| (19) |
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(11) |
EP 0 740 369 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.01.2000 Patentblatt 2000/01 |
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Anmeldetag: 29.04.1996 |
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Kurzschlusssicherung für elektrische Zünder von Airbags
Short-circuit protection for electric igniter for airbags
Protection contre les court-circuits pour allumeurs électriques d'airbags
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
27.04.1995 DE 19514864
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1996 Patentblatt 1996/44 |
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Patentinhaber: AMI DODUCO GmbH |
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75181 Pforzheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Bahm, Klaus
D-76703 Kraichtal (DE)
- Krauter, Karl-Heinz
D-75177 Pforzheim (DE)
- Gebhard, Reiner
D-75239 Eisingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Twelmeier, Ulrich, Dipl. Phys. et al |
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porta patentanwälte
Dipl.-Phys. U. Twelmeier
Dr. techn. W. Leitner
Zerrennerstrasse 23-25 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 650 229 US-A- 5 274 918
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DE-A- 2 830 552 US-A- 5 275 575
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kurzschlußsicherung mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen. Eine solche Kurzschlußsicherung ist aus der DE-28 30 552
C2 bekannt.
[0002] Für das Aufblasen eines Airbags wird in einem kurzen Zeitraum von unter 1 s ein relativ
großes Gasvolumen benötigt. Das Gasvolumen wird in der Regel mit pyrotechnischen,
chemischen oder pneumatischen Gasgeneratoren erzeugt. Weiterhin ist es Stand der Technik,
diese Gasgeneratoren mit einem Sprengsatz zu zünden. Dieser Sprengsatz besteht normalerweise
aus einer Pulverladung die elektrisch mittels einer Glühwendel oder mittels einer
aufgesputterten Au-Schicht gezündet wird. Damit der Airbag seine Sicherungsaufgabe
erfüllen kann, benötigt man Zünder mit sehr kurzer Reaktionszeit. Solche Zünder sind
hochempfindlich. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, Vorsorge zu treffen, um zu
verhindern, daß die Zünder unbeabsichtigt gezündet werden, z.B. während des Transports,
der Wartung oder beim Einbau oder Ausbau eines Airbags; in solchen Situationen könnte
der Sprengsatz durch elektrostatische Aufladung der freiliegenden Kontaktstifte des
Zünders versehentlich gezündet werden. Es ist deshalb bekannt, die Kontaktstifte des
Zünders mit einer sogenannten Kurzschlußfeder gegen Fehlströme abzusichern. Die Kurzschlußfeder
schließt die Kontaktstifte des Zünders in allen Situationen, in denen der Zünder nicht
mit der Auslöseschaltung des Airbags verbunden ist, definiert kurz und verhindert
dadurch ein unbeabsichtigtes Auslösen des Airbags. Die Kurzschlußsicherung wird gebildet
durch zwei Kontaktfedern, welche durch ein gemeinsames Fußteil verbunden und in eine
Buchse aus Kunststoff eingesetzt sind, in welche die Kontaktstifte des Zünders hineinragen.
Die Kontaktfe-dern liegen den beiden Kontaktstiften federnd an und werden erst durch
Einschieben eines Steckers in die Buchse von den Kontaktstiften abgehoben; dieser
Stecker verbindet die Kontaktstifte des Zünders mit der Auslöseschaltung des Airbags
und drückt die beiden Kontaktfedern beim Einschieben in die Buchse auseinander. Dabei
sind die Anordnung der Kontaktstifte in der Buchse und der Stecker so aufeinander
abgestimmt, daß die Kontaktfedern nicht von den Kontaktstiften abheben, bevor der
Stecker eine elektrische Verbindung der Kontaktstifte mit der Auslöseschaltung hergestellt
hat, so daß die Kontaktstifte stets ein definiertes Potential haben. Entsprechendes
gilt für den Fall, daß der Stecker aus der Buchse herausgezogen wird: In diesem Fall
werden zuerst die beiden Kontaktstifte durch Anlegen der Kontaktfedern kurzgeschlossen
und erst danach wird die Verbindung zur Auslöseschaltung des Airbags unterbrochen.
