[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Lagern von heterogenem Müll in Zwischen-
bzw. Verratslagern in einer im wesentlichen inerten Atmosphäre.
[0002] Anlagen, in denen Abfälle wie Haus- und Sondermüll, Klärschlämme und Industrieabfälle
thermisch behandelt werden, verfügen eingangsseitig über Müllbunker, in denen größere
Mengen dieser heterogenen Entsorgungsgüter zwischengelagert bzw. vorratsgespeichert
werden. Diese Abfälle, hier zusammengefaßt als "Müll" bezeichnet, sind in ihrer sehr
heterogenen Zusammensetzung und in den üblichen Lagermengen von Tausenden von Tonnen
ein erhebliches Umweltrisiko.
[0003] Zündquellen, wie Ofenasche, Chemikalien und Metallteile, werden unkontrolliert eingebracht.
Zusätzlich laufen im Bunker - trotz ständigen Luftaustausches aerobe und anaerobe
Prozesse ab, die u.a. Temperaturerhöhungen bis zur Selbstentzündung verursachen können.
[0004] Müllbunker sind daher Gefahrenpotentiale im Sinne der Störfallverordnung. Bei Störfällen
ist mit erheblichen und äußerst negativen Auswirkungen zu rechnen. Bei den hier angesprochenen
Anlagenbereichen handelt es sich um beispielhafte Anlagenbereiche, bei denen die augenfälligen
Gefahren zu völlig unterschiedlich gearteten Störfällen führen können (J. Look, TÜV
Bayern/Sachsen, Sicherheitstechnik bei Abfallverbrennungsanlagen im Hinblick auf die
Störfallverordnung, Konferenz Thermische Entsorgung von Abfall und Reststoffen, 9.
und 10.12.1993, Köln).
[0005] Die im Brandfall freigesetzten wesentlichen gefährlichen Stoffe sind
- Schwermetallverbindungen,
- saure Gase,
- organische Schadstoffe aus der Kunststoffverschwelung,
- polyhalogenierte Dibenzodioxine und Furane sowie andere cancerogene Systeme.
[0006] Den vorgenannten Untersuchungen des TÜV Bayern/Sachsen (Look) sind die in der Anlage
beigefügten Tabellen 1 bis 14 entnommen, die das qualitative und quantitative Gefahrstoffpotential
in übersichtlicher Form belegen.
[0007] Brandnester in Müll-Lagern führen meist zu Schwelbränden, die sich lange unerkannt
unter der Oberfläche des Lagergutes ausbreiten und häufig nur schwer zugänglich sind.
Bunkerschwelbrände in Großanlagen können daher lange, gegebenenfalls mehrere Wochen,
anhalten.
[0008] Häufigkeit und Dauer der Müllbunkerbrände stellen nicht nur ein erhebliches ökologisches
Risiko dar, sie verringern auch die Verfügbarkeit der Müllverbrennungsanlagen für
Weiterbearbeitungszwecke und beeinträchtigen die Entsorgungssicherheit.
[0009] Neben den ökologischen und technischen Problemen, die ein Müllbunkerbrand mit sich
bringt, sind die ökonomischen Belastungen signifikant. Neben der Betriebsunterbrechnung
mit dem damit verbundenen Entsorgungsausfall muß der mit Löschmittel durchsetzte teilverbrannte
Müll mit allen Schadstoffen nach dem Löschen des Brandes aus dem Bunker entfernt und
einer anderen Entsorgung zugeführt werden. Durch Versicherungen kann der wirtschaftliche,
ökologische und technische Schaden für den Betreiber solcher Anlagen nur unzureichend
abgedeckt werden. Da Bunkerbrände für Versicherer ein schwer zu kalkulierendes Risiko
darstellen, steigen die ohnehin erheblichen Versicherungsbeiträge nicht zuletzt auch
in Anbetracht der aus Folgeschäden resultierenden möglichen Regreßansprüche ständig
weiter.
[0010] Ein weiteres, aus der Zwischen- oder Vorratslagerung des Mülls sich ergebendes Risiko
stellt die aus möglichen Zersetzungsprozessen resultierende Methanbildung dar. Vermischt
mit Luft kann sich ein zündfähiges Gasgemisch ergeben, das zu grober Explosionsgefahr
führen kann.
