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(11) |
EP 0 749 361 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1998 Patentblatt 1998/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.03.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B07B 13/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9500/321 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9524/277 (14.09.1995 Gazette 1995/39) |
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| (54) |
ABFALL-SORTIERANLAGE
GARBAGE SORTING INSTALLATION
INSTALLATION DE TRIAGE DE DECHETS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI NL |
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Priorität: |
08.03.1994 DE 4407660
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1996 Patentblatt 1996/52 |
| (73) |
Patentinhaber: MELENK, Klaus-Dieter |
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55576 Sprendlingen (DE) |
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Erfinder: |
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- MELENK, Klaus-Dieter
55576 Sprendlingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Becker, Bernd, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
BECKER & AUE
Saarlandstrasse 66 55411 Bingen 55411 Bingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 443 314 US-A- 5 257 957
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US-A- 4 872 400
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Abfall-Sortieranlage, insbesondere für eine Bioabfall-Kompostieranlage,
zum manuellen Aussortieren von im Abfall enthaltenen Störstoffen, bei der das Geruchs-
und/oder Schadstoffbelastungen an die Umgebungsluft abgebende Sammelgut auf einem
Transportband an Handverlesearbeitsplätzen mit daneben angeordneten Abwurfbehältern
für die Störstoffe vorbeigeführt wird.
[0002] Immer mehr Städte und Gemeinden, Landkreise und Zweckverbände gehen dazu über, insbesondere
für Bewohner, die keine Kompostiermöglichkeit haben, die sogenannte "Bioabfalltonne"
einzuführen. Diese ist im wesentlichen für rohe und gekochte Speisen- und Küchenabfälle
aus Haushalten sowie Grünschnitt aus Hausgärten vorgesehen. Wie die Praxis zeigt,
enthält die Bioabfalltonne - bedingt durch unterschiedliche Trenndisziplin - 0,5%
bis 12,5% Fehlwürfe, d.h. Störstoffe, abhängig von der Bevölkerungsdichte und der
sozialen Struktur des Sammelgebietes. Da diese Störstoffe (Plastikerzeugnisse, Glasflaschen,
Batterien, Metalle usw.) oft Schwermetalle wie Cadmium und Blei enthalten, die während
des Kompostierprozesses an den Kompost abgegeben werden und eine Vermarktung erschweren
bzw. verhindern, ist es unumgänglich, die Störstoffe vor der Kompostierung auszusortieren.
Obwohl hierzu bereits verschiedene automatische Trennanlagen, wie z.B. Siebanlagen
(Trommelsiebe, Rüttelsiebe), Magnetabscheider, Schwerkraftabscheider, Wurfparabelabscheider
und Wirbelstromabscheider zur Anwendung kamen, kann bei den derzeit gegebenen Möglichkeiten
nicht auf eine Handsortierung verzichtet werden, um eine gleichbleibende Qualität
des Kompostes und eine wirtschaftliche Verwertung zu garantieren.
[0003] Die unumgängliche Handsortierung bedingt für das Sortierpersonal als psycho-mentale
Belastungsfaktoren optische Beeinträchtigungen, erhebliche Keimbelastungen und Geruchsbelästigungen
mit damit verbundenem Ekelgefühl. Der zu sortierende Bioabfall enthält nämlich neben
den bereits genannten Störstoffen zahlreiche Mikroorganismen, die, speziell bei Abwehrgeschwächten,
die Gesundheit gefährden. Durch eine wirkungsvolle Be- und Entlüftung können mögliche
Gesundheitsgefahren durch Pilze, Sporen, Keime usw. gemindert werden. Um dieses Ziel
zu erreichen, hat man bisher stets die Räume, in denen die Transportbänder für das
Sammelgut, das die Geruchs- und/oder Schadstoffbelastungen an die Umgebungsluft und
damit in den Atembereich des Sortierpersonals abgibt, möglichst groß gestaltet, mit
Fenstern sowie einer Be- und Entlüftungsanlage versehen. Der verhältnismäßig große
Raum mit Fenstern und Be- und Entlüftungsanlage hat allerdings bestenfalls eine Verdünnung
der Geruchs- und Schadstoffe bewirkt, jedoch meistens lediglich zu einer mehr oder
weniger starken Verwirbelung der frischen mit der belasteten Luft geführt.
