[0001] Die Erfindung betrifft einen Zerspaner für Hackschnitzel nach dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] Derartige Zerspaner sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt geworden.
Beispielsweise wird verwiesen auf DE-U-9307371. Solchen Zerspanern werden Hackschnitzel
von einer bestimmten Größe zugeführt, mit dem Ziel, die Hackschnitzel in Späne zu
zerlegen, die vor allem von der Spanplattenindustrie verarbeitet werden.
[0003] DE-A-21 31 262 beschreibt einen Zerspaner mit Messerträgern, die ebene Verschleißflächen
aufweisen. Dabei ergibt sich ein vor dem Messer verengender Spalt.
[0004] Die allgemeinen Anforderungen an solche Zerspaner sind eine hohe Mengenleistung bei
guter Spanqualität, ferner ein konstruktiver Aufbau, der einen sicheren Spandurchfluß
und Wartungsfreundlichkeit gewährleistet.
[0005] Zwischen den einander benachbarten Messerpaketen des Messerringes befindet sich ein
Spalt, und zwar zwischen dem Messer des einen Messerpaketes und dem Tragklotz des
benachbarten Messerpaketes. Der Spalt verläuft parallel zur Schneide. Durch den Spalt
treten die Späne radial nach außen.
[0006] Besonders kritische Größen bezüglich der Qualität und der Menge der erzeugten Späne
ist die Weite des genannten Spaltes. Entscheidend ist ferner das Maß, um das die Messerschneide
radial nach innen über die Verschleißfläche des Messerklotzes zum Rotor hin ragt.
Auch der Abstand zwischen der Verschleißfläche und dem Flugkreis des Rotors gilt als
wichtig.
[0007] Entsprechend der Kreisform des Flugkreises des Rotors werden auch die Verschleißplatten
auf ihrer dem Rotor zugewandten Fläche gerundet, so daß sie in ihrer Gesamtheit ebenfalls
Kreisform haben. Der Ringspalt zwischen der Verschleißfläche des Tragklotzes und dem
Flugkreis des Rotors hat somit eine konstante Weite.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Konstruktion von Zerspanern der eingangs
genannten Art derart zu gestalten, daß der Zerspanungsvorgang in seiner Wirkung das
Holzstück, das zerspant wird, weniger komprimiert, mehr Freiraum zur Spanabfuhr, bessere
Teilungsmöglichkeit und weniger Pressungen ausgesetzt wird. Mit dem Erfolg, bei verbesserter
Spanqualität höhere Leistungen mit geringerem Energieeinsatz durchzusetzen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0010] Der Erfinder hat erkannt, daß der Spalt zwischen dem Flugkreis des Rotors und der
Gesamtheit der Verschleißflächen der Tragklötze keineswegs konstant sein muß, sondern
daß solche Zerspaner auch dann einwandfrei arbeiten, wenn die Verschleißflächen völlig
eben sind, und der Spalt zwischen Flugkreis des Rotors und Führungsfläche, Leitfläche
oder dgl. demgemäß über den Umfang veränderlich ist, und außerdem die Mitte der ebenen
Verschleißfläche zwischen zwei Messerpaketen tangential zum Flugkreis ausgerichtet
ist.
[0011] Die Weite des Ringspaltes zwischen dem Flugkreis des Rotors und den Verschleißflächen
bleibt somit über den Umfang hinweg nicht konstant, sondern ändert sich. Sind die
Verschleißflächen annähernd eben oder gar völlig eben, so kommt es unmittelbar nach
dem einzelnen Messer - in Umlaufrichtung des Rotors gesehen - zunächst zu einer Entspannung,
da dort der Ringspalt zunächst eine etwas größere Weite hat. Die Weite nimmt sodann
ab bis etwa zur Mitte der Verschleißfläche und nähert sich dem Wert Null, um schließlich
wieder zuzunehmen. Es findet somit ein sehr rascher Wechsel von Komprimieren der Hackschnitzel
und wieder entspannen und neues Ausrichten des Hackschnitzels vor dem neuen Schneidvorgang,
da der nicht mehr gegeben ist und so das Schnitzel frei auf die Messerschneide trifft.
