[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung, mit welcher
Informationen, die Restlaufzeit, das Gerät und/oder den Gerätestatus betreffen, räumlich
getrennt vom Haushaltgerät darstellbar sind, wobei diese Informationen als Daten von
einer vorzugsweise elektronischen Programmsteuerung des Haushaltgerätes über eine
Sendeeinrichtung drahtlos an eine in der Anzeigevorrichtung angeordnete Empfangseinrichtung
weitergegeben werden. Ein solches Haushaltgerät ist aus dem DE-GM 18 95 053 bekannt.
[0002] Ca. 50% aller Waschautomaten und Trockner befinden sich außerhalb des Wohnraums.
Beim Gebrauch eines solchen Haushaltgerätes ist es für den Benutzer vorteilhaft, auch
außerhalb vom Aufstellungsraum des Gerätes eine Information über den Programmfortschritt
oder die Restlaufzeit des von ihm eingestellten Programms zu erhalten. Auch bei anderen
Geräten, z. B. Herden, Kühlschränken und Geschirrspülautomaten besteht der Wunsch
nach einer standortunabhängigen Kontrolle.
[0003] Es sind Haushaltgeräte bekannt, bei denen sich an der Bedienblende eine abnehmbare
Signaluhr befindet, die vom Benutzer eingestellt und mitgenommen werden kann. Hierbei
muß der Benutzer die Programmdauer einschätzen und davon abhängig die Uhr einstellen.
Neben der Ungenauigkeit der geschätzten Programmdauer besitzen solche Signaluhren
den Nachteil, daß weder der Programmablauf kontrolliert noch Wamsignale abgegeben
werden können.
[0004] Weiterhin ist aus der DE 28 09 112 bekannt, das gesamte Bedienpult eines Haushaltgerätes
vom Gerät getrennt anzuordnen und die Übertragung der Steuerbefehle und der Anzeigesignale
zwischen dem Bedienpult und der elektronischen Gerätesteuerung drahtlos über Ultraschall
oder Infrarotstrahlung vorzunehmen. Für den Benutzer ist es jedoch unbequem, das gesamte
Bedienpult mitzuführen.
[0005] Aus der DE 34 04 211 ist eine Anzeigevorrichtung bekannt, bei der das Steuergerät
eines Haushaltgerätes Überwachungsfunktionen als kodierte elektrische Signale über
die Netzstrom-Leitung an einen Überwachungsempfänger sendet. Eine gleichzeitige Überwachung
verschiedener Haushaltgeräte soll durch Benutzung von mehreren Sendekanälen und ein
Auswahlschaltwerk im Empfänger realisiert werden. Der Nachteil der vorgenannten Anzeigevorrichtung
besteht zum einen in der Abhängigkeit von einem Leitungssystem. Hierdurch wird die
Mobilität des Betrachters erheblich eingeschränkt. Außerdem ist gerade die Netzstrom-Leitung
sehr anfällig für Störungen durch überlagerte Übertragungen aus Nachbarhäusem, sei
es durch gleiche Geräte, Babyphon oder CB-Funk. Zum anderen ist die Verwendung eines
Auswahlschaltwerks technisch aufwendig und kann dazu führen, daß die Kontrolle einzelner
Geräte vergessen wird.
[0006] Die aus dem DE-GM 18 95 053 bekannte Waschmaschine verwendet einen Impulssender und
eine Anzeigevorrichtung mit einem Impulsempfänger, um den Zeiger eines Schaltwerks
in Abhängigkeit vom Programmstatus zu steuem. Hiermit ist keine Überwachung von verschiedenen
Haushaltgeräten möglich.