[0004] Aus der EP-A-0 443 314 ist eine Abfall-Sortieranlage bekannt, die ein mit Abfall
beschicktes Fördersystem zur manuellen Sortierung des Abfalls enthält. Das Fördersystem
verläuft durch eine Einhausung, die das Fördersystem und die Arbeitsplätze der daran
beschäftigten Personen umschließt. Darüber hinaus ist eine Geruchssperre vorgesehen,
die den Aufenthaltsbereich des an den Arbeitsplätzen beschäftigten Sortierpersonals
vom Fördersystem trennt. Diese Geruchssperre wird von einem Luftvorhang mit Frischluftzufuhr
und Abluftabsaugung gebildet. Um den in der Einhausung arbeitenden Personen Frischluft
zukommen zu lassen, ist zusätzlich in der Einhausung eine Klimaanlage, also eine zweite
Lüftungsanlage, angeordnet. Dadurch wird die Einhausung in zwei Lüftungsbereiche unterteilt.
Nachteilig ist weiterhin, daß beim Heraussortieren der geruchs- und schadstoffbelasteten
Störstoffe in die Abwurfschächte dennoch Geruch und Schmutz in den die Personen umgebenden
Arbeitsbereich gelangt, da die Abwurfschächte in dem Bereich angeordnet sind, in dem
die Personen stehen. Darüber hinaus kann es zu unerwünschten und erheblichen Luftverwirbelungen
kommen, wenn beispielsweise kalte Außenluft in den Förderbereich und warme Luft durch
die zusätzliche Klimaanlage in Verbindung mit relativ warmen Kompostmaterial im Fördersystem
aufeinandertreffen, die durch den geringen Abstand der Ablufthaube zum Fördersystem
nicht beherrscht werden können. Diese Luftverwirbelungen werden sich also auch auf
den Aufenthaltsbereich der dort arbeitenden Personen auswirken, so daß sich diese
in der Regel nicht in reiner Umgebungsluft aufhalten.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abfall-Sortieranlage der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei der ein individuell einstellbares komfortables
Arbeitsklima für das Sortierpersonal geschaffen wird, um das Sortierpersonal ständig
ohne Zuglufterscheinungen mit sauberer Luft zu versorgen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedem Handverlesearbeitsplatz
im unteren Bereich desselben mindestens ein großflächiger Frischluft-Zufuhrauslaß
zugeordnet ist, wobei die jedem Handverlesearbeitsplatz zuführbare Frischluftmenge
über ein dem großflächigen Frischluft-Zufuhrauslaß vorgeschaltetes Regulierorgan separat
einstellbar ist.
[0007] Durch diese Maßnahmen wird eine zugfreie Verdrängungslüftung erreicht, bei der die
Frischluft von unten nach oben gezielt an dem Sortierpersonal vorbeiströmt. Jeder
Handverlesearbeitsplatz wird sonach ständig mit frischer, zugfreier Luft versorgt.
Die Einhausung dient dabei der Vermeidung von Fremdlufteinwirkung und der Verkleinerung
des Raumvolumens, um damit trotz geringer Luftmengen eine große Luftwechselzahl in
der Einhausung sicherzustellen. Durch die separate Einstellbarkeit des Regulierorgans
kann das Sortiepersonal die von ihm individuell gewünschte Frischluftmenge auf einfache
Weise selbst bestimmen.
[0008] Um den Einfluß von Falsch- bzw. Fremdluft so gering wie möglich zu halten, ist nach
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Einhausung in sich weitgehend
luftdicht abgeschlossen.
[0009] Damit für das Sortierpersonal nicht ein Eindruck beengter Raumverhältnisse aufkommt,
besteht nach einer Weiterbildung der Erfindung die Einhausung überwiegend aus lichtdurchlässigem
Material.
