(19)
(11) EP 0 739 663 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.05.2000  Patentblatt  2000/21

(21) Anmeldenummer: 96104110.0

(22) Anmeldetag:  14.03.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B21D 28/24, B21D 22/04

(54)

Bearbeitungsmaschine zum Umformen von Werkstücken

Machine for forming workpieces

Machine pour former des pièces


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 24.04.1995 DE 29506877 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.10.1996  Patentblatt  1996/44

(73) Patentinhaber: Trumpf GmbH & Co
D-71254 Ditzingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Klingel, Hans, Dipl.-Ing. (FH)
    71696 Möglingen (DE)
  • Erlenmaier, Werner, Dipl.-Ing.
    70839 Gerlingen (DE)

(74) Vertreter: KOHLER SCHMID + PARTNER 
Patentanwälte Ruppmannstrasse 27
70565 Stuttgart
70565 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 572 301
GB-A- 2 124 954
FR-A- 2 566 293
US-A- 5 005 396
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

    [0002] Bekannt sind beispielsweise Bearbeitungsmaschinen in Form von Pressen zum Umformen von Blechen, an denen die eine Werkzeughälfte mit einem Druckelement in Form eines Pressenstempels versehen ist, der hydraulisch angetrieben das zu bearbeitende Werkstück in eine als Gegendruckelement wirkende ortsfeste Matrize der zweiten Werkzeughälfte preßt. Dabei dringt der Stempel mit einer definierten Tiefe in die ruhende Matrize ein. Die zur Verformung des Werkstücks erforderliche Relativbewegung zwischen dem Stempel und der Werkstückauflage an der Matrize der Bearbeitungsmaschine beruht allein auf der Verfahrbewegung des Stempels. Nachteiligerweise hat dementsprechend der Stempel sowohl beim Eindringen in die Matrize als auch bei seinem Rückhub einen verhältnismäßig langen Verfahrweg zurückzulegen. Entsprechend viel Zeit nimmt der einzelne Bearbeitungsvorgang in Anspruch.

    [0003] Eine gattungsgemäße Bearbeitungsmaschine ist offenbart in GB-A-2 124 954.

    [0004] Ausgehend von dem letztgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, vorbekannte Bearbeitungsmaschinen konstruktiv zu vereinfachen.

    [0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmalskombination von Anspruch 1 gelöst. Die zur Werkstückbearbeitung erforderliche Relativbewegung zwischen dem Druckelement und dem Gegendruckelement ergibt sich an derartigen Bearbeitungsmaschinen in bekannter Weise als Resultierende der gleichzeitigen und einander entgegengerichteten Bewegungen von Druckelement und Gegendruckelement. Durch Aufteilung der erforderlichen Gesamt-Relativbewegung in zwei zeitlich parallelisierte Teilbewegungen läßt sich die für den einzelnen Bearbeitungsvorgang benötigte Bearbeitungszeit wesentlich verkürzen. Im Falle von Ausführungsformen von Bearbeitungsmaschinen, an denen der Antrieb des Gegendruckelements gekoppelt ist an eine Bewegung des Werkstücks in Richtung der Bewegungsachse von Druckelement und Gegendruckelement, läßt sich durch entsprechende Antriebskonfiguration der Betrag der Werkstückbewegung klein halten. Dieser Umstand ist insbesondere von Bedeutung, wenn das Werkstück während seiner Bearbeitung an der Maschine eingespannt ist und sich infolgedessen ohne unerwünschte Verformung lediglich geringfügig in Richtung der Bewegungsachse von Druckelement und Gegendruckelement auslenken läßt. Zwar könnte durch entsprechende konstruktive Maßnahmen an der Werkstückeinspannung, beispielsweise durch deren schwenkbare Lagerung, auch eine Beweglichkeit des Werkstücks in Richtung der genannten Bewegungsachse ermöglicht werden; an erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschinen erübrigt sich jedoch der damit verbundene konstruktive Aufwand aus den dargelegten Gründen. Mittels des in Anspruch 1 näher definierten Umlenkgetriebes ist das Gegendruckelement in Gegenrichtung des Druckelementes bewegbar. Die Bewegung des Druckelementes und die dieser entgegengerichtete Bewegung des Gegendruckelementes sind mit einem einzigen Antriebsmotor zu realisieren. Die Komponenten des erfindungsgemäßen, konstruktiv einfach aufgebauten Umlenkgetriebes befinden sich in flächigem Kontakt miteinander. Dementsprechend lassen sich über das Umlenkgetriebe große Antriebskräfte übertragen. Die sich an dem Getriebe ergebenden Übersetzungsverhältnisse können einfach durch entsprechende Wahl der Keilwinkel festgelegt werden. Außer durch ihre einfache Konstruktion zeichnet sich die erfindungsgemäße Getriebelösung durch ihre Robustheit und Wartungsarmut aus.

    [0006] Der exakten Führung des bewegten Gegendruckelementes dient es, daß - wie in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen - das Gegendruckelement an einem verschiebbar geführten Schubstück der betreffenden Werkzeughälfte angebracht ist.

    [0007] Aus entsprechenden Gründen ist im Falle einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine vorgesehen, daß das Gegendruckelement an einer im wesentlichen senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung verlaufenden Grundplatte mit fensterartigen Ausnehmungen vorgesehen und mit der Grundplatte in eine entsprechende topfartige Aufnahme der betreffenden Werkzeughälfte eingesetzt ist, wobei in jeder der fensterartigen Ausnehmungen ein sich mit der einen seiner Keilflächen an einer Gegenkeilfläche der Grundplatte abstützender Querschieber in Richtung der Grundplattenebene verschiebbar geführt ist. Die parallel zur Bewegungsrichtung des Gegendruckelements verlaufende Stirnfläche der Grundplatte sorgt im Zusammenwirken mit der daran anliegenden Wandfläche der topfartigen Aufnahme für eine definierte Lage des Gegendruckelementes quer zu seiner Bewegungsrichtung sowie für eine exakte Führung des in Bewegungsrichtung verschobenen Gegendruckelements. Durch Verwendung mehrerer Querschieber zur Kraftübertragung auf die Grundplatte bzw. auf das an dieser angebrachte Gegendruckelement wird bei entsprechender Anordnung der fensterartigen Ausnehmungen eine Krafteinleitung in die Grundplatte an über deren Umfang gleichmäßig verteilten Punkten erreicht. Andernfalls zu befürchtende Kippbewegungen der Grundplatte und somit des Gegendruckelements bzw. einer andernfalls auftretende Druckbeaufschlagung der Grundplatte in Richtung auf die Wandfläche der topfartigen Aufnahme werden dadurch vermieden.

    [0008] An erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschinen ist dafür Sorge zu tragen, daß das in Gegenrichtung des Druckelementes bewegte und zur Materialbearbeitung mit letzterem zusammenwirkende Gegendruckelement nach Beendigung des Bearbeitungsvorgangs in seine Ausgangslage zurückkehrt. Im Falle von in der Vertikalen bewegten Gegendruckelementen kann diese Rückstellbewegung unter der Wirkung der Eigenmasse des Gegendruckelementes erfolgen. Zweckmäßigerweise ist jedoch vorgesehen, daß das Gegendruckelement gegen Federkraft in Richtung auf das Werkstück bewegbar ist. Die Federkraft wirkt als Rückstellkraft und sorgt dafür, daß das Gegendruckelement nach Abschluß eines jeden Bearbeitungsvorgangs aktiv in seine Ausgangslage zurückbewegt wird.

    [0009] Im Falle von Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Maschine, die ein Gegendruckelement mit einer Grundplatte aufweisen, ist die Grundplatte in Richtung auf das Werkstück an einem federelastischen Gummipuffer abgestützt. Bei dem Gummipuffer handelt es sich um ein auch nach einer großen Anzahl von Lastspielen funktionsfähiges Bauteil. Ist der Gummipuffer ringartig ausgebildet und beispielsweise konzentrisch mit dem Gegendruckelement auf die Grundplatte aufgelegt, so ergibt sich eine über deren Umfang gleichförmige federnde Abstützung. Dementsprechend wirkt auch die durch den Gummipuffer auf die Grundplatte sowie das daran angebrachte Gegendruckelement ausgeübte Rückstellkraft gleichförmig in Querrichtung der Grundplattenebene. Kippbewegungen und/oder Verkantungen der in die Ausgangslage zurückverschobenen Grundplatte gegen die Innenwand der topfartigen Aufnahme werden vermieden.

    [0010] Zur Vereinfachung der Umrüstung der Bearbeitungsmaschine ist in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das Gegendruckelement lösbar mit dem Schubstück, gegebenenfalls mit der Grundplatte, verbunden ist. Bei Bedarf läßt sich das Gegendruckelement problemlos austauschen, während die übrigen Komponenten des Umlenkgetriebes bzw. die übrigen Teile der betreffenden Werkzeughälfte auch zur Durchführung der nach der Umrüstung der Maschine durchzuführenden Werkstückbearbeitung verwendet werden können.

