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EP 0 745 444 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.1999 Patentblatt 1999/52 |
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Anmeldetag: 07.05.1996 |
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Verfahren und Anlage zur Herstellung von Dünnbrammen oder Bändern aus Stahl
Method and installation for producing thin slabs or sheets of steel
Procédé et installation pour fabriquer des brames minces ou des bandes d'acier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
27.05.1995 DE 19519560
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.12.1996 Patentblatt 1996/49 |
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Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Rittner, Karl
40723 Hilden (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse-
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 326 190 EP-A- 0 614 714 DE-A- 3 640 096 DE-A- 4 337 399 US-A- 5 335 716
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EP-A- 0 363 732 CH-A- 489 298 DE-A- 3 643 740 US-A- 5 322 112
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dünnbrammen oder Stahlbändern,
wobei ein in einer Kokille gegossener Brammenstrang durch mindestens ein der Kokille
nachgeordnetes Quetschwalzenpaar dickenverringert wird.
[0002] Üblicherweise bestehen die für die Herstellung von Dünnbrammen oder Stahlbändern
eingesetzten Kokillen, wie beispielsweise der DE-C-36 40 096 zu entnehmen ist, aus
gekühlten Breitseitenwänden und zwischen den Breitseitenwänden einklemmbaren Schmalseitenwänden,
wobei die Schmalseitenwände zwecks Formatverstellung (Änderung der Brammenbreite)
gegeneinander verschiebbar sind, und die Breitseitenwände an jedem Ende mittels lösbarer
Klemmvorrichtungen gegen die Schmalseitenwände pressbar sind.
[0003] Um die Schmalseitenwände während des Gießprozesses zu verschieben, werden die Breitseitenwände
um einen Betrag von etwa 0,3 bis 0,6 mm auseinander bewegt, was ein leicht durchführbares
Verschieben der Schmalseitenwände ermöglicht.
[0004] Durch hinter den Schmalseitenwänden angeordnete Distanzstücke, gegen die nach einem
Vorschlag der DE-A-36 43 740 die Schmalseitenwände federnd abgestützt sind, wird diese
Verschiebung der Schmalseitenwände deutlich erleichtert, da nur noch diese Distanzstücke
von den Breitseitenwänden eingeklemmt werden.
[0005] Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Breitseitenwände der Kokille in ihrem
Abstand voneinander zu verändern, um die Brammendicke entsprechend zu verändern.
[0006] Wie in der CH-A-489298 beschrieben wird, kann eine derartige Verstellung vorgenommen
werden, ohne die Kokille auszubauen, beispielsweise während des nicht zu umgehenden
Stillstands der Stranggießanlage zwischen zwei Abgüssen. Der Verstellung der Kokillenweite
folgt dann aber in jedem Fall zwingend ein Verstellen der der Kokille nachgeschalteten
Führungs- und Transportrollen.
[0007] Zum Herstellen eines Stahlbandes durch Verformen eines gegossenen Stahlstranges bzw.
einer Dünnbramme ist durch die EP-B1 0 326 190 eine Anlage bekannt geworden, die aus
einer Stranggießmaschine mit einer oszillierenden Druchlaufkokille sowie gekühlten
Wänden und einer am Kokillenauslauf angeordneten, ein Reduzierrollenpaar aufweisenden
Verformungsvorrichtung für den Stahlstrang besteht. Das stranggegossene Stahlband,
das sich aus einer erstarrten Strangschale und einem Flüssigkeitskern zusammensetzt,
wird somit in einer Rollverformung dickenverringert und anschließend gewalzt. Die
trichterförmige, oszillierende Durchlaufkokille besitzt einen Austrittsquerschnitt
mit einer Dicke von 40 bis 50 mm, und nach dem Austritt aus der Kokille wird das gegossene
Stahlband entsprechender Dicke durch das Reduzierrollenpaar soweit zusammengedrückt,
dass die inneren Wandungen der in der Kokille bereits verfestigten Strangschalen miteinander
verschweißen. Die Dickenreduzierung des noch nicht durcherstarrten Stahlstranges mit
Hilfe des Reduzierrollenpaars der Verformungseinrichtung sowie mindestens eines diesem
nachgeordneten Walzgerüstes ermöglichen es, Stahlbandstränge mit einer wesentlich
unter 25 mm liegenden Dicke zu erreichen, was abhängig von der Gießgeschwindigkeit
sowie der Presskraft des Reduzierrollenpaares ist. Infolge von geänderten Gießgeschwindigkeiten
hinter dem Reduzierrollenpaar auftretende unterschiedliche Banddicken werden über
angepasste Presskräfte der Reduzierrollen kompensiert.
