[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mehrkomponentensystem zum Verändern, Abbau
oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder ähnlichen Stoffen sowie
Verfahren zu seiner Anwendung.
[0002] Als heute hauptsächlich zur Zellstoffherstellung verwendete Verfahren sind das Sulfat-
und das Sulfitverfahren zu nennen. Mit beiden Verfahren wird unter Kochung und unter
Druck Zellstoff erzeugt. Das Sulfat-Verfahren arbeitet unter Zusatz von NaOH und Na
2S, während im Sulfit-Verfahren Ca(HSO
3)
2 + SO
2 zur Anwendung kommt.
[0003] Alle Verfahren haben als Hauptziel die Entfernung des Lignins aus dem verwendeten
Pflanzenmaterial, Holz oder Einjahrespflanzen.
[0004] Das Lignin, das mit der Cellulose und der Hemicellulose den Hauptbestandteil des
Pflanzenmaterials (Stengel oder Stamm) ausmacht, muß entfernt werden, da es sonst
nicht möglich ist, nicht vergilbende und mechanisch hochbelastbare Papiere herzustellen.
[0005] Die Holzstofferzeugungsverfahren arbeiten mit Steinschleifern (Holzschliff) oder
mit Refinern (TMP), die das Holz nach entsprechender Vorbehandlung (chemisch, thermisch
oder chemisch-thermisch) durch Mahlen defibrillieren.
[0006] Diese Holzstoffe besitzen noch einen Großteil des Lignins. Sie werden v. a. für die
Herstellung von Zeitungen, Illustrierten, etc. verwendet.
[0007] Seit einigen Jahren werden die Möglichkeiten des Einsatzes von Enzymen für den Ligninabbau
erforscht. Der Wirkmechanismus derartiger lignolytischer Systeme ist erst vor wenigen
Jahren aufgeklärt worden, als es gelang, durch geeignete Anzuchtbedingungen und Induktorzusätze
bei dem Weißfäulepilz Phanerochaete chrysosporium zu ausreichenden Enzymmengen zu
kommen. Hierbei wurden die bis dahin unbekannten Ligninperoxidasen und Manganperoxidasen
entdeckt. Da Phanerochaete chrysosporium ein sehr effektiver Ligninabbauer ist, versuchte
man dessen Enzyme zu isolieren und in gereinigter Form für den Ligninabbau zu verwenden.
Dies gelang jedoch nicht, da sich herausstellte, daß die Enzyme vor allem zu einer
Repolymerisation des Lignins und nicht zu dessen Abbau führen.
[0008] Ähnliches gilt auch für andere lignolytische Enzymspezies wie Laccasen, die das Lignin
mit Hilfe von Sauerstoff anstelle von Wasserstoffperoxid oxidativ abbauen. Es konnte
festgestellt werden, daß es in allen Fällen zu ähnlichen Prozessen kommt. Es werden
nämlich Radikale gebildet, die wieder selbst miteinander reagieren und somit zur Polymerisation
führen.
[0009] So gibt es heute nur Verfahren, die mit in-vivo Systemen arbeiten (Pilzsysteme).
Hauptschwerpunkte von Optimierungsversuchen sind das sogenannte Biopulping und das
Biobleaching.
[0010] Unter Biopulping versteht man die Behandlung von Holzhackschnitzeln mit lebenden
Pilzsystemen.
[0011] Es gibt 2 Arten von Applikationsformen:
[0012] 1. Vorbehandlung von Hackschnitzeln vor dem Refinern oder Mahlen zum Einsparen von
Energie bei der Herstellung von Holzstoffen (z.B. TMP oder Holzschliff).
[0013] Ein weiterer Vorteil ist die meist vorhandene Verbesserung der mechanischen Eigenschaften
des Stoffes, ein Nachteil die schlechtere Endweiße.
[0014] 2. Vorbehandlung von Hackschnitzeln (Softwood/Hardwood) vor der Zellstoffkochung
(Kraftprozeß, Sulfitprozeß).
[0015] Hier ist das Ziel, die Reduzierung von Kochchemikalien, die Verbesserung der Kochkapazität
und "extended cooking".
[0016] Als Vorteil wird auch eine verbesserte Kappareduzierung nach dem Kochen im Vergleich
zu einem Kochen ohne Vorbehandlung erreicht.
[0017] Nachteile dieser Verfahren sind eindeutig die langen Behandlungszeiten (mehrere Wochen)
und v.a. die nicht gelöste Kontaminierungsgefahr während der Behandlung, wenn man
auf die wohl unwirtschaftliche Sterilisation der Hackschnitzel verzichten will.
[0018] Das Biobleaching arbeitet ebenfalls mit in-vivo Systemen. Der gekochte Zellstoff
(Softwood/Hardwood) wird vor der Bleiche mit Pilz beimpft und für Tage bis Wochen
behandelt. Nur nach dieser langen Behandlungszeit zeigt sich eine signifikante Kappazahlerniedrigung
und Weißesteigerung, was den Prozeß unwirtschaftlich für eine Implementierung in den
gängigen Bleichsequenzen macht.
[0019] Eine weitere meist mit immobilisierten Pilzsystemen durchgeführte Applikation ist
die Behandlung von Zellstoffabrikationsabwässern, insbesondere Bleichereiabwässern
zu deren Entfärbung und Reduzierung des AOX (Reduzierung von chlorierten Verbindungen
im Abwasser, die Chlor- oder Chlordioxid-Bleichstufen verursachen).
[0020] Darüberhinaus ist bekannt, Hemicellulasen u.a. Xylanasen, Mannanasen als "Bleichbooster"
einzusetzen.
[0021] Diese Enzyme sollen hauptsächlich gegen das nach dem Kochprozeß das Restlignin zum
Teil überdeckende reprecipitierte Xylan wirken und durch dessen Abbau die Zugänglichkeit
des Lignins für die in den nachfolgenden Bleichsequenzen angewendeten Bleichchemikalien
(v.a. Chlordioxyd) erhöhen. Die im Labor nachgewiesenen Einsparungen von Bleichchemikalien
wurden in großem Maßstab nur bedingt bestätigt, so daß man diesen Enzymtyp allenfalls
als Bleichadditiv einstufen kann.
[0022] Ein weiterer, in letzter Zeit untersuchter möglicher Einsatz von lignolytischen Enzymen
oder Pilzen wurde bei der "Kohleverflüssigung" erkennbar. Vorläufige Untersuchungen
zeigen die prinzipielle Möglichkeit, Braun- oder Steinkohle mit Hilfe von in vivo
Behandlung mit z.B. Weißfäulepilzen wie Phanerochaete chrysosporium anzugreifen und
zu verflüssigen (Inkubationszeit mehrere Wochen). (Bioengineering 4.92. 8 Jg.)
[0023] Die mögliche Struktur von Steinkohle zeigt ein dreidimensionales Netzwerk von polycyclischen,
aromatischen Ringsystemen mit einer "gewissen" Ähnlichkeit zu Ligninstrukturen.
[0024] Als Cofaktor neben den lignolytischen Enzymen nimmt man Chelatsubstanzen (Siderophoren,
wie Ammoniumoxalat) und Biotenside an.
[0025] In der Anmeldung PCT/EP87/00635 wird ein System zur Entfernung von Lignin aus lignincellulosehaltigem
Material unter gleichzeitiger Bleiche beschrieben, welches mit lignolytischen Enzymen
aus Weißfäulepilzen unter Zusatz von Reduktions- und Oxidationsmitteln und phenolischen
Verbindungen als Mediatoren arbeitet.
[0026] In der DE 4008893C2 werden zusätzlich zu Red/Ox-System "Mimic Substanzen", die das
aktive Zentrum (prosthetische Gruppe) von lignolytischen Enzymen simulieren, zugesetzt.
So konnte eine erhebliche Performanceverbesserung erzielt werden.
[0027] In der Anmeldung PCT/EP92/01086 wird als zusätzliche Verbesserung eine Redoxkaskade
mit Hilfe von im Oxidationspotential "abgestimmten" phenolischen oder nichtphenolischen
Aromaten eingesetzt.
[0028] Bei allen drei Verfahren ist die Limitierung für einen großtechnischen Einsatz die
Anwendbarkeit bei geringen Stoffdichten (bis maximal 4%) und bei den beiden letzten
Anmeldungen die Gefahr des "Ausleachens" von Metallen beim Einsatz der Chelatverbindungen,
die v.a. bei nachgeschalteten Peroxidbleichstufen zur Zerstörung des Peroxids führen
können.
[0029] Aus WO 94/12619, WO 94/12620 und WO 94/12621 sind Verfahren bekannt, bei welchen
die Aktivität von Peroxidase mittels sogenannter Enhancer-Substanzen gefördert wird.
[0030] Die Enhancer-Substanzen werden in WO 94/12619 anhand ihrer Halbwertslebensdauer charakterisiert.
[0031] Gemäß WO 94/12620 sind Enhancer-Substanzen durch die Formel A=N-N=B charakterisiert,
wobei A und B jeweils definierte cyclische Reste sind.
[0032] Gemäß WO 94/12620 sind Enhancer-Substanzen organische Chemikalien, die mindestens
zwei aromatische Ringe enthalten, von denen zumindest einer mit jeweils definierten
Resten substituiert ist.
[0033] Alle drei Anmeldungen betreffen "dye transfer inhibition" und den Einsatz der jeweiligen
Enhancer-Substanzen zusammen mit Peroxidasen als Detergent-Additiv oder Detergent-Zusammensetzung
im Waschmittelbereich. Zwar wird in der Beschreibung der Anmeldung auf eine Verwendbarkeit
zum Behandeln von Lignin verwiesen, aber eigene Versuche mit den in den Anmeldungen
konkret offenbarten Substanzen zeigten, daß sie als Mediatoren zur Steigerung der
Bleichwirkung der Peroxidasen beim Behandeln von ligninhaltigen Materialien keine
Wirkung zeigten!
[0034] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System zum Verändern, Abbau oder Bleichen
von Lignin, ligninhaltigen Materialien oder Kohle zur Verfügung zu stellen, welches
effektiver ist als bekannte Systeme.
[0035] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Mehrkomponentensystem, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß es
a. mindestens eine Oxidoreduktase und
b. mindestens ein geeignetes Oxdidationsmittel und
c. mindestens einen Mediator auswählt aus der Gruppe der Hydroxylamine, Hydroxylaminderivate,
Hydroxamsäuren, Hydroxamsäurederivate, der aliphatischen, cycloaliphatischen, heterocyclischen
oder aromatischen Verbindungen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi- oder
N,N'-Dioxi-Funktion enhalten und
d. ggf. mindestens einen Comediator aus der Gruppe der aryl-substituierten Alkohole,
Carbonylverbindungen, aliphatische Ether, Phenolether und/oder Olefine (Alkene) und
e. eine geringe Menge mindestens eines freien Amins eines jeweils eingesetzten Mediators
umfaßt.
[0036] Vorzugsweise umfaßt das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem mindestens einen Comediator.
[0037] Im Sinne der Erfindung umfaßt der Begriff Oxidoreduktase auch enzymatisch aktive
Proteine oder Peptide oder prosthetische Gruppen von Oxidoreduktasen.
[0038] Als Oxidoreduktasen können im erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystem Oxidoreduktasen
der Klassen 1.1.1 bis 1.97 gemäß Internationaler Enzym-Nomenklature, Committee of
the International Union of Biochemistry and Molecular Biology (Enzyme Nomenclature,
Academic Press, Inc., 1992, S. 24-154) eingesetzt werden.
[0039] Vorzugsweise werden Enzyme der im folgenden genannten Klassen eingesetzt:
[0040] Enzyme der Klasse 1.1, die alle Dehydrogenasen, die auf primäre, sekundäre Alkohole
und Semiacetale wirken, umfassen und die als Akzeptoren NAD
+ oder NADP
+ (Subklasse 1.1.1), Cytochrome (1.1.2), Sauerstoff (O
2) (1.1.3), Disulfide (1.1.4), Chinone (1.1.5) oder die andere Akzeptoren haben (1.1.99).
[0041] Aus dieser Klasse sind besonders bevorzugt die Enzyme der Klasse 1.1.5 mit Chinonen
als Akzeptoren und die Enzyme der Klasse 1.1.3 mit Sauerstoff als Akzeptor.
[0042] Insbesondere bevorzugt in dieser Klasse ist Cellobiose: quione-1-oxidoreduktase (1.1.5.1).
[0043] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.2. Diese Enzymklasse (1.1.5.1) umfaßt
solche Enzyme, die Aldehyde zu den korrespondierenden Säuren oder Oxo-Gruppen oxidieren.
Die Akzeptoren können NAD
+, NADP
+ (1.2.1), Cytochrome (1.2.2), Sauerstoff (1.2.3), Sulfide (1.2.4), Eisen-Schwefel-Proteine
(1.2.5) oder andere Akzeptoren (1.2.99) sein.
[0044] Besonders bevorzugt sind hier die Enzyme der Gruppe (1.2.3) mit Sauerstoff als Akzeptor.
[0045] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.3.
[0046] In dieser Klasse sind Enzyme zusammengefaßt, die auf CH-CH-Gruppen des Donors wirken.
[0047] Die entsprechenden Akzeptoren sind NAD
+, NADP
+ (1.3.1), Cytochrome (1.3.2), Sauerstoff (1.3.3), Chinone oder verwandte Verbindungen
(1.3.5), Eisen-Schwefel-Proteine (1.3.7) oder andere Akzeptoren (1.3.99).
[0048] Hier sind ebenfalls die Enzyme der Klasse (1.3.3) mit Sauerstoff als Akzeptor und
(1.3.5) mit Chinone etc. als Akzeptor besonders bevorzugt.
[0049] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.4, die auf CH-NH
2-Gruppen des Donors wirken.
[0050] Die entsprechenden Akzeptoren sind NAD
+, NADP
+ (1.4.1), Cytochrome (1.4.2), Sauerstoff (1.4.3), Disulfide (1.4.4), Eisen-Schwefel-Proteine
(1.4.7) oder andere Akzeptoren (1.4.99).
[0051] Besonders bevorzugt sind auch hier Enzyme der Klasse 1.4.3 mit Sauerstoff als Akzeptor.
[0052] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.5, die auf CH-NH-Gruppen des Donors
wirken. Die entsprechenden Akzeptoren sind NAD
+, NADP
+ (1.5.1), Sauerstoff (1.5.3), Disulfide (1.5.4), Chinone (1.5.5) oder andere Akzeptoren
(1.5.99).
[0053] Auch hier sind besonders bevorzugt Enzyme mit Sauerstoff (O
2) (1.5.3) und mit Chinonen (1.5.5) als Akzeptoren.
[0054] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.6, die auf NADH oder NADPH wirken.
[0055] Die Akzeptoren sind hier NADP
+ (1.6.1), Hämproteine (1.6.2), Disulfide (1.6.4), Chinone (1.6.5), NO
2-Gruppen (1.6.6), und ein Flavin (1.6.8) oder einige andere Akzeptoren (1.6.99).
[0056] Besonders bevorzugt sind hier Enzyme der Klasse 1.6.5 mit Chinonen als Akzeptoren.
[0057] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.7, die auf andere NO
2-Verbindungen als Donatoren wirken und als Akzeptoren Cytochrome (1.7.2), Sauerstoff
(O
2) (1.7.3), Eisen-Schwefel-Proteine (1.7.7) oder andere (1.7.99) haben.
[0058] Hier sind besonders bevorzugt die Klasse 1.7.3 mit Sauerstoff als Akzeptor.
[0059] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.8, die auf Schwefelgruppen als Donatoren
wirken und als Akzeptoren NAD
+, NADP
+ (1.8.1), Cytochrome (1.8.2), Sauerstoff (O
2) (1.8.3), Disulfide (1.8.4), Chinone (1.8.5), Eisen-Schwefel-Proteine (1.8.7) oder
andere (1.8.99) haben.
[0060] Besonders bevorzugt ist die Klasse 1.8.3 mit Sauerstoff (O
2) und (1.8.5) mit Chinonen als Akzeptoren.
[0061] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.9, die auf Hämgruppen als Donatoren
wirken und als Akzeptoren Sauerstoff (O
2) (1.9.3), NO
2-Verbindungen (1.9.6) und andere (1.9.99) haben.
[0062] Besonders bevorzugt ist hier die Gruppe 1.9.3 mit Sauerstoff (O
2) als Akzeptor (Cytochromoxidasen).
[0063] Weiterhin bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.12, die auf Wasserstoff als Donor wirken.
[0064] Die Akzeptoren sind NAD
+ oder NADP
+ (1.12.1) oder andere (1.12.99).
[0065] Desweiteren bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.13 und 1.14 (Oxigenasen).
[0066] Weiterhin sind bevorzugte Enzyme die der Klasse 1.15 , die auf Superoxid-Radikale
als Akzeptoren wirken.
[0067] Besonders bevorzugt ist hier die Superoxid-Dismutase (1.15.1.1).
[0068] Weiterhin sind bevorzugt Enzyme der Klasse 1.16.
[0069] Als Akzeptoren wirken NAD
+ oder NADP
+ (1.16.1) oder Sauerstoff (O
2) (1.16.3).
[0070] Besonders bevorzugt sind hier Enzyme der Klasse 1.16.3.1 (Ferroxidase, z.B. Ceruloplasmin).
[0071] Weiterhin bevorzugte Enzyme sind diejenigen, die der Gruppe 1.17 (Wirkung auf CH
2-Gruppen, die zu -CHOH- oxidiert werden), 1.18 (Wirkung auf reduziertes Ferredoxin
als Donor), 1.19 (Wirkung auf reduziertes Flavodoxin als Donor) und 1.97 (andere Oxidoreduktasen)
angehören.
[0072] Weiterhin besonders bevorzugt sind die Enzyme der Gruppe 1.11. die auf ein Peroxid
als Akzeptor wirken. Diese einzige Subklasse (1.11.1) enthält die Peroxidasen.
[0073] Besonders bevorzugt sind hier die Cytochrom-C-Peroxidasen (1.11.1.5), Catalase (1.11.1.6),
die Peroxydase (1.11.1.6), die Iodid-Peroxidase (1.11.1.8), die Glutathione-Peroxidase
(1.11.1.9), die Chlorid-Peroxidase (1.11.1.10), die L-Ascorbat-Peroxidase (1.11.1.11),
die Phospholipid-Hydroperoxid-Glutathione-Peroxidase (1.11.1.12), die Mangan-Peroxidase
(1.12.1.13), die Diarylpropan-Peroxidase (Ligninase, Lignin-Peroxidase) (1.11.1.14).
[0074] Ganz besonders bevorzugt sind Enzyme der Klasse 1.10, die auf Biphenole und verwandten
Verbindungen wirken. Sie katalysieren die Oxidation von Biphenolen und Ascorbaten.
Als Akzeptoren fungieren NAD
+, NADP
+ (1.10.1), Cytochrome (1.10.2), Sauerstoff (1.10.3) oder andere (1.10.99).
[0075] Von diesen wiederum sind Enzyme der Klasse 1.10.3 mit Sauerstoff (O
2) als Akzeptor besonders bevorzugt.
[0076] Von den Enzymen dieser Klasse sind die Enzyme Catechol Oxidase (Tyrosinase) (1.10.3.1),
L-Ascorbate Oxidase (1.10.3.3), o-Aminophenol Oxidase (1.10.3.4) und Laccase (Benzoldiol:
Oxigen Oxidoreduktase) (1.10.3.2) bevorzugt, wobei die Laccasen (Benzoldiol: Oxigen
Oxidoreduktase) (1.10.3.2) insbesondere bevorzugt sind.
[0077] Diese Enzyme sind käuflich erhältlich oder lassen sich nach Standardverfahren gewinnen.
Als Organismen zur Produktion der Enzyme kommen beispielsweise Pflanzen, tierische
Zellen, Bakterien und Pilze in Betracht. Grundsätzlich können sowohl natürlich vorkommende
als auch gentechnisch veränderte Organismen Enzymproduzenten sein. Ebenso sind Teile
von einzelligen oder mehrzelligen Organismen als Enzymproduzenten denkbar, vor allem
Zellkulturen.
[0078] Für die insbesondere bevorzugten Enzyme, wie die aus der Gruppe 1.11.1 vor allem
aber 1.10.3 und insbesondere zur Produktion von Laccasen werden beispielsweise Weißfäulepilze
wie Pleurotus, Phlebia und Trametes verwendet.
[0079] Das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem umfaßt mindestens ein Oxidationsmittel.
Als Oxidationsmittel können beispielsweise Luft, Sauerstoff, Ozon, H
2O
2, organische Peroxide, Persäuren wie die Peressigsäure, Perameisensäure, Perschwefelsäure,
Persalpetersäure, Metachlorperoxibenzosäure, Perchlorsäure, Perborate, Peracetate,
Persulfate, Peroxide oder Sauerstoffspezies und deren Radikale wie OH, OOH, Singulettsauerstoff,
Superoxid (O
2-), Ozonid, Dioxygenyl-Kation (O
2+), Dioxirane, Dioxetane oder Fremy Radikale eingesetzt werden.
[0080] Vorzugsweise werden solche Oxidationsmittel eingesetzt, die entweder durch die entsprechenden
Oxidoreduktasen generiert werden können z.B. Dioxirane aus Laccasen plus Carbonylen
oder die chemisch den Mediator regenerieren können (z.B. Caro'sche Säure + Benztriazol
ergibt Hydroxybenztriazol) oder diesen direkt umsetzen können.
[0081] Das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem umfaßt als Mediator (Komponente c) vorzugsweise
mindestens eine Verbindung, die mindestens eine N-Hxdroxy-, Oxim-, N-Oxi- oder N-Dioxi-
Funktion enthält und/oder eine der im folgenden genannten Verbindungen der Formel
I, II, III,IV oder V, wobei die Verbindungen der Formeln II, III, IV und V bevorzugt,
die Verbindungen der Formel III, IV und V besonders bevorzugt und Verbindungen der
Formel IV und V insbesondere bevorzugt sind.
[0082] Hydroxylamine: (offenkettig oder cyclisch, aliphatisch oder aromatisch, heterocyclisch)
der allgemeinen Formel I
wobei in der allgemeinen Formel I die Substituenten R1 und R2, die gleich oder ungleich sein können, unabhängig voneinander eine der folgenden
Gruppen darstellen: Wasserstoff, C1-C12-alkyl-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, deren C1-C12-alkyl-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl- unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest
R3 substituiert sein können und wobei der Rest R3 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy-, formyl-,
carboxy- sowie Salze und Ester davon, amino-, nitro-, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, sulfono-, deren Ester und Salze, sulfamoyl-, carbamoyl-, phospho-,
phosphono-, phosphonooxy- und deren Salze und Ester, wobei die amino-, carbamoyl-
und sulfamoyl-Gruppen des Restes R3 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy-, C1-C3-alkyl-, C1-C3-alkoxy- substituiert sein können
und wobei die Reste R1 und R2 gemeinsam eine Gruppe -B- bilden können und -B- dabei eine der folgenden Gruppen
darstellt: (-CHR4-)n, (-CR4=CH-)m und wobei R4 ein Substituent ist der wie R3 definiert ist und n eine ganze Zahl von 1 bis 6 darstellt und m eine ganze Zahl von
1 bis 3 darstellt.
Beispiele:
Hydroxylamine
[0083]
N,N-Dipropylhydroxylamin
N,N-Diisopropylhydroxylamin
N-Hydroxypyrrolidin
N-Hydroxypiperidin
N-Hydroxyhexahydroazepin
N,N-Dibenzylhydroxylamin
Phenylhydroxylamin
3-Hydroxylamino-3-phenylpropionsäure
2-Hydroxylamino-3-phenylpropionsäure
N-Sulfomethylhydroxylamin
[0084] Verbindungen der allgemeinen Formel II sind:

wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p, (-CR
10=N-)
p, (-CR
11=CR
12-)
p

und p gleich 1 oder 2 ist,
wobei die Reste R9 bis R12, R15 und R16 gleich oder ungleich sein können und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen können: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und
Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono,
phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen
der Reste R9 bis R12, R15 und R16 weiterhin unsubstitiert oder ein-oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können,
und wobei die Reste R15 und R16 eine gemeinsame Gruppe -G- bilden können und -G- dabei eine der folgenden Gruppen
repräsentiert: (-CR5=CR6-CR7=CR8-) oder (-CR8=CR7-CR6=CR5-).
[0085] Die Reste R
5 bis R
8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon,
amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono,
phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen
der Reste R
5 bis R
8 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C
1-C
3-alkyl, C
1-C
3-alkoxy substituiert sein können und wobei die C
1-C
12-alkyl-, C
1-C
6-alkyloxy-, carbonyl-C
1-C
6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R
5 bis R
8 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R
18 substituiert sein können und wobei der Rest R
18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl,
carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl, sowie deren Ester und Salze und wobei die carbamoyl, sulfamoyl,
amino-Gruppen des Restes R
18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R
19 substituiert sein können und wobei der Rest R
19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy
sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl.
Beispiele:
[0086]
1-Hydroxy-1,2,3-triazol-4,5-dicarbonsäure
1-Phenyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
5-Chlor-1-phenyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
5-Methyl-1-phenyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
4- (2,2-Dimethylpropanoyl)-1-hydroxy-1H-1,2,3-triazol
4-Hydroxy-2-phenyl-2H-1,2,3-triazol-1-oxid
2,4,5-Triphenyl-2H-1,2,3-triazol-1-oxid
1-Benzyl-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
1-Benzyl-4-chlor-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
1-Benzyl-4-brom-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
1-Benzyl-4-methoxy-1H-1,2,3-triazol-3-oxid
[0087] Verbindungen der allgemeinen Struktur III sind:

wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p, (-CR
10=N-)
p, (-CR
11=CR
12-)
p

und p gleich 1 oder 2 ist.
[0088] Die Reste R
5 bis R
12 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon,
amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl-
und sulfamoyl-Gruppen der Reste R
5 bis R
12 weiterhin unsubstituiert oder ein oder zweifach mit hydroxy, C
1-C
3-alkyl, C
1-C
3-alkoxy substituiert sein können
und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, aryl-C1-C6-alkyl-Gruppen der Reste R5 bis R12 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R13 substituiert sein können und wobei der Rest R13 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl,
carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino und deren Ester und Salze
und wobei die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen des Restes R13 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R14 substituiert sein können und wobei der Rest R14 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy
sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.
Beispiele:
1-Hydroxy-benzimidazole
[0089]
1-Hydroxybenzimidazol-2-carbonsäure
1-Hydroxybenzimidazol
2-Methyl-1-hydroxybenzimidazol
2-Phenyl-1-hydroxybenzimidazol
1-Hydroxyindole
[0090]
2-Phenyl-1-hydroxyindol
[0091] Substanzen der allgemeinen Formel IV sind:

wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR
10-)
m, (-CR
10=N-)
m, (-CR
11=CR
12-)
m

und m gleich 1 oder 2 ist.
[0092] Für die Reste R
5 bis R
8 und R
10 bis R
12 gilt das oben gesagte.
[0093] R
17 kann sein: Wasserstoff, C
1-C
10-alkyl, C
1-C
10-alkylcarbonyl, deren C
1-C
10-alkyl und C
1-C
10-alkylcarbonyl unsubstituiert oder mit einem Rest R
18, der wie R
3 definiert ist, ein- oder mehrfach substituiert sein können.
[0094] Von den Substanzen der Formel IV sind insbesondere Derivate des 1-Hydroxybenzotriazols
und des tautomeren Benzotriazol-1-oxides sowie deren Ester und Salze bevorzugt (Verbindungen
der Formel V)

