[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Verstellen des Hubes von fluidgesteuerten
Schlageinrichtungen, mit einem mit Fluid beaufschlagten Steuerventilkolben, welcher
mit in Achsrichtung des Steuerventilkolbens verteilten Steuerbohrungen oder Steuerkanälen
zusammenwirkt, wobei Steuerbohrungen oder Steuerkanäle mit Steuerkanten des Arbeitskolbens
der Schlageinrichtung zum welchselweisen Verbinden von Arbeitsräumen des Arbeitskolbens
der Schlageinrichtung mit Druck- oder Rücklaufleitungen zusammenwirken.
[0002] Einrichtungen der eingangs genannten Art sind beispielsweise der DE-A1-26 35 191
oder der DE-A1-31 15 361 zu entnehmen. Bei diesen bekannten Einrichtungen ist ein
Steuerventil vorgesehen, dessen Steuerventilkolben mit einem Steuerdruck beaufschlagt
ist. In Abhängigkeit von der Stellung des Steuerventilkolbens und damit in Abhängigkeit
von der Größe des Steuerdruckes werden unterschiedliche Steuerbohrungen bzw. Steuerkanäle
freigegeben, welche mit entsprechenden Mündungen im Bereich des Arbeitskolbens verbunden
sind. In Abhängigkeit von der Stellung des Arbeitskolbens und der Stellung des Steuerventilkolbens
wird hiebei die Hubumkehr bei Überschleifen bestimmter Bohrungen ausgelöst. Das Steuerventil
selbst wirkt hiebei in der Regel mit einem in die Druckleitung bzw. die Tankleitung
eingeschalteten Umschaltventil zusammen.
[0003] In Abhängigkeit von der Härte bzw. von der Druckfestigkeit von abzubauendem Gestein
kann ein Bohrverfahren dann besonders wirkungsvoll gestaltet werden, wenn die Bohrgeschwindigkeit
für einen bestimmten Energieaufwand mit einer definierten Schlagenergie verknüpft
wird. Ein Bohrschlag mit niedriger Schlagenergie verformt Gesteine, führt aber nicht
notwendigerweise zu einem Bruch von sprödem Gestein. Je nach Gesteinsformation bzw.
je nach Vorliegen von spödem oder weicherem Gestein muß daher die Schlagenergie an
die gewünschte Vortriebsleistung angepaßt werden, und es wird in der Regel so vorgegangen,
daß für eine geringere Schlagzahl, aber eine größere Einzelschlagenergie, ein langer
Kolbenhub des Arbeitskolbens gewählt wird, wobei umgekehrt ein kurzer Kolbenhub dann
eingestellt wird, wenn eine große Schlagzahl mit geringer Einzelschlagenergie als
vorteilhaft erkannt wurde. Die automatische Verstellung eines derartigen Kolbenhubes
kann in Abhängigkeit vom Schlagwerksystemdruck vorgenommen werden. Neben dieser automatischen
Verstellung ist es bekannt, die Einstellung des Kolbenhubes manuell vorzunehmen. Eine
hiefür geeignete Einrichtung ist in der DE-A-21 28 263 beschrieben. Bei dieser vorbekannten
Ausbildung kann ein Stift quer zu Steuerbohrungen bzw. Steuerkanälen so verstellt
werden, daß jeweils andere Steuerkanäle bzw. Steuerbohrungen beim Hub des Arbeitskolbens
nach ihrem Überschleifen durch eine Steuerkante des Arbeitskolbens abgeschlossen werden
und auf diese Weise durch das Steuerventil die Schlagumkehr ausgelöst wird.
