(19)
(11) EP 0 743 881 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.10.1998  Patentblatt  1998/43

(21) Anmeldenummer: 95909703.1

(22) Anmeldetag:  10.02.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B05C 1/10, B41F 15/46
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9500/485
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9521/701 (17.08.1995 Gazette  1995/35)

(54)

VORRICHTUNG ZUM ZUFÜHREN EINER SUBSTANZ AN EINE AUFTRAGUNGSSTELLE, VERFAHREN ZUR SUBSTANZZUFÜHRUNG UND ZUM REINIGEN DER VORRICHTUNG SOWIE VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DER VORRICHTUNG UND HILFSVORRICHTUNG ZUM REINIGEN DER VORRICHTUNG

DEVICE FOR DELIVERING A SUBSTANCE TO AN APPLICATION SITE, METHOD OF DELIVERING A SUBSTANCE AND CLEANING THE DEVICE AND METHOD OF PRODUCING THE DEVICE AND AUXILIARY DEVICE FOR CLEANING THE DEVICE

DISPOSITIF D'AMENEE D'UNE SUBSTANCE A UN EMPLACEMENT D'APPLICATION, PROCEDE POUR L'AMENEE D'UNE SUBSTANCE ET POUR LE NETTOYAGE DU DISPOSITIF, AINSI QUE PROCEDE POUR LA FABRICATION DU DISPOSITIF ET SYSTEME AUXILIAIRE POUR LE NETTOYAGE DU DISPOSITIF


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE IT LI NL

(30) Priorität: 12.02.1994 WO PCT/EP94/00419
12.12.1994 AT 2307/94

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.11.1996  Patentblatt  1996/48

(73) Patentinhaber: Zimmer, Johannes
A-9020 Klagenfurt (AT)

(72) Erfinder:
  • Zimmer, Johannes
    A-9020 Klagenfurt (AT)

(74) Vertreter: Patentanwälte Wenzel & Kalkoff 
Grubesallee 26
22143 Hamburg
22143 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 277 481
DE-A- 3 335 252
EP-A- 0 539 971
FR-A- 2 334 428
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen einer fließfähigen, pastösen und gegebenenfalls gasförmigen Substanz an eine über die Vorrichtungslänge sich erstreckende zur Substanzauftragung geeignete Stelle sowie insbesondere zum Beaufschlagen einer längs der genannten Stelle sich breit erstreckenden Arbeitsfläche wie einer Auftragungsfläche mit der Substanz, wobei die Vorrichtung im übrigen die Merkmale gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 umfaßt. Die Erfindung bezieht sich zudem auf ein Verfahren zum Auftragungs- und Reinigungsbetrieb der Vorrichtung und auf eine Reinigungs-Hilfsvorrichtung.

    [0002] Gattungsgemäße Vorrichtungen sind aus DE-A1-33 35 252 bekannt. Diese sind mit einem von Teilungsstufe zu Teilungsstufe sich verzweigenden Kanalsystem ausgestattet. Ein Kanalkörper umfaßt ein oder mehrere ummantelte Teile, in die Strömungskanäle eingearbeitet sind. Die bekannten Einrichtungen weisen über den eigentlichen Kanalkörper geführte und/oder auf diesen aufgesetzte Substanzeinleitungsrohre auf, die z.B. über einen Rohrkrümmer mit einem in der Körperlängsmitte nach außen geführten Durchgang verbunden sind. Die Kanäle enden in einer Vielzahl von Austrittsöffnungen, die über die Auftragungsbreite in gleichen Abständen aufgeteilt vorgesehen sind. Die Zuführungs-Rohrleitung, die unlösbar mit dem Kanalkörper verbunden ist, hat bei üblichen Arbeitsbreiten von mehreren Metern ein hohes Gerätegewicht zur Folge. Es ergibt sich ein relativ großer Gesamtquerschnitt der Vorrichtung, die zudem mit weiteren Maschinenteilen wie einem Rakelgerät und einem Tragholm verbunden ist. Dadurch ist die Gesamteinrichtung platzaufwendig, und sie läßt sich in vielen Fällen nicht oder nur mit erheblichen Umrüst- und Handhabungsschwierigkeiten in dem nur engen Montageraum, z.B. in einem Druck-Siebzylinder (Rundschablone), einer Auftragungs-/Druckmaschine verwenden. In der Praxis muß aus Gründen der Raumbeengung, des relativ hohen Gewichts und/oder der Handhabungserschwernisse in vielen Fällen auf die Verwendung des an sich gewünschten Kanal-Verzweigungssystems verzichtet werden. Bei DE-A1-33 35 252 kann die Teilungseinrichtung als solche in umgekehrter Strömungsrichtung als Absaugvorrichtung oder zur Substanzrückführung eingesetzt werden. Um geringe Mengen aufzutragen, sind bei einem Gerätetyp gemäß DE-A1-33 35 252 Mündungsablaufkanten als Düsenränder oder Lippen vorgesehen, um die Mündungen in Kontakt oder Annäherungskontakt mit einer Arbeitsfläche zu halten.

    [0003] Bei einer weiteren Vorrichtung gemäß DE-A1-33 35 252 enden Austrittsöffnungen in einem Auftragungsschlitz mit an einer Schablone anliegenden Rändern, wobei Auftragungssubstanz ebenfalls unter Druck austritt. Eine noch andere aus DE-A1-33 35 252 bekannte Maßnahme besteht darin, eine Schlitzdüse mit Rillen zu versehen, um Kapillarwirkung zu erzielen, wobei angestrebt wird, das Teilungsmaß so klein wie nur irgendmöglich zu machen. Dabei tritt Auftragungssubstanz nicht frei aus, sondern sie gelangt unmittelbar an der Austrittsöffnung gegen eine mit dessen Rand verbundene Streichrakel oder Leiste. Die genannten Maßnahmen sind als erforderlich angesehen worden, um diskrete Ausströmungen an Austrittsöffnungen zu kompensieren.

    [0004] Gemäß EP 0 277 481 ist es bekannt, eine Hilfs-Reinigungsvorrichtung einer Auftragungs-/Rakeleinrichtung anzufügen, wobei Vorrichtungsteile zum Absaugen von Farbsubstanz und Substanz-Reinigungswassergemisch den Gesamtaufbau vergrößern und die Verwendungs- und Betriebsmöglichkeiten erheblich einschränken.

    [0005] Der bisherige Stand der Technik ist überdies auch in betriebstechnischer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht mit zahlreichen Nachteilen verbunden.

    [0006] Schwerwiegend sind: Großer Arbeits- und Zeitaufwand für das Reinigen und für das reinigungsbedingte Auf-, Ab- und Umrüsten der Produktionsanlage. Dies hat schlechte Produktivität (oftmals weniger als 50 % Nutzung, d.h. mehr als 50 % Anlagentotzeit) zur Folge. Außerdem entstehen große Substanz-Verlustmengen, die die Wirtschaftlichkeit herabsetzen, nämlich durch Mehrkosten für zusätzliche Substanzmengen und durch zusätzlich entstehende Entsorgungskosten.

    [0007] Auch entstehen ein sehr großer Verbrauch an Reinigungswasser oder Lösungsmittel und als weitere Folge eine dementsprechend große Umweltbelastung oder zusätzliche Entsorgungskosten.

    [0008] Ein Hauptziel der Erfindung ist es, eine die Substanzzuführung in technischer, wirtschaftlicher, ökologischer und funktioneller Hinsicht wesentlich verbessernde Vorrichtung für breitengleichmäßige Substanzverteilung und insbesondere Auftragungsprozesse aller Art zu schaffen, insbesondere für Auftragungen auf bewegte Bahnen ohne oder mit Verwendung einer Siebzylinder-Schablone. Insbesondere sollen zudem der Betrieb und die Reinigungsmöglichkeiten optimiert werden.

    [0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Verbindung mit den Merkmalen der eingangs genannten Vorrichtung durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegebenen Merkmale gekennzeichnet.

    [0010] Bei dem erfindungsgemäßen Auftragungs- und/oder Reinigungsverfahren sind die Maßnahmen des nebengeordneten Anspruches für das Arbeits-/Betriebsverfahren vorgesehen.

    [0011] Die erfindungsgemäße Hilfsvorrichtung zum Reinigen der Auftragungsvorrichtung findet Anwendung, wenn aus betriebstechnischen Gründen die Reinigung nicht an der Arbeitsstelle/Auftragungsstelle erfolgen darf, dies z.B. mit Rücksicht auf weitere, in einer Mehrfarbendruckmaschine nebeneinander angeordnete Auftragungsvorrichtungen, die weiterhin im Betriebszustand der Auftragung belassen werden, weshalb die Auftragungsvorrichtung, die zur Reinigung bestimmt ist, von der Auftragungsmaschine/Druckmaschine abgenommen und zwecks Reinigung in die erfindungsgemäße Reinigungs-Hilfsvorrichtung eingesetzt wird, deren Arbeitsfunktionen, soweit den Reinigungsbetrieb betreffend, die gleichen sind wie die Arbeitsfunktionen der Auftragungs- bzw. Druckmaschine.

    [0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist u.a. vorgesehen zum Auftragen einer fließfähigen Substanz auf eine im Aufragungsbereich ebene Fläche, Bahn od.dgl. mit einem vorzugsweise magnetisch angepreßten Rakelelement (Rollrakel, Steichrakel, Spaltrakel) und ist mit einer vorzugsweise in beiden Strömungsrichtungen einsetzbaren Substanz-Zuführungseinrichtung mit Zuführungs-Steuerung (Fördereinrichtung) betreibbar. Eine Substanzstrom-Teilungseinrichtung zur breitengleichmäßigen Substanzverteilung ist in die Vorrichtung integriert und umfaßt wenigstens einen Strömungskanalkörper und damit in Verbindung stehende Substanzausmündungen.

    [0013] Eine wesentliche Maßnahme besteht u.a. darin, daß das Abstandsmaß zwischen zwei benachbarten Substanzaustrittsöffnungen (Teilungsmaß) unabhängig von allen in der Praxis vorkommenden Auftragungsbreiten, die 10 m und mehr betragen können, im Bereich von 3 bis 20 mm, vorzugsweise 4 bis 16 mm, liegt und die Austrittsöffnungen mit Distanz zur Auftragungsstelle angeordnet sind, wobei die Austrittsöffnungen in einen zwischen ihnen und der Auftragungsstelle freien Raum münden.

    [0014] Die Vorrichtung ist insbesondere vorgesehen zum wahlweise vollflächigen Beschichten, Imprägnieren, Färben od. dgl., zum Bemustern oder zum partiellen Beschichten, Imprägnieren od.dgl. mittels eines Siebzylinders (Rundschablone). Darüber hinaus ist sie so gestaltet, daß sie nach dem Ende eines Auftragungsvorganges durch Einleitung einer oder ggf. mehrerer flüssiger oder/und gasförmiger Substanz(en) selbsttätig, ggf. zusammen mit einer Rundschablone insbesondere auch gemeinsam mit der Fördereinrichtung gereinigt wird, ohne daß sie aus der ggf. vorhandenen Rundschablone ausgebaut werden muß.

    [0015] In erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird die in die Auftragungsvorrichtung integrierte Zuführungseinrichtung als Rückleitung für Auftragungssubstanz und insbesondere als Absaugvorrichtung für Substanz, Substanz-/Wasser-Gemisch, Spülwasser oder Reinigungsflüssigkeit genutzt.

    [0016] Erfindungsgemäß ist eine Multi-Funktionseinheit erreicht, die sich sowohl für die Arbeitsleistung des Auftragens, als auch für die der Zuführungssteuerung und des Reinigens dadurch auszeichnet, daß die drei Arbeitsfunktionen Zuführen, Auftragen und Reinigen mittels einer sämtliche Verfahrens- und Funktionsmöglichkeiten integrierenden Einrichtungs-Gesamtheit ausführbar sind.

    [0017] Mit der Erfindung sind bisher bestehende Anwendungsgrenzen für Auftragungs-Breiten, Auftragungs-Gleichmäßigkeit (dies in zweifacher Hinsicht), Mengenleistung, Substanz-Viskosität und Strömungs-Aufteilungsempfindlichkeit durchbrochen; auch sind bisherige Eignungseinschränkungen bei Schablonen-Siebzylinder-Auftragungen überwunden, und zwar im Hinblick auf die in der Anwendungspraxis als Grundlage vorgegebenen Durchmesser der Rundschablonen und der Schablonen-Öffnungen für die Zugänglichkeit zu dem für die Auftragungs-Einrichtung verfügbaren Innenraum (Hohlzylinder). Das hieraus resultierende Durchmesser-Differenzmaß begrenzt nämlich die Dimensionierungsmöglichkeit der Auftragungsvorrichtung.

    [0018] Wichtige Erfindungskennzeichen betreffen u.a. die Gestaltung des Substanz-Eintrittsbereichs, den Substanz-Ausmündungsbereich der Teilungseinrichtung und die von hier aus erfolgende Weiterführung und Zubringung der Substanz zur Auftragungsstelle; dabei sind die zuvor beschriebenen Maß-, Mengen- und Breiten-Begrenzungen beseitigt, wobei erfindungsgemäß der Ausmündungsbereich so gestaltet ist, daß die Auftragungsqualität und die Gesamtleistung erheblich verbessert sind und zudem die optimale Selbst-Reinigungseigenschaft der Auftragungsvorrichtung erzielt ist. Dies ist auch die Grundlage für die erfindungsgemäße Eignung zur Reinigung einer ggf. vorhandenen Rundschablone.

    [0019] In diesem Zusammenhang ist es bei der Erfindung verfahrenstechnisch wesentlich, daß der Substanzaustritt nahezu drucklos (ohne Spritzen), hingegen der Austritt von Wasser bzw. Reinigungsflüssigkeit mit reinigungskräftigem Spritzdruck erfolgt, wobei jedoch Auftragungssubstanz und Reinigungsflüssigkeit durch dasselbe Strömungskanalsystem geführt werden und aus denselben Ausmündungsöffnungen austreten.

    [0020] Ein Substanzauftrag mit Schablone ist erheblich schwieriger zu bewerkstelligen als ohne Schablone. Daher steht in der Beschreibung und in der zeichnerischen Darstellung der schwierigere Auftrag mit Schablone im Vordergrund. Das gesamte Auftragungsgeschehen, das die Substanzzuführung beinhaltet und ggf. auch die Arbeitstechnik des Auf-, Ab- und Umrüstens einer Auftragungs-Produktionsanlage und ebenso die Reinigung aller Einrichtungskomponenten, wird mit der Erfindung ganzheitlich erfaßt.

    [0021] Der prozeßtechnische Gesamtablauf umfaßt im wesentlichen folgende Schritte:

    a) Zuführen der Substanz von einem Substanzvorratsbehälter durch eine Fördereinrichtung und ein Leitungs-/Schlauchsystem bis zur Substanzeintrittsöffnung (Stirn-Körperöffnung) der in der Auftragungsvorrichtung integrierten Substanz-Breitenverteilungseinrichtung (Teilungseinrichtung);

    b) breitenverteilendes Durchströmen der Teilungseinrichtung bis zum Substanzaustritt;

    c) vom Substanzaustritt beginnendes Heranbringen der Substanz zur Auftragungsstelle;

    d) Auftragen der Substanz;

    e) Steuern der Substanzheranbringung und, nach Auftragungsende,

    f) Rüst- und Reinigungsarbeit (Vorbereitungsarbeit) für den nächstfolgenden Auftragungsprozeß.



    [0022] Die Erfindung ist in erster Linie auf die Abschnitte b) und c) gerichtet; Ausgestaltungen betreffen die weiteren genannten Schritte. Die Erfindung erfaßt damit folgende am Prozeßgeschehen beteiligte und miteinander vernetzte technische Bereiche: Die Maschinentechnik, Auftragungstechnik, Steuerungstechnik, Schablonentechnik, aber auch die Betriebs-, Handhabungs-, Reinigungs- und Rüsttechnik.