[0095] Die Reste R
5 bis R
8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon,
amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono,
phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen
der Reste R
5 bis R
8 weiterhin unsubstitiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C
1-C
3-alkyl, C
1-C
3-alkoxy substituiert sein können und wobei die C
1-C
12-alkyl-, C
1-C
6-alkyloxy-, carbonyl-C
1-C
6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R
5 bis R
8 unsubstituiert oder weiterhin ein oder mehrfach mit dem Rest R
18 substituiert sein können und wobei der Rest R
18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, Formyl,
Carboxy sowie deren Salze und Ester, Amino, Nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino sowie deren Ester und Salze und wobei
die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen des Restes R
18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R
19 substituiert sein können und wobei der Rest R
19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy
sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl; aryl.
Beispiele:
1H-Hydroxybenzotriazole
[0096]
1-Hydroxybenzotriazol
1-Hydroxybenzotriazol, Natriumsalz
1-Hydroxybenzotriazol, Kaliumsalz
1-Hydroxybenzotriazol, Lithiumsalz
1-Hydroxybenzotriazol, Ammoniumsalz
1-Hydroxybenzotriazol, Calciumsalz
1-Hydroxybenzotriazol, Magnesiumsalz
1-Hydroxybenzotriazol-6-sulfonsäure
1-Hydroxybenzotriazol-6-sulfonsäure, Mononatriumsalz
1-Hydroxybenzotriazol-6-carbonsäure
1-Hydroxybenzotriazol-6-N-phenylcarboxamid
5-Ethoxy-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
4-Ethyl-7-methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
2,3-Bis-(4-ethoxy-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
2,3-Bis-(2-brom-4-methyl-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
2,3-Bis-(4-brom-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
2,3-Bis-(4-carboxy-phenyl) -4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxy-benzotriazol
4,6-Bis-(trifluormethyl)-1-hydroxybenzotriazol
5-Brom-1-hydroxybenzotriazol
6-Brom-1-hydroxybenzotriazol
4-Brom-7-methyl-1-hydroxybenzotriazol
5-Brom-7-methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
4-Brom-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
6-Brom-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol
4-Chlor-1-hydroxybenzotriazol
5-Chlor-1-hydroxybenzotriazol
6-Chlor-1-hydroxybenzotriazol
6-Chlor-5-isopropyl-1-hydroxybenzotriazol
5-Chlor-6-methyl-1-hydroxybenzotriazol
6-Chlor-5-methyl-1-hydroxybenzotriazol
4-Chlor-7-methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
4-Chlor-5-methyl-1-hydroxybenzotriazol
5-Chlor-4-methyl-1-hydroxybenzotriazol
4-Chlor-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
6-Chlor-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol
7-chlor-1-hydroxybenzotriazol
6-Diacetylamino-1-hydroxybenzotriazol
2,3-Dibenzyl-4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
4,6-Dibrom-1-hydroxybenzotriazol
4,6-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol
5,6-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol
4,5-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol
4,7-Dichlor-1-hydroxybenzotriazol
5,7-Dichlor-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
5,6-Dimethoxy-1-hydroxybenzotriazol
2,3-Di-[2]naphthyl-4,6-dinitro-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
4,6-Dinitro-1-hydroxybenzotriazol
4,6-Dinitro-2,3-diphenyl-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
4,6-Dinitro-2,3-di-p-tolyl-2,3-dihydro-1-hydroxybenzotriazol
5-Hydrazino-7-methyl-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol
5,6-Dimethyl-1-hydroxybenzotriazol
4-Methyl-1-hydroxybenzotriazol
5-Methyl-1-hydroxybenzotriazol
6-Methyl-1-hydroxybenzotriazol
5-(1-Methylethyl)-1-hydroxybenzotriazol
4-Methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
6-Methyl-4-nitro-1-hydroxybenzotriazol
5-Methoxy-1-hydroxybenzotriazol
6-Methoxy-1-hydroxybenzotriazol
7-Methyl-6-nitro-1-hydroxybenzotriazol
4-Nitro-1-hydroxybenzotriazol
6-Nitro-1-hydroxybenzotriazol
6-Nitro-4-phenyl-1-hydroxybenzotriazol
5-Phenylmethyl-1-hydroxybenzotriazol
4-Trifluormethyl-1-hydroxybenzotriazol
5-Trifluormethyl-1-hydroxybenzotriazol
6-Trifluormethyl-1-hydroxybenzotriazol
4,5,6,7-Tetrachlor-1-hydroxybenzotriazol
4,5,6,7-Tetrafluor-1-hydroxybenzotriazol
6-Tetrafluorethyl-1-hydroxybenzotriazol
4,5,6-Trichlor-1-hydroxybenzotriazol
4,6,7-Trichlor-1-hydroxybenzotriazol
6-Sulfamido-1-hydroxybenzotriazol
6-N,N-Diethyl-sulfamido-1-hydroxybenzotriazol
6-N-Methylsulfamido-1-hydroxybenzotriazol
6-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)-1-hydroxybenzotriazol
6-(5,6,7,8-tetrahydroimidazo-[1,5-a]-pyridin-5-yl)-1-hydroxy-benzotriazol
6-(Phenyl-1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)-1-hydroxybenzotriazol
6-[(5-methyl-1H-imidazo-1-yl)-phenylmethyl]-1-hydroxybenzotriazol
6-[(4-methyl-1H-imidazo-1-yl)-phenylmethyl]-1-hydroxybenzotriazol
6-[(2-methyl-1H-imidazo-1-yl)-phenylmethyl]-1-hydroxybenzotriazol
6-(1H-Imidazol-1-yl-phenylmethyl)-1-hydroxybenzotriazol
5-(1H-Imidazol-1-yl-phenylmethyl) -1-hydroxybenzotriazol
6-[1-(1H-Imidazol-1-yl)-ethyl]-1-hydroxybenzotriazol-mono-hydrochlorid
3H-Benzotriazol-1-Oxide
3H-Benzotriazol-1-oxid
[0097]
6-Acetyl-3H-benzotriazol-1-oxid
5-Ethoxy-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
4-Ethyl-7-methyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Amino-3,5-dimethyl-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Amino-3-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
5-Brom-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Brom-3H-benzotriazol-1-oxid
4-Brom-7-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
5-Brom-4-chlor-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
4-Brom-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Brom-4-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Chlor-3H-benzotriazol-1-oxid
4-Chlor-6-nitro-3H-benzotriazol-l-oxid
4,6-Dibrom-3H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dibrom-3-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dichlor-3H-benzotriazol-1-oxid
4,7-Dichlor-3H-benzotriazol-1-oxid
5,6-Dichlor-3H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dichlor-3-methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
5,7-Dichlor-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
3,6-Dimethyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
3,5-Dimethyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
3-Methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
5-Methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-3H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-4-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
7-Methyl-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-6-nitro-3H-benzotriazol-1-oxid
2H-Benzotriazol-1-oxide
[0098]
2-(4-Acetoxy-phenyl) -2H-benzotriazol-1-oxid
6-Acetylamino-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Ethyl-phenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Aminophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
2- (4-Aminophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Amino-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Brom-4-chlor-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Bromphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Brom-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Brom-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Bromphenyl) -4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Bromphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2-(2-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2-(3-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2- (2-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2- (3-chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2-(2,4-dibromphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2-(2,5-dimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2-(4-nitrophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-[4-(4-Chlor-3-nitro-phenylazo)-3-nitrophenyl]-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Chlor-4-nitro-phenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Chlor-3-nitrophenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
4-Chlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Chlor-4-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2-Chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Chlorphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-[4-(4-Chlorphenylazo) -3-nitrophenyl]-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2-Chlorphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Chlorphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Chlorphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-{4-[N'-(3-Chlorphenyl)-hydrazino]-3-nitrophenyl}4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-[N'-(4-Chlorphenyl)-hydrazino]-3-nitrophenyl)4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2-Chlorphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Chlorphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Chlorphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Chlorphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Chlorphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Chlorphenyl)-6-picrylazo-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Chlor-2- (2,4,5-trimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
4,5-Dibrom-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4,5-Dichlor-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4,5-Dichlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4,7-Dichlor-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4,7-Dimethyl-6-nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2,4-Dimethylphenyl)-4,6-dinitro-benzotriazol-1-oxid
2-(2,5-Dimethylphenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2,4-Dimethylphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2,5-Dimethylphenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dinitro-2-[3-nitro-4-(N'-phenylhydrazino)-phenyl-]-2H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dinitro-2-[4-nitro-4-(N'-phenylhydrazino)-phenyl-]-2H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dinitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2,4-Dinitrophenyl)-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(2,4-Dinitrophenyl)-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dinitro-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dinitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4,6-Dinitro-2-(2,4,5-trimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Methoxyphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(4-Methoxyphenyl)-6-methyl-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Methyl-6-nitro-2-m-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Methyl-6-nitro-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
5-Methyl-6-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-4-nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4-Methyl-2-m-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4-Methyl-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4-Methyl-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-2-m-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Methyl-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-[1]Naphthyl-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-[2]Naphthyl-4,6-dinitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-[1]Naphthyl-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-[2]Naphthyl-6-nitro-2H-benzotriazol-1-oxid
2-(3-Nitrophenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Nitro-2-phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
4-Nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Nitro-2-o-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Nitro-2-p-tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
6-Nitro-2-(2,4,5-trimethylphenyl)-2H-benzotriazol-1-oxid
2-Phenyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-o-Tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
2-p-Tolyl-2H-benzotriazol-1-oxid
[0099] Weiterhin bevorzugt sind Heterocyclen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxy-,
N,N-Dioxy-Funktion oder ein weiteres Heteroatom, wie O, S, Se, Te enthalten, wie:
[0100] Aziridine, Diaziridine, Pyrrole, Dihydropyrrole, Tetrahydropyrrole, Pyrazole, Dihydropyrazole,
Tetrahydropyrazole, Imidazole, Dihydroimidazole, Tetrahydroimidazole, Dihydroimidazole,
1,2,3 -Triazole, 1,2,4-Triazole, Tetrazole, Pentazole, Piperidine, Pyridine, Pyridazine,
Pyrimidine, Pyrazine, Piperazine, 1,2,3-Triazine, 1,2,4-Triazine, 1,2,3-Triazine,
Tetrazine, Azepine, Oxazole, Isoxazole, Thiazole, Isothiazole, Thiadiazole, Morpholine,
und deren benzokondensierte Derivate wie: Indole, Isoindole, Indolizine, Indazole,
Benzimidazole, Benztriazole, Chinoline, Isochinoline, Phthalazine, Chinazoline, Chinoxaline,
Phenazine, Benzazepine, Benzothiazole, Benzoxazole.
[0101] Ebenso bevorzugt sind kondensierte N-Heterocyclen wie Triazolo- und Tetrazoloverbindungen,
die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi-, N,N-Dioxi-Funktion und neben N ein
weiteres Heteroatom wie O, S, Se, Te enthalten können.
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyridine
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyridine
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoline
[1,2,4]Triazolo[4,3-b]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo [3,4-a]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[1,5-b]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[5,1-a]isoquinoline
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyridine
[1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyridine
[1,2,3]Triazolo[4,5-c]pyridine
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoline
[1,2,3]Triazolo[5,1-a]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[4,3-b]pyridazine
[1,2,4]Triazolo[1,5-b]pyridazine
[1,2,4]Triazolo[4,5-d]pyridazine
[1,2,4]Triazolo[4,3-b]cinnoline
[1,2,4]Triazolo[3,4-a]phthalazine
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[4,3-c]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[1,5-c]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[4,3-c]quinazoline
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]quinazolin
[1,2,4]Triazolo[1,5-c]quinazolin
[1,2,4]Triazolo[5,1-b]quinazolin
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyrimidine
[1,2,3]Triazolo[1,5-c]pyrimidine
[1,2,3]Triazolo[4,5-d]pyrimidine
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinazoline
[1,2,3]Triazolo[1,5-c]quinazoline
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrazine
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrazine
[1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyrazine
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoxaline
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoxaline
[1,2,4]Triazolo[4,3-b][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[3,4-c][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[4,3-d][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[1,5-b][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[5,1-c][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[1,5-d][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[4,3-a][1,3,5]triazin
[1,2,4]Triazolo[1,5-a][1,3,5]triazin
Tetrazolo[1,5-a]pyridine
Tetrazolo[1,5-b]isoquinoline
Tetrazolo[1,5-a]quinoline
Tetrazolo[5,1-a]isoquinoline
Tetrazolo[1,5-b]pyridazine
Tetrazolo[1,5-b]cinnoline
Tetrazolo[5,1-a]phthalazine
Tetrazolo[1,5-a]pyrimidine
Tetrazolo[1,5-c]pyrimidine
Tetrazolo[1,5-a]quinazoline
Tetrazolo[1,5-c]quinazoline
Tetrazolo[1,5-a]pyrazine
Tetrazolo[1,5-a]quinoxaline
Tetrazolo[1,5-b][1,2,4]triazine
Tetrazolo[5,1-c][1,2,4]triazine
Tetrazolo[1,5-d][1,2,4]triazine
Tetrazolo[5,1-f][1,2,4]triazine
Sonstige:
[0102]
Chinolin-N-oxid
Isochinolin-N-oxid
N-Hydroxy-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin
β-(N-Oxy-1,2,3,4-tetrahydroisochinolino)-propionsäure
1,3-Dihydroxy-2N-benzylimido-benzimidazolin
[0103] Das erfindungsgemäße Mehrkomponentensystem umfaßt als Comediator (d) beispielsweise
aliphatische Ether, arylsubstituierte Alkohole wie z.B.
2,3-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,6-Dimethoxybenzylalkohol
Homovanillylalkohol
Ethylenglykolmonophenylether
2 -Hydroxybenzylalkohol
4 -Hydroxybenzylalkohol
4-Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol
2-Methoxybenzylalkohol
2,5-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylamin
2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid
Veratrylalkohol
Coniferylalkohol
Olefine (Alkene) z.B.
2-Allylphenol
2-Allyl-6-methylphenol
Allylbenzol
3,4-Dimethoxy-propenylbenzol
p-Methoxystyrol
1-Allylimidazol
1-Vinylimidazol
Styrol
Stilben
Allylphenylether
Zimtsäurebenzylester
Zimtsäuremethylester
2,4,6-Triallyloxy-1,3,5-triazin
1,2,4-Trivinylcyclohexan
4-Allyl-1,2-dimethoxybenzol
4-tert-Butylbenzoesäurevinylester Squalen
Benzoinallylether
Cyclohexen
Dihydropyran
N-Benzylzimtsäureanilid
mit Vorzug Phenolether wie z.B.
2,3-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,4-Didethoxybenzylalkohol
2,6-Dimethoxybenzylalkohol
Homovanillylalkohol
4-Hydroxybenzylalkohol
4 -Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol
2-Methoxybenzylalkohol
2,5-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylamin
2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid
Veratrylalkohol
Coniferylalkohol
Veratrol
Anisol
mit Vorzug Carbonylverbindungen wie z.B.
4-Aminobenzophenon
4-Acetylbiphenyl
Benzophenon
Benzil
Benzophenonhydrazon
3,4-Dimethoxybenzaldehyd
3,4-Dimethoxybenzoesäure
3,4-Dimethoxybenzophenon
4-Dimethylaminobenzaldhyd
4-Acetylbiphenylhydrazon
Benzophenon-4-carbonsäure
Benzoylaceton
Bis-(4,4'-dimethylamino)-benzophenon
Benzoin
Benzoinoxim
N-Benzoyl-N-phenyl-hydroxylamin
2-Amino-5-chlor-benzophenon
3-Hydroxy-4-methoxybenzaldehyd
4-Methoxybenzaldehyd
Anthrachinon-2-sulfonsäure
4-Methylaminobenzaldehyd
Benzaldehyd
Benzophenon-2-carbonsäure
3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid
(S)-(-)-2-(N-Benzylpropyl)-aminobenzophenon
Benzylphenylessigsäureanilid
N-Benzylbenzanilid
4,4'-Bis-(dimethylamino)-thiobenzophenon
4,4'-Bis-(diacetylamino)-benzophenon
2-Chlorbenzophenon
4,4'-Dihydroxybenzophenon
2,4-Dihydroxybenzophenon
3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehydhydrazin
4-Hydroxybenzophenon
2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon
4-Methoxybenzophenon
3,4-Dihydroxybenzophenon
p-Anissäure
p-Anisaldehyd
3,4-Dihydroxybenzaldehyd
3,4-Dihydroxybenzoesäure
3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyd
3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzoesäure
4-Hydroxybenzaldehyd
Salicylaldehyd
Vanillin
Vanillinsäure
[0104] Durch den Zusatz der unter d) und e) genannten Verbindungen des Mehrkomponentensystems
erfolgt eine Reaktionsvermittlung in Kaskadenform oder ein Recycling der eigentlichen
Mediatorverbindungen in situ d.h. während der Reaktion und führt überraschenderweise
zu wesentlichen Verbesserung der Kappareduktion oder Verringerung der Mediatordosage.
[0105] Die unter d) in Anspruch 1 genannten Zusatzstoffe werden vorzugsweise in Mengen von
0,01 bis 0,5 mg pro g ligninhaltigem Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden
0,01 bis 0,1 mg pro g ligninhaltigem Material eingesetzt.
[0106] Das freie Amin des jeweiligen Mediators wird vorzugsweise im Verhältnis Mediator/Amin
von 100:1 bis 1:1, besonders bevorzugt 20:1 bis 1:1, insbesondere bervorzugt 10:1
bis 2:1 eingesetzt.
[0107] Die Wirksamkeit des Mehrkomponentensystems beim Verändern, Abbau oder Bleichen von
Lignin, ligninhaltigen Materialien oder ähnlichen Stoffen ist häufig nochmals gesteigert,
wenn neben den genannten Bestandteilen noch Mg
2+ Ionen vorhanden sind. Die Mg
2+ Ionen können beispielsweise als Salz, wie z.B. MgSO
4, eingesetzt werden. Die Konzentration liegt im Bereich von 0,1 - 2 mg/g ligninhaltigem
Material, vorzugsweise bei 0,2 - 0,6 mg/g.
[0108] In manchen Fällen läßt sich eine weitere Steigerung der Wirksamkeit des erfindungsgemäßen
Mehrkomponentensystems dadurch erreichen, daß das Mehrkomponentensystem neben den
Mg
2+ Ionen auch Komplexbildner wie z.B. Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Diethylentriaminpentaessigsäure
(DTPA), Hydroxyethylendiamintriessigsäure (HEDTA), Diethylentriaminpentamethylen-phosphonsäure
(DTMPA), Nitrilotriessigsäure (NTA), Polyphosphorsäure (PPA) etc. enthält. Die Konzentration
liegt im Bereich von 0,2 - 5 mg/g ligninhaltigem Material, vorzugsweise bei 1 - 3
mg.
[0109] Der Einsatz des erfindungsgemäßen Merhkomponentensystems in einem Verfahren zu Behandeln
von Lignin erfolgt beispielsweise dadurch, daß man die jeweils ausgewählten Komponenten
a) bis e) gemäß Anspruch 1 gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit einer wässrigen
Suspension des ligninhaltigen Materials mischt.
[0110] Vorzugsweise wird ein Verfahren unter Einsatz des erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystems
in Gegenwart von Sauerstoff oder Luft bei Normaldruck bis 10 bar und in einem pH-Bereich
von 2 bis 11, bei einer Temperatur von 20 bis 95°C, vozugsweise 40 - 95°C, und einer
Stoffdichte von 0,5 bis 40 % durchgeführt.
[0111] Ein für den Einsatz von Enzymen bei der Zellstoffbleiche ungewöhnlicher und überraschender
Befund ist, daß beim Einsatz des erfindungsgemäßen Mehrkomponentensystems eine Steigerung
der Stoffdichte eine erhebliche Steigerung der Kappaerniedrigung ermöglicht.
[0112] Überraschenderweise führte somit eine erhöhte Stoffdichte zu einer besseren Aktivität
des Mehrkomponentensystems.
[0113] Aus ökonomischen Gründen bevorzugt wird ein erfindungsgemäßes Verfahren bei Stoffdichten
von 12 bis 15 %, besonders bevorzugt 14 bis 15 % durchgeführt.
[0114] Überraschenderweise zeigte sich ferner, daß eine saure Wäsche (pH 2 bis 6, vorzugsweise
4 bis 5) oder Q-Stufe (pH-Wert 2 bis 6, vorzugsweise 4 bis 5) vor der Enzym-Mediatorstufe
bei manchen Zellstoffen zu einer erheblichen Kappazahlerniedrigung im Vergleich zur
Behandlung ohne diese spezielle Vorbehandlung führt. In der Q-Stufe werden als Chelatbildner
die zu diesem Zwecke üblichen Substanzen (wie z.B. EDTA, DTPA) eingesetzt. Sie werden
vorzugsweise in Konzentrationen von 0,1 %/to bis 1 %/to besonders bevorzugt 0,1 %/to
bis 0,5 %/to eingesetzt.
[0115] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise 0,1 bis 1000 IU Enzym pro g ligninhaltiges
Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 1 bis 40 IU Enzym pro g ligninhaltiges
Material eingesetzt.
[0116] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise 0,01 mg bis 100 mg Oxidationsmittel
pro g ligninhaltigem Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 0,01 bis 50 mg
Oxidationsmittel pro g ligninhaltigem Material eingesetzt.
[0117] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise 0,5 bis 80 mg Mediator pro g ligninhaltigem
Material eingesetzt. Besonders bevorzugt werden 0,5 bis 40 mg Mediator pro g ligninhaltigem
Material eingesetzt.
[0118] Mittels des erfindungsmäßigen Mehrkomponentensystems konnten beispielsweise bei der
Bleiche von Sulfatzellstoffen (Softwood) das völlig überraschende Ergebnis einer Reduzierung
der Kappazahl von ca. 30 auf 10 innerhalb von 1 bis 4 Stunden selbst bei einer hohen
Konsistenz im Bereich von etwa 15 % erzielt werden, wobei durch Zusatz der Komponenten
d) und e) gemäß Anspruch 1 eine erhebliche Verminderung der Konzentration der Komponente
c) (Mediator) möglich ist.
[0119] Gleichzeitig können Reduktionsmittel zugegeben werden, die zusammen mit den vorhandenen
Oxidationsmitteln zur Einstellung eines bestimmten Redoxpotentials dienen.
[0120] Als Reduktionsmittel können Natrium-Bisulfit, Natrium-Dithionit, Ascorbinsäure, Thioverbindungen,
Mercaptoverbindungen oder Glutathion etc. eingesetzt werden.
[0121] Die Reaktion läuft beispielsweise bei Laccase unter Sauerstoffzufuhr oder Sauerstoffüberdruck
ab, bei den Peroxidasen (z.B. Ligninperoxidasen, Manganperoxidasen) mit Wasserstoffperoxid.
Dabei können beispielsweise der Sauerstoff auch durch Wasserstoffperoxid + Katalase
und Wasserstoffperoxid durch Glucose + GOD oder andere Systeme in situ generiert werden.
[0122] Außerdem können dem System Radikalbildner oder Radikalfänger (Abfangen von beispielsweise
OH- oder OOH- Radikalen) zugesetzt werden. Diese können das Zusammenspiel innerhalb
der Red/Ox- und Radikalmediatoren verbessern.
[0123] Der Reaktionslösung können auch weitere Metallsalze zugegeben werden.
[0124] Diese sind im Zusammenwirken mit Chelatbildnern als Radikalbildner oder Red/Ox-Zentren
wichtig. Die Salze bilden in der Reaktionslösung Kationen. Solche Ionen sind u.a.
Fe
2+, Fe
3+, Mn
2+, Mn
3+, Mn
4+, Cu
2+, Ca
2+, Ti
3+, Cer
4+, Al
3+.
[0125] Die in der Lösung vorhandenen Chelate können darüberhinaus als Mimicsubstanzen für
die Enzyme, beispielsweise für die Laccasen (Kupferkomplexe) oder für die Lignin-
oder Manganperoxidasen (Hämkomplexe) dienen. Unter Mimicsubstanzen sind solche Stoffe
zu verstehen, die die prosthetischen Gruppen von (hier) Oxidoreduktasen simulieren
und z.B. Oxidationsreaktionen katalysieren können.
[0126] Weiterhin kann dem Reaktionsgemisch NaOCl zugesetzt werden. Diese Verbindung kann
im Zusammenspiel mit Wasserstoffperoxid Singulettsauerstoff bilden.
[0127] Schließlich ist es auch möglich, unter Einsatz von Detergentien zu arbeiten. Als
solche kommen nicht-ionische, anionische, kationische und amphotere Tenside in Betracht.
Die Detergentien können die Penetration der Enzyme und Mediatoren in die Faser verbessern.
[0128] Ebenso kann es für die Reaktion förderlich sein, Polysaccharide und/oder Proteine
zuzusetzen. Hier sind insbesondere als Polysaccharide Glucane, Mannane, Dextrane,
Lävane, Pektine, Alginate oder Pflanzengummis und/oder eigene von den Pilzen gebildete
oder in der Mischkultur mit Hefen produzierte Polysaccharide und als Proteine Gelantine
und Albumin zu nennen.
[0129] Diese Stoffe dienen hauptsächlich als Schutzkolloide für die Enzyme.
[0130] Weitere Proteine, die zugesetzt werden können, sind Proteasen wie Pepsin, Bromelin,
Papain usw.. Diese können u.a. dazu dienen, durch den Abbau des im Holz vorhandenen
Extensins C, hydroxyprolinreiches Protein, einen besseren Zugang zum Lignin zu erreichen.
[0131] Als weitere Schutzkolloide kommen Aminosäuren, Einfachzucker, Oligomerzucker, PEG-Typen
der verschiedensten Molekulargewichte, Polyethylenoxide, Polyethylenimine und Polydimethylsiloxane
in Frage.
[0132] Das erfindungsgemäße Verfahren kann nicht nur bei der Delignifizierung (Bleiche)
von Sulfat-, Sulfit-, Organosol-, o.a. Zellstoffen und von Holzstoffen eingesetzt
werden, sondern auch bei der Herstellung von Zellstoffen allgemein, sei es aus Holz-
oder Einjahrespflanzen, wenn eine Defibrillierung durch die üblichen Kochverfahren
(verbunden eventuell mit mechanischen Verfahren oder Druck) d.h. eine sehr schonende
Kochung bis zu Kappazahlen, die im Bereich von ca. 50 - 120 Kappa liegen können, gewährleistet
ist.
[0133] Bei der Bleiche von Zellstoffen wie auch bei der Herstellung von Zellstoffen kann
die Behandlung mehrfach wiederholt werden, entweder nach Wäsche und Extraktion des
behandelten Stoffes mit NaOH oder ohne diese Zwischenschritte. Dies führt zu noch
wesentlich weiter reduzierbaren Kappawerten und zu erheblichen Weißesteigerungen.
Ebenso kann vor der Enzym/Mediatorbehandlung eine O
2-Stufe eingesetzt werden oder auch wie bereits erwähnt eine saure Wäsche oder Q-Stufe
(Chelatstufe) ausgeführt werden.
[0134] Bei der "Verflüssigung" von Kohle (Steinkohle, Braunkohle) wird eine ähnliche Verfahrensführung
wie bei der Delignifizierung (Bleiche) von Holz oder Einjahrespflanzenzellstoff eingesetzt.
[0135] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert:
Beispiel 1/2
Beispiel: Enzymatische Bleiche und Sulfatzellstoff.
Beispiel 1:
[0136] 30 g atro Zellstoff (Softwood O
2 delignifiziert), Stoffdichte 30% (ca. 100 g feucht) werden zu folgenden Lösungen
gegeben:
[0137] 1) 120 ml Leitungswasser werden mit 150 mg Hydroxybenzotriazol (HBT), 15 mg Benztriazol
(BT) und 3 mg Benzophenon (B) unter Rühren versetzt, der pH-Wert mit 0,5 m H
2SO
4 so eingestellt, daß nach Zugabe des Zellstoffes und des Enzymes pH 4,5 resultiert.
Dazu Werden 4 IU (1 IU = Umsatz von 1 µM Syringaldazin/min/ml Enzym) Laccase von Coriolus
versicolor pro g Stoff gegeben. Die Lösung wird auf 200 ml aufgefüllt und der Stoff
zugegeben. Es wird für 2 min mit einem Teigkneter gemixt.
[0138] Danach wird der Stoff in eine auf 45°C vorgeheizte Reaktionsbombe gegeben und unter
1-10 bar Überdruck für 1-4 Stunden inkubiert.
[0139] Danach wird der Stoff über einem Nylonsieb (30µm) gewaschen und 1 Std. bei 60°C,
8% Stoffdichte und 2% NaOH pro g Stoff extrahiert.
[0140] Nach erneuter Wäsche des Stoffes wird die Kappazahl bestimmt.
(vgl. Tabelle 1)
(vgl. Tabelle 2)
Änderungen Beispiel/Tabelle 2:
[0141] mit 75 mg Hydroxybenzotriazol, 7,5 mg Benztriazol und 0,02 mg Veratrylalkohol.
Beispiele/Tabellen:
Beispiel 1
Enzymatische Bleiche von Sulfatzellstoff (Softwood) (O2 delignifiziert)
[0142]