[0007] Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, ein Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, auf der der Benutzer unabhängig vom Aufstellort
des Geräts sicher und einfach Informationen über die Daten dieses und weiterer Geräte
erhält
[0008] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Haushaltgerät mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst Zweckmäßige Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0009] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile werden durch die Verwendung einer eigenen
Steuereinrichtung innerhalb der Anzeigevorrichtung erreicht. Vorteilhafterweise wird
eine Mikroprozessorsteuerung verwendet, mit welcher die Daten mehrerer gleichzeitig
betriebener Haushaltgeräte seriell oder parallel darstellbar sind. Hierdurch kann
eine kleine, sehr kompakt aufgebaute Anzeige geschaffen werden, welche die Informationen
in übersichtlicher Art und Weise darstellt Desweiteren besteht die Möglichkeit, bereits
vorhandene Geräte mit einem Sender nachzurüsten und die Empfangsvorrichtung auch für
diese Geräte zu benutzen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß über die Anzeigevorrichtung
alle angeschlossenen Haushaltgeräte auf unbefugte Benutzung kontrolliert werden können.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Daten
einen Adreßcode beinhalten und daß in der Steuervorrichtung eine Auswerteschaltung
integriert ist, welche nur die Anzeige von Daten derjenigen Haushaltgeräte zuläßt,
die diesen Adreßcode senden. Hierdurch werden in einfachster Weise Störungen durch
andere Funksignale unterdrückt, insbesondere eine Überlagerung von Daten, welche durch
Geräte mit gleichen Anzeigeeinrichtungen aus der Nachbarschaft gesendet werden.
[0011] Es ist weiterhin vorteilhaft, den Adreßcode in einem nichtflüchtigen Speicher der
elektronischen Programmsteuerung abzulegen und von dort an die Sendeeinrichtung weiterzugeben.
Hierdurch ist eine einfache Anpassung eines nachgekauften Gerätes an eine bereits
vorhandene Anzeigevorrichtung möglich, welche auch vom Benutzer selbst vorgenommen
werden kann. Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ermöglichen die
Änderung des Adreßcodes mit den Bedienelementen des Geräts oder in Verbindung mit
einer Schnittstelle zwischen der elektronischen Programmsteuerung und der Anzeigesteuerung.
Damit kann der Adreßcode zusätzlich in einem nichtflüchtigen Speicher der Anzeigesteuerung
abgelegt und von dort über die Schnittstelle in den nichtflüchtigen Speicher der elektronischen
Programmsteuerung überschrieben werden.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Schnittstelle
zwischen der elektronischen Programmsteuerung und der Anzeigesteuerung dazu benutzt,
Prozeßparameter auszutauschen. Hierdurch kann die Anzeigevorrichtung als Speicher-
und Übertragungsmedium für ein Updating von Programmen benutzt werden, d. h., es können
aktuelle Prozeßparameter von neuen Steuerungsgenerationen in Geräte älteren Herstelldatums
überschrieben werden.
[0013] Daneben ist es vorteilhaft, die Anzeigevorrichtung mit einem LC-Display auszustatten,
in welchem die Informationen, die die einzelnen Geräte betreffen, zyklisch in festgelegter
Reihenfolge dargestellt werden. Hierdurch erhält der Benutzer ohne weiteres Zutun
nacheinander Informationen über alle in Betrieb befindlichen Geräte.
[0014] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung beinhaltet, daß die Anzeigesteuerung
eine separate Ablaufsteuerung besitzt, welche bei Unterbrechung der Verbindung zur
Sendeeinrichtung über einen vorbestimmten Zeitraum eine selbsttätige Aktualisierung
der Anzeige vomimmt. Durch Verwendung von Daten von Standardprogrammen kann so durch
das Herunterzählen der Restzeit eine relativ genau geschätzte Anzeige des Programmstatus
geboten werden.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an der elektronischen
Programmsteuerung eine für den Benutzer frei zugängliche Schnittstelle angeordnet,
an der die Sendeeinrichtung in einer Haltevorrichtung mit der Programmsteuerung kontaktierbar
ist. Die Anzeigevorrichtung kann hierdurch als separates Zubehörteil angeboten werden
und der Sender auch nachträglich vom Benutzer selbst in das Gerät eingebaut werden.
