am Betonstahl und Reduzierung des Verschleißes am Richtwerkzeug.
[0010] Für den Gebrauch als Bewehrung:
Ausreichender Verbund im Gebrauchszustand und Ermöglichung von aktivierbarer Stahldehnung
am Betonriß (plastisches Gelenk), hohe Werte von Agt und Rm/Re. Geringe Kerbwirkung
und dadurch hohe Dauerschwingfestigkeit.
[0011] Untersuchungen haben gezeigt, daß sich im Hinblick auf diese Zielsetzungen am besten
ein Betonstahl gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 eignet.
[0012] Ein Betonstahl dieser Art ist durch die DE-AS 10 84 464 bekannt geworden.
[0013] Diese Druckschrift beschreibt einen Bewehrungsdraht oder -stab, insbesondere für
Spannbeton, dessen Oberfläche sich regelmäßig wiederholende beidseitige Vertiefungen
aufweist, wobei die Vertiefungen elliptisch ausgebildet sind und nahezu den halben
Stabumfang einnehmen. Die Vertiefungen sind im Bereich ihrer kurzen Achse durch schmale
Wülste getrennt, die schräg zur Stabachse liegen. Diese Wülste werden, ähnlich wie
Schrägrippen, durch Einfräsungen in der Prägewalze gebildet, in die das Material beim
Walzen verdrängt wird.
[0014] Die GB-A-1 334 757 (=FR-A-2 127 426) beschreibt einen Betonstahl, der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Art, bei dem die Vertiefungen elliptisch ausgebildet sind,
wobei die Längsachsen der Ellipsen unter einem Neigungswinkel von 30 bis 70° gegenüber
der Stabachse angeordnet sein können. Um die Biegeeigenschaften der Stäbe zu verbessern,
werden die Flanken der Vertiefungen symmetrisch ausgebildet und es wird der Flankenwinkel
auf 50° begrenzt.
[0015] Durch die FR-A-1 207 928 ist ein Betonstahl bekannt geworden, bei dem zur Verbesserung
der Schweißeignung beim Herstellen von Betonstahlmatten eine Oberflächengestalt mit
glatter Oberfläche angestrebt wird In einen Betonstahl von rundem Querschnitt sind
drei oder mehr Reihen flacher Vertiefungen geringer konstanter Tiefe in rechteckiger
oder parallelogrammartiger Form eingewalzt.
[0016] Durch die FR-A-1 202 576 ist ein Verfahren zum Herstellen eines gerippten Betonstahles
bekannt geworden, bei dem ein runder Walzdraht in einem Kaltziehvorgang mit einer
Querschnittsreduzierung von etwa 20% in einen Rundstahl verringerten Druchmessers
übergeführt wird. Danach wird der Rundstahl zu einem Querschnitt in Form eines Dreieckes
mit abgerundeten Ecken gewalzt und es werden zur Ausbildung der Rippen in die abgerundeten
Ecken Eindrückungen eingewalzt. Die Kaltverformung zum Herstellen der Rippen liegt
in der Größenordnung von 20% Aus der DIN 488 ist ein profilierter Bewehsungschracht
bekannt.
[0017] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Oberflächengestalt eines Betonstahls
so auszubilden, daß trotz eines geringeren Verformungsaufwandes, der bessere Duktilitätsparameter
Agt und Rm/Re ermöglicht, ein ausreichender Verbund gewährleistet wird. Ferner soll
ein Verfahren zur Herstellung eines Betonstahls mit den genannten Eigenschaften angegeben
werden.
[0018] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Betonstahl nach Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
dieses Betonstahls sind den Ansprüchen 2 bis 8 zu entnehmen. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist durch die Merkmale des Anspruches 9 gekennzeichnet. Vorteilhafte Ausgestaltungen
des Verfahrens sind den restlichen Ansprüchen zu entnehmen.
[0019] Es wird bei einer Einbeziehung plastischer Verformungen des Betonstahls (nichtlineare
Bemessung) ein weicher Verbund, der möglichst große Relativverschiebungen zwischen
Stahl und Beton zuläßt, ermöglicht. Gleichzeitig wird im Hinblick auf eine gute Richtfähigkeit
und eine verbesserte Schweißeignung die Oberflächengestalt des Betonstahts möglichst
der eines runden Stabes mit glatter Oberfläche angeglichen. Im Hinblick auf eine hohe
Dauerschwingfestigkeit werden Kerbspannungen möglichst gering gehalten.
[0020] Während beim bekannten Betonstahl nach der DE-AS 10 84 464, der insbesondere für
Spannbeton vorgesehen ist, eine gleichmäßig hohe Zugfestigkeit und eine hohe haft
festigkeit angestrebt werden - dies wird durch eine starke Kaltverformung eines kaltgezogenen
glatten Runddrahtes und die Ausbildung von Wülsten durch nach außen verdrängtes Material
erreicht - wird beim erfindungsgemäßen Betonstahl durch Einwalzen von nur flachen
Vertiefungen die Verformung klein und damit die Duktilität groß gehalten. Mit Ausnahme
der eingewalzten Vertiefungen bleibt die glatte Fläche des runden Stabes erhalten,
d.h. eine Wulstbildung wird vermieden im Hinblick auf die Verbesserung der Richtfähigkeit
und zur Ermöglichung eines "weichen" Verbundes bei Einsatz des Betonstahls.
