| (19) |
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(11) |
EP 0 739 450 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.06.1998 Patentblatt 1998/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.11.1995 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9500/259 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9615/368 (23.05.1996 Gazette 1996/23) |
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| (54) |
DICHTUNGSANORDNUNG AN EINER KOLBEN-ZYLINDER-EINHEIT
SEAL FOR A PISTON-CYLINDER UNIT
DISPOSITIF D'ETANCHEITE POUR UNITE PISTON-CYLINDRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
14.11.1994 CH 3392/94
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1996 Patentblatt 1996/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Steiger, Anton |
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8308 Illnau (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Steiger, Anton
8308 Illnau (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bruderer, Werner |
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Patentanwaltskanzlei
Oberhittnauerstrasse 12 8330 Pfäffikon 8330 Pfäffikon (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 028 144 DE-B- 1 133 856 GB-A- 2 265 674
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DE-A- 2 644 533 FR-A- 2 367 959
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung an einer Kolben-Zylinder-Einheit,
mit einem in einem Zylinder mit einer Zylinderbüchse in Richtung einer Zentralachse
längsbeweglichen Kolben, mit einem Kolbenmantel und einer berührungsfreien Spaltdichtung
zwischen Zylinderbüchse und Kolbenmantel zur Abdichtung eines unter Ueberdruck stehenden
flüssigen oder gasförmigen Mediums, wobei die Kolben-Zylinder-Einheit in einem Gehäuse
eingebaut ist.
[0002] Dichtungsanordnungen dieser Art finden in bekannter Weise Verwendung bei Kompressoren,
Servomotoren, Messkolben oder Stirling-Freikolbenmotoren, welche mit einem gasförmigen,
oder im Falle von Servomotoren oder Messkolben unter Umständen auch flüssigen Medium,
zusammenwirken. Besondere Probleme treten nun überall dort auf, wo die Kolben-Zylinder-Einheit
sowohl gleitreibungsfrei als auch schmiermittelfrei betrieben werden soll. Dies ist
beispielsweise bei Sauerstoff-Kompressoren, oder Kompressoren für die Nahrungsmittel-Industrie
der Fall. Bekannte Kompressoren dieser Art weisen eine Kolben-Zylinder-Einheit auf,
bei welcher die Dichtung zwischen Kolben und Zylinder durch eine Labyrinth-Dichtung
gebildet wird. Dabei muss der Kolben im Zylinder möglichst zentrisch geführt werden,
um ein Berühren des Kolbenmantels an der Zylinderwand zu vermeiden und entsprechende
Beschädigung, bzw. ein Anfressen zu verhindern. Um diesen Führungsbedingungen zu genügen,
ist der Kolben mit einer Kolbenstange versehen, welche in einem Kreuzkopf gelagert
und geführt ist. Dieser Kreuzkopf wird wiederum in bekannter Weise über eine Kurbelstange
von einer rotierenden Kurbelwelle angetrieben. Auf diese Weise werden die notwendigen
oszillierenden Bewegungen des Kolbens erzeugt, wobei die gewünschte Führung des Kolbens
im Zylinder durch den Kreuzkopf gewährleistet wird. Entsprechende Kompressoren sind
im Fachbuch "Kolbenverdichter" von K.H. Küttner, Springer Verlag 1991, Seiten 236
und folgende beschrieben. Ein Nachteil dieser Ausführung besteht nun darin, dass zwischen
Kolbenmantel und Zylinderwand keine sehr engen Spalte vorgesehen werden können, sondern
ein relativ grosses Spiel notwendig ist. Dies ist einerseits durch das Laufspiel der
Kreuzkopfführung bedingt, und andererseits durch den Umstand, dass ölfreie Kompressoren
eine wesentlich längere Bauart benötigen als ölgeschmierte Kolbenkompressoren. Durch
die lange Bauart werden die Auslenkungen, bzw. die Abweichungen des Kolbens von der
Zentralachse immer grösser, und das freie Spiel, bzw. der Spalt zwischen Kolben und
Zylinder muss deshalb entsprechend gross gehalten werden. Dies bedingt dann auch die
Anordnung von Labyrinth-Dichtungen, um die gewünschte Abdichtung zwischen der Druckseite
des Kolbens und der drucklosen Seite zu erreichen. Da der Kolben bei den translatorischen
Bewegungen in Richtung der Zentralachse nicht genau auf dieser Achse gehalten werden
kann, weist der Dichtspalt zwischen Kolbenmantel und Zylinderwand keinen kreisringförmigen
Querschnitt auf, sondern der Querschnitt ist zumeist sichelförmig. Dies hat zur Folge,
dass sich die Dicke des Spaltes an einer Seite nahezu verdoppeln kann, und dementsprechend
auch die Dichtigkeit in diesem Bereich erheblich abnimmt. Diese Asymmetrie des Dichtspaltes
führt zu erheblichen Problemen und ist unerwünscht, kann jedoch bei derartigen Kompressoren
nicht vermieden werden. Entsprechend gross sind auch die Leckverluste im Bereich der
Dichtung.
[0003] Aus DE-B 19 33 159 ist eine Kolben-Zylinder-Einheit für eine Stirling-Kolbenmaschine
bekannt, bei welcher die Zentrierung des Kolbens und die Abdichtung zwischen Kolben
und Zylinder über O-Ringe erfolgt. Diese Anordnung weist jedoch in der Praxis nur
eine sehr kurze Lebensdauer auf, da die Dichtringe bei schmiermittelfreiem Betrieb
sehr rasch abgenutzt werden, und damit die Zentrierung und Dichtung nicht mehr gewährleistet
ist. Zudem gelangt der Abrieb der Dichtungen in den Kreislauf des Druckmediums, was
normalerweise nicht zulässig ist und auch zu erheblichen Störungen führen kann. Auch
mit dieser Lösung kann deshalb bei schmiermittelfreiem Betrieb eine genaue Führung
des Kolbens auf der Zentralachse und bei langdauerndem Betrieb nicht erreicht werden.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dichtungsanordnung an einer Kolben-Zylinder-Einheit
zu schaffen, bei welcher der Kolben translatorische Bewegungen ausführt, welche genau
zentrisch zum Zylinder sind, und bei welcher der Kolben keine Auswanderbewegungen
gegenüber der Zentralachse des Zylinders aufweist, der Dichtspalt seinen kreisringförmigen
Querschnitt beibehält und keine Sichelform annimmt, und dabei minimal klein gestaltet
werden kann, bei der Montage der Kolben-Zylinder-Einheit keine radialen Achsverschiebungen
zwischen Kolben und Zylinder entstehen, d.h. eine genau zentrische Montage aller Bauteile
möglich ist, und im weiteren Massnahmen vorgesehen sind, um Wandberührungen zwischen
Kolbenmantel und Zylinderbüchse infolge thermischer Dehnungen zu verhindern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 definierten
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich nach den
Merkmalen der abhängigen Patentansprüche.
[0006] Die erfindungsgemässe Führung des Kolbens gewährleistet eine genaue Führung der translatorischen
Bewegungen des Kolbens entlang der Zentralachse des Zylinders und verhindert abweichende
Bewegungen rechtwinklig zu dieser Zentralachse. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass
zwischen dem Kolbenmantel und der Zylinderwand ein minimaler Dichtungsspalt eingestellt
werden kann, und damit die Notwendigkeit für die Anordnung von Labyrinth-Dichtungen
entfällt. Es besteht auch keine Gefahr, dass der Querschnitt des Dichtspaltes eine
sichelförmige Form annimmt, und dadurch die Dichtfähigkeit der Dichtungsanordnung
reduziert würde. Bei lagegerechtem Zusammenbau von Kolben und Zylinder wird die Dichtigkeit
gegenüber der druckbeaufschlagten Seite des Kolbens durch den bei dieser Anordnung
erreichbaren, sehr dünnen Dichtungsspalt gewährleistet. Durch konische Zentrierungen
an den Bauteilen des Kolbens und des Zylinders ergibt sich der Vorteil, dass diese
Teile genau auf die gleiche Achse ausgerichtet und in dieser Position gehalten werden.
