(19)
(11) EP 0 740 044 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.10.1996  Patentblatt  1996/44

(21) Anmeldenummer: 96106123.1

(22) Anmeldetag:  18.04.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E06B 9/01, F16B 41/00, E04F 11/18
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DK ES FR GB GR IE IT LI LU NL PT SE

(30) Priorität: 27.04.1995 DE 29507111 U

(71) Anmelder: bima Industrie-Service GmbH
68199 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Dietrichs, Alexander
    69469 Weinheim (DE)

(74) Vertreter: Prietsch, Reiner, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Schäufeleinstrasse 7
80687 München
80687 München (DE)

   


(54) Schmiedeeisernes Gitter


(57) Schmiedeeiserne Gitter bestehen in der Regel aus Längsstäben (1) und Quertravesen (2), die an den Kreuzungspunkten Auskröpfungen (2a) zur zumindest teilweisen formschlüssigen Aufnahme der Längsstäbe (1) haben. Während im Stand der Technik die Quertraversen mit den Längsstäben an den Kreuzungspunkten verschweißt waren, wird nun vorgeschlagen, die notwendige, unlösbare Verbindung mittels einer Verschraubung (12, 13) herzustellen. Ein derartiges Gitter kann deshalb auch vom Laien und ohne Spezialwerkzeug montiert werden.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein schmiedeeisernes Gitter.

[0002] Schmiedeeiserne Fenster-, Tür- sowie Treppengeländergitter und dergleichen werden entweder vor Ort aus Einzelelementen, insbesondere Längsstäben und Quertraversen, zusammengebaut oder es werden werkseitig vorgefertigte Gitterteile, die bereits jeweils mehrere Längs- und Quertraversen umfassen, aneinander anschließend montiert. In beiden Fällen sind die Längsstäbe mit den Quertraversen an diesen Kreuzungspunkten verschweißt. Häufig weisen die Quertraversen an den Kreuzungspunkten nach außen gerichtete Auskröpfungen auf, deren lichte Weite und Tiefe an den Querschnitt der Längsstäbe angepaßt ist, so daß bei dem fertigen Gitter die Längsstäbe und die Quertraversen zumindest im wesentlichen in der gleichen Ebene liegen.

[0003] Zumindest die Montage derartiger schmiedeeiserner Gitter vor Ort aus Einzelelementen erfordert also den fachmännischen Umgang mit einem Schweißgerät.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein schmiedeeisernes Gitter zu schaffen, das demgegenüber auch vom Laien und ohne Spezialwerkzeug montiert werden kann.

[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Quertraversen an den Kreuzungspunkten mit den Längsstäben unlösbar verschraubt sind.

[0006] Die Verschraubung kann insbesondere aus einer eine Bohrung des Längsstabes durchgreifenden Maschinenschraube mit gegen Herausdrehen gesichertem Kopf und einem Gewindesackloch in der Kröpfung jeder Quertraverse bestehen.

[0007] Als Maschinenschrauben, die nach dem Eindrehen gegen Lösen gesichert oder sicherbar sind, eignen sich insbesondere Schrauben mit Innensechskantkopf, dessen Innensechskantöffnung nach dem Eindrehen durch Einschlagen einer Kugel oder andere Maßnahmen unbrauchbar zum Ansetzen eines Werkzeugs gemacht wird, Maschinenschrauben mit abscherbarem Kopf oder Flächen, die eine Drehmomentübertragung nur in Eindrehrichtung ermöglichen, usw..

[0008] Zweckmäßig hat die Bohrung in dem Längsstab eine den Kopf der Maschinenschraube vollständig aufnehmende Ansenkung.

[0009] Grundsätzlich kann die Verschraubung der Längsstäbe mit den Quertraversen auch in der Weise erfolgen, daß die Quertraversen in jeder Auskröpfung eine Bohrung haben, die von einer Schraube durchgriffen wird und die Längsstäbe ein Gewindesackloch aufweisen.

[0010] Anstelle eines Gewindesacklochs können die Quertraversen bzw. die Längsstäbe auch eine Durchgangsbohrung haben, die von dem Schraubenschaft vollständig durchgriffen wird, dessen freies Ende dann in eine Mutter eingreift, die ihrerseits so beschaffen oder angeordnet ist, daß sie nach dem Anziehen der Schraube das Ansetzen eines Werkzeuges zum Lösen der Mutter nicht erlaubt.

[0011] Zweckmäßig ist die Verschraubung so ausgeführt, daß sie als solche - zumindest von der späteren Außenseite des Gitters - nicht erkennbar ist.

[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines schmiedeeisernen Gitters nach der Erfindung dargestellt.

[0013] Figur 1 zeigt eine Ansicht, Figur 2 einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich in vergrößertem Maßstab.

[0014] Drei Längsstäbe 1 sind über zwei Quertraversen 2 verbunden. Die Quertraversen 2 haben Auskröpfungen 2a, deren lichte Weite und Tiefe entsprechend dem Querschnitt der Längsstäbe 1 bemessen ist, siehe Figur 1.

[0015] Figur 2 zeigt die Verbindungsstelle zwischen einem Längsstab und einer Quertraverse im Bereich der Auskröpfung letzterer im Schnitt. Der Längsstab 1 hat eine durchgehende Bohrung 11 mit einer Ansenkung 11a. Die Ansenkung 11a nimmt den Kopf 12a einer Innensechskantschraube 12 auf. Der Schraubenschaft ist in ein Gewindesackloch 21 der Quertraverse 2 eingedreht. Die Innensechskantöffnung des Schraubenkopfes 12a ist durch eine nachträglich eingeschlagene Stahlkugel 13 verschlossen.


Ansprüche

1. Schmiedeeisernes Gitter aus voneinander beabstandeten Längsstäben (1) und Quertraversen (2), die an den Kreuzungspunkten Auskröpfungen (2a) zur zumindest teilweise formschlüssigen Aufnahme der Längsstäbe (1) haben und an diesen Stellen unlösbar mit letzteren verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die unlösbare Verbindung aus einer Verschraubung (12, 13) besteht.
 
2. Gitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschraubung aus einem Gewindesackloch (21) in der Quertraverse (2) und einer eine Bohrung (11) in dem Längsstab (1) durchgreifenden Maschinenschraube (12) besteht.
 
3. Gitter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinenschraube eine Innensechskantschraube (12) ist.
 
4. Gitter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsstab (1) eine Ansenkung (11a) zur Aufnahme des Kopfes (12a) der Maschinenschraube (12) hat.
 
5. Schraube nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Innensechskant des Schraubenkopfes (12a) eine Stahlkugel (13) eingeschlagen ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht