| (19) |
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(11) |
EP 0 750 731 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.1997 Patentblatt 1997/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.03.1995 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT9500/042 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9525/248 (21.09.1995 Gazette 1995/40) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM ABBAU INSBESONDERE ZUR VOLLSTÄNDIGEN VERBRENNUNG
DESTRUCTIVE, ESPECIALLY COMPLETE COMBUSTION, PROCESS
PROCEDE DE DESTRUCTION, EN PARTICULIER DE COMBUSTION COMPLETE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
17.03.1994 AT 564/94
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.1997 Patentblatt 1997/01 |
| (73) |
Patentinhaber: AUSTRIAN ENERGY & ENVIRONMENT
SGP/WAAGNER-BIRO GmbH |
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1211 Wien (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GLASNER, Alfred
(AT)
- KAUFMANN, Kurt
A-8052 Graz (AT)
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| (74) |
Vertreter: Wallner, Gerhard, Dipl.-Ing. |
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Austrian Energy & Environment SGP/Waagner-Biro GmbH,
Siemensstrasse 89 1211 Wien 1211 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-93/11388 DE-A- 4 026 272
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DE-A- 3 726 643 US-A- 4 232 614
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 97 (M-75) 24. Juni 1981 & JP,A,56 042 008 (TSUKISHIMA
KIKAI) 20. April 1981
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur vollständigen Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen,
wie z. B. Kunststoffen, Kohlenwasserstoffen, unbeschichtetem oder beschichtetem Papier,
Klärschlamm und mit halogenhältigem Material, wie PVC, vermischten Holzabfällen, in
einer Wirbelschichtbrennkammer (1) gemäß Oberbegriff der Ansprüche 1 oder 2.
[0002] Es ist bekannt, daß Kunststoffabfälle rasch unter Rußbildung verbrennen, wobei sich
eine schlackenartige schwer brennbare Schmelze ergibt, die relativ große Kohlenwasserstoffmoleküle,
Ruß aber auch Dioxinbausteine durch Kondensation enthält und einen Heizwertverlust
durch Unverbranntes verursacht. Es ist ferner bekannt, daß durch zu hohe Bettemperaturen
der zu Fluidisierung verwendete Sand aufschmilzt und durch Korngrößenveränderung im
Wirbelbett Anlaß zu Schwierigkeiten gibt. Die Bildung von Ruß und hochmolekularen
Kohlenwasserstoffen führt zu erhöhten CO-Werten im Rauchgas und erhöht den organischen
Kohlenstoffgehalt im Abgas der Verbrennungsanlage. Hohe Brennkammertemperaturen verbessern
den Ausbrand. In einer Wirbelschicht ist jedoch die Temperatur der Brennkammer durch
den Ascheerweichungspunkt begrenzt.
[0003] Aus der DE-OS 25 32 994 ist ein Verfahren zur Trocknung und gegebenenfalls Pyrolysierung
von Produkten bekannt, wobei dem zu verbrennenden Material Wasser und/oder noch verwertbare
Produkte durch ein Wärmebehandlungsverfahren entzogen wird. Es ist aber keine zweistufige
Verbrennung geoffenbart. Die PCT 93/11388 zeigt ein ähnliches Verfahren zur Trockung
von zu verbrennenden Substanzen, wodurch im Gegensatz zu unserer Erfindung die Verbrennung
intensiviert wird und damit bei organischen Stoffen die Verklumpung und die nur teilweise
Verbrennung gefördert wird. Aus der DE-OS 20 38 545 ist eine Anlage zum Vernichten
von Festmüll in einer Verbrennungseinrichtung unter Druck und unter Einbindung einer
Gasturbine bekannt, deren Abgase zur Behandlung des zu verbrennenden Festmülls dienen,
der nach seiner Verkokung und vor seiner Verbrennung noch zur Abwasserreinigung eingesetzt
wird, wobei Wassergas erzeugt wird.