Beispiel 2
Enzymatische Bleiche von Sulfatzellstoff (Softwood) (O2 delignifiziert)
[0143]
Tabelle 2:
| System |
Kappa vor Extraktion |
Kappa nach Extraktion |
Ligninabbau % |
| O-Wert |
11 |
10 |
9,1 |
| L+2,5 mg HBT/g |
8,5 |
7,6 |
31 |
| L+2,5 mg HBT/g BT/VA |
8,1 |
6,4 |
42 |
VA = Veratrylalkohol
L = Laccase |
1. Mehrkomponentensystem zum Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen
Materialien oder Kohle, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es als Mehrkomponentensystem,
a. mindestens eine Oxidoreduktase und
b. mindestens ein geeignetes Oxidationsmittel und
c. mindestens einen Mediator auswählt aus der Gruppe der Hydroxylamine, Hydroxylaminderivate,
Hydroxamsäuren, Hydroxamsäurederivate, der aliphatischen, cycloaliphatischen, heterocyclischen
oder aromatischen Verbindungen, die mindestens eine N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi-, oder
N,N'-Dioxi- Funktion enthalten, und
d. ggf. mindestens einen Comediator aus der Gruppe der arylsubstituierte Alkohole,
Carbonylverbindungen, aliphatische Ether, Phenolether oder Olefine (Alkene) und
e. eine geringe Menge mindestens eines freien Amins eines jeweils eingesetzten Mediators
umfaßt.
2. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es neben den genannten
Bestandteilen a) bis e) auch Mg2+ Ionen umfaßt.
3. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidoreduktase
mindestens eine Oxidoreduktase der Klassen 1.1.1 - 1.97 eingesetzt wird.
4. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Oxidoreduktasen,
welche Sauerstoff, Peroxide oder Chinone als Elektronenakzeptor verwenden, eingesetzt
werden.
5. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidoreduktase
Laccase (1.10.3.2) eingesetzt wird.
6. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-,
NOH- oder H-NR-OH-haltige aliphatische, cycloaliphatische, heterocyclische oder aromatische
Verbindungen N-Hydroxy-, Oxim-, N-Oxi und N,N'-Dioxi-Verbindungen, Hydroxamsäurederivate
eingesetzt werden.
7. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen Hydroxylamine der allgemeinen Formel I eingesetzt werden,

