| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 744 366 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.08.2002 Patentblatt 2002/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.05.1996 |
|
|
| (54) |
Vorrichtung zum Führen einer Faserstoffbahn mit einer stationären Gleitleiste
Device for guiding a fibrous web comprising a stationary slide rail
Dispositif pour guider une bande fibreuse avec une barre de glissement stationnaire
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT DE FI IT SE |
| (30) |
Priorität: |
20.05.1995 DE 29508421 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.11.1996 Patentblatt 1996/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Paper Patent GmbH |
|
89522 Heidenheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Eichinger, Kurt
3150 Wilhelmsburg (AT)
- Humplstötter, Walter
3100 St. Pölten (AT)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 461 812 DE-A- 2 121 856 DE-A- 4 415 581 DE-U- 29 508 421 FR-A- 2 522 631
|
EP-A- 0 507 218 DE-A- 3 423 539 DE-B- 1 256 990 FR-A- 1 313 139 US-A- 4 697 728
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine stationäre Gleitleiste zum Führen einer laufenden Faserstoffbahn,
insbesondere einer Papieroder Kartonbahn.
[0002] Auf die folgenden Veröffentlichungen wird hingewiesen:
- D1:
- Lehr- und Handbuch "Die Papierfabrikation und ihre Maschinen" von F. Müller, II. Band
1938, Seite 467,
- D2:
- EP 0 643 168 A1.
[0003] In der Skizze Nr. 300 der Druckschrift D1 ist im Bereich einer Rollenschneidmaschine
eine sogenannte Faltenausstreichleiste dargestellt, welche nach dem Längsschneiden
der Papierbahn die Teilbahnen einer Aufwickel-Einrichtung zuführt.
[0004] Aus der Druckschrift D2, Figuren 3-6, sind sogenannte Tragluftbalken bekannt, bestehend
aus je einem Hohlprofil-Balken, der auf seiner der Papierbahn zugewandten Seite eine
Vielzahl von Blasluft-Bohrungen aufweist. Diese Tragluft-Balken sind in der Regel
auf der Auslaßseite einer Bahn-Streichanlage angeordnet, und zwar auf der gestrichenen
Seite der Bahn. Unter beträchtlichem Aufwand für das Zuführen der Blasluft wird dafür
gesorgt, daß die frisch gestrichene und also noch feuchte Seite der Papierbahn keinesfalls
in direkten Kontakt mit dem Tragluftbalken gelangt.
[0005] Aus der D3, FR-A- 2 522 631 ist eine Rollmaschine bekannt, bei der die Warenbahn
von einem Abrollwickel einer Längsteilvorrichtung zugeführt wird. Dabei wird die Bahn
über einen feststehenden Führungstisch geleitet. Der Führungstisch ist zur Warenbahnseite
hin konvex gekrümmt ausgebildet, wodurch mit der Warenbahn Luft in den Zwickel zwischen
dem gekrümmten Tisch und der Warenbahn eingeschleppt wird und dadurch die Bahn auf
einem Luftfilm schwimmt.
[0006] Aus der DE-A- 3 423 539 ( D4)ist eine Einrichtung zur Einstellung und Aufrechterhaltung
der Spannung in Querrichtung einer Bahn, insbesondere Papierbahn, erttnehmbar. Bei
dieser Einrichtung sind in Querrichtung der Bahn mehrere Beaufschlagungseinheiten
vorhanden. Die Beaufschlagungseinheiten sind zur Bahn hin bewegbar und mit einer gekrümmten
Führungsfläche versehen.
[0007] Eine Papier-Streichvorrichtung ist in der DE-A-4 415 581 (D5) offenbart, bei der
als Mittel zur Bahnumlenkung eine rotierende, angetriebene Walze vorgesehen ist. Der
Durchmesser der Walze muss hierbei so groß sein, dass sich mittels hoher Bahngeschwindigkeit
ein Luftpolster ausbildet und über der Umlenkwalze bestehen bleibt, so dass die laufende
Bahn aufschwimmt und das frisch aufgetragene Streichmedium nicht beschädigt wird.
