(19)
(11) EP 0 740 712 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.04.1998  Patentblatt  1998/17

(21) Anmeldenummer: 95906338.9

(22) Anmeldetag:  17.01.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D02G 1/08
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9500/158
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9519/460 (20.07.1995 Gazette  1995/31)

(54)

VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ALTERNATIVEN AUFBRINGEN EINES S- ODER Z-DRALLS AUF EIN GARN

PROCESS AND DEVICE FOR ALTERNATELY GIVING A YARN AN "S" TWIST OR A "Z" TWIST

PROCEDE ET DISPOSITIF PERMETTANT D'IMPRIMER ALTERNATIVEMENT UNE TORSION EN "S" OU EN "Z" A UN FIL


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 18.01.1994 DE 4401321

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.11.1996  Patentblatt  1996/45

(73) Patentinhaber: TEMCO TEXTILMASCHINENKOMPONENTEN GmbH & Co. KG
97762 Hammelburg (DE)

(72) Erfinder:
  • RÄDER, Wolfgang
    D-97453 Schonungen (DE)
  • SCHMITT, Günther
    D-97762 Hammelburg (DE)

(74) Vertreter: Götz, Georg, Dipl.-Ing. et al
Götz, Küchler, Dameron Patent- und Rechtsanwälte Postfach 11 93 40
90103 Nürnberg
90103 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 943 279
GB-A- 2 078 794
FR-A- 2 655 662
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum alternativen Aufbringen entweder eines S-Dralls oder eines Z-Dralls auf ein Garn, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Falschdralltexturieren mit mehreren zum gemeinsamen Einwirken auf ein durchlaufendes Garn gleichsinnig angetriebenen Drallgebern gemäß Oberbegriff des Anspruchs 6, wobei diese Vorrichtung auch zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens geeignet sein kann.

    [0002] Die Problematik der Umstellung eines Friktionsfalschdrallaggregates von S- auf Z-Drehrichtung wird seit Jahren diskutiert und in vielen Veröffentlichungen behandelt, ohne daß befriedigend und einfach handhabbare, konstruktiv unkomplizierte und in der Herstellung kostengünstige Lösungen bekannt geworden wären. Viele Veröffentlichungen gehen davon aus, daß die Friktionsscheiben eine vorbestimmte Position im Aggregat einnehmen müssen. Zu diesem Zweck werden Friktionsscheiben vom jeweiligen Lager montiert und an einer anderen Position wieder neu montiert. Dabei ist dafür Sorge zu tragen, daß auch nach Umstellung des Drehsinns zwischen S- und Z-Drall bei den einander überlappenden Friktionsscheibensätzen eine spezifische Scheibenreihenfolge erzielt wird.

    [0003] Dieses Problem wird in der DE-Auslegeschrift 23 10 802 angesprochen, wonach das Garn auf seinem Wege von einer Friktionsfläche zur nächsten eine schraubenförmige Bahn beschreibt. Dabei ist dafür Sorge getragen, daß in Laufrichtung des Garnes gesehen die Richtung dieser schraubenförmigen Bahn die gleiche wie die Bewegungsrichtung der Friktionsscheiben bzw. Friktionsflächen ist, wenn diese mit dem Garn in Berührung stehen. Zur Erzielung eines S-Dralls soll die Richtung der schraubenförmigen Bahn und die Laufrichtung der Friktionsflächen umgekehrt zu denen verlaufen, die zur Erzielung eines Z-Dralls erforderlich sind. Dazu wird in der genannten Fundstelle zum einen vorgeschlagen, den Drehsinn der Friktionsscheiben umzukehren und eine der drei Friktionsscheibensätze aus seiner Position auf der einen Seite der beiden anderen Friktionsscheibensätze in eine entsprechende Position auf der anderen Seite der beiden anderen Friktionsscheibensätze zu überführen, wobei die Kontaktfolge des Garnes an den Friktionsscheiben unverändert bleiben soll. Alternativ wird in der genannten Fundstelle vorgeschlagen, zwei getrennte Gruppen von Friktionsscheibensätzen jeweils in der Form eines Stecks vorzusehen, das heißt, alle erfoderlichen Scheiben sind auf einer Hülse aufgesteckt und befestigt. Zur Umstellung zwischen S- und Z-Drall müssen allerdings alle Friktionsscheibenkombinationen gleichzeitig von einer Aufnahme abgehoben werden, da sie sonst nicht aus ihrer Überlappung gelöst werden können. Zahnriemen und dergleichen müssen ebenfalls vor der Umstellung demontiert werden, so daß eine Umstellung an der Maschine nicht möglich ist, was zu sehr langen Stillstandszeiten und damit zu Produktionsausfall führt.

    [0004] Bei einer bekannten, gattungsgemäßen Falschdrallvorrichtung (Patentschrift DE 29 43 279 C2) wird eine Umstellungsmöglichkeit realisiert, indem über zwei Drehpunkte die rechte und linke Scheibenkombination zur Auflösung der Überlappung jeweils ausgeschwenkt wird, so daß alle drei Scheibensätze frei liegen. Dann hat man die Möglichkeit, einzelne Scheiben und insbesondere die zwei ausgeschwenkten Friktionsscheibensätze untereinander auszutauschen. Allerdings muß auch bei dieser Ausführung zunächst das komplette Aggregat aus der Gesamt-Maschine entnommen werden, da die Spindelteilung platzsparend klein ist. Damit überhaupt erst ein Ausschwenken der einzelnen Friktionsscheibensätze aus der Überlappung möglich ist, muß jeder von einem mitverschwenkbaren Einzelmotor antreibbar sein. Würden zur Antriebskopplung untereinander Zahnriemen verwendet, müßten diese vor dem Ausschwenken entnommen werden.

    [0005] Mithin wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe aufgeworfen, bei gattungsgemäßen Verfahren oder Vorrichtungen unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile die Umstellung zwischen S- und Z-Drall möglichst einfach handhabbar zu ermöglichen, ohne daß eine aufwendige und zeitraubende Montage von Textilmaschinenkomponenten wie beispielsweise Scheibensätze oder Antriebsteile notwendig wäre. Gleichzeitig soll nach der S- oder Z-Umstellung für beide Drallarten eine gleichbleibende Garn-Produktionsqualität gewährleistet sein. Zur Lösung dieser Aufgaben wird auf die erfindungsgemäßen Verfahren und Vorrichtungen verwiesen, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 6 gekennzeichnet sind. Mit dem erfindungsgemäßen Konzept, die S/Z-Umstellbewegungen eines oder mehrerer Drallgeber immer auf einen als diesen gegenüber ortsfest angenommenen weiteren Drallgeber zu beziehen, läßt sich unter anderem der bauliche Vorteil erzielen, daß die einzelnen Drallgeber miteinander gelenkig zu einem Gesamtaggregat verbunden werden können und dieses Gesamtaggregat in leichter Handhabung zwischen S- und Z-Drall umgestellt oder umgeklappt werden kann, ohne daß sich die Notwendigkeit einer Demontage von einzelnen Scheibensätzen voneinander ergibt.

