[0001] Die Erfindung betrifft eine Platte als Belag von Böden und/oder Wandflächen im Freien
und/oder in geschlossenen Räumen von beliebiger geometrischer Form, mit einer Deckplatte
aus lichttransparentem Material und einer Unterplatte, die auf einer Seite mit der
Deckplatte verbunden ist, wobei unter der Deckplatte in der Unterplatte ein(e) oder
mehrere Kanäle, Bohrungen oder Aussparungen für eine oder mehrere elektronisch gesteuerte
Leuchtschriften und/oder Leuchtzeichen angeordnet sind.
[0002] Die GB-A-2 242 455 beschreibt eine Bodenplatte für transportierbare Böden, in welcher
wenigstens eine Leuchtdiode angeordnet und mit einer transparenten Deckplatte abgedeckt
ist. Nachteilig an der darin beschriebenen Platte ist, daß diese keine oder eine nur
unzureichende Trittschalldämpfung und Isolierung und des weiteren aufgrund der Verwendung
von normalem Glas bzw. Acrylglas nur eine eingeschränkte Kratzfestigkeit aufweist.
[0003] Die BE-A-638 394 zeigt eine Bodenplatte als Teil einer Fußbodenheizung, wobei in
der Bodenplatte ein elektrischer Widerstandsdraht als Heizelement integriert ist.
[0004] Weitere Bodenplatten sind in der DE-A-35 02 563, der DE-U-93 02 731 und der DE-U-93
02 731 offenbart.
[0005] Ein Nachteil dieser bekannten Bodenplatte besteht jedoch darin, daß das auf einem
Rohboden verlegte Einscheiben-Sicherheitsglas kaum eine Trittschalldämpfung aufweist.
Des weiteren bietet diese Bodenplatte eine nur sehr geringe Isolierung gegenüber Temperatureinflüssen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Platte mit hoher Trittschalldämpfung und hoher
Kratzfestigkeit als eigenständige, dichte Einheit für Außen- und Innenbereiche zu
schaffen, welche die Vorteile eines Belages von Böden oder Wänden mit Glas bietet,
und darüber hinaus Möglichkeiten zur Darstellung von Information ermöglicht.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch
1 genannten Merkmale gelöst.
[0008] Die Gestaltung der Platte mit einer Deckplatte aus dem lichttransparentem Material
Sicherheitsglas und einer Unterplatte bietet den Vorteil, daß sie in jeder geometrischen
Form ausführbar ist und somit beliebige Ausgestaltungsmöglichkeiten für die Wand-
bzw. Bodenfläche bietet.
[0009] Auf einer Seite der Deckplatte wird die Unterplatte angebracht, woraus sich der Vorteil
ergibt, daß sich durch verschiedenartige Ausgestaltungen der Unterplatte sehr viele
Nutzungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Platte ergeben bzw. daß der Anwendungsbereich
der Platte vergrößert wird. So können Teile, Geräte oder Einrichtungen, die man nicht
in die Deckplatte einbauen kann, in die Unterplatte integriert werden. Darüber hinaus
erhöht die Unterplatte die Stabilität erheblich.
[0010] Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt in der Ausbildung der Unterplatte aus
Hartschaum, Kork oder Filz. Damit stellt die Platte eine wirksame Isolierung gegenüber
Temperatureinflüssen von Seiten des Bodens oder der Wand dar. Ein weiterer Vorteil
der Ausbildung der Unterplatte aus den genannten Materialien besteht darin, daß die
Platte dadurch bei einer Verwendung als Bodenbelag eine hohe Trittschalldämpfung aufweist.