[0021] Durch die Ausbildung der Vertiefungen mit unterschiedlicher Tiefe der Vertiefungen
wird ein abgestufter "Versagensmodus" erreicht. Bevor die Betonkonsole an einer großen
Vertiefung abschert, schert sie an einer kleinen Vertiefung ab und gibt dadurch einen
Dehnungsweg frei. Ähnlich geschieht dies, wenn in der Bodenfläche einer Vertiefung
ein Vorsprung oder eine Mulde ausgebildet ist. Dieser Mechanismus ermöglicht größere
Relativverschiebungen zwischen Stahl und Beton. Der Betonstahl nach der Erfindung
eignet sich damit in besonderer Weise als Bewehrungselement für Stahlbetonbauteile,
die unter Ausnutzung örtlicher plastischer Verformungen der Bewehrung bemessen werden.
[0022] Da die Begrenzungslinie der Vertiefungen aus Kreisbögen gebildet ist und gerade Abschnitte,
in denen sich Kerbspannungen konzentrieren können, vermieden sind, ferner die Flanken
der Vertiefungen abgerundet in die Bodenflächen übergehen, werden bei einer Beanspruchung
des Betonstahls Kerbspannungen, die die Dauerschwingfestigkeit beeinträchtigen, weitgehend
vermieden.
[0023] Durch die an eine Ellipse angenäherte Form einer Vertiefung wird im Vergleich beispielsweise
zu einer runden Form der Vertiefung bei vorgegebener Verbundwirkung der Flächenanteil
der glatten Oberfläche im Vergleich zu dem der Vertiefungen vergrößert, wodurch Richtfähigkeit
und Schweißeignung verbessert werden. Außerdem sollen im Hinblick auf eine gute Richtfähigkeit
die Vertiefungen benachbarter Längsreihen in Längsrichtung des Stabes gegeneinander
versetzt sein.
[0024] Im Hinblick auf die angestrebten Duktilitätsparameter Agt und Rm/Re wird nicht nur
insgesamt die Querschnittsreduktion beim Einwalzen der Vertiefungen niedrig gehalten,
sondern es wird zur Herstellung des gewalzten Betonstahls ein mehrstufiges Verfahren
angewandt. Bei diesem wird ein Walzdraht in einem ersten Kaltverformungsvorgang mit
einer Querschnittsreduzierung von 2 bis 15 % zu einem Rundstahl gewalzt und es werden
in einem weiteren Kaltverformungsvorgang mit einer Querschnittsreduzierung von 2 bis
7 % die Vertiefungen eingewalzt. Statt des ersten Verformungsvorganges können zwei
oder auch drei Kaltverformungsvorgänge mit jeweils entsprechend geringerer Querschnittsreduzierung
vorgesehen werden, in denen der Stab auf einen runden Querschnitt gebracht wird, bevor
die Vertiefungen eingewalzt werden.
[0025] Die Erfindung wird durch Ausführungsbeispiele anhand von sieben Figuren näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- die Abwicklung eines erfindungsgemäßen Betonstahls mit drei Längsreihen von ellipsenförmigen
Vertiefungen,
- Fig. 2
- den Schnitt II-II von Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- eine Längsreihe von zur Stabachse schräg angeordneten ellipsenförmigen Vertiefungen
in einer Darstellung entsprechend Fig. 1,
- Fig. 4
- ein Diagramm das die Verbundeigenschaften eines erfindungsgemäßen Betonstahls im Vergleich
zu denen eines bekannten kaltgerippten Betonstahls darstellt,
- Fig. 5
- einen der Fig. 2 entsprechenden Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels, und
- Fig. 6 und 7
- den Fig. 2 und 3 entsprechende Ansichten eines weiteren Betonstahls.
[0026] Der in Fig. 1 in der Abwicklung dargestellte Abschnitt eines Betonstahls weist drei
Längsreihen 1, 2, 3 von Vertiefungen 4 auf. Die Längsreihen sind gleichmäßig über
den Stabumfang verteilt. Die Vertiefungen benachbarter Längsreihen sind in Längsrichtung
des Stabes gegeneinander versetzt. Das Maß der Versetzung entspricht bei drei längsreihen
etwa einem Drittel des Abstandes zweier benachbarter Vertiefungen einer Längsreihe.
Mit Ausnahme der Vertiefungen 4 ist die Staboberfläche 5 glatt ausgebildet, d.h. sie
entspricht der eines glatten Rundstabes.