[0004] Die DE-A1 4026272 offenbart die gestufte Verbrennung von Abfällen durch Entgasung
und Verbrennung in zwei getrennten Wirbelbetten. Die Entgasung erfolgt in Rauchgasatmosphäre
durch CO
2-Umwandlung in CO, wodurch aus dem Kunststoffvergasungsprozeß nur eine geringe Wärmemenge
durch chemische Abbindung abgeführt werden kann, sodaß letztendendes der Kunststoff
schmilzt und verkrustet. Die entstehenden brennbaren Abgase werden in einer nachgeschalteten
Brennkammer ohne Zusatzbrennstoffe bei Temperaturen über 1200°C verbrannt. In der
Vergasungszone wird bei Sauerstoffmangel die Verbrennung gedrosselt, wobei bei Verbrennung
von Plastikabfällen dieselben schmelzen, sodaß eine Klumpenbildung auftritt, die im
Wirbelbett zu Störungen Anlaß gibt. Um diesem Nachteil zu begegnen, erfolgt bei unserer
Erfindung die Wärmezufuhr nicht durch Verbrennung, sondern durch den heißen Sand aus
der Verbrennung, wobei gleichzeitig durch die Vergasung in Wasserdampfatmosphäre Wassergas
in einem wärmeverzehrenden Prozeß erzeugt wird, sodaß das Sandmaterial abgekühlt wird
und hochenergetische (wasserstoffhältige) Abgase entstehen, deren Verbrennung in der
nachgeschalteten Brennkammer die Erreichung einer höheren Temperatur ermöglicht. Es
wird also bei unserer Erfindung Wärme chemisch gebunden und später in der eigentlichen
Verbrennung wieder freigesetzt.
[0005] Aus der DE-A-3726643 ist die Trocknung von feuchter Braunkohle vor ihrer Verbrennung
bekannt, wobei der Brüden rezirkuliert wird, also kein Umbau der Kohlenwasserstoffe
stattfindet. Die JP-A-56042008 offenbart eine Verbrennung in drei Stufen, in einer
unterteilten Brennkammer, wobei der zu verbrennende Brennstoff zuerst unter Luftabschluß
in Anwesenheit eines heißen Wärmeträgers pyrolisiert und dann nach Überströmen eines
Wehres im Wirbelbett verbrannt wird. Der Wärmeträger wird dann nach dem Ausbrand heiß
in die Pyrolysekammer zurückgeführt. Die bei der Pyrolyse und Restverbrennung entstehenden
brennbaren Gase werden anschließend in einem gemeinsamen Raum verbrannt.
[0006] Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, die angeführten Nachteile zu beheben
und die hiezu benötigte Anlage zu vereinfachen, wobei die Verbrennung der Kohlenstoffverbindungen
so gesteuert wird, daß die Schlackenbildung unterbleibt und der brennbare Teil vollständig
in Wärme umgesetzt wird, wobei die leicht flüchtigen Substanzen zuerst in Wasserdampfatmosphäre
bei Temperaturen zwischen 300°C und 850°C abgespalten werden, wodurch der Heizwert
der Substanz vor der eigentlichen Verbrennung reduziert wird, sodaß die Verbrennungstemperatur
mit Sicherheit unterhalb der Erweichung des Sandes verbleibt und die Fluidisierungseigenschaft
des Sandes nicht durch Kornvergrößerung beeinflußt wird.
[0007] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung wird in der Möglichkeit der Beseitigung von
Klärschlamm gesehen, der zuerst unter Unterdruckbedingungen und Dampfbildung getrocknet
und dann entgast und verbrannt wird.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 oder 2 gelöst.
[0009] Wesentliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 3-10 angegeben.
[0010] Die Erfindung ist in den angeschlossenen Figuren 1 und 2 beispielsweise und schematisch
dargestellt.
[0011] Fig. 1 zeigt eine Verbrennung nach dem Prinzip einer zirkulierenden Wirbelschicht.