[0008] Bei den genannten Lösungen ist die Art und Weise der Ausbildung eines Luftpolsters
zur Führung der Papier- oder Kartonbahn nur mit erheblichem Aufwand realisierbar.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine stationäre Gleitleiste
zum Führen einer Papier- oder Kartonbahn derart zu gestalten, daß sie mit möglichst
geringem Aufwand herstellbar und in der Regel ohne aktive Luftzufuhr anwendbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Der Vorteil
dieser Maßnahmen besteht darin, daß einerseits die zu führende Bahn vorübergehend
oder zeitweise mit der Oberfläche der Gleitleiste in Kontakt kommen kann, daß die
Bahn jedoch andererseits bei genügend hoher Laufgeschwindigkeit - dank der Ausbildung
eines aerodynamischen Schmierkeiles - meistens berührungslos über die konvex gerundete
Oberfläche der Gleitleiste gleitet. Die erfindungsgemäße Gleitleiste ist somit dazu
geeignet, vorzugsweise dort eingesetzt zu werden, wo bisher eine drehbare Bahnleitwalze
erforderlich ist. Solche Leitwalzen sind nicht nur in der Herstellung kostspielig,
sondern bedürfen auch einer laufenden Wartung. Demgegenüber wird durch die Erfindung
eine beträchtliche Einsparung erzielt.
[0011] Verglichen mit herkömmlichen Leitwalzen hat die erfindungsgemäße stationäre Gleitleiste
ein geringeres Gewicht und keine beweglichen Elemente (keine rotierende Masse); deshalb
wird nur eine vereinfachte Stuhlung benötigt. Ein zusätzlicher wichtiger Vorteil besteht
darin, daß die erfindungsgemäße Gleitleiste unempfindlich gegen erhöhte Temperatur
und gegen Temperaturschwankungen ist.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung und bevorzugte Anwendungen der
erfindungsgemäßen Gleitleiste sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] In der Zeichnung zeigt die Figur 1 einen Ausschnitt aus einer Streichanlage für eine
Papier- oder Kartonbahn mit dazugehörender Trocknungseinrichtung. Die Figur 2 ist
eine schematische Schrägansicht einer stationären Gleitleiste. Die Figur 3 zeigt eine
komplette Off-line-Streichmaschine.
[0014] Die Figur 4 zeigt eine Teilansicht (in Pfeilrichtung IV der Figur 3) auf die Bahn
mit einer gebogenen Gleitleiste.
[0015] Die Figur 5 zeigt eine über ihre Länge wölbbare und außerdem kippbare Gleitleiste.
[0016] Die Figur 6 ist ein Querschnitt nach Linie VI der Figur 5.
[0017] In Figur 1 läuft eine Papier- oder Kartonbahn 7 über Bahnleitwalzen 5 in ein Streichaggregat
8, von dort über weitere Bahnleitwalzen 6 zu einem Trocknungsaggregat 9. Dort läuft
die Bahn entlang der Unterseite des beispielsweise als Prallstrahltrockner ausgebildeten
Trocknungsaggregates, gestützt durch stationäre Gleitleisten 10, zu einer weiteren
Bahnleitwalze 12. Ein Teil der Bahnleitwalzen 5, 6 und die am Ende des Trocknungsaggregates
9 angeordnete Bahnleitwalze 12 sind mit nur symbolisch dargestellten Antrieben versehen.