[0008] Bei Stranggießmaschinen mit zwischen Kokille und Strangführung angeordnetem Dickenreduzierrollensatz
ist es zum Einfahren des Anfahrstranges mit einem der Kokillenweite entsprechenden
Anfahrkopf erforderlich, die Strangführung und den Reduzierrollensatz auf die Anfahrkopfdicke
einzustellen. Diese Einstellung muss beibehalten werden, bis nach dem Anfahren der
Anfahrkopf mit dem erstarrten Gießstrangfuß den Reduzierollensatz passiert hat und
ein aus Strangschale und flüssigem Kern bestehender Strangbereich von diesem verformt
werden kann. Dabei muss die nachgeordnete Strangführung dem Wechel der Strangdicke
mit größerem konstruktiven und steuerungstechnischen Aufwand angepasst werden.
[0009] Weiterhin wird in der EP-A-363 732 eine Anfahrvorrichtung für eine Stahlbandgießkokille,
insbesondere für Stahlbänder unter 60 mm Dicke beschrieben, bestehend aus einer einstückigen
Stahlplatte, die länger ist als der Abstand zwischen Kokillenabdichtbereich und gemeinsamer
Achsebene des Rollen- oder Walzensatzes. Diese Anfahrvorrichtung wird in die Kokille
herabgelassen, bis ihr Stütz- und Ausförderbereich vom ersten Walzen- oder Rollenpaar
erfasst wird und die Oberkante des Abdichtbereichs mit der Abdichtebene der Kokille
übereinstimmt. Nach dem Angießen und Bildung einer belastbaren Verbindung zwischen
der Anfahrvorrichtung und dem gegossenen Stahlband erfolgt die Ausförderung durch
das Rollen- oder Walzenpaar. Auch bei diesem bekannten Verfahren ist eine nachfolgende
Anpassung der Strangführung an den sich einstellenden Wechsel der Strangdicke erforderlich.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein betriebssicheres Verfahren zur Herstellung
von Dünnbrammen oder Stahlbändern hoher Qualität durch Stranggießen und anschließende
Rollverformung zu schaffen, wobei eine Dickenänderung des Stranges möglich ist. Insbesondere
soll der Gießbeginn mit geringem konstruktiven und steuerungstechnischen Aufwand durchführbar
sein und der angießbedingte Schrottanfall verringert werden.
[0011] Die gestellte Aufgabe wird bei einem Verfahren der angegebenen Gattung erfindungsgemäß
dadurch erreicht, dass bei Gießbeginn ein Strang mit einer etwa dem Fertigmaß-Rollenspalt
des Quetschwalzenpaares entsprechender Dicke, die der Dicke des Anfahrstranges entspricht,
gegossen wird, der aus erstarrter Strangschale und flüssigem Kern bestehende Strang
zwischen die Quetschwalzen geführt wird und, sobald der gegossene Strang das Quetschwalzenpaar
und die darunter angeordneten Führungsrollen erreicht, die Gießdicke des Stranges
kontinuierlich vergrößert und der dickere Gießstrang zwischen den Pressrollen auf
das Fertigmaß rollverformt wird.
[0012] Durch die enge Stellung der Kokille kann der Angießvorgang mit einem dünnen Anfahrstrang
schnell und betriebssicher durchgeführt werden. Eine Verstellung der nachgeordneten
Rollenführung ist beim Angießen nicht erforderlich. Der Schrottanfall ist aufgrund
des schmalen Anfangsquerschnitts und ohne ein längeres Übergangsstück gering.
