[0001] Verfahren zum Erfassen der von einer Einspritzpumpe eines Dieselmotors über die Einspritzdüsen
geförderten Kraftstoffmenge
Stand der Technik
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erfassen der von einer Einspritzpumpe
eines Dieselmotors über die Einspritzdüsen geförderte Kraftstoffmenge, bei dem für
die Einspritzkanäle eine Druckverlaufskurve während des Fördervorganges zwischen der
Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen erfaßt und daraus die Kraftstoffmenge abgeleitet
wird. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Einrichtung Zur Anzeige des Kraftstoff-Verbrauchs
in einem Dieselkraftfahrzeug mit einer Auswerteeinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung
sowie auf einen Prüfstand für Einspritzpumpen eines Dieselmotors mit einer Meßeinrichtung
für die Erfassung der Kraftstoffmengen, die über zu Einspritzdüsen führende Einzelkanäle
abgegeben werden, mit einer Auswerteeinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung, mit
der die Kraftstoffmengen der Einzelkanäle anzeigbar sind.
[0003] Ein derartiges Verfahren ist in der DE 31 18 425 C2 als bekannt ausgewiesen. Bei
diesem bekannten Verfahren wird mit einem zwischen der Einspritzpumpe und der Einspritzdüse
angeordneten Drucksensor eine Druckverlaufskurve erfaßt und durch Differenzieren der
Druckverlaufskurve die Zeitdauer des Einspritzvorgangs ermittelt und ein Einspritzmengensignal
abgeleitet wird, das zur Regelung der Kraftstoffmenge dient. Erwähnt ist auch, aus
dem Integral der Druckverlaufskurve zwischen Beginn und Ende der Einspritzzeit ein
Mengensignal herzuleiten, wobei allerdings zu dieser Vorgehensweise keine näheren
Angaben gemacht sind. Mit dieser Vorgehensweise ist es schwierig, die absolute Kraftstoffmenge
genau zu erfassen.
[0004] Bei Prüfständen ist es bekannt, die geförderten bzw. eingespritzten jKraftstoffmengen
für jeden Einzelkanal über eine Vielzahl von Einzeleinspritzungen in einem Schauglas
zu sammeln und die geförderte Kraftstoffmenge pro Einzelkanal an einer Skala abzulesen.
Diese Vorgehensweist ist aufwendig. Die weiterhin bekannte Maßnahme, an einem Prüfstand
für jeden Einzelkanal eine Volumetermeßeinrichtung vorzusehen ist technisch aufwendig
und teuer.
Vorteile der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem
auch eine absolute Messung der über die einzelnen Einspritzkanäle geförderterten Kraftstoffmenge
genau und dabei mit einer preisgünstigen Meßeinrichtung ermöglicht wird. Ferner soll
eine Einrichtung zur Anzeige des Kraftstoff-Verbrauchs und ein Prüfstand bereitgestellt
werden, bei denen die geförderte Kraftstoffmenge genau und dabei einfach und mit preiswerten
Mitteln festgestellt wird.
[0006] Ferner sollen Anwendungsmöglichkeiten des Verfahrens angegeben werden.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 6, 8, 9 und 11 gelöst.
[0008] Bei dem Verfahren ist also vorgesehen, daß die Druckverlaufskurve normiert wird,
daß anschließend das Flächenintegral der normierten Druckverlaufskurve gebildet wird
und daß durch die Bewertung mit einer Proportionalitätskonstante die absolute Kraftstoffmenge
bestimmt wird.
[0009] Durch die Normierung der Druckverlaufskurve werden die üblicherweise großen Streuungen
der Drucksensorgen, die bedingt sind durch die Herstellung oder die Meßanordnung,
eliminiert. Das Flächenintegral der normierten Druckverlaufskurve ist proportional
der absoluten Kraftstoffmenge und hat sich als stabiler, Zuverlässiger Wert zum Bestimmen
der absoluten Kraftstoffmenge erwiesen.