[0027] Die Begrenzungslinie einer Vertiefung ist in der in Fig. 1 dargestellten Abwicklung
des Betonstahls durch Kreisbögen 6 und 7 gebildet, die verschiedene Radien aufweisen
und bezüglich der Vertiefung 4 jeweils axial-symmetrisch angeordnet sind. Die Kreisbögen
6 mit kleinerem Radius sind symmetrisch zur Symmetrieachse 8 und die Kreisbögen mit
größerem Radius sind symmetrisch zur Symmetrieachse 9 angeordnet. Die Symmetrieachse
9 der Kreisbögen 7 mit größerem Radius verläuft bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 unter 90° zur Stabachse, d.h. quer zur Stabachse, die Symmetrieachse 8 verläuft
parallel zur Stabachse.
[0028] Größe und Abstand der Vertiefungen 4 sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1,
wie folgt, festgelegt:
| D ≈ |
0,75.ds |
| B ≈ |
0,72.ds |
| s ≈ |
0,25.ds |
| b ≈ |
0,80 ds |
| t ≈ |
0,06·ds |
wobei
ds den Nenndurchmesser des Stabes,
D die Erstreckung der Vertiefung in Umfangsrichtung des Stabes,
B die Erstreckung der Vertiefung in Längsrichtung des Stabes, gemessen in der Mitte
der Quererstreckung D,
s den Abstand zwischen den Begrenzungslinien benachbarter Vertiefungen in Längsrichtung
des Stabes, gemessen in der Mitte der Quererstreckung D,
b den Abstand zwischen den Begrenzungslinien benachbarter Längsreihen von Vertiefungen
in Querrichtung des Stabes, und
t die Tiefe der Vertiefung
bedeuten.
[0029] Bei den angegebenen Abmessungen liegt der Anteil der Gesamtfläche der Vertiefungen
an der Gesamtfläche des Stabes bei etwa 40 %.
[0030] In Fig. 2 ist der Querschnitt einer Vertiefung in Längsrichtung des Stabes dargestellt.
Hieraus ist ersichtlich, daß die Vertiefung flach ausgebildet, mit konstanter Tiefe
t in die Staboberfläche 5 eingewalzt und durch steile Flanken 10 begrenzt ist. Die
Flanken 10 gehen über Abrundungen 11 mit kleinem Radius in die Bodenfläche 12 über.
[0031] Durch die zur Stabachse querliegende ovale Form der Vertiefungen läßt sich trotz
flacher Ausbildung der Vertiefungen eine ausreichende Verbundwirkung erzielen. Die
erfindungsgemäße Oberflächengestaltung des Betonstahls ist für Bemessungsverfahren,
bei denen örtlich plastische Verformungen der Bewehrung, d.h. eine Gelenkrotation
ausgenutzt wird, besser als Stäbe mit auf die Oberfläche aufgebrachten Rippen oder
Wülsten geeignet, da durch die erfindungsgemäße Oberflächengestaltung ein "weicher"
Verbund ermöglicht wird.
[0032] Fig. 3 stellt einen Ausschnitt aus einer Rippenreihe einer weiteren Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Betonstahls dar. Hier sind ovale Vertiefungen schräg zur Stabachse
angeordnet. Der Winkel gegenüber der Stabachse ist mit α bezeichnet und sollte im
Bereich zwischen 60° und 90° liegen. Ein Winkel α= 90° entspricht der Ausführungsform
nach Fig. 1.
[0033] Im Hinblick auf die obige Bemessungsregel der Größe und des Abstandes der Vertiefungen
ist zu beachten, daß B die Erstreckung der Vertiefung in Längsrichtung des Stabes,
gemessen in der Mitte der Quererstreckung D, bedeutet, d.h. gemessen längs der Mittellinie
der betreffenden Längsreihe von Vertiefungen. Das gleiche gilt für den Parameter s,
d.h. den Abstand zwischen den Begrenzungslinien benachbarter Vertiefungen in Längsrichtung
des Stabes.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des beschriebenen Betonstahls unterscheidet
sich von den bekannten Verfahren dadurch, daß zunächst in einem ersten Kaltverformungsvorgang
ein runder Walzdraht zu einem Rundstahl kaltgewalzt wird und in einem weiteren Kaltverformungsvorgang
die flachen Vertiefungen eingewalzt werden. Der erste Kaltverformungsvorgang, der
auch in zwei oder drei Kaltverformungsvorgänge aufgeteilt werden kann, dient in erster
Linie der Festigkeitserhöhung des Betonstahls. Je nach Ausgangsmaterial - dies können
Walzdrähte 380 bis 420 der BSTM-Qualität sein - wird hier eine Querschnittsverformung
von 10 bis 20 % erforderlich sein, die beim Aufteilen in 2 oder 3 Kaltverformungsvorgänge
entsprechend verringert werden kann. Falls 3 Kaltverformungsvorgänge vorgesehen sind,
ermöglichen diese die Herstellung eines exakt runden Querschnitts der gewünschten
Abmessung. Bei mehreren Kaltverformungsvorgängen zur Herstellung des Rundstahls sollte
die Querschnittsreduzierung im ersten Verformungsschritt größer als in den darauffolgenden
Schritten zur Herstellung des Rundstahls sein.
