(19)
(11) EP 0 745 154 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.09.1998  Patentblatt  1998/38

(21) Anmeldenummer: 95944012.4

(22) Anmeldetag:  15.12.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D21C 3/00, D21C 9/10, C12S 3/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9504/965
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9618/770 (20.06.1996 Gazette  1996/28)

(54)

MEHRKOMPONENTENSYSTEM ZUM VERÄNDERN, ABBAU ODER BLEICHEN VON LIGNIN, LIGNINHALTIGEN MATERIALIEN ODER ÄHNLICHEN STOFFEN SOWIE VERFAHREN ZU SEINER ANWENDUNG

MULTICOMPONENT SYSTEM FOR MODIFYING, DECOMPOSING OR BLEACHING LIGNIN, LIGNIN-CONTAINING MATERIALS OR SIMILAR SUBSTANCES AND METHOD OF USING THIS SYSTEM

SYSTEME A PLUSIEURS CONSTITUANTS POUR MODIFIER, DEGRADER OU BLANCHIR LA LIGNINE, LES MATIERES CONTENANT DE LA LIGNINE OU ANALOGUES ET PROCEDES D'UTILISATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE DK ES FR GB NL PT SE

(30) Priorität: 16.12.1994 EP 94119981

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.12.1996  Patentblatt  1996/49

(73) Patentinhaber: Lignozym GmbH
D-52499 Baesweiler (DE)

(72) Erfinder:
  • CALL, Hans-Peter
    D-52531 Übach-Palenberg (DE)

(74) Vertreter: Potten, Holger et al
Wacker-Chemie GmbH Zentralabteilung Patente, Marken und Lizenzen Hanns-Seidel-Platz 4
81737 München
81737 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-94/12621
WO-A-94/29510
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mehrkomponentensystem zum Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder ähnlichen Stoffen sowie Verfahren zu seiner Anwendung.

    [0002] Als heute hauptsächlich zur Zellstoffherstellung verwendete Verfahren sind das Sulfat- und das Sulfitverfahren zu nennen. Mit beiden Verfahren wird unter Kochung und unter Druck Zellstoff erzeugt. Das Sulfat-Verfahren arbeitet unter Zusatz von NaOH und Na2S, während im Sulfit-Verfahren Ca(HSO3)2 + SO2 zur Anwendung kommt.

    [0003] Alle Verfahren haben als Hauptziel die Entfernung des Lignins aus dem verwendeten Pflanzenmaterial, Holz oder Einjahrespflanzen.

    [0004] Das Lignin, das mit der Cellulose und der Hemicellulose den Hauptbestandteil des Pflanzenmaterials (Stengel oder Stamm) ausmacht, muß entfernt werden, da es sonst nicht möglich ist, nicht vergilbende und mechanisch hochbelastbare Papiere herzustellen.

    [0005] Die Holzstofferzeugungsverfahren arbeiten mit Steinschleifern (Holzschliff) oder mit Refinern (TMP), die das Holz nach entsprechender Vorbehandlung (chemisch, thermisch oder chemisch-thermisch) durch Mahlen defibrillieren.

    [0006] Diese Holzstoffe besitzen noch einen Großteil des Lignins. Sie werden v. a. für die Herstellung von Zeitungen, Illustrierten, etc. verwendet.

    [0007] Seit einigen Jahren werden die Möglichkeiten des Einsatzes von Enzymen für den Ligninabbau erforscht. Der Wirkmechanismus derartiger lignolytischer Systeme ist erst vor wenigen Jahren aufgeklärt worden, als es gelang, durch geeignete Anzuchtbedingungen und Induktorzusätze bei dem Weißfäulepilz Phanerochaete chrysosporium zu ausreichenden Enzymmengen zu kommen. Hierbei wurden die bis dahin unbekannten Ligninperoxidasen und Manganperoxidasen entdeckt. Da Phanerochaete chrysosporium ein sehr effektiver Ligninabbauer ist, versuchte man dessen Enzyme zu isolieren und in gereinigter Form für den Ligninabbau zu verwenden. Dies gelang jedoch nicht, da sich herausstellte, daß die Enzyme vor allem zu einer Repolymerisation des Lignins und nicht zu dessen Abbau führen.

    [0008] Ähnliches gilt auch für andere lignolytische Enzymspezies wie Laccasen, die das Lignin mit Hilfe von Sauerstoff anstelle von Wasserstoffperoxid oxidativ abbauen. Es konnte festgestellt werden, daß es in allen Fällen zu ähnlichen Prozessen kommt. Es werden nämlich Radikale gebildet, die wieder selbst miteinander reagieren und somit zur Polymerisation führen.

    [0009] So gibt es heute nur Verfahren, die mit in-vivo Systemen arbeiten (Pilzsysteme). Hauptschwerpunkte von Optimierungsversuchen sind das sogenannte Biopulping und das Biobleaching.

    [0010] Unter Biopulping versteht man die Behandlung von Holzhackschnitzeln mit lebenden Pilzsystemen.

    [0011] Es gibt 2 Arten von Applikationsformen:

    [0012] 1. Vorbehandlung von Hackschnitzeln vor dem Refinern oder Mahlen zum Einsparen von Energie bei der Herstellung von Holzstoffen (z.B. TMP oder Holzschliff).

    [0013] Ein weiterer Vorteil ist die meist vorhandene Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des Stoffes, ein Nachteil die schlechtere Endweiße.

    [0014] 2. Vorbehandlung von Hackschnitzeln (Softwood/Hardwood) vor der Zellstoffkochung (Kraftprozeß, Sulfitprozeß).

    [0015] Hier ist das Ziel, die Reduzierung von Kochchemikalien, die Verbesserung der Kochkapazität und "extended cooking".

    [0016] Als Vorteil wird auch eine verbesserte Kappareduzierung nach dem Kochen im Vergleich zu einem Kochen ohne Vorbehandlung erreicht.

    [0017] Nachteile dieser Verfahren sind eindeutig die langen Behandlungszeiten (mehrere Wochen) und v.a. die nicht gelöste Kontaminierungsgefahr während der Behandlung, wenn man auf die wohl unwirtschaftliche Sterilisation der Hackschnitzel verzichten will.

    [0018] Das Biobleaching arbeitet ebenfalls mit in-vivo Systemen. Der gekochte Zellstoff (Softwood/Hardwood) wird vor der Bleiche mit Pilz beimpft und für Tage bis Wochen behandelt. Nur nach dieser langen Behandlungszeit zeigt sich eine signifikante Kappazahlerniedrigung und Weißesteigerung, was den Prozeß unwirtschaftlich für eine Implementierung in den gängigen Bleichsequenzen macht.

    [0019] Eine weitere meist mit immobilisierten Pilzsystemen durchgeführte Applikation ist die Behandlung von Zellstoffabrikationsabwässern, insbesondere Bleichereiabwässern zu deren Entfärbung und Reduzierung des AOX (Reduzierung von chlorierten Verbindungen im Abwasser, die Chlor- oder Chlordioxid-Bleichstufen verursachen).

    [0020] Darüberhinaus ist bekannt, Hemicellulasen u.a. Xylanasen, Mannanasen als "Bleichbooster" einzusetzen.

    [0021] Diese Enzyme sollen hauptsächlich gegen das nach dem Kochprozeß das Restlignin zum Teil überdeckende reprecipitierte Xylan wirken und durch dessen Abbau die Zugänglichkeit des Lignins für die in den nachfolgenden Bleichsequenzen angewendeten Bleichchemikalien (v.a. Chlordioxyd) erhöhen. Die im Labor nachgewiesenen Einsparungen von Bleichchemikalien wurden in großem Maßstab nur bedingt bestätigt, so daß man diesen Enzymtyp allenfalls als Bleichadditiv einstufen kann.

    [0022] Ein weiterer, in letzter Zeit untersuchter möglicher Einsatz von lignolytischen Enzymen oder Pilzen wurde bei der "Kohleverflüssigung" erkennbar. Vorläufige Untersuchungen zeigen die prinzipielle Möglichkeit, Braun- oder Steinkohle mit Hilfe von in vivo Behandlung mit z.B. Weißfäulepilzen wie Phanerochaete chrysosporium anzugreifen und zu verflüssigen (Inkubationszeit mehrere Wochen). (Bioengineering 4.92. 8 Jg.)

    [0023] Die mögliche Struktur von Steinkohle zeigt ein dreidimensionales Netzwerk von polycyclischen, aromatischen Ringsystemen mit einer "gewissen" Ähnlichkeit zu Ligninstrukturen.

    [0024] Als Cofaktor neben den lignolytischen Enzymen nimmt man Chelatsubstanzen (Siderophoren, wie Ammoniumoxalat) und Biotenside an.

    [0025] In der Anmeldung PCT/EP87/00635 wird ein System zur Entfernung von Lignin aus lignincellulosehaltigem Material unter gleichzeitiger Bleiche beschrieben, welches mit lignolytischen Enzymen aus Weißfäulepilzen unter Zusatz von Reduktions- und Oxidationsmitteln und phenolischen Verbindungen als Mediatoren arbeitet.

    [0026] In der DE 4008893C2 werden zusätzlich zu Red/Ox-System "Mimic Substanzen", die das aktive Zentrum (prosthetische Gruppe) von lignolytischen Enzymen simulieren, zugesetzt. So konnte eine erhebliche Performanceverbesserung erzielt werden.

    [0027] In der Anmeldung PCT/EP92/01086 wird als zusätzliche Verbesserung eine Redoxkaskade mit Hilfe von im Oxidationspotential "abgestimmten" phenolischen oder nichtphenolischen Aromaten eingesetzt.

    [0028] Bei allen drei Verfahren ist die Limitierung für einen großtechnischen Einsatz die Anwendbarkeit bei geringen Stoffdichten (bis maximal 4%) und bei den beiden letzten Anmeldungen die Gefahr des "Ausleachens" von Metallen beim Einsatz der Chelatverbindungen, die v.a. bei nachgeschalteten Peroxidbleichstufen zur Zerstörung des Peroxids führen können.

    [0029] Aus WO 94/12619, WO 94/12620 und WO 94/12621 sind Verfahren bekannt, bei welchen die Aktivität von Peroxidase mittels sogenannter Enhancer-Substanzen gefördert wird.

    [0030] Die Enhancer-Substanzen werden in WO 94/12619 anhand ihrer Halbwertslebensdauer charakterisiert.

    [0031] Gemäß WO 94/12620 sind Enhancer-Substanzen durch die Formel A=N-N=B charakterisiert, wobei A und B jeweils definierte cyclische Reste sind.

    [0032] Gemäß WO 94/12620 sind Enhancer-Substanzen organische Chemikalien, die mindestens zwei aromatische Ringe enthalten, von denen zumindest einer mit jeweils definierten Resten substituiert ist.

    [0033] Alle drei Anmeldungen betreffen "dye transfer inhibition" und den Einsatz der jeweiligen Enhancer-Substanzen zusammen mit Peroxidasen als Detergent-Additiv oder Detergent-Zusammensetzung im Waschmittelbereich. Zwar wird in der Beschreibung der Anmeldung auf eine Verwendbarkeit zum Behandeln von Lignin verwiesen, aber eigene Versuche mit den in den Anmeldungen konkret offenbarten Substanzen zeigten, daß sie als Mediatoren zur Steigerung der Bleichwirkung der Peroxidasen beim Behandeln von ligninhaltigen Materialien keine Wirkung zeigten!

    [0034] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System zum Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder Kohle zur Verfügung zu stellen, welches effektiver ist als bekannte Systeme.

    [0035] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Mehrkomponentensystem, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es

    a. mindestens eine Oxidoreduktase und

    b. mindestens ein geeignetes Oxdidationsmittel und

    c. mindestens einen Mediator auswählt aus der Gruppe der Hydroxylamine, Hydroxylaminderivate, Hydroxamsäuren, Hydroxamsäurederivate, der aliphatischen, cycloaliphatischen, heterocyclischen oder aromatischen Verbindungen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi- oder N,N'-Dioxi-Funktion enhalten und

    d. ggf. mindestens einen Comediator aus der Gruppe der aryl-substituierten Alkohole, Carbonylverbindungen, aliphatische Ether, Phenolether und/oder Olefine (Alkene) und

    e. eine geringe Menge mindestens eines freien Amins eines jeweils eingesetzten Mediators

    umfaßt.

    [0036] Vorzugsweise umfaßt das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem mindestens einen Comediator.

    [0037] Im Sinne der Erfindung umfaßt der Begriff Oxidoreduktase auch enzymatisch aktive Proteine oder Peptide oder prosthetische Gruppen von Oxidoreduktasen.

    [0038] Als Oxidoreduktasen können im erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystem Oxidoreduktasen der Klassen 1.1.1 bis 1.97 gemäß Internationaler Enzym-Nomenklature, Committee of the International Union of Biochemistry and Molecular Biology (Enzyme Nomenclature, Academic Press, Inc., 1992, S. 24-154) eingesetzt werden.

    [0039] Vorzugsweise werden Enzyme der im folgenden genannten Klassen eingesetzt:

    [0040] Enzyme der Klasse 1.1, die alle Dehydrogenasen, die auf primäre, sekundäre Alkohole und Semiacetale wirken, umfassen und die als Akzeptoren NAD+ oder NADP+ (Subklasse 1.1.1), Cytochrome (1.1.2), Sauerstoff (O2) (1.1.3), Disulfide (1.1.4), Chinone (1.1.5) oder die andere Akzeptoren haben (1.1.99).

    [0041] Aus dieser Klasse sind besonders bevorzugt die Enzyme der Klasse 1.1.5 mit Chinonen als Akzeptoren und die Enzyme der Klasse 1.1.3 mit Sauerstoff als Akzeptor.

    [0042] Insbesondere bevorzugt in dieser Klasse ist Cellobiose: quione-1-oxidoreduktase (1.1.5.1).