    [0023] Nachfolgend wird eine Reihe der durch die Erfindung erzielten Vorteile aufgezählt: Erhebliche Verringerung von Substanzverlustmengen, des Wasserbedarfes (und somit der Abwassermenge), der Umweltbelastung, des Handhabungs-/Arbeits- und Zeitaufwandes, Beseitigung der bisherigen Breiten- und Auftragungsmengen-Beschränkungen, Verbesserung der Auftragungsqualität durch Optimierung der Substanzheranbringung und durch Minimierung der Substanzvorratshaltung an der Auftragungsstelle sowie ferner die erfindungsgemäß erzielte Vorrichtungs-Selbstreinigung, die insbesondere die Schablonenreinigung umfaßt; dies gelingt insbesondere ohne Hinzufügung von Reinigungshilfseinrichtungen.

    [0024] Ergänzend betrachtet, können Erfindungsvorteile wie folgt umrissen werden:

    (1) Überschreitung bisher bestehender und etwa mit dem Quadrat der Auftragungsbreite enger werdender Grenzen von zuführbarer Höchstmenge und Höchstviskosität der Auftragungssubstanz,

    (2) Optimierung der Substanz-Heranbringungsdichte zur Auftragungsstelle und, damit verbunden,

    (3) besonders günstige Substanzströmungsführung im Strömungsbereich zwischen der letzten Strömungs-Teilungskanalstufe, d.h. zwischen erfindungsgemäß gestalteten Austrittskanälen und der Auftragungsstelle. Damit verbunden sind folgende Vorteile:

    3a) Mehr Substanz (unbeschränkte Substanzverfügbarkeit) an der Auftragungsstelle;

    3b) optimierte Substanzaustritts- und Heranbringungsdichte und

    3c) berührungslose (freie) Substanzführung (Strömung) ab Austrittsöffnungs-Reihe, wobei die Öffnungen besonders vorteilhaft aus Kanalröhrchen bestehen und weiter vorteilhaft in einem Austrittsschlitz von 2-10 mm Länge enden; es wird ein schichtartiger Substanz-Vorhang gebildet, die Substanz fließt druckarm bis zur Auftragungs-/Substanzverbrauchsstelle. Damit ist auch die Selbstreinigungseigenschaft erzielt, und die breitenhomogene Verteilung ist erheblich verbessert (Qualitäts-Verbesserung).



    [0025] Daraus folgt, insbesondere sehr vorteilhaft in Verbindung mit einer Substanz-Zuführungssteuerung, daß an der Auftragungsstelle mit verringerter Substanzvorratsmenge gearbeitet wird.

    [0026] Dies stellt einen erheblichen qualitätstechnischen und wirtschaftlichen Vorteil dar und gerade dadurch ist die dem Auftragungsvorgang folgene Reinigungsarbeit begünstigt: Je weniger Substanzvorrat an die Auftragungsstelle herangebracht werden muß, um so weniger Substanz muß auch durch den Reinigungsprozeß entfernt werden.

    [0027] Als Grundlage für das Verständnis der Erfindungsziele und -lösung im Zusammenhang mit der Verwendung mit einer Rundschablone werden fünf maßgebliche Dimensionierungskriterien erklärt und zeichnerisch dargestellt, die für Schablonenauftragungen zwingend beachtet werden müssen, weil daraus beträchtliche Einschränkungen für die konstruktive Gestaltung von Substanzzuführungs- und -Auftragungseinrichtungen entstehen. So sind zunächst anhand der Fig. 1-5 nur den Stand der Technik betreffende Dimensionierungsbegrenzungen dargestellt:

    [0028] Das Maß A in Fig. 1 ist der Durchmesser einer Standard-Rundschablone mit z.B. 640 mm Umfang (Rapport-Mustereinheit). In Fig. 2 beträgt dieses Maß A einer größeren Standard-Schablone 1020 mm. Das Maß B ist in beiden Figuren gleich groß und bezeichnet den Durchmesser der Rundschablonen-/Siebzylinderöffnung, der gemäß praxisüblichem Standard z.B. etwa 125 - 150 mm beträgt. Das Maß C bezeichnet die Differenz der beiden Radien und ist je nach Schablonenumfang unterschiedlich groß; z.B. Cx in Fig. 1 und Cy in Fig. 2.

    [0029] In Fig. 3 ist eine Rundschablone einer beliebigen Standarddimension dargestellt, in die eine Standard-Rakelvorrichtung, und zwar ausgeführt als Magnetrollrakel, eingeschoben wird.

    [0030] In Fig. 4 wird der vorbeschriebene Sachverhalt (Fig. 1-3) in einer einzigen Zeichnung dargestellt; die Maße A1 und A2 bezeichnen unterschiedliche, praxisübliche Schablonen-Durchmesser (Muster-Rapporte).

    [0031] In Fig. 5 wird eine Rundschablone samt darin eingesetztem Rakelgerät in Arbeitsstellung gezeigt. In strichlierter Darstellung wird eine praxisübliche Betriebsunterbrechungssituation gezeigt: Die Rundschablone ist um eine bestimmte Distanz von der Auftragungsebene abgehoben; die in diese Schablone eingesetzte Rakelvorrichtung ist etwas mehr abgehoben als die Schablone.

    [0032] Die Auftragungsmaschine (oder die Druckmaschine oder das Transportband der Druckmaschine) befindet sich in Ruhestellung. Die Rundschablone dreht langsam, wodurch das Ausfließen der Auftragungssubstanz (Druckpaste, Farbe) verhindert wird. In dieser Betriebssituation besteht an der Schablonenaußenwand kein Kontakt zur Auftragungsebene und an der Schabloneninnenwand kein Kontakt zum Rakelelement.

    [0033] Die Darstellung gemäß Fig. 5 macht deutlich, daß bei der Dimensionierung eines Tragholmes der Rakelvorrichtung auf ausreichenden Spielraum für den Tragholm in der Schablonenöffnung geachtet werden muß. Mit anderen Worten: Das Maß für den Tragholm-Querschnitt ist in mehrfacher Hinsicht sehr eingeschränkt.

    [0034] Die Forderungen nach möglichst großem Eintritts-Strömungsquerschnitt (F in Fig. 3) und nach möglichst großer Tragholm-Biegesteifigkeit stehen im Gegensatz zu den vorstehend beschriebenen und zeichnerisch dargestellten Gegebenheiten und Erfordernissen der Schablonen- und Rakeleinrichtungs-Dimensionierungen.

    [0035] Es ist also bei der Konstruktion der Rakel-Einrichtungen sowohl darauf zu achten, daß deren Querschnittsabmessungen jeweils kleiner sein müssen als die durch den Durchmesser B bestimmte Kreisfläche und daß auch die in Fig. 3 eingezeichneten Teilabmaße D und E (D = Maß Oberseite Tragholm bis Austrittsöffnungen bzw. bis Unterseite Tragholm; E = Maß Austrittsöffnungen bis Unterkante der Vorrichtung) jeweils allen praxisüblichen Schablonendurchmessern und Schablonen-Öffnungsdurchmessern angepaßt werden müssen.

    [0036] Für das Gesamtverständnis der Erfindungsgrundlagen ist es erforderlich, folgende Ziele oder Kriterien zu berücksichtigen:

    (1) Möglichst weitreichend breitenunabhängige Anwendbarkeit, d.h. Aufhebung der bisherigen, breitenabhängigen Anwendungsbeschränkungen hinsichtlich Substanzmengenerfordernis und Vorrichtungsstabilität;

    (2) möglichst breitengleichmäßiges und breitenhomogenes Zuführen von Substanz zur Auftragungsstelle;

    (3) möglichst geringe Substanzvorratsmenge vor einem Rakelelement und dementsprechend exakt einstellbare und zuverlässig arbeitende Zuführungssteuerung;

    (4) möglichst druckarmes und streifigkeitsfreies Ausfließen der Substanz zur Auftragungsstelle;

    (5) möglichst geringe Substanzfüllmengen (geringe Verlustmengen);

    (6) möglichst geringer Verbrauch an Reingiungswasser, d.h. möglichst geringe Abwassermengen;

    (7) geringstmöglicher Arbeitsaufwand für Rüst- und Reinigungsarbeiten;

    (8) möglichst geringer Zeitaufwand für den Produktionsstillstand beim Umrüsten;

    (9) Senkung der Maschinen- und Einrichtungs-Investitionskosten;

    (10) insgesamt bestmögliche Wirtschaftlichkeit des gesamten Auftragungs- und Produkt-Herstellungssprozesses.



    [0037] Noch andere Ausgestaltungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben und weitere Vorteile, Ausführungsformen oder -möglichkeiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung Fig. 6 bis Fig. 24 dargestellten Ausführungsbeispiele hervor.

    [0038] Die Fig. 6, 7, 11 und 12 zeigen ein Ausführungs-Beispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in unterschiedlichen Darstellungen, Ansichten und Einbau-Situationen.

    [0039] Die Fig. 8, 9, 10, 13, 14a und 14b zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel in unterschiedlichen Ansichten, Darstellungen, Einbau-Situationen und Ausschnitten.

    [0040] Das erste Beispiel zeigt eine erfindungsgemäß konstruierte Vorrichtung 1 in Verbindung mit einer Rollrakel 93, das zweite Beispiel in Verbindung mit einer Streichrakel 92, wobei beide Rakeln magnetisch anpreßbar sind.

    [0041] In dem ersten Beispiel ist der fest eingestellte Abstand zwischen Ausmündungen 600, die einer Auftragungsfläche 81 zugewandt sind, und einer Auftragungsstelle 8 oder einer Schablonen-Innenwand sehr klein, nämlich nur wenig großer als 1 mm, während in dem zweiten Beispiel der Abstand relativ groß ist, nämlich bis zu 100 mm, wodurch in letzterem Fall eine relativ lange Strömungsstrecke zwischen den Substanzausmündungen 600 und der Auftragungsstelle 8 entsteht.

    [0042] Nach dem Austreten der Substanz aus einem Strömungskanalkörper 33 bis zum Erreichen der Auftragungsstelle 8 werden keine Vorrichtungsteile berührt, ggf. mit Ausnahme eines Rakelelements 90 als solches, wie z.B. in Fig. 16 dargestellt.

    [0043] Fig. 13 zeigt einen durch die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zustande gebrachten breitenhomogen und drucklos oder jedenfalls sehr druckarm und spritzfrei ausfließenden Substanzstrom im Querschnitt.

    [0044] Fig. 14a zeigt, entsprechend den Ansichtspfeilen in Fig. 13, denselben druckarm und spritzfrei ausfließenden Substanzstrom (Substanz-Vorhang) in Ansicht von vorn.

    [0045] Fig. 14b verdeutlicht das unter Druck erfolgende, breitenhomogene Ausfließen von Reinigungsflüssigkeit aus den Ausmündungen 600.

    [0046] Breitenhomogen ist so zu verstehen, daß beim Auftragungsvorgang durch die Substanz-Heranbringung ein über seine gesamte Länge, d.h. über die gesamte Auftragungsbreite querschnittsgleicher, in sich zusammenhängender Substanz-Vorratswulst gebildet wird - dies vorzugsweise mit geringem Volumen - und daß beim Reinigungsvorgang das Ausströmen der Reinigungsflüssigkeit mit einem in sich zusammenhängenden Flüssigkeitskörper und mit einem so hohen Ausströmungs-Druck (ggf. durch Luftdruck verstärkt) erfolgt, daß das Rakelelement und auch eine Schablone 80 über die gesamte Arbeitsbreite gleichmäßig gereinigt werden.

    [0047] Fig. 13 zeigt, daß der Reinigungsvorgang vorteilhaft durch zusätzlich erfolgendes Zuführen von Reinigungsflüssigkeit - in Fig. 13 durch zwei Rohre 35, 36 (Zusatzkanalkörper) mit je einer Reihe Austrittsöffnungen 61 - intensiviert werden kann.

    [0048] Fig. 13 zeigt auch eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung: Zusätzlich zu der Einleitung von Reinigungsflüssigkeit durch die Ausmündungen 600 kann Reinigungsflüssigkeit besonders vorteilhaft durch einen Eintrittströmungskanal 401 (Kanal K1) eingeleitet werden, und zwar durch das einer Substanz-Eintrittsöffnung 42 (z.B. Fig. 6) gegenüberliegende (Rohr-)Kanalende, wobei der Kanal K1 ungefähr in der Vorrichtungsmitte durch eine Schottwand od.dgl. abdichtend geteilt ist.

    [0049] Ebenfalls Bezug nehmend auf die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 6, 7, 11, 12 bzw. 8, 9, 10, 13 und 14 werden Aufbau und Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 näher beschrieben. Diese Beschreibung gilt entsprechend auch für sämtliche übrige Ausführungsbeispiele.

    [0050] In teilweiser Längsansicht und im Profilquerschnitt ist eine Auftragungsstation einer Auftragungsmaschine mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Zuführen und Auftragen einer Substanz 90 wie Farbe od.dgl. auf eine Auftragungsfläche 81, z.B. eine Warenbahn dargestellt.

    [0051] Die Vorrichtung 1 umfaßt einen ein Tragelement 2 bildenden, rohrförmigen Vierkant-Profilhohlkörper 21 (Tragrohr), der sich in der Vorrichtungslänge über die Auftragungsbreite der Auftragungsfläche (Warenbahn) 81 erstreckt. Die Warenbahn 81 wird in Arbeits-Bewegungsrichtung B in horizontaler Lage bewegt, wobei sie auf einem Magnettisch 82 aufliegt.

    [0052] Ein wenigstens teilweise magnetisierbares, gleitbeweglich gehaltenes Rakelelement 91 ist mit seiner Rakelkante gegen die Warenbahn 81 und ggf. eine Rundschablone 80 anpreßbar. Das Tragrohr 21 ist mit seinen Enden in Auflagern einer Auftragungsmaschine gehalten.

    [0053] Das Tragrohr 21 bildet den Mantelkörper für einen darin formschlüssig eingefügten Anschluß-Kanalkörper 31, der sich über die Auftragungsbreite erstreckt. Ein durch ein Rohr 401 mit Kreisquerschnitt gebildeter Anschlußströmungskanal 41 durchgreift eine Körperöffnung an der Stirnseite des Kanalkörpers 31 und erstreckt sich wenigstens bis in den Bereich der Körper-Längsmitte. Dort ist er über eine zentrale Substanzstrom-Teilungsausmündung 51 mit einem um den Strömungskanal 41 angeordneten Teilungs-Kanalsystem verbunden.

    [0054] Der Anschluß-Strömungskanal 41 bildet den ersten Kanal K1 einer wenigstens teilweise in den Anschlußkanalkörper 31 eingearbeiteten Substanzstrom-Teilungseinrichtung 3. Nachfolgende Substanzstrom-Teilungskanäle bilden ein System von Teilungsstufen. In diesen vervielfachen sich die Kanäle von Stufe zu Stufe über zugehörige Teilungzausmündungen zwischen den Stufen. Dabei sind die Teilungsausmündungen über die Auftragungsbreite in gleichen Abständen aufgeteilt vorgesehen, und die Kanäle erstrecken sich längs in der Stubstanzstrom-Teilungseinrichtung im Kanalkörper 3.

    [0055] Im Anschlußkanal 41 wird die Substanz auch in umgekehrter Strömungsrichtung, entsprechend dem Kanalquerschnitt, in einem zusammengefaßten, gesammelten und zu einem Fließstrang konzentrierten Fluß aus der oder ggf. in eine mit der Öffnung 42 verbundene Anschlußleitung bewegt.

    [0056] Die Vervielfachung der Teilungsströmungskanäle in der Teilungseinrichtung 3 ist durch die arithmetische Reihe der Verdoppelung bestimmt:

    , wobei K (N-1) die Teilungsstufe bezeichnet, N die Nummer der Kanäle und Z die Anzahl der Kanäle in jeder Stufe. Die letzte, d.h. der Auftragungsfläche 81 nächste Teilungsstufe weist die im gleichen Abstand A vorgesehenen Ausmündungen 600 auf.