wobei in der allgemeinen Formel I die Substituenten R
1 und R
2, die gleich oder ungleich sein können, unabhängig voneinander eine der folgenden
Gruppen darstellen: Wasserstoff, C
1-C
12-alkyl-, carbonyl-C
1-C
6-alkyl-, phenyl-, aryl-, deren C
1-C
12-alkyl-, carbonyl-C
1-C
6-alkyl-, phenyl-, aryl- unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest
R
3 substituiert sein können und wobei der Rest R
3 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy-, formyl-,
carboxy- sowie Salze und Ester davon, amino-, nitro-, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl-, phenyl-, sulfono-, deren Ester und Salze, sulfamoyl-, carbamoyl-, phospho-,
phosphono-, phosphonooxy- und deren Salze und Ester wobei die amino-, carbamoyl- und
sulfamoyl-Gruppen des Restes R
3 weiterhin unsubstitiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy-, C
1-C
3-alkyl-, C
1-C
3-alkoxy- substituiert sein können und wobei die Reste R
1 und R
2 gemeinsam eine Gruppe -B- bilden können und -B- dabei eine der folgenden Gruppen
darstellt: (-CHR
4-)
n, (-CR
4=CH-)
m und wobei R
4 ein Substituent ist der wie R
3 definiert ist und n eine ganze Zahl von 1 bis 6 darstellt und m eine ganze Zahl von
1 bis 3 darstellt.
8. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen Substanzen der allgemeinen Formel II eingesetzt werden

wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p, (-CR
10=N-)
p, (-CR
11=CR
12-)
p
und p gleich 1 oder 2 ist,
wobei die Reste R9 bis R12, R15 und R16 gleich oder ungleich sein können und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen können: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und
Ester davon, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono,
phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen
der Reste R9 bis R12, R15 und R16 weiterhin unsubstitiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können, und wobei die Reste R15 und R16 eine gemeinsame Gruppe -G- bilden können und -G- dabei eine der folgenden Gruppen
repräsentiert: (-CR5=CR6-CR7=CR8-) oder (-CR8=CR7-CR6=CR5-) ;
die Reste R5 bis R8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon,
amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono,
phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen
der Reste R5 bis R8 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können
und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R5 bis R8 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder mehrfach mit dem Rest R18 substituiert sein können und wobei der Rest R18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl,
carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sowie deren Ester und Salze
und wobei die carbamoyl, sulfamoyl, amino-Gruppen des Restes R18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R19 substituiert sein können und wobei der Rest R19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, hydroxy, formyl, carboxy
sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.
9. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen, Verbindungen der allgemeinen Formel III eingesetzt werden,

wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p, (-CR
10=N-)
p, (-CR
11=CR
12-)
p
und p gleich 1 oder 2 ist,
die Reste R5 bis R12 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon,
amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy und deren Salze und Ester und deren amino-, carbamoyl- und
sulfamoyl-Gruppen weiterhin unsubstituiert oder ein oder zweifach mit hydroxy, C1-C3-alkyl, C1-C3-alkoxy substituiert sein können
und wobei die C1-C12-alkyl-, C1-C6-alkyloxy-, carbonyl-C1-C6-alkyl-, phenyl-, aryl-, aryl-C1-C6-alkyl-Gruppen der Reste R5 bis R12 unsubstituiert oder weiterhin ein-oder mehrfach mit dem Rest R13 substituiert sein können und wobei der Rest R13 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, formyl,
carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino und Ester
und wobei die carbamoyl-, sulfamoyl-, amino-Gruppen der Restes R13 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R14 substituiert sein können und wobei der Rest R14 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Hydroxy, Formyl, Carboxy
sowie deren Salze und Ester, Amino, Nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl.
10. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen, Verbindungen der allgemeinen Formel IV eingesetzt werden.

wobei X für eine der folgenden Gruppen steht: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p, (-CR
10=N-)
p, (-CR
11=CR
12-)
p
und p gleich 1 oder 2 ist;
für die Reste R5 bis R8 und R10 bis R12 gilt das oben gesagte;
R17 kann sein: Wasserstoff, C1-C10-alkyl, C1-C10-alkylcarbonyl, deren C1-C10-alkyl und C1-C10-alkylcarbonyl unsubstituiert oder mit einem Rest R18, der wie R3 definiert ist, ein- oder mehrfach substituiert sein können.
11. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH- oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen 1-Hydroxybenztriazol und des tautomeren Benzotriazol-1-oxides,
sowie deren Ester und Salze nach folgender Formel V eingesetzt werden.

die Reste R
5 bis R
8 können gleich oder ungleich sein und unabhängig voneinander eine der folgenden Gruppen
darstellen: Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, formyl, carboxy sowie Salze und Ester davon,
amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, sulfono, Ester und Salze davon, sulfamoyl, carbamoyl, phospho, phosphono,
phosphonooxy und deren Salze und Ester und wobei die amino-, carbamoyl- und sulfamoyl-Gruppen
der Reste R
5 bis R
8 weiterhin unsubstituiert oder ein- oder zweifach mit hydroxy, C
1-C
3-alkyl, C
1-C
3-alkoxy substituiert sein können und wobei die C
1-C
12-alkyl-, C
1-C
6-alkyloxy-, carbonyl-C
1-C
6-alkyl-, phenyl-, aryl-Gruppen der Reste R
5 bis R
8 unsubstituiert oder weiterhin ein-oder mehrfach mit dem Rest R
18 substituiert sein können und wobei der Rest R
18 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Halogen, hydroxy, formyl,
carboxy sowie deren Salze und Ester, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl, sulfono, sulfeno, sulfino und Ester und wobei die carbamoyl-,
sulfamoyl-, amino-Gruppen des Restes R
18 unsubstituiert oder weiterhin ein- oder zweifach mit dem Rest R
19 substituiert sein können und wobei der Rest R
19 eine der folgenden Gruppen darstellen kann: Wasserstoff, Hydroxy, Formyl, Carboxy
sowie deren Salze und Ester, Amino, Nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl.
12. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH-oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen solche von Azolen eingesetzt werden.
13. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als NO-, NOH-oder
H-NR-OH-haltige Verbindungen solche von kondensierten Heterocyclen, die eine Triazolo-oder
Tetrazoloeinheit enthalten, wie z.B.
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyridine
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyridine
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoline
[1,2,4]Triazolo[4,3-b]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[3,4-a]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[1,5-b]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[5,1-a]isoquinoline
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyridine
[1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyridine
[1,2,3]Triazolo[4,5-c]pyridine
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoline
[1,2,3]Triazolo[5,1-a]isoquinoline
[1,2,4]Triazolo[4,3-b]pyridazine
[1,2,4]Triazolo[1,5-b]pyridazine
[1,2,4]Triazolo[4,5-d]pyridazine
[1,2,4]Triazolo[4,3-b]quinoline
[1,2,4]Triazolo[3,4-a]phthalazine
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[4,3-c]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[1,5-c]pyrimidine
[1,2,4]Triazolo[4,3-c]quinazoline
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]quinazolin
[1,2,4]Triazolo[1,5-c]quinazolin
[1,2,4]Triazolo[5,1-b]quinazolin
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]pyrimidine
[1,2,3]Triazolo[1,5-c]pyrimidine
[1,2,3]Triazolo[4,5-d]pyrimidine
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinazoline
[1,2,3]Triazolo[1,5-c]quinazoline
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]pyrazine
[1,2,4]Triazolo[1,5-a]pyrazine
[1,2,3]Triazolo[4,5-b]pyrazin
[1,2,4]Triazolo[4,3-a]quinoxaline
[1,2,3]Triazolo[1,5-a]quinoxaline
[1,2,4]Triazolo[4,3-b][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[3,4-c][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[4,3-d][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[1,5-b][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[5,1-c][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[1,5-d][1,2,4]triazin
[1,2,4]Triazolo[4,3-a][1,3,5]triazin
[1,2,4]Triazolo[1,5-a][1,3,5]triazin
Tetrazolo[1,5-a]pyridine
Tetrazolo[1,5-b]isoquinoline
Tetrazolo[1,5-a]quinoline
Tetrazolo[5,1-a]isoquinoline
Tetrazolo[1,5-b]pyridazine
Tetrazolo[1,5-b]cinnoline
Tetrazolo[5,1-a]phthalazine
Tetrazolo[1,5-a]pyrimidine
Tetrazolo[1,5-c]pyrimidine
Tetrazolo[1,5-a]quinazoline
Tetrazolo[1,5-c]quinazoline
Tetrazolo[1,5-a]pyrazine
Tetrazolo[1,5-a]quinoxaline
Tetrazolo[1,5-b][1,2,4]triazine
Tetrazolo[5,1-c][1,2,4]triazine
Tetrazolo[1,5-d][1,2,4]triazine
Tetrazolo[5,1-f][1,2,4]triazine
eingesetzt werden.
14. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidationsmittel
z.B. Luft, Sauerstoff, Ozon, H2O2, organische Peroxide, Persäuren wie die Peressigsäure, Perameisensäure, Perschwefelsäure,
Persalpetersäure, Metachlorperoxibenzoesäure, Perchlorsäure, Perchlorate, Peracetate,
Persulfate, Peroxide, Sauerstoffspezies und Radikale wie OH, OOH Singulettsauerstoff,
Ozon, Superoxid (O2-), Ozonid, Dioxygenyl-Kation (O2+), Dioxirane, Dioxetane, Fremy Radikal eingesetzt werden.
15. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen
der Komponente d) aliphatische Ether, arylsubstituierte Alkohole sind z.B.
2,3-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,6-Dimethoxybenzylalkohol
Homovanillylalkohol
Ethylenglykolmonophenylether
2-Hydroxybenzylalkohol
4-Hydroxybenzylalkohol
4-Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol
2-Methoxybenzylalkohol
2,5-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylamin
2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid
Veratrylalkohol
Coniferylalkohol
sind.
16. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen
der Komponente d) Olefine (Alkene) z.B.
2-Allylphenol
2-Allyl-6-methylphenol
Allylbenzol
3,4-Dimethoxy-propenylbenzol
p-Methoxystyrol
1-Allylimidazol
1-Vinylimidazol
Styrol
Stilben
Allylphenylether
Zimtsäurebenzylester
Zimtsäuremethylester
2,4,6-Triallyloxy-1,3,5-triazin
1,2,4-Trivinylcyclohexan
4-Allyl-1,2-dimethoxybenzol
4-tert-Butylbenzoesäurevinylester
Squalen
Benzoinallylether
Cyclohexen
Dihydropyran
N-Benzylzimtsäureanilid
sind.
17. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen
der Komponente d) Phenolether z.B.
2,3-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,4-Dimethoxybenzylalkohol
2,6-Dimethoxybenzylalkohol
Homovanillylalkohol
4-Hydroxybenzylalkohol
4-Hydroxy-3-methoxybenzylalkohol
2-Methoxybenzylalkohol
2,5-Dimethoxybenzylalkohol
3,4-Dimethoxybenzylamin
2,4-Dimethoxybenzylamin-hydrochlorid
Veratrylalkohol
Coniferylalkohol
Veratrol
Anisol
sind.
18. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen
der Komponente d) Carbonylverbindungen z.B. 4-Aminobenzophenon
4-Acetylbiphenyl
Benzophenon
Benzil
Benzophenonhydrazon
3,4-Dimethoxybenzaldehyd
3,4-Dimethoxybenzoesäure
3,4-Dimethoxybenzophenon
4-Dimethylaminobenzaldhyd
4-Acetylbiphenylhydrazon
Benzophenon-4-carbonsäure
Benzoylaceton
Bis-(4,4'-dimethylamino) -benzophenon
Benzoin
Benzoinoxim
N-Benzoyl-N-phenyl-hydroxylamin
2-Amino-5-chlor-benzophenon
3-Hydroxy-4-methoxybenzaldehyd
4 -Methoxybenzaldehyd
Anthrachinon-2-sulfonsäure
4-Methylaminobenzaldehyd
Benzaldehyd
Benzophenon-2-carbonsäure
3,3'4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid
(S)-(-)-2-(N-Benzylpropyl)-aminobenzophenon
Benzylphenylessigsäureanilid
N-Benzylbenzanilid
4,4'-Bis-(dimethylamino)-thiobenzophenon
4,4'-Bis- (diacetylamino)-benzophenon
2-Chlorbenzophenon
4,4'-Dihydroxybenzophenon
2,4-Dihydroxybenzophenon
3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehydhydrazin
4-Hydroxybenzophenon
2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon
4-Methoxybenzophenon
3,4-Dihydroxybenzophenon
p-Anissäure
p-Anisaldehyd
3,4-Dihydroxybenzaldehyd
3,4-Dihydroxybenzoesäure
3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyd
3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenoesäure
4-Hydroxybenzaldehyd
Salicylaldehyd
Vanillin
Vanillinsäure sind.
19. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente
e) als freies Amin im Falle der in situ Generation oder Reaktionsvermittlung in Kaskadenform
bei Hydroxybenztriazol, Benztriazol eingesetzt wird.
20. Verfahren zum Verändern, Abbau oder Bleichen von Lignin, ligninhaltigen Materialien
oder Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß man die jeweils ausgewählten Komponenten a)
bis e) gemäß Anspruch 1 gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit einer wäßrigen
Suspension des ligninhaltigen Materials mischt.
21. Verfahren gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in einem pH-Bereich
von 2 bis 11, bei einer Temperatur von 20 bis 95°C, vorzugsweise 40 bis 95°C, und
einer Stoffdichte von 0,5 bis 40 % und unter Luft oder Sauerstoff bei Normaldruck
oder 1 - 10 bar durchgeführt wird.
22. Verfahren gemäß Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffdichte vorzugsweise
13 - 15 % ist.
23. Verfahren gemäß Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Reaktion
eine saure Wäsche oder Q-Stufe eingesetzt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die saure Wäsche bei 60-100°C
bei pH 4-5,5 für 30-90 min und 4-20% Stoffdichte durchgeführt wird.
25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Q-Stufe (mit 0,05 - 1,0
%, vorzugsweise 0,2 - 0,5 % Chelatbildner) bei 60-100°C bei pH 4-5,5 für 30-90 min
und 4-20% Stoffdichte durchgeführt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß für die saure Wäsche und die
Q-Stufe 1 Std., 90°C, pH 4,5-5 und 10% Stoffdichte eingehalten werden.
27. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionslösung
Hemicellulasen, Cellulasen, Amylasen, Pektinasen oder Lipasen oder ein aus zwei oder
mehreren dieser Enzyme bestehendes Gemisch zugesetzt werden.
28. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß modifizierte Enzyme,
Enzymbestandteile, prosthetische Gruppen oder Mimicsubstanzen wie Hämgruppen und Hämgruppen
enthaltende Verbindungen eingesetzt werden.
29. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu diesen
Stoffen phenolische Verbindungen und/oder nicht-phenolische Verbindungen mit einem
oder mehreren Benzolkernen eingesetzt werden.
30. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionslösung
Reduktionsmittel zugesetzt werden.
31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduktionsmittel Natrium-Bisulfit,
Natrium-Dithionit, Ascorbinsäure, Thiolverbindungen, Mercaptoverbindungen oder Glutathion
eingesetzt werden.
32. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß Sauerstoff durch H2O2 + Katalase oder H2O2 durch GOD + Glucose in situ generiert wird.
33. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Reduktionslösung
kationenbildende Metallsalze zugesetzt werden.
34. Verfahren nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß als Kationen Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Ca2+, Cu2+, Ti3+, Ce4+, Al3+ eingesetzt werden.
35. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Komplexbildner
der Reaktionslösung zugegeben werden.
36. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß als Komplexbildner Ethylendiamintetraessigsäure
(EDTA), Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA), Hydroxyethylendiamintriessig-säure
(HEDTA), Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure (DTMPA), Nitrilotriessigsäure
(NTA), Polyphosphorsäure (PPA) oder andere Eisen-, Mangan- oder Kupfer-Komplexoren,
z.B. Diethylamin, Hydroxylamin eingesetzt werden.
37. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß NaOCl eingesetzt wird.
38. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Detergentien
eingesetzt werden.
39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß als Detergentien nicht-ionische,
ionische, anionische, kationische und amphotere Tenside zugesetzt werden.
40. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Polysaccharide
und/oder Proteine der Reaktionslösung zugesetzt werden.
41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß als Polysaccharide Glucane,
Mannane, Dextrane, Lävane, Pektine, Alginate oder Pflanzengummis und/oder eigene von
den Pilzen gebildetes oder in der Mischkultur mit Hefen produzierte Polysaccharide
eingesetzt werden.
42. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß als Proteine Gelatine und/oder
Albumin eingesetzt werden.
43. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusätze Einfachzucker,
Oligomerzucker, Aminosäuren, Polyethylenglycole, Polyethylenoxide, Polyethylenimine
und Polydimethylsiloxane eingesetzt werden.
44. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß dem System Radikalbildner
oder Radikalfänger zugesetzt werden.
45. Verfahren nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Delignifizierung
oder Bleiche von Zellstoffen zeitlich nach allen bekannten Kochverfahren eingesetzt
wird.
46. Verfahren nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet daß als Kochverfahren Sulfat-,
Sulfit-, Organosol-, ASAM- Verfahren, Enabatch-Verfahren u.a. druchgeführt werden.
47. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß es nach, zwischen oder vor
allen üblichen Bleichstufen und anderen Sequenzen wie Q-Stufe, saurer Wäsche etc.
durchgeführt wird.
48. Verfahren nach Anspruch 45-47, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren in mehreren
Stufen durchgeführt wird, wobei zwischen jeder Stufe eine Wäsche oder eine Wäsche
und eine Extraktion mit Lauge oder weder Wäsche noch Extraktion stattfindet.
49. Verwendung eines Mehrkomponentensystems gemäß Anspuch 1 zur Kohleverflüßigung.
1. Multi-component system for modifying, degrading or bleaching lignin, lignin-containing
materials or coal which is characterized in that it comprises, as a multi-component
system,
a. at least one oxidoreductase and
b. at least one suitable oxidizing agent and
c. at least one mediator chosen from the group consisting of hydroxylamines, hydroxylamine
derivatives, hydroxamic acids, hydroxamic acid derivatives and aliphatic, cycloaliphatic,
heterocyclic or aromatic compounds which contain at least one N-hydroxy, oxime, N-oxy
or N,N'-dioxy function and
d. if appropriate at least one comediator from the group consisting of aryl-substituted
alcohols, carbonyl compounds, aliphatic ethers, phenolic ethers and/or olefins (alkenes)
and
e. a small amount of at least one free amine of a mediator employed in each case.
2. Multi-component system according to Claim 1, characterized in that it also comprises
Mg2+ ions, in addition to the constituents a) to e) mentioned.
3. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that at least one
oxidoreductase of classes 1.1.1 - 1.97 is employed as the oxidoreductase.
4. Multi-component system according to Claim 3, characterized in that oxidoreductases
which use oxygen, peroxides or quinones as electron acceptor are employed.
5. Multi-component system according to Claim 3, characterized in that laccase (1.10.3.2)
is employed as the oxidoreductase.
6. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that N-hydroxyl,
oxime, N-oxy and N,N'-dioxy compounds and hydroxamic acid derivative are employed
as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing aliphatic, cycloaliphatic, heterocyclic or aromatic
compounds.
7. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that hydroxylamines
of the general formula I

