(19)
(11) EP 0 742 324 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.12.2002  Patentblatt  2002/51

(21) Anmeldenummer: 96107616.3

(22) Anmeldetag:  13.05.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E04C 2/54

(54)

Wandbauelement

Wall element

Elément de construction


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR LI NL

(30) Priorität: 12.05.1995 DE 19517553
27.03.1996 DE 19612213

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.11.1996  Patentblatt  1996/46

(73) Patentinhaber: GLASFABRIK LAMBERTS GMBH & CO. KG
95632 Wunsiedel (DE)

(72) Erfinder:
  • Lamberts, Gert
    95632 Wunsiedel/Holenbrunn (DE)
  • Lamberts, Peter
    95632 Wunsiedel/Holenbrunn (DE)

(74) Vertreter: Flügel, Otto, Dipl.-Ing. 
Flügel Preissner Kastel, Postfach 81 05 06
81905 München
81905 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 384 839
DE-U- 9 310 948
FR-A- 1 470 375
DE-A- 2 407 877
FR-A- 1 218 352
GB-A- 1 086 564
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Wandbauelement für lichtdurchlässige Wandbereiche - wie Fenster - und/oder Fassadenverkleidungen nach dem Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 1, wie es aus der CH-A-384 839 bekannt ist.

    [0002] Es sind aus dem Stand der Technik Bauelemente für lichtdurchlässige Wandbereiche - wie Fenster - und/oder Fassadenverkleidungen in doppelschaligem Aufbau mit einer Wärmedämmeinrichtung beispielsweise in Form eines lichtstreuenden Isolierglases bekannt, welches aus zwei parallel zueinander angeordneten Glastafeln besteht, zwischen denen eine Wärmedämmeinrichtung, hier in Form einer Kapillarplatte, angeordnet ist. Die Kapillarplatte ist dimensonsstabil und lichtecht und weist kleine Lufteinschlüsse in den Kapillaren auf, so daß zwischen den beiden Glastafeln ein ruhendes Luftpolster entsteht. Ein derartiges Isolierglas sammelt einfallendes Tageslicht und streut es schlagschattenfrei in einen dahinter angeordneten Raum, der dadurch eine verbesserte Tiefenausleuchtung erhält. Die hohe Lichtdurchlässigkeit der Kapillarplatte beruht auf der Lichtleiterfunktion der orientierten Kapillare und ist deshalb von der Plattendicke weitgehend unabhängig. Schlagwortartig spricht man von transparenter Wärmedämmung. Ein solches Isolierglas weist an seinen Seitenrändern, d.h. rechtwinklig zu den Glastafeln verlaufend, eine Randversiegelung auf, die als Silikonrandverbund mit Druckausgleichsöffnungen oder als hermetischer Randverbund ausgebildet sein kann. Der hermetische Randverbund besteht aus einem rundum mit Trockenmittel gefüllten Abstandhalter, der mit Butyl als Dampfsperre beschichtet ist, sowie einer äußeren Dichtung aus Polysulfid oder uv-beständigem Zwei-Komponenten-Silikon.

    [0003] Die Temperaturunterschiede in den verschiedenen Jahreszeiten führen dazu, daß bei wesentlich weniger schwankender Innenraumtemperatur in der warmen Jahreszeit ein Wärmefluß von außen nach innen und in der kalten Jahreszeit umgekehrt ein solcher von Innenraum nach außen stattfindet. Dabei dient die Außenwand, z.B. Mauerwerk, als Wärmespeicher, verzögert also den vorgeschilderten Wärmefluß.

    [0004] Aus der eingangs erwähnten CH-A-384 839 ist ein lichtdurchlässiges Wandbauelement mit den Merkmalen des Oberbegriffs der beigefügten Anspruchs 1 bekannt. Dieses weist dem gemäß einen doppelschaligen Aufbau aus zwei Reihen U-förmiger Glasprofile auf, deren Schenkel zueinander gerichtet sind, wobei die Glasprofile zwei Wände bilden. Zwischen diesen beiden Wänden ist eine Wärmedämmeinrichtung in Form von nur im Bereich innerhalb eines U-förmig profilierten Halterahmens vorgesehenen Abstandshaltern, welche als obere und untere längliche Blöcke aus wasserdurchlässigen Kunststoffschaum oder dergleichen wasserdurchlässigen Material, das gute Luft- und Wärmeisoliereigenschaften hat, gebildet sind, angeordnet. Durch dieses bekannte Wandbauelement soll der Nachteil einer zur Verminderung der Wirkung einer Sonnenbestrahlung vorgesehenen Färbung, die im gleichen Verhältnis die wünschenswerte Auslichtung senkt, vermieden werden.

    [0005] Aus der DE-A-2 407 877 ist es bekannt, ein durch U-förmige Glasprofile gebildetes lichtdurchlässiges Wandbauelement ganz oder an Teilen seiner Oberfläche mittels bis dahin an sich bekannter Verfahren lichtstreuend, oder farblich wirkend, oder reflektierend oder selektiv strahlungsdurchlässig, oder elektrisch leitend auszuführen. Dies könne sowohl durch die Wahl des verwendeten Materials oder die Art seiner Bearbeitung oder aber auch durch Beschichtungen oder durch Zusammenwirken dieser an sich bekannten Verfahren erfolgen. Welchen Zweck solche Ausführungen verfolgen sollen, ist nicht ausgesagt.