[0004] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art dahingehend
weiterzubilden, daß nicht nur eine automatische Verstellung des Hubes des Schlagkolbens
in Abhängigkeit von Betriebsparametern, wie beispielsweise dem Schlagsystemdruck,
sondern gleichzeitig und mit der gleichen Einrichtung eine manuelle Verstellung in
einfacher Weise ermöglicht wird. Gleichzeitig zielt die Erfindung darauf ab, eine
für diese doppelte Aufgabe geeignete, besonders kompakt bauende und betriebssichere
Ausbildung des Steuerventiles zu schaffen, welche trotz kompakter Abmessungen in einfacher
Weise bedient werden kann. Schließlich zielt die Erfindung darauf ab, im Falle der
automatischen Verstellung des Arbeitshubes des Schlagkolbens in Abhängigkeit von einem
Schlagwerkssystemdruck eine weitestgehende kontinuierliche Verstellung des Hubes zu
ermöglichen. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemäße Einrichtung ausgehend
von der eingangs genannten Einrichtung im wesentlichen darin, daß der Steuerventilkolben
mit einem drehbaren Stellglied drehschlüssig kuppelbar ist und in einer Drehlage entgegen
der Kraft einer Feder durch Fluiddruck axial verschiebbar ist und in anderen Drehlagen
axial verschiebbar ist und in anderen Drehlagen axial unverschiebbar gelagert ist.
Dadurch, daß nun zusätzlich zu den bereits genannten Elementen, wie sie für die automatische
Verstellung des Hubes von fluidgesteuerten Schlageinrichtungen bekannt sind, ein drehbares
Stellglied drehschlüssig mit dem Steuerventilkolben kuppelbar ist, wird die Möglichkeit
geschaffen, durch Verdrehen des Steuerventilkolbens jeweils eine Position zu erzielen,
bei welcher unterschiedliche Steuerbohrungen bzw. Steuerkanäle zur Steuerung des Hubes
bzw. zur Hubumkehr des Schlagkolbens wirksam werden. Um bei einer derartigen kombinierten
Einrichtung, welche einesteils eine mechanische Einstellung und anderenfalls eine
automatische Verstellung ermöglicht, eine Interferenz zwischen den beiden Möglichkeiten
der Beeinflussung zu verhindern und sicherzustellen, daß bei mechanischer Verstellung
bewußt nur mehr die mechanischen Stellwerte, nicht aber ggf. denkbare hydraulische
Stellwerte zur Ausführung gelangen, wird erfindungsgemäß sichergestellt, daß der Steuerventilkolben
in einer Drehlage entgegen der Kraft einer Feder durch Fluiddruck axial verschiebbar
ist und in den anderen Drehlagen, welche der Ausführung der mechanischen Vorgaben
entsprechen, axial unverschiebbar gelagert ist. Insgesamt ergibt sich mit einem einzigen
Steuerventilkolben somit die kombinierte Verwendbarkeit ohne Gefahr einer Interferenz
der für die Steuerung jeweils gewählten Parameter, so daß manuell die Stellwerte unabhängig
vom Schlagwerkssystemdruck als Vorgabe eingehalten werden und umgekehrt im Falle einer
automatischen Verstellung eine mechanische Beeinflussung durch manuelle Verstellung
nicht möglich ist. Auf diese Weise wird eine besonders kompakte Bauweise erzielt.
[0005] In bevorzugter Weise ist die erfindungsgmäße Ausbildung dahingehend weitergebildet,
daß der Steuerventilkolben in Achsrichtung und Umfangsrichtung versetzt Bohrungen
oder Kanäle aufweist, welche bei axial unverschieblicher Kopplung mit dem drehbaren
Stellglied wahlweise mit verschiedenen Steuerbohrungen oder Steuerkanälen zu den Steuerkanten
des Arbeitskolbens der Schlageinrichtung in fluchtende Verbindung setzbar sind. Eine
derartige Anordnung von Bohrungen oder Kanälen in Achsrichtung und Umfangsrichtung
versetzt, ermöglicht es, durch einfaches Verdrehen des Steuerkolbens unterschiedliche
Steuerbohrungen bzw. Steuerkanäle wirksam werden zu lassen. die Abregelung kann hiebei
so erfolgen, daß jeweils Fluid über die erst, mit einem Arbeitsraum des Arbeitskolbens
in Verbindung stehende, offene Steuerbohrung bzw. den ersten derartigen offenen Steuerkanal
ausgepreßt wird, wodurch gleichzeitig die Umsteuerung des Systemdruckes auf den jeweils
gegenüberliegenden Arbeitsraum zum Zwecke der Bewegungsumkehr des Schlagkolbens bewirkt
wird. Wesentlich hiebei ist, daß bei einer derartigen manuellen Verdrehung und Einstellung,
bei welcher eine bestimmte Steuerbohrung bzw. ein bestimmter Steuerkanal zu den Steuerkanten
des Arbeitskolbens zur Schlageinrichtung in fluchtende Verbindung gesetzt wird, eine
axiale Verschiebung verhindert wird, um tatsächlich exakt die mechanischen bzw. manuellen
Vorgabewerte einhalten zu können.