[0016] Daneben ist es vorteilhaft, der Programmsteuerung ein weitere Empfangseinrichtung
im Geräteinneren zuzuordnen. Hierdurch kann eine Datenübertragung zur Kommunikation
verschiedener Haushaltgeräte untereinander benutzt werden. Damit können Waschmaschinen,
Trockner, Geschirrspülautomaten und Herde ihre Heizphasen oder Programmstarts so koordinieren,
daß eine bestimmte Leistungsaufnahme aus dem Netz nicht überschritten wird. Dies hat
wiederum den Vorteil, daß mehrere Geräte an einem einzigen Netzstromkreis betrieben
werden können. Außerdem kann durch ein "Time Sharing" der Heizungen der Spitzenverbrauch
vermindert werden.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und werden nachstehend näher erläutert Es zeigen:
- Figur 1
- mehrere Haushaltgeräte (1;2;3) mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Anzeigevorrichtung,
- Figur 2a-d
- die mobile Ablaufanzeige (20) in verschiedenen Ansichten,
- Figur 3
- die Bedienblende (4) eines erfindungsgemäß ausgebildeten Waschautomaten (3),
- Figur 4
- die für die Datenübertragung wesentlichen Bauteile anhand eines Ausschnitts aus Figur
1,
- Figur 5a-d
- Darstellungen auf dem Display (23) der mobilen Ablaufanzeige (20),
- Figur 6
- die Bedienblende (4) einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Waschautomaten (3)
[0018] Figur 1 zeigt schematisch die Funktionsweise bei erfindungsgemäß ausgebildeten Haushaltgeräten,
im dargestellten Beispiel bei einem Herd (1), einem Geschirrspülautomaten (2) und
einem Waschautomaten (3). Diese Haushaltgeräte besitzen alle folgenden prinzipiellen
Aufbau:
[0019] Im oberen Frontbereich der Geräte ist eine Bedienblende (4;4';4") mit Schaltelementen
(5,5',5") zur Auswahl eines Programms und/oder speziellen Funktionen angeordnet. Von
dort werden Schaltbefehle über Steuerleitungen (6;6';6") an eine Mikroprozessorsteuerung
(7;7';7") weitergegeben, die sie dann in entsprechende Programme umsetzt. Dazu beeinflußt
die Mikroprozessorsteuerung (7;7';7") zeitabhängig und zustandsabhängig verschiedene
gerätespezifische Aktoren des Haushaltgerätes, in der Regel Heizungen (8) und Motoren
(9). Die Steuergrößen sind teilweise als feste Prozeßparameter in einem ROM (10;10';10")
und teilweise als veränderbare Prozeßparameter in einem ersten programmierbaren, nichtflüchtigen
Speicher, beispielsweise einem E
2PROM (11;11';11'') abgelegt. In einem zweiten E
2PROM (12;12';12") ist ein Adreßcode abgespeichert, dessen Funktion später erklärt
wird. Neben den Schaltelementen (5;5';5") besitzt die Bedienblende (4;4',4") Anzeigeelemente
(13;13';13"), welche dem Benutzer Informationen darstellen, die mit der Programmwahl
und dem Programmablauf zusammenhängen. Auch diese werden von der Mikroprozessorsteuerung
(7;7';7'') in bekannter Weise angesteuert.
[0020] Von der Mikroprozessorsteuerung (7;7';7") sind erfindungsgemäß weitere Steuerleitungen
(14;14';14'') an einen Stecker (15) im Bereich der Bedienblende (4;4';4") geführt.
Desweiteren befindet sich dorf eine Halterung (16), in die ein Sender (17;17';17")
eingesetzt und mit dem Stecker (15) kontaktiert werden kann (s. Figur 3). Die Halterung
ist durch eine Abdeckplatte (18) verschließbar, so daß der Stecker (15) und der Sender
(17;17';17'') vor Verschmutzungen und Tropfwasser geschützt werden. Der vorbeschriebene
Aufbau ermöglicht dem Benutzer einen eigenhändigen nachträglichen Einbau des Senders
(17;17';17'') in das Gerät (1;2;3). Bei Geschirrspülmaschinen (2), die als Einbaugeräte
oft mit einer abnehmbaren Bedienblende (4') ausgestattet sind, kann der Stecker in
einem Aufnahmekasten (nicht dargestellt) hinter der Bedienblende (4') angeordnet sein.
Bei Einbauherden (1) oder Einbaubackofen wiederum ist es vorteilhaft, den Aufnahmekasten
samt Stecker auf der Backmuffel (19) hinter der Bedienblende (4'') anzuordnen. Zum
Einbau des Senders (17") ist dann die Verbindung zum Möbelgehäuse zu lösen und das
Gerät nach vom zu ziehen (nicht dargestellt).