    [0006] Nach einer besonderen Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird von einer Zweiteilung ausgegangen, das heißt von einer an der Textilmaschine beweglich installierbaren Aufnahmeeinrichtung, in die das Drallgeber-Gesamtaggregat, das im Sinne der Erfindung einheitlich handhabbar und transportabel einschließlich der Lagerungen, Scheibenkombinationen, Halteelemente, Antriebselemente ausgebildet ist, als Einheit eingesetzt werden kann. Insbesondere bei Realisierung der gelenkigen Verbindung der Drallgeber untereinander mittels Schwenkelemente läßt sich diese Einheit so auslegen, daß die Drehachse des beispielsweise hinteren oder mittigen Drallgebers den Drehpunkt für je ein Schwenkelement weiterer linker und rechter Drallgeber bildet. Bei der Umstellung von zum Beispiel S- auf Z-Drall wird die Einheit aus der Aufnahmeeinrichtung entnommen. Dann wird ein etwa zwischen Schwenkelementen und Aufnahmeeinrichtung eingefügtes Verriegelungsorgan zur Entriegelung betätigt, wonach die Schwenkelemente verschwenkbar sind. Im Uhrzeigersinn wird das Schwenkelement, das den linken Drallgeber trägt, um die Drehachse des hinteren bzw.mittleren Drallgebers in die bisherige Position des rechten Drallgebers gebracht. Gleichzeitig wird der rechte Drallgeber im Uhrzeigersinn in die frühere Position des bisher linken Drallgebers geschwenkt. Über etwaige Einrastelemente und komplementäre Rasten zwischen Schwenkhalter und Aufnahmeeinrichtung kann eine definierte Positionierung und anschließende Verriegelung dieser Umstellung herbeigeführt werden. Danach wird die Einheit in die Aufnahmeeinrichtung wieder eingesetzt.

    [0007] In besonderer Ausbildung der Erfindung ist die Aufnahmeeinrichtung mit unterschiedlichen Einsetzstellungen derart ausgestattet, daß die Antriebskopplung der Drallgeber mit einer Antriebseinrichtung je nach S-Drallstellung oder Z-Drallstellung im oder entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgt. Bei der Umstellung von Z- auf S-Drall werden die genannten Handhabungsschritte analog, jedoch entgegen dem Uhrzeigersinn durchgeführt. Die Umstellung kann direkt an der Spindelstelle ausgeführt werden, ohne daß irgendwelche aufwendigen Montagevorrichtungen oder -werkzeuge benötigt werden.

    [0008] Nach einer Ausbildung der Erfindung sind die Schwenkelemente jeweils mit einem oder mehreren Fadenführungseinrichtungen und/oder Fadenführungskanälen versehen. Der damit erzielte Vorteil besteht darin, daß die Fadenführung für S- oder Z-Drall jeweils fest mit dem Schwenkelement mitbewegt uns somit automatisch in die vorgesehene S- oder Z-Position gebracht werden kann.

    [0009] Bei vielen Texturiermaschinen ist die Vielzahl einzelner Drallgeberaggregate mit einer gemeinsamen Antriebsquelle, zum Beispiel Tangentialreibriemen, gekoppelt. Um bei einem einzelnen Drallgeber-Aggregat die S/Z-Drallumstellung vornehmen zu können, ist eine leichte Entkopplung von der Antriebsquelle anzustreben. Zur Lösung dieser Problematik ist nach einer besonderen Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Aufnahmeeinrichtung über eine Lagerstelle, die eine Linearverschiebung und/oder eine Verdrehung erlaubt, an einer textilmaschinenseitigen Halterung angebracht ist. Der Linearversatz oder die Verdrehung dient dann dazu, die Kopplung und/oder Entkopplung in gewünschter S- oder Z-Drallantriebsrichtung herbeizuführen. Diese Ausbildung ist besonders vorteilhaft bei Antriebskopplung über einen oder mehrere Wirtel eines Drallgeberaggregats, welche mit einem durchlaufenden Tangentialreibriemen als gemeinsamer Antriebsquelle im Reibschluß stehen. Besitzt das Aggregat ein einziges Antriebswirtel, läßt sich die Antriebskopplung zweckmäßig über einen linearen (Seiten-)Versatz der Aufnahmeeinrichtung nebst Aggregat herbeiführen, um den Eingriff zwischen Wirtel und Tangentialreibriemen herzustellen. Bei einem Aggregat mit zwei Antriebswirteln an unterschiedlichen Drallgebern ist eine Verdrehung der Aggregat-Aufnahmeeinrichtung zweckmäßig. Dabei ist das Zusammenwirken mit einer Gegendruckrolle, die ebenfalls in der Aufnahmeeinrichtung angebracht und mit dieser verstellbar sein kann, nach einer Ausbildung der Erfindung vorzusehen. Den Bedienungskomfort und/oder die Handhabbarkeit erhöht es, wenn nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ein ortsfest, beispielsweise gegen ein Texturiermaschinenchassis abgestütztes, automatisch oder manuell betätigbares Anstellorgan vorgesehen ist, das auf die Aufnahmeeinrichtung zu deren Bewegung einwirkt. Dabei kann die Aufnahmeeinrichtung nebst darin aufgenommenen Drallgeberaggregat über die Lagerstelle zur textilmaschinenseitigen Halterung so versetzt oder verdreht werden, daß beispielsweise der oder die Antriebswirtel mit einem Tangentialreibstrang in oder außer Eingriff bringbar sind.

    [0010] Eine Anforderung im praktischen Betrieb von Texturiermaschinen besteht darin, beim Einfädeln des Garns in das Texturierzentrum innerhalb der Drallgeber deren Rotation bzw. Kopplung mit der Antriebseinrichtung beibehalten zu können. Dazu sind Einfädelwerke bekannt (vgl. Offenlegungsschrift DE 41 15 629 A1), die einen zum Texturierzentrum gegen eine weichere Feder schwenkbaren Einfädelhebel und einen über eine härtere Feder nacheilend schwenkbaren Schließhebel aufweisen, der beim Schließen mit dem Einfädelhebel diesen haltend in Eingriff bringbar ist. Derartige Einfädelhilfen lassen sich nach einer Weiterbildung vorteilhaft mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Schwenkelementen kombinieren, indem der Einfädel- und Schließhebel je an einem Schwenkelement angeordnet sind, wobei wenigstens der Einfädelhebel gegenüber dem Schwenkelement schwenkbar gelagert ist. Der Schließhebel kann dagegen an dem ihm zugeordneten Schwenkelement unbewegbar angebracht, insbesondere mit diesem einstückig ausgebildet sein.

    [0011] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen. Diese zeigen in:
    Fig. 1
    in Draufsicht ein Falschdrallaggregat mit Friktionsscheiben in der S-Drallstellung,
    Fig. 2
    in Draufsicht das Falschdrallaggregat in Z-Drallstellung,
    Fig. 3
    eine Seitenansicht des Falschdrallaggregats gemäß Fig. 1 und 2,
    Fig. 4a bzw. 4b
    in Draufsicht die erfindungsgemäße Aufnahmeeinrichtung mit Gegenrollen-träger für Z- bzw. S-Stellung bei entnommenen Drallgeberaggregat,
    Fig. 5a bzw. 5b
    in Draufsicht das erfindungsgemäße Falschdrallaggregat bei Betätigung des Einfädelwerks in geschlossener Z- bzw. offener S-Stellung,
    Fig. 6a bzw. 6b
    in Drausicht das erfindungsgemäße Falschdrallaggregat mit rotierenden Drallgebern in Z- bzw. S-Stellung,
    Fig. 7a bzw. 7b
    in Seitenansicht eine beispielhafte, erfindungsgemäße Vorrichtung in Z- bzw. S-Stellung,
    Fig. 8
    in perspektivischer Ansicht die Schwenkelemente des Drallgeberaggregates mit einander zugewandten Anschlagflächen,
    Fig. 9
    in Längsansicht ein erfindungsgemäßes Drallgeberaggregat im eben ausgeklappten Zustand, und
    Fig. 10
    eine in Axialrichtung vorgenommene Stirnansicht auf die Drallgeberaggregate gemäß Fig. 8 oder Fig. 9.