    [0006] Es ist demnach Anliegen der Erfindung, ein Wandbauelement der eingangs genannten Art mit guter Raumtiefenausleuchtung durch Tageslicht auszugestalten, derart, daß die Wärmedämmung bei hoher Temperaturwechselbeständigkeit deutlich besser ist, insbesondere derart, daß im Sinne einer temperaturharmonisierenden Auswirkung die Wärmezufuhr in das Gebäudeinnere bei hoher Außentemperatur verringert wird.

    [0007] Ein solches Anliegen wird erfindungsgemäß erfüllt durch ein Wandbauelement mit den Merkmalen des beigefügten Anspruchs 1.

    [0008] Bei dem erfindungsgemäßen Wandbauelement weist wenigstens eine der nach außen weisenden Flächen der Schalen und/oder der Einrichtung eine Wärmereflexionsschicht auf. Dieses Wandbauelement behält zunächst den Vorteil der Herstellung der Doppelschale aus U-förmigen Glasprofilen, die durch profilstirnseitig angeordnete Schienen oder dergleichen, insbesondere für die Aufnahme der Profilenden strukturierten Halterungen positioniert und festgelegt werden, wobei man auf eine Randfassung, Randversiegelung oder dergleichen verzichten kann. Ein in dieser Weise hergestelltes doppelschaliges Element weist eine hohe Stabilität auf, auf Zwischenrahmen oder dergleichen kann dabei verzichtet werden.

    [0009] Die Wärmereflexionsschicht, die insbesondere als Metalloxidbeschichtung ausgebildet ist und vorzugsweise aufgedampft wird, befindet sich auf zumindest einer der Außenflächen der Profile der Doppelschale und/oder der zusätzlichen Glaswand, und zwar insbesondere auf solchen Stegflächen, die vom Gebäude aus gesehen nach außen gerichtet sind. In besonders bevorzugter Ausführung ist diese Wärmereflexionsschicht auf die nach außen gerichtete Stegfläche der Profile der Innenschale, genauer der dem Gebäude benachbarten Wandung, aufgebracht. Diese Wärmereflexionsschicht reflektiert aus dem Rauminneren stammende Wärmestrahlen unterhalb des sichtbaren Lichtbereiches und läßt den von außen einfallenden Lichtwellenbereich durch, und zwar jeweils in einem erheblichen Umfange. Als Beispiel: Infrarotreflektion 86%, Lichttransmission ca. 85%.

    [0010] Zumindest die U-förmigen Glasprofile, die der verkleideten Wand am nächsten liegen, also diejenigen der Innenschale des Wandbauelementes, sind gemäß der Erfindung gehärtet und somit mit einer bestimmten Vorspannung versehen, so daß sie in höheren Maße temperaturwechselbeständig sind. Ungehärtetes Glas verträgt im Beispiel nur Temperaturschwankungen bis 40° K, wogegen im Bereich vor der Wand deutlich größere Temperaturschwankungen im Bereich um 100° K auftreten können.

    [0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0012] Die mit ihren Schenkeln aufeinanderzugerichteten Profile der beiden Schalen können in einer Ausführung derart positioniert sein, daß die Schenkel stumpfstoßend aufeinandertreffen, also paarweise auf einer Linie liegen, so daß sie sich auf einfache Weise beispielsweise mit einem thermischen Trennelement verbinden lassen. Nebeneinander angeordnete Profile einer Schale weisen somit zwei parallel verlaufende, nebeneinander liegende Schenkel auf, die ebenfalls in einfacher Weise miteinander verbindbar bzw. gegen Luftdurchtritt zwischen ihnen abdichtbar sind.

    [0013] In anderer Ausgestaltung sind die Profile beider Schalen derart ineinandergeschachtelt, daß ihre Schenkel nebeneinander liegen. Auch hier lassen sich die Zwischenräume zwischen den aneinander angrenzenden Schenkeln gegen Luftdurchtritt dichten bzw. miteinander verbinden.

    [0014] Beide Ausführungen lassen sich im Bereich ihrer Stege jeweils der Innenschale und/oder der Außenschale mit Hilfe einer Dichtmasse verbinden.

    [0015] An Verbindungs- bzw. Dichtmaterialien kommen vorzugsweise Polsterprofile, insbesondere PVC-Dichtbänder, Thermbänder und/oder Dichtelemente, vorzugsweise aus Silikon, in Betracht.