[0006] Erfindungsgemäß ist die Ausbildung in vorteilhafter Weise so getroffen, daß der Steuerventilkolben
in der axial verschiebbaren Drehlage an seiner den Steuerbohrungen oder Steuerkanälen
zugewandten Seite Kanäle aufweist, welche sich über einen Teil des Umfanges des Steuerkolbes
über einen Zentriwinkel nach Art von Ringnuten erstrecken. Eine derartige Ausbildung
des Steuerventilkolbens, bei welcher in einer Drehlage, in welcher die axiale Verschiebebewegung
und damit die automatische Verstellung unter Ausnützung eines Schlagwerksystemdruckes
möglich ist, hat den Vorteil, daß auf Grund der sich über einen Zentriwinkel erstreckenden
Ausnehmungen bzw. Kanäle im Steuerventilkolben eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung
versetzten Steuerbohrungen vom Steuerventilkolben überschliffen werden kann. Beim
Überschleifen einer derartigen Mehrzahl in Achsrichtung und in Umfangsrichtung versetzten
Steuerventilbohrungen läßt sich je nach Breite der nach Art einer Ringnut sich über
einen Zentriwinkel des Steuerkolbens erstreckenden Ausnehmung eine weitestgehende
kontinuierliche Hubvorgabe bewirken. Zu diesem Zwecke ist die Ausbildung mit Vorteil
so getroffen, daß eine Mehrzahl von Steuerbohrungen oder Steuerkanälen in Achsrichtung
benachbart und innerhalb des Zentriwinkels der sich über einen Teil des Umfanges des
Steuerventilkolbens erstreckenden Kanäle verteilt angeordnet sind. Auf diese Weise
werden auf kleiner axialer Länge eine große Anzahl von Bohrungen untergebracht, wodurch
kompakte Baumaße sichergestellt werden.
[0007] Eine besonders einfache Ausbildung der mechanischen bzw. manuellen Verstellbarkeit
läßt sich dadurch erzielen, daß die drehschlüssige Kupplung des Steuerventilkolbens
mit dem drehbaren Stellglied durch in Nuten eingreifende Bolzen einer Hülse erfolgt.
Bei drehschlüssiger Kopplung des Steuerventilkolbens mit dem drehbaren Stellglied
muß, wie bereits eingangs erwähnt, die axiale Verschiebbarkeit des Steuerventilkolbens
begrenzt werden, wobei die Ausbildung bevorzugt so getroffen ist, daß die axiale Verschiebbarkeit
des Steuerventilkolbens durch von der Drehlage abhängige Anschläge, wie z.B. eine
an eine axiale Nut anschließende Ringnut oder Stirnflächen des Steuerventilkolbens
begrenzt ist. Die erfinderische Ausbildung erlaubt es, alle wirksamen Bauteile im
wesentlichen konzentrisch zueinander und auf kleinstem Raum unterzubringen, wobei
bevorzugt die Ausbildung so getroffen ist, daß die Fluiddruckleitung zum Beaufschlagen
des Steuerventilkolbens an der dem drehbaren Stellglied gegenüberliegenden Seite des
Steuerventilkolbens mündet. Um auch bei hohen Steuerdruck eine entsprechend stark
dimensionierte Feder auf kleinem Raum sicher unterbringen zu können und gleichzeitig
auch den Zusammenbau und die Justierung zu vereinfachen, ist mit Vorteil die Ausbildung
so getroffen, daß die Feder für den Steuerventilkolben als das drehbare Stellglied
konzentrisch übergreifende Druckfeder ausgebildet ist.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In dieser zeigen Fig. 1 eine schematische Darstellung der Steuerung des Schlagkolbens
unter Verwendung eines von einer Steuerleitung beaufschlagten Steuerventilkolbens,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch eine erste Ausbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung,
wobei die Darstellung in der Drehlage gewählt ist, in welcher der Steuerventilkolben
durch den Steuerleitungsdruck verschiebbar ist, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie
III/III der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV/IV der Fig. 2, Fig. 5 einen
Schnitt nach der Linie V/V der Fig. 2, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI/VI/
der Fig. 2, Fig. 7 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles VII auf die Steuerventilbohrungen,
Fig. 8 einen Axialschnitt durch eine abgewandelte Ausbildung eines Steuerventiles
in einer druckabhängig steuerbaren Position des Steuerventilkolbens, Fig. 9 einen
analogen Schnitt wie Fig. 8 in einer weiteren Verschiebeposition des Steuerventilkolbens
und Fig. 10 eine Einstellung des Steuerventiles den Fig. 8 und 9 in die manuell betätigbare
Position, bei welcher der axiale Hub des Steuerventilkolbens durch Anschlag begrenzt
ist.