Es wird damit sichergestellt, dass sich der Kolben und der Zylinder während des Bewegungsablaufes
an keiner Stelle berühren, und der Ringspalt während der gesamten Betriebsdauer konstant
bleibt. Die Verbindung des Zylinders mit dem Maschinengehäuse erfolgt ebenfalls über
eine konische Zentrierung, oder über mehrere elastische Halterungen. Mindestens drei
Halterungen sind am Gehäuse befestigt, wobei elastische Zungen, über eine Mantelfläche
eines Gehäuseteiles des Zylinders, die radiale Positionierung und damit Zentrierung
des Zylinders bestimmen. Bei nicht zusammengebautem Zustande von Zylinder und Gehäuse
definieren Halteflächen an den elastischen Zungen einen Innendurchmesser, welcher
kleiner ist als der Aussendurchmesser der Mantelfläche am Gehäuseteil des Zylinders.
Dadurch ergibt sich der Vorteil einer radial/ spielfreien Aufnahme und Halterung des
Zylinders gegenüber dem Gehäuse. Die Mantelfläche, an welcher die elastischen Halterungen
anliegen, kann als Aussenfläche oder als Innenfläche ausgebildet sein, und die Halteflächen
an den Halterungen sind entsprechend nach innen oder nach aussen gerichtet. Ein weiterer
Vorteil der Anordnung besteht darin, dass die Bauteile des Kolbens und des Zylinders,
nämlich der Kolbenmantel und die Zylinderbüchse, welche die Begrenzungsflächen des
Spaltes der Spaltdichtung bilden, aus einem Material bestehen, welches einen sehr
kleinen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist. Derartige Materialien sind an sich
bekannt, und es werden im vorliegenden Fall hochnickelhaltiger Stahl oder gesinterter
Graphit, bzw. Kohle gewählt. Die verschiedenen Bauteile weisen dabei möglichst gleiche
thermische Dehnungen bei gleichen Temperaturen auf, wobei der lineare Wärmeausdehnungskoeffizient
mindestens um den Faktor 4 kleiner sein soll, als derjenige von unlegiertem Stahl,
bzw. Eisen. Dies stellt sicher, dass bei Temperaturdifferenzen zwischen Kolben und
Zylinder praktisch keine zusätzlichen Veränderungen des Dichtspaltes auftreten.
[0007] Durch den Einsatz von Graphit an mindestens einem der Bauteile des Kolbens oder des
Zylinders, welche die Begrenzungsflächen des Spaltes der Spaltdichtung bilden, wird
eine zusätzliche Sicherheit gegen Beschädigungen der Dichtungsflächen bei einem Störfalle
erreicht. Ein solcher könnte auftreten, wenn durch äussere Einflüsse, wie seitliche
Schläge oder ein Erdbeben, irgendwelche Abweichungen der Achsen auftreten. In diesem
Falle würde nicht ein Anfressen der sich berührenden Teile stattfinden, sondern dasjenige
Teil, welches aus gesintertem Graphit besteht, oder mit einer Nickelgraphitschicht
beschichtet ist, würde abgeschliffen. Damit ergibt sich der Vorteil, dass nach einer
Einlaufzeit der Dichtspalt selbständig eingestellt würde, und die Kolben-Zylinder-Einrichtung
normal betrieben werden könnte. Diese Ausführungsart hat aber auch noch den weiteren
Vorteil, dass Kolben und Zylinder am Anfang praktisch mit einem Passitz zusammengebaut
werden und durch entsprechendes Einlaufen das Bauteil aus gesintertem Graphit, oder
mit der Nickelgraphitschicht, d.h. der Kolbenmantel oder die Zylinderbüchse, eingeschliffen,
und der Dichtspalt durch das Einlaufen ausgebildet wird. Diese Möglichkeit kann eingesetzt
werden, wenn möglichst minimale Dichtspalte gewünscht werden, und die entsprechend
hohen Kosten für das Einlaufen und anschliessende Entfernen des Abriebes akzeptiert
werden können. Anstelle von gesintertem Graphit oder Beschichtungen von Nickelgraphit,
können auch andere Materialien eingesetzt werden, welche die gleichen thermischen
Eigenschaften und die gleichen Notlaufeigenschaften aufweisen. Die erwähnten Materialien
erweisen sich jedoch als besonders geeignet.
[0008] Damit auch bei thermischen Belastungen der Bauteile des Kolbens und des Zylinders
während des Betriebes und allfälligen daraus resultierenden Längenänderungen keine
Abweichungen des Kolbens und des Zylinders von der Zentralachse möglich sind, sind
die einzelnen Bauteile unter Verwendung von elastischen Spannelementen zusammengefügt,
welche in Richtung der Achse der konischen Zentrierungen, bzw. der Zentralachse wirken.
Durch das Zusammenwirken der konischen Zentrierungen und der Spannkräfte ergibt sich
der Vorteil, dass auch bei Temperaturdifferenzen zwischen den Bauteilen in radialer
Richtung kein zusätzliches Spiel entsteht, da die Bauteile in den konischen Führungen
in axialer Richtung immer aneinander gepresst bleiben. Dies gewährleistet die Einhaltung
der Konzentrizität zwischen Kolben und Zylinder.
[0009] Bei der erfindungsgemässen Dichtungsanordnung besteht jede der beiden mit Abstand
zueinander angeordneten Führungen aus mehreren plattenförmigen Federelementen. Die
vorgeschlagene Anordnung der Führungen mit den Federelementen erbringt den Vorteil,
dass der Kolben, welcher oszillierende Linearbewegungen ausführt, genau auf seiner
Zentralachse zentriert und geführt wird. Die Führungen weisen keine Teile auf, welche
sich gegeneinander bewegen und Gleitverschleiss unterworfen sind. Der Kolben wird
durch die beiden Führungen so geführt und zentriert, dass er gegenüber dem Zylinder
berührungslos eine rein axiale Relativbewegung ausführen kann. Dies z.B. in einem
schmiermittelfreien Sauerstoffkompessor, oder an einem schmiermittelfreien Kolben
eines Stirling-Freikolbenmotors. Die Federelemente der einzelnen Führungen sind in
einer Ebene angeordnet, welche etwa rechtwinklig zur Zentralachse des oszillierend
bewegten Maschinenelementes steht. In dieser Ebene befinden sich die Hauptfederteile,
welche plattenförmig ausgebildet sind. Diese Anordnung der Hauptfederteile lässt eine
Berechnung der Bewegungs- und Federdaten in bekannter Weise zu, sodass sich auch die
Bewegungen des Maschinenelementes genau bestimmen lassen. Im Aussenbereich der langen
Hauptfederteile sind kürzere Hilfsfederteile angeordnet, und zwar rechtwinklig zu
den Hauptfederteilen, sodass diese Hilfsfederteile etwa parallel zur Zentralachse
verlaufen. Die Verbindung der Hilfsfederteile mit den Hauptfederteilen erfolgt über
ein zusätzliches Verbindungselement, welches mit entsprechenden Befestigungsmittel
zur festen Verbindung der Enden der Haupt- und Hilfsfederteile ausgestattet ist. Durch
die Anordnung dieses zusätzlichen Verbindungselementes zwischen jedem Hilfsfederteil
und dem zugehörigen Hauptfederteil ergibt sich der Vorteil, dass das Federelement
im abgewinkelten Bereich starr ist, und die Deformationen der Federelemente nur in
den plattenförmigen Bereichen stattfinden. Die einzelnen Hilfsfederteile und Hauptfederteile,
sowie die Verbindungselemente, lassen sich entsprechend den technischen Vorgaben sehr
genau herstellen, sodass sie beim Einbau sowohl betreffend Masshaltigkeit wie auch
Festigkeitswerten die gewünschten Werte aufweisen. Diese genaue Uebereinstimmung mit
vorgegebenen Massen und Festigkeitswerten lässt sich mit herkömmlichen Herstellungsmethoden
erreichen, da die Federteile und die Verbindungselemente einfache Formen aufweisen.
Die einzelnen Bauteile können zudem einfach geprüft und Teile, welche von den Normdaten
abweichen, leicht ausgeschieden werden. Das Zusammensetzen jedes Federelementes aus
mehreren einzelnen Federteilen ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungen
und bringt den erheblichen Vorteil mit sich, dass keine Teile der Federelemente bei
der Herstellung deformiert, beispielsweise abgebogen werden müssen. Die plattenförmige
Gestaltung der einzelnen Federelementteile lässt jederzeit eine genaue Bearbeitung
auf die gewünschten Abmessungen, z.B. durch Schleifen zu. Die Haupt- und die Hilfsfederteile
sind im Normalfalle ebene Platten.