Gemäß Figur 2 ist die einzelne stationäre Gleitleiste 10 auf mehreren Haltern oder
auf einer Stützleiste 14 abgestützt. Die Stützleiste 14 und die darauf befestigte
Gleitleiste 10 erstrecken sich quer über die gesamte Breite B der Bahn 7. Die Gleitleiste
10 hat eine (im Querschnitt gesehen) konvex gerundete Oberfläche 11. Vorzugsweise
wird die Gleitleiste 10 aus einem einfachen, billigen Stahl gefertigt. Nur die konvex
gerundete Oberfläche 11 wird mit einer Beschichtung versehen, beispielsweise aus einem
Hartmetall oder aus Keramik. Falls erforderlich, wird die beschichtete Oberfläche
11 glatt poliert. Auf diese Weise ist die Oberfläche 11 unempfindlich gegen gelegentliches
Berühren der laufenden Bahn 7. Jedoch wird bei kontinuierlichem Betrieb der Anlage
mit relativ hoher Bahnlaufgeschwindigkeit ein Kontakt der Bahn 7 mit der Oberfläche
11 der Gleitleisten 10 dadurch vermieden, daß die Unterseite der Bahn eine Luftgrenzschicht
herantransportiert, so daß sich an der Zulaufseite jeder Gleitleiste 10 ein aerodynamischer
Schmierkeil ausbildet.
[0018] Nur für besondere Fälle kann man auf der Zulaufseite einer Gleitleiste 10, wie bei
13 schematisch angedeutet, eine Luft-Zuführeinrichtung 13 vorsehen. Ein solcher besonderer
Fall liegt z. B. vor, wenn die Anlage aus dem Stillstand hochgefahren wird oder wenn
die Bahnlaufgeschwindigkeit generell ziemlich niedrig ist. In manchen Fällen wird
es ausreichen, nur im Bereich der beiden Bahnränder Luftzuführeinrichtungen vorzusehen.
[0019] Die Anordnung gemäß Figur 1 ist derart getroffen, daß in der Streichanlage 8 die
Oberseite der Papierbahn gestrichen und danach durch das Trocknungsaggregat 9 getrocknet
wird, so daß nur die ungestrichene Bahnunterseite mit den Bahnleitwalzen 6, 12 sowie
gelegentlich oder vorübergehend mit den Gleitleisten 10 in Kontakt kommt. In anderen
Fällen kann eine Gleitleiste aber auch auf der gestrichenen Seite der Bahn angeordnet
werden, z. B. wenn die Strichdicke relativ gering ist.
[0020] Gemäß Figur 1 ist die Unterseite des Prallstrahltrockners 9 eben. Deshalb sind die
Gleitleisten 10 derart angeordnet, daß die Bahn 7 auf einer im wesentlichen geradlinigen
Strecke an der Unterseite des Trockners 9 entlangläuft. Die Bahn 7 wird deshalb an
den Gleitleisten nicht (oder nicht nennenswert) umgelenkt.
[0021] Jedoch ist die erfindungsgemäße Gleitleiste auch für andere Anwendungen geeignet,
bei denen sie die zu führende Bahn mehr oder weniger stark umlenken muß. Als Beispiel
hierfür sei auf die Figur 3 hingewiesen. Diese zeigt eine komplette Off-line-Streichmaschine,
die zum Beschichten relativ dünner Papiere bei sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeiten
geeignet ist. Darin sind mehrere erfindungsgemäße stationäre Gleitleisten in Positionen
angeordnet, wo bisher üblicherweise normale drehbare Leitwalzen angeordnet wurden.
Im einzelnen erkennt man in der Figur 3 eine Abrollstation 20, von der die Papierbahn
17 zu einem Streichaggregat 18 für die Bahnoberseite läuft und danach vorbei an Infrarot-Trocknern
21, durch Heißlufttrockner 22 und durch eine Trockenzylindergruppe 23.
[0022] Danach läuft die Bahn 17 durch ein zweites Streichaggregat 18 für die Bahnunterseite,
ferner wiederum vorbei an Infrarottrocknern 21, durch Heißlufttrockner 22 und durch
eine zweite Trockenzylindergruppe 23, wonach die fertig beschichtete Bahn in einem
Rollapparat 24 aufgewickelt wird. Wie man sieht, beträgt die Bahn-Umlenkung an jeder
der stationären Gleitleisten 10 ungefähr zwischen 5 Grad und maximal etwa 40 Grad.