[0003] Bekannte Kurzschlußfedern für Airbags bestehen aus aushärtbarem Kupfer-Beryllium,
welches im Kontaktierungsbereich vergoldet ist. Aushärtbares Kupfer-Beryllium wird
verwendet, um die notwendigen engen Biegeradien verwirklichen zu können. Die Kurzschlußfeder
wird zunächst in weichem Zustand durch Stanzen, Biegen und Vergolden gebildet und
danach in einem aufwendigen Glüharbeitsgang vergütet und auf die gewünschte Endhärte
gebracht. Nach dem Glühen wird die Kurzschlußfeder in die Kunststoffbuchse in der
richtigen, durch die Lage der Kontaktstifte bestimmten Position eingesetzt und gemäß
den Angaben in der DE 28 30 552 C2 darin durch Schweißen, Kleben, Einpressen in Führungsrillen,
Spreizen oder dergleichen festgelegt. Diese Art der Montage ist aufwendig und bestimmt
den Preis der Kurzschlußsicherung zu einem erheblichen Teil.
[0004] Die EP-A-0 650 229 zeigt eine Kurzschlußsicherung für elektrische Zünder von Airbags
mit einer nichtleitenden Buchse, in der eine Kontaktfeder angeordnet ist. Die Kontaktfeder
hat zwei freie Kontaktenden und ein diese verbindendes Fußteil, das in eine Vertiefung
der Buchse eingelegt ist. Dies hat den Nachteil, daß die Kontaktfeder in die Vertiefung
der Buchse in einem eigenen Arbeitsgang eingelegt werden muß. Die Kontaktenden werden
von zwei Kontaktstiften eines Zünders für den Airbag gegen ihre Federkraft nach außen
ausgelenkt, wobei sie an den Kontaktstiften anliegen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, wie
die Kurzschlußsicherung für Airbags ohne Einbuße an Funktionssicherheit verbilligt
werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kurzschlußsicherung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche. Ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Kurzschlußsicherung
ist in Anspruch 9 angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß ist das gemeinsame Fußteil der Kontaktfedern mit dem Kunststoff der
Buchse umspritzt. Das erlaubt eine wesentlich kostengünstigere Herstellung der Kurzschlußsicherung.
Zum einen werden das Einsetzen, das lagerichtige Positionieren und das anschließende
Festlegen der Kurzschlußfeder in der Kunststoffbuchse ersetzt durch ein Einlegen der
Kurzschlußfeder in die Spritzgießform für die Buchse. Das erfordert nicht nur weniger
Arbeitsschritte, sondern läßt sich auch leichter automatisieren. Zum anderen wird
die Anordnung der Kurzschlußfeder in der Buchse dadurch, daß sie bereichsweise in
den Kunststoff eingebettet ist, steifer als beim Stand der Technik, wo sie nachträglich
in die Buchse eingesetzt wird. Schließlich sind enge Biegeradien, die beim Stand der
Technik zum lagegenauen Einsetzen der Kurzschlußfeder in die Buchse erforderlich sind,
erfindungsgemäß nicht mehr nötig. Die Kurzschlußfeder kann deshalb von vornherein
aus gehärtetem Kontaktfederwerkstoff gebildet werden und muß nicht mehr nachträglich
vergütet werden. Das macht es möglich, die Kurzschlußfedern aus bandförmigem Kontaktfederwerkstoff,
insbesondere aus werksvergütetem CuBe, durch Stanzen und Biegen herzustellen, sie
jedoch zunächst nicht zu vereinzeln, sondern mit einem verbleibenden Seitenstreifen
des Bandes verbunden zu belassen, so daß man sie zwar fertig gestanzt und gebogen,
aber nach wie vor zusammenhängend als bandförmiges Halbzeug der Spritzgießmaschine
zuführen kann, in welcher die Fußteile der Kurzschlußfedern, während sie noch am Seitenstreifen