[0013] Die Erfindung schlägt weiter vor, daß die Gießdicke des Stranges bei Gießbeginn 40
- 60 mm und danach 60 - 80 mm beträgt und der fertige Dünnbrammen- oder Stahlbandstrang
von der Strangspitze an eine einheitliche Fertigdicke im Bereich von 40 - 60 mm aufweist.
[0014] Nach der Vergrößerung der Gießdicke kann die Gießbreite des Brammenstranges eingestellt
werden.
[0015] In vorrichtungsmäßiger Ausgestaltung der Erfindung besteht eine Anlage zur Durchführung
des Verfahrens aus einer aus gekühlten Breitseitenwänden und Schmalseitenwänden gebildeten
Dünnbrammenkokille und mindestens einem nachgeordneten Quetschwalzenpaar, wobei Zwei
an den Breitseitenwänden anliegende Führungsprofile je eine Führungsöffnung für je
eine Schmalseitenwand aufweisen, die aus einer seitlichen Anlageposition an den Breitseitenwänden
zwischen die Breitseitenwände verschiebbar ist und die Breitseitenwände aus einer
engen Abstandsposition in eine weitere Abstandsposition definiert verstellbar sind.
[0016] Die Breitseitenwände können einen erweiterten Eingießbereich bilden, der in Gießrichtung
auf das Format des gegossenen Stranges reduziert ist.
[0017] In der Zeichnung ist eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit Merkmalen und Vorteilen desselben dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung der Anlage bei Gießbeginn,
- Fig. 2
- die Anlage beim Gießen und Quetschen eines Brammenstranges,
- Fig. 3
- die Draufsicht auf die Stranggießkokille, und
- Fig. 4 - 6
- vergrößerte Ausschnitte aus Fig. 3 mit unterschiedlichen Einstellungen der Kokillenwände.
[0018] Eine Kokille 1 zum Stranggießen von Dünnbrammen 2 besteht aus zwei gekühlten Breitseitenwänden
3 und zwei Schmalseitenwänden 4. Die Breitseitenwände 3 bilden zur Aufnahme eines
Tauchgießrohres 5 einen erweiterten oberen Eingießbereich 6. Der Kokille 1 ist ein
Quetschwalzenpaar 7 und im Anschluß daran gegenüberliegend gelagerte Führungsrollen
8 nachgeordnet. (Fig. 1 und 2)
[0019] Gemäß Fig. 3 sind die Breitseitenwände 3 der Kokille 1 an je einem seitlichen Rahmenteil
9 befestigt, die durch Spindeltriebe 10 in ihrem gegenseitigen Abstand verstellbar
sind.
[0020] Zwischen den Seitenbereichen der Rahmenteile 9 befindet sich ein Vorsprung 11 je
eines Kopfstückes 12 in dem Spindeln 13 der Spindeltriebe 10 gelagert sind.
[0021] Am Kopfstück 12 ist ein U-förmiges Führungsprofil 14 befestigt, in dem ein Tragelement
15 der Schmalseitenwand 4 in Richtung des Pfeiles 16 verschiebbar geführt ist. Das
Führungsprofil 14 befindet sich stirnseitig an den Seitenflächen der Breitseitenwände
3 in Anlage. Die Schmalseitenwand 4 durchdringt das Führungsprofil 14 und bildet die
Formwandung.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand der Zeichnung wie folgt beschrieben. Die
Vorbereitung der Anlage zum Angießen eines Brammenstranges 2 erfolgt durch Einstellen
von Kokillenweite, Quetschwalzenspalt und Führungsrollenabstand auf das Dickenmaß
des mit Verbindungskopf 17 versehenen Anfahrstranges 18 von z.B. 50 mm. Bei dieser
aus den Figuren 1 und 4 ersichtlichen Einstellung stehen die Schmalseitenwände 4 in
seitlicher Anlage an den Breitseitenwänden 3. Nach dem Einfahren des Anfahrstranges
18 in der Kokille 1 wird die Stahlschmelze durch Tauchgießrohr 5 in die Kokille 1
geleitet. Die Stahlschmelze erstarrt an den gekühlten Kokillenwänden zur Strangschale
19 und bildet mit dem Verbindungskopf 17 des Anfahrstranges 18 eine Angießverbindung.