[0010] Insbesondere bei Reiheneinspritzpumpen, bei denen jedem Zylinder ein eigenes Einspritzaggregat
der Einspritzpumpe zugeordnet ist, ist die Maßnahme vorteilhaft, daß die den einzelnen
Druckverflaufskurven entsprechenden absoluten Kraftstoffmengen auf der Grundlage einer
zusätzlichen volumetrischen Messung bestimmt werden. Hierdurch kann beispielsweise
auf einem Prüfstand, auf dem Einspritzpumpen hinsichtlich verschiedener Einstellkriterien
justiert werden, nicht nur eine genaue Aussage über die geförderte Kraftstoffmenge
pro Einzelkanal getroffen werden, sondern auch ein direkter Vergleich zwischen den
verschiedenen Einspritzkanälen durchgeführt werden. Gegenüber der herkömm
lichen Schauglasmethode, bei der die geförderten bzw. eingespritzten Kraftstoffmengen
für eine Vielzahl von Einspritzungen für jeden Einzelkanal an zugeordneten Schaugläsern
abgelesen werden, ist das hier angegebene Verfahren wesentlich schneller und einfacher,
wobei die Anzeige an einem Bildschirm erfolgen kann, so daß Ablesefehler minimiert
sind. Gegenüber dem bekannten Verfahren, bei dem pro Einspritzkanal eine volumetrische
Messung durchgeführt wird, ist das Verfahren äußerst preisgünstig.
[0011] Hierbei besteht eine vorteilhafte Möglichkeit zur Durchführung des Verfahrens darin,
daß die zusätzliche volumetrische Messung für alle Einspritzkanäle gemeinsam durchgeführt
wird und daß zum Bestimmen der absoluten Kraftstoffmengen der Einzelkanäle die durch
die volumetrische Messung erfaßte gesamte Kraftstoffmenge entsprechend den über das
Flächenintegral erfaßten relativen Kraftstoffmengen der Einzelkanäle aufgeteilt wird,
und eine alternative Möglichkeit besteht darin, daß die zusätzliche absolute volumetrische
Messung der Kraftstoffmenge nur für einen Einspritzkanal durchgeführt wird, daß die
aus der Druckverlaufskurve des entsprechenden Einzelkanals über das Flächenintegral
erfaßte relative Kraftstoffmenge der absoluten Kraftstoffmenge unter Ermittlung der
Proportionalitätskonstante zugeordnet wird und daß die absoluten Werte der Kraftstoffmengen
der übrigen Einzelkanäle mittels der Proportionalitätskonstante bestimmt wird.
[0012] Eine günstige Stelle zum Erfassen der Druckverlaufskurve bietet der Ausgang der Einspritzpumpe.
[0013] Eine vorteilhafte Anwendung des Verfahrens besteht darin, daß der Kraftstoffverbrauch
in einem Kraftfahrzeug auf die in den Verfahrensansprüchen angegebene Weise erfaßt
wird. Dabei kann die Kraftstoffmenge hinsichtlich des momentanen und/oder des durchschnittlichen
Verbrauchs ausgewertet und angezeigt werden. Hierbei kann zur Glättung der momentanen
Verbrauchsanzeige eine Integration über die Druckverlaufskurven mehrerer Einzeleinspritzungen
erfolgen.
[0014] Eine weitere günstige Anwendungsmöglichkeit des Verfahrens besteht bei der Prüfung
von Einspritzpumpen, wobei auf der Grundlage der relativen oder der absoluten Kraftstoffmengen
eine Anzeige gebildet wird, aus der Abweichungen von einem Sollzustand pro Einzelkanal
und/oder Abweichungen der Einzelkanäle untereinander erkennbar sind. Diese Anwendung
ist insbesondere in Verbindung mit Reiheneinspritzpumpen vorteilhaft, da hierbei zum
Beispiel 12 Einspritzkanäle überprüft werden müssen und somit der Zeitaufwand und
die Kosten der Anlage erheblich reduziert werden.