des Bandes hängen, zur Bildung der Buchsen mit dem Kunststoff umspritzt werden, vorzugsweise
in Mehrfachformen, welche mehrere Formenhohlräume zum gleichzeitigen Spritzen mehrerer
Buchsen haben. Ein solches bandförmiges Halbzeug ist für eine automatisierte Arbeitsweise
besonders geeignet. Außerdem erlaubt es eine Zwischenlagerung der Kurzschlußfedern
zu einer Rolle aufgewickelt ebenso wie die Zwischenlagerung der bereits umspritzten
Kurzschlußfedern auf eine Rolle aufgewickelt bis zu ihrer weiteren Verarbeitung. Es
ist aber auch möglich, das eine Stanz-Biegemaschine verlassende bandförmige Halbzeug
über eine Pufferschleife direkt einer Spritzgießmaschine mit Mehrfachwerkzeugen zuzuführen,
wenn diese in ihrem Arbeitstakt aufeinander abgestimmt sind. Die Trennstellen der
Stege, mit denen das Fußteil im bandförmigen Halbzeug mit dessen Seitenstreifen verbunden
war, liegen an wenigstens einer, vorzugsweise an zwei benachbarten Stellen an einer
Endfläche der Buchse, insbesondere in einer Ausnehmung der Endfläche, um die Trennstellen
gegen eine unbeabsichtigte Kontaktgabe zu schützen.
[0008] Das Vereinzeln der Kurzschlußsicherungen findet erst nach dem Spritzgießen, insbesondere
unmittelbar vor dem Zusammenbau mit dem Zünder für den Airbag statt, so daß auch dort
die Vorteile einer rationellen Fertigung "vom Band" genutzt werden können. Um das
Vereinzeln zu erleichtem, werden beim Stanzen der Kurzschlußfedern in den Stegen,
die ihre Fußteile mit dem Seitenstreifen des Bandes verbinden, Sollbruchstellen gebildet,
die ein leichtes Abbrechen des federharten Materials an vorgegebener Stelle, zweckmässigerweise
unmittelbar an der Oberfläche der Buchse, wo die Stege aus dem Kunststoff zutage treten,
ermöglichen.
[0009] Grundsätzlich würde es genügen, jedes Fußteil durch einen einzigen Steg mit dem Seitenstreifen
des Bandes zu verbinden. Vorzugsweise sieht man jedoch zwei Stege nebeneinander vor,
was die Formstabilität des vorgeformten bandförmigen Halbzeugs und das positionsgenaue
Einlegen des Halbzeugs in eine Spritzgießform begünstigt. Vorzugsweise biegt man diese
Stege rechtwinklig ab, so daß sie sich rechtwinklig zum Seitenstreifen erstrecken
und auch die von ihnen gehaltene vorgeformte Kurzschlußfeder sich rechtwinklig zum
Seitenstreifen erstreckt. Auch das erhöht die Formstabilität des Halbzeugs und erleichtert
zugleich das Aufwickeln des bandförmigen Halbzeugs und das Positionieren in der Spritzgießform.
[0010] Es genügt, das gemeinsame Fußteil der beiden Kontaktfedern, welche den Kurzschluß
bewirken sollen, in den Kunststoff einzubetten. Um die vom Fußteil ausgehenden Kontaktfedern
aus dem Kunststoff herauszuführen, sind auf der Innenseite der Buchse vorzugsweise
zwei achsparallele Nuten vorgesehen, in der Nähe von deren einem Ende das Fußteil
der Kurzschlußfeder aus dem Kunststoff zutage tritt, von wo aus sich die beiden Kontaktfedern
entsprechend der Form, die sie durch den vorangehenden Stanz-Biegevorgang erhalten
haben, in Richtung auf die Längsachse der Buchse erstrecken. Wenn die Kontaktfedern
durch das Einstecken eines Steckers, welcher die Verbindung zur Auslöseschaltung des
Airbags herstellt, voneinander weggedrückt werden, können sie sich in diese beiden
achsparallelen Nuten zurückziehen und schaffen dadurch Platz für den Stecker.