[0011] Gemessen an den möglichen Ausweitungen eines Bunkerbrandes und an den Gefahren, die
mit der Bildung von zündfähigen Gasgemischen verbunden sind, ist ein möglicher Schädlingsbefall
des Lagergutes oder eine in der Vergangenheit auch beobachtete Rattenplage im Lagerbereich
zwar nicht so relevant, trotzdem muß auch hiergegen Vorkehrung getroffen werden.
[0012] Es war und ist deshalb das Bestreben der Fachwelt, Müllbunkerbrände frühzeitig zu
erkennen, einen erforderlichen Löschmitteleinsatz möglichst frühzeitig zu starten
und die Bildung von zündfähigen Gasgemischen durch intensiven Luftwechsel in den Müllbunkern
zu vermeiden. Der diesbezügliche Stand der Technik beschränkte sich bisher auf die
Brandbekämpfung im Müllbunker erst im Brandfall, gezielte Vorkehrungsmaßnahmen für
eine Brandverhinderung gibt es bisher nicht.
[0013] Müllbunker, die bestehende brandschutztechnische Erfordernisse erfüllen, müssen u.a.
über Brandmauern, temperaturbeständige Absaugvorrichtungen, Rauch- und Wärmeabzugsklappen,
notstromversorgte Sicherheitseinrichtungen, Brandüberwachungssysteme, Löschsysteme,
Beschickungsmöglichkeiten bei Bunkerbränden und Infrarotkameras zur möglichen Lokalisierung
des Brandherdes verfügen. Da Müllbunkerbrände ind er Regel nicht auf der Oberfläche,
sondern innerhalb des gelagerten Mülls entstehen, sind die brandschutztechnisch geforderten
Einrichtungen trotz Infrarotkameras nur unzureichend geeignet, den Brandherd exakt
zu lokalisieren und gezielt zu bekämpfen, und schon gar nicht geeignet, ihn vor seiner
Entstehung zu verhindern.
[0014] In der DE-U 91 04 259 ist eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfallstoffen oder
Abfallgebinden beschrieben, die brennbare Flüssigkeiten enthalten, in der Abfälle
oder Gebinde und diese explosionssicher zerkleinert werden können. Dabei soll das
Aufgabeende eines Schneckenförderers gasdicht an einen Zerkleinerer angeschlossen
und das Abgabeende des Schneckenförderers als Schleuse ausgebildet sein. Sowohl der
Zerkleinerer als auch der Schneckenförderer sollte dann mit einem inerten Gas befüllbar
sein.
[0015] Außerdem ist in der EP 0 385 099 A2 ein Verfahren zur schadlosen Entgasung und Deponierung
von rieselfähigen Feststoffen in untertägigen Kavernen beschrieben. Dabei sollen gemahlene
Feststoffe unter Abschluß von Luft in einen Bunker eingebracht und die Feststoffe
über ein Fallrohr dann in eine mit Inertgas gefüllte Salzkaverne abgelassen werden.
Die dort entstehenden Gase sollen durch einen Brenner verbrannt werden, und die oxidierten
Gase mit einer wäßrigen Lösung herausgewaschen und die wäßrige Waschlösung in der
Salzkaverne gelagert werden.
[0016] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren anzugeben, bei dem
bei der Lagerung von Abfällen der beschriebenen Art in Bunkern oder Großcontainern
Brände und Gasexplosionen praktisch ausgeschlossen werden können, aerobe Zersetzungsprozesse
unterdrückt und anaerobe Zersetzungen verlangsamt werden, bei dem des weiteren die
Bildung von Dioxinen und Furanen bei einer nachfolgenden thermischen Verwertung möglichst
verhindert wird, sowie der Befall der Lagerbestände durch Ungeziefer sicher ausgeschlossen
wird. Durch Vermeidung oder wenigstens Reduzierung von Störungen im Bunkerbereich
soll die Entsorgungssicherheit signifikant erhöht werden, und zwar bei gleichzeitiger
Reduzierung der Betriebskosten.
[0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen dieser
Aufgabenlösung dar.
[0018] Dadurch, daß die Lagerung des Abfalles in einer Inertgas-Atmosphäre vorgenommen wird,
wobei das Inertgas den Müll durchströmt, fehlt der für die Ausbildung von Bränden
notwendige Sauerstoff zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort der Lagerung. Von außen
eingetragene Zündquellen erlöschen, eine Selbstentzündung des Mülls, eingeleitet durch
exotherme Zersetzungsprozesse, wird unterbunden, aerobe Zersetzungsprozesse unterbleiben,
anaerobe Zersetzungen werden bei Anwesenheit von Stickstoff und/oder Kohlendioxid
zumindest verlangsamt. Auch der Befall des Lagergutes durch Schädlinge unterbleibt
in der Inertgas-Atmosphäre.
