[0001] Die Erfindung betrifft ein Laufrad geschlossener Bauart für Pumpen, welches aus mehreren
Blechformteilen schweißtechnisch zusammengefügt ist, deren als Einzelteile ausgebildete
Schaufeln mit den daran anliegenden Deckscheiben verschweißt sind, wobei die Schaufeln
nicht über ihre ganze Länge befestigt sind.
[0002] Derartige Laufräder sind aus der EP-B 0 283 825 und der SU-A 130 348 bekannt. Deren
Laufräder werden durch sogenannte Kehlnähte zusammengeschweißt, d. h. an zwei im Winkel
aufeinanderstehenden Bauteilen wird in dem Stoßbereich mittels herangeführter Schweißelektroden
die Kehlnaht erzeugt. Dabei werden die Laufräder gewissermaßen von innen zusammengefügt
und dies erfordert eine gute Zugänglichkeit zu der Schweißstelle. Bei einem üblicherweise
gebogenen und abgedeckten Schaufelkanal ist dies nur in dessen Anfangs- und Endbereich
leicht möglich ist. Dagegen existieren jedoch im mittleren Bereich des Schaufelkanals
derart beengte räumliche Verhältnisse, daß dort eine Verschweißung der Schaufeln mit
den Deckscheiben sehr schwierig ist, zumindest dann, wenn ein Schaufelkanal durch
eine daran anzubringende Deckscheibe geschlossen wird. Im Stand der Technik wurde
aus dieser Not eine Tugend gemacht, indem die unzugänglichen Stellen nicht verschweißt
werden und statt dessen ein Spalt verbleibt, durch den das Fördermedium zirkulieren
kann. Damit sollen an den unzugänglichen Stellen des Laufrades mit fehlender Verbindung
zwischen Schaufel und Deckscheibe gleiche Korrosionsbedingungen geschaffen werden,
indem stattdessen spül- oder reinigbare Spalte benutzt werden, in denen sich Produkte
des Fördermediums nicht festsetzen können.
[0003] Durch die DE-PS 509 458, die ein zusammengebautes Laufrad beschreibt, ist es bekannt,
im Eintrittsbereich des Schaufelkanals einen Spalt zwischen einer abnehmbaren Laufradseitenwand
und den gegenüberliegenden Schaufelkanten auszubilden. Der im Eintrittsbereich der
Schaufelkanäle nunmehr mögliche Druckausgleich zwischen den Schaufelkanälen soll der
Vermeidung von Schaum- und Dampfblasen dienen. Gerade bei der Förderung von zersetzenden
Flüssigkeiten, wie z. B. Milch, wird auf eine Durchspülung bzw. Zugänglichkeit derartiger
Spalte besonders Wert gelegt. Aus diesem Grunde verwendet dieser vorbekannte Stand
der Technik neben den durchspülbaren Spalten noch die zusätzlich abnehmbare Laufradseitenwand
bzw. Deckscheibe, um eine sichere Reinigung des Laufrades zu ermöglichen.
[0004] Bei Kreiselpumpenlaufrädern, die mit Hilfe anderer Schweißverfahren zusammengefügt
werden, ergeben sich völlig andere Problemstellungen. Sind es beispielsweise niedrig
belastete Laufräder von Heizungsumwälzpumpen, so genügt dort eine Verbindung mittels
Punktschweißverbindungen. Jedoch bei Laufrädern, die sehr hohen Belastungen ausgesetzt
sind, wird eine vollständige und durchgehende Schweißnaht zwischen den Schaufeln und
den Deckscheiben angestrebt, um die großen dynamischen Belastungen aufnehmen zu können.
Aus diesem Grunde muß die Schweißnaht sehr homogen und qualitativ hochwertig sein,
ohne Risse und Spalte, um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten. Dies verhindert
zusätzlich eine Ablagerung von Verunreinigungen und erweitert somit das Einsatzgebiet
des Laufrades.