    [0016] Als Wärmedämmeinrichtung kommen neben der eingangs aufgeführten Kapillarplatte wabenförmige, aus parallelen Röhrchen, Häufungen aus Glaskügelchen, auch hohl, oder dergleichen in Betracht. Anstelle dieser oder insbesondere auch zusätzlich zu diesen lichtleitenden und lichtstreuenden Schichten kann im Zuge dieser Wärmedämmeinrichtung wenigstens eine weitere Glaswand, insbesondere aus U-förmigen Glasprofilen vorgesehen sein. Eine solche Glaswand kann außerhalb der Doppelschale, vorzugsweise von außen her gesehen davor und wiederum bevorzugt mit Abstand zu dieser angeordnet sein. In anderer Ausführung ist eine weitere Glaswand aus U-förmigen Glasprofilen, innerhalb der Doppelschale angeordnet, hier wiederum vorzugsweise an die Außenschale angrenzend und besonders bevorzugt mit Abstand von der Innenschale verlaufend. Diese Glaswände erstrecken sich generell parallel zu der Ebene der Doppelschale bzw. des doppelschaligen Aufbaues.

    [0017] Die Wirkung der Wärmereflxionsschicht wird durch auf sie aufgesetzte Gegenstände gestört, weshalb in besonders bevorzugter Ausführung zwischen der Wärmereflexionsschicht und dem dieser nächst beabstandeten Gegenstand ein deutlicher Abstand vorgesehen ist. In der bevorzugten Ausführung der Anordnung der Wärmereflexionsschicht an der nach außen gerichteten Wandung der Innenschale und einer in dieser angeordneten Wärmedämmeinrichtung ist diese entsprechend von der Wärmereflexionsschicht beabstandet festgelegt.

    [0018] Soweit diese Wandbauelemente vor Wänden angeordnet sind, die Wärmespeicher bilden, wirken sie als transparente Wärmedämmung, d.h. einfallende Lichtstrahlung wird weitestgehend durchgelassen und erwärmt die hinter dem Wandbauelement befindliche Wand als Speicher, aus dem Gebäude abfließende Wärme wird weitgehend reflektiert, so daß sich eine verringerte Wärmeleitfähigkeit - kleinerer k-Wert - als ohne Wärmereflexionsschicht ergibt. Zwischen dem Wandbauelement und der Wand ist dabei vorzugsweise ein geringer Abstand vorgesehen. Die die U-förmigen Glasprofile haltenden Rahmen bzw. Rahmenelemente sind vorzugsweise ebenfalls hochwärmegedämmt ausgeführt. Insgesamt erhält man Wandbauelemente selbsttragender Ausbildung bis zu einer Höhe von etwa 7 Metern. In bevorzugter Ausführung bestehen die U-förmigen Profile aus Klarglas, was der Lichtdurchlässigkeit der Wandbauelemente zugute kommt. Andererseits ist eine gute Raumausleuchtung möglichst schlagschattenfrei und blendfrei durch Lichtstreuung, Ornamentierung und/oder Parallelisierung des Lichtes in den Raum hinein insbesondere durch entsprechende Maßnahmen im Bereich der Wärmedämmeinrichtung zu gewährleisten. Durch das erfindungsgemäße Bauelement wird ein Wärmeschutz weit unter einem k-Wert von 1 erreicht. Mit dieser verringerten Wärmedurchlässigkeit ist jedoch eine hohe Lichtdurchlässigkeit verbunden, was im Bereich von Fensterflächen besonders erwünscht ist.

    [0019] Durch die Wärmereflexion kann es erforderlich werden, bei starkem Lichteinfall, z.B. im Sommer, eine Beschattung vorzusehen, die insbesondere durch Sensoren für Lichteinfall und/oder Innenraumwärme gesteuert sind. In einfachster Weise lassen sich Rollos oder dergleichen vorsehen, die im Falle einer Glaswand als oder als Teil der Wärmedämmeinrichtung in einem von dieser gebildeten Hohlraum auf- und abbewegbar sind. In bevorzugter Ausführung wird jedoch wenigstens eine Schicht oder Folie vorgesehen, deren Lichtdurchlässigkeit in Abhängigkeit von der Lichtintensität bzw. Erwärmung gesteuert wird. Dies kann durch Anlegen eines entsprechend zu variierenden elektrischen Feldes geschehen oder selbsttätig durch entsprechende Reaktion der Schicht bzw. der Folie unmittelbar erfolgen. Für diesen Fall tritt zusätzlich zur Erhöhung der Wärmedämmung eine Temperaturharmonisierung im Gebäudeinneren ein. Als Beispiel kommen in Betracht zum einen eine durch Anlegen einer elektrischen Spannung hinsichtlich ihres Reflexionsverhaltens beeinflussbare Flüssigkristallschicht oder dergleichen, wobei die elektrische Spannung durch einen Sensor für Lichtintensität und/oder Erwärmung gesteuert wird, zum anderen Beschichtungen nach Art selbsttätig auf Lichteinfall im Sinne einer Änderung der Lichtdurchlässigkeit reagierender Brillengläser.