    [0057] Es ist gefunden worden, daß die mit der Erfindung angestrebten Ziele erreicht werden, wenn das Abstandsmaß (Teilungsmaß) zwischen benachbarten Ausmündungen 600 im Bereich von 3 bis 20 mm, vorzugsweise 4 bis 16 mm liegt, wobei die Ausmündungen 600 in einem festen, wählbaren Abstand zur Auftragungsfläche 81 liegen. Dieser zuletzt genannte Abstand beträgt sehr vorteilhaft 1 bis maximal 100 mm. Weiter wurde gefunden, daß besonders vorteilhafte Ergebnisse erzielt werden, wenn der Flächenquerschnitt der Ausmündungen 600 gleich ist und im Bereich von 2 bis 30 mm2 liegt. Vorzugsweise beträgt die Summe der Substanz-Austrittsquerschnitte wenigstens das Zweifache und vorteilhaft das Vielfache des Eingangs-Strömungsquerschnittes des Anschluß-Strömungskanals 41. Damit ist das dem Stand der Technik anhaftende nachteilige Ausspritzen von unter gezielt aufgebautem Förderdruck stehender Substanz vermieden. Das Abstandsmaß ist das Teilungsmaß von Mitte bis Mitte zweier nebeneinanderliegender Ausmündungen 600 bzw. Öffnungen 60.

    [0058] Fig. 12 zeigt den rohrumwandeten Anschluß-Kanalkörper mit 6 Teilungs-Kanalstufen oder Serien, der somit 64 K7-Teilungsausmündungen aufweist und erfindungsgemäß für Auftragungs-Breiten von etwa 300 bis 1200 mm vorgesehen werden kann.

    [0059] Im Ausführungsbeispiel Fig. 12 umfaßt die Teilungseinrichtung 3 sehr vorteilhaft zwei weitere (Zusatz-)Kanalkörper 32, 33, die außerhalb des Körpers 31 aufeinanderfolgend im Bereich zwischen der Unterseite des Rohres 21, die der Auftragungsfläche 81 zugewandt ist, und letzterer angeordnet sind. Es ist also mindestens ein an das Rohr 21 angesetzter Ansatz-Strömungskanalkörper 32, 33 vorgesehen, mit dem die Teilung raumsparend und ohne Änderung der Dimensionierung des Anschluß-Kanalkörpers 31 fortgesetzt und nach Maßgabe der Kanalteilung des Zusatz-Kanalkörpers auf das erfindungsgemäße Abstands-Teilungsmaß der Ausmündungen eingerichtet wird.

    [0060] Der Zusatz-Kanalkörper 32 ist an die Unterseite des Rohres 21 angesetzt und bildet eine weitere Teilungsstufe. Der folgende Zusatz-Kanalkörper 33 ist an die der Auftragungsfläche 81 zugewandte Unterseite des Kanalkörpers 32 angesetzt. Die Aus- und Einmündungen benachbarter Körper sind in gleicher Zahl vorgesehen und deckungsgleich. Somit tritt die Substanz durch 256 Austritts-Öffnungen 60 hindurch. Damit ist die Vorrichtung gemäß Fig. 12 zufolge der zwei Ansatz-Kanalkörper 32, 33 erfindungsgemäß für Auftragungsbreiten von etwa 1 m bis maximal 4 m vorgesehen.

    [0061] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 hat der im Inneren des Tragholm-Rohres 21 befindliche Anschluß-Kanalkörper 31 sieben Teilungsstufen, und unterhalb des Körpers 31 sind außen gleichermaßen wie bei Fig. 12 zwei weitere Strömungskanalkörper 32, 33 mit allerdings je zwei Teilungs-Kanalstufen angesetzt, so daß die Vorrichtung 1 gemäß diesem Beispiel 2048 Austrittsöffnungen 60 der K12-Serie aufweist und somit erfindungsgemäß für Auftragungsbreiten von etwa 8 m an vorgesehen ist.

    [0062] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Austrittsöffnungen 60 wie in Fig. 12 und 13 röhrchenförmig und achsparallel ausgebildet werden. Es ist gefunden worden, daß eine Röhrchenlänge im Bereich von 1 bis 100 mm besonders vorteilhaft ist. Gemäß Fig. 12 und 13 sind die Röhrchenöffnungen 60 in dem Zusatz-Kanalkörper 33 ausgebildet.

    [0063] Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 12 weist eine relativ große Röhrchenlänge auf, während bei der Ausführungsform gemäß Fig. 13 die Röhrchenlänge relativ klein ist. Wesentlich ist allgemein für die Erfindung, daß die Öffnungen 60 zur Auftragungsfläche hin direkt offen sind, so daß die Substanz frei und - unter Vermeidung eines durch die Auftragungsfläche, die Rundschablone oder eine Schichtdicke geschlossenen Raumes - zumindest insoweit ohne Druckaufbau zur Auftragungsstelle 8 gelangt. Umgekehrt kann die Substanz bei der Ausführungsform gemäß Fig. 12 wirksam abgezogen werden.

    [0064] Anhand Fig. 18a und 19a sind die in unterschiedlichem oder in gleichem Teilungsabstand A vorgesehenen Austrittsmündungen 600 dargestellt. Dabei zeigen Fig. 18a und 19a Ansichten A von Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 18 und 19.

    [0065] Wie bereits erwähnt, besteht eine ganz besonders vorteilhafte Maßnahme darin, daß die Summe der Ausmündungs-Flächenquerschnitte der Austrittsöffnungen 60 wesentlich größer ist als der durch die Stirn-Körperöffnung des Anschluß-Kanalkörpers 31 gebildete Querschnitt der Substanz-Eintrittsöffnung 42. Damit ist der Substanz-Austrittsdruck an den Austrittsmündungen 600 in höchstem Maß, d.h. bis nahe Null reduziert.

    [0066] Zweckmäßig sind die Öffnungen 60 an ihrem Ausmündungsrand schräg geformt, um die Ausmündungsfläche zur Auftragungsflä8che hin zu richten. Bei Röhrchenöffnungen 60 mit Kreisquerschnitt entsteht dadurch eine elliptische Form der Ausmündungen 600.

    [0067] In Fig. 15a und b ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung im wesentlichen gleich Fig. 12 dargestellt, und zwar in Fig. 15a um eine Vorrichtungs-Schwenkachse S, die sich parallel zur Achse des Rohres 401 erstreckt, nach links, d.h. gegen die Bewegungsrichtung B geschwenkt. Bei dieser Position handelt es sich um die Betriebsstellung "Auftragen". Die Zuführung von Auftragungssubstanz 9 ist durch Pfeile verdeutlicht.

    [0068] Fig. 15b zeigt die Vorrichtung 1 nach rechts, d.h. in Bewegungsrichtung B verschwenkt, wodurch die Betriebsstellung "Reinigen" eingestellt ist. Die Pfeile zeigen das Einströmen von Reinigungsflüssigkeit durch einen Reinigungs-Kanalkörper 35 und das Rückführen von mit zu entfernender Auftragungssubstanz sich mischender Reinigungsflüssigkeit. Statt dessen oder zusätzlich kann die Reinigungsflüssigkeit auch über den Strömungsweg für Auftragungssubstanz gemäß Fig. 15a zugeführt werden. Der Reinigungskanalkörper 35 ist neben dem Zusatz-Kanalkörper 32 an der Unterseite des Anschluß-Kanalkörpers 31 angesetzt; er ist aus einem Vierkant-Rohr gebildet, das sich über die Auftragungsbreite erstreckt und mit einer Reihe vorzugsweise gleichmäßig beabstandeter Öffnungen 61 (Lochreihe) versehen ist. Die Zuleitung der Reinigungsflüssigkeit in den Körper 35 erfolgt sehr vorteilhaft durch den Anschluß-Kanalkörper 31, wie dies noch beschrieben wird.

    [0069] In den Zusatz-Kanalkörper 32 sind auch Röhrchenöffnungen eingearbeitet, die von Stufenkanälen in dem Anschluß-Kanalkörper 31 ausgehen, wobei diese Stufenkanäle über eine zentrale Ausmündung 51'' aus dem Rohr 401 mit Reinigungsflüssigkeit gespeist werden. Aus den Röhrchenöffnungen des oberen Zusatz-Kanalkörpers 32 austretende Reinigungsflüssigkeit bespült die zur Arbeitsstelle 8 hin gerichtete Längsseitenwand des Zusatz-Kanalkörpers 33 (Fig.15b).

    [0070] In der Längsmitte des Rohres 401 ist eine dichtende Trennwand vorgesehen, so daß das Rohr 401 genutzt wird, um an einer Stirnseite Auftragungssubstanz/Reinigungsflüssigkeit einzuspeisen bzw. abzusaugen und an der anderen Stirnseite zusätzliche Reinigungsflüssigkeit einzuleiten.

    [0071] Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 6, 7, 11, 12 ist mit zwei Verteilungs- oder Tragelemente 2 bildenden Vorrichtungs-Längsseitenwänden oder -platten 22, 23 ausgestattet. Diese sind längsseitig an dem Tragrohr 21 befestigt und ragen an der Tragrohr-Unterseite von dieser senkrecht hervor. An der in Arbeits-Bewegungsrichtung gesehen vorderen Tragwand 22 sind die Zusatz-Kanalkörper 32, 33 befestigt. Zwischen den Wänden 22, 23 ist ein U-förmiger, zur Auftragungsfläche 81 offener Raum gebildet. Der Zusatz-Kanalkörper 33 erstreckt sich bis zum unteren Rand der Tragwand 22, wobei die Ausmündungen 600 im Bereich dieses unteren in der Nähe der Schablone 80 bzw. der Arbeitsfläche 81 sich erstreckenden Randes vorgesehen sind.

    [0072] In dem unteren Teil der in Bewegungsrichtung B hinteren Tragwand 23 ist zweckmäßig ein Haltemagnet 83 angeordnet, der eine magnetisierbare Rollrakel 93 in Ruheposition an der Wand 23 halten kann.

    [0073] Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 15a und b ist gleichermaßen wie die Vorrichtung in Fig. 12 mit Tragwänden ausgestattet, in Fig. 15 ist jedoch zusätzlich eine Auffangrinne 25 für restliche Reinigungsflüssigkeit, die beim Reinigungsvorgang an die Außenwände gelangen kann, vorgesehen. Die Auffangrinne 25 ist außen an der hinteren Tragwand 23 in deren unteren Bereich ausgebildet. Gegebenenfalls an der Oberseite der Vorrichtung 1 und an der Außenfläche der hinteren Tragwand 23 nach dem Reinigungsvorgang verbliebene Flüssigkeits-Tröpfchen, die während des folgenden Auftragungsvorganges nach unten ablaufen, werden durch diese Rinne 25 aufgefangen. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung verhindert Auftragungsfehler durch Flüssigkeitsreste, die ansonsten vor, bei oder nach einem Substanzauftrag auf die Auftragungsfläche bzw. auf die Schablonen-Innenseite abtropfen könnten. Eine Auffangrinne 25 kann ebenso auch an der vorderen Tragwand 22 vorgesehen sein.

    [0074] In Fig. 15b ist die Rollrakel 93 in einer Position I magnetisch gegen die Auftragungsfläche 81 angepreßt und zwar drehend in Arbeitsstellung. Dies begünstigt den Reinigungsvorgang, da die Reinigungsflüssigkeit vor der Rakel 93 angesammelt wird, so daß eine Wulst entsteht, auf die die Absaugkraft an den Aus-/Einmündungen 600 einwirkt.

    [0075] Mit II ist die Position der Roll-Rakel in Ruhestellung an der Wand 23 bezeichnet. In dieser abgehobenen Position des Rakelelementes kann die Rundschablone 80 an ihrer Innenwand vollständig mit Reinigungsflüssigkeit bedeckt und bespült werden.

    [0076] Aus dem zusätzlichen Reinigungs-Kanalkörper 35 wird Reinigungsflüssigkeit innen an die Rückwand 23 der Vorrichtung 1 gespritzt, und zwar an eine Stelle oberhalb der in Ruheposition befindlichen Rollrakel 93.

    [0077] Bei Unterbrechung oder Ende des Auftragungsbetriebs einer Vorrichtung mit Schablone besteht die Gefahr, daß nach dem Ausheben der Auftragungseinrichtung (Druckeinrichtung) und bei langsam sich weiterdrehender Schablone Substanz an deren Innenwand nach oben mitgenommen wird und dann abtropft. Um eine dadurch entstehende Verunreinigung zu vermeiden, ist in Ausgestaltung der Erfindung gemäß Fig. 15a vorgesehen, den freien unteren Längsrand 84 der Traglängswand 23 im Zustand der nicht ausgehobenen Druckeinrichtung in einem solchen Abstand von der Schabloneninnenwand anzuordnen, daß eine Art Spaltrakel entsteht. Diese Spaltrakel 84 wird dadurch genutzt, daß vor dem Ausheben der Druckeinrichtung zunächst nur das Magnetfeld der Magneteinrichtung 82 abgeschaltet wird. Dadurch wird die Rollrakel gehoben und mittels des Haltemagneten 83 gehalten. Die Schablone 80 dreht in Betriebsrichtung mindestens eine volle Umdrehung weiter. Dabei wird mittels des freien Randes 84 der Längswand 23 in der Schablone 80 noch verbliebene Substanz in Form einer Spaltrakelbeschichtung mit einer dem Randabstand zur Schablone 80 entsprechenden Schichtdicke auf die Schabloneninnenwand gestrichen. Mit der Bildung dieser vergleichmäßigten Schicht ist die nachteilige Tropfenbildung vermieden. Der Auftragungsbetrieb kann wieder aufgenommen werden, oder es erfolgt die Reinigung.

    [0078] Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung des Ausmündungsbereiches der röhrchenförmigen Austrittsöffnungen besteht darin, daß die Ausmündungen 600 in einem über die Auftragungsbreite durchgehenden Spaltschlitz 601 enden. Dabei ist wesentlich, daß der Abstand der Spaltinnenwände (Spaltbreite) zumindest etwas geringer als der Durchmesser der Kanalröhrchenenden, d.h. der Ausmündungen 600, gewählt wird. Besonders gute Ergebnisse sind mit einer Spaltlänge (Strömungslänge) (Tiefe des Spalts zwischen Öffnungs-Schlitzrand und Ausmündungen 600) von 2-12 mm, vorzugsweise 3-10 mm erzielt worden. Fig. 15b zeigt die schlitzförmige Verbindung der erfindungsgemäß eng beabstandeten Röhrchen-Ausmündungen 600/601.

    [0079] Aus Fig. 16 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in einfachster Ausführung mit 6 Kanalstufen (N = 6) ersichtlich, so daß 32 kanalröhrchenförmige Ausmündungen 600 vorgesehen sind, die erfindungsgemäß für etwa 150 bis 500 mm Auftragungsbreite vorgesehen sind. Die Teilungseinrichtung 3 ist innerhalb des Tragrohr 21 angeordnet.

    [0080] An die Ausmündungen 600 des Rohres 21 ist ein leistenförmiger Zusatzkanalkörper 32 paßgenau angesetzt, in den röhrchenförmige Austrittsöffnungen 60' bildende Anschlußkanäle eingearbeitet sind, die in Ausmündungen 610 enden. Die beiden Seitenwände des damit im Querschnitt konischen (kegeligen) Kanalkörpers 32 sind schräg geformt, so daß die untere horizontal angeordnete Fläche des Körpers 32 im unteren Bereich 320 unmittelbar an den Ausmündungsöffnungen 610 liegt, also einen nur sehr schmalen Rand bildet.

    [0081] Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Ausmündungsbereiches verhindert das Querverfließen von Substanz an der Austrittsfläche, wie es demgegenüber z.B. an der Unterseite des Kanalkörpers 33 in Fig. 13 möglich ist, wodurch ein bedeutender Vorteil für die Reinigung entsteht.