    [0043] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.2. Diese Enzymklasse (1.1.5.1) umfaßt solche Enzyme, die Aldehyde zu den korrespondierenden Säuren oder Oxo-Gruppen oxidieren. Die Akzeptoren können NAD+, NADP+ (1.2.1), Cytochrome (1.2.2), Sauerstoff (1.2.3), Sulfide (1.2.4), Eisen-Schwefel-Proteine (1.2.5) oder andere Akzeptoren (1.2.99) sein.

    [0044] Besonders bevorzugt sind hier die Enzyme der Gruppe (1.2.3) mit Sauerstoff als Akzeptor.

    [0045] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.3.

    [0046] In dieser Klasse sind Enzyme zusammengefaßt, die auf CH-CH-Gruppen des Donors wirken.

    [0047] Die entsprechenden Akzeptoren sind NAD+, NADP+ (1.3.1), Cytochrome (1.3.2), Sauerstoff (1.3.3), Chinone oder verwandte Verbindungen (1.3.5), Eisen-Schwefel-Proteine (1.3.7) oder andere Akzeptoren (1.3.99).

    [0048] Hier sind ebenfalls die Enzyme der Klasse (1.3.3) mit Sauerstoff als Akzeptor und (1.3.5) mit Chinone etc. als Akzeptor besonders bevorzugt.

    [0049] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.4, die auf CH-NH2-Gruppen des Donors wirken.

    [0050] Die entsprechenden Akzeptoren sind NAD+, NADP+ (1.4.1), Cytochrome (1.4.2), Sauerstoff (1.4.3), Disulfide (1.4.4), Eisen-Schwefel-Proteine (1.4.7) oder andere Akzeptoren (1.4.99).

    [0051] Besonders bevorzugt sind auch hier Enzyme der Klasse 1.4.3 mit Sauerstoff als Akzeptor.

    [0052] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.5, die auf CH-NH-Gruppen des Donors wirken. Die entsprechenden Akzeptoren sind NAD+, NADP+ (1.5.1), Sauerstoff (1.5.3), Disulfide (1.5.4), Chinone (1.5.5) oder andere Akzeptoren (1.5.99).

    [0053] Auch hier sind besonders bevorzugt Enzyme mit Sauerstoff (O2) (1.5.3) und mit Chinonen (1.5.5) als Akzeptoren.

    [0054] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.6, die auf NADH oder NADPH wirken.

    [0055] Die Akzeptoren sind hier NADP+ (1.6.1), Hämproteine (1.6.2), Disulfide (1.6.4), Chinone (1.6.5), NO2-Gruppen (1.6.6), und ein Flavin (1.6.8) oder einige andere Akzeptoren (1.6.99).

    [0056] Besonders bevorzugt sind hier Enzyme der Klasse 1.6.5 mit Chinonen als Akzeptoren.

    [0057] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.7, die auf andere NO2-Verbindungen als Donatoren wirken und als Akzeptoren Cytochrome (1.7.2), Sauerstoff (O2) (1.7.3), Eisen-Schwefel-Proteine (1.7.7) oder andere (1.7.99) haben.

    [0058] Hier sind besonders bevorzugt die Klasse 1.7.3 mit Sauerstoff als Akzeptor.

    [0059] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.8, die auf Schwefelgruppen als Donatoren wirken und als Akzeptoren NAD+, NADP+ (1.8.1), Cytochrome (1.8.2), Sauerstoff (O2) (1.8.3), Disulfide (1.8.4), Chinone (1.8.5), Eisen-Schwefel-Proteine (1.8.7) oder andere (1.8.99) haben.

    [0060] Besonders bevorzugt ist die Klasse 1.8.3 mit Sauerstoff (O2) und (1.8.5) mit Chinonen als Akzeptoren.

    [0061] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.9, die auf Hämgruppen als Donatoren wirken und als Akzeptoren Sauerstoff (O2) (1.9.3), NO2-Verbindungen (1.9.6) und andere (1.9.99) haben.

    [0062] Besonders bevorzugt ist hier die Gruppe 1.9.3 mit Sauerstoff (O2) als Akzeptor (Cytochromoxidasen).

    [0063] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.12, die auf Wasserstoff als Donor wirken.

    [0064] Die Akzeptoren sind NAD+ oder NADP+ (1.12.1) oder andere (1.12.99).

    [0065] Desweiteren bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.13 und 1.14 (Oxigenasen).

    [0066] Weiterhin sind bevorzugte Enzyme die der Klasse 1.15 , die auf Superoxid-Radikale als Akzeptoren wirken.

    [0067] Besonders bevorzugt ist hier die Superoxid-Dismutase (1.15.1.1).

    [0068] Weiterhin sind bevorzugt Enzyme der Klasse 1.16.

    [0069] Als Akzeptoren wirken NAD+ oder NADP+ (1.16.1) oder Sauerstoff (O2) (1.16.3).

    [0070] Besonders bevorzugt sind hier Enzyme der Klasse 1.16.3.1 (Ferroxidase, z.B. Ceruloplasmin).

    [0071] Weiterhin bevorzugte Enzyme sind diejenigen, die der Gruppe 1.17 (Wirkung auf CH2-Gruppen, die zu -CHOH- oxidiert werden), 1.18 (Wirkung auf reduziertes Ferredoxin als Donor), 1.19 (Wirkung auf reduziertes Flavodoxin als Donor) und 1.97 (andere Oxidoreduktasen) angehören.

    [0072] Weiterhin besonders bevorzugt sind die Enzyme der Gruppe 1.11. die auf ein Peroxid als Akzeptor wirken. Diese einzige Subklasse (1.11.1) enthält die Peroxidasen.

    [0073] Besonders bevorzugt sind hier die Cytochrom-C-Peroxidasen (1.11.1.5), Catalase (1.11.1.6), die Peroxydase (1.11.1.6), die Iodid-Peroxidase (1.11.1.8), die Glutathione-Peroxidase (1.11.1.9), die Chlorid-Peroxidase (1.11.1.10), die L-Ascorbat-Peroxidase (1.11.1.11), die Phospholipid-Hydroperoxid-Glutathione-Peroxidase (1.11.1.12), die Mangan-Peroxidase (1.12.1.13), die Diarylpropan-Peroxidase (Ligninase, Lignin-Peroxidase) (1.11.1.14).

    [0074] Ganz besonders bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.10, die auf Biphenole und verwandten Verbindungen wirken. Sie katalysieren die Oxidation von Biphenolen und Ascorbaten. Als Akzeptoren fungieren NAD+, NADP+ (1.10.1), Cytochrome (1.10.2), Sauerstoff (1.10.3) oder andere (1.10.99).

    [0075] Von diesen wiederum sind Enzyme der Klasse 1.10.3 mit Sauerstoff (O2) als Akzeptor besonders bevorzugt.

    [0076] Von den Enzymen dieser Klasse sind die Enzyme Catechol Oxidase (Tyrosinase) (1.10.3.1), L-Ascorbate Oxidase (1.10.3.3), o-Aminophenol Oxidase (1.10.3.4) und Laccase (Benzoldiol: Oxigen Oxidoreduktase) (1.10.3.2) bevorzugt, wobei die Laccasen (Benzoldiol: Oxigen Oxidoreduktase) (1.10.3.2) insbesondere bevorzugt sind.

    [0077] Diese Enzyme sind käuflich erhältlich oder lassen sich nach Standardverfahren gewinnen. Als Organismen zur Produktion der Enzyme kommen beispielsweise Pflanzen, tierische Zellen, Bakterien und Pilze in Betracht. Grundsätzlich können sowohl natürlich vorkommende als auch gentechnisch veränderte Organismen Enzymproduzenten sein. Ebenso sind Teile von einzelligen oder mehrzelligen Organismen als Enzymproduzenten denkbar, vor allem Zellkulturen.

    [0078] Für die insbesondere bevorzugten Enzyme, wie die aus der Gruppe 1.11.1 vor allem aber 1.10.3 und insbesondere zur Produktion von Laccasen werden beispielsweise Weißfäulepilze wie Pleurotus, Phlebia und Trametes verwendet.

    [0079] Das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem umfaßt mindestens ein Oxidationsmittel. Als Oxidationsmittel können beispielsweise Luft, Sauerstoff, Ozon, H2O2, organische Peroxide, Persäuren wie die Peressigsäure, Perameisensäure, Perschwefelsäure, Persalpetersäure, Metachlorperoxibenzosäure, Perchlorsäure, Perborate, Peracetate, Persulfate, Peroxide oder Sauerstoffspezies und deren Radikale wie OH, OOH, Singulettsauerstoff, Superoxid (O2-), Ozonid, Dioxygenyl-Kation (O2+), Dioxirane, Dioxetane oder Fremy Radikale eingesetzt werden.

    [0080] Vorzugsweise werden solche Oxidationsmittel eingesetzt, die entweder durch die entsprechenden Oxidoreduktasen generiert werden können z.B. Dioxirane aus Laccasen plus Carbonylen oder die chemisch den Mediator regenerieren können (z.B. Caro'sche Säure + Benztriazol ergibt Hydroxybenztriazol) oder diesen direkt umsetzen können.

    [0081] Das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem umfaßt als Mediator (Komponente c) vorzugsweise mindestens eine Verbindung, die mindestens eine N-Hxdroxy-, Oxim-, N-Oxi- oder N-Dioxi- Funktion enthält und/oder eine der im folgenden genannten Verbindungen der Formel I, II, III,IV oder V, wobei die Verbindungen der Formeln II, III, IV und V bevorzugt, die Verbindungen der Formel III, IV und V besonders bevorzugt und Verbindungen der Formel IV und V insbesondere bevorzugt sind.

    [0082] Hydroxylamine: (offenkettig oder cyclisch, aliphatisch oder aromatisch, heterocyclisch) der allgemeinen Formel I

    wobei in der allgemeinen Formel I die Substituenten R1 und R2, die gleich oder ungleich sein können, unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, C1-C12-alkyl-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, deren C1-C12-alkyl-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl- unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R3 substituiert sein können und wobei der Rest R3 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy-, formyl-, carboxy- sowie Salze und Ester davon, amino-, nitro-, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, sulfono-, deren Ester und Salze, sulfamoyl-, carbamoyl-, phospho-, phosphono-, phosphonooxy- und deren Salze und Ester, wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen des Restes R3 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy-, C1-C3-alkyl-, C1-C3-alkoxy- substituiert sein können

    und wobei die Reste R1 und R2 gemeinsam eine Gruppe -B- bilden können und -B- dabei eine der folgenden Gruppen darstellt: (-CHR4-)n, (-CR4=CH-)m und wobei R4 ein Substituent ist der wie R3 definiert ist und n eine ganze Zahl von 1 bis 6 darstellt und m eine ganze Zahl von 1 bis 3 darstellt.


    Beispiele:


    Hydroxylamine



    [0083] 

    N,N-Dipropylhydroxylamin

    N,N-Diisopropylhydroxylamin

    N-Hydroxypyrrolidin

    N-Hydroxypiperidin

    N-Hydroxyhexahydroazepin

    N,N-Dibenzylhydroxylamin

    Phenylhydroxylamin

    3-Hydroxylamino-3-phenylpropionsäure

    2-Hydroxylamino-3-phenylpropionsäure

    N-Sulfomethylhydroxylamin



    [0084] Verbindungen der allgemeinen Formel II sind:

    wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p

    und p gleich 1 oder 2 ist,

    wobei die Reste R9 bis R12, R15 und R16 gleich oder ungleich sein können und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen können: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R9 bis R12, R15 und R16 weiterhin unsubstitiert oder ein-oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können,

    und wobei die Reste R15 und R16 eine gemeinsame Gruppe -G- bilden können und -G- dabei eine der folgenden Gruppen repräsentiert: (-CR5=CR6-CR7=CR8-) oder (-CR8=CR7-CR6=CR5-).



    [0085] Die Reste R5 bis R8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R5 bis R8 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R5 bis R8 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R18 substituiert sein können und wobei der Rest R18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sowie deren Ester und Salze und wobei die carbamoyl, sulfamoyl, amino-Gruppen des Restes R18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R19 substituiert sein können und wobei der Rest R19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.

    Beispiele:



    [0086] 

    1-Hydroxy-1,2,3-triazol-4,5-dicarbonsäure

    1-Phenyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid

    5-Chlor-1-phenyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid

    5-Methyl-1-phenyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid

    4- (2,2-Dimethylpropanoyl)-1-hydroxy-1H-1,2,3-triazol

    4-Hydroxy-2-phenyl-2H-1,2,3-triazol-1-oxid

    2,4,5-Triphenyl-2H-1,2,3-triazol-1-oxid

    1-Benzyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid

    1-Benzyl-4-chlor-1H-1,2,3-triazol-3-oxid

    1-Benzyl-4-brom-1H-1,2,3-triazol-3-oxid

    1-Benzyl-4-methoxy-1H-1,2,3-triazol-3-oxid



    [0087] Verbindungen der allgemeinen Struktur III sind:

    wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p

    und p gleich 1 oder 2 ist.

    [0088] Die Reste R5 bis R12 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R5 bis R12 weiterhin unsubstituiert oder ein oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können

    und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, aryl-C1-C6-alkyl-Gruppen der Reste R5 bis R12 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R13 substituiert sein können und wobei der Rest R13 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino und deren Ester und Salze

    und wobei die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen des Restes R13 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R14 substituiert sein können und wobei der Rest R14 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.


    Beispiele:


    1-Hydroxy-benzimidazole



    [0089] 

    1-Hydroxybenzimidazol-2-carbonsäure

    1-Hydroxybenzimidazol

    2-Methyl-1-hydroxybenzimidazol

    2-Phenyl-1-hydroxybenzimidazol


    1-Hydroxyindole



    [0090] 

    2-Phenyl-1-hydroxyindol



    [0091] Substanzen der allgemeinen Formel IV sind:

    wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR10-)m, (-CR10=N-)m, (-CR11=CR12-)m

    und m gleich 1 oder 2 ist.