Bei einer zirkulierenden Wirbelschicht ist die Brennkammer (1) im wesentlichen von
einem turbulenten Gasfeststoffgemisch gefüllt, welches in einem nachgeschalteten Zyklon
(2) in eine gasförmige und eine Feststofffraktion getrennt wird. Der Feststoff wird
über die Leitung (3,4) wieder in die Brennkammer (1) eingebracht, wobei er mit Brennstoff
über die Leitung (11) angereichert wird. Als Feststoff dient in den meisten Fällen
Sand, der in seiner feinkörnigen Form ein Fluidisierungsmittel für den Brennstoff
darstellt. Das Brennstoffsandgemisch wird in der Brennkammer (1) durch Lufteinblasung
(12) fluidisiert, wobei die Verbrennung durch Zufuhr von Sekundärluft (5) und der
Tertiärluft (6) zu Erreichung einer vollständigen Verbrennung gesteuert wird. Entstehende
Asche wird in der Leitung (3 bzw. 4) ausgeschieden. Im Falle der Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen,
wie z. B. Kunststoffen oder auch Kohlenwasserstoffen, unbeschichtetes oder beschichtetes
Papier, Klärschlämmen und auch von Holzabfällen mit oder ohne PVC-Beschichtungen,
kurz Müll bezeichnet, entstehen insbesondere infolge der raschen Verbrennung der Kunststoffe
örtlich hohe Temperaturen, die das Brennmaterial schmelzen und schlackenartige Rückstände
bilden sowie den weiteren Abbrand der zu verbrennenden Substanzen erschweren und Klumpen
bilden, die bei der Fluidisierung im Wirbelbett Schwierigkeiten bereiten und Unverbranntes
einschließen. Es ist daher für den vollständigen Abbau dieser Kohlenstoffverbindungen
eine Vorstufe (7) in Form einer mit Wasserdampf fluidisierten Wirbelschichtkammer
vorgesehen in der die leichtflüchtigen Substanzen in Wasserdampfatmosphäre von den
Kohlenstoffverbindungen abgespalten werden, wobei eine endotherme Umwandlung des Wasserdampfes
in Wasserstoff und des flüchtigen Kohlenstoffes in Kohlenmonoxyd erfolgt. Durch diese
Maßnahme wird der Heizwert der Kohlenstoffverbindungen reduziert, sodaß bei der eigentlichen
Verbrennung in der Brennkammer (1) eine niedrigere Brennkammertemperatur erreicht
wird, bei der eine Schlackenbildung nicht mehr möglich ist. Der Umsatz der Kunststoffe
in Wasserdampfatmosphäre erfolgt nicht quantitativ zu CO, CO
2 und H
2. Es verbleibt ein Teil der Kohlenwasserstoffe in Form von aliphatischen C
xH
y-Verbindungen. Die Bildung von Aromaten wird unterdrückt, da sie erst bei sehr niedrigen
Sauerstoffpartialdrücken gebildet werden. Bei höherer Temperatur erfolgt die Aromatenbildung
bereits bei höherem Sauerstoffpartialdruck und ist daher schwieriger zu unterdrücken.
Die Bildung von Ruß und Aromaten ist unerwünscht und führt zu den Prekursoren von
Dioxinen. Also indirekt zur Bildung von Dioxinen.
[0012] Durch die Vorstufe (7) wird heißer als Wärmeträger dienender Sand geleitet, der durch
den Schmelz und Vergasungsprozeß und die endotherme Wassergasbildung abgekühlt wird.
In diesem Sinne ist die Wirbelbettverbrennung zweckmäßig als zirkulierende Wirbelschicht
ausgebildet, wobei der zirkulierende Feststoff Sand und/oder Asche ist, in welchem
zu spaltende Kohlenstoffverbindungen über eine Dampfzufuhr (13) eingebracht werden,
wobei die Kohlenstoffverbindungen infolge der hohen Temperatur des Sandes schmelzen
aber infolge von Sauerstoffmangel nicht verbrennen können und sich im Sand verteilen.
Die flüchtigen gasförmigen Bestandteile reagieren mit dem Wasserdampf zur wärmeverbrauchenden
Wassergasreaktion und es bildet sich Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Wesentlich ist,
daß die gasbildende Reaktion in einer stark turbulenten Zone, also in einem Wirbelbett,
erfolgt, sodaß die aufgeschmolzenen zum Teil sich zersetzenden Substanzen sich gleichmäßig
im Sand verteilen, und eine Tropfenbildung unterbleibt. Zweckmäßig ist die Sandmenge
gewichtsmäßig mehr als 30-fach größer als jener der abzubauenden Kohlenstoffverbindungen.