    [0082] Eine weitere besondere Gestaltung für den Reinigungsvorgang besteht darin, daß in dem Rohr 21 Längskanäle 38, 39 für Reinigungsflüssigkeit in den Anschluß-Kanalkörper eingearbeitet sind, deren Länge etwa der Auftragungsbreite entspricht.

    [0083] Beide Kanäle 38, 39 sind von einer Vorrichtungsstirnseite her mit einer Reinigungsflüsigkeits-Quelle verbindbar.

    [0084] Richtungspfeile R verdeutlichen eine zusätzliche Flüssigkeits-Ausströmung aus dem Kanal 39 in den beiden stirnseitigen Endbereichen der Auftragungsvorrichtung 1.

    [0085] Wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 13 ist auch in Fig. 16 ein mittels eines magnetisierbaren Kerns 900 magnetisch anpreßbares Rakelelement 91 durch eine Profilleiste 90 gebildet, die um eine längsachsenparallele Achse, in Fig. 16 im unteren Bereich, schwenkbeweglich an der Rück-Längsseitenwand 23 befestigt ist.

    [0086] Die Profilleiste 90 trägt eine Streichrakel 92, die mittels des Magnettisches 82 gegen die Auftragungsfläche 81 gepreßt wird. Die Auftragungssubstanz 9 gelangt über eine Fallstrecke von maximal 100 mm zur Auftragungsstelle 8 vor der Streichrakel 92.

    [0087] In Fig. 17 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in Kombination mit einer Spaltrakel-Beschichtungseinrichtung dargestellt. Es entfällt eine Magnetanpressung und auch ein Siebzylinder. Die Vorrichtung 1 ist für bersonders große Auftragungsbreiten dimensioniert. So sind insgesamt 13 Kanal-Teilungsstufen (N = 13) vorgesehen, so daß 4096 Ausmündungs-Öffnungen entstehen. Ein erfindungsgemäßes gleiches Teilungsmaß von etwa 4 mm ermöglicht eine Auftragungsbreite von ca. 16,4 m.

    [0088] Der in dem Rohr 21 angeordnete Anschluß-Kanalkörper 31 ist mit Kanalstufen K1 bis K7 ausgestattet. Der an die Rohr-Unterseite angesetzte Zusatz-Kanalkörper 32 weist drei Kanalstufen auf. Auch der folgende, an den Körper 32 angesetzte Zusatz-Kanalkörper 33 ist mit drei Kanalstufen versehen. Zwischen den beiden Körpern 32, 33 und der hinteren Längsseiten-Tragwand 23 ist ein zusätzlicher Reinigungs-Kanalkörper 35 in Form eines Vierkantrohres angeordnet.

    [0089] Dieser Körper 35 wird wahlweise von einen oder beiden stirnseitigen Vorrichtungsenden her oder aus dem Einströmungskanal K1 mit Reinigungsflüssigkeit gespeist. Er wirkt zusätzlich reinigend auf die gesamte Arbeitsbreite und auch auf die Endbereiche der beschichtend auftragenden Vorrichtung 1.

    [0090] In strichlierter Darstellung ist eine Ausführungsvariante gezeigt: Die Wand 22 ist ein Stück nach unten verlängert und in den so entstehenden Winkel ist ein weiterer Zusatz-Kanalkörper 34 eingesetzt, der an dem Körper 33 abdichtend z.B. mittels Klebung befestigt ist.

    [0091] Dieser Körper 34 verschließt die Austrittsöffnungen 60 in dem Körper 33, die Strömungskanäle K13 und K12 werden stillgesetzt, und es sind die Strömungskanäle K11 durch Austrittsöffnungen mit paßgenau daran anschließenden Röhrchen-Austrittsöffnungen 60' verbunden, die in den Körper 34 in zur Arbeitsfläche 81 steiler Schrägstellung eingearbeitet sind und in Ausmündungen 610 enden.

    [0092] Die Ausmündungsbereiche 340 des Zusatzkanalkörpers 34 sind rundkegelförmig gestaltet, wobei diese Rundkegelform entweder aus dem Körper 34 ausgearbeitet oder an diesen ein entsprechend geformtes Teil angesetzt sein kann. Die vorteilhafte Wirkung dieser ausgestaltenden Maßnahme ist die gleiche, wie sie zu Fig. 16 bereits beschrieben wurde.

    [0093] Fig. 6 bis 17 zeigen erfindungsgemäße Vorrichtungen 1 jeweils mit einem Einleitungskanal K1 in Form eines dünnwandigen Rohres 401 mit kreisförmigem Querschnitt, das bis mindestens zur Vorrichtungsmitte reicht; vorzugsweise ist dieses Rohr etwa gleich lang oder etwas länger als das Vierkant-Tragrohr 21. Die Auftragungssubstanz bzw. Reinigungsflüssigkeit wird in eines der beiden Enden des Rohres 401 eingeleitet und bei Ausführungsformen gemäß Fig. 6-12, 15, 18 und 19 durch das mit dem Anschluß-Kanalkörper verbundene Ende des Rohres 401 ausgeleitet.

    [0094] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 15b, d.h. bei Reinigungbetriebsart, wird die Reinigungsflüssigkeit an einem der beiden Enden des Rohres 401 eingeleitet und aus dem anderen Rohrende, ggf. mit Substanzresten vermischt, ausgeleitet.

    [0095] Fig. 18 und 19 zeigen eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

    [0096] Wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist in das Vierkant-Tragrohr 21 ein Anschluß-Kanalkörper 31 eingesetzt. Allerdings ist in den Körper 31 kein Rohr 401 eingefügt, sondern statt dessen ein Anschlußströmungskanal 41 (Stufenkanal K1) ausgebildet, der sich mindestens von einer Vorrichtungsstirnseite her bis in den Bereich der Körper-Längsmitte erstreckt.

    [0097] Das Tragrohr 21 ist an seinen Enden dicht verschlossen und an mindestens einem Ende mit einem Rohr- oder Schlauchanschluß versehen, durch den Auftragungssubstanz oder Reinigungsflüssigkeit ein- bzw. ausgeleitet wird.

    [0098] Der Rohranschluß kann z.B. zweckmäßig ein Stück in das Tragrohr 21 hineinragen und in den Anschluß-Strömungskanal einmünden und insbesondere vorteilhaft auch mit einem querschnitts-umformenden Zwischenstück versehen sein.

    [0099] Es kann z.B. ein Kupplungs-Schlauchanschluß an eine das Tragrohrende dicht abschließende Platte angesetzt sein; diesfalls erstreckt sich der Anschluß-Kanalkörper 31 vorzugsweise bis in die Nähe des Tragrohrendes und kann ggf. über eine Gummiplatte als abdichtendes Zwischenstück mit der Abschlußplatte verbunden sein.

    [0100] Die Gummiplatte oder eine andere Zwischen- und Endplatte weist vorteilhaft einen trichterförmigen Strömungs-Umformungskanal auf.

    [0101] Wie aus Fig. 18 ersichtlich, ist ein Zusatz-Kanalkörper 32' außen an die (in Richtung B gesehen) vordere Seitenwand des Tragrohres 21 abdichtend angesetzt, wobei die Länge des Körpers 32' etwa der Auftragungsbreite entspricht. Der Körper 32' hat eine flache wandförmige Form. Vorteilhaft sind an diesen Körper 32' in abdichtendem Flächenkontakt aufeinanderfolgend weitere Kanalkörper 33-35 angesetzt.

    [0102] Der Anschluß-Kanalkörper 31 umfaßt vier Stufenkanäle K1-K4, und der Zusatz-Kanalkörper 32' ist mit vier Stufenkanälen K5-K8 ausgestattet.

    [0103] Je nach Bedarf sind dann auf einfache Weise die weiteren Zusatz-Kanalkörper 33, 34, 35 in Nachordnung aneinandergesetzt, um in bezug auf die Auftragungsbreite das erfindungsgemäße Teilungsmaß A für die Ausmündungen 600 zu erzielen.

    [0104] Die Zusatz-Kanalkörper 33, 34 und 35 weisen je einen Stufenkanal K9, K10 bzw. K11 auf, und in dem plattenförmigen Zusatz-Kanalkörper 35 sind die röhrchenförmigen Öffnungen 60 (Fig. 18a) mit relativ großer Strömungslänge (bis max. 100 mm) ausgebildet.

    [0105] Hinsichtlich des Gesamtquerschnitts und der Arbeitsfunktionen entsprechen die Vorrichtungen gemäß Fig. 18 und 19 den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 6, 7, 11, 12 und 15. Nach Beendigung des Auftragungsbetriebs wird Substanz durch die Teilungseinrichtung 3 abgesaugt. Dabei beträgt die Distanz zwischen der Arbeitsstelle 8 und den Substanz-Austrittsmündungen 600 1 bis 10 mm, vorzugsweise 1 bis 5 mm.

    [0106] Allgemein wird bei der Erfindung unter der Distanz D zur Arbeitsstelle die Distanz verstanden, die zwischen den Rändern der Substanz-Austrittsmündungen 600 und der Arbeitsfläche 81 besteht. Wesentlich ist, daß im Auftragungsbetrieb der feste Abstand der Substanz-Austrittsmündungsränder zur Arbeitsfläche 81 bzw. einer Schablone 80 so groß ist, daß zwischen Rand und Arbeitsfläche bzw. Schablone kein Dicht- und/oder Düsenrakeleffekt entsteht und die Distanz zwischen Rand und Arbeitsfläche auch nicht als Beschichtungsrakel wirken darf.

    [0107] Im Beispiel gemäß Fig. 18 ist unterhalb des Tragrohres 21 ein weiteres Vierkant-Rohr 24 angesetzt, dessen Länge etwa der Auftragungsbreite entspricht. In dieses Vierkantrohr 24 ist ein Strömungskanalkörper 37 für Reinigungsflüssigkeit eingesetzt, die an der Unterseite des Vierkantrohres 24 durch eine oder bei Bedarf durch mehrere dort angeordnete Lochreihen 61 (mit möglichst großem, d.h. reinigungswirksamem Ausströmdruck) ausströmt.

    [0108] Wie aus Fig. 18 ersichtlich, besteht eine zweckmäßige erfindungsgemäße Ausgestaltung darin, daß die Traglängswände zugleich als Schutzumwandung 220/230 für den/die Strömungskanalkörper oder für ein insbesondere aus relativ weichem Werkstoff (Leichtmetall, Kunststoff) bestehendes Tragrohr 21 ausgebildet sind. Zu diesem Zweck ist die Traglängswand 22 vorteilhaft mit winkelförmigem, insbesondere U-förmigem Querschnitt versehen, wobei der abgewinkelte Schenkel die Oberseite der Vorrichtung 1 bildet. Auch die hintere Traglängswand 23 bildet vorteilhaft eine Schutzumwandung 230.

    [0109] Zwischen den Kanalkörpern 35 und 37 ist ein ein Tragelement bildendes Winkel-Eckprofil 26 angeordnet. In die an dem Tragrohr 24 angesetzte Winkelprofil-Wand sind schräg angeordnete Ausmündungen 61 für Reinigungsflüssigkeit eingearbeitet, die mit Öffnungen in der Wand des Tragrohres 24 fluchten. Die Wandöffnungen stehen mit einer in dem Kanalkörper 37 ausgebildeten Kanalstufe K3' in Strömungsverbindung. Zudem ist die zweite Kanalstufe K2' der Reinigungsflüssigkeits-Teilungseinrichtung in den Körper 37 eingearbeitet. Die zugehörige Kanalstufe K1' ist in dem Anschluß-Kanalkörper 31 ausgebildet, und zwar als von der Körperstirnseite ausgehender, bis in die Körperlängsmitte geführter Kanal, wie dies anhand des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 13 bereits beschrieben worden ist.

    [0110] Fig. 19 zeigt eine Ausführungs-Variante für hohe Auftragungs-Mengenleistung, d.h. mit einem Einleitungs-Strömungskanal K1 relativ großen Querschnittes und dementsprechend relativ groß dimensionierten, daran anschließenden Teilungskanälen K2 bis K5, die in den Anschluß-Kanalkörper 31 eingearbeitet sind, der allseitig mit dem Manteltragrohr 21 umgeben ist. An die untere Tragrohr-Außenwand ist abdichtend eine Reihe von Zusatz-Kanalkörpern 32 bis 36 angefügt, die die Stufenkanäle bis K10 fortsetzen.

    [0111] Die Substanz wird aus den Strömungs-Systemquerkanälen K10 in die erfindungsgemäß ausgeführten, senkrecht dazu angeordneten, röhrchenförmigen Strömungs-Ausmündungsöffnungen 60 umgeleitet und nach Durchströmen dieser Röhrchen-Strömungsstrecke aus elliptisch geformten Ausmündungen 600 abgegeben (Fig. 19a), um über die freie, offene Substanz-Heranbringungsstrecke bis zur Auftragungsstelle 8 zu gelangen.

    [0112] In diesem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 19 wird die Substanz auf der Schablonen-Innenwand aufliegend bis zur Auftragungsstelle 8 transportiert.

    [0113] Diese Art der Heranbringung der aus der Vorrichtung 1 ausgetretenen Substanz ohne weitere Berührung irgendwelcher Vorrichtungs-Teile ist für den erfindungsgemäßen Substanzauftrag wesentlich. Für die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 18 und 19 sind dieselben Betriebsarten ausführbar wie in Fig. 15a und b.

    [0114] Insbesondere aus der anhand der Fig. 18 und 19 dargestellten erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist folgendes ersichtlich: Die Teilungseinrichtung 3 ist in Modulbauweise aus einem Sortiment oder einer Gruppe von quaderförmigen Kanalkörpern zusammengefügt, von denen mindestens einer einen Anschluß-Kanalkörper bildet.

    [0115] Wenigstens ein Zusatz-Kanalkörper ist raumsparend an den benachbarten Anschluß-Kanalkörper angefügt, wobei zweckmäßig auch mehrere Zusatz-Kanalkörper um einen Anschluß-Kanalkörper gruppiert werden können.

    [0116] Dabei sind die Querschnittsdimensionen (Kantenlängen- und -höhen) von Kanalkörpern einer Gruppe so bemessen, daß im oberen Bereich der Teilungseinrichtung 3 eine raumsparende kompakte Kopfeinheit mit einem im wesentlichen rechteckigen Gesamtquerschnitt entsteht, während im unteren, der Auftragungsfläche 80 zugewandten Bereich, eine plattenartige vordere Wand gebildet ist, die aus mindestens einem Zusatz-Kanalkörper besteht und mit den Ausmündungen 600 in den Bereich der Auftragungsstelle 8 ragt.

    [0117] Wie in Fig. 7, 9, 11-13, 15a, 15b und 19 dargestellt, sind erfindungsgemäße Vorrichtungen zweckmäßig mit einem Substanz-Kontaktfühler 7 ausgestattet. Dieser ist in einfacher Bauanordnung an der Unterseite des Anschluß-Kanalkörpers 31 oder an einem der Arbeitsfläche 81 zugewandten Zusatz-Kanalkörper montiert. Die Fühlspitze befindet sich im Raumbereich der Arbeitsstelle 8.

    [0118] Vorzugsweise ist die Fühlspitze 71 um eine zur Vorrichtungslängsachse parallele Achse 70 (Fig. 13, 15, 19) verschwenkbar, und zweckmäßig ist der Kontaktfühler 7 in Vorrichtungs-Längsrichtung axial verschiebbar in die Vorrichtung 1 eingesetzt.

    [0119] Die Steuerung des Fühlers 7 erfolgt elektrisch und/oder pneumatisch. Je nach der einstellbaren Fühlspitze 7 im Abstand zu der Arbeitsfläche 81 wird ein Substanzniveau eingestellt und konstant gehalten, indem der Kontaktfühler über eine nicht dargestellte automatische Steuereinrichtung die in den Anschluß-Strömungskanal 41 eingeleitete Substanz steuert. So erfolgt eine bedarfsangepaßte stetige Mengensteuerung.