[0019] Weicht der Innendruck der Inertgas-Atmosphäre im Müllbunker vom Außendruck ab, so
ergibt sich im Falle eines geringfügigen Unterdruckes im Bunker keine Geruchsbelästigung
der Bunkerumgebung. Mittels geeigneter Druckschleusen läßt sich die Inertgas-Atmosphäre
von der Außenluft sicher abschließen.
[0020] Da die Inertgas-Atmosphäre Bunkerbrände nicht entstehen läßt und die Bildung zündfähiger
Gasgemische ausschließt, entfällt der derzeit vorgeschriebene häufige Wechsel der
Bunkeratmosphäre ersatzlos. Lediglich der beim Betrieb der Beschickungs- und Entnahmeschleusen
entstehende geringe Inertgasverlust muß laufend ersetzt werden. Wichtig ist für höchsten
Sicherheitsstandard, daß nicht nur der Bunker, sondern auch der Müll vollständig mit
Inertgas durchströmt wird. Bei dieser Betriebsart ergibt sich der wesentliche Vorteil,
daß auch der im Volumen des Mülls mit eingetragene Luftsauerstoff sicher entfernt
und durch Inertgas ersetzt wird. Durch Anordnung der Inertgaszufuhr im Bodenbereich
des Lagerbunkers läßt sich ein sicheres Durchströmen des Mülls mit Inertgas problemlos
verwirklichen.
[0021] Der in die inerte Atmosphäre eingebrachte Müll enthält in aller Regel nur geringe
Anteile an Sauerstoff. Bei seiner anschließenden Entgasung im Falle einer thermischen
Aufbereitung wird die Bildung organischer Schadstoffe, wie z.B. Dioxine und Furane,
weitgehend unterdrückt.
[0022] Bei bekannten thermischen Müllbehandlungsverfahren wird die Vergasung der im heterogenen
Gemisch vorhandenen Kohlenstoffanteile mit Hilfe mehr oder minder reinen Sauerstoffes
durchgeführt. So wird bei einem bekannten Verfahren gemäß DE-OS 41 30 416 der Müll
zunächst komprimiert, in diesem Zustand unter Luftabschluß thermisch vorbehandelt
und der so gewonnene Kohlenstoff mit Hilfe von Sauerstoff nachfolgend vergast. Metallbestandteile
im Müll können ausgeschmolzen, nichtmetallische Müllbestandteile auslaugungsfest mineralisiert
werden.
[0023] Das nach diesem Verfahren vorteilhaft aufzubereitende Entsorgungsgut wird jedoch
vor dem Komprimieren unter Anwesenheit von Luftsauerstoff gelagert. Die Bildung von
Brandnestern im vorgeschalteten Müllbunker, beispielsweise durch das Einschleppen
von Glutasche od.dgl. ist dort letztlich nicht zu verhindern.
[0024] Der bei dem bekannten Verfahren in der Hochtemperaturstufe benötigte Sauerstoff wird
durch Luftzerlegung gewonnen. Hierbei fällt als Abfallprodukt der für die Inertgas-Atmosphäre
im Lagerbunker benötigte Stickstoff in direkt verwendbarer Form an. Die Inertgasbeaufschlagung
des Mülls mit diesem Luftstickstoff verursacht somit keine Zusatzkosten, sie senkt
vielmehr Investitions- und Betriebskosten erheblich. Entsprechend günstig läßt sich
auch die Kohlendioxid-Komponente, soweit sie in der Anlage hierfür verwertbar anfällt,
als Inertgas-Atmosphäre einsetzen.
[0025] Des weiteren enthalten Abgase nach thermischer Nutzung des Synthesegases Kohlendioxid,
das mittels herkömmlicher Verfahren getrennt und als Inertgas zur Lagerung der Abfälle,
d.h. für die Vorgabe der inerten Atmosphäre genutzt werden kann. Zur Kohlendioxid-Trennung
kann die Abwärme aus dem System verwendet werden.