    [0020] Vorgeschilderte bevorzugte Ausführungen finden sich in den Unteransprüchen, insbesondere im Zusammenhang mit den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen, deren nachfolgende Beschreibung die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine Ansicht mehrerer die beiden Schalen bildenden Paarungen U-förmiger Glasprofile in Nebeneinanderanordnung zur Bildung eines Wandbauelementes;
    Figur 2
    eine Schnittansicht durch eine Paarung gemäß Figur 1 entlang der Linie II-II in Figur 1;
    Figur 3
    eine Schnittansicht mehrerer nebeneinander angeordneter Paarungen gemäß Figur 1 entlang der Linie III-III in Figur 1;
    Figur 4
    eine alternative Anordnung mehrerer nebeneinander angeordneter Paarungen in einer Schnittansicht;
    Figur 5
    eine Anordnung mehrerer nebeneinander angeordneter Paarungen zwischen einer Mauer und einer Glaswand;
    Figur 6
    ein Ausführungsbeispiel ähnlich Figur 3 mit anders bemessener Wärmedämmeinrichtung;
    Figur 7
    eine erste konkrete Ausführung der in Figur 5 angedeuteten dreischaligen Bauweise des Wandbauelementes;
    Figur 8
    eine weitere Ausführung der in Figur 5 angedeuteten Bauweise;
    Figur 9
    eine Ausführung wie Figur 8 mit variierten Doppelschalenaufbau;
    Figuren 10 bis 12
    Ausführungsbeispiele mit innerhalb der Doppelschale angeordneter zusätzlicher Glaswand.


    [0021] Ein in der Figur 1 dargestellter Fassadenabschnitt 1 besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten Paarungen 2, welche jeweils - gemäß Figur 2 - aus zwei Profilen 3 und einer dazwischen angeordneten Kapillareinrichtung 4 oder dergleichen Lichtleit- und -streueinrichtung bestehen. Die Profile 3 sind in Querschnitt U-förmig ausgebildete Klarglasprofile, die sowohl Licht- als auch Wärmestrahlung durchlassen.

    [0022] Jedes Profil 3 hat eine Wandstärke von 7mm, wogegen die Dicke der Kapillareinrichtung 4 ca. 10 cm beträgt.

    [0023] Wie aus Figur 2 und insbesondere aus den Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, weist ein Profil 3 an seiner der Kapillareinrichtung 4 zugewandten Fläche eine Metalloxidschicht 5 mit rötlich schimmernder Färbung auf, die auf das Profil 3 aufgedampft ist. Die Metalloxidschicht 5 befindet sich hierbei auf der Innenseite des Profils 3, das Teil der Innenschale 19 ist. Die Oxidschicht 5 befindet sich also auf den Profilen der der Wand benachbarten Schale und zwar auf derjenigen Seite der diese bildenden Profile, die dem Lichteinfall zugewandt ist, wie dies in Figur 2 durch den Pfeil 6 gezeigt ist.

    [0024] Gemäß Figur 3 besteht jedes Profil 3 aus einem Steg 7 und zwei parallel verlaufenden Schenkeln 8 entsprechend der U-Form des Profils. Der Fasadenabschnitt 1 besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten Profilen 3, deren Schenkel 8 gleichsinnig ausgerichtet sind. Ferner weist der Fassadenabschnitt 1 mehrere Profile 3 auf, deren Schenkel 8 in entgegengesetzter Richtung ausgerichtet sind, wobei die Schenkel 8 der gegenüberliegenden Profile 3 nebeneinander angeordnet sind und die Profile 3 somit ineinandergreifen. Die eine Reihe der Profile 3 bildet die Innenschale 19 und die andere Reihe die Außenschale 20 des doppelschaligen Aufbaues.

    [0025] Die Schenkel 8 benachbarter und gegenüberliegender Profile 3 sind mit Thermbändern 9 miteinander verbunden, so daß die nebeneinander und gegenüberliegenden Profile 3 einen gegen Luftdurchtritt abgedichteten Verbund bilden.

    [0026] Darüberhinaus sind die Zwischenräume zwischen in Reihe benachbarten Profile 3 mit Silikoneinlagen 10 ausgefüllt, die durch Wärmeeinwirkung auftretende Ausdehnungen elastisch kompensieren.

    [0027] Gemäß Figur 3 sind die Innenflächen der Schenkel 8, d.h. die Flächen der Schenkel, die der Kapillareinrichtung 4 zugewandt sind, mit einer Metalloxidschicht 11 versehen.

    [0028] Das in Figur 4 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Fassadenabschnittes 1 unterscheidet sich von dem Beispiel gemäß Figur 3, dadurch, daß die die Schenkel 8 der Profile 3 stumpf aufeinanderstoßend angeordnet sind. Demzufolge umschließen zwei gegenüberliegend angeordnete Profile 3 der Innen- und der Außenschale 19 bzw. 20 einen im wesentlichen rechteckigen Raum, in den die Kapillareinrichtung 4 eingesetzt ist.

    [0029] Die Schenkel benachbarter und gegenüberliegender Profile 3 sind hier mit einem Polsterprofil - PVC - Dichtband 12 verbunden, das ebenfalls als Dichtung gegen Luftübertritte wirksam ist. Das Dichtband 12 besteht aus einer Profilleiste, die an gegenüberliegenden Seiten jeweils zwei Nuten aufweist, in welche die einen Schenkel 8 je zweier benachbarter Profile 3 beider Schalen einsteckbar sind.

    [0030] Zwischen benachbarten Profilen 3 sind auch hier Silikoneinlagen 10 vorgesehen, wie im Zusammenhang mit Figur 3 bereits erläutert.