[0011] Damit ergibt sich der Vorteil, daß mit geringem Aufwand beliebig Schlitze, Kanäle,
Öffnungen oder dergleichen in die Unterplatte eingebracht werden können. Die Unterplatte
kann damit sehr leicht an die entsprechenden in sie integrierten Leuchtzeichen, Leuchtschriften
oder deren Verkabelungen angepaßt werden. Das Hartschaummaterial bietet darüber hinaus
weitere Vorteile, da es durch seine geschäumte Struktur und die wasserdichten oder
wasserabweisenden Eigenschaften, die z.B. durch ein Kunststoffmaterial erzielt werden
können, neben einer sehr guten Trittschalldämpfung auch eine sehr gute Isolierwirkung
aufweist und somit die Sicherheitsglasscheibe gegenüber dem Rohboden sowohl thermisch
als auch akustisch isoliert.
[0012] Vorteilhafterweise können die Kanäle als Schlitz oder Unterbrechung in der Unterplatte
gebildet sein, wobei, in einer sehr günstigen Weiterbildung der Erfindung, die Kanäle
von benachbart zueinander liegenden Platten miteinander verbindbar sind.
[0013] Daraus ergibt sich der Vorteil, daß auch Einrichtungen, die in verschiedenen Platten
untergebracht sind, problemlos miteinander verbindbar sind. Diese Ausgestaltung ist
besonders dann vorteilhaft, wenn man mit den Platten einen Bodenbelag bilden möchte,
der auswechselbar sein soll oder der nur zeitweise verlegt wird, wie z.B. auf Messen.
Diese Methode ergibt schnelle und einfache Verbindungen. Dadurch, daß die Kanäle miteinander
verbindbar sind, können mit den Leuchtkörpern Leuchtbilder, welche sich über mehrere
Platten erstrecken, gebildet werden, aber auch Fluchtwege in Gebäuden, wie z.B. Hotels
lassen sich dadurch vorteilhafterweise über eine Vielzahl von Platten hinweg markieren.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Platte ergibt sich dadurch, daß die Verbindung
zwischen der Unterplatte und der Deckplatte durch eine Klebeschicht erfolgt. Die vollflächige
Verklebung der Deckplatte mit der Unterplatte, wobei die gesamte der Deckplatte zugewandte
Oberfläche der Unterplatte mit Kleber versehen ist, gewährleistet eine dauerhafte,
zuverlässige und dichte Verbindung zwischen der Deckplatte und der Unterplatte. Des
weiteren stellt sie eine einfache und kostengünstige Verbindung dar.
[0015] Durch eine Verlegung von mehreren Platten neben- und hintereinander erhält man einen
vollflächigen Boden- oder Wandbelag, der den ganzen Raum ausfüllen kann. Im Gegensatz
zu bekannten Bodenbelägen sind die Platten jedoch bei Bedarf auch einzeln austauschbar.
Dies erleichtert nicht nur Reparaturen, sondern sichert damit auch eine einfache und
schnelle Zugangsmöglichkeit zu allen Einrichtungen und Teilen, die sich unter der
Deckplatte, wie z.B. in oder an der Unterplatte, befinden.
[0016] Auf diese Weise erhält man einen Boden- oder Wandbelag, der praktisch jederzeit teilweise
oder auch ganz ausgetauscht oder den jeweiligen Anforderungen und Wünschen des Benutzers
angepaßt werden kann. So können die Platten z.B. für Messen oder Ausstellungen ausgelegt,
anschließend wieder entfernt und dann erneut an anderer Stelle wieder eingesetzt werden.
[0017] Dabei ergeben sich besondere Vorteile aus der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Deckplatte aus Sicherheitsglas. Da Sicherheitsglas sehr hart ist, stellt dies vor
allem die positiven Eigenschaften der Platte bezüglich Kratzfestigkeit sicher. Da
die Verarbeitung von Glas bekannt ist, treten vorteilhafterweise bei der Herstellung
der Deckplatte aus Glas keine Schwierigkeiten auf.
[0018] Vorteilhafterweise kann die Platte als Raumbegrenzungsfläche ausgebildet sein, wobei
die Oberfläche der Deckplatte bündig mit einer Nachbarfläche verlegt ist.