[0005] Die JP-A-59-211 795 zeigt ein gegossenes Laufrad. Im Übergang zwischen Deckscheibe
und Laufradeintrittsbereich sind nachträglich anbringbare Schlitze zum Abbau von Spannungsspitzen
angeordnet. Diese Spannungsspitzen entstehen üblicherweise bei Gußkonstruktion im
Übergang zwischen dickwandigen Materialanhäufungen und dünnwandigen Bauteilen. Bei
dem gezeigten Laufrad entstehen noch weitere Spannungen durch die übliche Schrägstellung
der Schaufeln.
[0006] Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, für hochbelastete Laufräder zusammengesetzter
Bauart eine sichere Schaufelbefestigung zu entwickeln. Dieses Problem wird dadurch
gelöst, daß jede Schaufel mit durchgehenden Schweißnähten verbunden ist, wobei im
Eintrittsbereich des Laufrades ein offener und spülbarer Spalt zwischen saug- und/oder
druckseitiger Deckscheibe und den Schaufeln verbleibt. Mit Hilfe dieser Maßnahme ergibt
sich im Laufradeintrittsbereich eine Schaufelelastizität. Der aufgrund der Fliehkräfte
höherbelastete mittlere und äußere Bereich des Schaufelkanals weist durchgehende Schweißnähte,
und zwar auch gerade im schwer zugänglichen mittleren Schaufelbereich auf. Somit ist
die Herstellung eines aus Einzelteilen zusammengefügten, sehr hoch belastbaren Laufrades
möglich, dessen Festigkeitswerte vergleichbar mit entsprechend gegossenen Laufrädern
sind. Ein zusätzlicher Vorteil besteht auch darin, daß derartig erstellte Laufräder
ohne weiteres mittels Durchmesserreduzierung an unterschiedliche Anlagenverhältnisse
anpaßbar sind. Im Gegensatz zu den bekannten Lösungen mit unterbrochener Schweißnaht
ist dies ohne nachträgliche Schweißung problemlos möglich.
[0007] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die im Eintrittsbereich einen Spalt zur
Deckscheibe aufweisenden Schaufelteile plastisch verformbar. Dieser im Bereich der
saug- und/oder druckseitigen Deckscheibe vorhandene Spalt ermöglicht es, daß mit Hilfe
eines Umformwerkzeuges die für den jeweiligen Verwendungszweck des Laufrades geeignete
Stellung des Schaufeleintrittsbereiches erzeugt werden kann. Diese Möglichkeit erlaubt
also sowohl eine Winkelveränderung der Schaufelanströmkanten als auch eine nachträgliche
Formänderung des gesamten Schaufeleintrittsbereiches.
[0008] Auch sind die Schaufeln in den Deckscheiben positionierbar. Eine oder beide Laufraddeckscheiben
können hierbei der Schaufelkontur entsprechende Ausnehmungen aufweisen. Darin können
dann die Schaufeln bei der Montage fixiert und anschließend von außen verschweißt
werden. Dies kann mit oder ohne Zuhilfenahme von Schweiß-Zuschlagstoffen erfolgen.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0010] Das Laufrad 1 verfügt über eine Nabe 2, die mit einer druckseitigen Deckscheibe 3
verbunden ist. Zwischen der druckseitigen Deckscheibe 3 und einer saugseitigen Deckscheibe
4 befinden sich mehrere Schaufeln 5. Mit Hilfe einer entsprechenden Vorrichtung lassen
sich die Teile sicher positionieren und durch von außen auf die Deckscheiben 3, 4
einwirkende Schweißgeräte 6, 7 verschweißen. Im Eintrittsbereich des Laufrades verbleiben
zwischen den Deckscheiben 3, 4 und den Schaufeln 5 Spalte 8, 9. Somit weist der Eintrittsbereich
mit seiner gekrümmten Geometrie eine Elastizität auf, während der durch die Fliehkräfte
höher belastete mittlere und äußere Schaufelbereich homogene und qualitativ hochwertige,
durchgehende Schweißverbindungen aufweist. Und zwar auch im üblicherweise unzugänglichen
mittleren Schaufelbereich.