    [0011] Nachfolgend wird die Erfindung anhand schematischer und beispielhafter Darstellungen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Querschnitt entlang der in Fig. 3 angedeuteten Schnittlinie I-I durch ein in Ausgangsstellung befindliches Umformwerkzeug zur Herstellung von Durchzügen an Blechen,
    Fig. 2
    das Umformwerkzeug gemäß Fig. 1 in Umformstellung und
    Fig. 3
    eine Draufsicht auf das Bodenteil sowie weitere Funktionsteile der unteren Werkzeughälfte gemäß den Fign. 1 und 2.


    [0012] Wie den Figuren 1 bis 3 zu entnehmen ist, umfaßt eine Werkzeughälfte 1 des dargestellten Umformwerkzeugs einen Bodenteil 2 sowie einen damit verschraubten Deckelteil 3. In dem von dem Bodenteil 2 sowie dem Deckelteil 3 umschlossenen Innern der Werkzeughälfte 1 ist ein Gegendruckelement in Form eines Stempels 4 in Richtung eines Doppelpfeils 5 verschiebbar geführt. Zu diesem Zweck ist der Stempel 4 in einem stutzenartigen Ansatz 6 einer als Schubstück dienenden Grundplatte 7 festgelegt. Dabei stützt sich der Stempel 4 in axialer Richtung einerseits über die Mantelfläche eines konischen Außenbundes 8 an einer entsprechenden Gegenfläche des stutzenartigen Ansatzes 6 ab. In axialer Gegenrichtung liegt der Stempel 4 an einem Gewindestück 9 an, das sich mit einem Außengewinde von der Seite des konischen Außenbundes 8 her in eine mit einem Innengewinde versehene Bohrung des stutzenartigen Ansatzes 6 eindrehen läßt.

    [0013] Der Bodenteil 2 der Werkzeughälfte 1 bietet in seinem Innern eine topfartige Aufnahme 10 für die Grundplatte 7 mit dem daran angebrachten Stempel 4. Ein ringförmiger Gummipuffer 11 ist konzentrisch mit dem Stempel 4 und unter geringer Vorspannung in Richtung des Doppelpfeils 5 zwischen die Grundplatte 7 und den Dekkelteil 3 der Werkzeughälfte 1 eingelegt.

    [0014] Um jeweils 120° in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind an der Grundplatte 7 drei fensterartige Ausnehmungen 12 vorgesehen. In den fensterartigen Ausnehmungen 12 ist jeweils ein Querschieber 13 in Form eines Doppelkeils in Richtung des Doppelpfeils 14 verschiebbar geführt. Mit ihren Grundflächen stützen sich die Querschieber 13 am Boden der topfartigen Aufnahme 10 des Bodenteils 2 ab. Dem Stempel 4 zugewandte Keilflächen 15 der Querschieber 13 liegen an entsprechenden Gegenkeilflächen 16 der Grundplatte 7 an. An der dem Stempel 4 abgewandten Seite weisen die Querschieber 13 jeweils eine Gegenkeilfläche 17 auf, die sich in Kontakt mit je einer Keilfläche 18 eines Längsschiebers 19 befindet. Der Längsschieber 19 besitzt einen zylindrischen Teil an dessen dem Boden der topfartigen Aufnahme 10 zugewandten Ende drei Ansätze vorgesehen sind. Diese Ansätze ragen in jeweils eine der fensterartigen Ausnehmungen 12 der Grundplatte 7 hinein und sind an ihren dem zugeordneten Querschieber 13 gegenüberliegenden Seiten unter Bildung der Keilflächen 18 abgeschrägt. Der zylindrisch ausgebildete Längsschieber 19 wird durch eine mit ihm konzentrische Führungsfläche 20 des Deckelteils 3 in Richtung des Doppelpfeils 5 geführt. An seiner dem Boden der topfartigen Aufnahme 10 abgewandten Seite bietet der Längsschieber 19 eine Auflagefläche 21 für ein in den Figuren 1 und 2 gestrichelt dargestelltes Werkstück in Form eines vorgelochten Bleches 22. In den Figuren 1 und 2 ebenfalls gestrichelt angedeutet ist eine zweite Werkzeughälfte 23 in Form einer als Druckelement dienenden Matrize mit einer dem Stempel 4 zugeordneten Ringöffnung 24.