[0019] Die Platten können somit nicht nur als vollflächige Verkleidung des Bodens oder einer
Wand eines Raumes eingesetzt werden, sondern sind vorteilhafterweise auch dazu geeignet,
daß sie in einem vorhandenen Boden- oder Wandbelag eingefügt werden und bündig mit
einer Nachbarfläche aus einem anderen Material, wie beispielsweise einem Teppichboden,
verlegt werden können.
[0020] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Platte liegt darin, daß unter der Deckplatte
in der Unterplatte einer oder mehrere Kanäle, Bohrungen oder Aussparungen angeordnet
sind. In der erfindungsgemäßen Platte können in den Kanälen, Bohrungen oder Aussparungen
dabei eine oder mehrere, einzeln oder im Verbund angeordnete Leuchtkörper angebracht
sein.
[0021] Durch das Anbringen einer oder mehrerer Leuchtkörper, die in verschiedenen Farben
ausgeführt sein können, in den Kanälen, Bohrungen oder Aussparungen bieten sich vielfältige
optische Ausgestaltungsmöglichkeiten der Platte. So können bei einer entsprechenden
Positionierung von mehreren Leuchtkörper beispielsweise Werbeaussagen durch die Platte
vermittelt werden. Auch Hinweisschilder, z.B. "Notausgang" sind dadurch in vorteilhafter
Weise in den Bodenbelag integrierbar. Durch eine Ausbildung der Hinweisschilder als
Laufschrift kann ihre Wirkung noch verbessert werden.
[0022] In einem Kanal in der Unterplatte sind die Leuchtkörper mit den dazugehörigen Kabeln
und Zubehör unauffällig unter der Deckplatte verlegt werden, wobei das lichttransparente
Material der Deckplatte von den Leuchtkörpern völlig unberührt bleibt. Das Anbringen
der Leuchtkörper und der dazugehörigen Verbindungselemente, wie z.B. Kabel, in der
Unterplatte erweist sich vorteilhafterweise als völlig unproblematisch, da mit nur
geringem Aufwand beliebige Schlitze oder Unterbrechungen in der Unterplatte vornehmbar
sind, wenn diese aus entsprechendem Material besteht.
[0023] Durch die eine oder mehrere elektronisch gesteuerte Leuchtschriften und/oder Leuchtzeichen
wird erreicht, daß - z.B. bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Platte als Straßenbelag
- Verkehrszeichen in den Straßenbelag integriert werden können, ohne daß sie der Abnutzung
durch Autoreifen unterworfen sind, wie dies bei den aus der Praxis bekannten Straßenmarkierungen
der Fall ist.
[0024] Des weiteren läßt sich eine erfindungsgemäße Platte leicht reinigen, wodurch der
Informationswert der Farbbeschichtung auch nach starker Verschmutzung wieder schnell
zur vollen Wirkung gebracht werden kann.
[0025] Die Platte läßt sich weiterhin vorteilhaft ausgestalten, indem die Deckplatte mit
einem Siebdruckmuster und/oder einer farbigen Glas-Emaille- Schicht auf seiner Ober-
oder Unterseite versehen sein kann.
[0026] Durch Aufbringen einer Farbbeschichtung auf die Deckplatte, insbesondere an ihrer
Unterseite, ergeben sich hinsichtlich der optischen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Platte nahezu unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. So kann die Oberfläche oder vorteilhafterweise
die Unterfläche der Deckplatte mit einem beliebigen Siebdruck versehen sein. Dieser
kann dort unterbrochen sein, wo es für weitergehende Funktionen der Platte notwendig
ist. Es ist außerdem möglich, eine farbig emaillierte Schicht in die Ober- oder Unterfläche
der Deckplatte einzubrennen. Diese Emaille-Schicht kann so gestaltet sein, daß sie
abriebfest und zugleich rutschfest, aber auch glatt oder satiniert ist. Auch eine
Kombination verschiedener Eigenschaften ist dabei möglich.