Dies hat sich als äußerst vorteilhaft erwiesen. Hierdurch ist es nämlich möglich,
die Spanqualität und den Durchsatz zu steigern und gleichzeitig den Energiebedarf
zu senken. Die Späne, die mit erfindungsgemäßen Zerspanern erzeugt werden, sind von
einwandfreier Qualität. Beim Umlauf des Rotors kommt es keineswegs zu Stauungen, was
zunächst befürchtet werden mußte.
[0012] Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes
dargestellt.
[0013] Figur 1 zeigt in verkleinerter Darstellung eine Ansicht auf einen Zerspaner von vorn,
d.h. auf diejenige Seite, auf der sich der Gehäusedeckel mit dem Einlaß für die Hackschnitzel
befindet.
[0014] Figur 2 zeigt in vergrößertem Maßstab in einem Axialschnitt und in Seitenansicht
denselben Zerspaner.
[0015] Figur 3 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Figur 2.
[0016] Figur 4 zeigt eine Darstellung ähnlich jener gemäß Figur 3, jedoch mit einer etwas
anderen Ausbildung des Messerpaketes.
[0017] Wie man im einzelnen sieht, umfaßt der Zerspaner einen Rotor 1, der von einer Welle
2 angetrieben ist. Der Rotor 1 enthält einen Kranz von achsparallelen Flügeln 3. Ein
Messerkorb mit ebenfalls achsparallel angeordneten Messern 4 umschließt den Rotor
1. Rotor 1 und Messerkorb sind wiederum in einem Gehäuse 5 angeordnet und gemeinsam
von diesem umschlossen. Gehäuse 5 weist einen Einlaß 6 für die zuzuführenden Hackschnitzel
sowie einen Auslaß für das fertige Hackgut auf.
[0018] In den Figuren 3 und 4 sind in einem achssenkrechten Schnitt zwei Messerpakete dargestellt.
Diese beiden Messerpakete sind jeweils Bestandteil des Messerringes der Maschine.
[0019] Jedes Messerpaket ist wie folgt aufgebaut: Ein Tragklotz 10 trägt ein Schneidmesser
11, das mittels einer Spannplatte 12 und einer Schraube 13 am Tragklotz 10 befestigt
ist.
[0020] Jeder Tragklotz 10 weist eine Verschleißfläche 10.1 auf. Entscheidend ist, daß diese
der Maschinenachse zugewandte Verschleißfläche 10.1 annähernd eben sind und somit
nicht konzentrisch wie beim Stand der Technik.
[0021] Dabei ist die Verschleißfläche 10.1 im Falle der Figur 3 aus einer Verschleißplatte
10.2 gebildet, die ihrerseits am übrigen Tragklotz 10 befestigt ist. Im Falle der
Figur 4 ist die Verschleißfläche 10.1 aus einer Verschleißschicht gebildet, die durch
Aufbringen einer Verschleißschicht, vorzugsweise durch Auftragschweißen oder Aufspritzen
und anschließendes Schleifen erzeugt wurde.
[0022] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 3 ist ein Stockmesser 14 vorgesehen, das auf
der dem Schneidmesser 11 gegenüberliegenden Seite des Tragklotzes 10 befestigt ist,
und das mit dem Schneidmesser des benachbarten Messerpaketes zusammenarbeitet. Die
Ausführungsform gemäß Figur 4 hingegen ist eine stockmesserlose Ausführungsform.