[0010] Die plattenförmigen Federelemente jeder Führung werden zweckmässigerweise zentralsymmetrisch
angeordnet, sodass sich von der Zentralachse aus in der Ebene der Führung vier, sechs
oder mehr Federelementteile radial nach aussen erstrecken. Ungerade Zahlen von Federelementteilen
in der Ebene der Führung sind möglich, zweckmässigerweise umfasst jedes Federelement
jedoch ein Hauptfederteil, welches sich symmetrisch beidseits der Zentralachse erstreckt.
Dadurch, dass zwischen den Federelementen, welche in einer Ebene liegen, je gleich
grosse Winkel eingeschlossen werden, ergibt sich der Vorteil, dass das Maschinenelement
auf der Zentralachse genau symmetrisch zentriert wird.
[0011] Die Abmessungen der langen Hauptfederteile und der kurzen Hilfsfederteile werden
in bekannter Weise so gewählt, dass die Steifigkeit der beiden Führungen, welche den
Kolben führen, quer zur Zentralachse mindestens um den Faktor 100 grösser ist als
in Richtung der Zentralachse. Abhängig von der gewünschten Führungspräzision im Bereiche
des Dichtspaltes und den auftretenden Querkräften werden Führungen mit einem Steifigkeitsverhältnis
von 500 und mehr eingesetzt. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung ergeben sich nun
weitere Vorteile, indem die Kraftaufnahme, die Steifigkeit oder die Bewegungswege
durch Anpassen der einzelnen Federelementteile verändert werden können. Das Steifigkeitsverhältnis
lässt sich beispielsweise nicht nur durch Verändern der Abmessungen der plattenförmigen
Federteile verändern, sondern auch dadurch, dass mindestens zwei Hilfsfederteile oder
Hauptfederteile mit Abstand parallel zueinander angeordnet werden, oder das Hilfs-
sowie auch Hauptfederteil so ausgebildet sind. Wird keine Veränderung der Federkonstanten
gewünscht, so können in einer Führung in zwei mit Abstand zueinander angeordneten
Ebenen zwei Gruppen von plattenförmigen Federelementen angeordnet sein. Dies führt
zu einer Erhöhung der Tragfähigkeit der entsprechenden Führung bei etwa gleichbleibendem
Steifigkeitsverhältnis. Bei all diesen unterschiedlichen Anordnungen und Ausführungsformen
können immer die gleichen Grundelemente von Hauptfederteilen, Hilfsfederteilen und
Verbindungselementen verwendet werden, sodass die Berechnungsgrundlagen vereinfacht
werden, und auch die Fertigung der Einzelteile erheblich erleichtert wird. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass das Hauptfederteil der einzelnen Federelemente ein- oder
zweiteilig ausgebildet sein kann. Ist die Führung am Ende einer Achse angeordnet,
so kann es vorteilhaft sein, die Hauptfederteile einteilig auszubilden, da sie dann
mit Hilfe eines zentralen Verbindungselementes mit der Achse verbunden werden können.
Wird die Führung jedoch irgendwo im Achsbereich des Maschinenelementes angeordnet,
so ist es oft zweckmässig, die Hauptfederteile zweiteilig auszuführen, und dann die
gegen die Zentralachse gerichteten inneren Enden der Hauptfederteile durch entsprechende
Befestigungseinrichtungen mit der Achse zu verbinden.
[0012] Mit der beanspruchten Kombination von Elementen, welche die erfindungsgemässe Dichtungsanordnung
bilden, lassen sich Kolben in einem Zylinder so genau führen, dass ein schmiermittelfreier
Betrieb ermöglicht wird, und trotzdem Dichtspalte zwischen Kolben und Zylinder von
minimalen Abmessungen möglich werden. Durch den Einsatz von zwei identischen Führungen,
welche mit Abstand zueinander angeordnet sind, wird der Kolben genau entlang der Zentralachse
geführt, und störende Bewegungsabweichungen werden vermieden. Damit wird es beispielsweise
möglich, den Kolben oder die Kolbenstange eines Freikolbenmotores, z.B. eines Stirlingmotores,
ohne Einsatz von Schmiermittel im Zylinder zu führen, und zwar den Arbeits- wie auch
Verdrängerkolben. Eine Verschmutzung des Druckmediums durch Abrieb oder Schmiermittelreste
wird vollständig vermieden. Das gleiche trifft auch auf Ausführungen von Sauerstoff-Kompressoren
zu, oder auf Kompressoren mit anderen Druckmedien, welche nicht durch Schmiermittel
oder Abrieb verschmutzt werden dürfen. Die erfindungsgemässe Dichtungsanordnung benötigt
kein Schmiermittel und stellt auch sicher, dass während des Betriebes kein Abrieb
im Bereiche des Dichtspaltes entsteht.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung mit Hilfe von Zeichnungen, welche Ausführungsbeispiele
darstellen, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen schematisch dargestellten Kompressor, mit elektromagnetischem
Antrieb,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den Kolben-Zylinder-Bereich des Kompressors gemäss Fig. 1,
mit einem beschichteten Kolben,
- Fig. 3
- eine frontale Teilansicht einer der in Fig. 1 und 2 dargestellten Führungen für den
Kolben,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus einer Führung mit doppelten Federelementen und zweiteiligen Hauptfederteilen,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt aus einer Führung mit zweiteiligen Hauptfederteilen und paarweise
angeordneten Haupt- und Hilfsfederteilen,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt aus Fig. 1, mit elastischer Halterung für den Zylinder am Gehäuse,
und
- Fig. 7
- eine Ansicht der Anordnung gemäss Fig. 6 in Richtung der Zentralachse, mit einem Teilschnitt
durch Zylinder und Kolben.
[0014] Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Kompressor 1, wobei nur der obere Teil
dargestellt, der untere jedoch zentralsymmetrisch gleich ausgebildet ist. Der Kompressor
1 weist in einem Gehäuse 5 einen elektrischen Antrieb auf, welcher aus einer festen
Magnetspule 10 und einem längsbeweglichen Anker 11 besteht. Der Anker 11 ist mit einer
Kolbenstange 6 verbunden, wobei Kolbenstange 6 und Anker 11 die gemeinsame Zentralachse
2 aufweisen und in Richtung dieser Zentralachse 2 translatorisch bewegbar sind. Die
Kolbenstange 6 ist an zwei Führungen 8 und 9 abgestützt und genau zentrisch geführt,
wobei diese beiden Führungen 8 und 9 mit Abstand zueinander angeordnet sind. Am vorderen
Ende 16 der Kolbenstange 6 ist ein Kolben 7 mit einem Kolbenmantel 13 befestigt. Dieser
Kolben 7 ist von einer Zylinderbüchse 4 umgeben, welche Bestandteil eines Zylinders
3 ist. Der Zylinder 3 ist seinerseits mit dem Gehäuse 5 verbunden und bildet einen
Teil desselben. Der Zylinder 3 umfasst einen Arbeitsraum 18 für das Druckmedium und
weist in bekannter Weise Einlassventile 19 und Auslassventile 20 auf. Zwischen dem
Kolbenmantel 13 und der Zylinderbüchse 4 ist eine Spaltdichtung 12 ausgebildet, wobei
der Kolben 7 berührungsfrei in der Zylinderbüchse 4 geführt wird. Diese Ausgestaltung
einer berührungsfreien Spaltdichtung wird durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung
und Anordnung der beiden Führungen 8, 9 ermöglicht. Im dargestellten Beispiel ist
es beispielsweise möglich, bei einem Kolbendurchmesser von 45 mm an der Spaltdichtung
eine Spaltweite von 0,01 mm auszubilden.