[0027] Die Farben sowie Muster sind frei wählbar. Die Beschichtung kann als Flächendruck
oder Ornament ausgeführt sein. Es lassen sich problemlos alle Arten von Zeichen, Schriften
und Firmen-Logos aufbringen und je nach Farbe und Form kann bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Platte eine entsprechende Raumwirkung erzielt werden.
[0028] Bei einer Anordnung der Farbbeschichtung auf der Unterfläche der Deckplatte ist vorteilhafterweise
ein Schutz gegen Abrieb oder Verschleiß gegeben. Damit kann die erfindungsgemäße Platte
auch als Werbefläche auf stark frequentierten Böden, z.B. auf Messen oder in Verkaufsräumen,
optimal genutzt werden. Weiterhin ist die Einarbeitung in Straßenbeläge mit Verkehrshinweisen
möglich.
[0029] Insbesondere bei Farb- und Informationsdrucken, welche auf die Unterfläche der Deckplatte
angebracht worden sind, werden Abnutzungserscheinungen auf der Plattenoberfläche vermieden,
und der Farb- und/oder Informationsdruck bleibt gut sichtbar.
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zur Verbindung der Platte mit einer anderen Platte
ein Fugen-Dichtstoff vorgesehen ist.
[0031] Durch das Einfügen von Dichtfugen bei der Verbindung mehrerer erfindungsgemäßer Platten
miteinander erreicht man einen Schutz der gesamten Oberfläche der Platten gegen Wasser
und Schmutz. Wenn als Fugen-Dichtstoff-Material zum Beispiel Silikon verwendet wird,
so müssen aufgrund der Elastizität des Silikons die Ausdehnungskoeffizienten der Plattenmaterialien
nicht weiter berücksichtigt werden, da die Silikon-Dichtfuge Dehnungen aufnimmt, die
beispielsweise durch Temperaturveränderungen verursacht werden können.
[0032] Ein weiterer Vorteil der Dichtfugen ist, daß sie sehr leicht zu entfernen sind, so
daß die einzelnen Platten problemlos ausgewechselt werden können. Dies ermöglicht
eine einfache Zugänglichkeit zu allen Einrichtungen, die unter der erfindungsgemäßen
Platte angeordnet sein können. Diese Einrichtungen können dann in einfacher Weise
auch nachträglich verändert werden.
[0033] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Platte kann darin bestehen,
daß die Deckplatte eine Druckfestigkeit von annähernd 900 N/mm
2 aufweist, daß ihre Schlagfestigkeit gegenüber Stößen von weichen Körpern mehr als
80 Nm, vorzugsweise 100 Nm, und gegenüber Stößen von harten Körpern mehr als 25 Nm,
vorzugsweise 30 Nm, beträgt, und daß sie mit einer Dauertemperatur von mehr als 300°C
beanspruchbar ist.
[0034] Damit wird sichergestellt, daß die erfindungsgemäße Platte bei Verwendung als Bodenbelag
auch an stark durch Personenverkehr frequentierten Plätzen oder auch an Stellen, an
denen sie mit schweren Kraftfahrzeugen befahren wird, eingesetzt werden kann, ohne
daß sie zu Bruch geht bzw. durch Schläge Schaden nimmt. Weiterhin ist dadurch sichergestellt,
daß die Platte bei Kontakt mit heißen Medien nicht springt. In der Praxis hat sich
herausgestellt, daß es besonders vorteilhaft ist, wenn die Deckplatte gegenüber einem
Temperaturgradienten zwischen seiner Mitte und seinem Rand von 150 K resistent ist.
[0035] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Platte kann darin
bestehen, daß unter der Deckplatte in der Unterplatte Versorgungsleitungen angeordnet
sind.