    [0120] Zum Absaugbetrieb ist es besonders vorteilhaft, daß die Ausmündungen 600 trichterförmig erweitert sind.

    [0121] Aus Fig. 19 ist es auch ersichtlich, daß in den Zusatz-Kanalkörper 32 vorteilhaft sowohl eine Teilungsstufe K6 für den Auftragungs-Substanzweg als auch eine andere Stufe K2' für den zusätzlichen Reinigungsflüssigkeitsweg eingearbeitet sind.

    [0122] Die erste Kanalstufe K1' der Reinigungsflüssigkeits-Teilungseinrichtung ist wiederum in dem Anschluß-Kanalkörper 31 ausgebildet und mittels Schottwand in der Körper-Längsmitte von dem von der anderen Körperstirnseite ausgehenden Stufenkanal K1 für Auftragungssubstanz getrennt. Auch ist gemäß Fig. 19, ähnlich wie in Fig. 18, ein Winkel-Eckpropfil 26 an den Kanalkörper 32 und die Kanalkörper 33 bis 36 angesetzt.

    [0123] Ein grundlegend wichtiger Qualitätsmaßstab für Auftragungs-Vorrichtungen der erfindungsgemäßen Gattung ist deren Geradheitszustand, also eine möglichst hohe Biegesteifigkeit, verbunden mit mÖglichst geringem Vorrichtungs-Querschnitt und -Gewicht.

    [0124] Um große Qualitätsvorteile hinsichtlich vergrößerter Biegefestigkeit in Kombination mit verringertem Gewicht und relativ kleinem Querschnitt Zu erreichen, wird die erfindungsgemäße Vorrichtung durch großflächiges (plan- und vollflächiges) Verkleben der Querschnitts-Konstruktionsteile hergestellt, so daß Schweiß- oder Schraubverbindungen entfallen.

    [0125] Die Herstellungs-Technik ist in sämtlichen Querschnitts-Darstellungen durch mit 10 bezeichnete Klebeverbindungen ersichtlich, und zwar insbesondere in den Fig. 7, 9, 12, 13, 15 bis 19 und 23.

    [0126] Für das Herstellungsverfahren ist die Verbindung von Leichtmetall oder Kunststoff mit Stahl besonders vorteilhaft, wobei die Kanalkörper ggf. mit einem Mantelrohr aus Leichtmetall bzw. Kunststoff gebildet sind, während die Tragwände aus Stahl bestehen.

    [0127] Eine Weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Herstellungs-Verfahrens besteht darin, einzelne Formteile wie insbesondere das Tragholm-Vierkantrohr 21 zur Herstellung einer Klebe-Vorspannungsverbindung entgegen der Richtung der durch den Arbeitsbetrieb entstehenden Biegebeanspruchung zu biegen und mit anderen Formteilen, insbesondere mit den sich mindestens über die gesamte Arbeitsbreite erstreckenden plattenförmigen Längsseitenwänden 22, 23 zu Verkleben. Durch dieses Herstellungsverfahren wird auch bei großen Auftragungsbreiten ein (zumindest nahezu) durchbiegungsfreier, d.h. im Betriebszustand gerader Laminatträger zustande gebracht.

    [0128] Ein weiterer besonderer Vorteil der Klebe-Herstellungstechnik ist das Zustandebringen der optimalen Dichtheit der Vorrichtung; dies sowohl im Bereich des Tragholmrohres 21, als auch im Kanal-Verbindungsbereich eines oder mehrerer angesetzter weiterer Kanalkörper.

    [0129] Erfindungsgemäße Vorrichtungen gewahrleisten eine vollständige Innen- und Außenreinigung infolge des Durchströmens von Reinigungsflüssigkeit durch das Teilungssystem mit Substanzzubringung zur Auftragungsstelle.

    [0130] Zudem ist mit erfindungsgemäßen Vorrichtungen erreicht, daß auch eine in die Vorrichtung eingesetzte Rundschablone gereinigt wird.

    [0131] Hierdurch entsteht der weitere Vorteil, daß die Auftragungsvorrichtung zwecks Reinigung nicht aus der Schablone ausgebaut werden muß, sondern beide Komponenten der Auftragungseinheit, Zeit und Reinigungsflüssigkeit sparend, gemeinsam gereinigt werden.

    [0132] In Abhängigkeit von der Konstruktion der Auftragungsmaschine zur Lagerung einer Rundschablone wird der Reinigungsvorgang innerhalb der Auftragungsmaschine unmittelbar an den Auftragungsbetrieb ansgeschlossen, und zwar vorzugsweise unter Verwendung von Vorrichtungs-Ausführungsformen gemäß Fig. 6 und 7, 11 und 12, 15, 18 und 19; oder nach Abnahme der aus Teilungseinrichtung, Rakelgerät und ggf. Rundschablone bestehenden Auftragungseinheit von der Auftragungsmaschine und damit Bildung einer erfindungsgemäß konstruierten Reinigungseinrichtung, die auch als Hilfsmaschine bezeichnet wird, wofür sich insbesondere Auftragungseinheiten in der Ausführung gemäß Fig. 8, 9, 16 und 20-24 eignen.

    [0133] Auftragungseinheiten anderer zuvor genannter Ausführungsformen können aber ebenfalls auch auf diese Art gereinigt werden.

    [0134] Erfindungsgemäß ist eine zuvor beschriebene Vorrichtung als Reinigungseinrichtung 1' vorgesehen, in die als deren Bestandteil zu reinigende Auftragungsgeräte - bestehend aus der Teilungseinrichtung, dem Rakelelement und ggf. der Schablone - einsetzbar sind.

    [0135] Fig. 20 zeigt im Ausschnitt eine Auftragungsmaschine 100 von oben gesehen mit einer an die Auftragungseinheit angeschlossenen Substanz-Zuführungseinrichtung. Mittels einer Fördereinrichtung (Pumpe) wird Substanz aus einem Behälter entnommen und einer Auftragungsstelle zugeführt.

    [0136] Fig. 21 zeigt, daß die Auftragungseinheit samt Siebzylinder aus der Auftragungsmaschine 100 entnommen und in eine Reinigungs-Hilfsvorrichtung eingelegt wird, wodurch die Reinigungseinrichtung gebildet ist.

    [0137] Fig. 21b zeigt die gleiche Fördereinrichtung wie Fig. 20b, jedoch mit einer Ansaugleitung, aus einem anderen Behälter Reinigungsflüssigkeit entnehmen und der Auftragungseinheit, die nunmehr als sich selbst reinigende Siebzylinder-Reinigungsvorrichtung betrieben wird, zuführend.

    [0138] Fig. 22 zeigt dieselbe Reinigungs-Hilfsvorrichtung 1', die in Fig. 21 in Draufsicht dargestellt ist, in Seitenansicht. Die gestrichelt gezeichnete Kipp-/Schrägstellung während des Reinigungsvorganges bewirkt ein rasches Ablaufen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Innenraum des Siebzylinders 80.

    [0139] An dem in Fig. 22 linksseitig gezeichneten Rohrende der Auftragungseinheit ist zusätzlich zu der Öffnung 42 ein zweiter Einleitungs-Anschluß 42' für Reinigungsflüssigkeit vorgesehen, der in Fig. 22b vergrößert dargestellt ist. Fig. 22a zeigt das andere Rohrende von unten gesehen, wobei der Endbereich dieser zweiten Zuführungsleitung für Reinigungsflüssigkeit geschnitten gezeichnet ist, so daß eine U- oder halbkreisförmige Verbindung der beiden Rohrenden ersichtlich ist.

    [0140] Dieses Detail gemäß Fig. 22a bzw. Fig. 22b entspricht dem in Fig. 13 dargestellten Querschnitt.

    [0141] Fig. 23a zeigt im Querschnitt eine erfindungsgemäße Reinigungseinrichtung 1' mit Reinigungs-Hilfsvorrichtung und darin eingelegter Auftragungseinheit, d.h. auch mit eingespannter Rundschablone 80. Das Einlegen und Einspannen der Rundschablone erfolgt vorzugsweise in der gleichen Weise wie in der Auftragungsmaschine. Die Tragwalze 810 und die darauf aufliegende Rundschablone 80 sind angetrieben.

    [0142] Die Tragwalze 810 ist gummiert, mit einem saugfähigen Belag versehen oder als Bürstwalze ausgeführt. Im Inneren der Tragwalze 810 ist in gestrichelter Darstellung eine Magneteinrichtung 82 gezeichnet, die eine Rakelrolle ebenso anpreßt wie in der Auftragungsmaschine.

    [0143] Eine andere vorteilhafte Ausführungsform ist in Fig. 23b in vergrößerter Ausschnittsdarstellung eines Details aus Fig. 23a ersichtlich; und zwar ist in einen Bürstenbelag eine mit einer permanent-magnetischen Einrichtung 82' ausgestattete plattenartige Leiste eingesetzt. Durch diese Maßnahme wird die aus magnetisierbarem Material bestehende Rollrakel 93 bei jeder Umdrehung der Tragwalze 810 einmal magnetisch angezogen, d.h. also aus der strichliert gezeichneten Ruhestellung in die Arbeitsstellung gebracht.

    [0144] Durch die Pfeile und Tropfen ist dargestellt, daß durch zusätzlich erfolgende Zuführung von Reinigungsflüssigkeit in Verbindung mit der magnetischen Rakelanpressung der Reinigungsvorgang optimiert wird.

    [0145] Die Fig. 24 zeigt in fünf Detail-Darstellungen Fig. 24a-e den Ablauf eines erfindungsgemäß durchgeführten Auftragungs- und Reinigungsablaufes, insbesondere die Reinigung der Auftragungseinheit mit Rundschablone in der Maschine. Fig. 24a ist identisch mit Fig. 20a und verdeutlicht den Auftragungsvorgang.

    [0146] Fig. 24b zeigt den Umkehrbetrieb der Fördereinrichtung: Es erfolgt die Substanzrückführung aus der Auftragungsvorrichtung in den Substanzvorratsbehälter, d.h. auch aus der Schablone und aus den Zuführungsleitungen.

    [0147] Fig. 24c verdeutlicht einen verfahrensgemäß vorteilhaft vorgesehenen Zwischenschritt, nämlich das vollständige Rückführen restlicher Substanz aus den Leitungen und aus der Fördereinrichtung durch Ansaugen und Nachfördern von Reinigungsflüssigkeit. Dieser Substanz sparende Verfahrensschritt wird beendet, sobald die Reinigungsflüssigkeit das Ende der Zuführungsdruckleitung erreicht, das gemäß Fig. 24c in den Zuführbehälter zurückfördert.

    [0148] Fig. 24d zeigt, daß die Druckleitung, nunmehr mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt, wieder an die Auftragungsvorrichtung angeschlossen wird und daß mittels der Fördereinrichtung der Reinigungsbetrieb durchgeführt wird. An oder neben der Fördereinrichtung kann zusätzlich Druckluft oder ein anderes gasförmiges Medium insbesondere zur Druckverstärkung der Reinigungsflüssigkeit und zur anschließenden Trocknung eingeleitet werden. Dies ist in Fig. 24d und 24e zeichnerisch angedeutet.

    [0149] Fig. 24e zeigt den Rückförderungs-, d.h. den Absaugbetrieb von Reinigungsflüssigkeit bzw. eines Flüssigkeits-/ und Substanzgemisches. An Stelle der Fördereinrichtung (Rückfördereinrichtung) kann auch eine speziell vorgesehene Absaugeinrichtung eingesetzt werden. Reinigungsflüssigkeit kann nicht nur aus einem Behälter, wie in Fig. 24 gezeichnet, sondern auch aus einem Leitungsnetz zugeführt werden, und es kann Reinigungsflüssigkeit auch durch eine zweite und ggf. dritte Leitung zugeführt werden, wie dies anhand anderer Figuren dargestellt und erklärt worden ist.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung (1) zum Zuführen einer fließfähigen, pastösen und gegebenenfalls gasförmigen Substanz (9) an eine in der Vorrichtungslänge sich erstreckende zur Substanzauftragung geeignete Arbeitsstelle (8) sowie insbesondere zum Beaufschlagen einer längs der Arbeitsstelle sich breit erstreckenden Arbeitsfläche (81) wie einer Auftragungsfläche (81) mit der Substanz, insbesondere mittels eines Rakelelements (91), umfassend eine dreistufige Substanz-Strömungsführung, die dadurch gebildet ist, daß die Substanz in einer ersten Strömungsstufe mittels einer einen zusammengefaßten (zentrierten) Substanzstrom bildenden Hauptzuführungsleitung in die Vorrichtung einleitbar ist, in einer zweiten Strömungsstufe mittels einer Substanzstrom-Teilungseinrichtung (3) breitengleichmäßig in eine Mehrzahl Strömungswege teilbar ist und in einer dritten Stufe mittels einer Vielzahl von Austrittsöffnungen (60) über die Auftragungsbreite ausbreitbar ist, und die auch zur Umkehr der Substanz-Strömungsrichtung dadurch gebildet ist, daß die Substanz aus dem Bereich der Auftragungsstelle durch die zweite Strömungsstufe in den dann einen zusammengefaßten Substanzausleitungsstrom bildenden Substanzstrom der ersten Strömungsstufe überführbar ist, wobei

    die Substanzstrom-Teilungseinrichtung (3) mit einem in der Vorrichtungslänge sich erstreckenden Tragelement (2) verbunden ist und einen in ihrer Länge sich erstreckenden Strömungs-Kanalkörper umfaßt,

    die Hauptzuführungsleitung einer ersten, im Bereich der Längsmitte des Kanalkörpers angeordneten zentralen Substanzstrom-Teilungsausmündung zugeordnet ist,

    von der zentralen Teilungsausmündung (51) ein System von Teilungsstufen bildenden Substanzstrom-Teilungskanälen ausgeht, die sich von Stufe zu Stufe über weitere gleichartige Teilungsausmündungen fortgesetzt bis zu einer Vielzahl von mit Abstandsmaß (A) (Teilungsmaß) angeordneten Austrittsöffnungen (60) vervielfachen
    dadurch gekennzeichnet, daß

    ein Strömungs-Kanalkörper als Anschluß-Kanalkörper (31) vorgesehen ist, der stirnseitig eine Körperöffnung zur Verbindung mit einer Anschlußleitung (40) aufweist,

    von der Stirn-Körperöffnung des Anschluß-Kanalkörpers (31) ausgehend und bis in den Bereich der Körper-Längsmitte sich erstreckend ein die Anschlußleitung (40) fortsetzender oder durch die Anschlußleitung (40) wenigstens teilweise gebildeter, die Hauptzuführungsleitung bildender Anschlußströmungskanal (41) gebildet ist, der im Bereich der Körper-Längsmitte des Anschluß-Kanalkörpers (31) die zentrale Substanzstrom-Teilungsausmündung (51) aufweist, wobei er die Substanz in zusammengefaßter Strömung zwischen Stirnseite und Längsmitte des Anschluß-Kanalkörpers (31) innerhalb desselben führt und wenigstens eine Teilungsstufe innerhalb des Anschluß-Kanalkörpers (31) ausgebildet ist, und

    das Abstandsmaß (A) zwischen zwei benachbarten Substanzaustritts-Ausmündungen (600) im Bereich von 3 bis 20 mm, vorzugsweise 4 bis 16 mm, liegt und die Austrittsöffnungen (60) derart mit Distanz zur Arbeitsstelle (8) angeordnet sind, daß die Austrittsöffnungen (60) in einen zwischen ihnen und der Arbeitsstelle (8) freien Raum münden.