[0026] Wird bei einer thermischen Müllbehandlung nach dem vorgenannten Verfahren Synthesegas
erzeugt, so kann dieses bis zu 30 % Kohlendioxid enthalten, das dann abgetrennt und
als Inertgas zur Lagerung der Abfälle in dieser inerten Atmosphäre genutzt werden
kann. Auch hier kann vorteilhaft zur Kohlendioxid-Trennung die Abwärme aus der Anlage
selbst verwendet werden.
[0027] Auch bei beliebig anderen konventionellen Müllverbrennungsanlagen ist eine Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, da die Rauchgase dieser Müllverbrennungsanlagen
Kohlendioxid enthalten, das mit Standardverfahren getrennt und als Inertgase zur dauernden
Lagerung der Abfälle in inerter Atmosphäre genutzt werden kann, wobei zur Kohlendioxid-Trennung
Abwärme aus dem System verwendbar ist.
[0028] Kohlendioxid als Inertgas hat zusätzlich den Vorteil, daS das aus dem Bunker abgesaugte
Inertgas aus dem Hochtemperaturbereich einer thermischen Behandlungsanlage zugeführt,
dort entgiftet und gegebenenfalls in den Vergasungsprozeß mit einbezogen werden kann.
[0029] In jedem Falle ist es vorteilhaft, wenn die Inertgas-Atmosphäre auf Restgaskomponenten,
vor allem auf Sauerstoffreste und Methananteile, überwacht wird. Eine derartige Überwachung
ist nicht nur im eigentlichen Bunkerbereich, sondern auch im Bereich der Druckschleusen
wünschenswert.
[0030] Eine beliebige brandsichere Lagerung von Entsorgungsgut aller Art, das brennbare
Bestandteile enthält und bei der die Inertgasbeaufschlagung dauerhaft innerhalb eines
gegen die Außenwelt abgeschlossenen Behälters erfolgen soll, ist auch von einer beliebigen
unabhängig von der Aufbereitung und/oder Bearbeitung des Entsorgungsgutes betriebenen
Anlage her möglich.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren garantiert eine größtmögliche Verfügbarkeit der jeweiligen
Anlage bei entsprechend verbesserter Entsorgungssicherheit. Da auf aktive und passive
Brandschutzmaßnahmen verzichtet werden kann, sind erhebliche Kosteneinsparungen zu
realisieren. Wegen fehlender Brandgefahr sind erheblich geringere Feuerversicherungsprämien
zu zahlen.
1. Verfahren zum Lagern von heterogenem Müll vor einer anschließenden thermischen Verwertung
in im wesentlichen nicht offenen Zwischen- bzw. Vorratslagern, Müllbunkern und/oder
Containern innerhalb einer gegen Selbstentzündung im wesentlichen inerten Atmosphäre
derart, daß das im wesentlichen aus Stickstoff und/oder Kohlendioxid bestehende Inertgas
den heterogenen Müll vollständig durchsetzend dosierbar vom Boden her durchströmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Innendruck der Inertgas-Atmosphäre im Müllbunker vom
Außendruck abweichend eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im inertisierten Müllbunker oder dergleichen
Behälter unter dem Außendruck liegt, und daß die Abfallbeschickung und -entnahme über
geeignete Schleusen erfolgen.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Müll- bzw. Abfall-Lagerung in einer im wesentlichen
Stickstoff enthaltenden Atmosphäre vorgenommen wird, wobei der Stickstoff bei einem
thermischen Verwertungsverfahren gewonnen wird, bei dem in mindestens einer Hochtemperaturstufe
die Kohlenstoffkomponenten der gegebenenfalls vorentgasten Abfälle unter Zugabe von
Sauerstoff vergast werden, und bei dem der zur Vergasung benötigte Sauerstoff zumindest
teilweise durch Luftzerlegung erzeugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlendioxidkomponenten aus der thermischen Verwertungsanlage
- gegebenenfalls nach einer zusätzlichen Aufbereitung - als Inertgas für die Zwischenlagerung
des Mülls verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das das Müll-Lager durchströmende Kohlendioxid dem Reaktor
für die Hochtemperaturvergasung zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Inertgas-Atmosphäre im Lager auf Restgaskomponenten
wie Sauerstoffreste und Methananteile od.dgl. überwacht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 zur beliebigen brandsicheren Lagerung von brennbare Bestandteile
enthaltendem Entsorgungsgut aller Art,
dadurch gekennzeichnet, daß die Inertgasbeaufschlagung innerhalb eines gegen die Außenwelt
abgeschlossenen Raumes von einer beliebigen, unabhängig von der Aufbereitung und/oder
Bearbeitung des Entsorgungsgutes betriebenen Inertgasquelle her erfolgt.