    [0015] Zur Herstellung von Durchzügen an dem vorgelochten Blech 22 wird dieses in die in Fig. 1 dargestellte Position gebracht, in der die Lochung koaxial mit dem Stempel 4 angeordnet ist. Anschließend wird die Matrize 23 in Fig. 1 nach unten verschoben. Dabei läuft die Matrize 23 zunächst auf die ihr zugewandte Oberfläche des Bleches 22 auf. Bei fortgesetzter Bewegung drückt die Matrize 23 das Blech 22 sowie den darunterliegenden Längsschieber 19 nach unten, bis das Blech 22 auf dem den Längsschieber 19 umgebenden Bereich an der Oberseite des Deckelteils 3 zur Anlage kommt. Im Laufe der beschriebenen Bewegung gleitet der Längsschieber 19 mit seinen Keilflächen 18 an den daran anliegenden Gegenkeilflächen 17 der Querschieber 13 entlang. Da der Längsschieber 19 über die Führungsfläche 20 des Deckelteils 3 sowie die seinen Ansätzen benachbarten Begrenzungsflächen der fensterartigen Ausnehmungen 12 seitlich geführt ist, bewirkt seine Verschiebung eine Verlagerung der Querschieber 13 in Richtung auf den Stempel 4. Dabei laufen die Keilflächen 15 der Querschieber 13 auf die zugewandten Gegenkeilflächen 16 der Grundplatte 7 auf und heben diese gemeinsam mit dem daran festgelegten Stempel 4 vom Boden der topfartigen Aufnahme 10 ab. Infolgedessen bewegt sich der Stempel 4 der Matrize 23 entgegen und im Zusammenwirken verformen der Stempel 4 und die Matrize 23 das Blech 22 in der in Fig. 2 dargestellten Art und Weise. Die zum Umformen des Bleches 22 erforderliche Relativbewegung zwischen dem Stempel 4 und dem Randbereich der Ringöffnung 24 an der Matrize 23 ergibt sich dementsprechend als Resultierende der von der Matrize 23 und dem Stempel 4 ausgeführten und einander entgegengerichteten Teilbewegungen. Das Blech 22 selbst wird in Richtung der Bewegungsachse der Matrize 23 sowie des Stempels 4 über eine lediglich kurze Weglänge verschoben. Die Länge des Verschiebeweges des Blechs 22 beschränkt sich auf den in Fig. 1 gezeigten überstand des Längsschiebers 19 gegenüber dem diesen umgebenden Bereich an der Oberseite des Deckelteils 3.

    [0016] Wie insbesondere Fig. 2 zu entnehmen ist, ist die Hubbewegung der Grundplatte 7 mit einer Stauchung des Gummipuffers 11 verbunden. Sobald nun die Matrize 23 nach Beendigung des Bearbeitungsvorgangs von der Oberfläche des Bleches 22 abhebt, wird die Grundplatte 7 unter der Wirkung der von dem Gummipuffer 11 ausgeübten Rückstellkraft in die Ausgangslage gemäß Fig. 1 zurückverschoben. Damit verbunden ist eine Verlagerung der Querschieber 13 radial nach außen und daraus resultierend ein Anheben des Längsschiebers 19 in die Ausgangslage nach Fig. 1. Durch die Rückstellbewegung des Längsschiebers 19 wird das Blech 22 im Bereich des nunmehr erstellten Durchzuges von dem Stempel 4 abgestreift.

    [0017] Die in den Figuren 1 und 2 angedeutete Matrize 23 sowie der Stempel 4 mit den übrigen Teilen der betreffenden Werkzeughälfte 1 lassen sich in die Werkzeugaufnahmen an einer Stanzmaschine einsetzen. Beispielsweise kann die Matrize 23 an dem Stößel der Stanzmaschine und die Werkzeughälfte 1 mit dem Stempel 4 in der ansonsten zur Aufnahme des Stanz-Unterwerkzeugs bestimmten Werkzeughalterung festgelegt werden. Auf diese Art und Weise läßt sich eine Stanzmaschine schnell und problemlos in eine Bearbeitungsmaschine zum Umformen von Werkstücken umrüsten. Das zu bearbeitende Blech kann mittels dem an Stanzmaschinen ohnehin vorgesehenen Werkstückvorschub schnell und exakt in der jeweiligen Bearbeitungsposition ausgerichtet und in die nächste Bearbeitungsposition verschoben werden, so daß sich hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten erzielen lassen. Zur Anpassung an wechselnde Blechdicken und/oder an wechselnde Durchmesser der Blech-Vorlochung kann der Stempel 4 mit geringem Aufwand ausgetauscht werden. Da die Matrize 23 mit ihrer Ringöffnung 24 im allgemeinen auf die Maße des jeweils verwendeten Stempels 4 abgestimmt ist, muß mit dem Wechsel des Stempels 4 i.d.R. ein Matrizenwechsel einhergehen.