    [0092] Für die Reste R5 bis R8 und R10 bis R12 gilt das oben gesagte.

    [0093] R17 kann sein: Wasserstoff, C1-C10-alkyl, C1-C10-alkylcarbonyl, deren C1-C10-alkyl und C1-C10-alkylcarbonyl unsubstituiert oder mit einem Rest R18, der wie R3 definiert ist, ein- oder mehrfach substituiert sein können.

    [0094] Von den Substanzen der Formel IV sind insbesondere Derivate des 1-Hydroxybenzotriazols und des tautomeren Benzotriazol-1-oxides sowie deren Ester und Salze bevorzugt (Verbindungen der Formel V)



    [0095] Die Reste R5 bis R8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R5 bis R8 weiterhin unsubstitiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R5 bis R8 unsubstituiert oder weiterhin ein oder mehrfach mit dem Rest R18 substituiert sein können und wobei der Rest R18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, Formyl, Carboxy sowie deren Salze und Ester, Amino, Nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino sowie deren Ester und Salze und wobei die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen des Restes R18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R19 substituiert sein können und wobei der Rest R19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl; aryl.

    Beispiele:


    1H-Hydroxybenzotriazole



    [0096] 

    1-Hydroxybenzotriazol

    1-Hydroxybenzotriazol, Natriumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol, Kaliumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol, Lithiumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol, Ammoniumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol, Calciumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol, Magnesiumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol-6-sulfonsäure

    1-Hydroxybenzotriazol-6-sulfonsäure, Mononatriumsalz

    1-Hydroxybenzotriazol-6-carbonsäure

    1-Hydroxybenzotriazol-6-N-phenylcarboxamid

    5-Ethoxy-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    4-Ethyl-7-methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    2,3-Bis-(4-ethoxy-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    2,3-Bis-(2-brom-4-methyl-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    2,3-Bis-(4-brom-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    2,3-Bis-(4-carboxy-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxy-benzotriazol

    4,6-Bis-(trifluormethyl)-1-hydroxybenzotriazol

    5-Brom-1-hydroxybenzotriazol

    6-Brom-1-hydroxybenzotriazol

    4-Brom-7-methyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-Brom-7-methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    4-Brom-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    6-Brom-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    4-Chlor-1-hydroxybenzotriazol

    5-Chlor-1-hydroxybenzotriazol

    6-Chlor-1-hydroxybenzotriazol

    6-Chlor-5-isopropyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-Chlor-6-methyl-1-hydroxybenzotriazol

    6-Chlor-5-methyl-1-hydroxybenzotriazol

    4-Chlor-7-methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    4-Chlor-5-methyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-Chlor-4-methyl-1-hydroxybenzotriazol

    4-Chlor-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    6-Chlor-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    7-chlor-1-hydroxybenzotriazol

    6-Diacetylamino-1-hydroxybenzotriazol

    2,3-Dibenzyl-4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    4,6-Dibrom-1-hydroxybenzotriazol

    4,6-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol

    5,6-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol

    4,5-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol

    4,7-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol

    5,7-Dichlor-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    5,6-Dimethoxy-1-hydroxybenzotriazol

    2,3-Di-[2]naphthyl-4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    4,6-Dinitro-1-hydroxybenzotriazol

    4,6-Dinitro-2,3-diphenyl-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    4,6-Dinitro-2,3-di-p-tolyl-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol

    5-Hydrazino-7-methyl-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    5,6-Dimethyl-1-hydroxybenzotriazol

    4-Methyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-Methyl-1-hydroxybenzotriazol

    6-Methyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-(1-Methylethyl)-1-hydroxybenzotriazol

    4-Methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    6-Methyl-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    5-Methoxy-1-hydroxybenzotriazol

    6-Methoxy-1-hydroxybenzotriazol

    7-Methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol

    4-Nitro-1-hydroxybenzotriazol

    6-Nitro-1-hydroxybenzotriazol

    6-Nitro-4-phenyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-Phenylmethyl-1-hydroxybenzotriazol

    4-Trifluormethyl-1-hydroxybenzotriazol

    5-Trifluormethyl-1-hydroxybenzotriazol

    6-Trifluormethyl-1-hydroxybenzotriazol

    4,5,6,7-Tetrachlor-1-hydroxybenzotriazol

    4,5,6,7-Tetrafluor-1-hydroxybenzotriazol

    6-Tetrafluorethyl-1-hydroxybenzotriazol

    4,5,6-Trichlor-1-hydroxybenzotriazol

    4,6,7-Trichlor-1-hydroxybenzotriazol

    6-Sulfamido-1-hydroxybenzotriazol

    6-N,N-Diethyl-sulfamido-1-hydroxybenzotriazol

    6-N-Methylsulfamido-1-hydroxybenzotriazol

    6-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)-1-hydroxybenzotriazol

    6-(5,6,7,8-tetrahydroimidazo-[1,5-a]-pyridin-5-yl)-1-hydroxy-benzotriazol

    6-(Phenyl-1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)-1-hydroxybenzotriazol

    6-[(5-methyl-1H-imidazo-1-yl)-phenylmethyl]-1-hydroxybenzotriazol

    6-[(4-methyl-1H-imidazo-1-yl)-phenylmethyl]-1-hydroxybenzotriazol

    6-[(2-methyl-1H-imidazo-1-yl)-phenylmethyl]-1-hydroxybenzotriazol

    6-(1H-Imidazol-1-yl-phenylmethyl)-1-hydroxybenzotriazol

    5-(1H-Imidazol-1-yl-phenylmethyl) -1-hydroxybenzotriazol

    6-[1-(1H-Imidazol-1-yl)-ethyl]-1-hydroxybenzotriazol-mono-hydrochlorid


    3H-Benzotriazol-1-Oxide


    3H-Benzotriazol-1-oxid



    [0097] 

    6-Acetyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    5-Ethoxy-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    4-Ethyl-7-methyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Amino-3,5-dimethyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Amino-3-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    5-Brom-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Brom-3H-benzotriazol-1-oxid

    4-Brom-7-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    5-Brom-4-chlor-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    4-Brom-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Brom-4-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Chlor-3H-benzotriazol-1-oxid

    4-Chlor-6-nitro-3H-benzotriazol-l-oxid

    4,6-Dibrom-3H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dibrom-3-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dichlor-3H-benzotriazol-1-oxid

    4,7-Dichlor-3H-benzotriazol-1-oxid

    5,6-Dichlor-3H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dichlor-3-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    5,7-Dichlor-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    3,6-Dimethyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    3,5-Dimethyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    3-Methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    5-Methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-3H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-4-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    7-Methyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid


    2H-Benzotriazol-1-oxide



    [0098] 

    2-(4-Acetoxy-phenyl) -2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Acetylamino-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Ethyl-phenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Aminophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    2- (4-Aminophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Amino-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Brom-4-chlor-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Bromphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Brom-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Brom-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Bromphenyl) -4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Bromphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2-(2-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2-(3-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2- (2-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2- (3-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2-(2,4-dibromphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2-(2,5-dimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2-(4-nitrophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-[4-(4-Chlor-3-nitro-phenylazo)-3-nitrophenyl]-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Chlor-4-nitro-phenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Chlor-3-nitrophenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    4-Chlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Chlor-4-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2-Chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-[4-(4-Chlorphenylazo) -3-nitrophenyl]-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2-Chlorphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Chlorphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Chlorphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-{4-[N'-(3-Chlorphenyl)-hydrazino]-3-nitrophenyl}4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-[N'-(4-Chlorphenyl)-hydrazino]-3-nitrophenyl)4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2-Chlorphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Chlorphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Chlorphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Chlorphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Chlorphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Chlorphenyl)-6-picrylazo-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Chlor-2- (2,4,5-trimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,5-Dibrom-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,5-Dichlor-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,5-Dichlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,7-Dichlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,7-Dimethyl-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2,4-Dimethylphenyl)-4,6-dinitro-benzotriazol-1-oxid

    2-(2,5-Dimethylphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2,4-Dimethylphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2,5-Dimethylphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dinitro-2-[3-nitro-4-(N'-phenylhydrazino)-phenyl-]-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dinitro-2-[4-nitro-4-(N'-phenylhydrazino)-phenyl-]-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dinitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2,4-Dinitrophenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(2,4-Dinitrophenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dinitro-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dinitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4,6-Dinitro-2-(2,4,5-trimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Methoxyphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(4-Methoxyphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Methyl-6-nitro-2-m-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Methyl-6-nitro-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    5-Methyl-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-4-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4-Methyl-2-m-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4-Methyl-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4-Methyl-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-2-m-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Methyl-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-[1]Naphthyl-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-[2]Naphthyl-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-[1]Naphthyl-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-[2]Naphthyl-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-(3-Nitrophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    4-Nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Nitro-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    6-Nitro-2-(2,4,5-trimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-Phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-o-Tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid

    2-p-Tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid



    [0099] Weiterhin bevorzugt sind Heterocyclen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxy-, N,N-Dioxy-Funktion oder ein weiteres Heteroatom, wie O, S, Se, Te enthalten, wie:

    [0100] Aziridine, Diaziridine, Pyrrole, Dihydropyrrole, Tetrahydropyrrole, Pyrazole, Dihydropyrazole, Tetrahydropyrazole, Imidazole, Dihydroimidazole, Tetrahydroimidazole, Dihydroimidazole, 1,2,3 -Triazole, 1,2,4-Triazole, Tetrazole, Pentazole, Piperidine, Pyridine, Pyridazine, Pyrimidine, Pyrazine, Piperazine, 1,2,3-Triazine, 1,2,4-Triazine, 1,2,3-Triazine, Tetrazine, Azepine, Oxazole, Isoxazole, Thiazole, Isothiazole, Thiadiazole, Morpholine, und deren benzokondensierte Derivate wie: Indole, Isoindole, Indolizine, Indazole, Benzimidazole, Benztriazole, Chinoline, Isochinoline, Phthalazine, Chinazoline, Chinoxaline, Phenazine, Benzazepine, Benzothiazole, Benzoxazole.

    [0101] Ebenso bevorzugt sind kondensierte N-Heterocyclen wie Triazolo- und Tetrazoloverbindungen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi-, N,N-Dioxi-Funktion und neben N ein weiteres Heteroatom wie O, S, Se, Te enthalten können.

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyridine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyridine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo [3,4-a]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[1,5-b]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[5,1-a]isoquinoline

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyridine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyridine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-c]pyridine

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoline

    [1,2,3]Triazolo[5,1-a]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b]pyridazine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-b]pyridazine

    [1,2,4]Triazolo[4,5-d]pyridazine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b]cinnoline

    [1,2,4]Triazolo[3,4-a]phthalazine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-c]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-c]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-c]quinazoline

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]quinazolin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-c]quinazolin

    [1,2,4]Triazolo[5,1-b]quinazolin

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyrimidine

    [1,2,3]Triazolo[1,5-c]pyrimidine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-d]pyrimidine

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinazoline

    [1,2,3]Triazolo[1,5-c]quinazoline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrazine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrazine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyrazine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoxaline

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoxaline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[3,4-c][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[4,3-d][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-b][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[5,1-c][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-d][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a][1,3,5]triazin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a][1,3,5]triazin

    Tetrazolo[1,5-a]pyridine

    Tetrazolo[1,5-b]isoquinoline

    Tetrazolo[1,5-a]quinoline

    Tetrazolo[5,1-a]isoquinoline

    Tetrazolo[1,5-b]pyridazine

    Tetrazolo[1,5-b]cinnoline

    Tetrazolo[5,1-a]phthalazine

    Tetrazolo[1,5-a]pyrimidine

    Tetrazolo[1,5-c]pyrimidine

    Tetrazolo[1,5-a]quinazoline

    Tetrazolo[1,5-c]quinazoline

    Tetrazolo[1,5-a]pyrazine

    Tetrazolo[1,5-a]quinoxaline

    Tetrazolo[1,5-b][1,2,4]triazine

    Tetrazolo[5,1-c][1,2,4]triazine

    Tetrazolo[1,5-d][1,2,4]triazine

    Tetrazolo[5,1-f][1,2,4]triazine


    Sonstige:



    [0102] 

    Chinolin-N-oxid

    Isochinolin-N-oxid

    N-Hydroxy-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin

    β-(N-Oxy-1,2,3,4-tetrahydroisochinolino)-propionsäure

    1,3-Dihydroxy-2N-benzylimido-benzimidazolin



    [0103] Das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem umfaßt als Comediator (d) beispielsweise aliphatische Ether, arylsubstituierte Alkohole wie z.B.

    2,3-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,6-Dimethoxybenzylalkohol

    Homovanillylalkohol

    Ethylenglykolmonophenylether

    2 -Hydroxybenzylalkohol

    4 -Hydroxybenzylalkohol

    4-Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol

    2-Methoxybenzylalkohol

    2,5-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylamin

    2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid

    Veratrylalkohol

    Coniferylalkohol

    Olefine (Alkene) z.B.

    2-Allylphenol

    2-Allyl-6-methylphenol

    Allylbenzol

    3,4-Dimethoxy-propenylbenzol

    p-Methoxystyrol

    1-Allylimidazol

    1-Vinylimidazol

    Styrol

    Stilben

    Allylphenylether

    Zimtsäurebenzylester

    Zimtsäuremethylester

    2,4,6-Triallyloxy-1,3,5-triazin

    1,2,4-Trivinylcyclohexan

    4-Allyl-1,2-dimethoxybenzol

    4-tert-Butylbenzoesäurevinylester Squalen

    Benzoinallylether

    Cyclohexen

    Dihydropyran

    N-Benzylzimtsäureanilid

    mit Vorzug Phenolether wie z.B.