[0021] Der Sender (17;17';17") besitzt innerhalb von Gebäuden eine Reichweite von ca. 30
Metem, im Freien ca. 300 Meter; die Sendefrequenz beträgt 433 MHz.
[0022] Von den Sendem (17;17';17'') der verschiedenen Geräte (1;2;3) werden Informationsdaten
zu einer mobilen Ablaufanzeige (20) übertragen. Diese dient dem Benutzer zur Abfrage
von Informationen über alle in Betrieb befindlichen Geräte. Sie besitzt hierzu einen
Empfänger (21), eine Anzeigesteuerung (22) ein Display (23) und einen Summer (24)
(s. a. Figur 4).
[0023] Die Figuren 2a-d zeigen die mobile Ablaufanzeige (20) in verschiedenen Darstellungen.
Sie ist in ein zweischaliges Kunststoffgehäuse (25a,b) eingefaßt und besitzt eine
Klappe (26) zur Aufnahme eines Energieträgers (Akku oder Batterie, nicht dargestellt).
Ein Clip (27) ermöglicht das Anstecken an ein Kleidungsstück, eine abgeschrägte Unterseite
(28) ein Abstellen auf einer Ebene mit guter Einsicht auf das Display (23). Das Display
(23) ist als LC-Display (23) ausgebildet, dessen einzeln ansteuerbare Segmente die
Darstellung einer Textzeile (29) und einer Zeit (30) ermöglichen. Außerdem ist der
Gerätetyp (31), ein Symbol (32) für die Verbindung zum Sender (17;17';17'') und bei
Unterspannung der Ladezustand (nicht dargestellt) des Akkus oder der Batterie darstellbar.
[0024] Die nähere Funktionsweise der Anzeigevorrichtung bei einem Waschautomaten (3) ist
anhand der Darstellung einer Bedienblende (4) (Figur 3) erklärt. Nach dem Einschalten
der Maschine mit dem "Ein/Aus"-Druckschalter (33) leuchten die den Programmtasten
(34) zugehörigen LED's (35) auf, um den Benutzer darauf hinzuweisen, welche Programme
gewählt werden können. Dies sind die Programme:
- Koch-/Buntwäsche
- Pflegeleicht
- Pflegeleicht Fein
- Wolle
- Miniprogramm
- Stärken
[0025] Wird ein Programm angewählt, bleibt die zugehörige LED (35) eingeschaltet. Mit einer
zweiten Reihe von Tasten (36) können Zusatzfunktionen angewählt werden. Eine angewählte
Zusatzfunktion wird durch Aufleuchten der jeweiligen LED (37) quittiert. Bei Betätigen
einer nicht erlaubten Zusatzfunktion leuchtet die zugehörige LED (37) auf und erlischt,
sobald die Taste (36) wieder losgelassen wird. Mittels "+" und "-" Tasten (38;39)
können Temperaturen (40) und Schleuderdrehzahlen (41) in dem vom Programm zugelassenen
Grenzen eingestellt werden. Nach erfolgter Programmwahl kann durch Betätigen der Taste
(40) "Startvorwahl" eine Verzögerungszeit eingestellt werden. Die LED (41) "Startvorwahl"
neben einem Display (42) wird angesteuert Im Display (42) erscheint die eingestellte
Verzögerungszeit Danach kann das Programm durch die "START"-Taste (43) gestartet werden.
Die Zeitvorwahl wird im Minutentakt heruntergezählt. Nach Ablauf der Verzögerungszeit
startet das Programm. Die LED (41) "Startvorwahl" neben dem Display (42) erlischt,
es leuchtet die LED (44) "Restzeit". In der Ablaufanzeige (45) wird der jeweilige
Programmabschnitt angezeigt.