in which, in the general formula I, the substituents R
1 and R
2, which can be
identical or different, independently of one another are one of the following groups:
hydrogen, C
1-C
12-alkyl, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl or aryl, the C
1-C
12-alkyl, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl or aryl of which can be unsubstituted or furthermore mono- or polysubstituted
by the radical R
3, and in which the radical R
3 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl
and salts and esters thereof, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, in which the amino, carbamoyl
and sulphamoyl groups of the radical R
3 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C
1-C
3-alkyl or C
1-C
3-alkoxy, and in which the radicals R
1 and R
2 together can form a group -B-, and -B- here is one of the following groups: (-CHR
4-)
n or (-CR
4=CH-)
m, and in which R
4 is a substituent which is defined as R
3, and n is an integer from 1 to 6 and m is an integer from 1 to 3, are employed as
NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds.
8. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that substances of the
general formula II

in which X is one of the following groups: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p,(-CR
10=N-)
p,(-CR
11=CR
12-)
p
and p is 1 or 2,
in which the radicals R9 to R12, R15 and R16 can be identical or different and independently of one another can be one of the
following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters
thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and in which the amino, carbamoyl
and sulphamoyl groups of the radicals R9 to R12, R15 and R16 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy, and in which the radicals R15 and R16 can form a common group -G- and -G- here is one of the following groups: (-CR5=CR6-CR7=CR8-) or (-CR8=CR7-CR6=CR5-);
the radicals R5 to R8 can be identical or different and independently of one another are one of the following
groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof,
amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and in which the amino, carbamoyl
and sulphamoyl groups of the radicals R5 to R8 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy,
and in which the C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl and aryl groups of the radicals R5 to R8 can be unsubstituted or furthermore mono- - or polysubstituted by the radical R18, and in which the radical R18 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl
and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, and esters and salts thereof,
and in which the carbamoyl, sulphamoyl and amino groups of the radical R18 can be unsubstituted or furthermore mono- or disubstituted by the radical R19, and in which the radical R19 can be one of the following groups: hydrogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts
and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl and aryl, are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds.
9. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that compounds of the
general formula III

in which X is one of the following groups: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p, (-CR
10=N-)
p, (-CR
11=CR
12-)
p
and p is 1 or 2,
the radicals R5 to R12 can be identical or different and independently of one another are one of the following
groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof,
amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and the amino, carbamoyl and
sulphamoyl groups thereof can furthermore be unsubstituted or mono- or disubstituted
by hydroxyl, C1-C3-alkyl or C1-C3-alkoxy,
and in which the C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl and aryl-C1-C6-alkyl groups of the radicals R5 to R12 can be unsubstituted or furthermore mono- or polysubstituted by the radical R13, and in which the radical R13 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl
and salts and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl, aryl, sulphono, sulpheno, sulphino and esters
and in which the carbamoyl, sulphamoyl and amino groups of the radical R13 can be unsubstituted or furthermore mono- or disubstituted by the radical R14, and in which the radical R14 can be one of the following groups: hydrogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts
and esters thereof, amino, nitro, C1-C12-alkyl, C1-C6-alkyloxy, carbonyl-C1-C6-alkyl, phenyl or aryl,
are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds.
10. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that compounds of the
general formula IV are employed as NO-, NOH- or H-NR-OH-containing compounds. [sic]

in which X is one of the following groups: (-N=N-), (-N=CR
10-)
p,(-CR
10=N-)
p,(-CR
11=CR
12-)
p
and p is 1 or 2;
the above statements apply to the radicals R5 to R8 and R10 to R12;
R17 can be: hydrogen, C1-C10-alkyl or C1-C10-alkylcarbonyl, the C1-C10-alkyl and C1-C10-alkylcarbonyl of which can be unsubstituted or mono- or polysubstituted by a radical
R18, which is defined as R3.
11. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that 1-hydroxybenzotriazole
and of the [sic] tautomeric benzotriazole 1-oxide and esters or salts thereof according
to the following formula V