[0010] Weiterhin ist zweckmäßigerweise die Einhausung im Bereich des Eintritts und des Austritts
des Transportbandes jeweils mit einer die Oberseite des Transportbandes abdichtenden
Bandabschottung, die aus flexiblen Lamellen besteht, versehen. Auf diese Weise wird
der Eintritt von Falschluft in den Innenraum der Einhausung weitgehend vermieden.
[0011] Zur Erreichung eines geringen Luftaustausches beim Aufsuchen und Verlassen der Handverlesearbeitsplätze
durch das Sortierpersonal ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
jedem Handverlesearbeitsplatz eine in die Einhausung dichtschließend eingesetzte Tür
zugeordnet, die mittels einer schnellwirkenden Automatik von der Offen in die Zu-Stellung
überführbar ist. Bevorzugt ist hierbei zur weiteren Verringerung des Luftaustausches
zwischen der Außenluft und der Innenluft der Einhausung jeder Tür eine Luft-Schleuse
vorgelagert.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist jeder Handverlesearbeitsplatz
durch seitliche, oberhalb der Abfallbehälter angeordnete und mit einer stirnseitigen
Ausklinkung versehene Trennwände von den Abwurfbehältern abgeteilt. Hierdurch wird
der Charakter einer Einzelkabine pro Handverlesearbeitsplatz innerhalb der Einhausung
erreicht, und darüber hinaus die gezielte Strömung der Frischluft zur Ablufthaube
unterstützt. Zur Vermeidung einer Sichtbehinderung des Sortierpersonals sind die Trennwände
zweckmäßigerweise aus einem durchsichtigen Material hergestellt.
[0013] Ferner ist bevorzugt vorgesehen, daß den Längsseiten des Transportbandes innerhalb
der Einhausung durchgehende Armauflagen zugeordnet sind. Diese Armauflagen erleichtern
den Sortiervorgang für das Sortierpersonal. An der Unterseite jeder Armauflage ist
zweckmäßigerweise durchgehend ein sich bis zum Boden der Einhausung erstreckender,
flexibler Schutz befestigt. Dadurch werden nicht gewünschte Luftbewegungen zwischen
den Handverlesearbeitsplätzen und dem Transportband verhindert.
[0014] Zur weiteren Erhöhung der Vermeidung von Zugerscheinungen sind nach einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung die großflächigen Frischluft-Zufuhrauslässe als Quelluftauslässe
ausgebildet und seitlich oder hinter dem Sortierpersonal im Beinbereich desselben
angeordnet.
[0015] Zweckmäßigerweise ist jeder Handverlesearbeitsplatz mit einer Luftwechselzahl von
60 bis 150 pro Stunde beaufschlagbar. Damit die zugeführte Frischluft die gewünschte
Raumtemperatur innerhalb der Einhausung erzeugen kann, ist nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung die den großflächigen Frischluft-Zufuhrauslässen zugeführte Frischtluft
als Kühlluft oder Heizluft thermisch vorbehandelt.
[0016] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die von jedem Handverlesearbeitsplatz
abführbare schadstoff- und/oder geruchsbelastete Abluftmenge über ein dem entsprechenden
Ablufteinlaß in der Ablufthaube nachgeschaltetes Regulierorgan separat einstellbar.
Dies ermöglicht es, gegebenenfalls im Zusammenhang mit dem Regulierorgan des entsprechenden
Frischluftauslasses die Luftströmung individuell für das Sortierpersonal zu regeln.
[0017] Um eine günstige Ausleuchtung der Handverlesearbeitsplätze zu erhalten, ist nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die entsprechend der Breite des Transportbandes
ausgeführte Ablufthaube an ihren nach unten abgewinkelten Längsseiten Innenseitig
mit gegenüberliegenden Leuchten-Bändern versehen.