[0015] Bei der Einrichtung zur Anzeige des Kraftstoff-Verbrauchs wird die Aufgabe dadurch
gelöst, daß zwischen einer Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen mindestens ein Fördersignalsensor
angeordnet ist, der ein normiertes Ausgangssignal in Form von den einzelnen Einspritzungen
entsprechenden Druckverlaufskurven liefert, daß die Auswerteeinrichtung zum Bilden
des Flächenintegrals der Druckverlaufskurven eine Integriereinheit aufweist und
daß eine Zuordnungsstufe vorgesehen ist, mit der das Flächenintegral einem absoluten
Verbrauchswert zuordenbar ist.
[0016] Durch die Nutzung des Fördersignalsensors zur Herleitung eines Verbrauchsanzeigesignals
erübrigt sich eine zusätzliche, aufwendige Meßeinrichtung für den Kraftstoff-Verbrauch,
wobei mit den beschriebenen Maßnahmen die Verbrauchsmessung auf einfache Weise realisiert
wird. Es können sowohl momentane Verbrauchswerte als auch durchschnittliche Verbrauchswerte
oder auch ein Gesamtverbrauch angezeigt werden. Diese Varianten sind mit an sich bekannten
Anzeigeeinrichtungen möglich.
[0017] Ein vorteilhafter Aufbau zur Herleitung der Verbrauchssignale besteht darin, daß
die Zuordnungsstufe eine Vergleichereinheit und eine Verbrauchsdatentabelle oder eine
Multipliziereinrichtung aufweist und daß die Verbrauchsdaten an die Anzeigeeinrichtung
weiterleitbar und dort anzeigbar sind oder
daß die Zuordnungsstufe in der Anzeigeeinrichtung integriert ist.
[0018] Bei einem Prüfstand für Einspritzpumpen eines Dieselmotors wird die Aufgabe dadurch
gelöst, daß die Meßeinrichtung mindestens einen Fördersignalsensor aufweist, mit dem
die Druckverlaufskurven pro Einspritzkanal erfaßbar sind und der ein normiertes Ausgangssignal
liefert, daß in der Auswerteeinrichtung mittels einer Integriereinheit die Flächenintegrale
oder Druckverlaufskurven bestimmbar und den Flächenintegralen proportionale Daten
der Kraftstoffmengen herleitbar sind, die der Anzeigeeinrichtung zuführbar sind. Infolge
des normierten Ausgangssignals des Fördersignalsensors bzw. der Fördersignalsensoren
bei einer Reiheneinspritzpumpe lassen sich nicht nur die Kraftstoffmengen der einzelnen
Einspritzkanäle relativ zueinander mit guter Zuverlässigkeit vergleichen, sondern
die Kraftstoffmengen der Einzelkanäle können auch als Absolutwerte angegeben werden.
[0019] Zum Erhöhen der Genauigkeit der Absolutwerte ist vorgesehen, daß die Meßeinrichtung
zusätzlich zu den Fördersignalsensoren ein Volumetermeßgerät aufweist, mit dem die
Kraftstoffmenge aller Einspritzkanäle zusammen oder nur eines Einspritzkanals absolut
meßbar ist. Hierbei ist der Aufbau beispielsweise der Art, daß die Auswerteeinrichtung
eine Schaltungsstufe aufweist, mit der die Flächenintegrale und das absolute Meßergebnis
des Volumenmeßgeräts in Beziehung setzbar und aus der Beziehung die absoluten Kraftstoffmengen
der einzelnen Einspritzkanäle herleitbar sind.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine normierte Druckverlaufskurve,
- Fig. 2
- ein schematisches Blockschaltbild, in dem einzelne Verarbeitungsstufen dargestellt
sind und
- Fig. 3
- ein weiteres Blockschaltbild, in dem wesentliche Verarbeitungsstufen bei einem zweiten
Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt sind.