[0013] Diese Brennstoff-Sandmischung wird nun unter Luftzufuhr in der eigentlichen Wirbelbettverbrennung
ausgebrannt, sodaß im Zyklon (2) praktisch ausgebrannter Sand und Verbrennungsabgas
getrennt wird. Dieses Abgas kann nun in einer weiteren Brennkammer (8) mit den in
der Vorstufe (7) gebildeten Wassergas vermischt werden, wodurch infolge der entstehenden
Verbrennung die Temperatur des Abgases noch weiter ansteigt, welches dann in den angeschlossenen
Wärmetauschern (9 und 10) nutzbringend unter Bildung von Wasserdampf, insbesondere
zur Gewinnung von elektrischer Energie abgekühlt werden kann.
[0014] Damit das Gas nicht unerwünschte Bestandteile wie z. B. Salzsäure oder auch Schwefelwasserstoff
in die Brennkammer (8) einträgt, kann dieses in einer Trockenabsorptionskammer (14)
von den unerwünschten Gasbestandteilen gereinigt werden und das den Wärmetauscher
(10) verlassende Abgas ist arm an Schadstoff. Ein Teil dieses Gases kann zur Verbesserung
der Fluidisierung, bzw. Temperaturregelung des Wirbelbettes wieder in die Wirbelschicht
der Brennkammer (1) eingebracht werden.
[0015] Insbesondere bei der Klärschlammverbrennung ist es sinnvoll, die Vorstufe (7) mit
Unterdruck zu betreiben, wobei der benötigte Dampf durch Vakuumverdampfung in einem
Entgaser (15) erzeugt wird und der Klärschlamm dadurch entwässert bzw. die vom Klärschlamm
abgetrennte Flüssigkeit verdampft wird.
[0016] Wesentlich ist, daß die Verteilung, Schmelzung und Zersetzung des Brennstoffes in
Wasserdampfatmosphäre erfolgt und die entstehenden gasförmigen Produkte anschließend
mit Luftüberschuß verbrannt werden, wobei der Temperaturanstieg bei der Verbrennung
der nun vereinfachten Kohlenwasserstoffverbindungen zu keiner erhöhten Aromatenbildung
und damit auch zu keiner Dioxinbildung bzw. Bildung der Dioxinpräkursoren führt. Die
CO und H
2-Bildung (Wassergasreaktion) senkt damit die Temperatur bei der Zersetzung des Brennstoffes
ohne daß aromatische Verbindungen und/oder Ruß gebildet werden.
[0017] Im Rahmen der Erfindung kann, wie Fig. 2 zeigt, auch eine stationäre Wirbelschicht
verwendet werden bzw. kann das erzeugte Gas auch in das Wirbelbett eingeblasen werden
und so die Schaltung vereinfacht werden. Gegebenenfalls kann auch zwischen der Wirbelschicht
und der Einblasung des Entgasungsgases einer der beiden Wärmetauscher (9 und 10) angeordnet
werden. Die letztere Maßnahme ist besonders wirkungsvoll wenn das Gas oberhalb der
stationären Wirbelschicht eingeblasen wird.
[0018] In einer vereinfachten Ausführung wird der Brennstoff in das Wirbelbett (Plenum 20)
über die Leitung (11) unter Dampfzufuhr (13) in die Brennkammer 1' eingebracht, wobei
die Randzone (18) des Fließbettes in der Brennkammer 1' mit Dampf fluidisiert wird,
während der Sauerstoffeintrag für die Verbrennung Über die Lufteinblasung (12) bzw.
Rezirkulationsgaseinblasung erfolgt. Dadurch wird die eigentliche Verbrennung im Zentrum
(19) des Fließbettes erzielt und kann einfach durch Luftzufuhr geregelt werden, während
der Brennstoff durch Wärmezufuhr des absinkenden Sandes (Pfeil 17') in der Randzone
(18) vergast und teilweise den fluidisierenden Wasserdampf in Wasserstoff aufspaltet,
wobei der freiwerdende Sauerstoff durch den heißen Kohlenstoff unter CO-Bildung abgebunden
wird. Diese gasförmigen Vergasungspunkte steigen im Wirbelbett auf (Pfeil 17) und
verbrennen durch Primär- und Sekundärluftzufuhr (16) oberhalb der Brennstoffeinleitung.