[0018] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0019] Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung
anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
[0020] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Teil der erfindungsgemäßen Abfall-Sortieranlage im Schnitt,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Darstellung nach Fig. 1 gemäß der Linie II-II,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf die Darstellung nach Fig. 1 in Richtung des Pfeiles III, jedoch ohne
Vorderwand der Einhausung und
- Fig. 4
- eine Ansicht auf die Darstellung nach Fig. 1 in Richtung des Pfeiles IV.
[0021] Die Abfall-Sortieranlage umfaßt ein Transportband 1, auf dem Geruchs- und/oder Schadstoffbelastungen
an die Umgebungsluft abgebendes Sammelgut angeliefert wird. Um aus diesem Sammelgut
Störstoffe, wie Plastikerzeugnisse, Glasflaschen, Batterien, Metalle usw., auszusortieren,
sind dem Transportband 1 gegenüberliegende Handverlesearbeitsplätze 4 zugeordnet,
wobei sich seitlich neben den Handverlesearbeitsplätzen 4 Abwurfbehälter 5 zur Aufnahme
der Störstoffe befinden. Die Handverlesearbeitsplätze 4, die Abwurfbehälter 5 und
der entsprechende Abschnitt des Transportbandes 1 sind von einer gemeinsamen, weitgehend
luftdicht abgeschlossenen Einhausung 2 umgeben. Die Wände 3 der Einhausung 2 bestehen
zum überwiegenden Teil aus lichtdurchlässigem Material. Jeder Handverlesearbeitsplatz
4 ist über eine als Pendeltür ausgebildete Tür 7, die dichtschließend in die Einhausung
eingesetzt ist, zugänglich. Jeder Handverlesearbeitsplatz 4 ist durch gegenüberliegende,
oberhalb der Abwurfbehälter 5 angeordnete Trennwände 8 mit stirnseitiger Ausklinkung
15 kabinenartig gestaltet. Die Trennwände 8 sind aus durchsichtigem Material hergestellt.
Für das Sortierpersonal 16 befindet sich oberhalb jeder Längsseite des Transportbandes
1 eine Armauflage 17, an deren Unterseite durchgehend ein sich bis zum Boden 18 der
Einhausung 2 erstreckender, flexibler Schurz 9 angebracht ist. Im Bereich des Eintritts
und des Austritts des Transportbandes 1 in die Einhausung 2 ist jeweils oberhalb des
Transportbandes 1 eine die Oberseite des Transportbandes 1 bzw. das daraufliegende
Sammelgut abdichtende Bandabschottung 6 aus flexiblen Lamellen 19 angeordnet.
[0022] Die Einhausung 2 ist mit einer Luftreinhaltungsanlage für den Atembereich des Sortierpersonals
16 versehen. Jeder Handverlesearbeitsplatz 4 weist im unteren Bereich, also im Beinbereich
des Sortierpersonals 16 seitlich zwei gegenüberliegende, als Quelluftauslässe ausgebildete
großflächige Frischluft-Zufuhrauslässe 10 auf, die die Frischluft trotz geringer Strömungsgeschwindigkeiten
in den Bereich des Handverlesearbeitsplatzes 4 zugfrei einblasen. Das Sortierpersonal
16 wird sonach stets vollständig von unten nach oben mit Frischluft umströmt, d.h.