[0036] Durch die Anordnung von Versorgungsleitungen in der Unterplatte kann vorteilhafterweise
ein komplettes Leitungssystem für die verschiedensten Anwendungen sehr einfach vormontiert
werden und die Platte braucht anschließend auf der Baustelle nur noch eingebaut zu
werden.
[0037] Diese Technik macht es möglich, bei eventuell anfallenden Reparaturen sehr viel einfacher
als bisher bekannt Versorgungsleitungen aus- bzw. einbauen zu können.
[0038] Weiterhin entfallen Probleme, die bisher auftauchen, wenn man ein Loch in eine Wand
bohren bzw. einen Nagel in eine Wand schlagen möchte. Die in den Bodenbelag integrierten
Leitungen werden in der Wand nämlich nur bis zu der Höhe weitergeführt, in der sie
benötigt werden.
[0039] In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Platte
an ihren Kanten Steckverbindungen für Versorgungsleitungen aufweist.
[0040] Dies erleichtert die Montage der erfindungsgemäßen Platten auf der Baustelle wesentlich,
weil die Verbindung der Versorgungsleitungen zwischen den einzelnen Platten durch
einfaches Zusammenfügen erreicht werden kann.
[0041] Weiterhin ist von Vorteil, wenn unter der Deckplatte in der Unterplatte eine Fußbodenheizung
angeordnet ist.
[0042] Dadurch ist es möglich, eine komplette Fußbodenheizung durch den Hersteller der Platte
einzubauen und sehr einfach zu verlegen.
[0043] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Platte
besteht darin, die Deckplatte mit Öffnungen für Steckdosen und/oder Rohrleitungen
und/oder die Unterplatte mit Aussparungen für Schalter und/oder Sensoren zu versehen.
[0044] Diese Öffnungen im Bodenbelag ermöglichen eine saubere und darüber hinaus sehr praktische
Möglichkeit der Integration von Steckdosen und/oder Rohrleitungsöffnungen in einen
Bodenbelag. Dadurch können z.B. Behinderungen durch zu lange Zuleitungen von elektrischen
Geräten vermieden werden, weil die Steckdosen direkt dort plaziert werden können,
wo die Geräte vorgesehen sind. Des weiteren ist es dadurch möglich, z.B. Wasseranschlüsse
problemlos nicht nur an der Wand, sondern an beliebige Stellen in einem Raum zu plazieren.
[0045] Durch die vorteilhafte Anordnung von Schaltern und/oder Sensoren in der Unterplatte,
die berührungslos ausgelöst werden können, erhält man eine sehr praktische Alternative
zu den bisher bekannten Auslöse- und Steuergeräten, welche oftmals sehr provisorisch
in einen Raum integriert werden müssen.
[0046] Dies ist nur durch das lichttransparente Material der Deckplatte möglich, da zwischen
dem Bediener und dem jeweiligen Sensor durch das lichttransparente Material der Deckplatte
eine optische Verbindung erst ermöglicht wird. Dazu ist der auf der Deckplatte vorgesehene
Siebdruck bzw. die Glas-Emaille-Schicht an den entsprechenden Stellen unterbrochen.
[0047] Die Sensoren können dazu verwendet werden, die verschiedensten elektrischen und elektronischen
Geräte, wie z.B. Türöffner oder Alarmanlagen auszulösen. Dazu können die Sensoren
als Bewegungsmelder, Radarfühler, Belastungsfühler oder Lichtschranken ausgebildet
sein.
[0048] Nachfolgend sind anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung prinzipmäßig
beschrieben.
[0049] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Platte, die in Kombination mit anderen erfindungsgemäßen
Platten verlegt ist und
- Fig. 2
- einen Schnitt durch mehrere erfindungsgemäße Platten, die in Kombination miteinander
verlegt sind.