Man kann aber auch eine größere Umlenkung vorsehen, z. B. in der Größenordnung von
90°.
[0023] In Figur 4 ist schematisch angedeutet, daß eine Gleitleiste 10A ungefähr parallel
zur Bahnlaufrichtung ausgebogen sein kann. Hierdurch kann man die Papierbahn 17 quer
zur Bahnlaufrichtung glatt ziehen oder "breitstrecken". Mit Hilfe von nicht dargestellten
Biegevorrichtungen kann das Ausmaß b der Ausbiegung variiert werden.
[0024] In den Figuren 5 und 6 ist eine Gleitleiste 10B dargestellt, die in einer Richtung
im wesentlichen senkrecht zur Papierbahn 18 ausgebogen oder (mit anderen Worten) gewölbt
werden kann. Die Breite der Papierbahn ist in Figur 5 mit B bezeichnet. Zum Zwecke
des Wölbens der Gleitleiste 10B ist folgendes vorgesehen: Die Gleichtleiste 10B (und
gegebenenfalls eine mit ihr verbundene Stützleiste 14A) ruht auf mehreren Hubeinrichtungen,
z.B. Gewindespindeln 31. Diese sind über die Länge der Gleitleiste gleichmäßig verteilt
und individuell einstellbar. Die Gewindespindeln 31 sind auf einem Träger 34 (z.B.
Vierkant-Rohr) abgestützt. Sie können sich z.B., wie dargestellt, quer durch den Träger
hindurch erstrecken und können mittels je eines Handrades 32 verdreht werden. Hierdurch
kann man das Ausmaß der Wölbung (oder Ausbiegung z.B. nach oben) beliebig einstellen.
In Figur 5 ist beispielhaft ein nach oben gewölbter Zustand der Gleitleiste mit 10C
bezeichnet.
[0025] Der sich parallel zur Gleitleiste erstreckende Träger 34 hat beim dargestellten Ausführungsbeispiel
an jedem Ende einen Schwenkzapfen 35, mit deren Hilfe er in Haltern 33 (mit je einem
Klemmstück 33a) ruht. Die Halter 33 sind beispielsweise auf Maschinen-Längsträgern
36 befestigt, die auf Ständern 37 ruhen. Normalerweise erstrecken sich die Spindeln
31 im wesentlichen senkrecht zur Papierbahn 17. Jedoch kann man mit Hilfe der vorbeschriebenen
Bauweise den Träger 34 zusammen mit der Gleitleiste 10B, um einen gewissen Winkel
+a oder -a verschwenken. Der Winkel a kann z.B. bis zu 10° betragen. Durch die beschriebenen
Maßnahmen, nämlich Bogenverstellung und/oder Verschwenken der Gleitleiste kann wiederum
eine gewisse Breitstreckwirkung auf die Papier- oder Kartonbahn erzielt werden.