[0019] Dadurch kommt es zu einer Zirkulation des Sandes (Pfeil 17 und 17') im Wirbelbett,
welcher im Zentrum nach aufwärts und in der Randzone nach abwärts strömt. Somit wird
der Vergasung in der Randzone (18) ständig heißer Sand zugeführt, der in dieser abgekühlt
und an der Verbrennungszone im Zentrum (19) während seines Aufsteigens wieder erhitzt
wird.
1. Verfahren zur vollständigen Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen, wie z. B. Kunststoffen,
Kohlenwasserstoffen, unbeschichtetem oder beschichtetem Papier, Klärschlamm und mit
halogenhältigem Material, wie PVC, vermischten Holzabfällen, in einer Wirbelschichtbrennkammer
(1) in Anwesenheit von Fluidisierungsmittel in festem und gasförmigem Zustand, wie
z. B. Sand und Wasserdampf, wobei die Kohlenstoffverbindungen zuerst in einer Vorstufe
(7) teilweise zersetzt, sowie anschließend die noch brennbaren Reste verbrannt werden
und die in der Vorstufe (7) erzeugten gasförmigen Reaktionsprodukte mit dem Abgas
der Wirbelschichtbrennkammer (1) verbrannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung der Bildung von hochmolekularen Kondensationsprodukten die Umsetzung
des Kohlenstoffes in zwei Stufen erfolgt, wobei die zu verbrennenden Kohlenstoffverbindungen
mit mindestens der 30fachen Gewichtsmenge an heißem Sand aus der Rezirkulation als
Wärmeträger in sauerstoffarmer Atmosphäre in eine turbulente, durch Wasserdampfzufuhr
(13) fluidisierte Wirbelschicht der Vorstufe (7) der Wirbelschichtbrennkammer (1)
eingebracht und die Kohlenstoffverbindungen in Wasserdampfatmosphäre unter Bildung
von Wassergas und leicht flüchtigen niedermolekularen Kohlenwasserstoffen gespalten
werden, wobei die ablaufenden Zersetzungsreaktionen der bei der Vergasung durch Schmelzung
bzw. Spaltung der Kohlenstoffverbindungen gebildeten leicht flüchtigen niedermolekularen
Kohlenwasserstoffe in wasserdampfhältiger Atmosphäre bei Temperaturen über 400°C erfolgen
und die gasförmigen Reaktionsprodukte, wie Wassergas und leicht flüchtige niedermolekulare
Kohlenwasserstoffe, von Sand und dem restlichen festen bzw. schwer flüchtigen Anteil
der Kohlenstoffverbindungen getrennt werden und daß in der Wirbelschichtbrennkammer
(1) unter oxidierender Atmosphäre der restliche feste bzw. schwer flüchtige Anteil
der Kohlenstoffverbindungen, wie Kohlenwasserstoffe und gebildeter Kohlenstoff, mit
weiteren Brennstoffen, wie Kohle und/oder den gasförmigen Reaktionsprodukten aus der
Vergasungsreaktion, im Luftüberschuß unter Erhitzung des Sandes verbrannt werden.