    [0012] Gemäß Fig. 1 befindet sich ein mittig angeordneter Drallgeber 1, beispielsweise ein Satz mehrerer koaxialer Friktionsscheiben, in einem Lagerbett 9. Dessen Drehachse 4 bildet gleichzeitig die Schwenkachse für das Schwenkelement 7, das den linken Drallgeber 3 hält, und den Schwenkhalter 8 mit dem rechten Drallgeber 2. Im Schwenkhalter 7 ist ein Fadenführer 6 mit offener Ösenform so integriert, daß er bei S-Drallstellung im Texturierzentrum des Aggregates zwischen den beiden Schwenkhaltern auf das durchlaufende Garn einwirken kann. Ein weiterer Fadenführer 5 ist am anderen Schwenkhalter 8 in Nachbarschaft zum mittigen Drallgeber 1 so angebracht, daß er in der S-Stellung gemäß Fig. 1 außer Funktion ist. Über Rast- und Einrastelemente 11, 12 lassen sich die Schwenkhalter 7, 8 in bestimmter Position gemäß S- oder Z-Stellung feststellen. Ferner ist eine Verriegelungseinrichtung 13, die beispielsweise als ein mittels einer Handhabe gegen Federdruck verschiebbarer Stift realisiert sein kann, vorgesehen, wodurch sich die Schwenkhalter 7, 8 in ihrer Position gegenüber dem Lagerbett 9 feststellen und in ihrer Stellung sichern lassen. Die komplette Einheit 16 aus Drallgebern, Schwenkhaltern und Lagerbett läßt sich in eine Aufnahmeeinrichtung 10 einsetzen, die an einem stationären Maschinenfundament befestigt sein kann.

    [0013] In Fig. 2 ist die anhand von Fig. 1 beschriebene Struktur für Z-Drallbetrieb dargestellt. Zur Umstellung darauf besteht eine Bewegungsmöglichkeit für die Schwenkhalter 7, 8 darin, sie beide entgegen dem Uhrzeigersinn in die Position des jeweiligen anderen Schwenkhalters 8 bzw. 7 in einer kreisförmigen Bahn um den mittigen Drallgeber 1 zu führen. Die Feststellung kann wiederum über die Rast- und Einrastelemente 11, 12 erfolgen. Für den Zusammenhalt sorgt wiederum die Verriegelungseinrichtung 13. Hiernach wird die komplette Einheit 16 in die Aufnahmeeinrichtung 10 eingebracht, um danach den weiteren Produktionslauf zu ermöglichen.

    [0014] Gemäß Fig. 3 ist die Einheit 16 in die Aufnahmeeinrichtung 10 eingesetzt. Die von den Schwenkhaltern axial vorstehenden Wellenenden der Drallgeber 1, 2, 3 sind jeweils von insgesamt vier Zahnwalzen 17, 18, 19, 20 umfaßt, wobei das Wellenende des mittigen Drallgebers 1 zwei Zahnwalzen 17, 18 axial hintereinander trägt. Die Schwenkhalter 7, 8 überdecken in der Seitendarstellung das die Drallgeber drehbar aufnehmende Lagerbett 9 einschließlich der Drehachse 4 des mittigen Drallgebers 1. Die Verriegelungseinrichtung 13 arretiert die Schwenkhalter 7, 8 gegenüber dem Lagerbett 9. Die Rast- und Einrastelemente 11, 12 definieren die Relativposition der Drallgeber 1, 2, 3 je für S- oder Z-Stellung zueinander.

    [0015] Insbesondere zur Funktionsweise des Friktionsfalschdrallaggregats gemäß Fig. 1 - 3 sei noch folgendes ergänzt: Gemäß Fig. 1 und 2 ist die Drehrichtung umstellbar, je nach S-oder Z-Drall, wobei die Friktionsscheiben gleichsinnig umlaufen, und bei S/Z-Umstellung wenigstens der rechte und linke Drallgeber 2, 3 in Austauschpositionen versetzt werden. Dabei bildet die Mittel- bzw. Drehachse 4 des mittigen Drallgebers 1 die Schwenkachse, um die zum Beispiel bei Z-Drehung der linke Drallgeber 3 im Uhrzeigersinn zur Position des rechten Drallgebers 2 geschwenkt wird. Gleichzeitig wird der rechte Drallgeber 2 ebenfalls um die Drehachse 4 des mittigen Drallgebers 1 in die Position des vorher linken Drallgebers 3 bewegt. Die Umstellung auf S-Drall erfolgt analog bei umgekehrten Richtungssinn. Damit bei S- oder Z-Drallbetrieb immer ein Fadenführer 5, 6 wirksam ist, sind im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 - 3 der Fadenführer 6 für S-Drehung am Schwenkhalter 7 des gemäß Fig. 1 linken Drallgebers und der Fadenführer 5 für die Z-Drehung am Schwenkhalter 8 des gemäß Fig. 1 rechten Drallgebers 2 fest angebracht. Bei S/Z-Umstellung gelangen so jeder Fadenführer in die für ihn vorgesehene Position im Texturierzentrum.

    [0016] Bei der S/Z-Umstellung gemäß Fig. 1 - 3 ist es notwendig, daß die Einheit 16 bestehend beispielsweise aus Schwenkhalter 7, 8 je an einem der äußeren Drallgeber 3, 2, das Lagerbett 9 mit den äußeren Drallgebern 3, 2 und/oder dem mittigen Drallgeber 1 mit dessen Drehachse 4, den Fadenführern 5, 6 usw. aus der Aufnahmeeinrichtung 10 entnehmbar und nach Herumführen der äußeren Drallgeber 2, 3 um den mittigen Drallgeber 1 wieder einsetzbar ist. Von dem Lagerbett 9 ausgehend können die Schwenkhalter 7, 8 über die Verriegelungseinrichtung 13 freigegeben bzw. verriegelt werden. Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß bei S/Z-Umstellung der Einheit die zum Weitertrieb erforderlichen Zahnriemen 14, 15 welche in Eingriff mit den Zahnwalzen 17, 18, 19, 20 stehen, verbleiben können.

    [0017] Gemäß Fig. 4a, 4b sind unterschiedliche Texturierstationen in Z- und S-Drallstellung an einer gemeinsamen Befestigungsschiene 21 einer nicht näher gezeichneten Texturiermaschine angebracht. Jede Station basiert auf einem rahmenartigen Aufnahmesupport 22, der über eine Drehlagerstelle 23 drehbar auf einer Maschinenhalterung 24 sitzt, die von der Befestigungsschiene 21 vorspringt. Innerhalb der rahmenartigen Struktur des Aufnahmesupports 22 sind hälftig zwei Aufnahmeaussparungen 25 ausgebildet. In je einem davon ist ein Träger 26 in beispielsweise länglich-plattenartiger Form eingesetzt, der an seiner Unterseite eine drehbar angebrachte Gegenrolle 27 zum Andruck an einen Tangentialriemen 28 trägt, der durch die Aufnahmesupports 22 in Bewegungsrichtung 29 verläuft. Der die Aufnahmeaussparungen 25 umgebende Rahmen des Aufnahmesupports 22 ist ferner in je einer Hälfte mit Einsteckbohrungen 30 und an seiner Außenkante mittig mit einer Fadenführeröse 31 versehen. Die Gegenrolle 27, die in einer Längshälfte des Gegenrollenträgers 26 angeordnet ist, befindet sich in der Z-Stellung gemäß Fig. 4a zur Drehung im Uhrzeigersinn außerhalb und in der S-Stellung gemäß Fig. 4b innerhalb des vom Tangentialreibriemen 28 und der Befestigungsschiene 21 begrenzten Zwischenraumes 32 zur Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn.