    2,3-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,4-Didethoxybenzylalkohol

    2,6-Dimethoxybenzylalkohol

    Homovanillylalkohol

    4-Hydroxybenzylalkohol

    4 -Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol

    2-Methoxybenzylalkohol

    2,5-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylamin

    2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid

    Veratrylalkohol

    Coniferylalkohol

    Veratrol

    Anisol

    mit Vorzug Carbonylverbindungen wie z.B.

    4-Aminobenzophenon

    4-Acetylbiphenyl

    Benzophenon

    Benzil

    Benzophenonhydrazon

    3,4-Dimethoxybenzaldehyd

    3,4-Dimethoxybenzoesäure

    3,4-Dimethoxybenzophenon

    4-Dimethylaminobenzaldhyd

    4-Acetylbiphenylhydrazon

    Benzophenon-4-carbonsäure

    Benzoylaceton

    Bis-(4,4'-dimethylamino)-benzophenon

    Benzoin

    Benzoinoxim

    N-Benzoyl-N-phenyl-hydroxylamin

    2-Amino-5-chlor-benzophenon

    3-Hydroxy-4-methoxybenzaldehyd

    4-Methoxybenzaldehyd

    Anthrachinon-2-sulfonsäure

    4-Methylaminobenzaldehyd

    Benzaldehyd

    Benzophenon-2-carbonsäure

    3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid

    (S)-(-)-2-(N-Benzylpropyl)-aminobenzophenon

    Benzylphenylessigsäureanilid

    N-Benzylbenzanilid

    4,4'-Bis-(dimethylamino)-thiobenzophenon

    4,4'-Bis-(diacetylamino)-benzophenon

    2-Chlorbenzophenon

    4,4'-Dihydroxybenzophenon

    2,4-Dihydroxybenzophenon

    3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehydhydrazin

    4-Hydroxybenzophenon

    2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon

    4-Methoxybenzophenon

    3,4-Dihydroxybenzophenon

    p-Anissäure

    p-Anisaldehyd

    3,4-Dihydroxybenzaldehyd

    3,4-Dihydroxybenzoesäure

    3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyd

    3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzoesäure

    4-Hydroxybenzaldehyd

    Salicylaldehyd

    Vanillin

    Vanillinsäure



    [0104] Durch den Zusatz der unter d) und e) genannten Verbindungen des Mehrkomponentensystems erfolgt eine Reaktionsvermittlung in Kaskadenform oder ein Recycling der eigentlichen Mediatorverbindungen in situ d.h. während der Reaktion und führt überraschenderweise zu wesentlichen Verbesserung der Kappareduktion oder Verringerung der Mediatordosage.

    [0105] Die unter d) in Anspruch 1 genannten Zusatzstoffe werden vorzugsweise in Mengen von 0,01 bis 0,5 mg pro g ligninhaltigem Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 0,01 bis 0,1 mg pro g ligninhaltigem Material eingesetzt.

    [0106] Das freie Amin des jeweiligen Mediators wird vorzugsweise im Verhältnis Mediator/Amin von 100:1 bis 1:1, besonders bevorzugt 20:1 bis 1:1, insbesondere bervorzugt 10:1 bis 2:1 eingesetzt.

    [0107] Die Wirksamkeit des Mehrkomponentensystems beim Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder ähnlichen Stoffen ist häufig nochmals gesteigert, wenn neben den genannten Bestandteilen noch Mg2+ Ionen vorhanden sind. Die Mg2+ Ionen können beispielsweise als Salz, wie z.B. MgSO4, eingesetzt werden. Die Konzentration liegt im Bereich von 0,1 - 2 mg/g ligninhaltigem Material, vorzugsweise bei 0,2 - 0,6 mg/g.

    [0108] In manchen Fällen läßt sich eine weitere Steigerung der Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystems dadurch erreichen, daß das Mehrkomponentensystem neben den Mg2+ Ionen auch Komplexbildner wie z.B. Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA), Hydroxyethylendiamintriessigsäure (HEDTA), Diethylentriaminpentamethylen-phosphonsäure (DTMPA), Nitrilotriessigsäure (NTA), Polyphosphorsäure (PPA) etc. enthält. Die Konzentration liegt im Bereich von 0,2 - 5 mg/g ligninhaltigem Material, vorzugsweise bei 1 - 3 mg.

    [0109] Der Einsatz des erfindungsgemäßen Merhkomponentensystems in einem Verfahren zu Behandeln von Lignin erfolgt beispielsweise dadurch, daß man die jeweils ausgewählten Komponenten a) bis e) gemäß Anspruch 1 gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit einer wässrigen Suspension des ligninhaltigen Materials mischt.

    [0110] Vorzugsweise wird ein Verfahren unter Einsatz des erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystems in Gegenwart von Sauerstoff oder Luft bei Normaldruck bis 10 bar und in einem pH-Bereich von 2 bis 11, bei einer Temperatur von 20 bis 95°C, vozugsweise 40 - 95°C, und einer Stoffdichte von 0,5 bis 40 % durchgeführt.

    [0111] Ein für den Einsatz von Enzymen bei der Zellstoffbleiche ungewöhnlicher und überraschender Befund ist, daß beim Einsatz des erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystems eine Steigerung der Stoffdichte eine erhebliche Steigerung der Kappaerniedrigung ermöglicht.

    [0112] Überraschenderweise führte somit eine erhöhte Stoffdichte zu einer besseren Aktivität des Mehrkomponentensystems.

    [0113] Aus ökonomischen Gründen bevorzugt wird ein erfindungsgemäßes Verfahren bei Stoffdichten von 12 bis 15 %, besonders bevorzugt 14 bis 15 % durchgeführt.

    [0114] Überraschenderweise zeigte sich ferner, daß eine saure Wäsche (pH 2 bis 6, vorzugsweise 4 bis 5) oder Q-Stufe (pH-Wert 2 bis 6, vorzugsweise 4 bis 5) vor der Enzym-Mediatorstufe bei manchen Zellstoffen zu einer erheblichen Kappazahlerniedrigung im Vergleich zur Behandlung ohne diese spezielle Vorbehandlung führt. In der Q-Stufe werden als Chelatbildner die zu diesem Zwecke üblichen Substanzen (wie z.B. EDTA, DTPA) eingesetzt. Sie werden vorzugsweise in Konzentrationen von 0,1 %/to bis 1 %/to besonders bevorzugt 0,1 %/to bis 0,5 %/to eingesetzt.

    [0115] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise 0,1 bis 1000 IU Enzym pro g ligninhaltiges Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 1 bis 40 IU Enzym pro g ligninhaltiges Material eingesetzt.

    [0116] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise 0,01 mg bis 100 mg Oxidationsmittel pro g ligninhaltigem Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 0,01 bis 50 mg Oxidationsmittel pro g ligninhaltigem Material eingesetzt.

    [0117] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise 0,5 bis 80 mg Mediator pro g ligninhaltigem Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 0,5 bis 40 mg Mediator pro g ligninhaltigem Material eingesetzt.

    [0118] Mittels des erfindungsmäßigen Mehrkomponentensystems konnten beispielsweise bei der Bleiche von Sulfatzellstoffen (Softwood) das völlig überraschende Ergebnis einer Reduzierung der Kappazahl von ca. 30 auf 10 innerhalb von 1 bis 4 Stunden selbst bei einer hohen Konsistenz im Bereich von etwa 15 % erzielt werden, wobei durch Zusatz der Komponenten d) und e) gemäß Anspruch 1 eine erhebliche Verminderung der Konzentration der Komponente c) (Mediator) möglich ist.

    [0119] Gleichzeitig können Reduktionsmittel zugegeben werden, die zusammen mit den vorhandenen Oxidationsmitteln zur Einstellung eines bestimmten Redoxpotentials dienen.

    [0120] Als Reduktionsmittel können Natrium-Bisulfit, Natrium-Dithionit, Ascorbinsäure, Thioverbindungen, Mercaptoverbindungen oder Glutathion etc. eingesetzt werden.

    [0121] Die Reaktion läuft beispielsweise bei Laccase unter Sauerstoffzufuhr oder Sauerstoffüberdruck ab, bei den Peroxidasen (z.B. Ligninperoxidasen, Manganperoxidasen) mit Wasserstoffperoxid. Dabei können beispielsweise der Sauerstoff auch durch Wasserstoffperoxid + Katalase und Wasserstoffperoxid durch Glucose + GOD oder andere Systeme in situ generiert werden.

    [0122] Außerdem können dem System Radikalbildner oder Radikalfänger (Abfangen von beispielsweise OH- oder OOH- Radikalen) zugesetzt werden. Diese können das Zusammenspiel innerhalb der Red/Ox- und Radikalmediatoren verbessern.

    [0123] Der Reaktionslösung können auch weitere Metallsalze zugegeben werden.

    [0124] Diese sind im Zusammenwirken mit Chelatbildnern als Radikalbildner oder Red/Ox-Zentren wichtig. Die Salze bilden in der Reaktionslösung Kationen. Solche Ionen sind u.a. Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Cu2+, Ca2+, Ti3+, Cer4+, Al3+.

    [0125] Die in der Lösung vorhandenen Chelate können darüberhinaus als Mimicsubstanzen für die Enzyme, beispielsweise für die Laccasen (Kupferkomplexe) oder für die Lignin- oder Manganperoxidasen (Hämkomplexe) dienen. Unter Mimicsubstanzen sind solche Stoffe zu verstehen, die die prosthetischen Gruppen von (hier) Oxidoreduktasen simulieren und z.B. Oxidationsreaktionen katalysieren können.

    [0126] Weiterhin kann dem Reaktionsgemisch NaOCl zugesetzt werden. Diese Verbindung kann im Zusammenspiel mit Wasserstoffperoxid Singulettsauerstoff bilden.

    [0127] Schließlich ist es auch möglich, unter Einsatz von Detergentien zu arbeiten. Als solche kommen nicht-ionische, anionische, kationische und amphotere Tenside in Betracht. Die Detergentien können die Penetration der Enzyme und Mediatoren in die Faser verbessern.

    [0128] Ebenso kann es für die Reaktion förderlich sein, Polysaccharide und/oder Proteine zuzusetzen. Hier sind insbesondere als Polysaccharide Glucane, Mannane, Dextrane, Lävane, Pektine, Alginate oder Pflanzengummis und/oder eigene von den Pilzen gebildete oder in der Mischkultur mit Hefen produzierte Polysaccharide und als Proteine Gelantine und Albumin zu nennen.

    [0129] Diese Stoffe dienen hauptsächlich als Schutzkolloide für die Enzyme.

    [0130] Weitere Proteine, die zugesetzt werden können, sind Proteasen wie Pepsin, Bromelin, Papain usw.. Diese können u.a. dazu dienen, durch den Abbau des im Holz vorhandenen Extensins C, hydroxyprolinreiches Protein, einen besseren Zugang zum Lignin zu erreichen.

    [0131] Als weitere Schutzkolloide kommen Aminosäuren, Einfachzucker, Oligomerzucker, PEG-Typen der verschiedensten Molekulargewichte, Polyethylenoxide, Polyethylenimine und Polydimethylsiloxane in Frage.

    [0132] Das erfindungsgemäße Verfahren kann nicht nur bei der Delignifizierung (Bleiche) von Sulfat-, Sulfit-, Organosol-, o.a. Zellstoffen und von Holzstoffen eingesetzt werden, sondern auch bei der Herstellung von Zellstoffen allgemein, sei es aus Holz- oder Einjahrespflanzen, wenn eine Defibrillierung durch die üblichen Kochverfahren (verbunden eventuell mit mechanischen Verfahren oder Druck) d.h. eine sehr schonende Kochung bis zu Kappazahlen, die im Bereich von ca. 50 - 120 Kappa liegen können, gewährleistet ist.

    [0133] Bei der Bleiche von Zellstoffen wie auch bei der Herstellung von Zellstoffen kann die Behandlung mehrfach wiederholt werden, entweder nach Wäsche und Extraktion des behandelten Stoffes mit NaOH oder ohne diese Zwischenschritte. Dies führt zu noch wesentlich weiter reduzierbaren Kappawerten und zu erheblichen Weißesteigerungen. Ebenso kann vor der Enzym/Mediatorbehandlung eine O2-Stufe eingesetzt werden oder auch wie bereits erwähnt eine saure Wäsche oder Q-Stufe (Chelatstufe) ausgeführt werden.

    [0134] Bei der "Verflüssigung" von Kohle (Steinkohle, Braunkohle) wird eine ähnliche Verfahrensführung wie bei der Delignifizierung (Bleiche) von Holz oder Einjahrespflanzenzellstoff eingesetzt.

    [0135] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert:

    Beispiel 1/2


    Beispiel: Enzymatische Bleiche und Sulfatzellstoff.


    Beispiel 1:



    [0136] 30 g atro Zellstoff (Softwood O2 delignifiziert), Stoffdichte 30% (ca. 100 g feucht) werden zu folgenden Lösungen gegeben:

    [0137] 1) 120 ml Leitungswasser werden mit 150 mg Hydroxybenzotriazol (HBT), 15 mg Benztriazol (BT) und 3 mg Benzophenon (B) unter Rühren versetzt, der pH-Wert mit 0,5 m H2SO4 so eingestellt, daß nach Zugabe des Zellstoffes und des Enzymes pH 4,5 resultiert. Dazu Werden 4 IU (1 IU = Umsatz von 1 µM Syringaldazin/min/ml Enzym) Laccase von Coriolus versicolor pro g Stoff gegeben. Die Lösung wird auf 200 ml aufgefüllt und der Stoff zugegeben. Es wird für 2 min mit einem Teigkneter gemixt.

    [0138] Danach wird der Stoff in eine auf 45°C vorgeheizte Reaktionsbombe gegeben und unter 1-10 bar Überdruck für 1-4 Stunden inkubiert.