2. Verfahren zur vollständigen Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen, wie z. B. Kunststoffen,
Kohlenwasserstoffen, unbeschichtetem oder beschichtetem Papier, Klärschlamm und mit
halogenhältigem Material, wie PVC, vermischten Holzabfällen, in einer Wirbelschichtbrennkammer
(1) in Anwesenheit von Fluidisierungsmittel in festem und gasförmigem Zustand, wie
z. B. Sand und Wasserdampf, wobei die Kohlenstoffverbindungen zuerst teilweise zersetzt,
sowie anschließend die noch brennbaren Reste verbrannt werden und die erzeugten gasförmigen
Reaktionsprodukte mit dem Abgas der Wirbelschichtbrennkammer (1) verbrannt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung der Bildung von hochmolekularen Kondensationsprodukten die Umsetzung
des Kohlenstoffes in zwei Stufen erfolgt, wobei die zu verbrennenden Kohlenstoffverbindungen
mit mindestens der 30fachen Gewichtsmenge an heißem Sand aus der internen Rezirkulation
als Wärmeträger in sauerstoffarmer Atmosphäre in eine turbulente, durch Wasserdampfzufuhr
(13) fluidisierte Randzone der Wirbelschichtbrennkammer (1) eingebracht und die Kohlenstoffverbindungen
in Wasserdampfatmosphäre unter Bildung von Wassergas und leicht flüchtigen niedermolekularen
Kohlenwasserstoffen gespalten werden, wobei die ablaufenden Zersetzungsreaktionen
der bei der Vergasung durch Schmelzung bzw. Spaltung der Kohlenstoffverbindungen gebildeten
leicht flüchtigen niedermolekularen Kohlenwasserstoffe in wasserdampfhältiger Atmosphäre
bei Temperaturen über 400°C erfolgen und die gasförmigen Reaktionsprodukte, wie Wassergas
und leicht flüchtige niedermolekulare Kohlenwasserstoffe, von Sand und dem restlichen
festen bzw. schwer flüchtigen Anteil der Kohlenstoffverbindungen getrennt werden und
daß in der zentralen Zone der Wirbelschichtbrennkammer (1) unter oxidierender Atmosphäre
der restliche feste bzw. schwer flüchtige Anteil der Kohlenstoffverbindungen, wie
Kohlenwasserstoffe und gebildeter Kohlenstoff, mit weiteren Brennstoffen, wie Kohle
und/oder den gasförmigen Reaktionsprodukten aus der Vergasungsreaktion, im Luftüberschuß
unter Erhitzung des Sandes verbrannt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgasung bei sinkender
Sandtemperatur geführt wird und die leicht flüchtigen Bestandteile in der Wasserdampfatmosphäre
unter Energieverbrauch vorzugsweise zu Wasserstoff und Kohlenmonoxyd reagieren und
die zurückgebliebenen im Sand fein verteilten noch brennbaren Feststoffe zusammen
mit dem Sand in der nachgeschalteten Wirbelschichtbrennkammer (1) unter Sauerstoffzufuhr
(Lufteinblasung 5, 6, 12) verbrannt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorstufe (7) zusätzlich
zur Dampfzufuhr (13) auch geregelt Sauerstoff, insbesondere in Form von Luft oder
Rezirkulationsgas, zugeführt wird, sodaß die Temperatur des austretenden, teilweise
ausgegasten Substanzen-Sandgemisches nur geringförmig absinkend unterhalb der Temperatur
des eintretenden heißen Sandes, insbesondere zwischen 450°C und 700°C gehalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Wasser, Wasserdampf und Luft
oder Sauerstoff zur Temperaturregelung in die Vorstufe (7) eingebracht wird und daß
der Druck während der Vergasung in der Vorstufe (7) auf unter 1 bar absolut gehalten
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Vergasung erzeugten
gasförmigen Reaktionsprodukte nach dem Verlassen der Vorstufe (7) einer Gasreinigung
(14) zugeführt wird, in welcher gebildete Salzsäure und andere Halogenverbindungen,
sowie gegebenenfalls auch Schwefelwasserstoff entfernt werden (Fig. 1).
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilung der in der Vorstufe
(7) gebildeten gasförmigen Reaktionsprodukte in der Wirbelschichtbrennkammer (1) über
Injektoren erfolgt, die als Treibmedium Rezirkulationsgas mit höherem Druck oder Wasserdampf
verwenden und vorzugsweise der erforderliche Wasserdampf für die Vorstufe aus Abkühlung
heißer Abwässer durch Erzeugung von Unterdruck in einem Vakuumentgaser mit Dampfstrahlapparaten
gewonnen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergasung und Verbrennung
in einem Wirbelbett (20) durchgeführt wird, wobei der Brennstoff (11) und Dampf (13)
mit niedrigem Druck, vorzugsweise Unterdruck vorgemischt wird und dann in einen Injektor
durch Wasserdampf mit höherem Druck in die Randzonen (18) der Wirbelschicht (20) eingeblasen,
mit heißem Sand durchmischt und in sauerstoffarmer Atmosphäre verflüchtigt wird, daß
die gasförmigen Reaktionsprodukte nach oben aus der Vergasungszone abgeführt werden
und mit Rezirkulationsgas und/oder Primärluft örtlich oberhalb der Vergasungszone
verbrannt werden und daß die schwerflüchtigen Brennstoffanteile und festen Rückstände
mit dem Sand in eine nachgeschaltete Verbrennungszone (19) seitlich oder unterhalb
der Entgasungszone geführt werden und nachfolgend mit Luft (12) und/oder Rezirkulationsgas
verbrannt werden (Fig. 2).