1. Vorrichtung zum Führen einer laufenden Faserstoffbahn, insbesondere einer Papieroder
Kartonbahn (7) durch eine Anlage zum Streichen der laufenden Bahn, mit den folgenden
Merkmalen:
a) es ist eine stationäre Gleitleiste (10) vorgesehen, die sich im wesentlichen über
die gesamte Bahnbreite (B) erstreckt und eine, im Querschnitt gesehen konvex gerundete,
für einen Kontakt mit der laufenden Bahn geeignete Oberfläche (11) aufweist
b) es ist wenigstens eine mit einem Antrieb versehene Walze (12) vorhanden, die der
Bahn (7) eine für die Ausbildung eines aerodynamischen Schmierkeiles ausreichende
Laufgeschwindigkeit verleiht
dadurch gekennzeichnet, dass
c) die mit dem Antrieb versehene Walze (12) eine Bahnleitwalze ist, die in Bahnlaufrichtung
gesehen der Gleitleiste (10) unmittelbar nachgeordnet ist
d) die Gleitleiste (10) auf mehreren, über ihre Länge verteilten und individuell einstellbaren
Hubeinrichtungen (31) ruht, die auf einem Träger (34) abgestützt sind
e) die Gleitleiste (10) mittels der Hubeinrichtungen (31) über ihre Länge in beliebigem
Ausmaß in Richtung zur Bahn (7) wölbbar ist und
f) die Gleitleiste (10) zusammen mit dem Träger (34) um einer zu ihrer Längserstreckung
parallele Achse (35) schwenkbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) aus Stahl gefertigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (11) der Gleitleiste (10) eine Beschichtung aus einem Hartmetall oder
aus Keramik aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (11) der Gleitleiste (10) poliert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitleiste (10) als ein Kunststoff-Profil ausgebildet ist, welches auf einem
Stahl-Tragkörper befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) aus einem temperaturbeständigem Kunststoff gefertigt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) im Bereich eines Bahn-Trocknungsaggregates (9) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) im Bereich eines zum Trocknen der Bahn (7) dienenden Prallstrahltrockners
(9) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) im Bereich eines zum Veredeln der Bahn (7) dienenden Streichaggregats
(8 oder 18) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) auf der ungestrichenen Seite der Bahn (7 oder 17) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) auf der gestrichenen Seite der Bahn angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf jener Seite, von welcher aus die Bahn (7) zur Gleitleiste (10) hinläuft (Zulaufseite),
eine Luft-Zuführeinrichtung (13) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass nur im Bereich der Bahn-Ränder je eine Luft-Zuführeinrichtung (13) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung, dass die Bahn (7) im wesentlichen ohne Umlenkung an der
Gleitleiste (10) vorbeiläuft.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung, daß die Bahn (17) beim Lauf über die Gleitleiste (10) umgelenkt
wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkwinkel zwischen 2 und 120 Grad, vorzugsweise zwischen 5 und 40 Grad beträgt.
17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleiste (10) im wesentlichen parallel zur Bahnlaufrichtung ausgebogen oder
ausbiegbar ist.
1. Apparatus for guiding a moving fibrous material web, in particular a paper or board
web (7), through a system for coating the moving web, having the following features:
a) a stationary sliding bar (10) is provided, which extends substantially over the
entire web width (B) and, viewed in cross-section, has a convexly rounded surface
(11) suitable for contact with the moving web
b) there is at least one roll (12) which is provided with a drive and which imparts
to the web (7) a running speed which is sufficient to form an aerodynamic lubricating
wedge
characterized in that
c) the roll (12) provided with the drive is a web guide roll, which, as viewed in
the web running direction, is arranged immediately downstream of the sliding bar (10)
d) the sliding bar (10) rests on a plurality of lifting devices (31) which are distributed
over its length and can be adjusted individually and which are supported on a carrier
(34)
e) the sliding bar (10) can be curved in the direction of the web (7) to any desired
extent over its length by means of the lifting devices (31), and
f) the sliding bar (10), together with the carrier (34), can be pivoted about an axis
(35) parallel to their longitudinal extent.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the sliding bar (10) is produced from steel.
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the surface (11) of the sliding bar (10) has a coating of a hard metal or ceramic.
4. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the surface (11) of the sliding bar (10) is polished.
5. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the sliding bar (10) is formed by a plastic section which is fixed to a steel carrying
element.
6. Apparatus according to Claim 5, characterized in that the sliding bar (10) is produced from a temperature-resistant plastic.
7. Apparatus according to one of Claims 1-6, characterized in that the sliding bar (10) is arranged in the area of a web drying unit (9).
8. Apparatus according to one of Claims 1-6, characterized in that the sliding bar (10) is arranged in the area of an impingement flow dryer (9) serving
to dry the web (7).
9. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the sliding bar (10) is arranged in the area of a coating unit (8 or 18) serving
to finish the web (7).