[0035] Da zunächst der Querschnitt des runden Walzdrahtes auf kaltem Wege gleichmäßig reduziert
wird, können bei diesem Verformungsvorgang Spannungsspitzen vermieden werden. Im abschließenden
Kaltverformungsvorgang beim Einwalzen der flachen Vertiefungen wird die Querschnittsreduzierung
auf 7 % vorzugsweise 5 % begrenzt, wobei durch das Einprägen von nur flachen Vertiefungen
auch in diesem Kaltverformungsvorgang der Stahl relativ gleichmäßig beansprucht wird.
Die Gesamtverformung einschließlich des Einwalzens der Vertiefungen erfolgt somit
gleichmäßig und sanft in zwei oder mehr Schritten, wodurch in Verbindung mit der Oberflächengeometrie
des Betonstahls hervorragende Duktilitätsparameter Agt und Rm/Re erzielt werden können.
Dies führt in Verbindung mit dem durch die Oberflächengeometrie des Betonstahls erzielbaren
weicheren Verbund zu einer besonderen Eignung bei einem Einsatz des Betonstahls unter
Ausnutzung örtlicher plastischer Verformungen (Gelenkrotation) der Bewehrung.
[0036] Der erfindungsgemäße Betonstahl bzw. Betondraht ist in erster Linie zur Herstellung
von Betonstahlmatten gedacht. Hierfür ist eine Mindeststreckgrenze von 500 N/mm
2 vorgeschrieben. Als Ausgangsmaterial zur Herstellung des Betonstahls eignen sich
insbesondere Walzdrähte einer Streckgrenze von 380 bis 420 N/mm
2 mit Analysenwerten von
| Kohlenstoff |
0,04 bis 0,14 Gew% |
| Mangan |
0,35 bis 0,70 Gew% |
| Silicium |
0,20 bis 0,30 Gew %. |
[0037] Im folgenden wird ein konkretes Ausführungsbeispiel beschrieben.
[0038] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wurde in einem ersten Verformungsvorgang aus
einem glatten runden Walzdraht vom Durchmesser 8,0 mm ein runder Draht eines Durchmessers
von 7,5 mm gewalzt. Die Querschnittsreduktion betrug 11 %.
[0039] Angaben zu dem als Ausgangsmaterial verwendeten Walzdraht:
| Nenndurchmesser |
8,0 mm |
| Ovalität |
7,85 bis 8,17 |
| Zugfestigkeit |
421 N/mm2 |
| Bruchdehnung (A10) |
34 % |
| Chem. Zusammensetzung |
C: 0,07; Mn: 0,61; Si: 0,20; P: 0,016; Si: 0,037; Cu: 0,26; Cr: 0,11; Ni: 0,14; Mo:
0,02; N: 0,009; |
[0040] In den rundgewalzten Draht wurden in einem zweiten Verformungsvorgang drei zur Längsachse
des Drahts parallele Reihen von Vertiefungen entsprechend Fig. 3 eingewalzt, deren
Tiefe 0,6 mm betrug. Der Winkel α zur Längsachse betrug 60 %. Der Draht wurde nicht
mechanisch entspannt. Es ergaben sich die folgenden Festigkeitswerte:
Streckgrenze: 508 - 536 N/mm2

: 1,07 - 1,10
Dehnung bei Höchstlast (Agt): 4,7 - 7,1 %
[0041] Die oben angegebenen Werte geben die Bereichsgrenzen mehrerer Versuche wieder.
[0042] Um die Verbundeigenschaften des so hergestellten erfindungsgemäßen Betonstahls zu
untersuchen, wurden Ausziehversuche aus Betonkörpern mit unten- und obenliegenden
Versuchsstäben entsprechend den festgelegten Verbundbereichen durchgeführt. Außerdem
wurden Vergleichsversuche mit einem herkömmlichen kaltgerippten Draht durchgeführt,
der drei Längsreihen von Schrägrippen aufwies.
Versuchsparameter:
[0043]
| Lage der Stähle |
untenliegend und obenliegend Betonierrichtung quer zur Stabachse |
| Betondeckung |
1,75 Stabdurchmesser |
| Botopaute |
B25 |
[0044] In dem Diagramm nach Fig. 4 ist das Ergebnis des erfindungsgemäßen Drahts mit I
u bzw. I
o bezeichnet, wobei die Indizes u und o untenliegend bzw. obenliegend bedeuten. Der
Vergleichsdraht ist mit II
u bzw. II
o bezeichnet. Auf der Abszisse ist der Ausziehweg s, gemessen am spannungslosen Stabende,
auf der Ordinate die bezogene Verbundspannung aufgetragen.
