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(11) |
EP 0 744 347 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.07.1999 Patentblatt 1999/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.05.1993 |
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Vorrichtung zum Aufbringen von Selbstklebeetiketten auf Behälter
Apparatus for applying self adhesive labels to containers
Dispositif pour appliquer des étiquettes autocollantes sur des récipients
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE |
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Priorität: |
27.05.1992 DE 4217654
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.1996 Patentblatt 1996/48 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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93108411.5 / 0575766 |
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Patentinhaber: Etifix Etikettiersysteme GmbH |
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D-72661 Grafenberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Dudzik, Winfried
72666 Neckartailfingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grosse, Rainer, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwalt,
Maybachstrasse 6A 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 14 029
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US-A- 2 119 371
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zum Spenden eines Etiketts wird ein Etikettenbandträger mittels einer geeigneten
Antriebsvorrichtung eine bestimmte Wegstrecke um eine Spendekante herumgezogen, wodurch
das Etikett abgelöst und einem Andrückkissen zugeführt wird. Das Andrückkissen transportiert
das Etikett, das beispielsweise durch Unterdruck dort gehalten ist, zu einem Behälter
und heftet es dort an.
[0003] Es ist bekannt, das angeheftete Etikett dann mit einer Vorrichtung an den Behälter
anzudrücken (US-PS 2 119 371). Die bekannte Vorrichtung arbeitet jedoch - insbesondere
in Abhängigkeit von der Formgebung des Behälters - nicht befriedigend.
[0004] Aus der GB-A-0 014 029 ist es bekannt, mit flexiblem Material versehene Andrückrollen
zu verwenden, die sich aus mehreren scheibenförmigen Elementen zusammensetzen, deren
Form der spezifischen Außenform eines Behälters angepaßt sind, auf dem das Etikett
aufgebracht werden soll. Kritisiert wird in dieser Literaturstelle, daß konische Rollen,
die aus einem Stück hergestellt werden, nicht für ein befriedigendes Aufbringen von
Etiketten verwendet werden können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst von einer Vorrichtung, insbesondere einer Etikettiermaschine
gemäß dem Anspruch 1.
[0007] Es sei dabei davon ausgegangen, daß das Etikett zunächst etwa in seinem mittleren
Bereich an die gekrümmte Mantelfläche des Behälters angeheftet wurde, so daß die Seitenbereiche
des Etiketts aufgrund der Wölbung des Behälters noch keinen Kontakt mit der entsprechenden
Mantelfläche haben. Das vollflächige Andrücken erfolgt nun mit dem erwähnten Anpreßglied.
Aufgrund der drei Anpreßelemente, die als drehbare Rollen ausgebildet sind, ist ein
besonders gleichmäßiges und positionsgenaues Anheften möglich, da das mittlere Anpreßelement
das Etikett radial -radial bezieht sich auf die zylindrische Form des Behälters- beaufschlagt,
während die beiden äußeren Anpreßelemente von innen nach außen aufgrund ihrer Schwenkbewegung
ein Feststreichen des Etikettes vornehmen.
[0008] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und
zwar zeigt:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zum vollflächigen Andrücken eines Etikettes an der Mantelfläche eines
Behälters, wobei die Vorrichtung ohne Anpreßelemente dargestellt ist,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Anpreßelemente der Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine schematisierte Draufsicht auf eine dritte Bearbeitungsstation zum Aufbringen
eines zweiten Etiketts in vorwählbaren Höhen,
- Figur 4
- eine Seitenansicht der dritten Bearbeitungsstation gemäß Figur 3 und
- Figur 5
- ein an einem Behälter angeheftetes Etikett.
[0009] Das Anheften eines Etiketts 2 an einen Behälter 10 gemäß Fig. 5 erfolgt in einer
ersten Bearbeitungsstation einer Etikettiermaschine, die nicht dargestellt ist. Um
nun ein vollflächiges Verkleben des Etiketts 2 mit der Mantelfläche 9 des Behälters
10 vornehmen zu können, ist an der Etikettiermaschine eine zweite Bearbeitungsstation
vorgesehen, die eine Anordnung gemäß Figur 1 aufweist. Diese weist eine Tragplatte
12 auf, die -radial auf den Behälter 10 zu- mittels eines geeigneten Antriebs (zum
Beispiel einer Kolben/Zylinder-Einheit) entlang der Richtungen des Doppelpfeils 13
bewegt werden kann. Auf der Tragplatte 12 ist eine kleinere Lagerplatte 14 befestigt.