das Sortierpersonal 16 steht im Bereich sauberer Frischluft. Über eine zentrale Zuluft-Leitung
20 und von dieser abgehende Abzweigleitungen 21 wird die Frischluft den einzelnen
Frischluft-Zufuhrauslässen 10 zugeführt. In die Abzweigleitungen 21 ist jeweils vor
den Frischluft-Zufuhrauslässen 10 ein Regulierorgan 11 für die Einstellung der durchströmenden
Frischluftmenge eingesetzt. Die Abluft innerhalb der Einhausung 2 wird über eine parallel
zum Transportband 1 in einer möglichst niedrigen Höhe über demselben angeordneten
Ablufthaube 12 erfaßt, wobei jedoch eine Kopffreiheit des Sortierpersonals 16 gewährleistet
ist. In den oberen Bereich der Ablufthaube 12 sind entsprechend dem Abstand der Handverlesearbeitsplätze
4 Ablufteinlässe 22 eingelassen, die über Anschlußleitungen 23 mit einer zentralen
Abluftleitung 24 verbunden sind. In die Anschlußleitungen 23 ist jeweils ein Regulierorgan
13 für die Bestimmung der durchströmenden Abluftmenge eingesetzt. Die Breite der im
Querschnitt abgewinkelten Ablufthaube 12 entspricht der Breite des Transportbandes
1, während die Länge der Ablufthaube 12 der Länge des innerhalb der Einhausung 2 liegenden
Abschnittes des Transportbandes 1 angepaßt ist. An den nach unten abgewinkelten Längsseiten
der Ablufthaube 12 sind innenseitig durchgehend gegenüberliegende Leuchten-Bänder
14 angebracht. Diese Leuchten-Bänder 14 bestehen aus einzelnen Feuchtraum-Leuchten.
1. Abfall-Sortieranlage, insbesondere für eine Bioabfall-Kompostieranlage, zum manuellen
Aussortieren von im Abfall enthaltenen Störstoffen, bei der das Geruchs- und/oder
Schadstoffbelastungen an die Umgebungsluft abgebende Sammelgut auf einem Transportband
(1), dem oberhalb eine Ablufthaube (12) zugeordnet ist, an Handverlesearbeitsplätzen
mit daneben angeordneten Abwurfbehältern für die Störstoffe vorbeigeführt wird, wobei
die Handverlesearbeitsplätze (4), die Abwurfbehälter (5) sowie der entsprechende Abschnitt
des Transportbandes (1) von einer gemeinsamen Einhausung (2) umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Handverlesearbeitsplatz (4) im unteren Bereich desselben mindestens ein
großflächiger Frischluft-Zufuhrauslaß (10) zugeordnet ist, wobei die jedem Handverlesearbeitsplatz
(4) zuführbare Frischluftmenge über ein dem großflächigen Frischluft-Zufuhrauslaß
(10) vorgeschaltetes Regulierorgan (11) separat einstellbar ist.
2. Abfall-Sortieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhausung (2) in sich weitgehend luftdicht abgeschlossen ist.
3. Abfall-Sortieranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhausung (2) überwiegend aus lichtdurchlässigem Material besteht.
4. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhausung (2) im Bereich des Eintritts und des Austritts des Transportbandes
(1) jeweils mit einer die Oberseite des Transportbandes (1) abdichtenden Bandabschottung
(6), die aus flexiblen Lamellen (19) besteht, versehen ist.
5. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Handverlesearbeitsplatz (4) eine in die Einhausung (2) dichtschließend
eingesetzte Tür zugeordnet ist, die mittels einer schnellwirkenden Automatik von der
Offen- in die Zu-Stellung überführbar ist.
6. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Tür (7) eine Luft-Schleuse vorgelagert ist.
7. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Handverlesearbeitsplatz (4) durch seitliche, oberhalb der Abfallbehälter
(5) angeordnete und mit einer stirnseitigen Ausklinkung (15) versehene Trennwände
(8) von den Abwurfbehältern(5) abgeteilt ist.
8. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (8) aus einem durchsichtigen Material hergestellt sind.
9. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß den Längsseiten des Transportbandes (1) innerhalb der Einhausung (2) durchgehende
Armauflagen (17) zugeordnet sind.
10. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite jeder Armauflage (17) durchgehend ein sich bis zum Boden (18)
der Einhausung (2) erstreckender flexibler Schutz (9) befestigt ist.
11. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die großflächigen Frischluft-Zufuhrauslässe (10) als Quelluftauslässe ausgebildet
und seitlich oder hinter dem Sortierpersonal (16) im Beinbereich desselben angeordnet
sind.
12. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß jeder Handverlesearbeitsplatz (4) mit einer Luftwechselzahl von 60 bis 150 pro
Std. beaufschlagbar ist.
13. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die den großflächigen Frischluft-Zufuhrauslässen (10) zugeführte Frischluft
als Kühlluft oder als Heizluft thermisch vorbehandelt ist.
14. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die von jedem Handverlesearbeitsplatz (4) abführbare schadstoff- und/oder geruchsbelastete
Abluftmenge über ein dem entsprechenden Ablufteinlaß (22) in der Ablufthaube nachgeschaltetes
Regulierorgan (13) separat einstellbar ist.
15. Abfall-Sortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechend der Breite des Transportbandes (1) ausgeführte Ablufthaube
(12) an ihren nach unten abgewinkelten Längsseiten innenseitig mit gegenüberliegenden
Leuchten-Bändern (14) versehen ist.
1. Waste sorting system, more especially for a biological waste composting system, for
the manual elimination of harmful substances contained in the waste, wherein the collected
material, which releases odorous pollution and/or contaminant pollution to the atmosphere,
is conducted on a conveyor belt (1), which has an outgoing air hood (12) associated
thereabove, past manual sorting stations having discharge containers, disposed adjacent
said stations, for the harmful substances, the manual sorting stations (4), the discharge
containers (5) and the corresponding portion of the conveyor belt (1) being surrounded
by a common enclosure (2), characterised in that at least one large fresh air supply
vent (10) is associated with each manual sorting station (4) in the lower region thereof,
the quantity of fresh air which can be supplied to each manual sorting station (4)
being separately adjustable via an adjusting member (11), which is connected upstream
of the large fresh air supply vent (10).
2. Waste sorting system according to claim 1, characterised in that the enclosure (2)
is self-contained in a largely airtight manner.
3. Waste sorting system according to claim 1 or 2, characterised in that the enclosure
(2) is predominantly formed from light-permeable material.
4. Waste sorting system according to one of claims 1 to 3, characterised in that the
enclosure (2) is provided in the region of the inlet and outlet of the conveyor belt
(1) with a respective belt partition (6), which seals the upper surface of the conveyor
belt (1) and comprises flexible segments (19).
5. Waste sorting system according to one of claims 1 to 4, characterised in that a door
is associated with each manual sorting station (4), which door is sealingly inserted
in the enclosure (2) and is transferable from the open position into the closed position
by means of a quick-acting automatic control mechanism.
6. Waste sorting system according to one of claims 1 to 5, characterised in that an air-lock
is mounted upstream of each door (7).
7. Waste sorting system according to one of claims 1 to 6, characterised in that each
manual sorting station (4) is separated from the discharge containers (5) by latera6l
dividing walls (8), which are disposed above the discharge containers (5) and are
provided with a notch (15) on the end face.
8. Waste sorting system according to one of claims 1 to 7, characterised in that the
dividing walls (8) are produced from a transparent material.
9. Waste sorting system according to one of claims 1 to 8, characterised in that armrests
(17), which extend inside the enclosure (2), are associated with the longitudinal
sides of the conveyor belt (1).
10. Waste sorting system according to one of claims 1 to 9, characterised in that a flexible
apron (9), which extends to the floor (18) of the enclosure (2), is continuously secured
on the underside of each armrest (17).
11. Waste sorting system according to one of claims 1 to 10, characterised in that the
large fresh air supply vents (10) are configured as expanding air vents and are disposed
laterally of or behind the sorting personnel (16) in the leg region thereof.
12. Waste sorting system according to one of claims 1 to 11, characterised in that each
manual sorting station (4) has a number of air changes of between 60 and 150 per hour
acting thereupon.
13. Waste sorting system according to one of claims 1 to 12, characterised in that the
fresh air, which is supplied to the large fresh air supply vents (10), is thermally
pretreated as cooling air or as heating air.
14. Waste sorting system according to one of claims 1 to 13, characterised in that the
quantity of outgoing air, which can be discharged from each manual sorting station
(4) and is polluted with contaminants and/or odours, is separately adjustable via
an adjusting member (13), which is connected downstream of the corresponding outgoing
air vent (22) in the outgoing air hood.