[0050] Bezugnehmend auf Fig. 1 und Fig. 2 sind mehrere Bodenplatten, die in Kombination
miteinander verlegt sind, dargestellt. Eine Platte 1 besteht aus einer je nach Bedarf
6 mm bis 20 mm dicken Deckplatte 2 aus lichttransparentem Material, an deren Unterseite
eine bedarfsweise 3 mm bis 100 mm dicke Unterplatte 3 angebracht ist. Die Unterplatte
3 ist dabei mit der Deckplatte 2 vollflächig mit einem Kleber verklebt, wodurch sich
eine Klebeschicht 4 zwischen der Deckplatte 2 und der Unterplatte 3 ergibt.
[0051] Die Unterplatte 3 besteht aus Hartschaum, was die Verwendung von Kork oder Filz nicht
ausschließt.
[0052] In die Unterplatte 3 sind Kanäle 5 zur Aufnahme von Leuchtkörpern 6 eingebracht,
indem die Unterplatte 3 dort, wo die Leuchtkörper 6 und das dazugehörige Kabel (nicht
dargestellt) verlaufen, unterbrochen ist.
[0053] An den Stellen, an denen sich die Leuchtkörper 6 befinden, ist die Deckplatte 2 frei
von einer Farbbeschichtung, damit das Licht der Leuchtkörper 6 durch die Deckplatte
2 hindurchscheinen kann.
[0054] Zur Unterstützung der Leuchtkraft der Leuchtkörper 6 befinden sich unter den Leuchtkörpern
6 spiegelähnliche Reflektoren 7, welche das Licht der Leuchtkörper 6 reflektieren
und somit die Lichtabstrahlung nach oben durch die Deckplatte 2 hindurch verstärken.
[0055] Die Kanäle 5 für die Leuchtkörper 6, die Reflektoren 7 und das Kabel der Leuchtkörper
6 sind in benachbart zueinander liegenden Platten so ausgestaltet, daß sie miteinander
verbindbar sind.
[0056] Die einzelnen Platten 1 sind auf einem planen Rohboden 8 aufgelegt, ohne an diesem
fixiert zu sein.
[0057] Zwischen den Platten 1 befindet sich ein Fugen-Dichtstoff 9, der in dieser Ausführung
der Erfindung als Silikon-Dichtfuge ausgebildet ist. Die Silikon-Dichtfuge füllt einen
vorzugsweise 3 mm breiten Zwischenraum zwischen den Platten 1 aus.
[0058] Die Oberfläche der Platte 1 kann je nach Anwendungszweck glatt oder strukturiert
ausgeführt sein. So ist auch eine Ausführung möglich, bei der die Oberfläche der Platte
1 mit einem nicht näher dargestellten Anti-Rutsch-Belag versehen ist.
[0059] In die Unterplatte 3 sind Versorgungsleitungen 10, z.B. zur Strom- oder Wasserversorgung
verlegt.
[0060] An den Kanten der Platte 1 befinden sich Steckverbindungen 11 für die Versorgungsleitungen
10.
[0061] Des weiteren sind in der Deckplatte 2 Öffnungen 12 vorgesehen, in die Steckdosen
und/oder Rohrleitungen eingebaut werden können.
[0062] Die Unterplatte 3 ist mit Aussparungen 13 für Sensoren 14 und/oder Schalter versehen.
Diese Sensoren können dann die verschiedensten, nicht näher dargestellten elektrischen
und elektronischen Geräte auslösen oder steuern. Dazu sind Unterbrechungen im Aufdruck
der Deckplatte 2 notwendig.
[0063] Zusätzlich kann in die Unterplatte eine Fußbodenheizung integriert sein. Da Fußbodenheizungen
allgemein bekannt sind, wird hier auf eine Darstellung dieser Ausführungsform verzichtet.