    [0018] Um die Gegenrolle 27 in Andruck an den Tangentialreibriemen 28 zu bringen, ist dem Aufnahmesupport 22 gemäß Fig. 5a um dessen Drehlagerstelle 23 eine Drehung 33 im Rahmen eines spitzen Winkels zu erteilen. Dazu dient ein manuell auslösbares Anstellorgan, das eine an der Halterung 24 und an den Aufnahmesupport 22 eingehängte Zugfeder 34 und einen Auslösehebel 35 aufweist. Letzterer ist senkrecht zur Zeichenebene gegen den Druck einer Blattfeder (nicht gezeichnet) verschwenkbar, wobei eine an der Blattfeder angebrachte Schnappnase den Aufnahmesupport an seiner Außenkante je nach Schwenkstellung hintergreift oder nicht. Beim Hintergreifen ist gemäß Fig. 4a und 4b die Gegenrolle 27 außer, und beim Nicht-Hintergreifen gemäß Fig. 5a, 5b, 6a, 6b in Eingriff mit dem Tangentialreibriemen 29. In der Stellung außer Eingriff mit dem Reibriemen 29 gemäß 4a, 4b ist die Zugfeder 34 mehr auf Zug belastet, in der Stellung in Eingriff gemäß Fig. 5a - 6b weniger oder entspannt.

    [0019] Gemäß Fig. 5a, 5b ist die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Einfädelwerk versehen, das aus einem zum Texturierzentrum 36 gegen den Druck einer weicheren Drehfeder 37 verschwenkbaren Einfädelhebel 38 und einen gegen den Druck einer härteren Drehfeder 39 zum Texturierzentrum 36 verschwenkbaren Schließhebel 40 besteht. Der Einfädelhebel 38 ist am Umfang seiner Drehlagerung mit zwei fast diametral gegenüberliegenden, offenen Fädelösen 41 versehen, von denen sich in Schließstellung beispielsweise gemäß Fig. 5a jeweils eine mit dem Texturierzentrum 36 deckt. In der noch offenen auseinandergeklappten Stellung gemäß Fig. 5b kann ein Faden oder Garn (nicht gezeichnet) darin eingefangen sein und durch Verschwenkung des Einfädelhebels 38 mittels eines Handfingers zum Texturierzentrum geführt werden. Greift der Daumen beispielsweise derselben Hand am Schließhebel 40 an, benötigt letzterer aufgrund seiner härteren Federung 39 ein höheres Drehmoment, um zum Texturierzentrum verschwenkt zu werden. Infolgedessen wird bei manueller Betätigung des Einfädelwerks zunächst der Einfädelhebel 38 mit in der Fädelöse 41 befindlichem Garn und demgegenüber verzögert der Schließhebel 40 nach innen in Richtung zum Texturierzentrum 36 bewegt. Dabei kann ein am Schließhebel 40 ausgebildeter Einrastvorsprung 42 mit zunehmender Verschwenkung in eine komplementäre Rastvertiefung 43 einrücken, wobei gleichzeitig eine von zwei symmetrisch angeordneten Haltenasen 44 den Einfädelhebel 38 hintergreift und mit einer seiner symmetrisch angeordneten Fädelösen 41 im Texturierzentrum 36 hält, wie nach Fig. 5a. Diese Halteposition des Schließhebels 40 wird durch die Verrastung 42, 43 gesichert. Um die manuelle Handhabung des Schließhebels 40 zu erleichtern, kann dieser an seiner Außenkante mit rundlichen Ausnehmungen 45 ebenfalls in symmetrischer Anordnung sowohl für S- als auch Z-Stellung versehen sein, welche die manuelle Handhabung mittels Finger- bzw. Daumeneingriffs erleichtern. Die symmetrische Anordnung der jeweils beiden bzw. beidseitigen Fädelösen 41, Einrastvorsprünge 42 nebst komplementären Rastvertiefungen 43, Haltenasen 44 und Fingereingriffsausnehmungen 45 ermöglicht ein Schließen des Drallgeberaggregats 1, 2, 3 sowohl für Z-Drallstellung als auch für S-Drallstellung. Die Schwenkachse des Einfädelhebels 38 deckt sich mit der Drehachse des in S-Stellung rechten Drallgebers 2, und die Schwenkachse des Schließhebels 40 deckt sich mit der Drehachse 4 des mittigen Drallgebers 1. Ferner ist der Schließhebel mit dem den linken Drallgeber 3 tragenden Schwenkhalter 7 starr verbunden und dient so zum Schließen des gesamten Drallgeberaggregats 1, 2, 3, um die Drehachse 4 des mittigen Drallgebers 1, der in den Darstellungen gemäß Fig. 4a - 6b stets hinten bzw. der Befestigungsschiene 21 am nächsten liegt.

    [0020] Die Z-Stellung gemäß Fig. 6a entspricht der in Fig. 2, und die S-Stellung in Fig. 6b der in Fig. 1. Gemäß Fig. 6a steht ein Antriebswirtel 46a des mittigen bzw. hinteren Dralllgebers 1, und gemäß Fig. 6b ein Antriebswirtel 46b des in S-Drallstellung gegenüber dem hinteren Drallgeber 1 rechten Drallgebers 2 mit dem Tangentialreibriemen 28 in reibschlüssiger Verbindung. Diese Antriebskopplung wird durch die spitzwinklige Verdrehung 33 herbeigeführt, die auf die Betätigung des oben beschriebenen Anstellorgans mit Zugfeder 34 und Auslösehebel 35 beruht. In Z-Drallstellung ist der Träger 26 mit der Gegendruckrolle 27 in die rechte der beiden Aufnahmeaussparungen 25 des Aufnahmesupports 22 über die Einsteckbohrungen 30 eingesetzt. Über weitere Einsteckbohrungen 30 in der anderen Hälfte des Aufnahmesupports 22 ist das Drallgeberaggregat 1, 2, 3 gehaltert, so daß die Gegenrolle 27 den Tangentialreibriemen 28 an den Antriebswirtel 46a des mittigen Drallgebers 1 drückt. Zur Umstellung von Z-Drallstellung auf S-Drallstellung gemäß Fig. 6b wird zunächst die spitzwinkliche Drehung 33 soweit rückgängig gemacht, bis der Auslösehebel 35 aufgrund Federdrucks nach oben schnappt und den Aufnahmesupport in den in Fig. 4a, Fig. 4b gezeigten Stellungen senkrecht zur Befestigungsschiene 21 hält. Sodann wird das Aggregat 1, 2, 3 mit den am mittigen Drallgeber 1 angelenkten Drallgebern 2, 3 aus den Einsteckbohrungen 30 und der Aufnahmeaussparung 25 in der linken Hälfte des Aufnahmesupports 22 herausgezogen. Um der Drehrichtungsumkehr für die S-Stellung Rechnung zu tragen, muß in Garndurchlaufrichtung gesehen die Reihenfolge der Friktionsscheiben der Drallgeber 2, 3 beibehalten werden. Dazu können alternativ zu den anhand von Fig. 1 und 2 genannten, gleichsinnigen Bewegungsrichtungen die angelenkten Drallgeber 2, 3 in einander entgegengesetzten Bewegungsrichtungen in Anschlag aneinander gebracht werden, bis alle drei Drallgeber-Drehachsen wieder die Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden. Nach einer dritten Bewegungsalternative braucht lediglich einer der beiden angelenkten Drallgeber 2, 3 von der einen Anschlagseite des jeweils anderen angelenkten Drallgebers auf dessen andere, entgegengesetzte Anschlagseite satellitenartig um den mittigen Drallgeber 1 bewegt zu werden. Sodann wird das gesamte Drallgeberaggregat 1, 2, 3 so gedreht, daß der mittige Drallgeber 1 gegenüber dem an ihm angelenkten Drallgebern 2, 3 wieder in nächstliegender Stellung zur Befestigungsschiene 21 kommen kann. Sodann wird das Drallgeberaggregat 1, 2, 3 in Einsteckbohrungen 30 auf der gemäß Zeichnung rechten Hälfte des Aufnahmesupports 32 eingesteckt, nachdem zuvor daraus der Gegenrollen-Träger 26 herausgenommen und in die Einsteckbohrungen 30 in der anderen Hälfte des Aufnahmesupports 22 eingesteckt worden ist. Indem nun der Antriebswirtel 46b des angelenkten, rechten Drallgebers 2 auf der der Befestigungsschiene 21 entgegengesetzten Seite des Tangentialreibriemens 28 anliegt, wird die Drehrichtung der Drallgeber 1, 2, 3 von einem Drehsinn entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß Fig. 6a in einen Drehsinn im Uhrzeigersinn gemäß Fig. 6b umgestellt.