1. Zerspaner für Hackschnitzel mit einem Rotor (1), der einen Kranz von achsparallelen
Flügeln (3) aufweist; mit einem Messerring (4), der eine Mehrzahl von über dem Umfang
verteilten Messerpaketen (11) aufweist; jedes Messerpaket umfaßt einen Messerträger
(10), der eine dem Rotor zugewandte Verschleißfläche (10.1) aufweist, und der ein
Messer (11) trägt, dessen Schneide wenigstens annähernd achsparallel verläuft und
gegen den Rotor gerichtet ist, wobei die Verschleißflächen der Messerträger von der
Kreisform abweichen, so daß sich die Weite des Ringspaltes zwischen dem Flugkreis
des Rotors (1) und den Verschleißflächen (10.1) in Umfangsrichtung ändert,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschleißfläche im wesentlichen eben ist und die Mitte der ebenen Verschleißfläche
zwischen zwei Messerpaketen tangential zum Flugkreis ausgerichtet ist.
2. Zerspaner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißfläche (10.1)
an einer am Messerträger (10) befestigten Verschleißplatte (10.2) gebildet ist.
3. Zerspaner nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißfläche
(10.1) durch Auftragsschweißen und anschließendes Schleifen zu einer ebenen Fläche
erzeugt ist.
4. Zerspaner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißfläche
(10.1) durch Bedampfen oder Beschichten erzeugt ist, beispielsweise zum Herstellen
einer Keramikbeschichtung oder einer Chrom-Beschichtung.
1. A chopper for wood chips, with a rotor (1) which is provided with a ring of axially
parallel wings (3); with a ring (4) of knives, which ring is provided with a plurality
of knife packages (11) distributed over the circumference; each knife package comprises
a knife carrier (10) which is provided with a wearing surface (10.1) facing the rotor
and carries a knife (11) whose blade extends at least approximately axially parallel
and is directed against the rotor, with the wearing surfaces of the knife carriers
departing from the circular shape, so that the width of the annular gap between the
flying circle of the rotor (1) and the wearing surfaces (10.1) changes the circumferential
direction, characterised in that the wearing surface is substantially plane and the
centre of the plane wearing surface between two knife packages is aligned tangentially
to the flying circle.
2. A chopper as claimed in claim 1, characterised in that the wearing surface (10.1)
is formed on a wearing plate (10.2) which is fastened to the knife carrier (10).
3. A chopper as claimed in one of the claims 1 or 2, characterised in that the wearing
surface (10.1) is produced by build-up welding and subsequent grinding into a plane
surface.
4. A chopper as claimed in one of the claims 1 to 3, characterised in that the wearing
surface (10.1) is produced by vapour-plating or coating, e.g. for producing a ceramic
coating or a chromium coating.
1. Coupeuse à copeaux pour l'obtention de viande hachée, avec un rotor (1) qui présente
une couronne d'ailettes (3) parallèles,
avec un anneau de lames (4) présentant une pluralité de paquets de lames (11) répartis
sur sa circonférence,
chaque paquet de lames comprenant un support de lame (10) qui présente une surface
d'usure (10.1) orientée vers le rotor et porte un couteau (11) dont le tranchant est
au moins approximativement parallèle à l'axe et orienté vers le rotor, les surfaces
d'usure des supports de lame s'écartant de la forme circulaire de telle sorte que
la largeur de l'espace annulaire entre le cercle de rotation du rotor (1) et les surfaces
d'usure (10.1) se modifie dans le sens de la circonférence, caractérisé en ce que
la surface d'usure est sensiblement plane et le milieu de la surface d'usure plane
entre deux paquets de couteaux est tangent par rapport au cercle de rotation.
2. Coupeuse à copeaux selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface d'usure
(10.1) est formée sur une plaque d'usure (10.2) fixée sur le support de lame (10).
3. Coupeuse à copeaux selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la surface
d'usure (10.1) est produite par ajout de soudure puis meulage pour obtenir une surface
plane.
4. Coupeuse à copeaux selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en
ce que la surface d'usure (10.1) est produite par dépôt en phase vapeur ou enduction,
par exemple pour produire un revêtement céramique ou un revêtement chromé.