1. Platte (1) als Belag von Böden und/oder Wandflächen im Freien und/oder in geschlossenen
Räumen, von beliebiger geometrischer Form, mit einer Deckplatte (2) aus lichttransparentem
Material und einer Unterplatte (3), die auf einer Seite mit der Deckplatte (2) verbunden
ist, wobei unter der Deckplatte (2) in der Unterplatte (3) ein(e) oder mehrere Kanäle
(5), Bohrungen oder Aussparungen für eine oder mehrere elektronisch gesteuerte Leuchtschriften
und/oder Leuchtzeichen angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatte (2) aus Sicherheitsglas gebildet ist, wobei die Unterplatte (3) über
eine Klebeschicht (4), welche die gesamte der Deckplatte (2) zugewandte Oberfläche
der Unterplatte (3) bedeckt, vollflächig mit der Deckplatte (2) verbunden ist, und
wobei die Unterplatte (3) aus Hartschaum, Kork oder Filz besteht.
2. Platte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kanäle (5) von benachbart zueinander liegenden Platten (1) miteinander verbindbar
sind.
3. Platte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatte (2) mit einem Siebdruckmuster und/oder einer farbigen Glas- Emaille-Schicht
auf ihrer Ober- oder Unterseite versehen ist.
4. Platte nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie als Raumbegrenzungsfläche ausgebildet ist, wobei die Oberfläche der Deckplatte
(2) bündig mit einer Nachbarfläche verlegbar ist.
5. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Unterplatte (3) als Isolier- und/oder Dämm- und/oder Trägerschicht ausgebildet
ist.
6. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Verbindung mit einer anderen Platte (1) ein Fugen-Dichtstoff (9) vorgesehen ist.
7. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatte (2) eine Druckfestigkeit von annähernd 900 N/mm2 aufweist, daß ihre Schlagfestigkeit gegenüber Stößen von weichen Körpern mehr als
80 Nm, vorzugsweise 100 Nm, und gegenüber Stößen von harten Körpern mehr als 25 Nm,
vorzugsweise 30 Nm, beträgt und daß sie mit einer Dauertemperatur von bis zu 300 °C
beanspruchbar ist.
8. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
unter der Deckplatte (2) in der Unterplatte (3) Versorgungsleitungen (10) angeordnet
sind.
9. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie an ihren Kanten Steckverbindungen (11) für Versorgungsleitungen (10) aufweist.
10. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
unter der Deckplatte (2) in der Unterplatte (3) eine Fußbodenheizung angeordnet ist.
11. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatte (2) mit Öffnungen (12) für Steckdosen und/oder Rohrleitungen versehen
ist und/oder die Unterplatte (3) mit Aussparungen (13) für Schalter und/oder Sensoren
versehen ist.
1. Slab (1) as a covering for floors and/or wall surfaces in the open and/or in enclosed
spaces of any geometrical shape, with a cover plate (2) of translucent material and
an underneath plate (3), which is connected on one face to the cover plate (2), in
which underneath the cover plate (2) and in the underneath plate (3) there are provided
one or more channels (5), bores or recesses for one or more electronically controlled
light messages and/or light symbols,
characterised in that
the cover plate (2) is made of safety glass, the underneath plate (3) being joined
over its full area to the cover plate (2) by an adhesive layer (4) which covers the
entire surface of the underneath plate (3) which is towards the cover plate (2), and
the underneath plate (3) being made of rigid foam, cork or felt.
2. Slab according to claim 1,
characterised in that
the channels (5) of slabslwhich lie adjacent one another can be connected together.
3. Slab according according to claim 1 or 2,
characterised in that
the cover plate (2) is provided with a screen-printed pattern and/or a coloured glass
or enamel layer on its upper or lower face.
4. Slab according to claim 2 or 3,
characterised in that
it is formed as a space bounding surface, the surface of the cover plate (2) being
joined to an adjacent surface.
5. Slab according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the underneath plate (3) is in the form of an insulating and/or blocking and/or carrier
layer.
6. Slab according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
a gap-sealing material (9) is provided for connection to another slab (1).