    Ansprüche

    1. Bearbeitungsmaschine zum Umformen von Werkstücken (22), mit einem Werkzeug aus zwei an einander gegenüberliegenden Seiten des zu bearbeitenden Werkstücks (22) angeordneten Werkzeughälften (1, 23), wobei eine der Werkzeughälften (23) wenigstens ein gegen das Werkstück (22) bewegbares und dieses beaufschlagendes Druckelement (23) und die andere Werkzeughälfte (1) wenigstens ein mit dem Druckelement (23) zum Bearbeiten des Werkstücks (22) zusammenwirkendes Gegendruckelement (4) aufweist, welches gegen das Werkstück (22) bewegbar geführt und antreibbar ist und wobei durch das gegen das Werkstück (22) bewegte Druckelement (23) über das Werkstück (22) und/oder über eine Werkstückauflage der Antrieb des Gegendruckelementes (4) in Gegenrichtung des Druckelementes (23) bewirkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Werkzeughälfte (1) des Gegendruckelementes (4) wenigstens ein durch das gegen das Werkstück (22) bewegte Druckelement (23) gleichgerichtet verschiebbarer Längsschieber (19) geführt ist, welcher zu seinem dem Werkstück (22) abgewandten Ende hin unter Bildung wenigstens einer Keilfläche (18) keilförmig verjüngt ist und sich mit der Keilfläche (18) an einer entsprechenden Gegenkeilfläche (17) eines in Querrichtung des Längsschiebers (19) verschiebbaren Querschiebers (13) abstützt und daß der Querschieber (13) zu seinem dem Längsschieber (19) abgewandten Ende hin ebenfalls unter Bildung einer Keilfläche (15) keilförmig verjüngt ist und sich mit dieser Keilfläche (15) an einer entsprechenden, mit dem Gegendruckelement (4) verbundenen oder an diesem vorgesehenen Gegenkeilfläche (16) abstützt.
     
    2. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegendruckelement (4) an einem verschiebbar geführten Schubstück (7) der betreffenden Werkzeughälfte (1) angebracht ist.
     
    3. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegendruckelement (4) an einer im wesentlichen senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung verlaufenden Grundplatte (7) mit fensterartigen Ausnehmungen (12) vorgesehen und mit der Grundplatte (7) in eine entsprechende topfartige Aufnahme (10) der betreffenden Werkzeughälfte (1) eingesetzt ist, wobei in jeder der fensterartigen Ausnehmungen (12) ein sich mit der einen (15) seiner Keilflächen (15, 17) an einer Gegenkeilfläche (16) der Grundplatte (7) abstützender Querschieber (13) in Richtung der Grundplattenebene verschiebbar geführt ist.
     
    4. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegendruckelement (4) gegen Federkraft in Richtung auf das Werkstück (22) bewegbar ist.
     
    5. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (7) in Richtung auf das Werkstück (22) an einem federelastischen Gummipuffer (11) abgestützt ist.
     
    6. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegendruckelement (4) lösbar mit dem Schubstück (7), gegebenenfalls mit der Grundplatte (7), verbunden ist.
     


    Claims

    1. Machine for shaping workpieces (22), having a tool comprising two tool halves (1, 23) arranged on opposite sides of the workpiece (22) to be processed, wherein one of the tool halves (23) has at least one pressure element (23) movable against the workpiece (22) and acting upon it, and the other tool half (1) has at least one counter-pressure element (4) which cooperates with the pressure element (23) for the processing of the workpiece (22) and which is drivable and guided to be movable against the workpiece (22), and wherein, by means of the pressure element (23) moved against the workpiece (22) and by way of the workpiece (22) and/or by way of a workpiece support, the drive of the counter-pressure element (4) is brought about in the opposite direction to the pressure element (23), characterised in that at least one longitudinal slide member (19) is guided on the tool half (1) of the counter-pressure element (4) to be displaceable in the same direction as and by the pressure element (23) moved against the workpiece (22) and is tapered in a wedge-like manner towards its end remote from the workpiece (22), with the formation of at least one wedge face (18), and is supported by the wedge face (18) on a corresponding counter-wedge face (17) of a transverse slide member (13) displaceable in the transverse direction of the longitudinal slide member (19), and in that the transverse slide member (13) is likewise tapered in a wedge-like manner towards its end remote from the longitudinal slide member (19), with the formation of a wedge face (15), and is supported by that wedge face (15) on a corresponding counter-wedge face (16) which is connected to the counter-pressure element (4) or which is provided thereon.
     
