[0001] Die Erfindung betrifft Maßnahmen, wie sie gattungsmäßig im Kennzeichen des Anspruches
1 beschrieben sind sowie Verfahren zur Durchführung der erfindungsgemäßen Maßnahmen.
[0002] Feste Fahrbahnen für schienengebundenen Verkehr weisen gegenüber den bisher vornehmlich
verwendeten Gleisen mit Schotterbettung eine wesentlich höhere Schallemission auf.
Um diese zu vermindern und Umweltbelästigungen zu vermeiden, sind bei Festen Fahrbahnen
besondere Maßnahmen zur Schalldämmung erforderlich.
[0003] Der wesentliche Teil des von der Bewegung des Schienenfahrzugs verursachten Schalls
trifft auf den nur in geringem Maße schalldämmende Eigenschaften aufweisenden Tragkörper
des Gleises aus Schwellen und Tragplatte und wird reflektiert, oder er geht unmittelbar
vom Tragkörper und den Schienen aus.
[0004] Zur wirksamen Schalldämmung der Fahrbahn trägt ein Bündel von Maßnahmen bei, das
die Fahrbahnplatte, die Schwellen und die Schienen umfaßt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, für jeden der Teilbereiche geeignete Maßnahmen anzugeben,
um eine insgesamt wirksame Schalldämmung zu erreichen oder, - soweit solche Maßnahmen
schon bekannt sind - diese weiterzuentwickeln und/oder zu verbessern.
[0006] Als eine gattungsgemäße Maßnahme zur Verminderung der Schallemission des Tragkörpers
des Gleises, ist es aus den DE G 94 17 848.8 und DE G 94 17 008.7 bekannt, schallabsorbierendes
Material aus porigem Haufwerksbeton zwischen und neben den Schienen auf Festen Fahrbahnen
einzubringen.
[0007] Soweit es sich dabei um Fertigteile handelt, sind diese in der Herstellung und Verlegung
aufwendig; soweit Ortbeton verwendet werden soll, erschwert dieser das Nachrichten
des Gleises und die Vornahme von Reparaturen.
[0008] Die optimale und wirtschaftlichste Dämmwirkung hätte locker geschüttetes Material
wie eine feinkörnige Schotterung. Es ist ohne zusätzliche Maßnahmen jedoch nicht einsetzbar,
da der Sog der überfahrenden Hochgeschwindigkeitzüge das Material aufwirbeln, die
Schüttungund Schiene zerstören und den Zug gefährden würde. Die Dämmwirkung könnte
noch verbessert werden durch ein Material mit nach außen bzw. oben abnehmender Korngröße.
Dabei würden jedoch die unteren groben Poren durch das feinere obere Material zugesetzt
und die Entwässerung beeinträchtigt werden.
[0009] In Weiterentwicklung und Verbesserung der schallabsorbierenden Maßnahmen nach den
oben genannten Veröffentlichungen, wonach hohlraumbildendes Betonmaterial in Form
von Fertigteilen und/oder Ortbeton auf der Tragplatte und über den Schwellen eingebaut
wird, wird erfindungsgemäß nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 vorgeschlagen,
gefülltes einkörniges Haufwerk auf dem Tragkörper zu verlegen, mit einer geeigneten
Umhüllung umfaßte und geformte Haufwerkpackungen zwischen und/oder seitlich neben
den Schienen und aufund/oder vor den freien Oberflächen und Seitenflächen des Tragkörpers
außerhalb des Fahrzeuglichtraumprofils formstabil angeordnet sind. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Maßnahme beschreiben die Ansprüche 2 bis 39. Der besondere Vorteil
der erfindungsgemäßen Schallschutzmaßnahmen besteht in der Verwendung von Packungen
von begrenzter Größe, die mit geringen Kosten und ohne hohen maschinellen Aufwand
- wenn gewünscht sogar vor Ort - herstellbar sind.