[0011] An ihren Enden sind die Kontaktfedern vorzugsweise zur Bildung eines ausgeprägten
Kopfteils umgeformt, insbesondere so gebogen, daß sie mit ihrer Endkante gegen die
Längsachse der Buchse gerichtet sind. Dadurch ergibt sich ein hoher spezifischer Auflagedruck
der Kontakffedern auf den Kontaktstiften, die sie kurzschließen sollen, der es möglich
macht, auch dünne passivierende Oxidhäute zu durchdringen. Im Interesse einer gesicherten
Kontaktgabe haben die Kontaktfedern darüberhinaus ein verbreitertes Kopfteil, so daß
sie selbst dann, wenn sie eine gewisse Schieflage haben sollten, noch zuverlässig
Kontakt machen.
[0012] Das Fußteil soll den Durchgang der Buchse nur teilweise umschließen, vorzugsweise
um etwa 314 seines Umfangs. Dabei sollten die Stege, die das Fußteil mit dem Seitenstreifen
des Halbzeugs verbinden, im Bereich zwischen zwei zusammengehörigen Kontaktfedern
liegen, und darüberhinaus sollte sich das Fußteil über die beiden Fußpunkte der zusammengehörigen
Kontaktfedern hinaus erstrecken, so daß die Kontaktfedern nicht nur einseitig, sondern
zu beiden Seiten ihres Fußpunktes durch einen in den Kunststoff eingebetteten Abschnitt
des Fußteils gehalten sind.
[0013] Die Buchse hat zweckmäßigerweise an ihrer Innenseite undloder an ihrer Außenseite
wenigstens eine achsparallele Führungsnut oder Führungsfläche, wie bei Steckverbindern
an sich üblich, um das Verbinden mit dem Stecker der Auslöseschaltung und mit dem
Zünder zu erleichtern. Bei dieser Ausbildung tritt das Fußteil der Kurzschlußfeder
zweckmäßigerweise an einer dieser Führungsflächen oder Führungsnuten zutage, um dort
eine zusätzliche Kontaktgabe zu ermöglichen.
[0014] Es hat sich gezeigt, daß erfindungsgemäße Kurzschlußsicherungen verglichen mit dem
Stand der Technik ungefähr zum halben Preis hergestellt werden können.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kurzschlußsicherung ist in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt.
- Figur 1
- zeigt eine Kurzschlußsicherung in einem seine Längsachse enthaltenden Längsschnitt,
- Figur 2
- zeigt zwei solche Kurzschlußsicherungen in einer Draufsicht (Blickrichtung gemäß dem
Pfeil II in Figur 1), während sie noch an einem Seitenstreifen hängen,
- Figur 3
- zeigt die Anordnung aus Figur 2 in einer Seitenansicht gemäß dem Pfeil III in Figur
2, wobei eine der beiden Kurzschlußsicherungen in einem Längsschnitt gemäß Figur 1
dargestellt ist,
- Figur 4
- zeigt eine der Kurzschlußsicherungen aus Figur 2 in einer Draufsicht gemäß dem Pfeil
IV in Figur 3, und
- Figur 5
- zeigt eine der Kurzschlußsicherungen aus Figur 2 in einem die Längsachse enthaltenden
Längsschnitt, jedoch um 90° gegenüber der Darstellung in Figur 1 verdreht.
[0016] Die Kurzschlußsicherung hat eine im wesentlichen zylindrische Buchse 1 aus Kunststoff
mit zwei entgegengesetzt gerichteten, zueinander parallelen, ebenen Abflachungen 2
und 3, welche sich ausgehend vom einen Ende 4 der Buchse ungefähr über deren halbe
Länge auf deren Außenseite erstrecken. Die Buchse 1 hat in der Mitte der Abflachung
2 einen auf voller Länge durchgehenden Schlitz 5, der außer in der Nähe des Endes
4 der Buchse, wo sich eine nach innen vorspringende Brücke 6 befindet, die Umfangswand
der Hülse 1 auftrennt. Dem Schlitz 5 diametral gegenüberliegend befindet sich in der
Innenseite der Umfangswand der Hülse 1 eine achsparallele Nut 7, welche von dem anderen
Ende der Hülse 1, welches sowohl innen als auch außen angefast ist, bis zu einer vor
dem gegenüberliegenden Ende 4 vorgesehenen Verdickung 9 der Umfangswand verläuft,
wobei dort in der Flucht der Nut 7 ein weiterer Vorsprung 10 vorgesehen ist, welcher
gegen den Vorsprung der Brücke 6 gerichtet ist. In 90°-Lage zu dem Schlitz 5 und der
Nut 7 sind in der Innenseite der Umfangswand der Hülse zwei weitere achsparallele
Nuten 11 und 12 vorgesehen, welche sich über die volle Länge der Hülse 1 erstrecken.