    [0031] Im Bereich der Metalloxidschicht 5 befindet sich zwischen der Kapillareinrichtung 4 und dem die Schicht 5 aufweisenden Steg 7 eines jeden Profils 3 ein Hohlraum 13. Aufgrund des durch diesen Hohlraumes 13 gegebenen Abstandes zwischen der Wärmereflexionsschicht 5 und der Kapillareinrichtung 4 - vorzugsweise 16 bis 17 mm - findet die Reflexion der Wärmestrahlen an der Reflexionsschicht 5 ungestört und damit in der gewünschten Größenordnung statt.

    [0032] In Figur 5 ist die Anordnung einer Doppelschale 1 zwischen einem Mauerwerk 14 und einer Glaswand 15 dargestellt, wobei die Glaswand 15 aus mehreren nebeneinander angeordneten und über ihre Schenkeln miteinander verbundenen U-förmig ausgebildeten Glasprofilen 16 besteht. Hier ist also bezüglich der Richtung des Lichteinfalles die Glaswand den doppelschaligen Aufbauteil des Wandbauelementes vorgeordnet. Zwischen dem Mauerwerk 14 und der Doppelschale 19, 20 ist ein schmaler Hohlraum 17 und zwischen der Glaswand 15 und der Doppelschale ein Hohlraum 18 vorgesehen, welch letzterer insbesondere der Aufnahme einer Beschattungseinrichtung, sei es ein Rollo, eine Folie oder eine Beschichtung gesteuert auf Lichteinfall reagierender Art dient.

    [0033] Figur 6 zeigt einen im Aufbau dem Beispiel nach Figur 3 entsprechenden doppelschaligen Aufbau, jedoch mit einer Wärmedämmeinrichtung, beispielsweise in Form einer Kapillarrohrpackung 4 Glaskugelhaufpackung oder dergleichen, die in Richtung senkrecht zur Gebäudewandung weniger mächtig ist als in Figur 3, so daß zwischen dieser Wärmedämmeinrichtung 4 und der Wärmereflexionsschicht 5 ein Abstand und damit Raum freigelassen ist.

    [0034] Figur 7 zeigt eine dreischalige Bauweise des Wandbauelementes 1 dergestalt, daß als Wärmedämmeinrichtung dem doppelschaligen Aufbau aus zwei Reihen 19, 20 jeweils längsparallel verlaufend angeordneter, U-förmiger Glasprofile eine weitere solche Reihe außenseitig vorgeordnet ist, und zwar mit den Schenkeln 8 auf den doppelschaligen Aufbau 19, 20 weisend. Dabei ist innerhalb der Doppelschale als weiterer Teilbereich der Wärmedämmeinrichtung eine Kapillarpackung 4 der vorgeschilderten Art angeordnet. Der doppelschalige Aufbau entspricht somit demjenigen gemäß Figur 6.

    [0035] Gemäß Figur 8 besteht der dreischalige Aufbau des Wandbauelementes 1 aus einer Doppelschale 19, 20 etwa entsprechend Figur 4 ohne die dortige Kapillarpackung, wobei als Wärmedämmeinrichtung der Doppelschale eine weitere Reihe von U-Profilen ähnlich wie in Figur 7 vorgeordnet ist.

    [0036] Das Beispiel nach Figur 9 unterscheidet sich von demjenigen gemäß Figur 8 dadurch, daß der dortige Doppelschalenaufbau als weiteren Teil der Wärmedämmeinrichtung eine Kapillarpackungsschicht 4 ähnlich wie im Beispiel gemäß Figur 4 aufweist.

    [0037] In den Figuren 10 bis 12 ist als Wärmedämmeinrichtung jeweils in eine Schale des doppelschaligen Aufbaues ein weiteres U-förmiges Glasprofil eingesetzt, wodurch diese Glasprofile insgesamt eine Glaswand simulieren. In Figur 4 übernehmen diese Glasprofile die Rolle der Wärmedämmeinrichtung zur Gänze, während sie in den Figuren 11 und 12 zusammen mit einer Kapillarpackungsschicht die Wärmedämmeinrichtung bilden. Der besondere Effekt dieses Aufbaues mit innerhalb der Doppelschale 11, 12 liegender Glaswand 21 liegt in einer kompakten Ausgestaltung des nach außen im Gegensatz zu den Ausführungen nach den Figuren 7 bis 9 nur als Doppelschale 19, 20 in Erscheinung tretenden Aufbaues. Auf diese Ausführungsbeispiele sind mit einer an der dem Lichteinfall zugewandten Steginnenseite der die gebäudenahe Innenschale 19 bildenden Profile 3 angeordneten Wärmereflexionsschicht 5 versehen.