[0021] Die Figur 1 gibt eine normierte Druckverlaufskurve D wieder, wie sie von einem Fördersignalsensor
in Form eines Drucksensors erhalten wird, der zwischen dem Ausgang einer Förderpumpe
und einem Zylinder angeordnet sein kann. In Figur 2 ist ein Blockschaltbild angegeben,
das die aufeinanderfolgenden Stufen zur Anzeige einer Kraftstoffmenge schematisch
zeigt. Von einer Verteilerförderpumpe VFP werden mittels eines Fördersignalsensors
FSS Druckverläufe von Einzeleinspritzungen erfaßt und als normierte Druckverlaufskurven
D an eine Auswerteeinrichtung AE1 weitergegeben. Die Auswerteeinrichtung AE1 bildet
das Flächenintegral der Druckverlaufskurve D zwischen dem Förderbeginn und dem Förderende
und gibt das Ergebnis an eine Anzeige AZ weiter, mit der die geförderte Kraftstoffmenge
beispielsweise dem Fahrer des Kraftfahrzeugs oder der Bedienperson an einem Prüfstand
angezeigt wird.
[0022] Bei einer Verteilereinspritzpumpe VFP genügt für sämtliche Einspritzkanäle, die zu
den verschiedenen Zylindern führen, ein Fördersignalsensor FSS, wenn dieser an dem
Ausgang der Förderpumpe angeordnet ist. Das in der Auswerteeinrichtung AE1 gebildete
Flächenintegral der Druckverlaufskurve D kann zur Herleitung eines Verbrauchssignals
beispielsweise in einer Zuordnungsstufe mit einer Vergleichereinheit und einer Verbrauchsdatentabelle
entsprechenden Verbrauchsdaten zugeorndet werden, die dann zur Anzeige gebracht werden.
In der Auswerteeinrichtung AE1 kann alternativ auch eine Multipliziereinrichtung vorgesehen
sein, in der das Ergebnis des Flächenintegrals mit einer Proportionalitätskonstante
multipliziert wird, wobei dem Vorgang die Erkenntnis zugrundeliegt, daß das Flächenintegral
proportional der während des Druckverlaufs geförderten Kraftstoffmenge ist. Als weitere
Alternative kann die Zuordnung zwischen dem Flächenintegral und der angezeigten Kraftstoffmenge
auch in der Anzeigeeinrichtung beispielsweise durch die Skalierung vorgenommen werden.
In der Auswerteeinrichtung AE1 können Anzeigedaten für die Anzeige einer momentanen
Kraftstoffmenge, einer mittleren Kraftstoffmenge oder einer während einer bestimmten
Zeit geförderten Gesamtkraftstoffmenge erzeugt und zur Anzeige gebracht werden.
[0023] Ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Erfassung und Anzeige der Kraftstoffmenge ist
in Figur 3 schematisch gezeigt. Hierbei ist die Förderpumpe als Reihenförderpumpe
RFP mit sechs Ausgängen bzw. Förderkanälen ausgebildet. Jedem Förderaggregat der Reihenförderpumpe
RFP ist zwischen dessen Ausgang und der zugeordneten Einspritzdüse ist ein Fördersignalsensor
FSS zum Erfassen einer Druckverlaufskurve D zugeordnet. Die Fördersignalsensoren FSS
liefern auch hierbei an ihren Ausgängen normierte Druckverlaufskurven D, die einer
Auswerteeinrichtung AE2 zugeführt werden, in der in der vorstehend beschriebenen Weise
die Kraftstoffmengen ermittelt und einer Anzeigeeinrichtung AZ zugeführt werden. Hierbei
können, wie es bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel grundsätzlich auch
möglich ist, die Kraftstoffmengen der Einzelkanäle nebeneinander dargestellt werden,
wie es beispielsweise für einen Prüfstand zur Beurteilung der Funktionsweise der einzelnen
Förderaggregate der Reihenförderpumpe RFP erforderlich ist. Die relativen Abweichungen
zwischen den Meßergebnissen der Kraftstoffmengen der einzelen Einspritzkanäle bieten
eine gute Grundlage für die Diagnose und Einstellung am Prüfstand. Da die Druckverlaufskurven
normiert sind und am Prüfstand definierte Meßbedingungen herrschen, ist auch die mittels
der einzelnen Fördersignalsensogen FSS erfaßte absolute Kraftstoffmenge ziemlich genau.