In diesen Nuten sind zwei Kontaktfedern 13 und 14 angeordnet, welche an ihrem einen,
freien Ende einen verbreiterten Kopf 15 haben (siehe Figur 4), welcher ungefähr um
90° von der restlichen Kontaktfeder abgebogen und mit seiner Endkante 16 gegen die
Längsachse 17 der Hülse gerichtet ist. Die Kontaktfedern 13 und 14 ragen in Richtung
auf den Kopf 15 zunehmend auf einem Teil ihrer Länge aus den Nuten 11 und 12 heraus;
in der Nachbarschaft des Endes 4 der Buchse tauchen die Kontaktfedern 13 und 14 in
die Nuten 11 bzw. 12 hinein und enden dort auf einem Fußteil 18, welches die beiden
Kontaktfedern 13 und 14 elektrisch leitend miteinander verbindet. Das Fußteil 18 ist
in den Kunststoff der Hülse 1 eingebettet und tritt an einigen Stellen zutage, nämlich
in den Nuten 7, 11 und 12, welche von dem Fußteil 18 durchquert werden (siehe Figuren
1 und 5) sowie an einer am Ende 4 der Hülse vorgesehenen, in einer Ausnehmung 19 angeordneten
Endfläche der Hülse, an welcher sich zwei Trennstellen 20 und 21 von Stegen 22 und
23 befinden, welche das Fußteil mit einem Seitenstreifen 24 eines Bandes verbinden,
welches aus dem Kontaktfederwerkstoff besteht und in regelmässigen Abständen Löcher
25 für einen schrittweisen Bandvorschub hat. Aus diesem Band sind die Stege 22 und
23, das Fußteil 18 und die beiden Kontaktfedern 13 und 14 durch Stanzen und Biegen
hergestellt. Aus dem ursprünglich ebenen Band ist auf diese Weise ein räumliches Gebilde
entstanden, von welchem die aus dem Fußteil 18 und den beiden Kontaktfedern 13 und
14 gebildete Kurzschlußfeder nach einem Umbiegen der Stege 22 und 23 um 90° (siehe
Figur 5) rechtwinklig abstehen. In dieser Form, über die Stege 22 und 23 mit dem Seitenstreifen
24 verbunden, können die Kurzschlußfedern direkt von einer Stanz-Biegemaschine oder
von einer Rolle kommend in ein Spritzgießwerkzeug eingelegt und mit dem Kunststoff
zur Bildung der Hülse umspritzt werden. Der sich dabei ergebende Verlauf des Fußteils
in der Umfangswand der Hülse 1 ist in Figur 2 punktiert dargestellt: Zwischen den
beiden Stegen 22 und 23 verläuft ein ebener, in der Ansicht bügelförmiger (siehe Figur
1) Abschnitt des Fußteils parallel zur Abflachung 3. Ebenflächig verläuft das Fußteil
18 auch in den beiden Nuten 11 und 12 und in an die Nuten beidseits angrenzenden Teilbereichen.
In den Übergangsbereichen zwischen den Stegen 22 und 23 einerseits und den Nuten 11
und 12 andererseits ist das Fußteil jeweils zweimal um 45° abgebogen und an seinen
jenseits der Nuten 11 und 12 liegenden Enden ein weiteres Mal um 45° abgebogen, jeweils
zur ungefähren Anpassung an die Rundung der Hülse 1.