15. Waste sorting system according to one of claims 1 to 14, characterised in that the
outgoing air hood (12), which is configured to correspond to the width of the conveyor
belt (1), is provided with oppositely situated strip lights (14) on the internal surface
of its downwardly angled longitudinal sides.
1. Installation de triage de déchets, en particulier pour une installation de compostage
de déchets biologiques, destinée au triage manuel de matières indésirables contenues
dans les déchets, installation dans laquelle le produit collecté dégageant des substances
odorantes et/ou polluantes dans l'air ambiant défile sur une bande transporteuse (1),
à laquelle est associée une hotte d'évacuation d'air (12) située au-dessus d'elle,
devant des postes de triage manuel avec, disposés à côté d'eux, des récipients d'élimination
pour les matières indésirables, les postes de triage manuel (4), les récipients d'élimination
(5) ainsi que le tronçon correspondant de la bande transporteuse (1) étant entourés
par une structure enveloppante commune (2), caractérisée en ce qu'au moins une bouche d'alimentation en air frais de grandes dimensions (10) est associée
à chaque poste de triage manuel (4) dans la zone inférieure de celui-ci, la quantité
d'air frais fournie à chaque poste de triage manuel (4) pouvant être réglée individuellement
au moyen d'un organe de régulation (11) implanté en amont de la bouche d'alimentation
en air frais de grandes dimensions (10).
2. Installation de triage de déchets selon la revendication 1, caractérisée en ce que la structure enveloppante (2) est fermée de manière en grande partie étanche à l'air.
3. Installation de triage de déchets selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la structure enveloppante (2) est principalement réalisée en matériau translucide.
4. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que dans chacune des zones d'entrée et de sortie de la bande transporteuse (1), la structure
enveloppante (2) est munie d'un rideau de bande (6) qui étanche la partie supérieure
de la bande transporteuse (1) et qui est constitué de lamelles flexibles (19).
5. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'à chaque poste de triage manuel (4) est associée une porte à fermeture hermétique qui
est encastrée dans la structure enveloppante (2) et qui peut passer de la position
ouverte à la position fermée au moyen d'un dispositif automatique à action rapide.
6. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que chaque porte (7) est précédée d'un sas à air.
7. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que chaque poste de triage manuel (4) est séparé des récipients d'élimination (5) par
des cloisons latérales (8) disposées au-dessus des récipients à déchets (5) et pourvues
d'une échancrure frontale (15).
8. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les cloisons (8) sont fabriquées dans un matériau transparent.
9. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que des repose-bras continus (17) sont associés aux côtés longitudinaux de la bande transporteuse
(1) à l'intérieur de la structure enveloppante (2).
10. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'une protection flexible (9) s'étendant sans interruption jusqu'au sol (18) de la structure
enveloppante (2) est fixée sur le dessous de chaque repose-bras (17).
11. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que les bouches d'alimentation en air frais de grandes dimensions (10) sont conçues sous
la forme de bouches d'air pur et sont disposées latéralement au personnel de triage
(16) ou derrière lui, au niveau de ses jambes.
12. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que chaque poste de triage manuel (4) peut bénéficier d'un indice de renouvellement d'air
de 60 à 150 par heure.
13. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que l'air frais fourni aux bouches d'alimentation en air frais de grandes dimensions
(10) est transformé en air de refroidissement ou en air chaud par un traitement thermique
préalable.
14. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la quantité d'air sortant chargé en substances polluantes et/ou odorantes et évacué
de chaque poste de triage manuel (4) peut être réglée individuellement par l'intermédiaire
d'un organe de régulation (13) implanté en aval de la bouche d'évacuation d'air (22)
dans la hotte d'évacuation d'air.
15. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que la hotte d'évacuation d'air (12) conçue en fonction de la largeur de la bande transporteuse
(1) est munie de rampes lumineuses en vis-à-vis (14) sur la face intérieure de ses
côtés longitudinaux coudés vers le bas.