    [0021] In Fig. 7a, 7b, in denen die Drallgeber 1, 2, 3 mit entnommenen Friktionsscheiben dargestellt sind, ist der Aufnahmesupport 22 im wesentlichen aus zwei rechtwinklig zusammengeschweißten Platten gebildet, die ein L-artiges Profil in der Seitenansicht ergeben. Von der längeren, horizontalen Platte des Aufnahmesupports 22 stehen Halterungsstifte 47 ab, über welche der Gegenrollen-Träger 26 und das Drallgeberaggregat 1, 2, 3 nebeneinander in je einer Hälfte des Aufnahmesupports 22 anbringbar sind. Der (hier nicht gezeichnete) Tangentialriemen 28 verläuft entweder gemäß Fig. 7a zwischen der Gegenrolle 27 und dem Antriebswirtel 46a des mittigen Drallgebers 1 oder gemäß Fig. 7b zwischen der Gegenrolle 27 und dem Antriebswirtel 46b des gemäß Fig. 1 rechten Drallgebers 2.

    [0022] Gemäß Fig. 7a, 7b ist die Verriegelungseinrichtung 13 konkret wie folgt ausgebildet: In einem Gleitlagerblock 48, der am Gegenrollenhalter 26 angeschraubt ist, ist ein gegen Federdruck handbetätigbarer Feststellbolzen 49 geführt. Dieser drückt in der geschlossenen Stellung gemäß Fig. 5a, 6a und 6b gegen einen vom Schwenkhalter 7 mit dem Schließhebel 40 an der Unterseite fest abstehenden Stift 50, wodurch die geschlossene Stellung des Drallgeberaggregats gehalten wird. Zum Öffnen wird der Feststellbolzen 49 gegen Federdruck vom Stift 50 weggezogen, und der Schließhebel 40 wird durch die ihm zugeordnete Feder nebst damit fest verbundenem Schwenkhebel 7 in die offene Stellung gemäß Fig. 5b gedrückt. In Fig. 7b ist der Feststellbolzen 49 in der zurückgezogenen Stellung gezeigt.

    [0023] Gemäß Fig. 8 besitzen die Schwenkhalter 7, 8 einander zugewandte und derart geschrägte Anschlagflächen 51, daß bei Anschlag die Drehachsen der Drallgeber 1, 2, 3 die Ecken eines gleichschenkligen Dreiecks bilden. Wenigstens eine der gegenüberliegenden Wandungen der beiden Schwenkhalter 7, 8 ist mit einer Rinne 52 vertieft, was bei Aufeinanderzuklappen 53 und Anschlag der Anschlagflächen 51 einen Führungskanal 57 für den Garndurchlauf ergibt. Ferner ist bei der Ausbildung nach Fig. 8 lediglich am Schwenkhalter 8 des rechten Drallgebers eine Fadenführereinrichtung 54 in einem Schraubloch 55 anbringbar, die symmetrisch an entgegengesetzten Seiten sowohl für S- als auch Z-Stellung mit Fädelösen 41 ausgebildet ist. Die Ausführung nach Fig. 9 unterscheidet sich von der nach Fig. 8 im wesentlichen dadurch, daß der mittige Drallgeber 1 und der rechte Drallgeber 2 je mit einem Antriebswirtel 46a, 46b versehen sind. Zudem ist, wie auch in Fig. 8, die Anlenkung der Schwenkhebel 7, 8 über Scharniergelenke 56 an der Drehachse des mittigen Drallgebers 1 ersichtlich.

    [0024] In der Stirnansicht gemäß Fig. 10 wird der in Zusammenhang mit der Rinne 52 gebildete, eckig gebogene Fadenführungskanal 57 deutlich. Die Anschlagflächen 51 aus Fig. 8 liegen dabei aneinander.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum alternativen Aufbringen entweder eines S-Dralls oder eines Z-Dralls auf ein Garn, das zwischen mindestens zwei gleichsinnig mit wählbarer Drehrichtung rotierenden Drallgebern (1,2,3) durchgeführt wird, wobei zur Umstellung zwischen S- und Z-Drall wenigstens einer (1) der Drallgeber (1,2,3) fest gehalten und relativ dazu der oder die anderen Drallgeber (2,3) in für S- oder Z-Drall jeweils unterschiedliche Betriebspositionen gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß der andere oder wenigstens einer der anderen Drallgeber (2,3) in seiner jeweiligen Betriebsposition längs einer vorgegebenen Bahn geführt wird, die wie bei einem Satelliten um den oder die ortsfesten Drallgeber (1) verläuft, und die Drehrichtung der Drallgeber (1,2,3) umgekehrt wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn eben und/oder kreisförmig verläuft.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, mit mindestens drei polygonartig um das Garn angeordneten Drallgebern (1,2,3), von denen einer (1) fest gehalten wird, und zur Umstellung zwischen S- und Z-Drall die anderen Drallgeber (2,3) in ihren Betriebspositionen gegeneinander ausgetauscht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die auszutauschenden Drallgeber (2,3) in gleichem Umlaufsinn hintereinander in die jeweils frühere Position des in Umlaufrichtung unmittelbar vorausgehenden oder nachfolgenden Drallgebers bewegt werden.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, mit mindestens drei polygonartig um das Garn angeordneten Drallgebern (1,2,3), von denen einer fest gehalten wird, und zur Umstellung zwischen S- und Z-Drall die Relativstellung der anderen Drallgeber (2,3) zueinander verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zu versetzenden Drallgeber (2,3) in einander entgegengesetztem Umlaufsinn (53) maximal bis zur Anlage aneinander oder wenigstens einer der zu versetzenden Drallgeber (2,3) maximal bis zur Anlage an den anderen bewegt werden.
     
    5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Versetzen des oder der anderen zu bewegenden Drallgeber (2,3) zur Umkehr der Drehrichtung und/oder Kopplung mit einer Antriebseinrichtung (28) dergegenüber das gesamte Drallgeberaggregat (1,2,3) in seiner Stellung verändert, insbesondere verdreht (33) wird.
     