[0045] Ein Vergleich der Kurven zeigt, daß im Bereich geringer Relativverschiebungen (e
< 0,1 mm) d.h. im Gebrauchszustand die bezogenen Verbundspannungen im üblichen Streubereich
liegen. Die maximalen Verschiebungen bei Höchstlast betragen jedoch beim
| gerippten Draht |
0,2 bzw. 0,35 mm, und beim |
| erfindungsgemäßen Draht |
0,33 bzw. 0,9 mm. |
[0046] Der erfindungsgemäße Betonstahl zeichnet sich somit durch einen im Gebrauchszustand
etwa gleichgroßen Verbund aus, der aber wesentlich größere Verschiebungen zuläßt.
[0047] Eine weitere Verbesserung im Hinblick auf einen "weichen" Verbund kann erreicht werden,
wenn zusätzlich Maßnahmen vorgesehen werden, die einen abgestuften "Versagensmodus"
realisieren. Solche Maßnahmen sind in Fig. 5 bzw. in den Fig. 6 und 7 dargestellt.
[0048] Bei dem Betonstahl nach Fig. 5 - die Darstellung entspricht der von Fig. 2, d.h.
es handelt sich um einen Längsschnitt des Stabes durch die Mitte der Vertiefungen
- sind die Vertiefungen in unterschiedlichen Tiefen t1 bzw. t2 ausgebildet. Bei einer
Beanspruchung wird zunächst die Betonkonsole im Bereich der kleinen Vertiefung t2
abgeschert bevor sie im Bereich der großen Vertiefungen t1 abgeschert wird. Hierdurch
wird ein größerer Dehnungswert freigegeben und damit ein weicherer Verbund erzielt.
[0049] Ein abgestufter "Versagensmodus" wird auch erreicht, wenn die Vertiefungen 4 verschieden
große Quererstrekkungen D (vgl. Fig. 3), gemessen senkrecht zur Längsachse des Stabes
zwischen den zur Längsachse parallelen Tangenten an der Begrenzungslinie der betreffenden
Vertiefung, aufweisen.
[0050] Ferner wird der gleiche Effekt erreicht, wenn, wie in den Fig. 6 und 7 dargestellt,
die den Fig. 2 und 3 entsprechen, wenigstens ein Teil der Vertiefungen Vorsprünge
13 aufweist. Anstelle der Vorsprünge könnten auch Mulden innerhalb der Bodenfläche
der Vertiefungen vorgesehen werden.
1. Kaltgewalzter Betonstahl, der in einen Stahlstab von etwa kreisförmigem Querschnitt
eingewalzte Vertiefungen (4) enthält, die in Form von 2 bis 6, vorzugsweise 3 Längsreihen
gleichmäßig über den Stabumfang verteilt sind, und wobei die Begrenzungslinie jeder
Vertiefung in der Abwicklung des Betonstahls durch Kreisbögen (6, 7) mit verschiedenen
Radien gebildet ist, die bezüglich der Vertiefung axial-symmetrisch angeordnet sind,
wobei flache Vertiefungen (4) in die Staboberfläche (5) eingewalzt sind, die jeweils
eine konstante Tiefe (t) aufweisen und durch eine steile Flanke (10) begrenzt sind,
die an ihrer Begrenzungslinie (6, 7) mit der Tangente der Staboberfläche einen Winkel
(β) von 60° bis 80° einschließt, die Tiefe (t) der Vertiefungen bestimmt ist durch
eine Querschnittsreduktion von 2 bis maximal 7% beim Einwalzen der Vertiefungen in
einen Stahl runden Querschnitts, in der Abwicklung des Betonstahls der Anteil der
Gesamtfläche der Vertiefungen (4) an der Gesamtfläche des Stabes zwischen 20 % und
50 % liegt, und Größe und Abstand der Vertiefungen so gewählt sind, daß die bezogene
Rippenfläche fR des Betonstahls zwischen 0,02 und 0,07 liegt.
2. Betonstahl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungslinie einer Vertiefung (4) durch zwei einander gegenüberliegende Kreisbögen
(7) mit größerem Radius und zwei diese miteinander verbindende, einander gegenüberliegende Kreisbögen (6) mit kleinerem Radius gebildet ist.
3. Betonstahl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Symmetrieachse (9) der Kreisbögen (7) mit größerem Radius unter einem Winkel
von 60° bis 90° gegenüber der Stabachse verläuft.
4. Betonstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß drei Längsreihen (1, 2, 3) von Vertiefungen (4) vorgesehen sind.
5. Betonstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (4) benachbarter Längsreihen (1/2, 2/3, 3/1) in Längsrichtung des
Stabes gegeneinander versetzt sind.
6. Betonstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (4) verschiedene Tiefen (t1, t2) und/oder verschieden große Quererstreckungen
(D) gemessen normal zur Längsachse zwischen den zur Längsachse parallelen Tangenten
an der Begrenzungslinie, aufweisen.
7. Betonstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Stab mit zwei bis sechs Längsreihen von Vertiefungen Größe und Abstand
der Vertiefungen, wie folgt, festgelegt sind:
| b = |
(0,15 bis 0,45)·d5, |
| D = |
(1,12 bis 1,42)·d5, für n=2, |
| |
(0,6 bis 0,90)·d5, für n=3, |
| |
(0,3 bis 0,65)·d5, für n=4, |
| |
(0,1 bis 0,35)·d5, für n=6, |
| B = |
(0,30 bis 0,85)·d5, |
| s = |
(0,1 bis 1,5)·d5, |
| t = |
(0,025 bis 0,08)·d5, |
wobei
ds den Nenndurchmesser des Stabes,
D die Erstreckung der Vertiefung in Umfangsrichtung des Stabes, gemessen normal zur
Längsachse zwischen den zur Längsachse parallelen Tangenten der Begrenzungslinie,
B die Erstreckung der Vertiefung in Längsrichtung des Stabes, gemessen in der Mitte
der Quererstreckung D,
s den Abstand zwischen den Begrenzungslinien benachbarter Vertiefungen in Längserstreckung
des Stabes, gemessen in der Mitte der Quererstreckung D,
b den Abstand zwischen den Begrenzungslinien benachbarter Längsreihen von Vertiefungen
in Querrichtung des Stabes,
t die Tiefe der Vertiefung, und
n die Anzahl der Längsreihen von Vertiefungen,
bedeuten.
8. Betonstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die bezogene Rippenfläche fR zwischen 0,02 und 0,045 liegt.
9. Verfahren zur Herstellung eines kaltgewalzten Betonstahls nach einem der Ansprüche
1 bis 8, bei dem ein Walzdraht in wenigstens einem ersten Kaltverformungsvorgang mit
einer Querschnittsreduzierung von 8 bis 20 % zu einem Rundstahl gewalzt wird und in
einem letzten Kaltverformungsvorgang flache Vertiefungen (4) eingewalzt werden, die
jeweils eine konstante Tiefe aufweisen und durch eine steile Flanke (10) begrenzt
sind, die an ihrer Begrenzungslinie mit der Tangente der Staboberfläche einen Winkel
(β) von 60° bis 80° einschließt und in Form von 2 bis 6, vorzugsweise 3 Längsreihen
gleichmäßig über den Stabumfang verteilt sind, wobei das Einwalzen der Vertiefungen
(4) mit einer Querschnittsreduzierung von 2 bis 7 % derart erfolgt, daß die Begrenzungslinie
jeder Vertiefung in der Abwicklung des Betonstahls durch Kreisbögen mit verschiedenen
Radien gebildet ist, die bezüglich der Vertiefung axial-symmetrisch angeordnet sind,
daß in der Abwicklung des Betonstahls der Anteil der Gesamtfläche der Vertiefungen
(4) an der Gesamtfläche des Stabes zwischen 20 % und 50 % liegt, und Größe und Abstand
der Vertiefungen so gewählt sind, daß die bezogene Rippenfläche fR des Betonstahls zwischen 0,02 und 0,07 liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle des ersten Kaltverformungsvorgangs zwei oder drei Kaltverformungsvorgänge
vorgesehen sind, in denen der Walzdraht mit einer Gesamtquerschnittsreduzierung von
maximal 20 % zu einem Rundstahl gewalzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzanalyse des Walzdrahtes
0,04 bis 0,14 C
0,35 bis 0,70 Mn
0,20 bis 0,30 Si
sowie übliche Legierungselemente und Verunreinigungen, Rest Eisen enthält.
1. Cold-rolled reinforcing steel which comprises a steel rod of approximately circular
cross-section into which recesses (4) are rolled, which are uniformly distributed
over the rod circumference in the form of 2 to 6, preferably 3 longitudinal rows,
and whereby the peripheral contour of each recess is in the shape of arcs (6,7) having
various radii in the developed view of the reinforcing steel rod, the arcs being arranged
axial symmetrically relative to the recess, wherein shallow recesses (4) are rolled
into the surface (5), these having a constant depth (t), respectively, and being bordered
by steep flanks (10), which form an angle (β) with the tangent of the rod surface
at the peripheral contour (6,7) of 60° to 80°, the depth (4) of the recesses is defined
by a cross-section reduction of from 2 to at the most 7% when the recesses are rolled
in to a round cross-section steel rod, the proportion of the total surface area of
the rod occupied by the total surface area of the recesses, in the developed view
of the rod surface, lies between 20% and 50%, and the size and spacing of the recesses
are selected, so the degree of ribbed surface fs of the reinforcing steel rod lies
between 0.02 and 0.07.
2. Reinforcing steel as claimed in claim 1, characterised in that the peripheral contour of a recess (4) is formed from two opposing arcs (7) of larger
radius and two opposing arcs (6) of smaller radius which connect them together.