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verbrennenden Substanzen
mit mehr als 600°C heißem aus der Wirbelschicht der Brennkammer abgezogenen Sand in
einer Randzone (18) mit Wasserdampf gemischt und zumindest teilweise vergast werden,
wobei der heiße Sand, welcher als Wärmeträger in die Randzone (18) eingebracht wird,
die für die Wasserstoffbildung notwendige Energie liefert (Fig. 2).
10. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Randzone (8) ausgetragenen
Feststoffe durch Sauerstoffzufuhr (12) auf über 600°C erwärmt und danach wieder in
eine wasserdampfhältige Atmosphäre zur weiteren Entgasung durch Abspaltung gebracht
werden (Fig. 2).
1. Process for complete combustion of carbon composites, for example plastic materials,
hydrocarbons, uncoated or coated paper, sewage sludge and mixed wood wastes with halogen
containing material, such as PVC, in a fluidised bed combustion chamber (1) in the
presence of fluidising material in a solid a gaseous form, for example sand and water
vapour, and the carbon composites are initially partially decomposed in a pre-stage
(7), whereafter still combustible remainders are combusted and gaseous reaction products
produced in the pre-stage (7) are combusted with the waste gas of the fluidised bed
combustion chamber (1), characterised in that, for the purpose of preventing a formation of high molecular condensation products,
the conversion of carbon is carried out in two stages, and carbon composites to be
combusted are entered with at least 30 times the weight volume of hot sand from the
recirculation as a heat carrier in low oxygen atmosphere into a turbulent fluidised
bed, which is fluidised by delivery of water vapour (13), of the pre-stage (7) of
the fluidised bed combustion chamber (1), and the carbon composites are split in a
water vapour atmosphere whilst forming water gas and light volatile low molecular
hydrocarbons, and discharging decomposing reactions of light volatile low molecular
hydrocarbons, which formed during gasification by melting or splitting the hydrocarbon
composites, in a water vapour containing atmosphere at temperatures above 400°C, and
gaseous reaction products, such as water gas and light volatile low molecular hydrocarbons,
are separated from sand and remaining solid and low volatile portions of the carbon
composites, and in the fluidised bed combustion chamber (1) the remaining solid or
low volatile portion of the carbon composites, such as hydrocarbons and produced carbon,
are combusted with further combustible materials, such as coal and/or gaseous reaction
products from gasification reaction, with a surplus of air whilst heating the sand.
2. Process for complete combustion of carbon composites, for example plastic materials,
hydrocarbons, uncoated or coated paper, sewage sludge and wood wastes mixed with halogen
containing material, such as PVC, in a fluidised bed combustion chamber (1) in the
presence of fluidising means in a solid and gaseous state, for example sand and water
vapour, and the carbon composites are initially partially decomposed, and still combustible
remainders are subsequently combusted, and produced gaseous reaction products are
combusted with the waste gas of the fluidised bed combustion chamber (1), characterised in that, for the purpose of preventing a formation of high molecular condensation products,
the conversion of carbon is carried out in two stages, and carbon composites to be
combusted are entered with at least 30 times the weight volume of hot sand from the
internal recirculation as a heat carrier in low oxygen atmosphere into a turbulent
edge zone of the fluidised bed combustion chamber (1), which is fluidised by delivery
of water vapour (13), and the carbon composites are split in a water vapour atmosphere
whilst forming water gas and light volatile low molecular hydrocarbons, and discharging
decomposing reactions of light volatile low molecular hydrocarbons, which formed during
gasification by melting or splitting the hydrocarbon composites, takes place in a
water vapour containing atmosphere at temperatures above 400°C, and gaseous reaction
products, such as water gas and light volatile low molecular hydrocarbons, are separated
from sand and remaining solid and low volatile portions of carbon composites, and
in the central zone of the fluidised bed combustion chamber (1) the remaining solid
or low volatile portion of the carbon composites, such as hydrocarbons and developed
carbon, are combusted in an oxidising atmosphere with other combustible materials,
such as coal and/or gaseous reaction products from gasification reaction, with a surplus
of air whilst heating the sand.