    [0139] Danach wird der Stoff über einem Nylonsieb (30µm) gewaschen und 1 Std. bei 60°C, 8% Stoffdichte und 2% NaOH pro g Stoff extrahiert.

    [0140] Nach erneuter Wäsche des Stoffes wird die Kappazahl bestimmt.

    (vgl. Tabelle 1)

    (vgl. Tabelle 2)


    Änderungen Beispiel/Tabelle 2:



    [0141] mit 75 mg Hydroxybenzotriazol, 7,5 mg Benztriazol und 0,02 mg Veratrylalkohol.

    Beispiele/Tabellen:


    Beispiel 1


    Enzymatische Bleiche von Sulfatzellstoff (Softwood) (O2 delignifiziert)



    [0142] 


    Beispiel 2


    Enzymatische Bleiche von Sulfatzellstoff (Softwood) (O2 delignifiziert)



    [0143] 
    Tabelle 2:
    System Kappa vor Extraktion Kappa nach Extraktion Ligninabbau %
    O-Wert 11 10 9,1
    L+2,5 mg HBT/g 8,5 7,6 31
    L+2,5 mg HBT/g BT/VA 8,1 6,4 42
    VA = Veratrylalkohol
       L = Laccase



    Ansprüche

    1. Mehrkomponentensystem zum Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder Kohle, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es als Mehrkomponentensystem,

    a. mindestens eine Oxidoreduktase und

    b. mindestens ein geeignetes Oxidationsmittel und

    c. mindestens einen Mediator auswählt aus der Gruppe der Hydroxylamine, Hydroxylaminderivate, Hydroxamsäuren, Hydroxamsäurederivate, der aliphatischen, cycloaliphatischen, heterocyclischen oder aromatischen Verbindungen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi-, oder N,N'-Dioxi- Funktion enthalten, und

    d. ggf. mindestens einen Comediator aus der Gruppe der arylsubstituierte Alkohole, Carbonylverbindungen, aliphatische Ether, Phenolether oder Olefine (Alkene) und

    e. eine geringe Menge mindestens eines freien Amins eines jeweils eingesetzten Mediators

    umfaßt.
     
    2. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es neben den genannten Bestandteilen a) bis e) auch Mg2+ Ionen umfaßt.
     
    3. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidoreduktase mindestens eine Oxidoreduktase der Klassen 1.1.1 - 1.97 eingesetzt wird.
     
    4. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Oxidoreduktasen, welche Sauerstoff, Peroxide oder Chinone als Elektronenakzeptor verwenden, eingesetzt werden.
     
    5. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidoreduktase Laccase (1.10.3.2) eingesetzt wird.
     
    6. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder H-NR-OH-haltige aliphatische, cycloaliphatische, heterocyclische oder aromatische Verbindungen N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi und N,N'-Dioxi-Verbindungen, Hydroxamsäurederivate eingesetzt werden.
     
    7. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder H-NR-OH-haltige Verbindungen Hydroxylamine der allgemeinen Formel I eingesetzt werden,

    wobei in der allgemeinen Formel I die Substituenten R1 und R2, die gleich oder ungleich sein können, unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, C1-C12-alkyl-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, deren C1-C12-alkyl-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl- unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R3 substituiert sein können und wobei der Rest R3 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy-, formyl-, carboxy- sowie Salze und Ester davon, amino-, nitro-, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, sulfono-, deren Ester und Salze, sulfamoyl-, carbamoyl-, phospho-, phosphono-, phosphonooxy- und deren Salze und Ester wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen des Restes R3 weiterhin unsubstitiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy-, C1-C3-alkyl-, C1-C3-alkoxy- substituiert sein können und wobei die Reste R1 und R2 gemeinsam eine Gruppe -B- bilden können und -B- dabei eine der folgenden Gruppen darstellt: (-CHR4-)n, (-CR4=CH-)m und wobei R4 ein Substituent ist der wie R3 definiert ist und n eine ganze Zahl von 1 bis 6 darstellt und m eine ganze Zahl von 1 bis 3 darstellt.
     
    8. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder H-NR-OH-haltige Verbindungen Substanzen der allgemeinen Formel II eingesetzt werden

    wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p

    und p gleich 1 oder 2 ist,

    wobei die Reste R9 bis R12, R15 und R16 gleich oder ungleich sein können und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen können: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R9 bis R12, R15 und R16 weiterhin unsubstitiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können, und wobei die Reste R15 und R16 eine gemeinsame Gruppe -G- bilden können und -G- dabei eine der folgenden Gruppen repräsentiert: (-CR5=CR6-CR7=CR8-) oder (-CR8=CR7-CR6=CR5-) ;

    die Reste R5 bis R8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R5 bis R8 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können

    und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R5 bis R8 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R18 substituiert sein können und wobei der Rest R18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sowie deren Ester und Salze

    und wobei die carbamoyl, sulfamoyl, amino-Gruppen des Restes R18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R19 substituiert sein können und wobei der Rest R19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.


     
    9. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder H-NR-OH-haltige Verbindungen, Verbindungen der allgemeinen Formel III eingesetzt werden,

    wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p

    und p gleich 1 oder 2 ist,

    die Reste R5 bis R12 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und deren amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen weiterhin unsubstituiert oder ein oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können

    und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, aryl-C1-C6-alkyl-Gruppen der Reste R5 bis R12 unsubstituiert oder weiterhin ein-oder mehrfach mit dem Rest R13 substituiert sein können und wobei der Rest R13 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino und Ester

    und wobei die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen der Restes R13 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R14 substituiert sein können und wobei der Rest R14 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Hydroxy, Formyl, Carboxy sowie deren Salze und Ester, Amino, Nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.


     
    10. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder H-NR-OH-haltige Verbindungen, Verbindungen der allgemeinen Formel IV eingesetzt werden.

    wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p

    und p gleich 1 oder 2 ist;

    für die Reste R5 bis R8 und R10 bis R12 gilt das oben gesagte;

    R17 kann sein: Wasserstoff, C1-C10-alkyl, C1-C10-alkylcarbonyl, deren C1-C10-alkyl und C1-C10-alkylcarbonyl unsubstituiert oder mit einem Rest R18, der wie R3 definiert ist, ein- oder mehrfach substituiert sein können.


     
    11. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder H-NR-OH-haltige Verbindungen 1-Hydroxybenztriazol und des tautomeren Benzotriazol-1-oxides, sowie deren Ester und Salze nach folgender Formel V eingesetzt werden.

    die Reste R5 bis R8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen darstellen: Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen der Reste R5 bis R8 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R5 bis R8 unsubstituiert oder weiterhin ein-oder mehrfach mit dem Rest R18 substituiert sein können und wobei der Rest R18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino und Ester und wobei die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen des Restes R18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R19 substituiert sein können und wobei der Rest R19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Hydroxy, Formyl, Carboxy sowie deren Salze und Ester, Amino, Nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.
     
    12. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH-oder H-NR-OH-haltige Verbindungen solche von Azolen eingesetzt werden.
     
    13. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH-oder H-NR-OH-haltige Verbindungen solche von kondensierten Heterocyclen, die eine Triazolo-oder Tetrazoloeinheit enthalten, wie z.B.

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyridine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyridine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[3,4-a]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[1,5-b]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[5,1-a]isoquinoline

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyridine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyridine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-c]pyridine

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoline

    [1,2,3]Triazolo[5,1-a]isoquinoline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b]pyridazine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-b]pyridazine

    [1,2,4]Triazolo[4,5-d]pyridazine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b]quinoline

    [1,2,4]Triazolo[3,4-a]phthalazine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-c]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-c]pyrimidine

    [1,2,4]Triazolo[4,3-c]quinazoline

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]quinazolin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-c]quinazolin

    [1,2,4]Triazolo[5,1-b]quinazolin

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyrimidine

    [1,2,3]Triazolo[1,5-c]pyrimidine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-d]pyrimidine

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinazoline

    [1,2,3]Triazolo[1,5-c]quinazoline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrazine

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrazine

    [1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyrazin

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoxaline

    [1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoxaline

    [1,2,4]Triazolo[4,3-b][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[3,4-c][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[4,3-d][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-b][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[5,1-c][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-d][1,2,4]triazin

    [1,2,4]Triazolo[4,3-a][1,3,5]triazin

    [1,2,4]Triazolo[1,5-a][1,3,5]triazin

    Tetrazolo[1,5-a]pyridine

    Tetrazolo[1,5-b]isoquinoline

    Tetrazolo[1,5-a]quinoline

    Tetrazolo[5,1-a]isoquinoline

    Tetrazolo[1,5-b]pyridazine

    Tetrazolo[1,5-b]cinnoline

    Tetrazolo[5,1-a]phthalazine

    Tetrazolo[1,5-a]pyrimidine

    Tetrazolo[1,5-c]pyrimidine

    Tetrazolo[1,5-a]quinazoline

    Tetrazolo[1,5-c]quinazoline

    Tetrazolo[1,5-a]pyrazine

    Tetrazolo[1,5-a]quinoxaline

    Tetrazolo[1,5-b][1,2,4]triazine

    Tetrazolo[5,1-c][1,2,4]triazine

    Tetrazolo[1,5-d][1,2,4]triazine

    Tetrazolo[5,1-f][1,2,4]triazine

    eingesetzt werden.
     
    14. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidationsmittel z.B. Luft, Sauerstoff, Ozon, H2O2, organische Peroxide, Persäuren wie die Peressigsäure, Perameisensäure, Perschwefelsäure, Persalpetersäure, Metachlorperoxibenzoesäure, Perchlorsäure, Perchlorate, Peracetate, Persulfate, Peroxide, Sauerstoffspezies und Radikale wie OH, OOH Singulettsauerstoff, Ozon, Superoxid (O2-), Ozonid, Dioxygenyl-Kation (O2+), Dioxirane, Dioxetane, Fremy Radikal eingesetzt werden.
     
    15. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Komponente d) aliphatische Ether, arylsubstituierte Alkohole sind z.B.

    2,3-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,6-Dimethoxybenzylalkohol

    Homovanillylalkohol

    Ethylenglykolmonophenylether

    2-Hydroxybenzylalkohol

    4-Hydroxybenzylalkohol

    4-Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol

    2-Methoxybenzylalkohol

    2,5-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylamin

    2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid

    Veratrylalkohol

    Coniferylalkohol

    sind.
     
    16. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Komponente d) Olefine (Alkene) z.B.

    2-Allylphenol

    2-Allyl-6-methylphenol

    Allylbenzol

    3,4-Dimethoxy-propenylbenzol

    p-Methoxystyrol

    1-Allylimidazol

    1-Vinylimidazol

    Styrol

    Stilben

    Allylphenylether

    Zimtsäurebenzylester

    Zimtsäuremethylester

    2,4,6-Triallyloxy-1,3,5-triazin

    1,2,4-Trivinylcyclohexan

    4-Allyl-1,2-dimethoxybenzol

    4-tert-Butylbenzoesäurevinylester

    Squalen

    Benzoinallylether

    Cyclohexen

    Dihydropyran

    N-Benzylzimtsäureanilid

    sind.
     
    17. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Komponente d) Phenolether z.B.

    2,3-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,4-Dimethoxybenzylalkohol

    2,6-Dimethoxybenzylalkohol

    Homovanillylalkohol

    4-Hydroxybenzylalkohol

    4-Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol

    2-Methoxybenzylalkohol

    2,5-Dimethoxybenzylalkohol

    3,4-Dimethoxybenzylamin

    2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid

    Veratrylalkohol

    Coniferylalkohol

    Veratrol

    Anisol

    sind.
     
    18. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Komponente d) Carbonylverbindungen z.B. 4-Aminobenzophenon

    4-Acetylbiphenyl

    Benzophenon

    Benzil

    Benzophenonhydrazon

    3,4-Dimethoxybenzaldehyd

    3,4-Dimethoxybenzoesäure

    3,4-Dimethoxybenzophenon

    4-Dimethylaminobenzaldhyd

    4-Acetylbiphenylhydrazon

    Benzophenon-4-carbonsäure

    Benzoylaceton

    Bis-(4,4'-dimethylamino) -benzophenon

    Benzoin

    Benzoinoxim

    N-Benzoyl-N-phenyl-hydroxylamin

    2-Amino-5-chlor-benzophenon

    3-Hydroxy-4-methoxybenzaldehyd

    4 -Methoxybenzaldehyd

    Anthrachinon-2-sulfonsäure

    4-Methylaminobenzaldehyd

    Benzaldehyd

    Benzophenon-2-carbonsäure

    3,3'4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid

    (S)-(-)-2-(N-Benzylpropyl)-aminobenzophenon

    Benzylphenylessigsäureanilid

    N-Benzylbenzanilid

    4,4'-Bis-(dimethylamino)-thiobenzophenon

    4,4'-Bis- (diacetylamino)-benzophenon

    2-Chlorbenzophenon

    4,4'-Dihydroxybenzophenon

    2,4-Dihydroxybenzophenon

    3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehydhydrazin

    4-Hydroxybenzophenon

    2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon

    4-Methoxybenzophenon

    3,4-Dihydroxybenzophenon

    p-Anissäure

    p-Anisaldehyd

    3,4-Dihydroxybenzaldehyd

    3,4-Dihydroxybenzoesäure

    3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyd

    3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenoesäure

    4-Hydroxybenzaldehyd

    Salicylaldehyd

    Vanillin

    Vanillinsäure sind.


     
    19. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente e) als freies Amin im Falle der in situ Generation oder Reaktionsvermittlung in Kaskadenform bei Hydroxybenztriazol, Benztriazol eingesetzt wird.
     
    20. Verfahren zum Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß man die jeweils ausgewählten Komponenten a) bis e) gemäß Anspruch 1 gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit einer wäßrigen Suspension des ligninhaltigen Materials mischt.
     
    21. Verfahren gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in einem pH-Bereich von 2 bis 11, bei einer Temperatur von 20 bis 95°C, vorzugsweise 40 bis 95°C, und einer Stoffdichte von 0,5 bis 40 % und unter Luft oder Sauerstoff bei Normaldruck oder 1 - 10 bar durchgeführt wird.
     