    6. Vorrichtung zum Falschdralltexturieren, mit mehreren zum gemeinsamen Einwirken (36) auf ein durchlaufendes Garn gleichsinnig angetriebenen Drallgebern (1,2,3), die zur Umstellung zwischen S- und Z-Drall gegeneinander versetz- oder verstellbar angeordnet sind, und mit Umstellmitteln zur Umkehr der Antriebsrichtung der Drallgeber (1,2,3), zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallgeber (1,2,3) untereinander derart gelenkig verbunden sind, daß relativ zu wenigstens einem (1) der Drallgeber der oder die anderen Drallgeber (2,3) durch Verschwenken in ihren Positionen für S- oder Z-Drall veränderbar, insbesondere miteinander austauschbar oder aufeinander gegebenenfalls im einander entgegengesetzten Umlaufsinn bewegbar sind.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Schwenkelemente (7,8), die an wenigstens einem Drallgeber (1) - vorzugsweise koaxial - angelenkt sind und den oder die anderen Drallgeber (2,3) in einer Drehlagerung halten.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, mit mindestens drei polygonartig um das Garn-Texturierzentrum 36) angeordneten, drehbaren Drallgebern (1,2,3), von denen zur Umstellung zwischen S- und Z-Drall wenigstens zwei Drallgeber (2,3) in ihren Positionen relativ zu wenigstens einem weiteren Drallgeber (1) verstellbar und/oder gegeneinander austauschbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die austausch- oder verstellbaren Drallgeber (2,3) je in einem zugeordneten Schwenkelement (7,8) drehgelagert sind, die in ihren Anlenkbereichen mit dem anderen Drallgeber (1) scharniergelenkig verbunden sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkelemente (7,8) derart einander zugewandte und verlaufende Anschlagflächen (51) aufweisen, daß bei Anschlag die Rotationsachsen der Drallgeber (1,2,3) ein Dreieck vorbestimmter Winkelrelation, vorzugsweise ein gleichschenkliges oder gleichseitiges Dreieck, bilden.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß an einem oder mehreren Schwenkelementen (7,8) jeweils ein oder mehrere Fadenführer (5,6;31;54) und/oder Fadenführungskanäle (57) ausgebildet und/oder angeordnet sind.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Umstellmittel eine derart ausgebildete Aufnahmeeinrichtung (22) umfassen, daß daran das gelenkige Drallgeberaggregat (1,2,3) lösbar und/oder entnehmbar wenigstens in je einer Stellung für S- oder Z-Drallantrieb anbringbar ist.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei das Drallgeberaggregat mit einem oder mehreren Kopplungsgliedern (46a,46b), beispielsweise elektromotorische Läufer oder Antriebswirtel, zur Kopplung mit einer Antriebseinrichtung (28), beispielsweise elektromotorischer Stator oder tangential reibender Antriebsriemen, versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (22) einen Raum oder Durchgang für die Antriebseinrichtung (28) aufweist, wobei je nach Anbringstellung des Drallgeberaggregats (1,2,3) dessen Kopplungsglied(er) (46a,46b) im Antriebssinn für S- oder Z-Drall mit der Antriebseinrichtung (28) in Eingriff steht (stehen).
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (22) eine Linear- und/oder Dreh-Lagerstelle (23) zur versetz- oder verschiebbaren und/oder drehbaren oder drehgelenkigen Anbringung an einer textilmaschinenseitigen Halterung (24) aufweist.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein ortsfest, beispielsweise gegen einTexturiermaschinenchassis, abgestütztes, automatisch oder manuell betätigbares Anstellorgan (34,35), das an der Aufnahmeeinrichtung (22) derart in Angriff bringbar ist, daß diese nebst etwa darin aufgenommenem Drallgeberaggregat (1,2,3) über die Lagerstelle (23) relativ zu der Antriebseinrichtung (28) und/oder der Maschinenhalterung (24) verstellbar ist, wobei das oder die Kopplungsglieder (46a,46b) mit der Antriebseinrichtung (28) in oder außer Eingriff bringbar sind.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Rasten (11,12) und dazu komplementäre Einrastelemente (12,11), welche einerseits an je einem Schwenkelement (7,8) und andererseits an der Aufnahmeeinrichtung (22) ausgebildet und derart angeordnet sind, daß mit Einrasten vorbestimmte Schwenkstellungen für die Schwenkelemente (7,8) arretierbar sind.
     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, gekennzeichnet durch ein den Schwenkelementen (7,8) und der Aufnahmeeinrichtung (10;22) zwischengeschaltetes Verriegelungsorgan (13;48-50)), welches, abgestützt an der Aufnahmeeinrichtung (10;22), an den Schwenkelementen (7,8) zur Sicherung einer Relativstellung zwischen Aufnameeinrichtung (10;22) und Schwenkelementen (7,8) angreift.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, wobei das Drallgeberaggregat (1,2,3) einen oder mehrere Antriebswirtel (46a,46b) zum tangentialen Reibschluß mit einem Antriebsriemen (28) aufweist, gekennzeichnet durch einen derart ausgebildeten oder gestalteten Träger (26) für eine den Antriebsriemen (28) an den oder die Antriebswirtel (46a,46b) drückende Gegenrolle (27), daß dieser Träger (26) - gegebenenfalls im Austausch gegen das Drallgeberaggregat (1,2,3) - in dessen Stellung für S- oder Z-Drallantrieb in der Aufnahmeeinrichtung (22) anbringbar ist.
     
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkelemente (7,8) derart einander zugewandte und zumindest teilweise mit rillen- oder rinnenartigen Vertiefungen (52) geformte Wandungen mit Anschlagflächen (51) aufweisen, daß bei Anschlag die Schwenkelemente (7,8) zwischen sich einen Durchgangskanal (57) für den Fadendurchlauf begrenzen.
     
    19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 18, mit einem Einfädelwerk, das einen zum Texturierzentrum (36) schwenkbaren Einfädelhebel (38) und einen diesem nacheilend schwenkbaren Schließhebel (40) aufweist, der beim Schließen mit dem Einfädelhebel (38) diesen haltend in Eingriff bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfädel- und Schließhebel (38,40) je an einem Schwenkelement (7,8) angeordnet sind, wobei wenigstens der Einfädelhebel (38) gegenüber dem Schwenkelement (2) schwenkbar gelagert ist.
     
    20. Vorrichtung nach Anspruch 17 und 19, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Rasten (43) und dazu komplementäre Einrastelemente (42), welche einerseits an dem Gegenrollenträger (26) und andererseits am Schließhebel (40) ausgebildet und derart angeordnet sind, daß mit Einrasten vorbestimmte Schwenkstellungen für den Schließhebel (40) arretierbar sind.
     


    Claims

    1. Method of alternately applying an S-twist or a Z-twist to a yarn, which is carried out between at least two twisting elements (1, 2, 3) rotating in the same direction, which may be selected, wherein in order to change between S- and Z-twist, at least one (1) of the twisting elements (1, 2, 3) is held firmly and relative thereto the other twisting element(s) (1, 2, 3) are brought into operating positions which are different in each case for S- or Z-twist, characterised in that the other or at least one of the other twisting elements (2, 3) is guided in its operating position along a predetermined path, which as in a satellite extends around the fixed twisting element(s) (1), and the direction of rotation of the twisting elements (1, 2, 3) is reversed.
     
    2. Method according to claim 1, characterised in that the path extends in a plane manner and/or in a circle.
     
    3. Method according to claim 1 or 2, having at least three twisting elements (1, 2, 3) disposed in a polygonal manner around the yarn, one of which (1) is held firm. and in order to change between S- and Z-twist the operating positions of the other twisting elements (2, 3) are exchanged. characterised in that the twisting elements (2, 3) to be exchanged are moved consecutively in the same direction of rotation into the respective earlier position of the twisting element directly in front or behind.
     
    4. Method according to claim 1 or 2, having at least three twisting elements (1, 2, 3) disposed in a polygonal manner around the yarn, one of which is held firm, and in order to change between S- and Z-twist the relative positions of the other twisting elements (2, 3) are moved relative to one another, characterised in that the twisting elements (2, 3) to be displaced are moved in opposite directions (53) at most until they make contact with one another or at least one of the twisting elements (2, 3) to be displaced (2, 3) is moved into contact with the other.
     
    5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that after displacement of one or the other of the twisting elements (2, 3), in order to reverse the direction of rotation and/or coupling with a drive device (28), relative thereto the position of the whole twisting element (1, 2, 3) is changed, in particular is rotated (33).
     