    2. Machine according to claim 1, characterised in that the counter-pressure element (4) is fitted to a displaceably guided pushing member (7) of the relevant tool half (1).
     
    3. Machine according to either of the preceding claims, characterised in that the counter-pressure element (4) is provided on a baseplate (7) extending substantially perpendicularly to the direction of movement of the counter-pressure element (4) and having window-like recesses (12) and is inserted with the baseplate (7) into a corresponding pot-like receiving portion (10) of the relevant tool half (1), wherein a transverse slide member (13) which is supported by one (15) of its wedge faces (15, 17) on a counter-wedge face (16) of the baseplate (7) is guided in each of the window-like recesses (12) to be displaceable in the direction of the baseplate plane.
     
    4. Machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the counter-pressure element (4) is movable against resilient force in the direction towards the workpiece (22).
     
    5. Machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the baseplate (7) is supported, in the direction towards the workpiece (22), on a resilient rubber buffer (11).
     
    6. Machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the counter-pressure element (4) is releasably connected to the pushing member (7), where appropriate to the baseplate (7).
     


    Revendications

    1. Machine à façonner pour déformer des pièces (22), comprenant un outil composé de deux demi-outils (1, 23) disposés sur des côtés mutuellement opposés de la pièce (22) à façonner, l'un (23) des demi-outils présentant au moins un élément de pression (23) déplaçable contre la pièce (22) et agissant sur elle et l'autre demi-outil (1) présentant au moins un élément de contre-pression (4), coopérant avec l'élément de pression (23) pour façonner la pièce (22), élément de contre-pression qui est guidé et peut être mû pour être déplacé contre la pièce (22), et le déplacement de l'élément de pression (23) contre la pièce (22) produisant, par l'intermédiaire de la pièce (22) et/ou par l'intermédiaire d'une surface d'appui de pièce, l'entraînement de l'élément de contre-pression (4) en sens contraire à l'élément de pression (23), caractérisée en ce que, sur le demi-outil (1) de l'élément de contre-pression (4), est guidé au moins un poussoir longitudinal (19), pouvant être déplacé en translation par l'élément de pression (23) déplacé contre la pièce (22) et dans le même sens que cet élément, poussoir longitudinal qui se rétrécit en forme de coin en direction de son extrémité éloignée de la pièce (22), avec formation d'au moins une face de coin (18), et s'appuie par cette face sur une face de coin antagoniste (17) correspondante d'une coulisse transversale (13) déplaçable en coulissement transversalement au poussoir longitudinal (19), et que la coulisse transversale (13) se rétrécit en forme de coin, en direction de son extrémité éloignée du poussoir longitudinal (19), également avec formation d'une face de coin (15), et s'appuie par cette face (15) sur une face de coin antagoniste (16) correspondante solidaire de l'élément de contre-pression (4) ou prévue sur celui-ci.
     
    2. Machine à façonner selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de contre-pression (4) est disposé sur une pièce de poussée (7) coulissante et guidée du demi-outil (1) concerné.
     
    3. Machine à façonner selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de contre-pression (4) est prévu sur une plaque de base (7), s'étendant pour l'essentiel perpendiculairement à sa direction de mouvement et pourvue d'évidements semblables à des fenêtres (12), et est disposé ensemble avec la plaque de base (7) dans un logement en cuvette (10) approprié du demi-outil (1) concerné, dans chacun des évidements semblables à des fenêtres (12) étant guidée pour pouvoir coulisser, en direction du plan de la plaque de base, une coulisse transversale (13) s'appuyant par l'une (15) de ses faces de coin (15, 17) sur une face de coin antagoniste (16) de la plaque de base (7).
     
    4. Machine à façonner selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de contre-pression (4) est déplaçable en direction de la pièce (22) à l'encontre d'une force de ressort.
     
    5. Machine à façonner selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la plaque de base (7) est appuyée, en direction de la pièce (22), sur un tampon élastique en caoutchouc (11).
     
    6. Machine à façonner selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de contre-pression (4) est relié de façon amovible à la pièce de poussée (7), éventuellement à la plaque de base (7).
     




    Zeichnung