[0017] Die Trennstellen 20 und 21 sind als Sollbruchstellen ausgebildet, so daß nach dem
Spritzen der Hülse 1 die fertige Kurzschlußsicherung von den Stegen 22 und 23 abgebrochen
werden kann.
[0018] Kontaktstifte 26 und 27 eines nicht dargestellten Zünders greifen von dem Ende 8
her in die Kurzschlußsicherung hinein; ihre Lage ist in Figur 1 angedeutet. Ein Stecker
28 mit Kontaktbuchsen 29 und 30 ist dazu bestimmt, in Richtung des Pfeils 2 in die
Hülse 1 einzugreifen. Dabei machen zunächst die Kontakthülsen 29 und 30 mit den Kontaktstiften
26 und 27 Kontakt, und bei weiterem Vorschieben des Steckers 28 trifft dieser auf
die beiden Kontaktfedern 13 und 14, welche bis dahin federnd an den Kontaktstiften
26 und 27 angelegen haben, und drückt sie auseinander in die in Figur 1 gestrichelt
dargestellte Lage, in welcher sie von den Kontaktstiften 26 und 27 abgehoben haben.
1. Kurzschlußsicherung für elektrische Zünder von Airbags
mit einer Buchse (1) aus Kunststoff, in welcher zwei Kontaktfedern (13, 14) einander
gegenüberliegend angeordnet und mit einem ihnen gemeinsamen Fußteil (18) an der Umfangswand
der Buchse (1) festgelegt sind, wobei die Kontaktfedern (13, 14) aus einer bezüglich
der Längsachse (17) der Buchse (1) inneren Stellung, in welcher sie zwei in die Buchse
(1) ragenden Kontaktstiften (26, 27) eines Zünders für den Airbag federnd anliegen,
gegen ihre Federkraft nach aussen auslenkbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil (18) mit dem Kunststoff umspritzt ist und daß an einem Ende der Hülse
(1) an wenigstens einer, bevorzugt an zwei benachbarten Stellen (20, 21) ihrer dortigen
Endfläche ein oder vorzugsweise zwei abgebrochene Stege (22, 23) des Fußteils (18)
zutage treten.
2. Kurzschlußsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (1) auf ihrer Innenseite zwei achsparallele Nuten (11, 12) zum Aufnehmen
der Kontaktfedern (13, 14) hat.
3. Kurzschlußsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern (13, 14) an ihrem freien Ende zur Bildung eines Kopfteils (15)
so gebogen sind, daß das Kopfteil (15) mit seiner Endkante (16) gegen die Längsachse
(17) der Buchse (1) gerichtet ist.
4. Kurzschlußsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern (13, 14) ein verbreitertes Kopfteil (15) haben.
5. Kurzschlußsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil (18) den Durchgang der Buchse (1) nur teilweise umschließt.
6. Kurzschlußsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (1) an ihrer Außenseite und/oder an ihrer Innenseite wenigstens eine
achsparallele Führungsnut (7) oder Führungsfläche (2, 3) oder einen Führungsschlitz
(5) hat und daß in bzw. an einer von ihnen das Fußteil (18) der Kontaktfedern (13,
14) teilweise freiliegt.
7. Kurzschlußsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stellen (20, 21) in einer Ausnehmung (19) der Endfläche der Hülse
(1) liegen.
8. Kurzschlußsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern (13, 14) aus einem werksvergüteten Kontaktfederwerkstoff bestehen,
insbesondere aus CuBe.