[0026] Figur 4 zeigt die für die Datenübertragung wesentlichen Bauteile bei einem Waschautomaten
(3). Während des Programmablaufs gibt die Mikroprozessorsteuerung (7) in zyklischen
Abständen einen Datentsatz mit der Länge von 15 Byte an den Sender (17) weiter, der
ihn dann in das nachstehend dargestellte Protokoll umwandelt und mit einer Baudrate
von 1200 oder 2400 Baud abgibt.
| Sendeprotokoll: |
| Byte 0 |
Burst |
| 1 |
Burst |
| 2 |
Burst |
| 3 |
Adreßcode |
| 4 |
Adreßcode |
| 5 |
Adreßcode |
| 6 |
Gerätetyp |
| 7 |
Restzeit - Stunden |
| 8 |
Restzeit - Minuten |
| 9 |
Restzeit - Sekunden |
| 10 |
Status Gerät |
| 11 |
Status Gerät |
| 12 |
Status Gerät |
| 13 |
Checksumme |
| 14 |
Checksumme |
[0027] Die ersten drei Bytes (Burst) dienen zur Initialisierung der Anzeigesteuerung (22)
in der mobilen Ablaufanzeige (20). Danach wird der im E
2PROM (12) abgelegte Adreßcode übermittelt. In einem Speicher (46) der Anzeigesteuerung
(22) ist ebenfalls ein Adreßcode abgelegt. Eine in der Anzeigesteuerung (22) integrierte
Auswerteschaltung (47) vergleicht die Adreßcodes und läßt nur diejenigen Sendeprotokolle
zur Weiterverarbeitung zu, bei denen Übereinstimmung festgestellt wird. Hierdurch
kann die Anzeige auf eine vom Benutzer getroffene Auswahl von Haushaltgeräten (1;2;3)
beschränkt werden. Auf diese Weise sind Störungen durch funktionsgleiche Geräte in
Nachbarhaushalten ausgeschlossen. Für Kundendiensttechniker kann ein Master-Empfänger
ohne Auswerteschaltung eingerichtet werden (nicht dargestellt). Mit diesem können
alle Geräte ausgewertet und damit eine eventuelle Fehlerquelle zwischen Sender und
Empfänger bestimmt werden.
[0028] Der Adreßcode kann vom Benutzer selbst in das E2PROM (12) des jeweiligen Geräts eingegeben
und auch geändert werden. Die Eingabe erfolgt per Programmierfunktion. Hierzu wird
das Gerät durch eine bestimmte Schalter-/Tastenkombination in Eingabebereitschaft
versetzt, danach erfolgt durch eine andere Tastenkombination die Dateneingabe. Eine
andere, für den Benutzer bequemere Eingabemöglichkeit sieht eine optische Schnittstelle
zwischen der Mikroprozessorsteuerung und der Anzeigesteuerung (22) vor. Beim Gerät
kann beispielsweise die "Überdosiert"-LED (48) in einer aus der DE 44 42 967 bekannten
Art und Weise benutzt werden, an der mobilen Ablaufanzeige (20) muß eine LED (49)
als "Sender" vorgesehen werden. Durch zyklisches Ausstrahlen des Adreßcodes vom Speicher
(46) über die LED (49) ist gewährleistet, daß der Benutzer nur noch die beiden Teile
der Schnittstelle (48;49) zusammenbringen muß, um den Adreßcode zu überschreiben.
Außer zur Eingabe des Adreßcodes kann die Schnittstelle (48;49) in Verbindung mit
einem in der Anzeigesteuerung (22) angeordneten E2PROM (50) auch für ein Update der
Programmdaten im E
2PROM (11) des Waschautomaten (3) genutzt werden.
[0029] Hierauf folgen die für die Anzeige relevanten Daten, nämlich der Gerätetyp, die Restzeit
und der Gerätestatus. Als Gerätestatus werden folgende Informationen gesendet:
- Im Betriebszustand der aktuelle Programmschritt
- Bei Auftreten eines Fehlers zunächst ein Wamsignal, danach die Art des Fehlers
- Zum Programmende ein Wamsignal
[0030] Bei Kühlgeräten kann auf die Übermittlung von Zeitdaten und Daten über den ablaufenden
Programmschritt oder das Programmende verzichtet werden. Hier wird die gemessene Kühltemperatur
gesendet und, wenn diese den Einstellwert um eine vorgegebene Differenz überschreitet,
ein Wamsignal ausgelöst
[0031] Die letzten zwei Bytes bilden eine Checksumme und werden zur Erkennung und Beseitigung
von Übertragungsfehlem benutzt.