[0010] Jedes dauerhaft beständig präparierbare und auf bestimmte Korngröße siebbare Material
- also auch Abfallmaterial oder Holz - ist für die erfindungsgemäßen schallmindernden
Maßnahmen einsetzbar. Die rundliche Form der verlegten Haufwerkspackungen in weichen
Umhüllungen hat darüber hinaus gegenüber Fertigteilplatten den weiteren Vorteil, daß
angewehte oder durch die Verkehrsnutzung anfallende Verunreinigungen von den Packungen
abgleiten oder vom Regen abgespült werden.
[0011] Umhüllungen für die erfindungsgemäßen Hautwerkspackungen können netzartige oder behälter-
oder korbartige Gebinde sein (Ansprüche 2 bis 5). Die Packungen können auf die Feldlänge
zwischen zwei Schwellen begrenzt sein oder in mehreren Lagen so verlegt sein, daß
die untere Lage der Packungen Feldlänge aufweist, während die obere in fertigungstechnisch
zweckmäßige Längen parallel zu den Schienen über die Schwellen durchläuft (Anspruch
6). Von unten nach oben abnehmendes Korn verbessert die Schalldämmung (Anspruch 7),
was einfach bei Verlegung von Packungen in mehreren Lagen übereinander und Hautwerksfüllungen
mit geringerer Korngröße in den Packungen der oberen Lagen erreichbar ist. Maßnahmen
zur Erhöhung der Beständigkeit des Haufwerksmaterials beschreiben die Ansprüche 8
bis 10, Vorschläge für geeignete Gestaltungen, Werkstoffe und Werkstoffkombinationen
der Umhüllungen enthalten die Ansprüche 11 bis 21.
[0012] Kostensparende Kombinationen von erfindungsgemäßen Haufwerksumhüllungen in Verbindung
mit einer Schüttung losen an sich bekannten Schottermaterials - wobei das lose Schottermaterial
durch Auflast und/oder zweckmäßige Sicherung seine Oberfläche gegen Aufwirbelung im
Schienenverkehr geschützt werden muß - sind in den Ansprüchen 22 bis 28 beschrieben.
Durch eine Oberflächengestaltung der Schotterung nach Anspruch 25 wird die Ablösung
von Eisansätzen unter den Bahnfahrzeugen gefördert.
[0013] Die Ansprüche 29 bis 33 betreffen Maßnahmen, um ein Verrutschen der Haufwerkspackungen
auf den Schwellen - besonders bei geneigt liegenden Schwellen in Kurven - zu verhindern.
In den Ansprüchen 34 und 35 werden zusätzliche zu Haufwerkspackungen wirkende Maßnahmen
der Luftschallminderung durch entsprechende Behandlung schallemittierender Schwellenflächen
angegeben.
Durch Maßnahmen nach den Ansprüchen 36 bis 39 können erfindungsgemäß mit losem Haufwerk
gefüllte Packungen nachträglich zu fest schallschluckenden Packungen umgewandelt werden,
deren Umhüllungen nach der vorgesehenen Erhärtungszeit ohne Schaden für die Wirksamkeit
der schallmindernden Maßnahme verrotten können.
[0014] Die erfindungsgemäßen Packungen eignen sich in besonderem Maße für einen weitgehend
automatisierten maschinellen Einbau vor Ort. Verfahren, die dem maschinellen Einbau
der Packungen dienen, sind in den Ansprüchen 40 bis 43 angegeben. Maschinen, mit den
die einzelnen Verfahrensschritte durchführbar sind, sind prinzipiell bekannt.
[0015] Für eine spezielle Konstruktionsart einer Festen Fahrbahn, bei der jedoch eine kostengünstige
Einschottung der Zwischenräume zwischen den Schwellen, wie sie Anspruch 22 vorschlägt,
möglich ist, wird nach Anspruch 44 vorgeschlagen, die Packungen zwischen den Schwellen
durch Auflagerelemente auf dem Tragkörper freitragend über die Schwelle hinweg abzustützten,
um die Schwelle nicht bei ihrer Vertikalbewegung zu beeinträchtigen.
[0016] Für eine spezielle Konstruktion einer Festen Fahrbahn, bei der die Einfederung der
Schienenunterlast ganz oder teilweise durch elastische Schwellenlager bewirkt wird,
muß der Bewegungsraum zwischen Schwellenunterseite und Tragkörper offen bleiben. Der
Raum zwischen den Schwellen darf deshalb nicht kostengünstig eingeschottert werden.