[0009] In Fig. 1 ist mit 1 ein Schlagkolben bezeichnet, dessen Arbeitsräume 2 und 3 wahlweise
über ein Ventil 4 mit der Druckleitung 5 bzw. der Tankleitung 6 in Verbindung gesetzt
werden. Die Umsteuerung des Schaltventiles 4 erfolgt durch ein Steuerventil 7, dessen
Steuerventilkolben 8 in Abhängigkeit vom Druck in einer Steuerleitung 9 in axialer
Richtung verschiebbar ist. Je nach Verschiebeposition des Steuerventilkolbens 8 werden
unterschiedliche Steuerventilbohrungen 10,11 oder 12 in fluchtende Verbindung mit
Steuerkanten 13 des Arbeitskolbens 1 gebracht, wodurch die Hubumkehr bewirkt wird.
[0010] Durch das Öffnen des Steuerventil 7 wird die Leitung 15 drucklos geschaltet und bewirkt
die Hubumkehr durch Umschalten des Schaltventils 4 über die Druckleitung 5. Mit 14
ist hier eine Leitung zum Tank und mit 16 eine mit der Druckleitung 5 verbundene Zweigleitung
bezeichnet.
[0011] In Fig. 2 sind die Details deutlicher sichtbar, wobei wiederum für gleiche Bauteile
gleiche Bezugszeichen gewählt wurden. Der Betriebsmodus wird hiebei durch eine Arretiervorrichtung
gewählt, die aus einem drehbaren Stellglied 17 besteht. Auf diesem sind längs des
Umfanges Ansenkungen angebracht, in welche eine durch eine Feder 18 vorgespannte Kugel
19 einrastet und dadurch die eingestellte Position hält. Im Automatikbetrieb ist dabei
das Stellglied 17 auf die Position gedreht, bei der der Zylinderstift 20 sich mit
einer in das Stellventilgehäuse eingefräste Längsnut überdeckt und der Steuerventilkolben
8 abhängig vom Regeldruck in der Zuleitung 9 axiale Bewegungen ausführt. Abhängig
von der Höhe dieses anliegenden Regeldruckes an den Boden der Bohrung 21 des Steuerventilkolbens
8 wird der Steuerventilkolben gegen die Federkraft der Feder 22 bis zu einem maximalen
möglichen Anschlag bei Position 23 verschoben. Während dieses automatischen Betriebs
überstreichen die Kanäle 24 des Steuerventilkolbens 8 die versetzt angeordneten Ausströmkanäle
10,11,12,26 oder 27. Das Fluid kann über einen Hohlraum im Steuerventilkolben und
eine Auslaßöffnung 25 abströmen.
[0012] Fig. 3 zeigt den Schnitt III/III durch die Arretiervorrichtung. Das Stellglied 17
weist Ausnehmungen auf, welche mit der durch eine Feder 18 vorgespannten Kugel 19
verrasten. Somit wird die für die gewünschte Betriebsweise notwendige Festlegung der
Position des Steuerventilkolbens 8 getroffen.
[0013] Fig. 4 zeigt im Schnitt IV/IV den Führungsmechanismus des Steuerventilkolbens 8,
wobei axiale Vorsprünge des Steuerventilkolbens 8 in Längsnuten des Stellgliedes 17
geführt sind.