9. Verfahren zum Herstellen einer Kurzschlußsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
(a) Ausgehend von einem Band aus dem Kontaktfederwerkstoff werden aus diesem schrittweise
und fortschreitend durch Stanzen und Biegen jeweils zwei Kontaktfedern (13, 14) mit
einem ihnen gemeinsamen Fußteil (18) in ihrer endgültigen Gestalt derart gebildet,
daß die Fußteile (18) jeweils durch wenigstens einen Steg (22, 23) zunächst noch mit
einem Seitenstreifen (24) des Bandes einseitig verbunden bleiben;
(b) danach werden die Kontaktfedern (13, 14) zusammenhängend schritt-weise einem Spritzgießwerkzeug
zugeführt und darin ihre Fußteile (18) zur Bildung der Hülsen (1) umspritzt;
(c) anschließend werden die Kurzschlußsicherungen vereinzelt, indem die Stege (22,
23) an der Endfläche (19) der Hülse, wo sie aus dem Kunststoff zutage treten, abgetrennt
werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Stegen (22, 23) im Schritt (a) eine Sollbruchstelle (20, 21) gebildet
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Band zwischen den Schritten (a) und (b) und/oder zwischen den Schritten (b)
und (c) aufgewickelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Seitenstreifen (24) des Bandes und jedem Fußteil (18) zwei Stege
(22, 23) gebildet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (22, 23) um 90° abgebogen werden.
1. Short-circuit protection for electric igniters for airbags
having a jack (1) made from a plastic material, in which two contact springs (13,
14) are oppositely arranged one to the other and fixed by their common base portion
(18) on the circumferential wall of the jack (1), the contact springs (13, 14) being
deflectable to the outside, against their spring action, from a position inward of
the longitudinal axis (17) of the jack (1), in which they are resiliently applied
against two contact pins (26, 27) of an igniter for the airbag that project into the
jack (1),
wherein the base portion (18) is embedded in the plastic material by molding and wherein
one or, preferably, two broken-off bridges (22, 23) of the base portion (18) are visible
at one end of the jack (1) in at least one, preferably two neighboring positions (20,
21) of the respective end face.
2. Short-circuit protection as defined in Claim 1, wherein the jack (1) is provided on its inner face with two axially parallel grooves (11,
12) intended for receiving the contact springs (13, 14).
3. Short-circuit protection as defined in Claim 1 or Claim 2, wherein the contact springs (13, 14) have their free ends bent to the form of a head portion
(15) such that the extreme edge (16) of the head portion (15) is directed toward the
longitudinal axis (17) of the jack (1).
4. Short-circuit protection as defined in one of the preceding claims, wherein the contact
springs (13, 14) exhibit an enlarged head portion (15).
5. Short-circuit protection as defined in one of the preceding claims, wherein the base portion (18) embraces the passage of the jack (1) only in part.
6. Short-circuit protection as defined in one of the preceding claims, wherein the jack (1) is provided on its outer face and/or on its inner face with at least
one axially parallel guide groove (7) or guide surface (2, 3) or a guide slot (5)
and wherein the base portion (18) of the contact springs (13, 14) is partially exposed
in or on one of such guide elements.
7. Short-circuit protection as defined in one of the preceding claims, wherein the two positions (20, 21) lie in a recess (19) of the end face of the jack (1).
8. Short-circuit protection as defined in one of the preceding claims, wherein the contact springs (13, 14) consist of a factory refined contact spring material,
especially of CuBe.
9. Method of producing a short-circuit protection according to one of the preceding claims,
characterized by the following steps:
a) Gradually and progressively forming from a strap of contact spring material, by
punching and bending, two contact springs (13, 14), with a common base portion (18),
to their final shape in such a way that the base portions (18) remain initially connected
on one side with a lateral strip (24) of the strap by at least one bridge (22, 23);
b) feeding the contact springs (13, 14), while still connected one to the other, gradually
into an injection mold for embedding their base portions (18) in the plastic material
so as to form the jacks (1); and
c) separating the short-circuit protections thereafter by breaking off the bridges
(22, 23) at the end face (19) of the jack where they project from the plastic material.
10. Method as defined in Claim 9, wherein a rupture joint (20, 21) is formed in the bridges (22, 23) during step a).
11. Method as defined in Claim 9 or Claim 10, wherein the strap is wound up between the steps a) and b) and/or between the steps b) and
c).
12. Method as defined in Claim 9, 10 or 11, wherein two bridges (22, 23) are formed between the lateral strips (24) of the strap and
each base portion (18).