7. Slab according to one of claims 1 to 6,
characterised in that
the cover plate (2) has a compressive strength of nearly 900 N/mm2, that its impact strength against shocks from soft bodies is more than 80 Nm, preferably
100Nm, and against shocks from rigid bodies more than 25 Nm, preferably 30 Nm and
that it can withstand a continuous temperature of up to 300°C.
8. Slab according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
supply leads (10) are arranged in the underneath plate (3) below the cover plate (2).
9. Slab according to one of claims 1 to 8,
characterised in that
it has socket connections (11) for supply leads (10) at its edges.
10. Slab according to one of claims 1 to 9,
characterised in that
a floor heating arrangement is mounted in the underneath plate (3) below the cover
pate (2).
11. Slab according to one of claims 1 to 10,
characterised in that
the cover plate (2) is provided with openings (12) for sockets and/or pipe connections
and/or the underneath plate (3) is provided with recesses (13) for switches and/or
sensors.
1. Plaque (1) servant de revêtement pour les sols et/ou pour les surfaces murales, en
extérieur et/ou dans des espaces fermés, de forme géométrique quelconque, comportant
une plaque de recouvrement (2) réalisée en une matière translucide, et une plaque
de substrat (3) qui est assemblée à la plaque de recouvrement (2) par une face, dans
laquelle un ou plusieurs canaux (5), perçages ou évidements sont prévus dans la plaque
de substrat (3) sous la plaque de recouvrement (2), pour recevoir un ou plusieurs
caractères lumineux et/ou signes lumineux commandés électroniquement,
caractérisée en ce que
la plaque de recouvrement (2) est réalisée en verre de sécurité, la plaque de substrat
(3) étant fixée à la plaque de recouvrement (2), par toute sa surface, au moyen d'une
couche de colle (4) qui recouvre toute la surface de la plaque de substrat (3) qui
est orientée vers la plaque de recouvrement (2), la plaque de substrat (3) étant composée
d'une mousse dure, de liège ou de feutre.
2. Plaque selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les canaux (5) des plaques (1), qui sont situées l'une à côté de l'autre, peuvent
être raccordés entre eux.
3. Plaque selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la plaque de recouvrement (2) est pourvue d'un motif sérigraphié et/ou d'une couche
colorée, en verre ou en émail sur sa face supérieure ou sur sa face inférieure.
4. Plaque selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée en ce que
elle constitue une surface de limitation d'espace, la surface de la plaque de recouvrement
(2) pouvant être disposée à fleur d'une surface voisine.
5. Plaque selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la plaque de substrat (3) est constituée par une couche isolante et/ou calorifuge
et/ou porteuse.
6. Plaque selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
une matière d'étanchéité de joint (9) est prévue pour l'assemblage avec une autre
plaque (1).
7. Plaque selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
la plaque de recouvrement (2) présente une résistance à la pression d'environ 900
N/mm2, en ce que sa résistance au choc est égale à plus de 80 Nm, de préférence 100 Nm, pour des impacts
de corps mous, et plus de 25 Nm, de préférence 30 Nm pour des impacts de corps durs,
et en ce qu'elle peut être soumise à une température permanente de et jusqu'à 300 °C.
8. Plaque selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
des conduites d'alimentation (10) sont disposées sous la plaque de recouvrement (2),
dans la plaque de substrat (3).
9. Plaque selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
elle comporte, le long de ses bords, des raccords à emmanchement (11) pour recevoir
les conduites d'alimentation (10).
10. Plaque selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
un chauffage par le sol est disposé sous la plaque de recouvrement (2), dans la plaque
de substrat (3).
11. Plaque selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que
la plaque de recouvrement (2) est pourvue d'ouvertures (12) pour recevoir des socles
de prise et/ou des conduites tubulaires, et/ou la plaque de substrat (3) est pourvue
d'évidements (13) pour recevoir des interrupteurs et/ou des capteurs.