     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen (60) röhrchenförmig ausgebildet und vorzugsweise achsparallel zueinander angeordnet sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Austrittsöffnung (60') in einer Fläche mündet, deren Breite, parallel zur Arbeitsbewegungsrichtung (B), vorzugsweise aber auch deren Maß in Vorrichtungslängsrichtung im wesentlichen durch den Durchmesser bzw. den Querschnitt der zugehörigen Ausmündungsöffnung (610) bestimmt ist (Fig. 16, 17).
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausmündungs-Flächenquerschnitt der Austrittsöffnungen (60) im Bereich von 3 bis 30 mm2 liegt.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der kanalröhrchenförmigen Austrittsöffnungen (60) im Bereich von 1 bis 100 mm liegt.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Austrittsöffnungs-Ausmündungen zu der Arbeitsstelle (8) im Bereich von 1 bis höchstens 100 mm liegt.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Ausmündungs-Flächenquerschnitte der Austrittsöffnungen (60) größer ist als der durch die Körperöffnung des Anschluß-Kanalkörpers (31) gebildete Substanz-Einlaßquerschnitt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsquerschnitte der Austrittsöffnungen (60) der Auftragungsfläche (81) zugewandt und so gerichtet sind, daß die Substanz (9) durch freien Raum im freien Fall zur Arbeitsstelle (8) gelangt.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilungseinrichtung (3) in den Anschluß-Kanalkörper (31) und wenigstens einen zusätzlichen längsparallel sich erstreckenden Kanalkörper (32, 33) unterteilt ist wobei ein Zusatz-Kanalkörper (33) mit den Substanz-Austrittsöffnungen (60) versehen ist und vorzugsweise jeder Zusatzkanalkörper (32, 33) unterhalb des Anschluß-Kanalkörpers (31) zwischen diesem und der Arbeitsstelle (8) angeordnet ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein zusätzlicher Kanalkörper mit einem Rohr oder einer Tragwand wenigstens teilweise umwandet ist.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tragelement (2) durch ein Tragrohr (21) gebildet ist, mit dem nur der Anschluß-Kanalkörper (31) ummantelt ist, während ggf. jeder weitere Kanalkörper (32, 33) der Teilungseinrichtung (3) außerhalb des Tragrohres (21) an diesem angeordnet ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß-Kanalkörper (31, 32, 33) an wenigstens einer ein Tragelement (2) bildenden, in den Bereich zwischen dem Anschluß-Kanalkörper (31) und der Arbeitsstelle (8) sich erstreckenden Trag-Längsseitenwand (22) befestigt ist.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anschluß-Kanalkörper (31), vorzugsweise an seiner der Arbeitsstelle (8) zugewandten Seite, wenigstens ein der Zufuhr und/oder Absaugung von Reinigungsmittel wie Reinigungsflüssigkeit oder Gas dienender Kanalkörper (35, 36) mit über die Auftragungsbreite verteilt vorgesehenen Ausmündungen (61) angeordnet ist, die mit einem an der Vorrichtung (1) stirnseitig angeordneten zentralen Reinigungs-Anschlußkanal verbunden sind.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausmündungen (61) eines Reinigungs-Kanalkörpers (35, 36) so geformt und gerichtet sind, daß unter Förderdruck stehende Reinigungsflüssigkeit von Ausmündungen (61) sich kegelförmig erweiternd ausgeteilt wird.
     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausmündungen (61) des Reinigungs-Kanalkörpers (35, 36) durch einen Teil des Anschluß-Kanalkörpers (31) mit dem stirnseitigen Anschlußkanal verbunden sind.
     
    16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Reinigungs-Anschlußkanal durch den Anschlußströmungskanal des Anschluß-Kanalkörpers (31) gebildet ist.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußströmungskanal für Auftragungssubstanz durch einen Teil eines den Anschluß-Kanalkörper in Längsrichtung vollständig durchgreifenden Kanals vorzugsweise in Form eines dünnwandigen Rohres gebildet ist.
     
    18. Vorrichtung nach Anspruch 17 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittskanal von der einen Stirnseite des Anschluß-Kanalkörpers her den Anschlußströmungskanal (41) für Auftragungssubstanz bildet, während er von der gegenüberliegenden Stirnseite her den Reinigungs-Anschlußkanal für mindestens einen Reinigungs-Kanalkörper (35, 36) bildet.
     
    19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausmündungsrand der Substanz-Austrittsöffnungen (60) schräg zur Strömungsrichtung ist.
     
    20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausmündungen der Substanz-Austrittsöffnungen (60) zur Öffnungsseite trichterartig erweitert sind, um Substanz im Bereich der Auftragungsstelle (8) abzusaugen und durch den Kanalkörper (31) in den Anschluß-Strömungskanal (41) zurückzuleiten.
     
    21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilungseinrichtung (3) in Modulbauweise aus einer Gruppe von vorzugsweise quaderförmigen Kanalkörpern (31 bis 36) besteht, von denen mindestens einer einen Anschluß-Kanalkörper (31) bildet, wobei wenigstens ein vorzugsweise mindestens eine Stufe von Teilungskanälen (KN) aufweisender Zusatz-Kanalkörper (32 - 36) an wenigstens einen benachbarten Kanalkörper angefügt ist und die Gesamtheit der aneinandergefügten Kanalkörper einen die Teilungseinrichtung (3) ausbildenden geschlossenen Verbundkörper bildet, wobei vorzugsweise jede Kanalkörperfläche mit einer oder mehreren an sie angefügten Kanalkörperflächen deckungsgleich ist.
     
    22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilungseinrichtung (3) mindestens einen platten- oder flachförmigen, quer zur Auftragungsfläche (81) gerichteten und bis in den Bereich der Auftragungstelle (8) sich erstreckenden Abschnitt umfaßt, der aus mindestens einem Kanalkörper (32 bis 36) gebildet ist.
     
    23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß-Kanalkörper (31) wenigstens zwei von mindestens einer Stirnseite ausgehende Anschlußströmungskanäle (41) umfaßt, von denen einer über die zentrale Teilungsausmündungen (51) mit Teilungsstufen für Auftragungssubstanz verbunden ist, während wenigstens ein anderer der Anschlußstömungskanäle (41) über wenigstens eine weitere zentrale Teilungsausmündung (51', 51'') den Eingangsweg für wenigstens ein separates Strömungs-Teilungssystem der Teilungseinrichtung (3) zur Zuführung von Reinigungsflüssigkeit bildet.
     
    24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß in einen an den Anschluß-Kanalkörper (31) angefügten Zusatz-Kanalkörper (32) sowohl Teilungskanäle für den Strömungsweg der Auftragungssubstanz als auch separat dazu für den Strömungsweg von Reinigungsflüssigkeit ausgebildet sind (Fig. 19).
     
    25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Anschluß-Kanalkörpers (31) für Auftragungssubstanz ein Kanalkörper (350) angesetzt ist, in dem zwei mit Austrittsöffnungen (60) versehene, parallel sich erstreckende Rohrkanäle angeordnet sind, wobei eines der Rohre an der einen Kanalkörper-Stirnseite mit Reinigungsflüssigkeit beschickbar ist und die Rohrkanäle an der anderen Stirnseite mit einem U-Kanalstück verbunden sind (Fig. 22a, b).
     
    26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Rundschablone (80) aufweist und der Anschluß-Kanalkörper (31) mit einer, in Arbeits-Bewegungsrichtung (B) gesehen, hinteren Traglängswand (23) verbunden ist, deren freier Längsrand einen solchen Abstand von der Schabloneninnenwand aufweist, daß der Endrand eine Art Spaltrakel bildet, die unmittelbar nach Abschalten des Auftragungsbetriebs in der sich weiter drehenden Rundschabone verbleibende Substanz über die Schabloneninnnenwand verteilt.
     
    27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ausschließlich als Reinigungseinrichtung (1') zum Reinigen der Teilungseinrichtung (3) und des zugeordneten Rakelgeräts (91) vorzugsweise in Verbindung mit einer Rundschablone (80) vorgesehen ist, wobei die Teilungseinrichtung (3) zusammen mit dem Rakelgerät (91) und ggf. der Rundschablone (80) eine diese Teile miteinander verbindende, einer Auftragungsmaschine entnehmbare Auftragungsgerät-Transporteinheit bildet und die Reinigungseinrichtung (1') mit einer solchen Auftragungsgerät-Einheit austauschbar bestückt ist.
     
    28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche (81) der Reinigungseinrichtung (1') durch eine Tragwalze gebildet ist, die mit einem die Reinigung begünstigenden Belag wie einem Gummibelag, einem saugfähigen Belag oder einem Bürstenbelag versehen ist, wobei vorzugsweise in der Walze eine Magneteinrichtung (82) zur Anpressung eines magnetisierbaren Rakelelements (91) angeordnet ist.
     
    29. Vorrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (91) magnetisierbar ist und mittels eines an der Teilungseinrichtung (3) angeordneten Haltemagneten (83) und mittels einer zeitweilig an der Arbeitsstelle (8) erzeugbaren magnetischen Anziehungskraft auf das Rakelelement (91) intermittierend von dem Walzenbelag abhebbar angeordnet ist.
     
    30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß an der Umfangsoberfläche der Tragwalze wenigstens ein über die Arbeitsbreite sich erstreckendes flachförmiges Permanentmagnet-Element (820) angeordnet ist, bei dessen Vorbeigang an der Arbeitsstelle (8) das Rakelelement (91) vorübergehend aus seiner angehobenen Ruheposition an dem Haltemagneten (83) gegen die Walze gepreßt wird.
     
    31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (1') um eine Achse quer zur Vorrichtungslänge der Länger nach in eine Kipplage zum Ablauf von Reinigungsflüssigkeit verschwenkbar ist (Fig. 22).
     
    32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kanalkörper (31-36) mittels einer vorzugsweise unter Vorspannung stehenden Klebeverbindung (10) mit wenigstens einem Tragelement (2) verbunden ist.
     
    33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kanalkörperteil (31-36) der Vorrichtung unter Vorspannung mit einem Tragelement (2) verbunden ist.
     
    34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1) um eine zu ihrer Längsachse parallele Achse schwenkbar angeordnet ist.
     
    35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorrichtung (1) ein mit seiner Fühlspitze (71) bis in den Bereich der Auftragungsstelle (8) sich erstreckender Substanz-Kontaktfühler (7) angeordnet ist, wobei vorzugsweise die Fühlspitze (71) um eine zur Vorrichtungslängs achse parallele Achse (70) verschwenkbar angeordnet ist und vorzugsweise der Kontaktfühler (7) in vorrichtungs-Längsrichtung verschiebbar in die Vorrichtung (1) eingesetzt ist.
     
    36. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausmündungen (600) der Teilungseinrichtung (3) mit einem schlitzförmigen Spalt (601) verbunden sind, wobei der Strömungsweg im Spalt höchstens 2 - 12 mm, vorzugsweise 3 - 10 mm beträgt.
     
    37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die röhrchenförmigen Austrittsöffnungen (60) in einem an den Anschluß-Kanalkörper (31) angesetzten Zusatz-Kanalkörper (33) ausgebildet sind.
     
    38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß eine winkel- oder U-förmig geformte Tragwand (220, 230) als Schutzumwandung für den/die Strömungskörper bzw. für das Tragrohr (21) vorgesehen ist.
     
    39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tragwand (23) vorgesehen und mit einer Rinne (25) ausgebildet ist, deren Länge gleich der der Tragwand ist.
     
    40. Verfahren zur Substanzzufuhr an eine Arbeitsstelle (8), zur Substanzauftragung sowie zur Reinigung einer Vorrichtung, die eine Teilungseinrichtung (3) zur Substanzzuführung und -absaugung an die bzw. von der Arbeitsstelle (8) umfaßt, wobei nach Substanzzufuhr Substanz in umgekehrter Strömungsrichtung durch die Teilungseinrichtung (3) abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung einer Vorrichtung gemäß Ansprüchen 1 bis 39 die Substanz an die Auftragungsstelle mit einer im Bereich von 1 mm bis 100 mm gewählten Distanz zwischen der Arbeitsstelle (8) und den Substanz-Austrittsmündungen (600) zugeführt wird und daß nach Beendigung des Auftragungsbetriebes Substanz durch die Teilungseinrichtung (3) abgesaugt wird, wobei die Distanz zwischen der Arbeitsstelle (8) und den Substanz-Austrittsmündungen (600) aus dem Bereich 1 bis 10 mm vorzugsweise 1 bis 5 mm gewählt wird und vorzugsweise der Auftragungsstelle (8) Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird.
     
    41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Absaugbetrieb Reinigungsflüssigkeit durch die Teilungseinrichtung (3) zum Austritt aus den Substanzausmündungen (600) gespült wird, wobei das Zuleiten von Reinigungsflüssigkeit vorzugsweise aufeinanderfolgend abwechselnd mit dem Absaugen erfolgt und in jedem Fall sowohl zum Absaugen als auch zum Zuführen der Reinigungsflüssikgeit eine wesentlich höhere Förderkraft aufgebracht wird als bei der Zuführung von Auftragungssubstanz.
     
    42. Verfahren nach Anspruch 40 oder 41, dadurch gekennzeichnet, daß Reinigungsflüssigkeit nicht nur durch die Auftragungs-Substanz-Austrittsöffnungen (60), sondern durch zusätzliche, Bestandteile der Teilungseinrichtung (3) bildende, über die Auftragungsbreite verteilt angeordnete Ausmündungen (61) zugeleitet wird.
     
    43. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugen bis hin zu einer der Teilungseinrichtung (3) in Auftragungs-Substanzrichtung vorgeschalteten Fördereinrichtung, z.B. einer Pumpe, und in die Fördereinrichtung hinein erfolgt.
     
    44. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß das durch die Teilungseinrichtung (3) abgesaugte Gemisch aus Substanz und Reinigungsflüssigkeit in ein Ableitungssystem abgeführt wird, wobei der Reinheitsgrad des Gemisches gemessen und die Reinigung bei vorgegebenem Reinheitsgrad beendet wird.
     
    45. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß der Substanzzufuhr-, Absaug-/Spülvorgang mittels einer einen Flüssigkeits-Kontaktfühler (7) aufweisenden Steuereinrichtung gesteuert wird.
     
    46. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 45, dadurch gekennzeichnet, daß durch die die Reinigungsflüssigkeit zuleitenden Kanäle Druckluft zur Luftrocknung der Vorrichtungsteile geleitet wird, nachdem Substanzreste mittels der Reinigungsflüssigkeit entfernt worden sind.
     
    47. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer um eine zu ihrer Längsachse parallele Achse verschwenkbaren Vorrichtung (1) während des Auftragungsbetriebes durch Verschwenken der Abstand der Ausmündungen (600) der Teilungseinrichtung (3) zu der Auftragungsstelle größer eingestellt wird als im Absaugbetrieb.
     
    48. Verfahren nach einem der Ansprüche 40 bis 47, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer Vorrichtung (1) mit magnetisierbarer Rakel (91) letztere ggf. zeitweilig während des Reinigungsbetriebes mittels Magnetkraft von der Auftragungsfläche (81) abgehoben und an einer Wand (23) der Vorrichtung in Ruheposition gehalten wird.
     


    Claims

    1. Apparatus (1) for supplying a flowable, pasty and possibly gaseous substance (9) to a working point (8) extending in the length of the apparatus and suitable for substance application, as well as in particular for acting on a work surface (81) extending across the full width along the working point such as an application surface (81) with the substance, in particular by means of a doctor element (91), including a three-stage substance flow guide which is formed by the fact that in a first flow stage the substance can be introduced into the apparatus by means of a main supply pipe forming a combined (centred) substance stream, in a second flow stage it can be divided evenly in width into a plurality of flow paths by means of a substance stream divider (3), and in a third stage it can be spread out across the width of application by means of a plurality of outlet openings (60), and which is also, for reversal of the direction of substance flow, formed by the fact that the substance can be transferred out of the region of the point of application through the second flow stage into the substance stream of the first flow stage which then forms a combined substance orifice stream, wherein

    the substance stream divider (3) is connected to a supporting element (2) extending in the length of the apparatus and includes a flow channel body extending in its length,

    the main supply pipe is associated with a first central substance stream dividing orifice arranged in the region of the longitudinal centre of the channel body,

    from the central dividing orifice (51) extends a system of substance stream dividing channels which form dividing stages and which, continued from one stage to the next through further identical dividing orifices, multiply up to a plurality of outlet openings (60) arranged with spacing (A) (amount of interval),
    characterised in that

    a flow channel body is provided as a connecting channel body (31) which at the end comprises a body opening for connection to a connecting pipe (40),

    starting from the end body opening of the connecting channel body (31) and extending into the region of the body longitudinal centre, there is formed a connecting flow channel (41) which continues the connecting pipe (40) or is at least partly formed by the connecting pipe (40) and which forms the main supply pipe and which in the region of the body longitudinal centre of the connecting channel body (31) comprises the central substance stream dividing orifice (51), wherein it conducts the substance in combined flow between end and longitudinal centre of the connecting channel body (31) within the latter and at least one dividing stage is formed within the connecting channel body (31), and

    the spacing (A) between two adjacent substance outlet orifices (600) is within the range from 3 to 20 mm, preferably 4 to 16 mm, and the outlet openings (60) are arranged at a distance from the working point (8) such that the outlet openings (60) open into a free space between them and the working point (8).