    Ansprüche

    1. Wandbauelement für lichtdurchlässige Wandbereiche wie Fenster und/oder Fassadenverkleidungen mit einem doppelschaligen Aufbau aus zwei Reihen Jeweils längsparallel verlaufend angeordneter, U-förmiger Glasprofile (3), deren eine Reihe mit ihren Stegen (7) die Innenschale (19) des doppelschaligen Aufbaus und deren andere mit ihren Stegen (7) die Außenschale (20) des doppelschaligen Aufbaus bilden und deren innenschalige Profile (3) mit ihren Schenkeln (8) zur Außenschale (20) abragen und umgekehrt, und mit einer Wärmedämmeinrichtung (4; 15; 21),
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Wärmedämmeinrichtung durch eine etwa parallel zu den Stegen (7) verlaufende transparente Wärmedämmschlcht (4) und/oder eine etwa parallel zu den Stegen (7) verlaufende weitere Glaswand (15; 21) gebildet ist, und
    dass wenigstens eine der nach außen weisenden Flächen der Schalen (19, 20) und/oder der Wärmedämmeinrichtung (4, 15; 21) eine Wärmereflexionsschicht (5) aufweist und
    dass zumindest die Glasprofile (3) der Innenschale (19) des doppelschaligen Aufbaus gehärtet und somit mit einer bestimmten Vorspannung versehen sind, so dass sie in höherem Maße temperaturwechselbeständig sind.
     
    2. Wandbauelement nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Wärmedämmeinrichtung eine die weitere Glaswand bildende oder simulierende weitere Reihe U-förmiger Glasproflie (3) aufweist, so dass das Wandelement (1) insgesamt dreischalig aufgebaut ist.
     
    3. Wandbauelement nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zum Bilden des dreischaligen Aufbaus in die U-förmigen Glasprofile (3) einer Schale des doppelschaligen Aufbaus jeweils ein weiteres U-förmiges Glasprofil (3) eingesetzt ist.
     
    4. Wandbauelement nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass jedes eingesetzte Glasprofil (3) derart in das es aufnehmende Glasprofil (3) der Schale des doppelschaligen Aufbaus eingesetzt ist, dass die zu dem Steg (7) des aufnehmenden Glasprofils (3) ragenden Schenkel (8) des eingesetzten Glasprofils (3) zwischen den Schenkeln (8) des aufnehmenden Glasprofils (3) angeordnet sind.
     
    5. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Glasprofile (3) derartig gehärtet und vorgespannt sind, dass sie für Temperaturschwankungen im Bereich um 100 K temperaturwechselbeständig sind.
     
    6. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass dem doppelschaligen Aufbau eine Beschattungseinrichtung in Form einer ihre Lichtdurchlässigkeit temperaturabhängig steuernden Folie oder Beschichtung zugeordnet ist.
     
    7. Wandbauelement nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Beschattungseinrichtung in der Wärmereflexionsschicht (5) integriert oder mit dieser abgestimmt reagierend vorgesehen ist.
     
    8. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schenkel (8) gegenüberliegend angeordneter Profile (3) stumpf aufeinanderstoßend angeordnet sind.
     
    9. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schenkel (8) gegenüberliegend angeordneter Profile (3) unter deren wenigstens teilbereichsweisen Ineinandergreifens nebeneinanderliegend angeordnet sind.
     
    10. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schenkel (8) der Profile (3) mittels eines Polsterprofils, insbesondere PVC-Dichtbändem (12), mittels Thermbändern (9) und/oder mittels Dichtelementen (10), vorzugsweise aus Silikon, miteinander verbunden bzw. durch Abdichtung des Luftaustausches zwischen den eingefaßten Räumen thermisch voneinander getrennt sind.
     
    11. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wärmedämmeinrichtung (4) eine Schicht aus Kapillaren, Waben, parallelen Röhrchen und/oder Kugelhäufung aus Glas oder dergleichen aufweist, die vorzugsweise mit Abstand von den Stegen (7) der Profile (3) der Innenschale (19) angeordnet ist.
     
    12. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wärmedämmeinrichtung wenigstens eine weitere Glaswand (15), insbesondere aus U-förmigen Glasprofilen (3), aufweist, die sich außerhalb - vorzugsweise von außen gesehen und bevorzugt mit Abstand vor - der Doppelschale (19, 20) befindet.
     
    13. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wärmedämmeinrichtung wenigstens eine weitere Glaswand (21), insbesondere aus U-förmigen Glasprofilen (3), aufweist, die sich innerhalb der Doppelschale (19, 20), vorzugsweise an die Außenschale (20) angrenzend und/oder mit Abstand von der Innenschale (19), befindet.
     
    14. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wärmereflexionsschicht (5; 11) als Metalloxidbeschichtung ausgebildet ist, die sich insbesondere an einer nach außen gerichteten Wandung wenigstens einer der Schalen (19, 20) und/oder der wenigstens einen weiteren Glaswand (15; 21) der Wärmedämmeinrichtung befindet, vorzugsweise angeordnet bzw. benachbart an der nach außen weisenden Fläche der dem Gebäude nächst gelegenen Wandung, gegebenenfalls Innenschale (19) der Doppelwandung.
     
    15. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß dem doppelschaligem Aufbau eine Beschattungseinrichtung nach Art eines lichteinstrahlungsabhängig betätigten Rollos oder dergleichen zugeordnet ist.
     
    16. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die U-Glasprofile der Innenschale (19), der Außenschale (20) und/oder der zusätzlichen Glaswand (15; 21) als Wärmedämmeinrichtung profilstirnseitig und ohne Zwischenrahmen gehalten sind.
     