[0015] Der Kolben 7 ist aus mehreren Teilen zusammengefügt. Die Kolbenstange 6 weist einen
tellerförmigen Flansch 21 auf, welcher die Halterung für den zylinderförmigen Kolbenmantel
13 bildet. Ein zweiter tellerförmiger Flansch 22 wirkt mit dem anderen Ende des Kolbenmantels
13 zusammen und ist über ein elastisches Spannelement 23 und eine Spannmutter 24 mit
dem vorderen Ende 16 der Kolbenstange 6 verbunden. Die beiden tellerförmigen Flansche
21, 22 weisen konische Randbereiche 25 bzw. 25' auf. Die beiden Endflächen des Kolbenmantels
13 sind ebenfalls konisch ausgebildet. Der konische Randbereich 25 des tellerförmigen
Flansches 21 zentriert und führt den Kolbenmantel 13 genau zentrisch zur Zentralachse
2. Das elastische Spannelement 23 erzeugt eine stetige Spannkraft in Richtung der
Zentralachse 2 und gewährleistet, dass auch bei Längenänderungen infolge Temperaturveränderungen
der Kolbenmantel 13 immer genau zentrisch zwischen den beiden tellerförmigen Flanschen
21, 22 eingespannt ist. Das elastische Spannelement 23 besteht dabei aus einer Plattenfeder.
Der Kolbenmantel 13 ist im dargestellten Beispiel aus gesintertem Graphit hergestellt,
und die Einspannung zwischen den beiden konischen Randbereichen 25 und 25' der tellerförmigen
Flansche 21, 22 gewährleistet eine dauernde Druckvorspannung und sichere Halterung
für den Sinterkörper 13. Die für den Kolbenmantel 13 und die Zylinderbüchse 4 verwendeten
Materialien weisen einen linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten auf, welcher
mindestens viermal kleiner ist als derjenige von unlegiertem Stahl, wobei letzterer
11,1x10
-6 pro Grad Kelvin beträgt. Ein hoch legierter Nickelstahl mit z.B. 36% Nickel kann
einen linearen Ausdehnungskoeffizienten von 0,9x10
-6 pro Grad Kelvin aufweisen.
[0016] Die Zylinderbüchse 4 ist einerseits über ein elastisches Spannelement 26 und Befestigungselement
27, und andererseits über eine konische Zentrierung 28 im Zylinder 3 abgestützt und
zentriert. Das elastische Spannelement 26 besteht ebenfalls aus einer Tellerfeder,
kann jedoch auch aus anderen bekannten elastischen Elementen gebildet sein. Im Falle
von Längenänderungen der Zylinderbüchse 4 infolge Temperaturdifferenzen wird die Zylinderbüchse
immer in Richtung der Zentralachse gegen die konische Zentrierung 28 gepresst. Dadurch
wird auch an der Zylinderbüchse sichergestellt, dass diese immer spielfrei geführt
ist und keine Abweichungen gegenüber der Zentralachse 2 auftreten.
[0017] Um die Ausrichtung des Zylinders 3 und der Zylinderbüchse 4 auf die Zentralachse
2 zu gewährleisten, ist am Gehäuseteil 61 des Zylinders 3 auch zwischen dem Zylinder
3 und dem Gehäuse 5 eine konische Zentrierung 29 ausgebildet. Die Verbindung zwischen
Zylinder 3 und Gehäuse 5 erfolgt über nicht dargestellte Verbindungselemente 30 im
Bereiche der konischen Zentrierung 29. Da bei der konischen Zentrierung 29 sowohl
das Gehäuse 5, wie auch der Zylinder 3, aus dem gleichen Material bestehen, sind hier
keine thermisch bedingten Axialbewegungen zu erwarten. Die konischen Zentrierungen
zwischen den einzelnen Bauteilen des Zylinders 3 und des Kolbens 7 stellen sicher,
dass die einzelnen Bauteile genau zentrisch zur Zentralachse 2 zusammengefügt werden
und bilden damit die Voraussetzungen für die Ausbildung des gewünschten minimalen
Spaltes an der Spaltdichtung 12.
[0018] Die beiden Führungen 8 und 9 zentrieren und führen die Kolbenstange 6, bzw. den Kolben
7 so, dass die Mantelfläche 14 des Kolbenmantels 13 berührungsfrei und genau parallel
zur Zylinderfläche 15 der Zylinderbüchse 4 verläuft. Dies über die ganze Länge der
translatorischen Bewegungen des Kolbens 7 in Richtung der Pfeile 31. Dabei ist die
erste Führung 8 in unmittelbarer Nähe des Kolbens 7 angeordnet und die zweite Führung
9 am hinteren Ende 17 der Kolbenstange 6. Diese Führungen 8, 9 sind auf zwei Ebenen
32, 33 ausgerichtet, welche etwa rechtwinklig zur Zentralachse 2 stehen. Die beiden
Ebenen 32, 33 und damit die beiden Führungen 8, 9 sind in Richtung der Zentralachse
2 mit Abstand zueinander angeordnet, wobei dieser Abstand durch die Lagerbedingungen,
sowie die konstruktiven Gegebenheiten des Kompressors bestimmt ist.
[0019] Jede der beiden Führungen 8, 9 besteht aus mehreren Federelementen 34, was aus Fig.
3 am besten erkennbar ist. Diese Federelemente 34 bestehen je aus einem zweiteiligen
langen Hauptfederteil 35 sowie zwei kurzen Hilfsfederteilen 36, welche an den äusseren
Enden 37 des Hauptfederteiles 35 starr befestigt und mit dem Gehäuse 5 verbunden sind.
Die Hilfsfederteile 36 sind dabei etwa rechtwinklig zum Hauptfederteil 35 angeordnet
und verlaufen somit etwa parallel zur Zentralachse 2. Die starre Verbindung zwischen
den äusseren Enden 37 des Hauptfederteiles 35 und den Hilfsfederteilen 36 wird mittels
Verbindungselementen 38 hergestellt. Die Federelemente 34 sind einerseits über die
Hilfsfederteile 36 und Befestigungselemente 39 fest mit dem Gehäuse 5, und andererseits
über die Hauptfederteile 35, sowie die Flansche 40 und Klemmelemente 41 mit der oszillierend
bewegten Kolbenstange 6 und dem Kolben 7 fest verbunden. Die beiden Führungen 8, 9
sind dabei genau gleich ausgebildet, jedoch wie aus der Fig. 1 erkennbar ist, spiegelverkehrt
angeordnet. Die Führung und Zentrierung des Kolbens 7 ist dabei so genau, dass zwischen
dem Kolben 7 und der Zylinderbüchse 4 nur ein sehr dünner Spalt 12 notwendig ist.
Dadurch kann die Abdichtung des Kolbenraumes 18 durch eine berührungslose Spaltdichtung
12 erfolgen, und es sind keine Dichtungen notwendig und vorhanden, welche durch Relativbewegungen
abgerieben, bzw. abgenutzt würden. Das durch die Federelemente 34 jeder Führung 8,
9 gebildete Federsystem wird so ausgestaltet, dass die Steifigkeit in Richtung der
Ebenen 32, 33 mindestens um den Faktor 100 grösser ist als dessen Steifigkeit in Richtung
der Zentralachse 2. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel ist die Steifigkeit quer
zur Zentralachse 2 ca. 200-fach höher als in Richtung der Zentralachse 2. Dazu werden
Federteile aus gehärtetem Federstahl eingesetzt mit einer Dicke von 1,18 mm. Pro Führung
8, 9 sind zwei Federelemente 34 vorhanden, welche rechtwinklig zueinander angeordnet
sind und je aus zwei Hauptfederteilen 35 und zwei Hilfsfederteilen 36 bestehen. Die
Hauptfederteile 35 haben eine Länge von ca. 13 cm und die Hilfsfederteile eine Länge
von ca. 2,2 cm. Damit wird ein Kolbenhub von 20 mm möglich. Der Kolbendurchmesser
beträgt 45 mm und die Oszillationsfrequenz 50 Schwingungen pro Sekunde.
[0020] Fig. 2 zeigt eine andere Ausbildung des Kolbens 7, wobei die übrigen Teile des Kompressors
1 gleich ausgestaltet sind, wie in Fig. 1. Im Zylinder 3 ist wiederum eine Zylinderbüchse
4 eingesetzt, welche aus einem hochnickelhaltigen Stahl, im dargestellten Beispiel
des Types 36% Ni-Alloy hergestellt ist. Die Zentrierung und Einspannung der Zylinderbüchse
4 im Zylinder 3 erfolgt auch hier über die konische Zentrierung 28, und das elastische
Spannelement 26, und die Befestigungselemente 27. Der Kolben 7 besteht ebenfalls aus
mehreren Teilen. Ein Kolbenmantel 44 ist zwischen einem von der Kolbenstange 6 ausgehenden
tellerförmigen Flansch 42 und einem zweiten tellerförmigen Flansch 43 eingespannt.