Um den Bewegungsspielraum der Schwelle nicht einzuschränken, wird daher nach Anspruch
44 vorgeschlagen, die Packungen mit Hilfe von Auflager-Fertigteilelementen freitragend
über die Schwellen hinweg zu führen. In allen den Fällen, in denen die Schwellen allein
für die Abhebewellen beim Überfahren zu leicht sind, kann das Auflastgewicht der Packung
nach Anspruch 45 bei der Bemessung des Schwellengewichts berücksichtigt werden.
[0017] Bei Schäden der Oberleitung durch Herabfallen des Fahrdrahtes soll durch den Fahrdraht
sofort ein Kurzschluß und damit eine Schadensmeldung an die Streckenaufsicht erfolgen.
Um einen Kurzschluß zu erzeugen, muß der Fahrdraht mit dem Gleis Kontakt schließen.
Dies ist nur möglich, wenn nach Anspruch 46 mindestens die Packungen zwischen den
Gleisen nicht über die Ebene der Schienen oder Kanten hinaus stehen.
[0018] Die Erfindung wird anhand von Beispielen in den Figuren 1 - 9 erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 u. 2
- Schnitte durch eine erfindungsgemäße Maßnahme nach den Ansprüchen 1 u. 2, Fig. 1 senkrecht
zur Gleisachse; Fig. 2 in Gleisachse.
- Fig. 3 - 7
- Schnitte durch eine Maßnahme nach den Ansprüchen 22 u. 23, Fig. 3,5 u. 6 senkrecht
zur Gleisachse; Fig. 4 u. 7 in Gleisachse; Fig. 5 mit zusätzlichen Maßnahmen nach
den Ansprüchen 24,25,27 u. 29; Fig. 6 mit zusätzlichen Maßnahmen nach den Ansprüchen
24 bis 26 u. 29; Fig. 7 mit der Oberflächenausbildung der losen Schotterung nach den
Ansprüchen 24 u. 25.
- Fig. 8 u. 9
- Schnitte durch eine Maßnahme nach Anspruch 44; Fig. 8 senkrecht zur Gleisachse; Fig.
9 in Gleisachse.
[0019] Auf einer Festen Fahrbahn 1 - im Beispiel bestehend aus einem auf einem Unterbau
2 durchlaufender Tragplatte 3, auf dem mindestens in Schwellenlängsachse unverschiebliche
Schwellen 4, die die Schienen 5 tragen, angeordnet sind - , sind erfindungsgemäße
Haufwerkspackungen 6 um die schallemittierenden Flächen angeordnet. Die Haufwerkspackungen
müssen außerhalb des Lichtraumprofils 7 der Züge verlegt sein und bestehen aus einer
Umhüllung 8 und einer Füllung 9 mit losem Haufwerk (Fig. 1 u. 2). Die Umhüllungen
8 können netzartige Gewebe oder formstabil und behälterartig sein. Sie können Sack-,
Schlauch- oder Mattenform aufweisen. Kostensparend können die Felder 10 zwischen den
Schwellen 4 und die Seitenflächen 11 des Tragkörpers 3 sowie die Kopfseiten 12 der
Schwellen 4 mit Schotter 13,14 angeschüttet werden (Fig. 3). Die offenliegenden Oberflächen
15 des Schotters 13,14 werden zweckmäßig gegen die Sogwirkung des Fahrverkehrs durch
Fixiermörtel 16 oder ein stabilisierendes Gewebe 17 befestigt.
[0020] Die auf der Tragplatte 3 verlegten Packungen 6 weisen Hohlräume 18,19 auf zur Entwässerung.
Die Oberfläche 20 des Schotters 13 zwischen den Schwellen 4 ist zweckmäßig in Fahrtrichtung
so geneigt ausgebildet, daß die Schüttung mit der in Fahrtrichtung liegenden Kante
21 der Schwellenoberfläche bündig und auf der der Fahrtrichtung abgekehrten entgegengesetzten
Kante 22 nur ein bestimmtes Maß 23 unterhalb der Kante abschließt. Dadurch wird die
Ablösung von Eisansätzen unter den Fahrzeugen bei der Fahrt gefördert. Die über die
Schwellen 4 verlegten Packungen 6 werden - besonders in Gleisbögen - bei in ihrer
Längsachse geneigten Schwellen durch Halter 24 nach Anspruch 29 in ihrer Lage unverschiebbar
gehalten.