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that the sliding bar (10) is arranged on the uncoated side of the web (7 or 17).
11. Apparatus according to Claim 9, characterized in that the sliding bar (10) is arranged on the coated side of the web.
12. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that an air feed device (13) is arranged on that side on which the web (7) runs towards
the sliding bar (10) (feed side).
13. Apparatus according to Claim 12, characterized in that an air feed device (13) is provided only in the area of each of the web edges.
14. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterized by an arrangement such that the web (7) runs past the sliding bar (10) substantially
without being deflected.
15. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterized by an arrangement such that the web (17) is deflected as it runs over the sliding bar
(10).
16. Apparatus according to Claim 15, characterized in that the deflection angle is between 2 and 120 degrees, preferably between 5 and 40 degrees.
17. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the sliding bar (10) is bent or can be bent substantially parallel to the web running
direction.
1. Dispositif pour le guidage d'une bande fibreuse en mouvement, en particulier une bande
de papier ou de carton (7) à travers une installation pour l'enduction de la bande
en mouvement, avec les caractéristiques suivantes:
a) il est prévu une glissière fixe (10), qui s'étend sensiblement sur toute la largeur
de la bande (B) et qui présente, considérée en section transversale, une surface arrondie
convexe (11) adéquate pour un contact avec la bande en mouvement,
b) il y a au moins un rouleau (12) équipé d'un moteur, qui confère à la bande (7)
une vitesse de défilement suffisante pour la formation d'un coin lubrifiant aérodynamique,
caractérisé en ce que
c) le rouleau (12) équipé du moteur est un rouleau de guidage de la bande, qui est
disposé immédiatement après la glissière (10) en regardant dans le sens de défilement
de la bande,
d) la glissière (10) repose sur plusieurs dispositifs de levage (31) répartis sur
sa longueur et réglables individuellement, qui prennent appui sur un support (34),
e) la glissière (10) peut être cintrée sur sa longueur, dans une mesure quelconque
en direction de la bande (7), au moyen des dispositifs de levage (31), et
f) la glissière (10) peut pivoter avec le support (34) autour d'un axe (35) parallèle
à sa dimension longitudinale.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la glissière (10) est fabriquée en acier.
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la surface (11) de la glissière (10) présente un revêtement en un métal dur ou en
céramique.
4. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface (11) de la glissière (10) est polie.
5. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la glissière (10) se présente sous la forme d'un profilé en matière plastique, qui
est fixé sur un corps de support en acier.
6. Dispositif suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la glissière (10) est fabriquée en une matière plastique résistant à la température.
7. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1-6, caractérisé en ce que la glissière (10) est disposée dans la région d'un ensemble de séchage (9) de la
bande.
8. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1-6, caractérisé en ce que la glissière (10) est disposée dans la région d'un sécheur à jets obliques (9) servant
pour le séchage de la bande (7).
9. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la glissière (10) est disposée dans la région d'un ensemble d'enduction (8 ou 18)
servant pour le façonnage de la bande (7).
10. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que la glissière (10) est disposée sur la face non enduite de la bande (7 ou 17).
11. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que la glissière (10) est disposée sur la face enduite de la bande.
12. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un équipement d'arrivée d'air (13) sur la face (face d'entrée) par laquelle
la bande (7) arrive sur la glissière (10).
13. Dispositif suivant la revendication 12, caractérisé en ce qu'il n'est prévu un équipement d'arrivée d'air (13) que dans la région des bords de
la bande.
14. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé par une disposition telle que la bande (7) franchisse la glissière (10) sensiblement
sans déviation.
15. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé par une disposition telle que la bande (17) soit déviée lors de son franchissement de
la glissière (10).
16. Dispositif suivant la revendication 15, caractérisé en ce que l'angle de déviation est compris entre 2 et 120 degrés, de préférence entre 5 et
40 degrés.
17. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la glissière (10) est cintrée ou peut être cintrée sensiblement parallèlement au
sens de défilement de la bande.