    22. Verfahren gemäß Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffdichte vorzugsweise 13 - 15 % ist.
     
    23. Verfahren gemäß Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Reaktion eine saure Wäsche oder Q-Stufe eingesetzt wird.
     
    24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die saure Wäsche bei 60-100°C bei pH 4-5,5 für 30-90 min und 4-20% Stoffdichte durchgeführt wird.
     
    25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Q-Stufe (mit 0,05 - 1,0 %, vorzugsweise 0,2 - 0,5 % Chelatbildner) bei 60-100°C bei pH 4-5,5 für 30-90 min und 4-20% Stoffdichte durchgeführt wird.
     
    26. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß für die saure Wäsche und die Q-Stufe 1 Std., 90°C, pH 4,5-5 und 10% Stoffdichte eingehalten werden.
     
    27. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionslösung Hemicellulasen, Cellulasen, Amylasen, Pektinasen oder Lipasen oder ein aus zwei oder mehreren dieser Enzyme bestehendes Gemisch zugesetzt werden.
     
    28. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß modifizierte Enzyme, Enzymbestandteile, prosthetische Gruppen oder Mimicsubstanzen wie Hämgruppen und Hämgruppen enthaltende Verbindungen eingesetzt werden.
     
    29. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu diesen Stoffen phenolische Verbindungen und/oder nicht-phenolische Verbindungen mit einem oder mehreren Benzolkernen eingesetzt werden.
     
    30. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionslösung Reduktionsmittel zugesetzt werden.
     
    31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduktionsmittel Natrium-Bisulfit, Natrium-Dithionit, Ascorbinsäure, Thiolverbindungen, Mercaptoverbindungen oder Glutathion eingesetzt werden.
     
    32. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß Sauerstoff durch H2O2 + Katalase oder H2O2 durch GOD + Glucose in situ generiert wird.
     
    33. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Reduktionslösung kationenbildende Metallsalze zugesetzt werden.
     
    34. Verfahren nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß als Kationen Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Ca2+, Cu2+, Ti3+, Ce4+, Al3+ eingesetzt werden.
     
    35. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Komplexbildner der Reaktionslösung zugegeben werden.
     
    36. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß als Komplexbildner Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA), Hydroxyethylendiamintriessig-säure (HEDTA), Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure (DTMPA), Nitrilotriessigsäure (NTA), Polyphosphorsäure (PPA) oder andere Eisen-, Mangan- oder Kupfer-Komplexoren, z.B. Diethylamin, Hydroxylamin eingesetzt werden.
     
    37. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß NaOCl eingesetzt wird.
     
    38. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Detergentien eingesetzt werden.
     
    39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß als Detergentien nicht-ionische, ionische, anionische, kationische und amphotere Tenside zugesetzt werden.
     
    40. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Polysaccharide und/oder Proteine der Reaktionslösung zugesetzt werden.
     
    41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß als Polysaccharide Glucane, Mannane, Dextrane, Lävane, Pektine, Alginate oder Pflanzengummis und/oder eigene von den Pilzen gebildetes oder in der Mischkultur mit Hefen produzierte Polysaccharide eingesetzt werden.
     
    42. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß als Proteine Gelatine und/oder Albumin eingesetzt werden.
     
    43. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusätze Einfachzucker, Oligomerzucker, Aminosäuren, Polyethylenglycole, Polyethylenoxide, Polyethylenimine und Polydimethylsiloxane eingesetzt werden.
     
    44. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß dem System Radikalbildner oder Radikalfänger zugesetzt werden.
     
    45. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Delignifizierung oder Bleiche von Zellstoffen zeitlich nach allen bekannten Kochverfahren eingesetzt wird.
     
    46. Verfahren nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet daß als Kochverfahren Sulfat-, Sulfit-, Organosol-, ASAM- Verfahren, Enabatch-Verfahren u.a. druchgeführt werden.
     
    47. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß es nach, zwischen oder vor allen üblichen Bleichstufen und anderen Sequenzen wie Q-Stufe, saurer Wäsche etc. durchgeführt wird.
     
    48. Verfahren nach Anspruch 45-47, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren in mehreren Stufen durchgeführt wird, wobei zwischen jeder Stufe eine Wäsche oder eine Wäsche und eine Extraktion mit Lauge oder weder Wäsche noch Extraktion stattfindet.
     
    49. Verwendung eines Mehrkomponentensystems gemäß Anspuch 1 zur Kohleverflüßigung.
     


    Claims

    1. Multi-component system for modifying, degrading or bleaching lignin, lignin-containing materials or coal which is characterized in that it comprises, as a multi-component system,

    a. at least one oxidoreductase and

    b. at least one suitable oxidizing agent and

    c. at least one mediator chosen from the group consisting of hydroxylamines, hydroxylamine derivatives, hydroxamic acids, hydroxamic acid derivatives and aliphatic, cycloaliphatic, heterocyclic or aromatic compounds which contain at least one N-hydroxy, oxime, N-oxy or N,N'-dioxy function and

    d. if appropriate at least one comediator from the group consisting of aryl-substituted alcohols, carbonyl compounds, aliphatic ethers, phenolic ethers and/or olefins (alkenes) and

    e. a small amount of at least one free amine of a mediator employed in each case.


     
    2. Multi-component system according to Claim 1, characterized in that it also comprises Mg2+ ions, in addition to the constituents a) to e) mentioned.
     
    3. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that at least one oxidoreductase of classes 1.1.1 - 1.97 is employed as the oxidoreductase.
     
    4. Multi-component system according to Claim 3, characterized in that oxidoreductases which use oxygen, peroxides or quinones as electron acceptor are employed.
     
    5. Multi-component system according to Claim 3, characterized in that laccase (1.10.3.2) is employed as the oxidoreductase.
     
    6. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that N-hydroxyl, oxime, N-oxy and N,N'-dioxy compounds and hydroxamic acid derivative are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing aliphatic, cycloaliphatic, heterocyclic or aromatic compounds.
     
    7. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that hydroxylamines of the general formula I

    in which, in the general formula I, the substituents R1 and R2, which can be
    identical or different, independently of one another are one of the following groups: hydrogen, C1-C12-alkyl, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl or aryl, the C1-C12-alkyl, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl or aryl of which can be unsubstituted or furthermore mono- or polysubstituted by the radical R3, and in which the radical R3 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, in which the amino, carbamoyl and sulphamoyl groups of the radical R3 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy, and in which the radicals R1 and R2 together can form a group -B-, and -B- here is one of the following groups: (-CHR4-)n or (-CR4=CH-)m, and in which R4 is a substituent which is defined as R3, and n is an integer from 1 to 6 and m is an integer from 1 to 3, are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds.
     
    8. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that substances of the general formula II

    in which X is one of the following groups: (-N=N-), (-N=CR10-)p,(-CR10=N-)p,(-CR11=CR12-)p

    and p is 1 or 2,

    in which the radicals R9 to R12, R15 and R16 can be identical or different and independently of one another can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and in which the amino, carbamoyl and sulphamoyl groups of the radicals R9 to R12, R15 and R16 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy, and in which the radicals R15 and R16 can form a common group -G- and -G- here is one of the following groups: (-CR5=CR6-CR7=CR8-) or (-CR8=CR7-CR6=CR5-);

    the radicals R5 to R8 can be identical or different and independently of one another are one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and in which the amino, carbamoyl and sulphamoyl groups of the radicals R5 to R8 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy,

    and in which the C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl and aryl groups of the radicals R5 to R8 can be unsubstituted or furthermore mono- - or polysubstituted by the radical R18, and in which the radical R18 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, and esters and salts thereof,

    and in which the carbamoyl, sulphamoyl and amino groups of the radical R18 can be unsubstituted or furthermore mono- or disubstituted by the radical R19, and in which the radical R19 can be one of the following groups: hydrogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl and aryl, are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds.


     
    9. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that compounds of the general formula III

    in which X is one of the following groups: (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p

    and p is 1 or 2,

    the radicals R5 to R12 can be identical or different and independently of one another are one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and the amino, carbamoyl and sulphamoyl groups thereof can furthermore be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy,

    and in which the C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl and aryl-C1-C6-alkyl groups of the radicals R5 to R12 can be unsubstituted or furthermore mono- or polysubstituted by the radical R13, and in which the radical R13 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulphono, sulpheno, sulphino and esters

    and in which the carbamoyl, sulphamoyl and amino groups of the radical R13 can be unsubstituted or furthermore mono- or disubstituted by the radical R14, and in which the radical R14 can be one of the following groups: hydrogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl or aryl,

    are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds.


     
    10. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that compounds of the general formula IV are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds. [sic]

    in which X is one of the following groups: (-N=N-), (-N=CR10-)p,(-CR10=N-)p,(-CR11=CR12-)p

    and p is 1 or 2;

    the above statements apply to the radicals R5 to R8 and R10 to R12;

    R17 can be: hydrogen, C1-C10-alkyl or C1-C10-alkylcarbonyl, the C1-C10-alkyl and C1-C10-alkylcarbonyl of which can be unsubstituted or mono- or polysubstituted by a radical R18, which is defined as R3.


     
    11. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that 1-hydroxybenzotriazole and of the [sic] tautomeric benzotriazole 1-oxide and esters or salts thereof according to the following formula V

    in which the radicals R5 to R8 can be identical or different and independently of one another are one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and in which the amino, carbamoyl and sulphamoyl groups of the radicals R5 to R8 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy, and in which the C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl and aryl groups of the radicals R5 to R8 can be unsubstituted or furthermore mono- or polysubstituted by the radical R18, and in which the radical R18 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulphono, sulpheno, sulphino and esters thereof, and in which the carbamoyl, sulphamoyl and amino groups of the radical R18 can be unsubstituted or furthermore mono- or disubstituted by the radical R19, and in which the radical R19 can be one of the following groups: hydrogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl and aryl, are employed as NO-, NOH- - or H-NR-OH-containing compounds.
     
    12. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that the NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds employed are those of azoles.
     
    13. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that the NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds employed are those of condensed heterocyclic compounds which contain a triazolo or tetrazolo unit, such as, for example,

    [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyridines

    [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyridines

    [1,2,4]triazolo[4,3-a]quinolines

    [1,2,4]triazolo[4,3-b]isoquinolines

    [1,2,4]triazolo[3,4-a]isoquinolines

    [1,2,4]triazolo[1,5-b]isoquinolines

    [1,2,4]triazolo[5,1-a]isoquinolines

    [1,2,3]triazolo[1,5-a]pyridines

    [1,2,3]triazolo[4,5-b]pyridines

    [1,2,3]triazolo[4,5-c]pyridines

    [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinolines

    [1,2,3]triazolo[5,1-a]isoquinolines

    [1,2,4]triazolo[4,3-b]pyridazines

    [1,2,4]triazolo[1,5-b]pyridazines

    [1,2,4]triazolo[4,5-d]pyridazines

    [1,2,4]triazolo[4,3-b]quinolines

    [1,2,4] triazolo[3,4-a]phthalazines

    [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrimidines

    [1,2,4]triazolo[4,3-c]pyrimidines

    [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidines

    [1,2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidines

    [1,2,4]triazolo[4,3-c]quinazolines

    [1,2,4]triazolo[1,5-a]quinazoline

    [1,2,4]triazolo[1,5-c]quinazoline

    [1,2,4]triazolo[5,1-b]quinazoline

    [1,2,3]triazolo[1,5-a]pyrimidines

    [1,2,3]triazolo[1,5-c]pyrimidines

    [1,2,3]triazolo[4,5-d]pyrimidines

    [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinazolines

    [1,2,3]triazolo[1,5-c]quinazolines

    [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrazines

    [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrazines

    [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrazines [sic]

    [1,2,3]triazolo[4,5-b]pyrazine

    [1,2,4]triazolo[4,3-a]quinoxalines

    [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinoxalines

    [1,2,4]triazolo[4,3-b][1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[3,4-c] [1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[4,3-d][1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[3,4-f][1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[1,5-b][1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[5,1-c][1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[1,5-d][1,2,4]triazine

    [1,2,4]triazolo[4,3-a][1,3,5]triazine

    [1,2,4]triazolo[1,5-a][1,3,5]triazine

    tetrazolo[1,5-a]pyridines

    tetrazolo[1,5-b]isoquinolines

    tetrazolo[1,5-a]quinolines

    tetrazolo[5,1-a]isoquinolines

    tetrazolo[1,5-b]pyridazines

    tetrazolo[1,5-b]cinnolines

    tetrazolo[5,1-a]phthalazines

    tetrazolo[1,5-a]pyrimidines

    tetrazolo[1,5-c]pyrimidines

    tetrazolo[1,5-a]quinazolines

    tetrazolo[1,5-c]quinazolines

    tetrazolo[1,5-a]pyrazines

    tetrazolo[1,5-a]quinoxalines

    tetrhzolo[1,5-b][1,2,4]triazines

    tetrazolo[5,1-c][1,2,4]triazines

    tetrazolo[1,5-d][1,2,4]triazines

    tetrazolo[5,1-f][1,2,4]triazines.


     
    14. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that the oxidizing agent employed is, for example, air, oxygen, ozone, H2O2, organic peroxides, peracids, such as peracetic acid, performic acid, persulphuric acid, pernitric acid, metachloroperoxybenzoic acid or perchloric acid, perchlorates, peracetates, persulphates, peroxides or oxygen species and free radicals, such as OH, OOH singlet oxygen, ozone, superoxide (O2-), ozonide, the dioxygenyl cation (O2+), dioxiranes, dioxetanes or a Fremy radical.
     