[0021] Bei bestimmten Festen Fahrbahnen mit vertikal beweglichen Schwellen 4, die auf elastischen
Schwellenlagern 27 gelagert sind und deren elastische Lagerung ganz oder teilweise
die Einfederung der Schienen bewirken soll, könnten auf der Schwelle aufgelegte Packungen
6 beschädigt werden. Fig. 8 und 9 zeigen eine Abstützung einer über einer Schwelle
4 durchlaufenden Packung 6 auf Fertigteilelementen 25, die die Packung freitragend
über der Schwelle in dem Zwischenraum 10 zwischen aufeinanderfolgenden Schwellen unmittelbar
auf der Tragplatte 3 abstützen. Die Elemente 25 weisen zweckmäßig auf ihrer Unterseite
Ausnehmungen für die Entwässerung der Tragplattenoberfläche auf und sind durch ihreFormgebung
(strukturierte Oberflächen) und/oder Material (z.B. Einkornbeton) selbst absorbierend.
[0022] Damit bei einer Durchtrennung der Oberleitung ein Kurzschluß erzeugt wird und die
Strecke gesperrt wird, muß sichergestellt werden, daß der herabfallende Fahrdraht
mit den Schienen 5 Kontakt bekommen kann. Die Höhe 29 der zwischen den Schienen verlegten
Packungen 6 wird deshalb zweckmäßig um ein geringes Maß unter der Höhe 28, die durch
die Oberkanten der Schienen 5 bestimmt wird, gehalten.
1. Maßnahme zur Verminderung von Luftschall, vornehmlich bei Festen Fahrbahnen (1) für
schienengebundenen Verkehr, der von der Schiene (5) und/oder dem Tragkörper (3,4)
des Gleises ausgeht und bei der die schallemittierenden Flächen der Schiene und/oder
des Tragkörpers mit schallabsorbierenden Materialien verkleidet werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer geeigneten Umhüllung (8) umfaßte und geformte Packungen (6) aus losem
Haufwerk zwischen und/oder seitlich neben den Schienen (5) und auf und/oder vor den
freien Oberflächen und Seitenflächen des Tragkörpers (3,4) außerhalb des Fahrzeuglichtraumprofils
(7) formstabil angeordnet sind.
2. Maßnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) eine netzartige Umhüllung ist, deren Maschen- bzw. Perforationsöffnungen
so bemessen sind, daß sie das kleinste Haufwerkkorn nicht durchlassen.
3. Maßnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packung (6) formstabil und behälter- oder korbartig ist.
4. Maßnahme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen (6) materialsparend oben offen (ohne Deckel) ausbildbar sind.
5. Maßnahme nach den Ansprüchen 3 u. 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallquelle zugekehrten Seiten eine behälterartigen Umhüllungen (8) schallabsorbierend
behandelt sind.
6. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Haufwerkpackungen (6) in mehreren Lagen (6.1,6.2) verlegbar sind, wobei die
unteren Lagen (6.1) durch die Schwellenabstände (10) begrenzt sind, die oberen (6.2)
wahlweise über mehrere Schwellenfelder durchlaufen.
7. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße in den Lagen der Haufwerkspackungen (6) von unten (6.1) nach oben
(6.2) abnimmt.
8. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Füllung (9) der Packungen (6) jedes auf technisch relevante Zeit korrosionsbeständige,
etwa auf Gleichkorn siebbare Material verwendbar ist.
9. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Haufwerk (9) mit geeignetem chemischen oder biologischen Mitteln durchwurzelungsfeindlich
behandelbar ist.
10. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen und unter den Packungen (6) Hohlräume (18,19) zur Entwässerung der
Packungen und der Fahrbahnflächen freigehalten sind.
11. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung der Packung sack-, schlauch- oder mattenförmig ist.
12. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packungen (6) durch geeignete Beschichtung korrosionsgeschützt
ist.
13. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1,2,6-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packungen (6) ein Gewebe aus verzinktem Maschendraht ist.
14. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1,2,6-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packungen (6) ein Gewebe aus korrosionsbeständigem Kunststoff
- beispielsweise aus Polyäthlen, Polypropylen, Polyamid, Polycarbonat, Polyester,
Polyacryl oder Gemischen aus diesen - ist.
15. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1,2,6-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packungen (6) aus perforierten Kunststoffolien besteht.
16. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1,2,6-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packungen (6) ein Gewebe aus Glasfaser oder kunststoffbeschichteter
Glasfaser ist.
17. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1,2,6-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) der Packungen (6) ein Gewebe aus bituminiertem Material ist.
18. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1,2,13-17, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen (6) als Umhüllungen (8) Gewebe aufweisen, die mehrlagig aufgebaut
sind.
19. Maßnahme nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe der Umhüllung (8) auf der Innenseite eine Beschichtung mit Dämmstoff
aufweist.
20. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-19, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen (6) bzw. deren Umhüllungen (8) Mittel zur Handhabung und zum Transport
- beispielsweise Ösen, Schlaufen oder Eingriffe - aufweisen.
21. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-20, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen (6) farblich gestaltet sind.
22. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-21, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich vor der Stirnfläche (11) der Fahrbahn und vor den Schwellenköpfen (12)
und außerhalb der außenliegenden Packungen (6) loses etwa einkörniges Haufwerk (14)
anschüttbar ist.
23. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-22, dadurch gekennzeichnet, daß in den Raum zwischen den Schwellen (4) bis etwa zur Schwellenoberkante loses
Haufwerk (13) geschüttet ist und darauf Packungen (6) verlegbar sind.
24. Maßnahme nach einem der Ansprüche 22 u. 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des geschütteten Haufwerks (13) eine von der natürlichen Lagerung
des Schüttgutes abweichende besondere Formgebung (20) aufweist.
25. Maßnahme nach den Ansprüchen 23 u. 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Schüttung des Haufwerks (13) zwischen den Schwellen (4) in Gleislängsachse
geneigt so erfolgt, daß die in Fahrtrichtung des Zuges vordere Schwellenkante (21)
bündig angeschüttet ist und an der rückwärtigen Kante zwischen Schwellenoberkante
und Schüttung ein Höhensprung (23) verbleibt.
26. Maßnahme nach einem der Ansprüche 22-25, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Oberfläche (15) des geschütteten Haufwerks (13,14) durch einen
Fixiermörtel (16) verfestigbar ist.
27. Maßnahme nach einem der Ansprüche 23- 26, dadurch gekennzeichnet, daß das geschütteten Haufwerk (13,14) durch ein sein Profil stabilisierendes korrosionsbeständiges
Gewebe (17) überspannbar ist.
28. Maßnahme nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe (17) formstabil vorformbar und nach Einbau des Haufwerks (13,14)
vor Ort unter dem Gleis (5) einschiebbar ist.
29. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-28, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellen (4) Halter (24) aufweisen, die die Packungen (6) auf den Schwellen
(4), z.B. in Kurven, unverrutschbar halten.
30. Maßnahme nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (24) auf der Schwelle (4) angeformte Betonhöcker sind.
31. Maßnahme nach den Ansprüchen 29, 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (24) auf der Schwelle (4) nachträglich durch bekannte Mittel fixierbare
Halteklötze aus Beton, Stahl oder Kunststoff sind.
32. Maßnahme nach den Ansprüchen 30, 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (24) nachträglich mit geeignetem Mörtel auf die Schwelle (4) aufbringbar
sind.
33. Maßnahme nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelführungsplatten der Schienenbefestigung Fortsätze aufweisen, die eine
seitliche Verschiebung der Packung (6) zur Schiene (5) hin verhindern.
34. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1 - 33, dadurch gekennzeichnet, daß die freiliegenden Oberflächen der Schwellen (4) schallbrechend und/oder -absorbierend
beschichtet sind.