     
    2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the outlet openings (60) are tubular and preferably arranged with axes parallel to each other.
     
    3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that each outlet opening (60') opens out in an area whose width, parallel to the working direction of movement (B), but preferably also its dimension in the longitudinal direction of the apparatus, is determined essentially by the diameter or cross-section of the associated orifice opening (610) (Figs. 16, 17).
     
    4. Apparatus according to any of claims 1 to 3, characterised in that the orifice area cross-section of the outlet openings (60) is within the range from 3 to 30 mm2.
     
    5. Apparatus according to claim 3 or 4, characterised in that the length of the channel tube-like outlet openings (60) is within the range from 1 to 100 mm.
     
    6. Apparatus according to any of claims 1 to 5, characterised in that the distance from the outlet opening orifices to the working point (8) is within the range from 1 to not more than 100 mm.
     
    7. Apparatus according to any of claims 1 to 6, characterised in that the sum of the orifice area cross-sections of the outlet openings (60) is greater than the substance inlet cross-section formed by the body opening of the connecting channel body (31).
     
    8. Apparatus according to any of claims 1 to 7, characterised in that the outlet cross-sections of the outlet openings (60) face towards the application surface (81) and are oriented so that the substance (9) passes through free space in free fall to the working point (8).
     
    9. Apparatus according to any of claims 1 to 8, characterised in that the divider (3) is divided into the connecting channel body (31) and at least one additional channel body (32, 33) extending longitudinally parallel, wherein one additional channel body (33) is provided with the substance outlet openings (60) and preferably each additional channel body (32, 33) is arranged below the connecting channel body (31) between the latter and the working point (8).
     
    10. Apparatus according to claim 9, characterised in that one additional channel body is at least partially surrounded by a tube or a supporting wall.
     
    11. Apparatus according to any of claims 1 to 10, characterised in that a supporting element (2) is formed by a supporting tube (21) with which only the connecting channel body (31) is encased, while if occasion arises each additional channel body (32, 33) of the divider (3) is arranged outside the supporting tube (21) on the latter.
     
    12. Apparatus according to any of claims 1 to 11, characterised in that the connecting channel body (31, 32, 33) is attached to at least one supporting longitudinal side wall (22) forming a supporting element (2) and extending into the region between the connecting channel body (31) and the working point (8).
     
    13. Apparatus according to any of claims 1 to 12, characterised in that on the connecting channel body (31), preferably on its side facing towards the working point (8), is arranged at least one channel body (35, 36) serving for the supply and/or extraction of cleaning agent such as cleaning fluid or gas, with orifices (61) which are distributed across the width of application and which are connected to a central cleaning connecting channel arranged on the apparatus (1) at the end.
     
    14. Apparatus according to claim 13, characterised in that the orifices (61) of a cleaning channel body (35, 36) are shaped and oriented in such a way that cleaning fluid under pumping pressure is dispensed from orifices (61) in a diverging cone shape.
     
    15. Apparatus according to claim 13, characterised in that the orifices (61) of the cleaning channel body (35, 36) are connected by part of the connecting channel body (31) to the end connecting channel.
     
    16. Apparatus according to claim 15, characterised in that the cleaning connecting channel is formed by the connecting flow channel of the connecting channel body (31).
     
    17. Apparatus according to any of claims 1 to 16, characterised in that the connecting flow channel for application substance is formed by part of a channel passing completely through the connecting channel body in the longitudinal direction, preferably in the form of a thin-walled tube.
     
    18. Apparatus according to claims 17 and 15, characterised in that the inlet channel from one end of the connecting channel body forms the connecting flow channel (41) for application substance, while from the opposite end it forms the cleaning connecting channel for at least one cleaning channel body (35, 36).
     
    19. Apparatus according to any of claims 1 to 18, characterised in that the orifice edge of the substance outlet openings (60) is inclined to the direction of flow.
     
    20. Apparatus according to any of claims 1 to 19, characterised in that the orifices of the substance outlet openings (60) diverge in a funnel shape towards the opening side in order to extract substance in the region of the point of application (8) and conduct it back through the channel body (31) into the connecting flow channel (41).
     
    21. Apparatus according to any of claims 1 to 20, characterised in that the divider (3) in modular construction consists of a group of preferably cuboid channel bodies (31 to 36), at least one of which forms a connecting channel body (31), wherein at least one additional channel body (32-36) preferably comprising at least one stage of dividing channels (KN) is joined to at least one adjacent channel body and the combination of channel bodies joined together forms a closed composite body forming the divider (3), wherein preferably each channel body area is in register with one or more channel body areas joined to it.
     
    22. Apparatus according to any of claims 1 to 21, characterised in that the divider (3) includes at least one plate-shaped or flat-shaped section which is oriented transversely to the application surface (81) and extends into the region of the point of application (8) and which is formed from at least one channel body (32 to 36).
     
    23. Apparatus according to any of claims 1 to 22, characterised in that the connecting channel body (31) includes at least two connecting flow channels (41) which start from at least one end and one of which is connected by the central dividing orifices (51) to dividing stages for application substance, while at least one other of the connecting flow channels (41) via at least one additional central dividing orifice (51', 51'') forms the entrance path for at least one separate flow dividing system of the divider (3) for the supply of cleaning fluid.
     
    24. Apparatus according to any of claims 1 to 23, characterised in that in an additional channel body (32) joined to the connecting channel body (31) are formed both dividing channels for the flow path of the application substance and separately for the flow path of cleaning fluid (Fig. 19).
     
    25. Apparatus according to any of claims 1 to 24, characterised in that attached to the lower side of the connecting channel body (31) for application substance is a channel body (350) in which are arranged two parallel tube channels provided with outlet openings (60), wherein one of the tubes at one end of the channel body can be supplied with cleaning fluid and the tube channels at the other end are connected to a U-channel piece (Figs. 22a, b).
     
    26. Apparatus according to any of claims 1 to 25, characterised in that the apparatus comprises a round screen stencil (80) and the connecting channel body (31) is connected to a rear supporting longitudinal wall (23) as seen in the working direction of movement (B), whose free longitudinal edge is at such a distance from the inner wall of the screen stencil that the end edge forms a kind of gap doctor which, immediately after switching off the application mode, distributes substance remaining in the further rotating round screen stencil over the inner wall of the screen stencil.
     
    27. Apparatus according to any of claims 1 to 26, characterised in that the apparatus is provided exclusively as a cleaning device (1') for cleaning the divider (3) and associated doctor device (91) preferably in combination with a round screen stencil (80), wherein the divider (3) together with the doctor device (91) and if occasion arises the round screen stencil (80) forms an applicator transport unit which connects these parts to each other and can be removed from an application machine, and the cleaning device (1') is exchangeably equipped with such an applicator unit.
     
    28. Apparatus according to claim 27, characterised in that the working surface (81) of the cleaning device (1') is formed by a supporting roller which is provided with a covering that promotes cleaning such as a rubber covering, an absorbent covering or a brush covering, wherein preferably in the roller is arranged a magnet device (82) for pressing a magnetisable doctor element (91) on.
     
    29. Apparatus according to claim 27 or 28, characterised in that the doctor element (91) is magnetisable and is arranged so that it can be lifted intermittently off the roller covering by means of a holding magnet (83) arranged on the divider (3) and by means of a magnetic force of attraction on the doctor element (91) which can be generated temporarily at the working point (8).
     
    30. Apparatus according to any of claims 27 to 29, characterised in that on the circumferential surface of the supporting roller is arranged at least one flat-shaped permanent magnet element (820) which extends across the working width and during whose movement past the working point (8) the doctor element (91) is temporarily pressed out of its raised rest position on the holding magnet (83) against the roller.
     
    31. Apparatus according to any of claims 27 to 30, characterised in that the cleaning device (1') is pivotable lengthwise about an axis transversely to the length of the apparatus into a tilt position for the run-off of cleaning fluid (Fig. 22).
     
    32. Apparatus according to any of claims 1 to 31, characterised in that at least one channel body (31-36) is connected to at least one supporting element (2) by means of an adhesive bond (10) which is preferably under initial tension.
     
    33. Apparatus according to any of claims 1 to 32, characterised in that at least one channel body portion (31-36) of the apparatus is connected to a supporting element (2) under initial tension.
     
    34. Apparatus according to any of claims 1 to 33, characterised in that the apparatus (1) is arranged so as to be pivotable about an axis parallel to its longitudinal axis.
     
    35. Apparatus according to any of claims 1 to 34, characterised in that on the apparatus (1) is arranged a substance contact sensor (7) which extends with its sensing tip (71) into the region of the point of application (8), wherein preferably the sensing tip (71) is arranged so as to be pivotable about an axis (70) parallel to the longitudinal axis of the apparatus, and preferably the contact sensor (7) is inserted in the apparatus (1) so as to be slidable in the longitudinal direction of the apparatus.
     
    36. Apparatus according to any of claims 1 to 35, characterised in that the orifices (600) of the divider (3) are connected to a slot-like gap (601), wherein the flow path in the gap is at most 2-12 mm, preferably 3-10 mm.
     
    37. Apparatus according to any of claims 2 to 36, characterised in that the tubular outlet openings (60) are formed in an additional channel body (33) attached to the connecting channel body (31).
     
    38. Apparatus according to any of claims 2 to 37, characterised in that an angled or U-shaped supporting wall (220, 230) is provided as a protective surrounding wall for the flow body or bodies or for the supporting tube (21).
     
    39. Apparatus according to any of claims 2 to 38, characterised in that a supporting wall (23) is provided and constructed with a channel (25) whose length is equal to that of the supporting wall.
     
    40. Method for the supply of substance to a working point (8), for substance application as well as for cleaning an apparatus including a divider (3) for the supply and extraction of substance to and from the working point (8), wherein after the supply of substance, substance is extracted in the reverse direction of flow through the divider (3), characterised in that, using an apparatus according to claims 1 to 39, the substance is supplied to the point of application with a distance between the working point (8) and the substance outlet orifices (600) selected within the range from 1 mm to 100 mm, and in that after the end of the application mode, substance is extracted through the divider (3), wherein the distance between the working point (8) and the substance outlet orifices (600) is selected from the range from 1 to 10 mm, preferably 1 to 5 mm, and preferably cleaning fluid is supplied to the point of application (8).
     
    41. Method according to claim 40, characterised in that before the extraction mode, cleaning fluid is flushed through the divider (3) for exit from the substance orifices (600), wherein the supply of cleaning fluid preferably takes place successively alternately with extraction, and in every case both for extraction and for supply of the cleaning fluid a substantially higher pumping force is applied than during the supply of application substance.
     
    42. Method according to claim 40 or 41, characterised in that cleaning fluid is supplied not only through the application substance outlet openings (60), but through additional orifices (61) forming components of the divider (3) and distributed across the width of application.
     
    43. Method according to any of claims 40 to 42, characterised in that extraction takes place as far as a pumping device mounted in front of the divider (3) in the direction of the application substance, e.g. a pump, and into the pumping device.
     
    44. Method according to any of claims 40 to 43, characterised in that the mixture of substance and cleaning fluid extracted through the divider (3) is discharged into an outlet pipe system, wherein the degree of cleanness of the mixture is measured, and cleaning is ended at a predetermined degree of cleanness.
     
    45. Method according to claim 41, characterised in that the substance supply/extraction/flushing process is controlled by means of a control device comprising a fluid contact sensor (7).
     
    46. Method according to any of claims 40 to 45, characterised in that compressed air for air drying the apparatus parts is conducted through the channels which supply the cleaning fluid, after substance residues have been removed by means of the cleaning fluid.
     
    47. Method according to any of claims 40 to 46, characterised in that, when using an apparatus (1) pivotable about an axis parallel to its longitudinal axis, the distance from the orifices (600) of the divider (3) to the point of application is made greater in the application mode by pivoting than in the extraction mode.
     
    48. Method according to any of claims 40 to 47, characterised in that, when using an apparatus (1) with magnetisable doctor (91), the latter is if occasion arises temporarily lifted off the application surface (81) during the cleaning mode by magnetic force and held on a wall (23) of the apparatus in the rest position.
     


    Revendications

    1. Dispositif (1) pour amener une matière (9) liquide, pâteuse et éventuellement gazeuse, à un poste de travail (8), s'étendant sur la longueur du dispositif et convenant à l'application de la matière, et en particulier pour appliquer la matière sur une surface de travail (81), par exemple une surface d'enduction (81), s'étendant en largeur le long du poste du travail, en particulier à l'aide d'un élément racleur (91) comportant un système de guidage de l'écoulement de matière en trois étages, système de guidage qui est constitué de telle sorte que la matière, dans un premier étage d'écoulement, puisse être introduite dans le dispositif à l'aide d'une conduite principale d'amenée, formant un courant de matière rassemblée (centrée) ; dans un deuxième étage d'écoulement, puisse, à l'aide d'un dispositif diviseur de courant de matière (3), être subdivisée sur toute sa largeur en un grand nombre de voies d'écoulement ; et, dans un troisième étage, puisse, à l'aide d'un grand nombre d'orifices de sortie (60), se déployer sur toute la largeur d'application ; et qui, pour permettre l'inversion du sens d'écoulement de la matière, est de même configuré de façon que la matière provenant de la zone du poste d'application puisse, en passant par le deuxième étage d'écoulement, passer dans le courant de matière du premier étage d'écoulement, courant de matière qui forme alors un courant de sortie de matière rassemblé,

    où le dispositif diviseur de courant de matière (3) communique avec un élément d'appui (2), s'étendant sur la longueur du dispositif, et comporte un tronçon de gaine d'écoulement s'étendant sur sa longueur ;

    la conduite principale d'amenée est affectée à une première embouchure de division du courant de matière, en position centrale, disposée dans la zone de l'axe longitudinal du tronçon de gain ;,

    de l'embouchure de division centrale (51) part un système de gaines de division du courant de matière, formant les étages de division, gaines de division qui, d'un étage à l'autre, se multiplient en se poursuivant par d'autres embouchures de division équivalentes, jusqu'à un grand nombre d'orifices de sortie (60) disposés selon un écartement (A) (pas),
       caractérisé en ce que :

    on prévoit un tronçon de gaine d'écoulement sous forme d'un tronçon de gaine de raccordement (31), qui, côté frontal, comporte un orifice de tronçon pour communiquer avec une conduite de raccordement (40),

    partant de l'orifice de tronçon frontal du tronçon de gaine de raccordement (31), et s'étendant jusque dans la zone de l'axe longitudinal du tronçon, une gaine d'écoulement de raccordement (41) est formée, qui forme la conduite principale d'amenée, qui poursuit la conduite de raccordement (40) ou est au moins partiellement formée par la conduite de raccordement (40), gaine qui, dans la zone de l'axe longitudinal du tronçon de gaine de raccordement (31), comporte l'embouchure centrale de division (51) du courant de matière, ce à l'occasion de quoi elle guide la substance, selon un écoulement rassemblé, entre la face frontale et l'axe longitudinal du tronçon de gaine de raccordement (31), à l'intérieur de ce dernier, et au moins un étage de division est réalisé à l'intérieur du tronçon de gaine de raccordement (31), et

    le pas (A) entre deux embouchures voisines (600) de sortie de matière est compris dans l'intervalle de 3 à 20 mm, de préférence de 4 à 16 mm, et les orifices de sortie (60) sont disposés à une certaine distance du poste de travail (8) de telle sorte que les orifices de sortie (60) débouchent dans un espace libre situé entre eux et le poste de travail (8).