[0024] Für den Fall, daß die erfaßte absolute Kraftstoffmenge mit noch höherer Genauigkeit
angegeben werden soll, kann die Gesamtmenge des über alle Einspritzkanäle geförderten
Kraftstoffs oder für nur einen Einspritzkanal mittels eines Volumetermeßgeräts VM
zusätzlich gemessen werden. In der Auswerteeinrichtung AE2 kann dann die absolute
Kraftstoffmenge der Einzelkanäle genau bestimmt werden. Wird mittels des Volumetermeßgeräts
VM die Gesamtmenge des Kraftstoffs über alle Einspritzkanäle gemessen, so geschieht
dies dadurch, daß in der Auswerteeinrichtung AE2 die Gesamtkraftstoffmenge entsprechend
den relativen Anteilen der mittels der Fördersignalsensoren FSS erfaßten Kraftstoffmengen
der einzelnen Einspritzkanäle aufgeteilt wird. Wird die zusätzliche Messung mittels
des Volumetermeßgeräts VM nur an einem einzelnen Einspritzkanal vorgenommen, so wird
die mittels des Fördersignalsensors FSS dieses Einspritzkanals erfaßte Kraftstoffmenge
der volumetrisch gemessenen gleichgesetzt, und die mittels der Fördersignalsensoren
FSS erfaßten Kraftstoffmengen der übrigen Einspritzkanäle können dann durch entsprechende
Umrechnung sehr genau absolut bestimmt und zur Anzeige gebracht werden.
[0025] Gegenüber einer herrkömmlichen Methode, bei der an einem Prüfstand über zum Beispiel
tausend Einzeleinspritzungen die Kraftstoffmengen für jeden einzelnen Einspritzkanal
in einem Schauglas gesammelt und von der Bedienperson abgelesen werden müssen, ist
die in Figur 3 beschriebene automatische Methode bedeutend einfacher; auch können
die Meßergebnisse an der Anzeige AZ übersichtich und eindeutig gegebenenfalls mit
zusätzlichen Informationen dargestellt werden, so daß die Diagnose und die Einstellung
vereinfacht werden. Gegenüber einem Prüfstand mit Volumetermeßgeräten für jeden Einspritzkanal
ergibt sich ein erheblicher Preisvorteil, da die Volumetermeßgeräte im Aufbau sehr
aufwendig und damit kostspielig sind, während die Fördersignalsensoren gemäß vorstehender
Beschreibung sehr preisgünstig und einfach handhabbar sind. Insbesondere bei Reihenförderpumpen
für Lastkraftwagen, die zum Beispiel zwölf Einspritzkanäle und entsprechende Förderaggregate
besitzen, kommen diese Vorteile besonders zum Tragen.
[0026] Auch bei dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 kann über die Auswerteeinrichtung
AE2 wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel ein Verbrauchsmeßsignal zur Anzeige in
einem Kraftfahrzeug gewonnen werden.
1. Verfahren zum Erfassen der von einer Einspritzpumpe eines Dieselmotors über die Einspritzdüsen
geförderten Kraftstoffmenge, bei dem für die Einspritzkanäle eine Druckverlaufskurve
während des Fördervorganges zwischen der Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen erfaßt
und daraus die Kraftstoffmenge abgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckverlaufskurve normiert wird,
daß anschließend das Flächenintegral der normierten Druckverlaufskurve gebildet wird
und
daß durch Bewertung mit einer Proportionalitätskonstante die absolute Kraftstoffmenge
bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens für einen Einspritzkanal zusätzlich eine absolute volumetrische Messung
der Kraftstoffmenge vorgenommen wird und
daß die den einzelnen Druckverflaufskurven entsprechenden absoluten Kraftstoffmengen
auf der Grundlage der volumetrischen Messung bestimmt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche volumetrische Messung für alle Einspritzkanäle gemeinsam durchgeführt
wird und
daß zum Bestimmen der absoluten Kraftstoffmengen der Einzelkanäle die durch die volumetrische
Messung erfaßte gesamte Kraftstoffmenge entsprechend den über das Flächenintegral
erfaßten relativen Kraftstoffmengen der Einzelkanäle aufgeteilt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche absolute volumetrische Messung der Kraftstoffmenge nur für einen
Einspritzkanal durchgeführt wird,
daß die aus der Druckverlaufskurve des entsprechenden Einspritzkanals über das Flächenintegral
erfaßte relative Kraftstoffmenge der absoluten Kraftstoffmenge unter Ermittlung der
Proportionalitätskonstante zugeordnet wird und
daß die absoluten Werte der Kraftstoffmengen der übrigen Einspritzkanäle mittels der
Proportionalitätskonstante bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckverlaufskurfe am Ausgang der Einspritzpumpe erfaßt wird.