[0011] Die Schweißverbindung erfolgt hier mit bekannten Schweißverfahren. In den Deckscheiben
3, 4 können dabei die Schaufeln 5 positionierende Ausnehmungen anbringbar sein. Es
ist aber genauso gut möglich, während des Schweißvorganges die Schaufeln in geeigneten
Vorrichtungen zu halten. Mittels dem außen auf das Laufrad einwirkenden Schweißvorgang
werden die Deckscheiben 3, 4 mit den Kanten der Schaufeln 5 verbunden.
[0012] In der im strichpunktierten Kreis gezeigten vergrößerten Darstellung eines Schaufelanfanges
sind die Spalte 8, 9 im Bereich der Anfänge der Schaufeln 5 deutlich herausgestellt.
Deren Abmessungen sind so gewählt, daß sie eine Durchspülung und Reinigung der Spalte
ermöglichen.
[0013] Einen wesentliche Vorteil bilden die Spalte insofern, als damit die Möglichkeit zur
nachträglichen Formung der Schaufelanfänge bzw. der Schaufeleintrittsbereiche gegeben
ist. Mit Hilfe eines geeigneten Werkzeuges ließe sich dann der für den jeweiligen
Verwendungszweck des Laufrades geeignete Schaufelverlauf umformtechnisch erzeugen.
Je nach verwendeter Schaufelform kann auch nur ein Spalt vorgesehen werden. Dieser
wäre dann nur im Bereich der saug- oder druckseitigen Deckscheibe vorhanden.
[0014] Der Eintrittsbereich der Schaufeln kann damit für eine gewünschte Pumpenbaugröße
strömungstechnisch optimiert werden. Dies ist besonders dann interessant, wenn Schaufeln
für mehrere Baugrößen einheitlich ausgeführt werden.
1. Laufrad (1) geschlossener Bauart für Pumpen, welches aus mehreren Blechformteilen
schweißtechnisch zusammengefügt ist, deren als Einzelteile ausgebildete Schaufeln
(5) mit den daran anliegenden Deckscheiben (3, 4) verschweißt sind, wobei die Schaufeln
(5) nicht über ihre ganze Länge befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schaufel (5) mit durchgehenden Schweißnähten mit den Deckscheiben (3, 4)
verbunden ist, wobei im Eintrittsbereich des Laufrades ein offener und spülbarer Spalt
(8, 9) zwischen saug- und/oder druckseitiger Deckscheibe und den Schaufeln verbleibt.
2. Laufrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Eintrittsbereich einen
Spalt (8, 9) zur Deckscheibe aufweisenden Schaufelteile (5) plastisch verformbar sind.
1. Impeller (1) of closed design for pumps, which is joined together by welding from
a plurality of sheet-metal shaped parts whose vanes (5) constructed as individual
parts are welded to the covering discs (3, 4) which rest against them, the vanes (5)
not being attached over their entire length, characterized in that each vane (5) is
connected to the covering discs (3, 4) by continuous weld seams, an open and flushable
gap (8, 9) remaining between the suction-side and/or discharge-side covering disc
and the vanes in the entry region of the impeller.
2. Impeller according to Claim 1, characterized in that the vane parts (5) having a gap
(8, 9) with respect to the covering disc in the entry region are plastically deformable.
1. Roue à aubage (1) du type fermé pour pompes, laquelle est assemblée par la technique
de soudage à partir de plusieurs pièces de tôle usinées, dont les aubes (5) formées
en tant que pièces individuelles sont soudées aux disques de recouvrement (3, 4),
les aubes (5) n'étant pas fixées sur toute leur longueur, caractérisée en ce que chaque aube (5) est reliée aux disques de recouvrement (3, 4) par des cordons de
soudure continus, une fente ouverte et rinçable (8, 9) demeurant dans la zone d'entrée
de la roue à aubage entre les disques de recouvrement du côté aspiration et/ou du
côté refoulement et les aubes.
2. Roue à aubage selon la revendication 1, caractérisée, caractérisée en ce que les parties
des aubes (5) présentant dans la zone d'entrée une fente (8, 9) en direction des disques
de recouvrement, sont susceptibles de déformation plastique.