[0032] Die Daten werden zyklisch aktualisiert Wird die Übertragung unterbrochen, so daß
über einen vorbestimmten Zeitraum, beispielsweise 60 Sekunden, keine gültigen Informationen
empfangen werden, wird das Display (23) selbständig aktualisiert Hierzu besitzt die
Anzeigesteuerung (22) eine separate Ablaufsteuerung (51), welche dann eine selbsttätige
Aktualisierung der Anzeige vomimmt. Zu diesem Zweck wird die Restzeit von einem Zeitmodul
(52) heruntergezählt und es werden gespeicherte Standardprogrammschritte in Abhängigkeit
von der jeweils angezeigten Restzeit zur Anzeige gebracht. Das Übertmgungssymbol (32)
auf dem Display (23) wird gelöscht Der Benutzer wird den Übertragungsverlust dann
nur durch die fehlende Anzeige des Symbols (32) im Display (23) merken. Eine in den
Zeichnungen nicht dargestellte Ausführungsform benutzt das Zeitmodul (52) zusätzlich
dazu, wechselweise zum Programmablauf die Tageszeit mitzuteilen.
[0033] Das Display (23) zeigt bei korrektem Programmablauf den Programmschritt (53) und
die Restzeit (54) an. Werden mehrere Sender mit dem richtigen Adreßcode empfangen,
erfolgt die Anzeige für die einzelnen Geräte wechselweise und es wird zusätzlich der
Gerätetyp (31) dargestellt (s. Figur 5a-d). Tritt ein Fehler im Programmablauf auf,
wird das vom Sender ausgestrahlte Wamsignal vom Summer (24) in ein Tonsignal umgewandelt.
[0034] Figur 6 zeigt die Bedienblende (4) einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Waschautomaten. Neben den Bedienelementen ist in der Schalterblende
eine Aufnahmeöffnung (55) für die mobile Ablaufanzeige (20) integriert. Sie befindet
sich in ihrer Ruhestellung in der Aufnahmeöffnung (55) und kann von dort nach dem
Kugelschreiberprinzip durch Druck auf seine nach außen gerichtete Gehäuseseite entnommen
werden. Der hierzu erforderliche Mechanismus ist beispielsweise bei Fembedienungen
von Femsehem oder Videorecordem bekannt und wird deshalb nicht näher erläutert.
[0035] Auf der ins Geräteinnere zeigenden Gehäusefläche ist eine Kontaktstelle angeordnet,
die mit dem Akku in Verbindung steht Die Stromzufuhr für den Akku kann über eine Ladevorrichtung
innerhalb der Waschmaschine erfolgen, wobei die elektrische Verbindung über Ladekontakte
in der Kontaktstelle hergestellt wird. Auf diese Weise kann der Energiespeicher in
Ruhestellung aufgeladen werden. (nicht dargestellt)
1. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung (20), mit welcher Informationen,
die die Restlaufzeit (54), das Gerät (31) und/oder den Gerätestatus (53) betreffen,
räumlich getrennt vom Haushaltgerät darstellbar sind, wobei diese Informationen als
Daten von einer vorzugsweise elektronischen Programmsteuerung (7;7';7") des Haushaltgerätes
über eine Sendeeinrichtung (17;17';17'') drahtlos an eine in der Anzeigevorrichtung
(20) angeordnete Empfangseinrichtung (21) weitergegeben werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzeigevorrichtung (20) eine insbesondere elektronische Anzeigesteuerung (22)
beinhaltet, mit welcher die Daten mehrerer gleichzeitig betriebener Haushaltgeräte
(1;2;3) seriell oder parallel darstellbar sind.
2. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Daten einen Adreßcode beinhalten und daß in der Anzeigesteuerung (22) eine
Auswerteschaltung (47) integriert ist, welche nur die Anzeige von Informationen derjenigen
Haushaltgeräte (1;2;3) zuläßt, die diesen Adreßcode senden.
3. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Adreßcode in einem nichtflüchtigen Speicher (12;12';12") der elektronischen
Programmsteuerung (7;7';7") speicherbar ist und von dort an die Sendeeinrichtung (17;17';17")
weitergegeben werden kann.
4. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Adreßcode mit Bedienelementen (5;5';5") einstellbar bzw. veränderbar ist.
5. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Programmsteuerung (7;7';7") und die Anzeigesteuerung (22) eine
Schnittstelle, insbesondere eine optische Schnittstelle (48,49) zum Austausch von
Daten besitzen.
6. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Adreßcode in einem nichtflüchtigen Speicher (46) der Anzeigesteuerung (22)
abgelegt ist und von dort über die Schnittstelle (48,49) in den nichtflüchtigen Speicher
(12;12';12") der elektronischen Programmsteuerung (7;7';7") überschreibbar ist.
7. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen einem nichtflüchtigen Speicher der Anzeigesteuerung (22) und einem weiteren
nichtflüchtigen Speicher (11;11';11'') der elektronischen Programmsteuerung (7;7';7'')
Prozeßparameter ausgetauscht werden können.
8. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzeigevorrichtung ein LC-Display (23) besitzt, in welchem die Informationen,
die die einzelnen Geräte (1;2;3) betreffen, wechselweise in festgelegter Reihenfolge
darstellbar sind.
9. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Display (23) Textinformationen (29), Zeitinformationen (30), und/oder Informationen
(32) über das Vorhandensein einer Verbindung zur Sendeeinrichtung darstellbar sind.
10. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet
daß die Informationen während des Programmablaufs aufgetretene Fehlerzustände betreffen.
11. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10,
dadurch gekennzeichnet
daß die Informationen ein Wamsignal darstellen, welches von einem Summer (24) in der
Anzeigevorrichtung (20) in ein Tonsignal umgesetzt wird.
12. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Display (23) der Ladezustand der Energieversorgung der Anzeigevorrichtung (20)
darstellbar ist.
13. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzeigesteuerung (22) eine separate Ablaufsteuerung (51) besitzt, welche bei
Unterbrechung der Verbindung zur Sendeeinrichtung (17;17';17") über einen vorbestimmten
Zeitraum eine selbsttätige Aktualisierung der Anzeige vomimmt.
14. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch einen am Gehäuse (25a,b) der Anzeigevorrichtung (20) angeordneten
Klemmbügel (27).
15. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung (20), mit welcher Programm-, Zeit- und
Maschinendaten räumlich getrennt vom Haushaltgerät (1;2;3) darstellbar sind, wobei
diese Daten von der vorzugsweise elektronischen Programmsteuerung (7;7';7'') des Haushaltgerätes
(1;2;3) über eine Sendeeinrichtung (17;17';17'') drahtlos an eine in der Anzeigevorrichtung
(20) angeordnete Empfangseinrichtung (21) weitergegeben werden, insbesondere nach
einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der elektronischen Programmsteuerung (7;7';7") eine für den Benutzer frei zugängliche
Steckvorrichtung (15) angeordnet ist, an der die Sendeeinrichtung (17;17';17") in
einer Haltevorrichtung (16) mit der Programmsteuerung (7;7';7") kontaktierbar ist.
16. Haushaltgerät (1;2;3) mit einer Anzeigevorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckvorrichtung (15) bzw. die Haltevorrichtung (16) im Bereich der Bedienblende
(4) angeordnet ist
17. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltevorrichtung (16) durch eine Abdeckplatte (18) verschließbar ist.
18. Geschirrspülmaschine (2) mit einer abnehmbaren Bedienblende (4') und mit einer Anzeigevorrichtung
(20) nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckvorrichtung (15) und die Haltevorrichtung (16) hinter der Bedienblende
(3') angeordnet sind.
19. Einbauherd (1) oder Einbaubackofen mit einer Befestigungseinrichtung zur Verbindung
des Geräts mit einem Möbelgehäuse, und mit einer Anzeigevorrichtung (20) nach einem
der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckvorrichtung (15) und die Haltevorrichtung (16) im oberen Bereich des
Geräts (1) hinter der Bedienblende (3") angeordnet und nach dem Lösen der Befestigungsvorrichtung
zugänglich sind.
20. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
gekennzeichnet durch eine Halterung (55) zur lösbaren Aufnahme der Anzeigevorrichtung
(20).
21. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Haushaltgerät (1;2;3) eine Ladevorrichtung für einen in der Anzeigevorrichtung
integrierten Akkumulator enthält.
22. Haushaltgerät mit einer Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Programmsteuerung eine weitere Empfangseinrichtung im Geräteinneren zugeordnet
ist.