     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les orifices de sortie (60) ont une configuration tubulaire et sont de préférence disposés de façon à avoir leurs axes parallèles.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque orifice de sortie (60') débouche dans une surface dont la largeur, parallèlement à la direction d'avance (B), mais de préférence aussi l'aire dans la direction longitudinale du dispositif, sont pour l'essentiel définies respectivement par le diamètre et par l'aire en section transversale de l'orifice d'embouchure correspondant (610) (Fig. 16, 17).
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'aire en section transversale de l'embouchure des orifices de sortie (60) est comprise entre 3 et 30 mm2.
     
    5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la longueur des orifices de sortie tubulaires (60) est comprise entre 1 et 100 mm.
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la distance entre les embouchures des orifices de sortie et le poste de travail (8) est comprise entre 1 et un maximum de 100 mm.
     
    7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la somme des aires en section transversale des embouchures des orifices de sortie (60) est plus grande que l'aire de la section transversale d'entrée de matière formée par l'orifice du tronçon de gaine de raccordement (31).
     
    8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la section transversale de sortie des orifices de sortie (60) est dirigée vers la surface d'enduction (81) et est orientée de façon que la substance traverse un espace libre pour tomber en chute libre sur le poste de travail (8).
     
    9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, Caractérisé en ce que le dispositif diviseur (3) est subdivisé en le tronçon de gaine de raccordement (31) et au moins un tronçon de gaine (32, 33) additionnel, parallèle dans le sens de la longueur, auquel cas on prévoit un tronçon de gaine additionnel (33) comportant les orifices de sortie de matière (60), et de préférence chaque tronçon de gaine additionnel (32, 33) est disposé en-dessous du tronçon de gaine de raccordement (31) entre ce dernier et le poste de travail (8).
     
    10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un tronçon de gaine additionnel est au moins partiellement entouré d'un tube ou d'une paroi d'appui.
     
    11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un élément d'appui (2) est formé par un tube d'appui (21), dont seul le tronçon de gaine de raccordement (31) est entouré, tandis qu'éventuellement chaque autre tronçon de gaine (32, 33) du dispositif diviseur (3) est disposé à l'extérieur du tube d'appui (21) contre ce dernier.
     
    12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le tronçon de gaine de raccordement (31, 32, 33) est fixé à au moins une paroi latérale longitudinale d'appui (22) formant un élément d'appui (2), et s'étendant dans la zone située entre le tronçon de gaine de raccordement (31) et le poste de travail (8).
     
    13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que contre le tronçon de gaine de raccordement (31), de préférence contre sa face dirigée vers le poste de travail (8), est disposé au moins un tronçon de gaine (35, 36), servant à amener et/ou à évacuer par aspiration un produit nettoyant tel qu'un liquide nettoyant ou un gaz, et comportant des embouchures (61) prévues réparties sur toute la largeur d'application, embouchures qui communiquent avec une gaine centrale de raccordement destinée au nettoyage, disposée côté frontal contre le dispositif (1).
     
    14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que les embouchures (61) d'un tronçon de gaine de nettoyage (35, 36) sont configurées et orientées de façon que le liquide de nettoyage se trouvant sous la pression de refoulement s'échappe des embouchures (61) en s'élargissant sous la forme d'un cône.
     
    15. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que les embouchures (61) du tronçon de gaine de nettoyage (35, 36) communiquent, par une partie du tronçon de gaine de raccordement (31), à la gaine de raccordement côté frontal.
     
    16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que la gaine de raccordement de nettoyage est formée par la gaine d'écoulement de raccordement du tronçon de gaine de raccordement (31).
     
    17. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que la gaine d'écoulement de raccordement destinée à la matière à appliquer est formée par une partie d'une gaine, qui traverse complètement le tronçon de gaine de raccordement dans le sens longitudinal, de préférence sous forme d'un tube à faible épaisseur de paroi.
     
    18. Dispositif selon les revendications 17 et 15, caractérisé en ce que la gaine d'entrée forme, à partir de l'une des faces frontales du tronçon de gaine de raccordement, la gaine d'écoulement de raccordement (41) destinée à la matière à appliquer, tandis que, à partir de la face frontale opposée, elle forme la gaine de raccordement de nettoyage pour au moins un tronçon de gaine de nettoyage (35, 36).
     
    19. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que le bord de l'embouchure des orifices de sortie de matière (60) est incliné par rapport à la direction de l'écoulement.
     
    20. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que les embouchures des orifices de sortie de matière (60) s'élargissent en entonnoir vers le côté orifice, pour évacuer la matière par aspiration dans la zone du poste d'application (8) et la renvoyer, par le tronçon de gaine (31), dans la gaine d'écoulement de raccordement (41).
     
    21. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que le dispositif diviseur (3) est constitué, en construction modulaire, d'un groupe de tronçons de gaine (31 à 36) de préférence parallélépipédiques, dont au moins l'un forme un tronçon de gaine de raccordement (31), tandis qu'un tronçon de gaine additionnel (32-36), comportant au moins un étage des gaines de division (KN), est réuni à au moins un tronçon de gaine voisin, et la totalité des tronçons de gaine réunis les uns aux autres forme un tronçon composite, fermé, formant le dispositif diviseur (3), auquel cas de préférence chaque surface de tronçon de gaine est parfaitement recouverte par une ou plusieurs surfaces de tronçon de gaine qui y sont réunies.
     
    22. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que le dispositif diviseur (3) comporte au moins un segment en forme de plaque ou plat, dirigé perpendiculairement à la surface d'enduction (81) et s'étendant jusque dans la zone du poste d'application (8), segment qui est constitué d'au moins un tronçon de gaine (32 à 36).
     
    23. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que le tronçon de gaine de raccordement (31) comporte au moins deux gaines d'écoulement de raccordement (41) partant d'au moins une face frontale, gaines dont au moins l'une communique, par l'intermédiaire des embouchures centrales de division (51), avec des étages de division destinés à la matière à appliquer, tandis qu'au moins l'une des autres gaines d'écoulement de raccordement (41) forme, par l'intermédiaire d'au moins une autre embouchure centrale de division (51', 51''), la voie d'entrée pour au moins un système distinct de division d'écoulement du dispositif diviseur (3), dans le but d'amener le liquide de nettoyage.
     
    24. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que des gaines de division sont formées dans un tronçon de gaine additionnel (32) réuni au tronçon de gaine de raccordement (31), tant pour la voie d'écoulement de la matière à appliquer, que, séparément, pour la voie d'écoulement du liquide de nettoyage (Fig. 19).
     
    25. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 24, caractérisé en ce qu'à la face inférieure du tronçon de gaine de raccordement (31) destiné à la matière à appliquer est rapporté un tronçon de gaine (350), dans lequel sont disposées deux gaines tubulaires, pourvues d'orifices de sortie (60) et s'étendant parallèlement l'une à l'autre, auquel cas l'un des tubes peut, au niveau de l'une des faces frontales du tronçon de gaine, recevoir un liquide de nettoyage, et les gaines tubulaires communiquent, au niveau de l'autre face frontale, avec un segment de gaine en U (Fig. 22a, b).
     
    26. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 25, caractérisé en ce que le dispositif comporte un pochoir pour sérigraphie à la rotative (80), et le tronçon de gaine de raccordement (31) communique avec une paroi longitudinale d'appui (23), qui est située à l'arrière quand on regarde dans la direction de l'avance (B), paroi dont le bord longitudinal libre se trouve à une distance de la paroi intérieure du pochoir telle que le bord extérieur forme un genre de racle fendue, qui, immédiatement après arrêt de l'opération d'application, répartit sur la paroi intérieure du pochoir la matière restant dans le pochoir encore en rotation.
     
    27. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 26, caractérisé en ce que le dispositif est prévu exclusivement en tant que dispositif de nettoyage (1') pour nettoyer le dispositif diviseur (3) et l'appareil racleur (91) qui lui est affecté, de préférence en liaison avec un pochoir pour rotative (80), le dispositif diviseur (3) formant, avec l'appareil racleur (91) et éventuellement le pochoir (80), une unité de transport d'appareil d'application, pouvant être extrait d'une machine d'application et reliant ces éléments l'un à l'autre, le dispositif de nettoyage (1') étant équipé, d'une manière interchangeable, d'une telle unité d'appareil d'application.
     
    28. Dispositif selon la revendication 27, caractérisé en ce que la surface de travail (81) du dispositif de nettoyage (1') est formée par un cylindre porteur, qui est pourvu d'un revêtement favorisant le nettoyage, par exemple un revêtement de caoutchouc, un revêtement absorbant ou un revêtement de type brosse, auquel cas de préférence un dispositif d'aimant (82) est disposé dans le cylindre, pour appliquer une pression sur l'élément racleur aimantable (91).
     
    29. Dispositif selon la revendication 27 ou 28, caractérisé en ce que l'élément racleur (91) est aimantable et, à l'aide d'un aimant de retenue (83) disposé contre le dispositif diviseur (3) et à l'aide d'une force d'attraction magnétique pouvant être d'une manière temporaire produite au niveau du poste de travail (8) pour être appliquée à l'élément racleur (91), est disposé de façon à pouvoir être par intermittence décollé du revêtement du cylindre.
     
    30. Dispositif selon l'une des revendications 27 à 29, caractérisé en ce qu'à la surface périphérique du cylindre porteur est disposé au moins un élément d'aimant permanent (820), de forme plate, s'étendant sur toute la largeur de travail, lors du passage duquel devant le poste de travail (8) l'élément racleur (91) est provisoirement appuyé contre le cylindre, à partir de sa position de repos décollée contre l'aimant de retenue (83).
     
    31. Dispositif selon l'une des revendications 27 à 30, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage (1') peut pivoter autour d'un axe perpendiculaire à la direction longitudinale du dispositif, pour arriver à une position de basculement permettant l'évacuation du liquide de nettoyage (Fig. 22).
     
    32. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 31, caractérisé en ce qu'au moins un tronçon de gaine (31-36) communique, par l'intermédiaire d'un joint collé (10), de préférence en précontrainte, avec au moins un élément d'appui (2).
     
    33. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 32, caractérisé en ce qu'au moins une partie de tronçon de gaine (31-36) du dispositif communique en précontrainte avec un élément d'appui (2).
     
    34. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 33, caractérisé en ce que le dispositif (1) est disposé de façon à pouvoir pivoter autour d'un axe parallèle à son axe longitudinal.
     
    35. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 34, caractérisé en ce qu'un palpeur de matière (7), qui par sa pointe de palpeur (71) s'étend jusque dans la zone du poste d'application (8), est disposé contre le dispositif (1), auquel cas de préférence la pointe de palpeur (71) est disposée de façon à pouvoir pivoter autour d'un axe (70) parallèle à l'axe longitudinal du dispositif, et de préférence le palpeur (7) est inséré dans le dispositif (1) de façon à pouvoir coulisser dans la direction longitudinale du dispositif.
     
    36. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 35, caractérisé en ce que les embouchures (600) du dispositif diviseur (3) communiquent avec une lente (601) en forme d'entaille, le trajet d'écoulement dans la lente étant d'au plus 2-12 mm et de préférence de 3-10 mm.
     
    37. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 36, caractérisé en ce que les orifices de sortie tubulaires (60) sont configurés dans un tronçon de gaine additionnel (33) rapporté au tronçon de gaine de raccordement (31).
     
    38. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 37, caractérisé en ce qu'une paroi d'appui (220, 230) en forme d'angle ou d'U, est prévue en tant qu'enceinte de protection pour le ou les tronçons d'écoulement et/ou pour le tube d'appui (21).
     
    39. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 38, caractérisé en ce qu'une paroi d'appui (23) est prévue et est configurée avec une rainure (25) dont la longueur est égale à celle de la paroi d'appui.
     
    40. Procédé pour amener une matière à un poste de travail (8), pour appliquer la matière et pour nettoyer un dispositif comportant un dispositif diviseur (3) destiné à amener la matière au poste de travail (8) et à l'en évacuer par aspiration, où, après l'amenée de la matière, la substance est, dans le sens d'écoulement opposé, évacuée par aspiration par le dispositif diviseur (3), caractérisé en ce que, par utilisation d'un dispositif selon les revendications 1 à 39, la substance est amenée au poste d'application, avec entre le poste de travail (8) et les embouchures de sortie de matière (600) une distance choisie dans l'intervalle de 1 mm à 100 mm, et en ce que, après la fin de l'opération d'application, la matière est aspirée par le dispositif diviseur (3), la distance entre le poste de travail (8) et les embouchures de sortie de matière (600) étant choisie dans l'intervalle de 1 à 10 mm et de préférence de 1 à 5 mm, de préférence un liquide de nettoyage étant amené au poste d'application (8).
     
    41. Procédé selon la revendication 40, caractérisé en ce que, avant l'opération d'aspiration, le liquide de nettoyage est envoyé dans le dispositif diviseur (3), pour sortir des embouchures de matière (600), l'introduction du liquide de nettoyage s'effectuant de préférence en alternance dans le temps avec l'aspiration, une force de refoulement, nettement plus grande que lors de l'amenée de la substance d'application, étant elle-même appliquée dans tous les cas tant pour l'aspiration que pour l'amenée du liquide de nettoyage.
     
    42. Procédé selon la revendication 40 ou 41, caractérisé en ce que le liquide de nettoyage est amené non pas par les orifices de sortie (60) de matière à appliquer, mais par des embouchures (61), qui forment des constituants du dispositif diviseur (3) et sont disposées réparties sur toute la largeur d'application.
     
    43. Procédé selon l'une des revendications 40 à 41, caractérisé en ce que l'aspiration a lieu jusqu'à un dispositif de refoulement, monté en aval du dispositif diviseur (3) dans la direction de la substance destinée à être appliquée, par exemple une pompe, avec pénétration dans le dispositif de refoulement.
     
    44. Procédé selon l'une des revendications 40 à 43, caractérisé en ce que le mélange de matière et de liquide de nettoyage, aspiré par le dispositif diviseur (3), est évacué dans un système d'évacuation, le degré de pureté du mélange faisant l'objet d'une mesure, le nettoyage étant terminé quand le degré de pureté atteint une valeur prédéfinie.
     
    45. Procédé selon la revendication 41, caractérisé en ce que l'opération d'amenée et d'aspiration/rinçage de la matière est Commandé par un dispositif de Commande, Comportant un palpeur de liquide (7).
     
    46. ProCédé selon l'une des revendications 40 à 45, Caractérisé en ce que de l'air Comprimé, destiné au séchage, à l'air, des éléments du dispositif, est envoyé par les gaines qui amènent le liquide de nettoyage, après que les résidus de matière ont été éliminés à l'aide du liquide de nettoyage.
     
    47. Procédé selon l'une des revendications 40 à 46, caractérisé en ce que, quand on utilise un dispositif (1) pouvant pivoter autour d'un axe parallèle à son axe longitudinal, la distance entre les embouchures (600) du dispositif diviseur (3) et le poste d'application est pendant l'opération d'application, ajustée à une valeur plus grande qu'en cours d'opération d'aspiration.
     
    48. Procédé selon l'une des revendications 40 à 47, caractérisé en ce que, lors de l'utilisation d'un dispositif (1) avec une racle aimantable (91), cette dernière est éventuellement d'une manière temporaire décollée de la surface d'enduction (81) à l'aide d'une force magnétique pendant l'opération de nettoyage, et est retenue contre une paroi (23) du dispositif en position de repos.
     




    Zeichnung