6. Anwendung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Kraftstoff-Verbrauchsmessung
in einem Kraftfahrzeug, wobei die bestimmte Kraftstoffmenge hinsichtlich des momentanen
und/oder durchschnittlichen Verbrauchs ausgewertet und angezeigt wird.
7. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzeige des momentanen Verbrauchs auf der Grundlage einer Integration über
die Druckverlaufskurven mehrerer Einzeleinspritzungen erfolgt.
8. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 bei der Prüfung von Einspritzpumpen,
wobei auf der Grundlage von relativen oder der absoluten Kraftstoffmengen eine Anzeige
gebildet wird, aus der Abweichungen von einem Sollzustand pro Einspritzkanal und/oder
Abweichungen der Einspritzkanäle untereinander erkennbar sind.
9. Einrichtung zur Anzeige des Kraftstoff-Verbrauchs in einem Dieselkraftfahrzeug mit
einer Auswerteeinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen einer Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen mindestens ein Fördersignalsensor
(FSS) angeordnet ist, der ein normiertes Ausgangssignal in Form von den einzelnen
Einspritzungen entsprechenden Druckverlaufskurven (D) liefert,
daß die Auswerteeinrichtung (AE1, AE2) zum Bilden des Flächenintegrals der Druckverlaufskurven
(D) eine Integriereinheit aufweist und
daß eine Zuordnungsstufe vorgesehen ist, mit der das Flächenintegral einem absoluten
Verbrauchswert zuordenbar ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuordnungsstufe eine Vergleichereinheit und eine Verbrauchsdatentabelle oder
eine Multipliziereinrichtung aufweist und
daß die Verbrauchsdaten an die Anzeigeeinrichtung (AZ) weiterleitbar und dort anzeigbar
sind oder
daß die Zuordnungsstufe in der Anzeigeeinrichtung (AZ) integriert ist.
11. Prüfstand für Einspritzpumpen eines Dieselmotors mit einer Meßeinrichtung für die
Erfassung der Kraftstoffmengen, die über zu Einspritzdüsen führende Einspritzkanäle
abgegeben werden, mit einer Auswerteeinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung, mit
der die Kraftstoffmengen der Einspritzkanäle anzeigbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung mindestens einen Fördersignalsensor (FSS) aufweist, mit dem
die Druckverlaufskurven (D) pro Einspritzkanal erfaßbar sind und der ein normiertes
Ausgangssignal liefert, und
daß in der Auswerteeinrichtung (AE1, AE2) mittels einer Integriereinheit die Flächenintegrale
der Druckverlaufskurven bestimmbar und diesen proportionale Daten der Kraftstoffmengen
herleitbar sind, die der Anzeigeeinrichtung zuführbar sind.
12. Prüfstand nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung zusätzlich zu den Fördersignalsensoren (FSS) ein Volumenmeßgerät
(VM) aufweist, mit dem die Kraftstoffmenge aller Einspritzkanäle zusammen oder nur
eines einzelnen Einspritzkanals absolut meßbar ist.
13. Prüfstand nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswerteeinrichtung (AE2) eine Schaltungsstufe aufweist, mit der die Flächenintegrale
und das absolute Meßergebnis des Volumenmeßgeräts (VM) in Beziehung setzbar und aus
der Beziehung die absoluten Kraftstoffmengen oder Einzelkanäle herleitbar sind.