Die Spannkraft wird durch das elastische Spannelement 23 in der Form einer Tellerfeder,
und die Spannmutter 24 erzeugt. Dabei ist die Spannmutter 24 auf das vordere Ende
16 der Kolbenstange 6 aufgeschraubt. Der Kolbenmantel 44 besteht aus hochnickelhaltigem
Stahl. An der Mantelfläche 45 dieses Kolbenmantels 44 ist eine Beschichtung 46 aus
geeignetem Nikkelgraphit aufgebracht, z.B. in der Zusammensetzung von 15-25 Gewichts-%
Graphit und 75-85% Nickel. Diese Beschichtung 46 bildet die Grenzfläche der Spaltdichtung
12 gegen die Zylinderbüchse 4. Die konischen Randbereiche 47 bzw. 47' an beiden Enden
des zylinderförmigen Kolbenmantels 44 weisen hier eine Neigung auf, welche in Bezug
auf den Kolbenmantel 44 eine Zugvorspannung bewirkt. Dies ist wegen des gewählten
Materials Stahl zulässig und vorteilhaft.
[0021] Sowohl bei der Ausführungsform des Kolbens 7 gemäss Fig. 1, wie auch gemäss Fig.
2, werden die Abmessungen des Kolbenmantels 13, bzw. 44 und der Zylinderbüchse 4 von
Anfang an so gewählt, dass beim Zusammenfügen der Bauteile im Bereiche der Spaltdichtung
12 ein möglichst geringer Spalt gebildet wird. Bei Dichtungsanordnungen zwischen dem
Kolben 7 und der Zylinderbüchse 3, bei welchen ein sehr gleichförmiger Kreisringquerschnitt
verlangt wird, und gleichzeitig die Dicke des Spaltes der Spaltdichtung 12 absolut
minimal sein soll, ist es möglich, die Durchmesser des Kolbenmantels 44 und der Zylinderbüchse
4 so zu wählen, dass fast ein Passitz oder ein relativ strenger Gleitsitz entsteht.
Durch vorsichtiges Einlaufen kann das gesinterte Graphitmaterial des Kolbenmantels
13, bzw. die Beschichtung 46 am Kolbenmantel 44 abgerieben und dadurch eine sehr enge
Spaltdichtung 12 erzeugt werden. Es ist auch möglich, die Materialkombinationen zwischen
Zylinderbüchse 4 und Kolbenmantel 13 auszutauschen. Die genaue Führung des Kolbens
7 über die Führungen 8 und 9, sowie die konischen Zentrierungen der verschiedenen
Bauteile des Kolbens 7 und des Zylinders 3 ermöglichen in jedem Falle die Ausbildung
einer sehr engen und berührungsfreien Spaltdichtung 12, und damit den schmiermittelfreien
Betrieb. Da der Kolben 7 im Normalbetrieb berührungsfrei in der Zylinderbüchse 4 läuft,
entsteht kein Abrieb, womit auch die Verschmutzung des Druckmediums verhindert wird.
[0022] Fig. 3 zeigt eine Führung 8, 9, wie sie in den Fig. 1 oder 2 eingesetzt ist, als
Teilansicht in Richtung der Zentralachse 2. Es ist ersichtlich, dass in jeder der
Ebenen 32, bzw. 33 zwei Federelemente 34 angeordnet sind, wobei zwischen den Federelementen
34, in Umfangsrichtung gesehen, je gleiche Winkel eingeschlossen sind. Jedes der Federelemente
34 besteht dabei aus zwei Hauptfederteilen 35, zwei Hilfsfederteilen 36 und zwei Verbindungselementen
38. Die von den Verbindungselementen 38 abgewendeten Enden der kurzen Hilfsfederteile
36 sind mittels Befestigungselementen 39 am Gehäuse 5 des Kompressors 1 starr befestigt.
Die Kolbenstange 6, welche axial oszillierend bewegt wird, weist einen Flansch 40
auf, sowie ein Klemmelement 41, welches zur Verbindung der inneren Enden 53 der Hauptfederteile
35 mit dem Flansch 40 dient. Die kurzen Hilfsfederteile 36 sind aus flachen, rechteckigen
Platten gebildet. Die Hauptfederteile 35 sind trapezförmig und gegen das äussere Ende
37 breiter ausgebildet als am inneren Ende 53. Die Form der Federteile 35, 36 wird
in bekannter Weise durch die gewünschten Federcharakteristiken bestimmt. Am Flansch
40 sind Rippen 55 angeordnet, welche Anschlagflächen 56 für die inneren Enden 53 der
Hauptfederteile 35 bilden. Durch diese Rippen 55 und die entsprechenden Anschlagflächen
56, sowie die entsprechende Formgestaltung der inneren Enden 53 der Hauptfederteile
35, ist deren Position gegenüber der Kolbenstange 6 genau bestimmt. In dieser Position
werden die inneren Enden 53 der Hauptfederteile 35 mit Hilfe des Klemmelementes 41
und von Schrauben 58 eingespannt und festgehalten.
[0023] Fig. 4 zeigt eine Führung 50, welche prinzipiell den Anordnungen gemäss Fig. 1 und
2 entspricht. Es sind jedoch an jeder Führung 50 zwei mit Abstand zueinander angeordnete
Ebenen 51, 52 vorhanden, in welchen je Federelemente 34 angeordnet sind. Die beiden
Ebenen 51, 52 verlaufen dabei parallel zueinander und etwa rechtwinklig zur Zentralachse
2 der Kolbenstange 6. Wie zu Fig. 3 beschrieben und dargestellt wurde, sind auch hier
in jeder der Ebenen 51, 52 zwei Federelemente 34 angeordnet, bei welchen zwischen
den Federelementen 34, in Umfangsrichtung gesehen, je gleiche Winkel eingeschlossen
sind. Zusätzlich zum Flansch 40 und zum Klemmelement 41 sind hier auf der Kolbenstange
6 zwei Zentrierplatten 54 und eine Distanzscheibe 57 angeordnet. Dabei weisen die
Zentrierplatten 54 die Rippen 55 mit den Anschlagflächen 56 auf. Die inneren Enden
53 der paarweise angeordneten Federteile 35 sind zwischen je einer zentrierplatte
54 und dem Flansch 40, bzw. dem Klemmelement 41 eingespannt. Die Spannkraft wird mittels
der Schrauben 58 erzeugt. Diese in Fig. 4 dargestellte Anordnung einer Führung 50
mit zwei Federebenen 51, 52 kann grössere Längs- und Querkräfte aufnehmen. Sie lässt
im übrigen aber die gleichen Bewegungsabläufe zu, wie die in Fig. 1 dargestellte und
beschriebene einfache Ausführung. Insbesondere ist die Freiheit der linear oszillierenden
Bewegung der Kolbenstange 6 und des zugehörigen Kolbens 7 in Richtung der Pfeile 31
gewährleistet. Die gemäss Fig. 3 und 4 beschriebene Ausführungsform der zweiteiligen
Hauptfederteile 35 ist insbesondere dort zweckmässig, wo auf der Zentralachse 2 vor
und hinter der Führung 50 weitere Maschinenelemente angeordnet sind, welche ein Aufstecken
von durchgehenden einteiligen Federelementen 34 auf die Kolbenstange 6 nicht zulassen.
Im weiteren wird aber auch die Herstellung der Hauptfederteile 35 erleichtert, da
sie geringere Abmessungen aufweisen, und bei Bedarf auch einzelne Teile eines Federelementes
34 auswechselbar sind. Es ist aber durchaus möglich und im Sinne der Erfindung, z.B.
in der Ebene 33 in Fig. 1, einteilige Hauptfederteile 35 einzusetzen. Diese weisen
eine zentrale Bohrung auf und können auf die Kolbenstange 6 aufgeschoben und anschliessend
festgeklemmt werden.