    6. Apparatus for false twist texturing, comprising a plurality of twisting elements (1, 2, 3) which are driven in the same direction in order to act (36) together on a yarn passing through and which, in order to change between S- and Z-twist, are disposed displaceably relative to one another, and comprising adjusting means for reversal of the drive direction of the twisting elements (1, 2, 3) in order to carry out the method according to one of claims 1-5, characterised in that the twisting elements (1, 2, 3) are so joined together in a hinged manner, in that relative to at least one (1) of the twisting elements the position of the other twisting element(s) (2, 3) is variable for S- or Z-twisting, in particular the twisting elements (2, 3) are exchangeable or are movable one on top of another optionally in opposite directions of rotation.
     
    7. Apparatus according to claim 6, characterised by one or more pivoting elements (7, 8), which are coupled to at least one twisting element (1) - preferably coaxially - and hold the other twisting element(s) (2, 3) in a rotary bearing.
     
    8. Apparatus according to claim 7, having at least three rotatable twisting elements (1, 2, 3) disposed in a polygonal manner around the yarn texturing centre (36), of which at least two (2, 3) are changeable in their positions relative to at least one further twisting element (1) ) and/or which are interchangeable in order to change between S- and Z twisting, characterised in that the exchangeable or movable twisting elements (2, 3) are rotatably mounted in a respective pivoting element (7, 8), which are joined in their coupling regions in the manner of a hinge to the other twisting element (1).
     
    9. Apparatus according to claim 8, characterised in that the pivoting elements (7, 8) have stop faces (51) so facing one another and extending relative to one another that upon stopping, the rotational shafts of the twisting elements (1, 2, 3) form a triangle of predetermined angles, preferably an isosceles or and equilateral triangle.
     
    10. Apparatus according to claim 7, 8 or 9, characterised in that respectively one cr more thread guides (5, 6; 31; 54) and/or thread guide channels (57) are formed and/or disposed on one or more pivoting elements (7, 8).
     
    11. Apparatus according to claim 7, 8, 9 or 10, characterised in that the adjusting means comprise a receiving device so formed that the hinged twisting element aggregate (1, 2, 3) is detachably and/or removably mountable thereon at least in a position for S- or Z-twisting drive.
     
    12. Apparatus according to claim 11, wherein the twisting element aggregate is provided with one or more coupling members (46a, 46b), for example an electric rotor or drive wharve, for coupling to a drive device (28), e.g. an electric stator or tangentially rubbing drive belts, characterised in that the receiving device (22) has a chamber or passage for the drive device (28), wherein according to the application position of the twisting element aggregate (1, 2, 3) its coupling element(s) (46a, 46b) are meshed with the drive mechanism (28) in the drive direction for S- or Z-twisting.
     
    13. Apparatus according to claim 11 or 12, characterised in that the receiving device (22) has a linear and/or rotary bearing position (23) for displaceable and/or rotary or pivotal mounting on a mount (24) on a textile machine.
     
    14. Apparatus according to claim 13, characterised by a fixed automatic or manually actuatable setting element (34, 35), e.g. supported on a texturing machine chassis, which can be meshed with the receiving device (22) in such a manner that the receiving device is displaceable in addition to any twisting element aggregate (1, 2, 3) held therein via the bearing point (23) relative to the drive mechanism (28) and/or the machine mount (24), wherein the coupling member(s) (46a, 46b) can be brought into mesh with or disengaged from the drive mechanism (28).
     
    15. Apparatus according to one of claims 11 to 14, characterised by one or more catches (11, 12) and complementary engaging elements (12, 11), which are formed and disposed on one side on a respective pivotal element (7, 8) and on the other side on the receiving device (22) in such a manner that upon engaging, the pivotal elements (7, 8) are lockable in predetermined pivotal positions.
     
    16. Apparatus according to one of claims 11 to 15, characterised by a locking element (13; 48-50) interposed between the pivotal elements (7, 8) and the receiving device (10; 22), the locking element, being supported against the receiving device (10; 22), engaging on the pivotal elements (7, 8) in order to fix a relative position between the receiving device (10; 22) and the pivotal elements (7, 8).
     
    17. Apparatus according to one of claims 11 to 16. wherein the twisting element aggregate (1, 2, 3) has one or more drive wharves (46a, 46b) for tangential friction locking with a drive belt (28), characterised by a carrier (26) for a counter-roller (27) pressing the drive belt (28) against the drive wharves (46a, 46b) in such a manner that the carrier (26) - optionally interchangeably with the twisting element aggregate (1, 2, 3) - can be brought into its position for S- or Z-drive in the receiving device (22).
     
    18. Apparatus according to one of claims 7 to 17, characterised in that the pivctal elements (7, 8) have mutually associated walls with stop faces and channel-like recesses (52) so that when the pivotal elements (7, 8) are stopped these form between them a through passage (57) for the thread.
     
    19. Apparatus according to one of claims 7 to 18, having a threader, which has for the texturing centre (36) a pivotal threader lever (38) and a pivotable closing lever (40) which lags behind the threader lever and which upon closing can be meshed with the threader lever (38) so as to hold same, characterised in that the threader lever and closing lever (38, 40) are disposed on a respective pivotal element (7, 8), at least the threader lever (38) being pivotably mounted relative to the pivoting element (2).
     
    20. Apparatus according to claim 17 and 29, characterised by one or more catches (43) and complementary locking elements (42), which are formed on the one side on the counter-roller support (26) and on the other side on the closing lever (40) and are so arranged that upon locking, the closing levers (40) can be locked in predetermined pivotal positions.
     


    Revendications

    1. Procédé pour imprimer alternativement une torsion en S ou une torsion en Z à un fil, qui passe et est guidé entre au moins deux générateurs de torsion (1, 2, 3) tournant dans le même sens et dont le sens de rotation peut être sélectionné, le changement entre la torsion en S et la torsion en Z étant effectué en maintenant fixe au moins l'un (1) des générateurs de torsion (1, 2, 3) et en déplaçant par rapport à celui-ci l'autre ou les autres générateurs de torsion (2, 3) pour les amener dans des positions de fonctionnement respectivement différentes pour la torsion en S ou la torsion en Z, caractérisé en ce que l'autre ou l'un au moins des autres générateurs de torsion (2, 3) est déplacé dans sa position de fonctionnement considérée en étant guidé le long d'une trajectoire prédéterminée, qui s'étend à la manière de celle d'un satellite autour du ou des générateurs de torsion (1) en position fixe, et le sens de rotation des générateurs de torsion (1, 2, 3) est inversé.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la trajectoire s'étend de manière plane et/ou selon une forme circulaire.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, mettant en oeuvre au moins trois générateurs de torsion (1, 2, 3) agencés de manière polygonale autour du fil, dont l'un (1) est maintenu fixe et dont les autres générateurs de torsion (2, 3) sont substitués l'un à l'autre quant à leurs positions de fonctionnement, pour le changement entre la torsion en S et la torsion en Z, caractérisé en ce que les générateurs de torsion (2, 3) à substituer l'un à l'autre sont déplacés dans le même sens de révolution l'un après l'autre, dans la position respective antérieure du générateur de torsion directement précédent ou directement suivant dans le sens de révolution.
     
    4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, mettant en oeuvre au moins trois générateurs de torsion (1, 2, 3) agencés de manière polygonale autour du fil, dont l'un est maintenu fixe et dont la position relative des autres générateurs de torsion (2, 3) l'un par rapport à l'autre est modifiée pour le changement entre la torsion en S et la torsion en Z, caractérisé en ce que les générateurs de torsion (2, 3) à changer de place sont déplacés chacun dans un sens de révolution (53) opposé à celui de l'autre, au maximum jusqu'à arriver en appui l'un contre l'autre, ou bien l'un au moins des générateurs de torsion (2, 3) à changer de place est déplacé au maximum jusqu'à arriver en appui contre l'autre.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après le changement de place du ou des autres générateurs de torsion (2, 3) à déplacer, en vue d'inverser le sens de rotation et/ou le couplage avec un dispositif d'entraînement (28), on modifie dans sa position, et notamment on fait tourner (33),. par rapport à ce dernier, l'ensemble du groupe des générateurs de torsion (1, 2, 3).
     