1. Process for storing heterogeneous refuse before a subsequent thermal utilization in
essentially non-open interim stores or stockpiles, refuse bunkers and/or containers
within an atmosphere essentially inert to self-ignition in such a manner that the
inert gas essentially consisting of nitrogen and/or carbon dioxide flows in a controllable
manner from the bottom through the heterogeneous refuse, completely permeating it.
2. Process according to Claim 1,
characterized in that the internal pressure of the inert gas atmosphere in the refuse
bunker is set to differ from the external pressure.
3. Process according to Claim 1,
characterized in that the pressure in the refuse bunker or like containers rendered
inert is below the external pressure, and in that waste is charged and removed via
suitable locks.
4. Process according to Claim 1,
characterized in that the refuse or waste storage is performed in an atmosphere essentially
comprising nitrogen, the nitrogen being produced in a thermal utilization process,
in which, in at least one high-temperature stage, the carbon components of the optionally
preliminarily degassed wastes are gasified with addition of oxygen, and in which the
oxygen required for the gasification is at least partially produced by air fractionation.
5. Process according to Claim 1 to 4,
characterized in that the carbon dioxide components from the thermal utilization plant
- if appropriate after an additional treatment - are used as inert gas for the interim
storage of the refuse.
6. Process according to Claim 1, 2 and 4,
characterized in that the carbon dioxide flowing through the refuse store is fed to
the reactor for the high-temperature gasification.
7. Process according to Claim 1,
characterized in that the inert gas atmosphere in the store is monitored for residual
gas components such as oxygen residues and methane contents or the like.
8. Process according to Claim 1 for any type of fire-proof storage of material of any
type to be disposed of which comprises combustible constituents, characterized in
that the exposure to inert gas is performed within a compartment sealed against the
exterior from an inert gas source of any type operated independently of the processing
and/or treatment of the material to be disposed of.
1. Procédé de stockage de déchets hétérogènes, une valorisation thermique consécutive,
dans des entrepôts de stockage ou encore de stockage intermédiaire, trémies à ordures
et/ou conteneurs essentiellement non ouverts, à l'intérieur d'une atmosphère essentiellement
inerte empêchant leur inflammation spontanée, de telle sorte que le gaz inerte, constitué
essentiellement d'azote et/ou de dioxyde de carbone, s'écoule à partir du fond à travers
les déchets hétérogènes, avec possibilité de dosage, en les traversant totalement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression intérieure de l'atmosphère de gaz inerte dans la trémie à ordures
est reglée à une valeur différente de la pression extérieure.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression dans la trémie à ordures ou récipient analogue sous atmosphère
inerte est inférieure à la pression extérieure, et en ce que l'alimentation et-l'évacuation
des déchets s'effectuent par l'intermédiaire de sas appropriés.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le stockage d'ordures ou encore de déchets est entrepris dans une atmosphère
contenant essentiellement de l'azote, l'azote étant obtenu lors d'un procédé de valorisation
thermique selon lequel les composants carbonés des déchets éventuellement préalablement
dégazés sont, dans au moins un étage à haute température, gazéifiés avec addition
d'oxygène, et selon lequel l'oxygène nécessaire pour la gazéification est produit
au moins partiellement par décomposition de l'air.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les composants de dioxyde de carbone provenant de l'installation de valorisation
thermique sont utilisés, éventuellement après un traitement supplémentaire, comme
gaz inerte pour le stockage intermédiaire des ordures.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1, 2 et 4, caractérisé en ce que le dioxyde de carbone s'écoulant à travers l'entrepôt d'ordures est apporté
au réacteur pour la gazéification à haute température.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on surveille la présence, dans l'atmosphère de gaz inerte de l'entrepôt,
de composants gazeux résiduels tels que des résidus d'oxygène et des parts de méthane
ou analogues.
8. Procédé selon la revendication 1 pour le stockage à volonté, à l'épreuve du feu, de
produits à éliminer de tous types contenant des composants combustibles, caractérisé en ce que l'alimentation en gaz inerte à l'intérieur d'un espace fermé vis-à-vis
du monde extérieur s'effectue à partir d'une source quelconque de gaz inerte, exploitée
indépendamment du traitement et/ou de la transformation des produits à éliminer.