[0023] Sobald der gegossene Brammenstrang 2 das Quetschrollenpaar 7 und die Führungsrollen
8 erreicht, werden die Breitseitenwände 3 durch die Spindeltriebe 10 auf die in Fig.
2 und 5 dargestellte größere Weite von z.B. 70 mm eingestellt. Der infolge dieser
Einstellung gegossene dickere Brammenstrang 2a wird durch die mit unverändertem Walzspalt
eingestellten Quetschrollen 7 durch Zusammenpressen der gegenüberliegenden Strangschalen
19 auf 50 mm Dicke reduziert und wird bis zur völligen Durcherstarrung von den Führungsrollen
8 geführt.
[0024] Eine Breitenverstellung des gegossenen Brammenstranges 2a wird gemäß Fig. 6 durch
eine Querverstellung der Schmalseitenwände 4 zwischen den Breitseitenwänden 3 in Richtung
des Pfeiles 16 erreicht. Dabei symbolisiert das Übertragungselement 20 den Verstellantrieb.
1. Verfahren zur Herstellung von Dünnbrammen oder Stahlbändern, wobei ein in einer aus
gekühlten verstellbaren Breitseitenwänden und verschiebbaren Schmalseitenwänden gebildeten
Kokille gegossener Brammenstrang durch mindestens ein der Kokille nachgeordnetes Quetschwalzenpaar
dickenverringert wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei Gießbeginn ein Strang (2) mit einer etwa dem Fertigmaß-Rollenspalt des
Quetschwalzenpaares (7) entsprechender Dicke, die der Dicke des Anfahrstranges (18)
entspricht, gegossen wird, der aus erstarrter Strangschale (19) und flüssigem Kern
bestehende Strang (2) zwischen die Quetschwalzen (7) geführt wird und, sobald der
gegossene Strang (2) das Quetschwalzenpaar (7) und die darunter angeordneten Führungsrollen
(8) erreicht, die Gießdicke des Stranges (2) durch Verstellen der Breitseitenwände
(3) der Kokille (1) kontinuierlich vergrößert und der nun dickere Gießstrang (2a)
zwischen dem mit unverändertem Walzenspalt eingestelltem Quetschwalzenpaar (7) auf
das Fertigmaß rollverformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießdicke des Stranges (2) bei Gießbeginn 40 - 60 mm und danach (2a) 60
- 80 mm beträgt und der fertige Dünnbrammen- oder Stahlbandstrang von der Strangspitze
an eine einheitliche Fertigdicke im Bereich von 40 - 60 mm aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Vergrößerung der Gießdicke die Gießbreite des Brammenstranges (2a)
eingestellt wird.
4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, die aus einer aus gekühlten verstellbaren Breitseitenwänden und verschiebbaren
Schmalseitenwänden bestehenden Dünnbrammenkokille und mindestens einem nachgeordneten
Quetschwalzenpaar besteht, dadurch gekennzeichnet, dass zwei an den Breitseitenwänden (3) anliegende Führungsprofile (14) je eine Führungsöffnung
für eine Schmalseitenwand (4) aufweisen, die aus einer seitlichen Anlageposition an
den Breitseitenwänden (3) zwischen die Breitseitenwände verschiebbar ist und dass
die Breitseitenwände (3) aus einer engen Abstandsposition in eine weitere Abstandsposition
definiert verstellbar sind.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breitseitenwände (3) der Dünnbrammenkokille einen erweiterten Eingießbereich
(6) bilden, der in Gießrichtung auf das Format des gegossenen Stranges (2, 2a) reduziert
ist.
1. Method of producing thick slabs or steel strips, wherein a slab strip cast in a chill
mould formed from cooled, adjustable wide side walls and displaceable narrow side
walls is reduced in thickness by at least one squeezing roll pair arranged downstream
of the chill mould, characterised in that at the start of casting a strip (2) is cast
with a thickness which corresponds approximately with the finished dimension of the
rolling gap of the squeezing roll pair (7) and which corresponds with the thickness
of the starting strip (18), the strip (2) consisting of hardened strip skin (19) and
liquid core is guided between the squeezing rolls (7) and, as soon as the cast strip
(2) has reached the squeezing roll pair (7) and the guide rolls (8) arranged thereunder,
the cast thickness of the strip (2) is continuously increased by adjustment of the
wide side walls (3) of the chill mould (1) and the now thicker cast strip (2a) is
deformed to the finished dimension by rolling between the squeezing roll pair (7)
set with unchanged rolling gap.