[0014] Im Schnitt V/V in Fig. 5 wird die kontinuierliche Überdeckung von Steuerbohrungen
oder Steuerkanälen 10,11,12,26 bzw. 27 mit der bogenförmigen Aussparung bzw. dem Kanal
24 des Steuerventilkolbens 8 deutlich. Abhängig von der Position des Steuerventilkolbens
8 werden hiebei unterschiedliche Flächenanteile der verschiedenen Steuerventilbohrungen
10,11,12,26 bzw. 27 überdeckt und somit eine weitgehend stufenlose, automatische Hubregelung
möglich gemacht.
[0015] Fig. 6 zeigt den Schnitt VI/VI durch den Bereich der im Steuerventilgehäuse eingebrachten
Längsnut. Dabei wird, abhängig von der Betriebsweise bzw. der Drehstellung des Stellgliedes
17, der Zylinderstift 20 in einer Ringnut des Gehäuses geführt und erreicht bei Automatikbetrieb
die axial ausgerichtete Längsnut, in welcher ein Gleiten in axialer Richtung möglich
ist. Bei manueller Betriebsweise hingegen ist eine Bewegung in axialer Richtung nicht
möglich, da außerhalb des Längsnutbereiches die Breite des Zylinderstiftes exakt der
Breite der Ringnut entspricht und somit den Steuerventilkolben 8 gegen axiale Verschiebung
verriegelt.
[0016] Fig. 7 zeigt die Draufsicht auf die Verbindungsbohrungen 10,11 und 12, die, abhängig
von der Position der Schlageinrichtung, vom Schlagkolben 1 derselben überdeckt bzw.
geöffnet werden. Die Bohrungen sind sowohl axial als Steuerkanäle
1. Einrichtung zum Verstellen des Hubes von fluidgesteuerten Schlageinrichtungen mit
einem mit Fluid beaufschlagten Steuerventilkolben, welcher mit in Achsrichtung des
Steuerventilkolbens verteilten Steuerbohrungen oder Steuerkanälen zusammenwirkt, wobei
Steuerbohrungen oder Steuerkanäle mit Steuerkanten des Arbeitskolbens der Schlageinrichtung
zum wechselweisen Verbinden von Arbeitsräumen des Arbeitskolbens der Schlageinrichtung
mit Druck- oder Rücklaufleitungen zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerventilkolben mit einem drehbaren Stellglied drehschlüssig kuppelbar
ist und in einer Drehlage entgegen der Kraft einer Feder durch Fluidruck axial verschiebbar
ist und in anderen Drehlagen axial unverschiebbar gelagert ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerventilkolben in Achsrichtung und Umfangsrichtung versetzt Bohrungen
oder Kanäle aufweist, welche bei axial unverschieblicher Kopplung mit dem drehbaren
Stellglied wahlweise mit verschiedenen Steuerbohrungen oder Steuerkanälen zu den Steuerkanten
des Arbeitskolbens der Schlageinrichtung in fluchtende Verbindung setzbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerventilkolben in der axial verschiebbaren Drehlage an seiner den Steuerbohrungen
oder Steuerkanälen zugewandten Seite Kanäle aufweist, welche sich über einen Teil
des Umfanges des Steuerkolbens über einen Zentriwinkel nach Art von Ringnuten erstrecken.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von Steuerbohrungen oder Steuerkanälen in Achsrichtung benachbart
und innerhalb des Zentriwinkels der sich über einen Teil des Umfanges des Steuerventilkolbens
erstreckenden Kanäle verteilt angeordnet sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die drehschlüssige Kupplung des Steuerventilkolbens mit dem drehbaren Stellglied
durch in Nuten eingreifende Bolzen einer Hülse erfolgt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Verschiebbarkeit des Steuerventilkolbens durch von der Drehlage abhängige
Anschläge wie z.B. eine an eine axiale Nut anschließede Ringnut oder Stirnflächen
des Steuerventilkolbens begrenzt ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluiddruckleitung zum Beaufschlagen des Steuerventilkolbens an der dem drehbaren
Stellglied gegenüberliegenden Seite des Steuerventilkolbens mündet.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,, daß die Feder für den Steuerventilkolben als das drehbare Stellglied konzentrisch
übergreifende Druckfeder ausgebildet ist.