    15. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds of component d) are are [sic] aliphatic ethers or aryl-substituted alcohols, for example

    2,3-dimethoxybenzyl alcohol

    3,4-dimethoxybenzyl alcohol

    2,4-dimethoxybenzyl alcohol

    2,6-dimethoxybenzyl alcohol

    homovanillyl alcohol

    ethylene glycol monophenyl ether

    2-hydroxybenzyl alcohol

    4-hydroxybenzyl alcohol

    4-hydroxy-3-methoxybenzyl alcohol

    2-methoxybenzyl alcohol

    2,5-dimethoxybenzyl alcohol

    3,4-dimethoxybenzylamine

    2,4-dimethoxybenzylamine hydrochloride

    veratryl alcohol

    coniferyl alcohol.


     
    16. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds of component d) are olefins (alkenes), for example

    2-allylphenol

    2-allyl-6-methylphenol

    allylbenzene

    3,4-dimethoxypropenylbenzene

    p-methoxystyrene

    1-allylimidazole

    1-vinylimidazole

    styrene

    stilbene

    allyl phenyl ether

    benzyl cinnamate

    methyl cinnamate

    2,4,6-triallyloxy-1,3,5-triazine

    1,2,4-trivinylcyclohexane

    4-allyl-1,2-dimethoxybenzene

    vinyl 4-tert-butylbenzoate

    squalene

    benzoin allyl ether

    cyclohexene

    dihydropyran

    N-benzylcinnamanilide.


     
    17. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds of component d) are phenolic ethers, for example

    2,3-dimethoxybenzyl alcohol

    3,4-dimethoxybenzyl alcohol

    2,4-dimethoxybenzyl alcohol

    2,6-dimethoxybenzyl alcohol

    homovanillyl alcohol

    4-hydroxybenzyl alcohol

    4-hydroxy-3-methoxybenzyl alcohol

    2-methoxybenzyl alcohol

    2,5-dimethoxybenzyl alcohol

    3,4-dimethoxybenzylamine

    2,4-dimethoxybenzylamine hydrochloride

    veratryl alcohol

    coniferyl alcohol

    veratrole

    anisole.


     
    18. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds of component d) are carbonyl compounds, for example 4-aminobenzophenone

    4-acetylbiphenyl

    benzophenone

    benzil

    benzophenone hydrazone

    3,4-dimethoxybenzaldehyde

    3,4-dimethoxybenzoic acid

    3,4-dimethoxybenzophenone

    4-dimethylaminobenzaldehyde

    4-acetylbiphenylhydrazone

    benzophenone-4-carboxylic acid

    benzoylacetone

    bis-(4,4'-dimethylamino)-benzophenone

    benzoin

    benzoin oxime

    N-benzoyl-N-phenylhydroxylamine

    2-amino-5-chlorobenzophenone

    3 -hydroxy-4-methoxybenzaldehyde

    4-methoxybenzaldehyde

    anthraquinone-2-sulphonic acid

    4-methylaminobenzaldehyde

    benzaldehyde

    benzophenone-2-carboxylic acid

    3,3',4,4'-benzophenonetetracarboxylic acid dianhydride

    (S)-(-)-2-(N-benzylpropyl)-aminobenzophenone

    benzylphenylacetanilide

    N-benzylbenzanilide

    4,4'-bis-(dimethylamino)-thiobenzophenone

    4,4'-bis-(diacetylamino)-benzophenone

    2-chlorobenzophenone

    4,4'-dihydroxybenzophenone

    2,4-dihydroxybenzophenone

    3,5-dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyde hydrazine

    4 -hydroxybenzophenone

    2 -hydroxy-4-methoxybenzophenone

    4 -methoxybenzophenone

    3,4-dihydroxybenzophenone

    p-anisic acid

    p-anisaldehyde

    3,4-dihydroxybenzaldehyde

    3,4-dihydroxybenzoic acid

    3,5-dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyde

    3,5-dimethoxy-4-hydroxybenoic [sic] acid

    4-hydroxybenzaldehyde

    salicylaldehyde

    vanillin

    vanillic acid.


     
    19. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that benzotriazole is employed as component e) as a free amine in the case of in situ generation or mediation of the reaction in cascade form in the case of hydroxybenzotriazole.
     
    20. Process for modifying, degrading or bleaching lignin, lignin-containing materials or coal, characterized in that the components a) to e) according to Claim 1 selected in each case are mixed with an aqueous suspension of the lignin-containing material simultaneously or in any desired sequence.
     
    21. Process according to Claim 20, characterized in that the reaction is carried out in a pH range from 2 to 11 at a temperature from 20 to 95°C, preferably 40 to 95°C, at a pulp consistency of 0.5 to 40% under air or oxygen under normal pressure or 1 - 10 bar.
     
    22. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that the pulp consistency is preferably 13 - 15%.
     
    23. Process according to Claim 20 or 21, characterized in that an acid wash or Q stage is employed before the reaction.
     
    24. Process according to Claim 23, characterized in that the acid wash is carried out at 60-100°C at pH 4-5.5 for 30-90 minutes at a pulp consistency of 4-20%.
     
    25. Process according to Claim 23, characterized in that the Q stage (with 0.05 - 1.0%, preferably 0.2 - 0.5%, of chelating agent) is carried out at 60-100°C at pH 4-5.5 for 30-90 minutes at a pulp consistency of 4-20%.
     
    26. Process according to Claim 23, characterized in that conditions of 1 hour, 90°C, pH 4.5-5 and a pulp consistency of 10% are maintained for the acid wash and the Q stage.
     
    27. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that hemicellulases, cellulases, amylases, pectinases or lipases or a mixture comprising two or more of these enzymes are added to the reaction solution.
     
    28. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that modified enzymes, enzyme constituents, prosthetic groups or mimic substances, such as haem groups and compounds containing haem groups, are employed.
     
    29. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that in addition to these substances, phenolic compounds and/or non-phenolic compounds having one or more benzene nuclei are employed.
     
    30. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that a reducing agents are added to the reaction solution.
     
    31. Process according to Claim 30, characterized in that sodium bisulphite, sodium dithionite, ascorbic acid, thiol compounds, mercapto compounds or glutathione are employed as the reducing agent.
     
    32. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that oxygen is generated in situ by H2O2 + catalase or H2O2 is generated in situ by GOD + glucose.
     
    33. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that cation-forming metal salts are added to the reduction [sic] solution.
     
    34. Process according to Claim 33, characterized in that Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Ca2+, Cu2+, Ti3+, Ce4+ or Al3+ are employed as cations.
     
    35. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that complexing agents are additionally added to the reaction solution.
     
    36. Process according to Claim 35, characterized in that ethylenediaminetetraacetic acid (EDTA), diethylenetriaminepentaacetic acid (DTPA), hydroxyethylenediaminetriacetic acid (HEDTA), diethylenetriaminepentamethylenephosphonic acid (DTMPA), nitrilotriacetic acid (NTA), polyphosphoric acid (PPA) or other iron-, manganese- or copper-complexing agents, for example diethylamine or hydroxylamine, are employed as the complexing agent.
     
    37. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that NaOCl is employed.
     
    38. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that detergents are additionally employed.
     
    39. Process according to Claim 38, characterized in that nonionic, ionic, anionic, cationic and amphoteric surfactants are added as detergents.
     
    40. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that polysaccharides and/or proteins are additionally added to the reaction solution.
     
    41. Process according to Claim 40, characterized in that glucans, mannans, dextrans, levans, pectins, alginates or plant gums and/or intrinsic polysaccharides formed by the fungi or polysaccharides produced in the mixed culture with yeasts are employed as polysaccharides.
     
    42. Process according to Claim 40, characterized in that gelatin and/or albumin are employed as proteins.
     
    43. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that simple sugars, oligomeric sugars, amino acids, polyethylene glycols, polyethylene oxides, polyethyleneimines and polydimethylsiloxanes are employed as additives.
     
    44. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that agents which form free radicals or agents which trap free radicals are added to the system.
     
    45. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that it is employed for delignification or bleaching of pulp after all the known cooking processes.
     
    46. Process according to Claim 45, characterized in that sulphate, sulphite, organosol or ASAM processes or Enabatch processes and the like are carried out as cooking processes.
     
    47. Process according to Claim 46, characterized in that it is carried out after, between or before all customary bleaching stages and other sequences, such as the Q stage, acid washing and the like.
     
    48. Process according to Claim 45-47, characterized in that the process is carried out in several stages, a washing or a washing and an extraction with alkali or neither washing nor extraction taking place between each stage.
     
    49. Use of a multi-component system according to Claim 1 for liquefaction of coal.
     


    Revendications

    1. Système à plusieurs composants pour la modification, la décomposition ou la décoloration de la lignine, de matériaux contenant de la lignine ou de charbon, caractérisé en ce que le système à plusieurs composants comprend :

    a. au moins une oxydoréductase, et

    b. au moins un agent oxydant approprié, et

    c. au moins un médiateur choisi dans le groupe des hydroxylamines, des dérivés d'hydroxylamines, des acides hydroxamiques, des dérivés d'acide hydroxamique, des composés aliphatiques, cycloaliphatiques, hétérocycliques ou aromatiques qui contiennent au moins une fonction N-hydroxy, oxime, N-oxy ou N,N'-dioxy, et

    d. le cas échéant, au moins un co-médiateur du groupe des alcools substitués par des aryles, des composés carbonylés, des éthers aliphatiques, des éthers phénoliques ou des oléfines (alcènes), et

    e. une faible quantité d'au moins une amine libre d'un médiateur respectif utilisé.


     
    2. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend également, outre les composants a) à e) cités, des ions Mg2+.
     
    3. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'oxydoréductase utilisée est au moins une oxydoréductase des classes 1.1.1-1.97.
     
    4. Système à plusieurs composants suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'on utilise des oxydoréductases qui utilisent de l'oxygène, des peroxydes ou des quinones comme accepteur d'électrons.
     
    5. Système à plusieurs composants suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'oxydoréductase utilisée est une laccase (1.10.3.2).
     
    6. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les composés aliphatiques, cycloaliphatiques, hétérocycliques ou aromatiques utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des composés N-hydroxy, oxime, N-oxy et N,N'-dioxy, des dérivés d'acide hydroxamique.
     
    7. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des hydroxylamines de formule générale I :

    les substituants R1 et R2, qui peuvent être identiques ou différents, représentant indépendamment l'un de l'autre dans la formule générale I, l'un des radicaux suivants : hydrogène, alcoyle en C1-C12, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, dont l'alcoyle en C1-C12, le carbonyl(alcoyle en C1-C6), le phényle, l'aryle peuvent être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical R3, et le radical R3 pouvant représenter un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono, phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle du radical R3 pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle, un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3, et les radicaux R1 et R2 pouvant former ensemble un groupe -B-, -B- représentant dans ce cas un des groupes suivants : (-CHR4)n, (-CR4=CH-)m et R4 étant un substituant qui est défini comme R3 et n représentant un nombre entier de 1 à 6 et m représentant un nombre entier de 1 à 3.
     
    8. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des substances de formule générale II :

    dans laquelle X représente un des groupes suivants : (-N=N-), (-N=CR10-)p , (-CR10=N-)p , (-CR11=CR12-)p ,

    et p est égal à 1 ou 2,les radicaux R9 à R12, R15 et R16 pouvant être identiques ou différents et pouvant indépendamment l'un de l'autre représenter les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono, phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle des radicaux R9 à R12, R15 et R16 - pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle, un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3, et les radicaux R15 et R16 pouvant former ensemble un groupe -G-, -G- représentant dans ce cas un des groupes suivants : (-CR5=CR6-CR7=CR8-) ou (-CR8=CR7-CR6=CR5-);

    les radicaux R5 à R8 pouvant être identiques ou différents et représenter indépendamment l'un de l'autre les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono, phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle des radicaux R5 à R8 pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle, un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3;

    et les radicaux alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle des radicaux R5 à R8 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical R18, le radical R18 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, et leurs sels et esters, et

    les radicaux carbamoyle, sulfamoyle, amino du radical R18 - pouvant être non substitués ou encore substitués une ou deux fois par le radical R19, le radical R19 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle.


     
    9. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des substances de formule générale III :

    dans laquelle X représente un des groupes suivants : (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p,

    et p est égal à 1 ou 2,les radicaux R5 à R12 pouvant être identiques ou différents et pouvant indépendamment l'un de l'autre représenter les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono, phosphonooxy et leurs sels et esters, leurs radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle, un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3;

    et les radicaux alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, aryl(alcoyle en C1-C6) des radicaux R5 à R12 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical R13, le radical R13 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, sulfono, sulféno, sulfino et leurs esters, et les radicaux carbamoyle, sulfamoyle, amino du radical R13 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou deux fois par le radical R14, le radical R14 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle.


     
    10. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des substances de formule générale IV :

    dans laquelle X représente un des groupes suivants : (-N=N-), (-N=CR10-)p, (-CR10=N-)p, (-CR11=CR12-)p,

    et p est égal à 1 ou 2;

    les significations données ci-dessus s'appliquant aux radicaux R5 à R8 et R10 à R12;

    et R3 peut être : hydrogène, alcoyle en C1-C10, (alcoyle en C1-C10)carbonyle, ces alcoyles en C1-C10 et (alcoyle en C1-C10)carbonyles pouvant être non substitués ou substitués une ou plusieurs fois par un radical R18 qui est défini comme R3.


     
    11. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont le 1-hydroxybenzotriazole et les tautomères du 1-oxyde du benzotriazole, ainsi que leurs sels et esters, suivant la formule V :

    les radicaux R5 à R8 pouvant être identiques ou différents et représenter indépendamment l'un de l'autre les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono, phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle des radicaux R5 à R8 pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle, un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3, et les radicaux alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle des radicaux R5 à R8 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical R18, le radical R18 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, sulfono, sulfeno, sulfino, et leurs esters, et les radicaux carbamoyle, sulfamoyle, amino du radical R18 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou deux fois par le radical R19, le radical R19 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle.
     