13. Method as defined in Claims 9 to 12, wherein the bridges (22, 23) are bent off by 90°.
1. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits pour des appareils d'allumage électriques
de coussins pneumatiques de sécurité
comprenant une douille (1) en matière synthétique dans laquelle deux ressorts de contact
(13, 14) sont disposés à l'opposé l'un de l'autre et sont fixés avec une partie inférieure
(18) qui leur est commune à la paroi périphérique de la douille (1), dans lequel les
ressorts de contact (13, 14), à partir d'une position interne par rapport à l'axe
longitudinal (17) de la douille (1) dans laquelle ils viennent s'appuyer de manière
élastique contre deux connecteurs mâles (26, 27) d'un appareil d'allumage pour le
coussin pneumatique de sécurité, faisant saillie dans la douille (1), peuvent être
déviés vers l'extérieur à l'encontre de leur force de ressort,
caractérisé en ce que la partie inférieure (18) a été recouverte par extrusion avec
la matière synthétique et en ce qu'à une extrémité de la douille (1), à au moins un
endroit, de préférence à deux endroits voisins (20, 21) de leur surface terminale
qui s'y trouve, une ou de préférence deux traverses (22, 23) de la partie inférieure
(18) à l'état détaché affleurent.
2. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon la revendication 1, caractérisé
en ce que la douille (1) possède, sur son côté interne, deux rainures (11, 12) parallèles
à l'axe, dans lesquelles viennent se loger les ressorts de contact (13, 14).
3. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que les ressorts de contact (13, 14) sont pliés à leur extrémité libre pour
former une partie supérieure (15) de telle sorte que la partie supérieure (15) est
orientée avec son arête terminale (16) dans la direction de l'axe longitudinal (17)
de la douille (1).
4. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les ressorts de contact (13, 14) possèdent une
partie supérieure élargie (15).
5. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la partie inférieure (18) n'entoure que partiellement
le passage ménagé dans la douille (1).
6. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la douille (1) possède, sur son côté externe et/ou
sur son côté interne, au moins une rainure de guidage (7) ou une surface de guidage
(2, 3) parallèle à l'axe ou encore une fente de guidage (5), et en ce que dans, respectivement
sur une de ces dernières, la partie inférieure (18) des ressorts de contact (13, 14)
est en partie mise à nu.
7. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les deux endroits (20, 21) sont disposés dans un
évidement (19) pratiqués dans la surface terminale de la douille (1).
8. Dispositif de sécurité contre les courts-circuits selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les ressorts de contact (13, 14) sont constitués
par un matériau destiné à la fabrication de ressorts de contact, soumis à une trempe
à l'atelier, en particulier par du CuBe.
9. Procédé pour la fabrication d'un dispositif de sécurité contre les courts-circuits
selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par les étapes
ci-après:
(a) en partant d'un ruban constitué par le matériau destiné à la fabrication de ressorts
de contact, on forme, à partir de ce dernier, de manière successive et progressive,
par emboutissage et pliage, respectivement deux ressorts de contact (13, 14) possédant
une partie inférieure (18) qui leur est commune dans leur configuration définitive
de telle sorte que les parties inférieures (18) restent dans un premier temps reliées
d'un côté, respectivement via au moins une traverse (22, 23), avec une bande latérale
(24) du ruban;
(b) ensuite, on achemine les ressorts de contact (13, 14) en continu successivement
à un moule et on y encastre leurs parties inférieures (18) par injection pour former
les douilles (1);
(c) ensuite, on isole les dispositifs de sécurité contre les courts-circuits en séparant
les traverses (22, 23) sur la surface terminale (19) du manchon où elles affleurent
par rapport à la matière synthétique.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'on forme, dans les traverses
(22, 23), à l'étape (a), un point (20, 21) destiné à la rupture.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce qu'on enroule le ruban entre
les étapes (a) et (b) et/ou entre les étapes (b) et (c).
12. Procédé selon la revendication 9, 10 ou 11, caractérisé en ce qu'on forme deux traverses
(22, 23) entre la bande latérale (24) du ruban et chaque partie inférieure (18).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'on
plie les traverses (22, 23) en formant un angle de 90°.