    Claims

    1. Wall element for transparent wall areas like windows and/or curtain walls, said wall element having a double-shell structure comprised of two rows of U-shaped glass profiles (3) respectively arranged to extend parallel to each other in the longitudinal direction, one of said rows forming with its inner webs (7) the inner shell (19) of the double-shell structure and the other one of said rows forming with its inner webs (7) the outer shell (20) of the double-shell structure, wherein the inner shell profiles (3) protrude with their legs (8) toward the outer shell (20) and vice versa, and said wall element having a heat insulation device (4, 15; 21),
    characterized in
    that said heat insulation device is formed by a transparent heat insulation layer (4) extending approximately parallel to said webs (7) and/or by an additional glass wall (15; 21) that extends approximately parallel to said webs (7), and
    that at least one of the outwardly facing surfaces of said shells (19, 20) and/or of the heat insulation device (4, 15; 21) includes a heat reflecting layer (5), and that at least the glass profiles (3) of the inner shell (19) of said double-shell structure are hardened and are thus provided with a certain pre-stress, so that the same are more resistant to temperature changes.
     
    2. Wall element according to claim 1,
    characterized in
    that the heat insulation device includes an additional row of U-shaped glass profiles (3) forming or simulating an additional glass wall, so that the wall element (1) is all in all configured with a triple-shell structure.
     
    3. Wall element according to claim 2,
    characterized in
    that for forming said triple-shell structure there is respectively inserted in said U-shaped glass profiles (3) of one shell of the double-shell structure an additional U-shaped glass profile (3).
     
    4. Wall element according to claim 3,
    characterized in
    that each inserted glass profile (3) is inserted in its receiving glass profile (3) of the shell of the double-shell structure in such a way that the legs (8) of the inserted glass profile (3) that protrude towards the web (7) of the receiving glass profile (3) are arranged between the legs (8) of the receiving glass profile (3).
     
    5. Wall element according to one of the claims 1 to 4,
    characterized in
    that the glass profiles (3) are hardened and pre-stressed in such a manner that the same are resistant to temperature changes within a range of approximately 100 K of temperature fluctuations.
     
    6. Wall element according to one of the claims 1 to 5,
    characterized in
    that the double-shell structure has added to it a shading means in the form of a film or coating that control their transparency depending on the temperature.
     
    7. Wall element according to claim 6,
    characterized in
    that the shading means is integrated in said heat reflecting layer (5) or is provided in such a way that it reacts in a co-ordinated fashion with said heat reflecting layer.
     
    8. Wall element according to one of the claims 1 to 7,
    characterized in
    that the legs (8) of mutually opposing profiles (3) are butt-jointed to each other.
     
    9. Wall element according to one of the claims 1 to 7,
    characterized in
    that the legs (8) of mutually opposing profiles (3) are arranged side by side, with at least part-portions thereof engaging each other.
     
    10. Wall element according to one of the claims 1 to 9,
    characterized in
    that the legs (8) of the profiles (3) are interconnected by means of a packing profile, in particular PVC sealing strips (12), by means of thermal strips (9) and/or by means of sealing elements (10), preferably made of silicone, or are thermally separated from each other by means of sealing against the exchange of air between the framed spaces.
     
    11. Wall element according to one of the claims 1 to 10,
    characterized in
    that the heat insulation device (4) includes a layer of capillary tubes, honeycombs, parallel tubes and/or globe accumulation of glass or the like, wherein said heat insulation device is preferably arranged at a distance from the webs (7) of the profiles (3) of the inner shell (19).
     
    12. Wall element according to one of the claims 1 to 10,
    characterized in
    that the heat insulation device includes at least one additional glass wall (15), in particular of U-shaped glass profiles (3), which glass wall is located externally of the double shell (19, 20) - preferably viewed from outside and preferably in front of and spaced from said double shell.
     
    13. Wall element according to one of the claims 1 to 10,
    characterized in
    that the heat insulation device includes at least one additional glass wall (21), in particular of U-shaped glass profiles (3), which glass wall is located internally of the double shell (19, 20), preferably adjacent to the outer shell (20), and/or at a distance from the inner shell (19).
     
    14. Wall element according to one of the claims 1 to 13,
    characterized in
    that the heat reflecting layer (5; 11) is configured as a metal oxide coating which is located in particular on an outwardly directed wall of at least one of the shells (19, 20) and/or of said at least one additional glass wall (15; 21) of the heat insulation device, preferably arranged on or being adjacent to an outwardly facing surface of the wall situated next to the building, in case the inner shell (19) of the double wall.
     
    15. Wall element according to one of the claims 1 to 14,
    characterized in
    that the double-shell structure has added to it a shading means of a kind corresponding to a roller blind or the like that can be operated depending on the incident light radiation.
     
    16. Wall element according to one of the claims 1 to 15,
    characterized in
    that the U-glass profiles of the inner shell (19), the outer shell (20) and/or the additional glass wall (15; 21) as the heat insulation device are supported on the face of the profile and without an intermediate frame.
     