in which the radicals R
5 to R
8 can be identical or different and independently of one another are one of the following
groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts and esters thereof,
amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, sulphono, esters and salts thereof, sulphamoyl, carbamoyl, phospho,
phosphono, phosphonooxy and salts and esters thereof, and in which the amino, carbamoyl
and sulphamoyl groups of the radicals R
5 to R
8 furthermore can be unsubstituted or mono- or disubstituted by hydroxyl, C
1-C
3-alkyl or C
1-C
3-alkoxy, and in which the C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl and aryl groups of the radicals R
5 to R
8 can be unsubstituted or furthermore mono- or polysubstituted by the radical R
18, and in which the radical R
18 can be one of the following groups: hydrogen, halogen, hydroxyl, formyl, carboxyl
and salts and esters thereof, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl, aryl, sulphono, sulpheno, sulphino and esters thereof, and in which
the carbamoyl, sulphamoyl and amino groups of the radical R
18 can be unsubstituted or furthermore mono- or disubstituted by the radical R
19, and in which the radical R
19 can be one of the following groups: hydrogen, hydroxyl, formyl, carboxyl and salts
and esters thereof, amino, nitro, C
1-C
12-alkyl, C
1-C
6-alkyloxy, carbonyl-C
1-C
6-alkyl, phenyl and aryl, are employed as NO-, NOH- - or H-NR-OH-containing compounds.
12. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that the NO-, NOH- or
H-NR-OH-containing compounds employed are those of azoles.
13. Multi-component system according to Claim 6, characterized in that the NO-, NOH- or
H-NR-OH-containing compounds employed are those of condensed heterocyclic compounds
which contain a triazolo or tetrazolo unit, such as, for example,
[1,2,4]triazolo[4,3-a]pyridines
[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyridines
[1,2,4]triazolo[4,3-a]quinolines
[1,2,4]triazolo[4,3-b]isoquinolines
[1,2,4]triazolo[3,4-a]isoquinolines
[1,2,4]triazolo[1,5-b]isoquinolines
[1,2,4]triazolo[5,1-a]isoquinolines
[1,2,3]triazolo[1,5-a]pyridines
[1,2,3]triazolo[4,5-b]pyridines
[1,2,3]triazolo[4,5-c]pyridines
[1,2,3]triazolo[1,5-a]quinolines
[1,2,3]triazolo[5,1-a]isoquinolines
[1,2,4]triazolo[4,3-b]pyridazines
[1,2,4]triazolo[1,5-b]pyridazines
[1,2,4]triazolo[4,5-d]pyridazines
[1,2,4]triazolo[4,3-b]quinolines
[1,2,4] triazolo[3,4-a]phthalazines
[1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrimidines
[1,2,4]triazolo[4,3-c]pyrimidines
[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidines
[1,2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidines
[1,2,4]triazolo[4,3-c]quinazolines
[1,2,4]triazolo[1,5-a]quinazoline
[1,2,4]triazolo[1,5-c]quinazoline
[1,2,4]triazolo[5,1-b]quinazoline
[1,2,3]triazolo[1,5-a]pyrimidines
[1,2,3]triazolo[1,5-c]pyrimidines
[1,2,3]triazolo[4,5-d]pyrimidines
[1,2,3]triazolo[1,5-a]quinazolines
[1,2,3]triazolo[1,5-c]quinazolines
[1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrazines
[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrazines
[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrazines [sic]
[1,2,3]triazolo[4,5-b]pyrazine
[1,2,4]triazolo[4,3-a]quinoxalines
[1,2,3]triazolo[1,5-a]quinoxalines
[1,2,4]triazolo[4,3-b][1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[3,4-c] [1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[4,3-d][1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[3,4-f][1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[1,5-b][1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[5,1-c][1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[1,5-d][1,2,4]triazine
[1,2,4]triazolo[4,3-a][1,3,5]triazine
[1,2,4]triazolo[1,5-a][1,3,5]triazine
tetrazolo[1,5-a]pyridines
tetrazolo[1,5-b]isoquinolines
tetrazolo[1,5-a]quinolines
tetrazolo[5,1-a]isoquinolines
tetrazolo[1,5-b]pyridazines
tetrazolo[1,5-b]cinnolines
tetrazolo[5,1-a]phthalazines
tetrazolo[1,5-a]pyrimidines
tetrazolo[1,5-c]pyrimidines
tetrazolo[1,5-a]quinazolines
tetrazolo[1,5-c]quinazolines
tetrazolo[1,5-a]pyrazines
tetrazolo[1,5-a]quinoxalines
tetrhzolo[1,5-b][1,2,4]triazines
tetrazolo[5,1-c][1,2,4]triazines
tetrazolo[1,5-d][1,2,4]triazines
tetrazolo[5,1-f][1,2,4]triazines.
14. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that the oxidizing
agent employed is, for example, air, oxygen, ozone, H2O2, organic peroxides, peracids, such as peracetic acid, performic acid, persulphuric
acid, pernitric acid, metachloroperoxybenzoic acid or perchloric acid, perchlorates,
peracetates, persulphates, peroxides or oxygen species and free radicals, such as
OH, OOH singlet oxygen, ozone, superoxide (O2-), ozonide, the dioxygenyl cation (O2+), dioxiranes, dioxetanes or a Fremy radical.
15. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds
of component d) are are [sic] aliphatic ethers or aryl-substituted alcohols, for example
2,3-dimethoxybenzyl alcohol
3,4-dimethoxybenzyl alcohol
2,4-dimethoxybenzyl alcohol
2,6-dimethoxybenzyl alcohol
homovanillyl alcohol
ethylene glycol monophenyl ether
2-hydroxybenzyl alcohol
4-hydroxybenzyl alcohol
4-hydroxy-3-methoxybenzyl alcohol
2-methoxybenzyl alcohol
2,5-dimethoxybenzyl alcohol
3,4-dimethoxybenzylamine
2,4-dimethoxybenzylamine hydrochloride
veratryl alcohol
coniferyl alcohol.
16. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds
of component d) are olefins (alkenes), for example
2-allylphenol
2-allyl-6-methylphenol
allylbenzene
3,4-dimethoxypropenylbenzene
p-methoxystyrene
1-allylimidazole
1-vinylimidazole
styrene
stilbene
allyl phenyl ether
benzyl cinnamate
methyl cinnamate
2,4,6-triallyloxy-1,3,5-triazine
1,2,4-trivinylcyclohexane
4-allyl-1,2-dimethoxybenzene
vinyl 4-tert-butylbenzoate
squalene
benzoin allyl ether
cyclohexene
dihydropyran
N-benzylcinnamanilide.
17. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds
of component d) are phenolic ethers, for example
2,3-dimethoxybenzyl alcohol
3,4-dimethoxybenzyl alcohol
2,4-dimethoxybenzyl alcohol
2,6-dimethoxybenzyl alcohol
homovanillyl alcohol
4-hydroxybenzyl alcohol
4-hydroxy-3-methoxybenzyl alcohol
2-methoxybenzyl alcohol
2,5-dimethoxybenzyl alcohol
3,4-dimethoxybenzylamine
2,4-dimethoxybenzylamine hydrochloride
veratryl alcohol
coniferyl alcohol
veratrole
anisole.
18. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that compounds
of component d) are carbonyl compounds, for example 4-aminobenzophenone
4-acetylbiphenyl
benzophenone
benzil
benzophenone hydrazone
3,4-dimethoxybenzaldehyde
3,4-dimethoxybenzoic acid
3,4-dimethoxybenzophenone
4-dimethylaminobenzaldehyde
4-acetylbiphenylhydrazone
benzophenone-4-carboxylic acid
benzoylacetone
bis-(4,4'-dimethylamino)-benzophenone
benzoin
benzoin oxime
N-benzoyl-N-phenylhydroxylamine
2-amino-5-chlorobenzophenone
3 -hydroxy-4-methoxybenzaldehyde
4-methoxybenzaldehyde
anthraquinone-2-sulphonic acid
4-methylaminobenzaldehyde
benzaldehyde
benzophenone-2-carboxylic acid
3,3',4,4'-benzophenonetetracarboxylic acid dianhydride
(S)-(-)-2-(N-benzylpropyl)-aminobenzophenone
benzylphenylacetanilide
N-benzylbenzanilide
4,4'-bis-(dimethylamino)-thiobenzophenone
4,4'-bis-(diacetylamino)-benzophenone
2-chlorobenzophenone
4,4'-dihydroxybenzophenone
2,4-dihydroxybenzophenone
3,5-dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyde hydrazine
4 -hydroxybenzophenone
2 -hydroxy-4-methoxybenzophenone
4 -methoxybenzophenone
3,4-dihydroxybenzophenone
p-anisic acid
p-anisaldehyde
3,4-dihydroxybenzaldehyde
3,4-dihydroxybenzoic acid
3,5-dimethoxy-4-hydroxybenzaldehyde
3,5-dimethoxy-4-hydroxybenoic [sic] acid
4-hydroxybenzaldehyde
salicylaldehyde
vanillin
vanillic acid.
19. Multi-component system according to Claim 1 or 2, characterized in that benzotriazole
is employed as component e) as a free amine in the case of in situ generation or mediation
of the reaction in cascade form in the case of hydroxybenzotriazole.
20. Process for modifying, degrading or bleaching lignin, lignin-containing materials
or coal, characterized in that the components a) to e) according to Claim 1 selected
in each case are mixed with an aqueous suspension of the lignin-containing material
simultaneously or in any desired sequence.
21. Process according to Claim 20, characterized in that the reaction is carried out in
a pH range from 2 to 11 at a temperature from 20 to 95°C, preferably 40 to 95°C, at
a pulp consistency of 0.5 to 40% under air or oxygen under normal pressure or 1 -
10 bar.
22. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that the pulp consistency is
preferably 13 - 15%.
23. Process according to Claim 20 or 21, characterized in that an acid wash or Q stage
is employed before the reaction.
24. Process according to Claim 23, characterized in that the acid wash is carried out
at 60-100°C at pH 4-5.5 for 30-90 minutes at a pulp consistency of 4-20%.
25. Process according to Claim 23, characterized in that the Q stage (with 0.05 - 1.0%,
preferably 0.2 - 0.5%, of chelating agent) is carried out at 60-100°C at pH 4-5.5
for 30-90 minutes at a pulp consistency of 4-20%.
26. Process according to Claim 23, characterized in that conditions of 1 hour, 90°C, pH
4.5-5 and a pulp consistency of 10% are maintained for the acid wash and the Q stage.
27. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that hemicellulases, cellulases,
amylases, pectinases or lipases or a mixture comprising two or more of these enzymes
are added to the reaction solution.
28. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that modified enzymes, enzyme
constituents, prosthetic groups or mimic substances, such as haem groups and compounds
containing haem groups, are employed.
29. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that in addition to these substances,
phenolic compounds and/or non-phenolic compounds having one or more benzene nuclei
are employed.
30. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that a reducing agents are
added to the reaction solution.
31. Process according to Claim 30, characterized in that sodium bisulphite, sodium dithionite,
ascorbic acid, thiol compounds, mercapto compounds or glutathione are employed as
the reducing agent.
32. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that oxygen is generated in
situ by H2O2 + catalase or H2O2 is generated in situ by GOD + glucose.
33. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that cation-forming metal salts
are added to the reduction [sic] solution.
34. Process according to Claim 33, characterized in that Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Ca2+, Cu2+, Ti3+, Ce4+ or Al3+ are employed as cations.
35. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that complexing agents are
additionally added to the reaction solution.
36. Process according to Claim 35, characterized in that ethylenediaminetetraacetic acid
(EDTA), diethylenetriaminepentaacetic acid (DTPA), hydroxyethylenediaminetriacetic
acid (HEDTA), diethylenetriaminepentamethylenephosphonic acid (DTMPA), nitrilotriacetic
acid (NTA), polyphosphoric acid (PPA) or other iron-, manganese- or copper-complexing
agents, for example diethylamine or hydroxylamine, are employed as the complexing
agent.
37. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that NaOCl is employed.
38. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that detergents are additionally
employed.
39. Process according to Claim 38, characterized in that nonionic, ionic, anionic, cationic
and amphoteric surfactants are added as detergents.
40. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that polysaccharides and/or
proteins are additionally added to the reaction solution.
41. Process according to Claim 40, characterized in that glucans, mannans, dextrans, levans,
pectins, alginates or plant gums and/or intrinsic polysaccharides formed by the fungi
or polysaccharides produced in the mixed culture with yeasts are employed as polysaccharides.
42. Process according to Claim 40, characterized in that gelatin and/or albumin are employed
as proteins.
43. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that simple sugars, oligomeric
sugars, amino acids, polyethylene glycols, polyethylene oxides, polyethyleneimines
and polydimethylsiloxanes are employed as additives.
44. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that agents which form free
radicals or agents which trap free radicals are added to the system.
45. Process according to Claim 20 and 21, characterized in that it is employed for delignification
or bleaching of pulp after all the known cooking processes.
46. Process according to Claim 45, characterized in that sulphate, sulphite, organosol
or ASAM processes or Enabatch processes and the like are carried out as cooking processes.
47. Process according to Claim 46, characterized in that it is carried out after, between
or before all customary bleaching stages and other sequences, such as the Q stage,
acid washing and the like.
48. Process according to Claim 45-47, characterized in that the process is carried out
in several stages, a washing or a washing and an extraction with alkali or neither
washing nor extraction taking place between each stage.
49. Use of a multi-component system according to Claim 1 for liquefaction of coal.
1. Système à plusieurs composants pour la modification, la décomposition ou la décoloration
de la lignine, de matériaux contenant de la lignine ou de charbon, caractérisé en
ce que le système à plusieurs composants comprend :
a. au moins une oxydoréductase, et
b. au moins un agent oxydant approprié, et
c. au moins un médiateur choisi dans le groupe des hydroxylamines, des dérivés d'hydroxylamines,
des acides hydroxamiques, des dérivés d'acide hydroxamique, des composés aliphatiques,
cycloaliphatiques, hétérocycliques ou aromatiques qui contiennent au moins une fonction
N-hydroxy, oxime, N-oxy ou N,N'-dioxy, et
d. le cas échéant, au moins un co-médiateur du groupe des alcools substitués par des
aryles, des composés carbonylés, des éthers aliphatiques, des éthers phénoliques ou
des oléfines (alcènes), et
e. une faible quantité d'au moins une amine libre d'un médiateur respectif utilisé.
2. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il
comprend également, outre les composants a) à e) cités, des ions Mg2+.
3. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que l'oxydoréductase utilisée est au moins une oxydoréductase des classes 1.1.1-1.97.
4. Système à plusieurs composants suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'on
utilise des oxydoréductases qui utilisent de l'oxygène, des peroxydes ou des quinones
comme accepteur d'électrons.
5. Système à plusieurs composants suivant la revendication 3, caractérisé en ce que l'oxydoréductase
utilisée est une laccase (1.10.3.2).
6. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que les composés aliphatiques, cycloaliphatiques, hétérocycliques ou aromatiques utilisés
qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des composés N-hydroxy, oxime, N-oxy
et N,N'-dioxy, des dérivés d'acide hydroxamique.
7. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des hydroxylamines de formule
générale I :

les substituants R
1 et R
2, qui peuvent être identiques ou différents, représentant indépendamment l'un de l'autre
dans la formule générale I, l'un des radicaux suivants : hydrogène, alcoyle en C
1-C
12, carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), phényle, aryle, dont l'alcoyle en C
1-C
12, le carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), le phényle, l'aryle peuvent être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs
fois par le radical R
3, et le radical R
3 pouvant représenter un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle,
carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C
1-C
12, alcoyloxy en C
1-C
6, carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono,
phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle
du radical R
3 pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle,
un alcoyle en C
1-C
3, un alcoxy en C
1-C
3, et les radicaux R
1 et R
2 pouvant former ensemble un groupe -B-, -B- représentant dans ce cas un des groupes
suivants : (-CHR
4)n, (-CR
4=CH-)m et R
4 étant un substituant qui est défini comme R
3 et n représentant un nombre entier de 1 à 6 et m représentant un nombre entier de
1 à 3.
8. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des substances
de formule générale II :

dans laquelle X représente un des groupes suivants : (-N=N-), (-N=CR
10-)p , (-CR
10=N-)p , (-CR
11=CR
12-)p ,
et p est égal à 1 ou 2,les radicaux R9 à R12, R15 et R16 pouvant être identiques ou différents et pouvant indépendamment l'un de l'autre représenter
les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs
sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono,
phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle
des radicaux R9 à R12, R15 et R16 - pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle,
un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3, et les radicaux R15 et R16 pouvant former ensemble un groupe -G-, -G- représentant dans ce cas un des groupes
suivants : (-CR5=CR6-CR7=CR8-) ou (-CR8=CR7-CR6=CR5-);
les radicaux R5 à R8 pouvant être identiques ou différents et représenter indépendamment l'un de l'autre
les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs
sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono,
phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle
des radicaux R5 à R8 pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle,
un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3;
et les radicaux alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle des radicaux R5 à R8 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical
R18, le radical R18 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle,
formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, et leurs sels et esters, et
les radicaux carbamoyle, sulfamoyle, amino du radical R18 - pouvant être non substitués ou encore substitués une ou deux fois par le radical
R19, le radical R19 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, hydroxyle, formyle, carboxyle
et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle.
9. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des substances
de formule générale III :

dans laquelle X représente un des groupes suivants : (-N=N-), (-N=CR
10-)p, (-CR
10=N-)p, (-CR
11=CR
12-)p,
et p est égal à 1 ou 2,les radicaux R5 à R12 pouvant être identiques ou différents et pouvant indépendamment l'un de l'autre représenter
les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs
sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho,
phosphono, phosphonooxy et leurs sels et esters, leurs radicaux amino, carbamoyle
et sulfamoyle pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par
un hydroxyle, un alcoyle en C1-C3, un alcoxy en C1-C3;
et les radicaux alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, aryl(alcoyle en C1-C6) des radicaux R5 à R12 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical
R13, le radical R13 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle,
formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle, sulfono, sulféno, sulfino et leurs esters, et les radicaux carbamoyle,
sulfamoyle, amino du radical R13 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou deux fois par le radical
R14, le radical R14 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, hydroxyle, formyle, carboxyle
et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C1-C12, alcoyloxy en C1-C6, carbonyl(alcoyle en C1-C6), phényle, aryle.
10. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des substances
de formule générale IV :

dans laquelle X représente un des groupes suivants : (-N=N-), (-N=CR
10-)p, (-CR
10=N-)p, (-CR
11=CR
12-)p,
et p est égal à 1 ou 2;
les significations données ci-dessus s'appliquant aux radicaux R5 à R8 et R10 à R12;
et R3 peut être : hydrogène, alcoyle en C1-C10, (alcoyle en C1-C10)carbonyle, ces alcoyles en C1-C10 et (alcoyle en C1-C10)carbonyles pouvant être non substitués ou substitués une ou plusieurs fois par un
radical R18 qui est défini comme R3.
11. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont le 1-hydroxybenzotriazole
et les tautomères du 1-oxyde du benzotriazole, ainsi que leurs sels et esters, suivant
la formule V :