2. Method according to claim 1, characterised in that the casting thickness of the strip
(2) at the start of casting amounts to 40 to 60 mm and thereafter (2a) to 60 to 80
mm and the finished thick slab strip or steel strip has a uniform finished thickness
in the region of 40 to 60 mm from the strip tip.
3. Method according to claim 1, characterised in that the casting width of the slab strip
(2a) is set after the increase in the casting thickness.
4. Plant for carrying out the method according to one or more of claims 1 to 3, which
consists of a thick slab chill mould consisting of cooled, adjustable wide side walls
and displaceable narrow side walls and at least one squeezing roll pair arranged downstream,
characterised in that two guide profiles (14) lying at the wide side walls (3) each
have a respective guide opening for a narrow side wall (4), which is displaceable
between the wide side walls (3) from a lateral position bearing against the wide side
walls, and that the wide side walls (3) are adjustable in defined manner from a narrow
spacing position into a wider spacing position.
5. Plant according to claim 4, characterised in that the wide side walls (3) of the thick
slab chill mould form a widened pouring-in region (6) which is reduced in pouring-in
direction to the format of the cast strip (2, 2a).
1. Procédé pour la fabrication de brames minces ou de bandes d'acier, dans lequel une
brame coulée dans une coquille, formée par des parois latérales larges refroidies
réglables et par des parois latérales étroites réglables, est réduite en épaisseur
par au moins une paire de rouleaux écraseurs disposée en aval de la coquille, caractérisé
en ce qu'au début de la coulée, on coule un produit (2) avec une épaisseur correspondant
environ à la cote nominale avec écarts de la fente de rouleaux de la paire de rouleaux
écraseurs (7), qui correspondant à l'épaisseur du produit coulé de départ (18), en
ce que le produit coulé (2), constitué par une enveloppe de produit coulé (19) rigidifiée
et un noyau liquide, est guidé entre les rouleaux écraseurs (7) et en ce que, dès
que le produit coulé (2) atteint la paire de rouleaux d'écrasement (7) et les galets
de guidage (8) situés sous lesdits rouleaux, l'épaisseur du produit coulé (2) est
augmentée en continu par réglage des parois latérales larges (3) de la coquille (1)
et en ce que le produit coulé (2a) plus épais est à présent laminé à la cote nominale
avec écarts entre la paire de rouleaux écraseurs (7) réglée avec une fente de laminage
non modifiée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur de coulée du produit
coulé (2) au début de la coulée est de 40-60 mm, puis de (2a) 60-80 mm et en ce que
la brame mince ou la bande d'acier coulée, à partir de la pointe du produit coulé,
présente une épaisseur finie uniforme dans 40-60 mm.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la largeur de coulée de la
brame coulée (2a) est réglée après l'agrandissement de l'épaisseur de coulée.
4. Installation pour la réalisation du procédé selon une ou plusieurs des revendications
1 à 3, qui est constituée par une coquille à brames minces formée par des parois latérales
larges réglables refroidies et par des parois latérales étroites réglables et par
au moins une paire de rouleaux d'écrasement disposée en aval, caractérisée en ce que
deux profils de guidage (14) placés contre les parois latérales larges (3) présentent
chaque fois une ouverture de guidage pour une paroi latérale étroite (4) qui peut
être déplacée à partir d'une position latérale au niveau des parois latérales larges
(3) entre les parois latérales larges et en ce que les parois latérales larges (3)
peuvent être réglées à partir d'une position d'écartement étroite dans une position
d'écartement plus large de manière définie.
5. Installation selon la revendication 4, caractérisée en ce que les parois latérales
larges (3) de la coquille à brames minces forment une zone (6) de début de coulée
plus large qui est réduite, dans le sens de la coulée, à la dimension du produit coulé
(2, 2a).