3. Reinforcing steel as claimed in claim 2, characterised in that the axis of symmetry (9) of the arcs (7) having the greater radius, extends at an
angle of 60° to 90° with respect to the rod axis.
4. Reinforcing steel as claimed in any one of claims 1 to 3, characterised in that three longitudinal rows (1,2,3) of recesses (4) are provided.
5. Reinforcing steel as claimed in any one of the claims 1 to 4, characterised in that the recesses (4) of adjacent longitudinal rows (1/2, 2/3, 3/1) are offset from each
other in the longitudinal direction of the rod.
6. Reinforcing steel as claimed in any one of the claims 1 to 5, characterised in that the recesses (4) exhibit various depths (t1, t2) and/or varying sizes of transverse
spans (D), measured normal to the longitudinal axis between the tangent parallel to
the longitudinal axis at the peripheral contour.
7. Reinforcing steel as claimed in any one of the claims 1 to 6,
characterised in that the size and spacing of the recesses in the case of a rod having two to six longitudinal
rows of recesses, are specified as follows:
| b = |
(0.15 to 0.45)·ds |
| D = |
(0.12 to 1.42)·ds for n = 2 |
| |
(0.60 to 0.90)·ds for n = 3 |
| |
(0.30 to 0.65)·ds for n = 4 |
| |
(0.10 to 0.35)·ds for n = 6 |
| B = |
(0.3 to 0.85)·ds |
| s = |
(0.1 to 0.5)·ds |
| t = |
(0.025 to 0.08)·ds |
where:
ds = nominal diameter of the rod
D = span of the recess in the circumference direction of the rod, measured normal
to the longitudinal axis between the tangents parallel to the longitudinal axis to
the peripheral contour.
B = the span of the recess in the longitudinal direction of the rod, measured in the
centre of the transverse span D.
s = the spacing between the peripheral contours of adjacent recesses in the longitudinal
direction of the rod, measured in the centre of the transverse span D.
b = the spacing between the peripheral contours of adjacent longitudinal rows of recesses
in the transverse direction of the rod.
t = the depth of the recess, and
n = the number of longitudinal rows of recesses.
8. Reinforcing steel as claimed in any one of claims 1 to 7, characterised in that the degree of ribbed surface fs lies between 0.02 to 0.045.
9. Method of manufacturing cold-rolled reinforcing steel, as claimed in claims 1 to 8,
in which a wire rod is rolled to a round rod in at least one initial cold-rolling
operation with a cross-section reduction from 8 to 20% while in a final cold-rolling
shallow recesses (4) are rolled in, each having a constant depth, respectively, and
being bordered by a steep flank (10), which forms an angle (β) of from 60° to 80°
at its peripheral contour with the tangent to the rod surface, the recesses being
distributed uniformly over the rod circumference in the form of 2 to 6, preferably
3 longitudinal rows, whereby the rolling in of the recesses (4) is effected with a
cross-section reduction of from 2 to 7%, so that the peripheral contour of each recess
is formed by arcs having various radii in the developed view of the reinforcing steel
rod, which are arranged axial symmetrically with respect to the recess, that the proportion
of the total surface area of the rod occupied by the total surface area of the recesses,
in the developed view of the rod surface, lies between 20% to 50%, and that the size
an spacing of the recesses are selected, so that the degree of ribbed surface fs of
the reinforcing steel rod lies between 0.02 and 0.07.
10. Method as claimed in claim 9, characterised in that two or three cold-rolling operations are provided in place of the initial cold-rolling
operation, in which the wire rod is rolled to a round rod with a total cross-section
reduction of 20% maximum.
11. Method as claimed in claim 9 to 10,
characterised in that the melt analysis of the wire rod includes:
0.04 to 0.14 C
0.35 to 0.70 Mn
0.20 to 0.30 Si
in addition to the usual alloying elements and impurities, the remainder iron.
1. Acier d'armature laminé à froid qui comporte des renfoncements (4) laminés dans une
barre en acier d'une section transversale approximativement circulaire, lesquels sont
répartis de façon régulière sous forme de 2 à 6, de préférence 3 rangées longitudinales
sur la périphérie de la barre, et dans lequel la ligne de délimitation de chaque renfoncement
dans le développé de l'acier d'armature est formée par des arcs de cercle (6,7) de
différents rayons qui sont agencés à symétrie axiale par rapport au renfoncement,
dans lequel des renfoncements peu profonds (4) sont laminés dans la surface de barre
(5), lesquels présentent une constante profondeur (t) respectivement et sont délimités
respectivement par un flanc raide (10) qui enferme, au niveau de sa ligne de délimitation
(6,7) conjointement avec la tangente de la surface de barre, un angle (β) de 60° à
80°, la profondeur (4) des renfoncements est déterminée par une réduction de section
transversale de 2 à 7% au maximum lors du laminage des renfoncements dans un acier
de section transversale ronde, dans le développé de l'acier d'armature, la proportion
de la surface totale des renfoncements (4) par rapport à la surface totale de la barre
est de 20% à 50%, et la taille et la distance des renfoncements sont choisies de telle
sorte que la surface nervurée respective fr de l'acier d'armature est comprise entre
0,02 et 0,07.