les radicaux R
5 à R
8 pouvant être identiques ou différents et représenter indépendamment l'un de l'autre
les radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle, formyle, carboxyle et leurs
sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C
1-C
12, alcoyloxy en C
1-C
6, carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), phényle, sulfono, leurs esters et sels, sulfamoyle, carbamoyle, phospho, phosphono,
phosphonooxy et leurs sels et esters, les radicaux amino, carbamoyle et sulfamoyle
des radicaux R
5 à R
8 pouvant encore être non substitués ou substitués une ou deux fois par un hydroxyle,
un alcoyle en C
1-C
3, un alcoxy en C
1-C
3, et les radicaux alcoyle en C
1-C
12, alcoyloxy en C
1-C
6, carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), phényle, aryle des radicaux R
5 à R
8 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou plusieurs fois par le radical
R
18, le radical R
18 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, halogène, hydroxyle,
formyle, carboxyle et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C
1-C
12, alcoyloxy en C
1-C
6, carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), phényle, aryle, sulfono, sulfeno, sulfino, et leurs esters, et les radicaux carbamoyle,
sulfamoyle, amino du radical R
18 pouvant être non substitués ou encore substitués une ou deux fois par le radical
R
19, le radical R
19 pouvant représenter l'un des radicaux suivants : hydrogène, hydroxyle, formyle, carboxyle
et leurs sels et esters, amino, nitro, alcoyle en C
1-C
12, alcoyloxy en C
1-C
6, carbonyl(alcoyle en C
1-C
6), phényle, aryle.
12. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des composés d'azoles.
13. Système à plusieurs composants suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les
composés utilisés qui contiennent un NO, un NOH ou un H-NR-OH sont des composés d'hétérocycles
condensés, qui contiennent une unité triazole ou tétrazole, comme par exemple :
la [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyridine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyridine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-a]quinoléine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-b]isoquinoléine;
la [1,2,4]triazolo[3,4-a]isoquinoléine;
la [1,2,4]triazolo[l,5-b]isoquinoléine;
la [1,2,4]triazolo[5,1-a]isoquinoléine;
la [1,2,3]triazolo[1,5-a]pyridine;
la [1,2,3]triazolo[4,5-b]pyridine;
la [1,2,3]triazolo[4,5-c]pyridine;
la [1,2,3]triazolo[l,5-a]quinoléine;
la [1,2,3]triazolo[5,1-a]isoquinoléine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-b]pyridazine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-b]pyridazine;
la [1,2,4]triazolo[4,5-d]pyridazine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-b]quinoléine;
la [1,2,4]triazolo[3,4-a]phtalazine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrimidine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-c]pyrimidine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-c]quinazoline;
la [1,2,4]triazolo[l,5-a]quinazoline;
la [1,2,4]triazolo[1,5-c]quinazoline;
la [1,2,4]triazolo[5,1-b]quinazoline;
la [1,2,3]triazolo[1,5-a]pyrimidine;
la [1,2,3]triazolo[1,5-c]pyrimidine;
la [1,2,3]triazolo[4,5-d]pyrimidine;
la [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinazoline;
la [1,2,3]triazolo[1,5-c]quinazoline;
la [1,2,4]triazolo[4,3-a]pyrazine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrazine;
la [1,2,3]triazolo[4,5-b]pyrazine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-a]quinoxaline;
la [1,2,3]triazolo[1,5-a]quinoxaline;
la [1,2,4]triazolo[4,3-b] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[3,4-c] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-d] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[3,4-f] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-b] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[5,1-c] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-d] [1,2,4]triazine;
la [1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,3,5]triazine;
la [1,2,4]triazolo[1,5-a] [1,3,5]triazine;
la tétrazolo[1,5-a]pyridine;
la tétrazolo[1,5-b]isoquinoléine;
la tétrazolo[1,5-a]quinoléine;
la tétrazolo[5,1-a]isoquinoléine;
la tétrazolo[1,5-b]pyridazine;
la tétrazolo[1,5-b]cinnoline;
la tétrazolo[5,1-a]phtalazine;
la tétrazolo[1,5-a]pyrimidine;
la tétrazolo[1,5-c]pyrimidine;
la tétrazolo[1,5-a]quinazoline;
la tétrazolo[1,5-c]quinazoline;
la tétrazolo[1,5-a]pyrazine;
la tétrazolo[1,5-a]quinoxaline;
la tétrazolo[1,5-b] [1,2,4]triazine;
la tétrazolo[5,1-c] [1,2,4]triazine;
la tétrazolo[1,5-d] [1,2,4]triazine;
la tétrazolo[5,1-f][1,2,4]triazine.
14. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que l'agent oxydant utilisé est par exemple l'air, l'oxygène, l'ozone, le H2O2, des peroxydes organiques, des peracides comme l'acide peracétique, l'acide performique,
l'acide persulfurique, l'acide pernitrique, l'acide métachloroperoxybenzoïque, l'acide
perchlorique, les perchlorates, les peracétates, les persulfates, les peroxydes, les
espèces et radicaux oxygène comme l'oxygène singulet OH, OOH, l'ozone, le superoxyde
(O2-), l'ozonide, le cation dioxygényle (O2+), les dioxirannes, les dioxétanes, le radical de Fremy.
15. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que les composés du composant d) sont des éthers aliphatiques, des alcools substitués
par des aryles, par exemple :
l'alcool 2,3-diméthoxybenzylique;
l'alcool 3,4-diméthoxybenzylique;
l'alcool 2,4-diméthoxybenzylique;
l'alcool 2,6-diméthoxybenzylique;
l'alcool homovanillylique;
l'éther monophénylique de l'éthylèneglycol;
l'alcool 2-hydroxybenzylique;
l'alcool 4-hydroxybenzylique;
l'alcool 4-hydroxy-3-méthoxybenzylique;
l'alcool 2-méthoxybenzylique;
l'alcool 2,5-diméthoxybenzylique;
la 3,4-diméthoxybenzylamine;
le chlorhydrate de 2,4-diméthoxybenzylamine;
l'alcool vératrylique;
l'alcool coniférylique.
16. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que les composés du composant d) sont des oléfines (alcènes), par exemple :
le 2-allylphénol;
le 2-allyl-6-méthylphénol;
l'allylbenzène;
le 3,4-diméthoxypropénylbenzène;
le p-méthoxystyrène;
le 1-allylimidazole;
le 1-vinylimidazole;
le styrène;
le stilbène;
l'allylphényléther;
le cinnamate de benzyle;
le cinnamate de méthyle;
la 2,4,6-triallyloxy-1,3,5-triazine;
le 1,2,4-trivinylcyclohexane;
le 4-allyl-1,2-diméthoxybenzène;
le 4-tert-butylbenzoate de vinyle;
le squalène;
l'éther allylique de benzoïne;
le cyclohexène;
le dihydropyranne;
le N-benzylcinnamanilide.
17. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que les composés du composant d) sont des éthers phénoliques, par exemple :
l'alcool 2,3-diméthoxybenzylique;
l'alcool 3,4-diméthoxybenzylique;
l'alcool 2,4-diméthoxybenzylique;
l'alcool 2,6-diméthoxybenzylique;
l'alcool homovanillylique;
l'alcool 4-hydroxybenzylique;
l'alcool 4-hydroxy-3-méthoxybenzylique;
l'alcool 2-méthoxybenzylique;
l'alcool 2,5-diméthoxybenzylique;
la 3,4-diméthoxybenzylamine;
le chlorhydrate de 2,4-diméthoxybenzylamine;
l'alcool vératrylique;
l'alcool coniférylique;
le vératrole;
l'anisole.
18. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que les composés du composant d) sont des composés carbonylés, par exemple :
la 4-aminobenzophénone;
le 4-acétylbiphényle;
la benzophénone;
le benzile;
la benzophénonehydrazone;
le 3,4-diméthoxybenzaldéhyde;
l'acide 3,4-diméthoxybenzoïque;
la 3,4-diméthoxybenzophénone;
le 4-diméthylaminobenzaldéhyde;
la 4-acétylbiphénylhydrazone;
l'acide benzophénone-4-carboxylique;
la benzoylacétone;
la bis (4,4'-diméthylamino)benzophénone;
la benzoïne;
la benzoïne-oxime;
la N-benzoyl-N-phénylhydroxylamine;
la 2-amino-5-chlorobenzophénone;
la 3-hydroxy-4-méthoxybenzaldéhyde;
le 4-méthoxybenzaldéhyde;
l'acide anthraquinone-2-sulfonique;
le 4-méthylaminobenzaldéhyde;
le benzaldéhyde;
l'acide benzophénone-2-carboxylique;
le dianhydride 3,3',4,4'-benzophénonetétracarboxylique;
la (S)-(-)-2-(N-benzylpropyl)aminobenzophénone;
le benzylphénylacétanilide;
le N-benzylbenzanilide;
la 4,4'-bis (diméthylamino)thiobenzophénone;
la 4,4'-bis (diacétylamino)benzophénone;
la 2-chlorobenzophénone;
la 4,4'-dihydroxybenzophénone;
la 2,4-dihydroxybenzophénone;
la 3,5-diméthoxy-4-hydroxybenzaldéhydehydrazine;
la 4-hydroxybenzophénone;
la 2-hydroxy-4-méthoxybenzophénone;
la 4-méthoxybenzophénone;
la 3,4-dihydroxybenzophénone;
l'acide p-anisique;
le p-anisaldéhyde;
le 3,4-dihydroxybenzaldéhyde;
l'acide 3,4-dihydroxybenzoïque;
le 3,5-diméthoxy-4-hydroxybenzaldéhyde;
l'acide 3,5-diméthoxy-4-hydroxybenzoïque;
le 4-hydroxybenzaldéhyde;
le salicylaldéhyde;
la vanilline;
l'acide vanillique.
19. Système à plusieurs composants suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que le composant e) utilisé est le benzotriazole comme amine libre en cas de génération
in situ ou, avec l'hydroxybenzotriazole, par l'intermédiaire d'une réaction en forme
de cascade.
20. Procédé de modification, de décomposition ou de décoloration de la lignine, de matériaux
contenant de la lignine ou du charbon, caractérisé en ce que l'on mélange les composants
respectifs choisis a) à e) suivant la revendication 1, simultanément ou dans n'importe
quel ordre, avec une suspension aqueuse du matériau contenant de la lignine.
21. Procédé suivant la revendication 20, caractérisé en ce que la réaction est réalisée
dans un intervalle de pH de 2 à 11, à une température de 20 à 95°C, de préférence
de 40 à 95°C, et avec une concentration de 0,5 à 40%, et sous air ou sous oxygène
sous une pression normale ou de 1 à 10 bars.
22. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que la concentration
est de préférence de 13 à 15%.
23. Procédé suivant la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que l'on utilise avant
la réaction un lavage en milieu acide ou une étape Q.
24. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que le lavage en milieu acide
est réalisé entre 60 et 100°C, à un pH de 4 à 5,5, durant 30 à 90 minutes et avec
une concentration de 4 à 20%.
25. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que l'étape Q (avec 0,05 à
1,0%, de préférence 0,2 à 0,5% de chélateur) est réalisée à 60 à 100°C, à un pH de
4 à 5,5, durant 30 à 90 minutes et avec une concentration de 4 à 20%.
26. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que l'on respecte pour le lavage
en milieu acide et pour l'étape Q 1 heure, 90°C, un pH de 4,5 à 5 et une concentration
de 10%.
27. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute à la
solution de réaction des hémicellulases, des cellulases, des amylases, des pectinases
ou des lipases ou un mélange composé de deux ou plusieurs de ces enzymes.
28. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise des
enzymes modifiées, des éléments d'enzymes, des groupes prosthétiques ou des substances
imitatrices comme des groupes hème et des composés contenant des groupes hème.
29. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce qu'outre ces substances,
on utilise des composés phénoliques et/ou des composés non phénoliques comprenant
un ou plusieurs noyaux benzéniques.
30. Procédé suivant la revendication 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute des agents
réducteurs à la solution réactionnelle.
31. Procédé suivant la revendication 30, caractérisé en ce que l'agent réducteur utilisé
est le bisulfite de sodium, le dithionite de sodium, l'acide ascorbique, les composés
de thiol, les composés de mercaptan ou le glutathion.
32. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'oxygène est généré
in situ par H2O2 + catalase ou en ce que H2O2 est généré in situ par GOD + glucose.
33. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute à la
solution réductrice des sels métalliques formant des cations.
34. Procédé suivant la revendication 33, caractérisé en ce que les cations utilisés sont
Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn3+, Mn4+, Ca2+, Cu2+, Ti3+, Ce4+, Al3+.
35. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute un
complexant à la solution réactionnelle.
36. Procédé suivant la revendication 35, caractérisé en ce que le complexant utilisé est
l'acide éthylènediaminetétraacétique (EDTA), l'acide diéthylènetriaminepentaacétique
(DTPA), l'acide hydroxyéthylènediaminetriacétique (HEDTA), l'acide diéthylènetriaminepentaméthylènephosphonique
(DTMPA), l'acide nitrilotriacétique (NTA), l'acide polyphosphorique (PPA) ou d'autres
complexants du fer, du manganèse ou du cuivre, par exemple la diéthylamine ou l'hydroxylamine.
37. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise NaOCl.
38. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise en
outre des détergents.
39. Procédé suivant la revendication 38, caractérisé en ce que les détergents utilisés
sont des surfactants non ioniques, ioniques, anioniques, cationiques et amphotères.
40. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute en
outre des polysaccharides et/ou des protéines à la solution réactionnelle.
41. Procédé suivant la revendication 40, caractérisé en ce que les polysaccharides utilisés
sont des glucanes, des mannanes, des dextranes, des lavanes, des pectines, des alginates
ou des gommes végétales et/ou ceux qui sont formés par des champignons ou les polysaccharides
produits en culture mélangée avec des levures.
42. Procédé suivant la revendication 40, caractérisé en ce que les protéines utilisées
sont des gélatines et/ou l'albumine.
43. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on utilise comme
additif un sucre simple, un sucre oligomère, des acides aminés, des polyéthylèneglycols,
des oxydes de polyéthylène, des polyéthylèneimines et des polydiméthylsiloxanes.
44. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce que l'on ajoute au
système un agent formant des radicaux ou un intercepteur de radicaux.
45. Procédé suivant les revendications 20 et 21, caractérisé en ce qu'il est utilisé pour
éliminer la lignine ou pour blanchir les celluloses dans le temps après tout procédé
connu de cuisson.
46. Procédé suivant la revendication 45, caractérisé en ce que le procédé de cuisson réalisé
est, entre autres, un procédé au sulfate, au sulfite, à l'organosol, ASAM, un procédé
"Enabatch".
47. Procédé suivant la revendication 46, caractérisé en ce qu'il est réalisé après, entre
ou avant toutes les étapes de blanchiment et autres séquences comme l'étape Q, le
lavage en milieu acide etc.
48. Procédé suivant les revendications 45-47, caractérisé en ce que le procédé est réalisé
en plusieurs étapes, un lavage, ou un lavage et une extraction avec une lessive, ou
ni lavage ni extraction, ayant lieu entre chaque étape.
49. Utilisation d'un système à plusieurs composants suivant la revendication 1 pour la
liquéfaction du charbon.