35. Maßnahme nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Schwellen (4) in Waschbeton ausgeführt sind
36. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-11 und 22-35,
dadurch gekennzeichnet,
• daß das Haufwerk (9) der Packungen (6) allseitig von geeignetem Leim benetzt ist,
und
• daß der Leim und das leimbenetzte Haufwerk (9) nach der Verlegung der Haufwerkspackungen
(6) zu festen Elementen aushärtbar sind.
37. Maßnahme nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die das Haufwerk (9) umfassende Umhüllung (8) verrottbar ist.
38. Maßnahme nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die vetrottbare Umhüllung (8) aus geeigneten Papiersäcken oder- schläuchen besteht.
39. Maßnahme nach einem der Ansprüche 36-38, dadurch gekennzeichnet, daß die das Haufwerk (9) umfassende Umhüllung (8) nach Erhärtung des Haufwerks aufschlitzbar
und entfernbar ist.
40. Verfahren zur Erstellung einer Maßnahme nach einem der Ansprüchen 1 - 39,
dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe von Maschinen, die auf einem Einbauzug angeordnet sind, nacheinander
die Arbeitsgänge
• Zuführung des Haufwerkmaterials für die Befüllung der Packungen (6)
• Zuführung der Umhüllungen der Packungen (6)
• Dosierung des Haufwerks für die Befüllung der Packungen (6)
• Befüllung der Umhüllungen
• Verschließen der Umhüllungen
• Gegebenenfalls Aneinanderkoppeln der Packungen (6) zu Strängen für eine durchgehende
Verlegung der Packungen (6)
• Verlegung der Packungen (6) bzw. der Stränge
durchgeführt werden.
41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß im Zuge der Gleisunterhaltung einem Einbauzug nach Anspruch 40 Maschinen vorgeschaltet
werden, mit denen erneuerungsbedürftige Packungen (6) aufgenommen und entleert werden
und das wiedergewonnene und aufbereitete Haufwerk der Befüllung neuer Packungen (6)
zugeführt wird.
42. Verfahren zur Erstellung einer Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-39,
dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe von Maschinen, die auf einem Einbauzug angeordnet sind, nacheinander
die Arbeitsgänge
• Aufnehmen der vorhandenen Packungen (6) im durchgehenden Strang
• Reinigen der vorhandenen Packungen (6)
• Neubeschichtung der Hüllen der vorhandenen Packungen (6)
• Wiedereinbauen des Strangs der ertüchtigten Packungen (6) durch Absenken auf die
Schwellen
durchgeführt werden.
43. Verfahren zur Erstellung einer Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-39,
dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe von Maschinen, die auf einem Einbauzug angeordnet sind, nacheinander
die Arbeitsgänge
• Aufnehmen der vorhandenen Packungen (6) im durchgehenden Strang
• Durchziehen des Stranges durch eine Anlage, in der die aufgenommenen Packungen (6)
mit zusätzlichen neuen Hüllen versehen werden.
• Wiedereinbau des Strangs der ertüchtigten Packungen (6) durch Absenken auf die Schwellen
durchgeführt werden.
44. Maßnahme nach den Ansprüchen 1,2,6, für eine Feste Fahrbahn (1) mit vertikal beweglichen
Schwellen (4), bei der die Elastizität der Schienenauflagerung ganz oder teilweise
durch elastische Schwellenlager (27) erreicht wird und deshalb die Schwellen (4) nicht
eingeschottert werden dürfen, dadurch gekennzeichnet, daß unter parallel zur Schiene (5) über die Schwellen durchlaufenden Packungen (6)
in den Zwischenraum (10) zwischen aufeinanderfolgenden Schwellen (4) Fertigteilelemente
(25) als Auflager angeordnet sind.
45. Maßnahme nach den Ansprüchen 1-39, 44, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflastgewicht der über den Schwellen (4) durchlaufenden Packungen (6) gewichtsmindernd
bei der Bemessung der Festen Fahrbahn bzw. der Schwellen berücksichtigbar ist.
46. Maßnahme nach einem der Ansprüche 1-39,44,45, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Schienen (5) verlegten Packungen (6) eine Höhe (29) aufweisen,
die um ein geringes Maß niedriger ist, als die Höhe (28) der Oberkante der Schienen.