[0024] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Führung für eine
Dichtungsanordnung dargestellt, wobei in jedem Federelement 34 sowohl die Hauptfederteile
35, wie auch die Hilfsfederteile 36 paarweise parallel und mit Abstand zueinander
angeordnet sind. Die Verbindung der inneren Enden 53 der Hauptfederteile 35 mit dem
Flansch 40 der Kolbenstange 6 erfolgt in gleicher Weise, wie zu Fig. 3, bzw. 4 beschrieben.
Das Verbindungselement 38 zwischen den äusseren Enden der Hauptfederteile 35 und den
daran anstossenden Enden der Hilfsfederteile 36 ist entsprechend ausgebildet und weist
Auflageflächen für die paarweise Anordnung der Parallelfedern auf. Zur Verbindung
der Hilfsfederteile 36 mit dem Gehäuse 5 sind entsprechende Befestigungs- und Spannelemente
60 vorhanden. Die Ausgestaltung der Führung mit Parallelfedern 35 führt zu einer in
beiden Längs-Bewegungsrichtungen symmetrischen Federcharakteristik mit entsprechend
günstigerem Spannungsverlauf. Die in Fig. 1 dargestellte einfache Feder weist wegen
der Biege- und Kraftverhältnisse in den Einspannbereichen bei der Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung
des Maschinenelementes nicht die gleiche Federcharakteristik auf. Im Verhältnis zum
Nullpunkt sind die positive und die negative Charakteristik der Einfachfeder nicht
symmetrisch.
[0025] Bei allen beschriebenen Ausführungsformen der Führungen 8, 9 erweist es sich als
zweckmässig, in jeder der Ebenen 32, 33, bzw. 51, 52 mindstens zwei Federelemente
34 anzuordnen, welche zur Zentralachse 2 zentralsymmetrisch ausgebildet sind und deren
Orientierungsachsen sich, in Umfangsrichtung gesehen, in einem Winkel von 90° kreuzen.
Sofern die Konstruktionsbedingungen und die auftretenden Kräfte dies erfordern, können
die Federelemente jedoch auch in einem Winkel von 60° oder 45° zueinander angeordnet
sein. Dementsprechend werden dann im Bereiche des oszillierend bewegten Kolbens 7
und am Gehäuse 5 mehr Befestigungs- und Positionierpunkte vorgesehen. Unabhängig von
den verschiedenen möglichen Ausgestaltungen der Führungen gewährleisten diese eine
genaue Zentrierung des linear oszillierend bewegten Kolbens 7 entlang der Zentralachse
2 und eine Reduktion der Abweichungen von dieser Zentralachse 2 als Folge von Querkräften,
welche minimale Spalte zwischen dem bewegten Kolben und der festen Zylinderbüchse
4 und damit berührungslose Spaltdichtungen zulässt.
[0026] Die Fig. 6 und 7 zeigen eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Verbindung zwischen
dem Zylinder 3 und dem Gehäuse 5. Das Gehäuseteil 61 des Zylinders 3 weist eine zylindrische
Mantelfläche 62 auf, welche genau zentrisch zur Zentralachse 2 ausgebildet ist. Am
Gehäuse 5 sind mindestens drei, im dargestellten Beispiel vier elastische Halterungen
65 angeordnet. Diese vier Halterungen 65 sind radial um je 90° versetzt und über Befestigungsteile
67 und bekannte Befestigungsmittel 68, z.B. Schrauben, am Gehäuse 5 befestigt. Jede
Halterung 65 weist eine elastische Zunge 69 auf, an deren freien Ende eine Haltefläche
64 angeordnet ist. An die Haltefläche 64 schliesst eine nach aussen divergierende
schräge Führungsfläche 63 an. Am Gehäuse 5 ist im weiteren eine Anschlagfläche 66
angeordnet, welche in einer Radialebene zur Zentralachse 2 liegt und die Auflage-
und Befestigungsfläche für das Gehäuseteil 61 des Zylinders 3 bildet. Vor dem Zusammenbau
des Zylinders 3 mit dem Gehäuse 5 werden die Halteflächen 64 der markierten Halterungen
65 so bearbeitet, dass sie einen Innendurchmesser begrenzen, welcher kleiner ist als
der Aussendurchmesser der Mantelfläche 63 am Gehäuseteil 61. Wird das Gehäuseteil
61 des Zylinders 3 in Richtung der Zentralachse 2 zwischen die Halterungen 65 geschoben,
so werden die Zungen 69 elastisch deformiert, und zwischen der Mantelfläche 62 am
Zylinder 3 und den Halteflächen 64 an den Halterungen 65 wird ein spielfreier Passitz
gebildet. Die Deformation der elastischen Zungen 69 an den Halterungen 65 bewirkt
vier gleich grosse, gegen die Zentralachse 2 gerichtete Radialkräfte, welche das Gehäuseteil
61 und damit den Zylinder 3 gegenüber der Zentralachse 2 spielfrei zentrieren. In
der zentrierten Einbauposition liegt das Gehäuseteil 61 des Zylinders 3 an der Anschlagfläche
66 des Gehäuses 5 an und ist mittels bekannten Verbindungselementen 30, z.B. Schrauben,
mit dem Gehäuse 5 verbunden. Diese Ausführungsform der Verbindungen zwischen Zylinder
3 und Gehäuse 5 gewährleistet eine spielfreie Zentrierung und Befestigung, bei welcher
der Einfluss der Verbindungselemente 30 auf die Zentrizität der Anordnung vermieden
wird. Im weiteren ist es auch möglich, die Mantelfläche 62 an einem ringförmigen Kragen,
oder in einer Nute an der gegen das Gehäuse 5 gerichteten Stirnfläche 70 des Gehäuseteiles
61 anzuordnen. Die Mantelfläche 62 ist dann als Aussenfläche oder als Innenfläche
ausgebildet. Die Halterungen 65 sind dann entsprechend im Innenbereich des Gehäuses
5 angeordnet, und die Halteflächen 64 an den elastischen Zungen 69 sind dann in Abhängigkeit
von der Ausrichtung der Mantelfläche 61 nach innen oder nach aussen gerichtet. Im
Falle, wo die elastischen Zungen 69 aussen angeordnete Halteflächen 64 aufweisen,
welche in einem Kragen oder einer Nute am Gehäuseteil 61 eingreifen, ist der Anfangsdurchmesser
in nicht zusammengebautem Zustande grösser, als der Durchmesser der Mantelfläche 62
am Gehäuseteil 61 des Zylinders 3. Die spielfreie Führung ist dadurch, wie oben beschrieben,
bei jeder Ausführungsform gewährleistet.
1. Dichtungsanordnung an einer Kolben-Zylinder-Einheit, mit einem in einem Zylinder (3)
mit einer Zylinderbüchse (4) in Richtung einer Zentralachse (2) längsbeweglichen Kolben
(7), mit einem Kolbenmantel (13) und einer berührungsfreien Spaltdichtung (12) zwischen
Zylinderbüchse (4) und Kolbenmantel (13), zur Abdichtung eines unter Ueberdruck stehenden
flüssigen oder gasförmigen Mediums, wobei die Kolben-Zylinder-Einheit in einem Gehäuse
(5) eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) starr mit zwei, in
Richtung der Zentralachse (2) mit Abstand zueinander angeordneten, und am Gehäuse
(5) befestigten Führungen (8, 9; 50) verbunden ist, Teile (35) dieser Führungen (8,
9; 50) in Richtung der Zentralachse (2) begrenzt bewegbar sind, und den Kolben (7)
in Richtung der Zentralachse (2) elastisch führen, die Führungen (8, 9; 50) rechtwinklig
zur Zentralachse (2) mindestens um den Faktor 100 steifer sind als in Richtung der
Zentralachse (2), und den Kolben (7) genau zentrisch zur Zentralachse (2) halten,
der Kolbenmantel (13) und die Zylinderbüchse (4), welche sich im Bereiche der Spaltdichtung
(12) gegenüberliegen, im wesentlichen glatte Mantelflächen (14, 15) aufweisen, und
diese Teilbereiche (4, 13) des Zylinders (3), bzw. des Kolbens (7) aus Materialien
gebildet sind, welche einen linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweisen,
der mindestens um den Faktor vier kleiner ist als derjenige von unlegiertem Stahl.
2. Dichtungsanordnung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben
(7) und der Zylinder (3) aus mehreren Bauteilen (13, 21, 22, bzw. 3, 4) zusammengefügt
sind, und diese Bauteile gegenseitig in konischen Zentrierungen (25, 28) eingespannt,
und gegenüber der Zentralachse (2) spielfrei zentriert sind.