    6. Dispositif de texturation en fausse torsion, comprenant plusieurs générateurs de torsion (1, 2, 3) entraînés dans le même sens, qui sont destinés à agir en commun (36) sur un fil les traversant en continu, et qui sont agencés de manière à pouvoir être déplacés ou ajustés les uns par rapport aux autres pour le changement entre la torsion en S et la torsion en Z, et comprenant des moyens d'inversion destinés à inverser le sens d'entraînement des générateurs de torsion (1, 2, 3), pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les générateurs de torsion (1, 2, 3) sont reliés entre eux de manière articulée, d'une façon telle que, par rapport à l'un au moins (1) des générateurs de torsion, le ou les autres générateurs de torsion (2, 3) puissent, par pivotement, être modifiés dans leurs positions de fonctionnement pour la torsion en S ou la torsion en Z, notamment être substitués l'un à l'autre ou être déplacés l'un vers l'autre, le cas échéant chacun selon un sens de révolution opposé à celui de l'autre.
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par un ou plusieurs éléments de pivotement (7, 8), qui sont articulés, de préférence de manière coaxiale, sur au moins un générateur de torsion (1), et qui supportent le ou les autres générateurs de torsion (2, 3) selon un montage en rotation.
     
    8. Dispositif selon la revendication 7, comportant au moins trois générateurs de torsion (1, 2, 3) rotatifs, agencés de manière polygonale autour du centre de texturation (36) du fil, parmi lesquels au moins deux générateurs de torsion (2, 3) peuvent être ajustés dans leurs positions par rapport à au moins un autre générateur de torsion (1) et/ou être substitués l'un à l'autre, pour le changement entre la torsion en S et la torsion en Z, caractérisé en ce que les générateurs de torsion (2, 3) pouvant être substitués ou ajustés, sont montés en rotation chacun dans un élément de pivotement (7, 8) associé, ces éléments de pivotement étant reliés, dans leurs zones d'articulation, à l'autre générateur de torsion (1), de manière articulée comme une charnière.
     
    9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que les éléments de pivotement (7, 8) présentent des surfaces de butée (51) dirigées l'une vers l'autre et s'étendant de façon telle, que lors de l'entrée en butée, les axes de rotation des générateurs de torsion (1, 2, 3) forment un triangle dont les angles sont dans une relation prédéterminée, de préférence un triangle isocèle ou équilatéral.
     
    10. Dispositif selon la revendication 7, 8 ou 9, caractérisé en ce que, sur un ou plusieurs éléments de pivotement (7, 8), sont respectivement réalisés et/ou disposés un ou plusieurs guide-fil (5, 6; 31 ; 54) et/ou canaux de guidage de fil (57).
     
    11. Dispositif selon la revendication 7, 8, 9 ou 10, caractérisé en ce que les moyens d'inversion comprennent un dispositif de réception (22) conçu de manière telle, que le groupe de générateurs de torsion (1, 2, 3) articulé puisse y être mis en place de manière démontable et/ou extractible, au moins dans une position respective pour l'entraînement de torsion en S ou en Z.
     
    12. Dispositif selon la revendication 11, dans lequel le groupe de générateurs de torsion est doté d'un ou de plusieurs organes de couplage (46a, 46b), par exemple des rotors de moteur électrique ou des noix d'entraînement, pour le couplage à un dispositif d'entraînement (28), par exemple un stator de moteur électrique ou des courroies d'entraînement par friction tangentielle, caractérisé en ce que le dispositif de réception (22) présente un espace ou un passage pour le dispositif d'entraînement (28), le ou les organe(s) de couplage (46a, 46b) du groupe de générateurs de torsion (1, 2, 3), en fonction de la position de montage de celui-ci, étant alors en prise avec le dispositif d'entraînement (28) dans le sens d'entraînement pour la torsion en S ou en Z.
     
    13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le dispositif de réception (22) comporte une zone formant palier linéaire et/ou de rotation (23) pour le montage déplaçable ou coulissant et/ou rotatif ou articulé en rotation, sur un support (24) d'une machine textile.
     
    14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé par un organe de réglage (34, 35) appuyé en position fixe, par exemple contre un châssis de machine de texturation, et susceptible d'être actionné de manière automatique ou manuelle, et qui peut être amené en prise au niveau du dispositif de réception (22) de façon telle, que celui-ci, en dehors du groupe de générateurs de torsion (1, 2, 3) qui y est éventuellement reçu, soit ajustable, par l'intermédiaire de la zone formant palier (23), par rapport au dispositif d'entraînement (28) et/ou au support de machine (24), le ou les organes de couplage (46a, 46b) pouvant alors être mis en prise ou hors de prise avec le dispositif d'entraînement (28).
     
    15. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé par un ou plusieurs crans d'encliquetage (11, 12) et des éléments d'encliquetage (12, 11) complémentaires de ces derniers, qui sont réalisés d'une part chacun sur un élément de pivotement (7, 8) et d'autre part sur le dispositif de réception (22) et qui sont disposés de manière telle, que l'encliquetage permette le blocage dans des positions de pivotement prédéterminées pour les éléments de pivotement (7, 8).
     
    16. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé par un organe de verrouillage (13; 48-50), qui est intercalé entre les éléments de pivotement (7, 8) et le dispositif de réception (10; 22) et qui, en appui sur le dispositif de réception (10; 22), agit sur les éléments de pivotement (7, 8) pour bloquer une position relative entre le dispositif de réception (10; 22) et les éléments de pivotement (7, 8).
     
    17. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 16, dans lequel le groupe de générateurs de torsion (1, 2, 3) présente une ou plusieurs noix d'entraînement (46a, 46b) pour une liaison par friction tangentielle avec une courroie d'entraînement (28), caractérisé par un support (26) pour un galet conjugué (27) pressant la courroie d'entraînement (28) contre la ou les noix d'entraînement (46a, 46b), d'une conception ou d'une configuration telle, que ce support (26), le cas échéant en étant substitué au groupe de générateurs de torsion (1, 2, 3), puisse être monté dans le dispositif de réception (22) dans sa position pour l'entraînement de torsion en S ou en Z.
     
    18. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 17, caractérisé en ce que les éléments de pivotement (7, 8) présentent des parois à surfaces de butée (51), formées au moins partiellement avec des creux (52) en forme de rainure ou de gorge et dirigées l'une vers l'autre d'une manière telle, que lors de l'entrée en butée, les éléments de pivotement (7, 8) délimitent entre eux un canal de passage (57) pour le passage du fil.
     
    19. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 18, comprenant un mécanisme d'enfilage qui présente un levier d'enfilage (38), pouvant pivoter vers le centre de texturation (36), et un levier de fermeture (40) pouvant pivoter en retard par rapport au précédent et pouvant, lors de la fermeture, être amené en prise avec le levier d'enfilage (38) en le maintenant, caractérisé en ce que le levier d'enfilage et le levier de fermeture (38, 40) sont disposés chacun sur un levier de pivotement respectif (7, 8), au moins le levier d'enfilage (38) étant monté de manière pivotante par rapport à l'élément de pivotement (7).
     
    20. Dispositif selon les revendications 17 et 19, caractérisé par un ou plusieurs crans d'encliquetage (43) et des éléments d'encliquetage (42) complémentaires de ces derniers, qui sont réalisés d'une part sur le support de galet conjugué (26) et d'autre part sur le levier de fermeture (40), et qui sont disposés de manière telle, que l'encliquetage permette le blocage du levier de fermeture (40) dans des positions de pivotement prédéterminées.
     




    Zeichnung