    12. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des composés d'azoles.
     
    13. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des composés d'hétérocycles condensés, qui contiennent une unité triazole ou tétrazole, comme par exemple :

    la [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyridine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyridine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-a]quinoléine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-b]isoquinoléine;

    la [1,2,4]triazolo[3,4-a]isoquinoléine;

    la [1,2,4]triazolo[l,5-b]isoquinoléine;

    la [1,2,4]triazolo[5,1-a]isoquinoléine;

    la [1,2,3]triazolo[1,5-a]pyridine;

    la [1,2,3]triazolo[4,5-b]pyridine;

    la [1,2,3]triazolo[4,5-c]pyridine;

    la [1,2,3]triazolo[l,5-a]quinoléine;

    la [1,2,3]triazolo[5,1-a]isoquinoléine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-b]pyridazine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-b]pyridazine;

    la [1,2,4]triazolo[4,5-d]pyridazine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-b]quinoléine;

    la [1,2,4]triazolo[3,4-a]phtalazine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrimidine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-c]pyrimidine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-c]quinazoline;

    la [1,2,4]triazolo[l,5-a]quinazoline;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-c]quinazoline;

    la [1,2,4]triazolo[5,1-b]quinazoline;

    la [1,2,3]triazolo[1,5-a]pyrimidine;

    la [1,2,3]triazolo[1,5-c]pyrimidine;

    la [1,2,3]triazolo[4,5-d]pyrimidine;

    la [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinazoline;

    la [1,2,3]triazolo[1,5-c]quinazoline;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrazine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrazine;

    la [1,2,3]triazolo[4,5-b]pyrazine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-a]quinoxaline;

    la [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinoxaline;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-b] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[3,4-c] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-d] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[3,4-f] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-b] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[5,1-c] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-d] [1,2,4]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,3,5]triazine;

    la [1,2,4]triazolo[1,5-a] [1,3,5]triazine;

    la tétrazolo[1,5-a]pyridine;

    la tétrazolo[1,5-b]isoquinoléine;

    la tétrazolo[1,5-a]quinoléine;

    la tétrazolo[5,1-a]isoquinoléine;

    la tétrazolo[1,5-b]pyridazine;

    la tétrazolo[1,5-b]cinnoline;

    la tétrazolo[5,1-a]phtalazine;

    la tétrazolo[1,5-a]pyrimidine;

    la tétrazolo[1,5-c]pyrimidine;

    la tétrazolo[1,5-a]quinazoline;

    la tétrazolo[1,5-c]quinazoline;

    la tétrazolo[1,5-a]pyrazine;

    la tétrazolo[1,5-a]quinoxaline;

    la tétrazolo[1,5-b] [1,2,4]triazine;

    la tétrazolo[5,1-c] [1,2,4]triazine;

    la tétrazolo[1,5-d] [1,2,4]triazine;

    la tétrazolo[5,1-f][1,2,4]triazine.


     
    14. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'agent oxydant utilisé est par exemple l'air, l'oxygène, l'ozone, le H2O2, des peroxydes organiques, des peracides comme l'acide peracétique, l'acide performique, l'acide persulfurique, l'acide pernitrique, l'acide métachloroperoxybenzoïque, l'acide perchlorique, les perchlorates, les peracétates, les persulfates, les peroxydes, les espèces et radicaux oxygène comme l'oxygène singulet OH, OOH, l'ozone, le superoxyde (O2-), l'ozonide, le cation dioxygényle (O2+), les dioxirannes, les dioxétanes, le radical de Fremy.
     
    15. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les composés du composant d) sont des éthers aliphatiques, des alcools substitués par des aryles, par exemple :

    l'alcool 2,3-diméthoxybenzylique;

    l'alcool 3,4-diméthoxybenzylique;

    l'alcool 2,4-diméthoxybenzylique;

    l'alcool 2,6-diméthoxybenzylique;

    l'alcool homovanillylique;

    l'éther monophénylique de l'éthylèneglycol;

    l'alcool 2-hydroxybenzylique;

    l'alcool 4-hydroxybenzylique;

    l'alcool 4-hydroxy-3-méthoxybenzylique;

    l'alcool 2-méthoxybenzylique;

    l'alcool 2,5-diméthoxybenzylique;

    la 3,4-diméthoxybenzylamine;

    le chlorhydrate de 2,4-diméthoxybenzylamine;

    l'alcool vératrylique;

    l'alcool coniférylique.


     
    16. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les composés du composant d) sont des oléfines (alcènes), par exemple :

    le 2-allylphénol;

    le 2-allyl-6-méthylphénol;

    l'allylbenzène;

    le 3,4-diméthoxypropénylbenzène;

    le p-méthoxystyrène;

    le 1-allylimidazole;

    le 1-vinylimidazole;

    le styrène;

    le stilbène;

    l'allylphényléther;

    le cinnamate de benzyle;

    le cinnamate de méthyle;

    la 2,4,6-triallyloxy-1,3,5-triazine;

    le 1,2,4-trivinylcyclohexane;

    le 4-allyl-1,2-diméthoxybenzène;

    le 4-tert-butylbenzoate de vinyle;

    le squalène;

    l'éther allylique de benzoïne;

    le cyclohexène;

    le dihydropyranne;

    le N-benzylcinnamanilide.


     
    17. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les composés du composant d) sont des éthers phénoliques, par exemple :

    l'alcool 2,3-diméthoxybenzylique;

    l'alcool 3,4-diméthoxybenzylique;

    l'alcool 2,4-diméthoxybenzylique;

    l'alcool 2,6-diméthoxybenzylique;

    l'alcool homovanillylique;

    l'alcool 4-hydroxybenzylique;

    l'alcool 4-hydroxy-3-méthoxybenzylique;

    l'alcool 2-méthoxybenzylique;

    l'alcool 2,5-diméthoxybenzylique;

    la 3,4-diméthoxybenzylamine;

    le chlorhydrate de 2,4-diméthoxybenzylamine;

    l'alcool vératrylique;

    l'alcool coniférylique;

    le vératrole;

    l'anisole.


     
    18. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les composés du composant d) sont des composés carbonylés, par exemple :

    la 4-aminobenzophénone;

    le 4-acétylbiphényle;

    la benzophénone;

    le benzile;

    la benzophénonehydrazone;

    le 3,4-diméthoxybenzaldéhyde;

    l'acide 3,4-diméthoxybenzoïque;

    la 3,4-diméthoxybenzophénone;

    le 4-diméthylaminobenzaldéhyde;

    la 4-acétylbiphénylhydrazone;

    l'acide benzophénone-4-carboxylique;

    la benzoylacétone;

    la bis (4,4'-diméthylamino)benzophénone;

    la benzoïne;

    la benzoïne-oxime;

    la N-benzoyl-N-phénylhydroxylamine;

    la 2-amino-5-chlorobenzophénone;

    la 3-hydroxy-4-méthoxybenzaldéhyde;

    le 4-méthoxybenzaldéhyde;

    l'acide anthraquinone-2-sulfonique;

    le 4-méthylaminobenzaldéhyde;

    le benzaldéhyde;

    l'acide benzophénone-2-carboxylique;

    le dianhydride 3,3',4,4'-benzophénonetétracarboxylique;

    la (S)-(-)-2-(N-benzylpropyl)aminobenzophénone;

    le benzylphénylacétanilide;

    le N-benzylbenzanilide;

    la 4,4'-bis (diméthylamino)thiobenzophénone;

    la 4,4'-bis (diacétylamino)benzophénone;

    la 2-chlorobenzophénone;

    la 4,4'-dihydroxybenzophénone;

    la 2,4-dihydroxybenzophénone;

    la 3,5-diméthoxy-4-hydroxybenzaldéhydehydrazine;

    la 4-hydroxybenzophénone;

    la 2-hydroxy-4-méthoxybenzophénone;

    la 4-méthoxybenzophénone;

    la 3,4-dihydroxybenzophénone;

    l'acide p-anisique;

    le p-anisaldéhyde;

    le 3,4-dihydroxybenzaldéhyde;

    l'acide 3,4-dihydroxybenzoïque;

    le 3,5-diméthoxy-4-hydroxybenzaldéhyde;

    l'acide 3,5-diméthoxy-4-hydroxybenzoïque;

    le 4-hydroxybenzaldéhyde;

    le salicylaldéhyde;

    la vanilline;

    l'acide vanillique.


     
    19. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le composant e) utilisé est le benzotriazole comme amine libre en cas de génération in situ ou, avec l'hydroxybenzotriazole, par l'intermédiaire d'une réaction en forme de cascade.
     
    20. Procédé de modification, de décomposition ou de décoloration de la lignine, de matériaux contenant de la lignine ou du charbon, caractérisé en ce que l'on mélange les composants respectifs choisis a) à e) suivant la revendication 1, simultanément ou dans n'importe quel ordre, avec une suspension aqueuse du matériau contenant de la lignine.
     
    21. Procédé suivant la revendication 20, caractérisé en ce que la réaction est réalisée dans un intervalle de pH de 2 à 11, à une température de 20 à 95°C, de préférence de 40 à 95°C, et avec une concentration de 0,5 à 40%, et sous air ou sous oxygène sous une pression normale ou de 1 à 10 bars.
     
    22. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que la concentration est de préférence de 13 à 15%.
     
    23. Procédé suivant la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que l'on utilise avant la réaction un lavage en milieu acide ou une étape Q.
     
    24. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que le lavage en milieu acide est réalisé entre 60 et 100°C, à un pH de 4 à 5,5, durant 30 à 90 minutes et avec une concentration de 4 à 20%.
     
    25. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que l'étape Q (avec 0,05 à 1,0%, de préférence 0,2 à 0,5% de chélateur) est réalisée à 60 à 100°C, à un pH de 4 à 5,5, durant 30 à 90 minutes et avec une concentration de 4 à 20%.
     
    26. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que l'on respecte pour le lavage en milieu acide et pour l'étape Q 1 heure, 90°C, un pH de 4,5 à 5 et une concentration de 10%.
     
    27. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute à la solution de réaction des hémicellulases, des cellulases, des amylases, des pectinases ou des lipases ou un mélange composé de deux ou plusieurs de ces enzymes.
     
    28. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise des enzymes modifiées, des éléments d'enzymes, des groupes prosthétiques ou des substances imitatrices comme des groupes hème et des composés contenant des groupes hème.
     
    29. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce qu'outre ces substances, on utilise des composés phénoliques et/ou des composés non phénoliques comprenant un ou plusieurs noyaux benzéniques.
     
    30. Procédé suivant la revendication 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute des agents réducteurs à la solution réactionnelle.
     
    31. Procédé suivant la revendication 30, caractérisé en ce que l'agent réducteur utilisé est le bisulfite de sodium, le dithionite de sodium, l'acide ascorbique, les composés de thiol, les composés de mercaptan ou le glutathion.
     
    32. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'oxygène est généré in situ par H2O2 + catalase ou en ce que H2O2 est généré in situ par GOD + glucose.
     
    33. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute à la solution réductrice des sels métalliques formant des cations.
     
    34. Procédé suivant la revendication 33, caractérisé en ce que les cations utilisés sont Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Ca2+, Cu2+, Ti3+, Ce4+, Al3+.
     
    35. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute un complexant à la solution réactionnelle.
     
    36. Procédé suivant la revendication 35, caractérisé en ce que le complexant utilisé est l'acide éthylènediaminetétraacétique (EDTA), l'acide diéthylènetriaminepentaacétique (DTPA), l'acide hydroxyéthylènediaminetriacétique (HEDTA), l'acide diéthylènetriaminepentaméthylènephosphonique (DTMPA), l'acide nitrilotriacétique (NTA), l'acide polyphosphorique (PPA) ou d'autres complexants du fer, du manganèse ou du cuivre, par exemple la diéthylamine ou l'hydroxylamine.
     
    37. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise NaOCl.
     
    38. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise en outre des détergents.
     
    39. Procédé suivant la revendication 38, caractérisé en ce que les détergents utilisés sont des surfactants non ioniques, ioniques, anioniques, cationiques et amphotères.
     
    40. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute en outre des polysaccharides et/ou des protéines à la solution réactionnelle.
     
    41. Procédé suivant la revendication 40, caractérisé en ce que les polysaccharides utilisés sont des glucanes, des mannanes, des dextranes, des lavanes, des pectines, des alginates ou des gommes végétales et/ou ceux qui sont formés par des champignons ou les polysaccharides produits en culture mélangée avec des levures.
     
    42. Procédé suivant la revendication 40, caractérisé en ce que les protéines utilisées sont des gélatines et/ou l'albumine.
     
    43. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise comme additif un sucre simple, un sucre oligomère, des acides aminés, des polyéthylèneglycols, des oxydes de polyéthylène, des polyéthylèneimines et des polydiméthylsiloxanes.
     
    44. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute au système un agent formant des radicaux ou un intercepteur de radicaux.
     
    45. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce qu'il est utilisé pour éliminer la lignine ou pour blanchir les celluloses dans le temps après tout procédé connu de cuisson.
     
    46. Procédé suivant la revendication 45, caractérisé en ce que le procédé de cuisson réalisé est, entre autres, un procédé au sulfate, au sulfite, à l'organosol, ASAM, un procédé "Enabatch".
     
    47. Procédé suivant la revendication 46, caractérisé en ce qu'il est réalisé après, entre ou avant toutes les étapes de blanchiment et autres séquences comme l'étape Q, le lavage en milieu acide etc.
     
    48. Procédé suivant les revendications 45-47, caractérisé en ce que le procédé est réalisé en plusieurs étapes, un lavage, ou un lavage et une extraction avec une lessive, ou ni lavage ni extraction, ayant lieu entre chaque étape.
     
    49. Utilisation d'un système à plusieurs composants suivant la revendication 1 pour la liquéfaction du charbon.