3. Dichtungsanordnung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Gehäuseteil (61) des Zylinders (3) gegenüber dem Gehäuse (5) in einer konischen Zentrierungen
(29) eingespannt ist, oder dieses Gehäuseteil (61) über eine Mantelfläche (62) mittels
mindestens drei elastischen, am Gehäuse (5) befestigten Halterungen (65) spielfrei
geführt und mit Verbindungselementen (30) axial gegen eine Anschlagfläche (66) des
Gehäuses (5) gespannt ist, und das Gehäuseteil (61), und damit der Zylinder (3), gegenüber
der Zentralachse (2) spielfrei zentriert ist.
4. Dichtungsanordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass an den Bauteilen des Kolbens (7) und/oder des Zylinders (3), welche zusammengefügt
sind, elastische Spannelemente (23, 26) angeordnet sind, und diese elastischen Spannelemente
(23, 26) in Richtung der Achse der konischen Zentrierung (25, 28, 29) wirken.
5. Dichtungsanordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kolbenmantel (13) des Kolbens (7), welcher den Spalt der Spaltdichtung (12)
begrenzt, aus gesintertem Graphit, und die Zylinderbüchse (4) des Zylinders (3), welche
diesen Spalt begrenzt, aus hochnickelhaltigem Stahl, gebildet ist.
6. Dichtungsanordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kolbenmantel (44) des Kolbens (7) und die Zylinderbüchse (4), welche den
Spalt der Spaltdichtung (12) begrenzen, aus hochnickelhaltigem Stahl gebildet sind,
und am Kolbenmantel (44) die gegen diesen Spalt gerichtete Fläche (14) mit einer Nickelgraphitschicht
beschichtet ist.
7. Dichtungsanordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass jede der beiden Führungen (8, 9; 50) aus mehreren plattenförmigen Federelementen
(34) besteht, welche in einer zur Zentralachse (2) des Kolbens (7) etwa rechtwinklig
verlaufenden Ebene (32, 33; 51, 52) angeordnet sind, jedes der Federelemente (34)
einerseits im Bereiche der Zentralachse (2) mit dem Kolben (7), und andererseits im
Bereiche der äusseren Enden der Federelemente (34) mit dem Gehäuse (5) fest verbunden
ist, jedes der Federelemente (34) mindestens einen langen Hauptfederteil (35), welcher
in der Ebene (32, 33; 51, 52) rechtwinklig zur Zentralachse (2) liegt, und an jedem
gegen das Gehäuse (5) gerichteten Ende mindestens einen kurzen Hilfsfederteil (36),
welcher etwa parallel zur Zentralachse (2) angeordnet ist, aufweist, zwischen jedem
Hilfsfederteil (36) und dem zugehörigen Hauptfederteil (35) ein Verbindungselement
(38) angeordnet ist, und die Hilfsfederteile (36) über diese Verbindungselemente (38)
starr mit den äusseren Enden (37) der Hauptfederteile (35) verbunden sind.
8. Dichtungsanordnung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden
Führungen (8, 9; 50) mindestens zwei zentralsymmetrische Federelemente (34) umfasst,
welche in einer Ebene (32, 33; 51, 52) rechtwinklig zur Zentralachse (2) des Kolbens
(7) angeordnet sind, und diese Zentralachse (2) radial schneiden, wobei zwischen den
Federelementen (34) in Umfangsrichtung gesehen je gleich grosse Winkel eingeschlossen
sind.
9. Dichtungsanordnung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine der Führungen (8, 9; 50) zwei Ebenen (51, 52) mit Federelementen (34) aufweist,
wobei diese Ebenen (51, 52) parallel und in Richtung der Zentralachse (2), mit Abstand
zueinander, sowie rechtwinklig zur Zentralachse (2) verlaufen.
10. Dichtungsanordnung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Federelemente
(34) aus einem ein- oder mehrstückigen Hauptfederteil (35) und je zwei Paaren von
parallel verlaufenden Hilfsfederteilen (36) besteht.
11. Dichtungsanordnung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Federelemente
(34) aus einem Paar von parallel angeordneten, ein- oder mehrstückigen Hauptfederteilen
(35) und je zwei Paaren von parallel verlaufenden Hilfsfederteilen (36) besteht.
12. Dichtungsanordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
das Kolben (7), Zylinder (3) und Führungen (8, 9; 50) Teile eines Stirling-Freikolbenmotors
sind.
13. Dichtungsanordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass Kolben (7), Zylinder (3) und Führungen (8, 9; 50) Teile eines Kompressors (1)
mit linear oszillierendem Antrieb (10, 11) sind.
1. Sealing arrangement for a piston-cylinder unit, having a piston (7) which is longitudinally
movable in the direction of a central axis (2) in a cylinder (3) with a cylinder liner
(4), having a piston skirt (13) and a contactless gap seal (12) between cylinder liner
(4) and piston skirt (13), for sealing off a pressurized liquid or gaseous medium,
the piston-cylinder unit being installed in a housing (5), characterized in that the
piston (7) is rigidly connected to two guides (8, 9; 50), which are disposed a distance
apart from one another in the direction of the central axis (2) and fastened to the
housing (5), parts (35) of said guides (8, 9; 50) are movable to a limited extent
in the direction of the central axis (2), and guide the piston (7) elastically in
the direction of the central axis (2), the guides (8, 9; 50) at right angles to the
central axis (2) are at least 100 times stiffer than in the direction of the central
axis (2), and hold the piston (7) exactly centrically relative to the central axis
(2), the piston skirt (13) and the cylinder liner (4), which lie opposite one another
in the region of the gap seal (12), have substantially smooth lateral surfaces (14,
15), and said sub-regions (4, 13) of the cylinder (3) and of the piston (7) are made
cf materials having a coefficient of linear thermal expansion which is at least 4
times lower than that of plain steel.
2. Sealing arrangement according to claim 1, characterized in that the piston (7i and
the cylinder (3) are composed of a plurality of structural parts (13, 21, 22 and 3,
4 respectively), and said structural parts are mutually clamped in conical centring
devices (25, 28), and centred without play relative to the central axis (2).
3. Sealing arrangement according to claim 1 or 2, characterized in that a housing part
(61) of the cylinder (3) is clamped relative to the housing (5) in a conical centring
device (29), or said housing part (61) via a lateral surface (62) is guided without
play by means of at least three elastic holding devices (65) fastened to the housing
(5) and is clamped axially against a stop face (66) of the housing (5), and the housing
part (61), and hence the cylinder (3), is centred without play relative to the central
axis (2).
4. Sealing arrangement according to one of claims 1 to 3, characterized in that elastic
clamping elements (23, 26) are disposed on the structural parts of the piston (7)
and/or of the cylinder (3) which are assembled, and said elastic clamping elements
(23, 25) act in the direction cf the axis of the conical centring device (25, 28,
29).
5. Sealing arrangement according to one of claims 1 to 4, characterized in that the piston
skirt (13) of the piston (7) which delimits the gap of the gap seal (12) is made of
sintered graphite, and the cylinder liner (4) of the cylinder (3) which delimits said
gap is made of steel with a high nickel content.
6. Sealing arrangement according to one of claims 1 to 4, characterized in that the piston
skirt (44) of the piston (7) and the cylinder liner (4), which delimit the gap of
the gap seal (12), are made of steel with a high nickel content, and the surface (14)
of the piston skirt (44) directed towards said gap is coated with a nickel graphite
layer.
7. Sealing arrangement according to one of claims 1 to 6, characterized in that each
of the two guides (8, 9; 50) comprises a plurality of plate-like spring elements (34)
which are disposed in a plane (32, 33; 51, 52) extending substantially at right angles
to the central axis (2) of the piston (7), each of the spring elements (34) is firmly
connected on the one hand in the region of the central axis (2) to the piston (7)
and on the other hand in the region of the outer ends of the spring elements (34)
to the housing (5), each of the spring elements (34) comprises at least one long main
spring part (35), which lies in the plane (32, 33; 51, 52) at right angles to the
central axis (2), and at each end directed towards the housing (5) at least one short
auxiliary spring part (36), which is disposed substantially parallel to the central
axis (2), a connecting element (38) is disposed between each auxiliary spring part
(36) and the associated main spring part (35), and the auxiliary spring parts (36)
are connected by said connecting elements (38) rigidly to the outer ends (37) of the
main spring parts (35).