2. Acier d'armature selon la revendication 1, caractérisé en ce que la ligne de délimitation d'un renfoncement (4) est formée par deux arcs de cercle
(7) en vis-à-vis l'un de l'autre présentant un rayon plus grand, et par deux arcs
de cercle (6) en vis-à-vis l'un de l'autre reliant ceux-ci et présentant un rayon
plus petit.
3. Acier d'armature selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'axe de symétrie (9) des arcs de cercle (7) présentant le rayon plus grand s'étend
sous un angle de 60° à 90° par rapport à l'axe de barre.
4. Acier d'armature selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu trois rangées longitudinales (1,2,3) de renfoncements ( 4).
5. Acier d'armature selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les renfoncements (4) de rangées longitudinales voisines (1/2, 2/3, 3/1) sont décalés
les uns par rapport aux autres en direction longitudinale de la barre.
6. Acier d'armature selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les renfoncements (4) présentent différentes profondeurs (t1, t2) et /ou différentes
extensions transversales (D), mesurées normalement par rapport à l'axe longitudinal
sur la ligne de délimitation.
7. Acier d'armature selon l'une quelconque des revendications là 6,
caractérisé en ce que dans une barre présentant deux à six rangées longitudinales de renfoncements, la
taille et la distance des renfoncements sont déterminées comme suit:
| b = |
(0.15 à 0.45 )·ds |
| D = |
(1.12 à 1.42)·ds, pour n = 2 |
| |
(0.6 à 0.90)·ds, pour n = 3 |
| |
(0.3 à 0.65)·ds, pour n = 4 |
| |
(0.1 à 0.35)·ds, pour n = 6 |
| B = |
(0.30 à 0.85)·ds |
| s = |
(0.1 à 0.5)·ds |
| t = |
(0.025 à 0.08)·ds |
dans laquelle
ds représente le diamètre nominal de la barre,
D l'extension du renfoncement en direction périphérique de la barre, mesurée perpendiculairement
par rapport à l'axe longitudinal entre les tangentes parallèles à l'axe longitudinal
sur.la ligne de délimitation,
B l'extension du renfoncement en direction longitudinale de la barre, mesurée au milieu
de l'extension transversale D,
s la distance entre les lignes de délimitation des renfoncements voisins en direction
longitudinale de la barre, mesurée au milieu de l'extension transversale D,
b la distance entre les lignes de délimitation de rangées longitudinales voisines
de renfoncements en direction transversale de la barre,
t la profondeur du renfoncement, et
n le nombre des rangées longitudinales de renfoncements.
8. Acier d'armature selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la surface nervurée respective fr est comprise entre 0,02 et 0,045.
9. Procédé pour réaliser un acier d'armature laminé à froid selon l'une quelconque des
revendications 1 à 8, dans lequel un fil de laminage est laminé en un acier rond dans
au moins une première opération de déformation à froid avec une réduction de section
transversale de 8 à 20%, et dans lequel des renfoncements peu profonds (4) sont laminés
dans une opération de déformation à froid finale, lesquels présentent une constante
profondeur, respectivement, et sont délimités par un flanc raide (10) qui enferme
au niveau de sa ligne de délimitation un angle (β) de 60° à 80° conjointement avec
la tangente de la surface de la barre, et qui sont répartis sous forme de 2 à 6, de
préférence 3 rangées longitudinales de façon régulière sur la périphérie de la barre,
et dans lequel le laminage des renfoncements (4) s'effectue avec une réduction de
section transversale de 2 à 7%, de telle sorte que la ligne de délimitation de chaque
renfoncement dans le développé de l'acier d'armature est formée par des arcs de cercle
présentant différents rayons, qui sont agencés à symétrie axiale par rapport au renfoncement,
que dans le développé de l'acier d'armature, la proportion de la surface totale des
renfoncements (4) par rapport à la surface totale de la barre est de 20% à 50%, et
la taille et la distance des renfoncements sont choisies de telle sorte que la surface
nervurée respective fr de l'acier d'armature est comprise entre 0,02 et 0,07.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'on prévoit, à la place de la première opération de déformation à froid, deux ou
trois opérations de déformation à froid, dans lesquelles le fil de laminage est laminé
en un acier rond, avec une réduction de section transversale totale de 20% au maximum.
11. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 9 à 10,
caractérisé en ce que l'analyse de la fonte du fil de laminage contient:
0,04 à 0,14 de C
0,35 à 0,70 de Mn
0,20 à 0,30 de Si,
ainsi que des éléments d'alliage et d'impuretés habituelles, le reste étant du fer.