An ihr sind schwenkbeweglich jeweils zwei Arme 15 und 16 gehalten, wobei die Arme
15 ein erstes Armpaar und die Arme 16 ein zweites Armpaar bilden. Die Arme jedes Armpaares
sind jeweils mittels eines Querstegs 17 beziehungsweise 18 miteinander verbunden.
Die möglichen Schwenkbewegungen der Armpaare sind mittels der Pfeile 19 und 20 angedeutet.
Die beiden Querstege 17 und 18 sind über eine Zugfeder 21 miteinander verbunden, wobei
in der in der Figur 1 vorliegenden Parallelstellung der Armpaare diese Zugfeder 21
entweder auf Block liegt oder geeignete Abstandsmittel zwischen den Querstegen 17
und 18 vorgesehen sind, beispielsweise befindet sich die als Schraubenzugfeder ausgebildete
Zugfeder 21 in einer Hülse, deren Enden sich an den Querstegen 17 und 18 abstützen.
Dies verhindert, daß die beiden Armpaare weiter nach innen, also in die entgegengesetzte
Richtung zu den Pfeilen 19 beziehungsweise 20 schwenken können.
[0010] Zwischen den beiden Armpaaren befinden sich zwei Standbolzen 22, auf denen Schlitten
23 axial verschiebbar lagern. Die beiden Standbolzen 22 sind von Schraubendruckfedern
24 umwendelt, die sich jeweils mit einem Ende an der Tragplatte 12 mit dem anderen
Ende an dem jeweiligen Schlitten 23 abstützen. Geeignete, nicht dargestellte Mittel
verhindern, daß die Schlitten von den Standbolzen 22 durch die Kräfte der Schraubendruckfedern
24 abgeschoben werden. Beispielsweise sind Anschläge an den Standbolzen 22 vorgesehen.
[0011] An den freien Enden der Arme 15 beziehungsweise 16 sowie an den Schlitten 23 sind
Anpreßelemente 25,26 und 27 befestigt. Dies ist in der Figur 1 nicht dargestellt.
Aus der Figur 2 geht eine Stirnansicht auf diese Anpreßelemente 25 bis 27 hervor,
die zusammen ein Anpreßglied 28 bilden. Die Anpreßelemente 25 bis 27 bestehen aus
Rollen aus elastischem Material, die die Form von Kegelabschnitten haben. Dabei liegt
der Kegelabschnitt des mittleren Anpreßelements 26 in seiner Ausrichtung um 180° versetzt
gegenüber den Kegelabschnitten der außenliegenden Anpreßelemente 25 und 27, so daß
die Mantelflächen benachbarter Anpreßelemente 25 bis 27 etwa parallel zueinander verlaufen.
Die Formgebung des mittleren Anpreßelements 26 ist vorzugsweise derart an die benachbarten
Anpreßelemente 25 und 27 an der Stirnseite des gesamten Anpreßgliedes 28 ausgebildet,
daß alle Elemente dort etwa in einer Ebene liegen, um gleichmäßig ein Etikett 2 gegen
die Mantelfläche 9 eines Behälters 10 anpressen zu können.
[0012] Dieses Anpressen erfolgt dadurch, daß die Tragplatte 12 in Richtung des Doppelpfeils
13 nach vorne gegen das an der Mantelfläche 9 des Behälters 10 angeheftete Etikett
2 bewegt wird. Dabei drückt das Anpreßelement 26 zentral (mittlerer Bereich) gegen
das Etikett 2, während die Anpreßelemente 25 und 27 die Seitenbereiche 11 (Figur 5)
des Etiketts 2 beaufschlagen. Während des Anpressens werden die Schraubendruckfedern
24 aufgrund des Zurückweichens der Schlitten 23 (Doppelpfeil 29) gespannt und -im
Zuge der weiteren Anpreßbewegung- beginnen die Arme 15 und 16 der beiden Armpaare
in Richtung der Pfeile 19 und 20 seitlich auszuschwenken, wobei die als Rollen ausgebildeten
Anpreßelemente 25 und 27 von innen nach außen das Etikett auf die Mantelfläche 9 des
Behälters 10 anrollen. Dabei wird die Zugfeder 21 weiter auseinandergezogen, also
gespannt. Hierdurch wird das Etikett 2 vollflächig mit der Mantelfläche 9 verklebt.