8. Sealing arrangement according to claim 7, characterized in that each of the two guides
(8, 9; 50) comprises at least two centrosymmetric spring elements (34), which are
disposed in a plane (32, 33; 51, 52) at right angles to the central axis (2) of the
piston (7) and radially cut said central axis (2), angles each of identical size being
formed between the spring elements (34) viewed in a peripheral direction.
9. Sealing arrangement according to claim 7, characterized in that at least one of the
guides (8, 9; 50) comprises two planes (51, 52) with spring elements (34), said planes
(51, 52) extending parallel to one another and in the direction of the central axis
(2), at a distance from one another, as well as at right angles to the central axis
(2).
10. Sealing arrangement according to claim 7, characterized in that each of the spring
elements (34) comprises a one- or multi-part main spring part (35) and two pairs each
of parallel-running auxiliary spring parts (36).
11. Sealing arrangement according to claim 7, characterized in that each of the spring
elements (34) comprises a pair of parallel, one- or multi-part main spring parts (35)
and two pairs each of parallel-running auxiliary spring parts (36).
12. Sealing arrangement according to one of claims 1 to 11, characterized in that the
piston (7), cylinder (3) and guides (8, 9; 50) are parts of a Stirling free-piston
engine.
13. Sealing arrangement according to one cf claims 1 to 11, characterized in that piston
(7), cylinder (3) and guides (8, 9; 50) are parts of a compressor (1) with a linearly
oscillating drive (10, 11).
1. Dispositif d'étanchéité d'une unité de piston-cylindre, comprenant un piston (7) déplaçable
longitudinalement dans un cylindre (3) présentant une douille cylindrique (4), suivant
la direction d'un axe central (2), une enveloppe de piston (13) et un organe d'étanchéité
de fente sans contact (12) entre la douille cylindrique (4) et l'enveloppe de piston
(13), pour étanchéifier un milieu liquide ou gazeux en surpression, l'unité de piston-cylindre
étant incorporée dans un boîtier (5), caractérisé en ce que le piston (7) est relié
de manière rigide à deux guidages (8, 9; 50) agencés à distance l'un de l'autre dans
la direction de l'axe central (2) et fixés sur le boîtier (5), en ce que des pièces
(35) de ces guidages (8, 9; 50) sont déplaçables de manière limitée suivant la direction
de l'axe central (2) et guident de manière élastique le piston (7) suivant la direction
de l'axe central (2), en ce que les guidages (8, 9; 50) sont plus rigides d'au moins
le facteur 100 perpendiculairement à l'axe central (2) que suivant la direction de
l'axe central (2), et maintiennent le piston (7) de manière précisément centrée par
rapport à l'axe central (2), en ce que l'enveloppe de piston (13) et la douille cylindrique
(4), qui sont situées l'une en face de l'autre dans la zone de l'organe d'étanchéité
de fente (12), présentent des surfaces d'enveloppe sensiblement lisses (14, 15), et
en ce que ces zones partielles (4, 13) du cylindre (3) et respectivement du piston
(7) sont faites en des matières qui présentent un coefficient de dilatation thermique
linéaire, qui est plus petit d'au moins le facteur quatre que celui d'un acier non
allié.
2. Dispositif d'étanchéité suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le piston
(7) et le cylindre (3) sont assemblés à partir de plusieurs pièces de construction
(13, 21, 22, et respectivement 3, 4) et en ce que ces pièces de construction sont
réciproquement enserrées dans des centrages coniques (25, 28) et centrées sans jeu
par rapport à l'axe central (2).
3. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
qu'une partie de boîtier (61) du cylindre (3) est, par rapport au boîtier (5), enserrée
dans un des centrages coniques (29) ou cette partie de boîtier (61) est guidée sans
jeu par l'intermédiaire d'une surface d'enveloppe (62) au moyen d'au moins trois supports
(65) élastiques, fixés sur le boîtier (5), et est, avec des éléments de liaison (30),
serrée axialement contre une surface de butée (66) du boîtier (5), et en ce que la
partie de boîtier (61), et avec elle le cylindre (3), est centrée sans jeu vis-à-vis
de l'axe central (2).
4. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que des éléments de serrage élastiques (23, 26) sont agencés sur les pièces de construction
du piston (7) et/ou du cylindre (3), qui sont assemblées, et en ce que ces éléments
de serrage élastiques (23, 26) agissent en direction de l'axe du centrage conique
(25, 28, 29).
5. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que l'enveloppe (13) du piston (7), qui limite la fente de l'organe d'étanchéité de
fente (12), est formée à base de graphite fritté et en ce que la douille cylindrique
(4) du cylindre (3), qui limite cette fente, est formée d'acier à haute teneur en
nickel.
6. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que l'enveloppe (44) du piston (7) et la douille cylindrique (4), qui limitent la
fente de l'organe d'étanchéité de fente (12), sont formées d'acier à forte teneur
en nickel et en ce que, sur l'enveloppe de piston (44), la surface (14) dirigée vers
cette fente est revêtue d'une couche de nickel-graphite.
7. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que chacun des deux guidages (8, 9; 50) est constitué de plusieurs éléments de ressort
(34) en forme de plaques, qui sont agencés dans un plan (32, 33; 51, 52) s'étendant
approximativement perpendiculairement à l'axe central (2) du piston (7), en ce que
chacun des éléments de ressort (34) est relié de manière fixe, d'une part, au piston
(7) dans la zone de l'axe central (2) et, d'autre part, au boîtier (5), dans la zone
des extrémités extérieures des éléments de ressort (34), en ce que chacun des éléments
de ressort (34) présente au moins une longue pièce de ressort principal (35), qui
se trouve dans le plan (32, 33; 51, 52) perpendiculairement à l'axe central (2), et,
à chaque extrémité dirigée vers le boîtier (5), au moins une courte pièce de ressort
auxiliaire (36), qui est disposée approximativement parallèlement à l'axe central
(2), en ce qu'un élément de liaison (38) est agencé entre chaque pièce de ressort
auxiliaire (36) et la pièce de ressort principal (35) correspondante, et en ce que
les pièces de ressort auxiliaire (36) sont, par l'intermédiaire de ces éléments de
liaison (38), reliées de manière rigide aux extrémités extérieures (37) des pièces
de ressort principal (35).
8. Dispositif d'étanchéité suivant la revendication 7, caractérisé en ce que chacun des
deux guidages (8, 9; 50) comporte au moins deux éléments de ressort (34) centralement
symétrique, qui sont agencés dans un plan (32, 33; 51, 52) perpendiculairement à l'axe
central (2) du piston (7) et croisent radialement cet axe central (2), un angle identiquement
grand étant chaque fois formé entre les éléments de ressort (34), vu dans le sens
périphérique.
9. Dispositif d'étanchéité suivant la revendication 7, caractérisé en ce qu'au moins
un des guidages (8, 9; 50) présente deux plans (51, 52) avec des éléments de ressort
(34), ces plans (51, 52) s'étendant parallèlement et à distance l'un de l'autre le
long de l'axe central (2), ainsi que perpendiculairement à l'axe central (2).
10. Dispositif d'étanchéité suivant la revendication 7, caractérisé en ce que chacun des
éléments de ressort (34) est constitué d'une pièce de ressort principal (35) en une
ou plusieurs pièces et de chaque fois deux paires de pièces de ressort auxiliaire
(36) s'étendant parallèlement.
11. Dispositif d'étanchéité suivant la revendication 7, caractérisé en ce que chacun des
éléments de ressort (34) est constitué d'une paire de pièces de ressort principal
(35) en une ou en plusieurs pièces, agencées parallèlement, et de chaque fois deux
paires de pièces de ressort auxiliaire (36) s'étendant parallèlement.
12. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce
que le piston (7), le cylindre (3) et les guidages (8, 9; 50) sont des parties d'un
moteur à pistons libres Stirling.
13. Dispositif d'étanchéité suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce
que le piston (7), le cylindre (3) et les guidages (8, 9; 50) sont des parties d'un
compresseur (1) à organe d'entraînement oscillant linéaire (10, 11).