    Revendications

    1. Elément de paroi pour des zones de paroi transparentes à la lumière telles que des fenêtres et/ou des habillages de façades, ayant une construction à double coquille formée de deux rangées chacune de profilés en verre (3) à section en U, installées de manière parallèle, longitudinalement, et dont une rangée forme avec ses entretoises (7), la coquille intérieure (19) de la structure à double paroi et dont l'autre forme avec ses entretoises (7), la coquille extérieure (20) de la structure à double coquille, et dont les profilés (3) de la coquille intérieure sont dirigés par leur branche (8) vers la coquille extérieure (20) et inversement, ainsi qu'une installation d'isolation thermique (4 ; 15 ; 21),
    caractérisé en ce que
    l'installation d'isolation thermique est formée par une couche d'isolation thermique (4) transparente, sensiblement parallèle aux entretoises (7) et/ou par une autre paroi vitrée (15, 21) sensiblement parallèle aux entretoises (7), et
    au moins l'une des surfaces des coquilles (19, 20) tournée vers l'extérieur et/ou l'installation d'isolation thermique (4, 15 ; 21) comporte une couche de réflexion thermique (5), et
    au moins les profilés de verre (3) de la coquille intérieure (19) de la structure à double coquille sont trempés et ont une certaine précontrainte de façon à résister de manière importante aux variations de température.
     
    2. Elément de paroi selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'installation d'isolation thermique présente une autre rangée de profilés en verre (3) à section en U formant l'autre paroi vitrée ou la simulant, de façon que l'élément de paroi (1) se compose globalement de trois coquilles.
     
    3. Elément de paroi selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    pour former la structure à trois coquilles, on introduit dans les profilés en verre (3) à section en U d'une coquille de la structure à double coquille, chaque fois un autre profilé en verre (3) à section en U.
     
    4. Elément de paroi selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    chaque profilé en verre (3) introduit dans le profilé en verre (3) récepteur de la coquille de la structure à double paroi, est installé de façon que les branches (8) du profilé en verre (3) ainsi mis en place, tournées vers l'entretoise (7) du profilé en verre (3) récepteur, viennent entre les branches (8) du profilé en verre (3) récepteur.
     
    5. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce que
    les profilés en verre (3) sont trempés et mis en précontrainte de façon à résister à des variations de température de l'ordre de 100°K.
     
    6. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce qu'
    une installation d'occultation sous la forme d'un film ou d'un revêtement dont la transparence est commandée en fonction de la température est associée à la structure à double coquille.
     
    7. Elément de paroi selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que
    l'installation d'occultation est intégrée à la couche de réflexion thermique (5) ou est prévue de manière à réagir de façon accordée avec celle-ci.
     
    8. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
    caractérisé en ce que
    les branches (8) de profilés (3), opposés, sont installées de façon à venir bout à bout.
     
    9. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
    caractérisé en ce que
    les branches (8) de profilés (3), opposés, sont installées de manière opposée avec une interpénétration au moins partielle.
     
    10. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
    caractérisé en ce que
    les branches (8) des profilés (3) sont reliées par un profilé de jonction, notamment un cordon d'étanchéité PVC (12), par des cordons thermiques (9) et/ou des éléments d'étanchéité (10), de préférence en silicone, ou sont séparées thermiquement par ces moyens, par des joints coupant le passage de l'air entre les espaces clos.
     
    11. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
    caractérisé en ce que
    l'installation d'isolation thermique (4) est formée d'une couche d'éléments capillaires, d'éléments en nids d'abeille, de petits tubes en parallèles et/ou d'une accumulation de billes en verre ou analogue, cette couche étant prévue de préférence à une distance des entretoises (7) des profilés (3) de la coquille intérieure (19).
     
    12. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
    caractérisé en ce que
    l'installation d'isolation thermique comporte au moins une autre paroi vitrée (15), notamment formée de profilés en verre (3) à section en U qui se trouve à l'extérieur de la double coquille (19, 20), de préférence vu de l'extérieur et à une certaine distance devant celle-ci.
     
    13. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
    caractérisé en ce que
    l'installation d'isolation thermique comporte au moins une autre paroi de verre (21), notamment de profilés en verre (3) en forme de U, qui se trouve dans la double coquille (19, 20), de préférence de façon adjacente à la coquille extérieure (20) et/ou à distance de la coquille intérieure (19).
     
    14. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
    caractérisé en ce que
    la couche de réflexion thermique (5 ; 11) est un revêtement d'oxyde métallique qui se trouve notamment sur une paroi tournée vers l'extérieur d'au moins l'une des coquilles (19, 20) et/ou d'au moins une autre paroi vitrée (15 ; 21) de l'installation d'isolation thermique, ou de préférence au voisinage de la surface tournée vers l'extérieur de la paroi la plus proche de la construction, le cas échéant la coquille intérieure (19) de la double paroi.
     
    15. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
    caractérisé en ce qu'
    une installation d'occultation sous la forme d'un volet roulant actionné en fonction de la lumière incidente ou moyen analogue est associée à la structure à double coquille.
     
    16. Elément de paroi selon l'une quelconque des revendications 1 à 15,
    caractérisé en ce que
    les profilés en verre à section en U de la coquille intérieure (19), de la coquille extérieure (20) et/ou de la paroi de verre supplémentaire (15, 21) comme installation d'isolation thermique sont tenus du côté de la face frontale du profilé et sans châssis intermédiaire.
     




    Zeichnung