Anschließend wird die Tragplatte 12 zurückverlagert, so daß sich die Schraubendruckfedern
24 wieder entspannen können, das heißt, die Schlitten 23 bewegen das Anpreßelement
26 wieder nach vorn und auch die beiden Armpaare schwenken in die Ausgangsposition
gemäß Figur 1 zurück.
[0013] Nach dem die erste und die zweite Bearbeitungsstation der Etikettiermaschine von
dem Behälter durchlaufen worden sind, soll in einer weiteren, dritten Bearbeitungsstation,
die aus den Figuren 3 und 4 nur schematisch hervorgeht, ein weiteres, zweites Etikett
(zum Beispiel ein Rücken- oder Bauch-Selbstklebeetikett) auf den Behälter 10 aufgebracht
werden. Hierzu wird der Behälter mittels eines Transportbandes 30 in Richtung des
Pfeiles 31 bewegt und mittels einer quer verlagerbaren (Doppelpfeil 32) Doppelrolle
33 gegen eine Gegendruckrolle 34 bewegt. Damit besteht eine Dreipunkt-Abstützung des
Behälters 10, der aufgrund des Antriebs der Gegendruckrolle (Pfeil 35) um seine Hochachse
in Rotation versetzt wird. Über eine Spendekante 36 wird ein nicht dargestellter Etikettenbandträger
geführt, wodurch in dieser dritten Bearbeitungsstation der Mantelfläche 9 das weitere,
zweite Etikett tangential zugeführt und aufgeklebt wird. Es sei davon ausgegangen,
daß die in Figur 3 nicht dargestellte Einrichtung, die eine Vorratsrolle des Etikettenbandträgers
aufnimmt und den bandförmigen Etikettenbandträger führt, so wie diesen um die Spendekante
36 herumführt und auf eine Aufwickelrolle zurückführt, sowie der Antrieb dazu usw.,
auf einem Zuführvorrichtungs-Tisch 37 angeordnet ist, der -gegenüber dem übrigen Maschinengestell-
der Etikettiervorrichtung -wie nachstehend beschriebenverlagerbar ist. Der Zuführvorrichtungs-Tisch
37 befindet sich mit allseitigem Spiel in einer Ausnehmung 38 des übrigen Maschinen-Tisches
39 der Etikettiermaschine. Hierzu sei insbesondere auf die Figur 4 verwiesen. Dort
ist erkennbar, daß in Lagern 40 des Maschinengestells 41 vertikale Gewindestangen
42 drehbar lagern, wobei sich in jedem Eckbereich des Zuführvorrichtungs-Tisches 37
eine derartige Gewindestange 42 befindet. Die oberen Enden der Gewindestangen 42 sind
in Axialführungen 43 des Zuführvorrichtungs-Tisches 37 gelagert. Mit den Gewinden
der Gewindestangen 42 kämmen Mutterelemente 44, die mit dem Zuführvorrichtungs-Tisch
37 verbunden sind. Ferner sind auf den Gewindestangen 42 drehfest Zahnräder 45 angeordnet,
die von einem Zahnriemen 46 umschlungen werden. Der Zahnriemen umschlingt ferner ein
Zahnrad 47 einer Kurbel 48, die ein Handrad 49 aufweist. Die Kurbel 48 ist am Maschinen-Tisch
39 drehbar gelagert.
[0014] Wird nun das Handrad 49 gedreht, so werden über den Zahnriemen 46 die Zahnräder 45
und damit die Gewindestangen 42 gedreht, wodurch -je nach Drehrichtung- die Mutterelemente
44 aufwärts oder abwärts bewegt werden. Damit wird auch der Zuführvorrichtungs-Tisch
37 nach oben oder nach unten bewegt, was zur Folge hat, daß sich gegenüber der Transportbahn
30 die Spendekante 36 und damit der dort herumgeführte, nicht dargestellte Etikettenbandträger
aufwärts- oder abwärtsbewegt. Hierdurch ist es somit möglich, das entsprechende zweite
Etikett in höheren oder tieferen Positionen auf den jeweiligen Behälter 10 aufzubringen.
[0015] Insgesamt ergibt sich, daß in der dritten Bearbeitungsstation der Etikettiermaschine
eine Behälterdrehstation ausgebildet ist, gegenüber der eine tangentiale Zuführvorrichtung
zum Zuführen des zweiten Etikettes vertikal in verschiedene Höhen verlagerbar angeordnet
ist.
1. Vorrichtung einer Etikettiermaschine zum vollflächigen Andrücken eines auf einen Behälter
(10) angehefteten Selbstklebeetiketts, die ein Anpreßglied (28) aufweist, das zum
vollflächigen Andrücken entlang einer Anpreßbewegung gegen das angeheftete Etikett
(2) gedrückt wird und drei Anpreßelemente aufweist, von denen das mittlere (26) entgegen
der Anpreßbewegungsrichtung federnd nachgiebig gelagert ist und die beiden äußeren
(25, 27) quer zu der Anpreßbewegungsrichtung nach außen verschwenkbar gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anpreßglied (28) aus drei, nebeneinander angeordneten Rollen (25, 26, 27)
aus elastischem Material besteht, die die Form von Kegelabschnitten haben, und daß
der Kegelabschnitt der mittleren Rolle (26) um 180° versetzt gegenüber den Kegelabschnitten
der außenliegenden Rollen (25, 27) liegt, so daß die Mantelflächen benachbarter Rollen
(25, 26, 27) etwa parallel zueinander verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formgebung der mittleren Rolle (26) derart an die benachbarten Rollen (25,
27) an der Stirnseite des gesamten Anpreßglieds (28) ausgebildet ist, daß alle Rollen
(25, 26, 27) dort etwa in einer Ebene liegen.
1. A device of a labelling machine for the pressing on, over its entire surface, of a
self-adhesive label stuck onto a container (10), which device has a pressure member
(28) which - for the purpose of pressing-on the stuck-on label (2) over its entire
surface - is pushed against the label along a pressing motion and which has three
pressure elements of which the middle pressure element (26) is mounted in a resiliently
yielding manner against the direction of the pressing motion and the two outer pressure
elements (25, 27) are mounted so as to be pivotable outwards transversely to the direction
of the pressing motion, characterised in that the pressure member (28) comprises three
rollers (25, 26, 27) which are arranged next to each other, are composed of a resilient
material and have the form of cone portions, and in that the cone portion of the middle
roller (26) is displaced by 180° relative to the cone portions of the outer rollers
(25, 27), so that the outer surfaces of adjacent rollers (25, 26, 27) extend substantially
parallel to one another.
2. A device in accordance with Claim 1, characterised in that at the end face of the
entire pressure member (28), the shaping of the middle roller (26) is matched to the
adjacent rollers (25, 27) in such a manner that all rollers (25, 26, 27) lie substantially
in one plane at the said end face.
1. Dispositif dans une machine d'étiquetage destinée à presser sur toute sa surface une
étiquette autocollante appliquée sur un récipient (10), comprenant un organe de pressage
(28), qui est poussé contre l'étiquette appliquée (2) afin de la presser sur toute
sa surface, le long d'un déplacement de pressage, et trois éléments de pressage, parmi
lesquels l'élément médian (26) est monté de façon à pouvoir s'effacer élastiquement
à l'encontre de la direction du déplacement de pressage, et les deux éléments extérieurs
(25, 27) sont montés de façon à pouvoir basculer vers l'extérieur perpendiculairement
à la direction du déplacement de pressage, caractérisé en ce que l'organe de pressage
(28) est constitué par trois rouleaux (25, 26, 27) agencés les uns à côté des autres,
en matériau élastique, qui présentent la forme de troncs de cône, et en ce que le
tronc de cône du rouleau médian (26) est placé avec un décalage de 180° par rapport
aux troncs de cône des rouleaux extérieurs (25, 27), de sorte que les surfaces enveloppes
de rouleaux voisins (25, 26, 27) s'étendent approximativement parallèlement les unes
aux autres.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conformation du rouleau
médian (26) est réalisée de telle façon vers les rouleaux voisins (25, 27) au niveau
de la face frontale de l'ensemble de l'organe de pressage (28), que tous les rouleaux
(25, 26, 27) y sont approximativement disposés dans un plan.