3. Process according to Claim 1, characterised in that degasification is performed with a drop in sand temperature, and light volatile components
react in the water vapour atmosphere whilst using up energy preferably to hydrogen
and carbonmonoxide, and remaining still combustible solids finely distributed in the
sand are combusted together with the sand in a downstream fluidised bed combustion
chamber (1) with oxygen delivery (air blown in 5, 6, 12).
4. Process according to Claim 1, characterised in that in the pre-stage (7) a controlled supply of oxygen, in particular in the form of
air or recirculation gas, is delivered in addition to the delivery of steam (13),
so that the temperature of exiting, partially degassed substance/sand mixture is maintained
whilst dropping only insignificantly below the temperature of entering hot sand, in
particular between 450°C and 700°C.
5. Process according to Claim 1, characterised in that water, water vapour and air or oxygen are fed into the pre-stage (7) for the purpose
of temperature regulation, and during gasification in the pre-stage (7), the pressure
is maintained at below 1 Bar absolute.
6. Process according to Claim 1, characterised in that gaseous reaction products produced during gasification are, after having left the
pre-stage (7), delivered to a gas purification (14) where formed hydrochloric acid
and other halogen composites, and if appropriate hydrogen sulfide, are removed (Fig.
1).
7. Process according to Claim 6, characterised in that the distribution of gaseous reaction products formed in the pre-stage (7) in the
fluidised bed combustion chamber (1) is carried out via injectors which use recirculation
gas with higher pressure or water vapour as propellant medium, or preferably the required
water vapour for the pre-stage is obtained from cooled down hot waste water by generating
a negative pressure in a vacuum degasifier with vapour jet apparatuses.
8. Process according to Claim 2, characterised in that gasification and combustion are carried out in a fluidised bed (20), and the fuel
(11) and the vapour (13) are premixed under low pressure, preferably negative pressure,
and then blown into an injector by water vapour at higher pressure into the edge zones
(18) of the fluidised bed (20), mixed with hot sand and evaporated in a low oxygen
atmosphere, and the gaseous reaction products are discharged upwards out of the gasification
zone and combusted with recirculation gas and/or primary air locally above the gasification
zone, and the low volatile fuel portions and solid residues are ducted with the sand
into a downstream combustion zone (19) at the side or below the degasification zone
and thereafter combusted with air (12) and/or recirculation gas (Fig. 2).
9. Process according to Claim 2, characterised in that substances to be combusted are mixed with sand of more than 600°C, which is extracted
from the fluidised bed of the combustion chamber, in an edge zone (18) with water
vapour and at least partially gasified, and the hot sand which is entered into the
edge zone (18) as a heat carrier delivers energy required for producing hydrogen (Fig.
2).
10. Process according to Claim 2, characterised in that solids discharged from the edge zone (8) are heated by way of supplying oxygen (12)
to above 600°C and thereafter returned into a water vapour containing atmosphere for
further degasification by way of separation (Fig. 2).
1. Procédé pour la combustion complète de composés carbonés tels que par exemple des
matières synthétiques, des hydrocarbures, du papier non couché ou couché, des boues
de curage et des déchets de bois mélangés avec des matières halogénées telles que
le PVC, dans une chambre de combustion (1) à lit fluidisé en présence d'un agent de
fluidisation à l'état solide et gazeux, tel que par exemple du sable et de la vapeur
d'eau, dans lequel les composés carbonés sont d'abord soumis à une décomposition partielle
dans une étape préalable (7), ensuite on brûle les résidus encore combustibles et
on brûle les produits réactionnels gazeux qui se sont formés dans l'étape préalable
(7) avec les gaz d'échappement de la chambre de combustion (1) à lit fluidisé, caractérisé
en ce que, pour éviter la formation de produits de condensation à poids moléculaire
élevé, on procède à la transformation du carbone en deux étapes, dans lesquelles on
introduit les composés carbonés devant être soumis à une combustion, avec au moins
une quantité pondérale 30 fois supérieure de sable chaud provenant de la remise en
circulation, à titre d'élément caloporteur, dans une atmosphère pauvre en oxygène,
dans un lit turbulent de l'étape préalable (7) de la chambre de combustion (1) en
lit fluidisé soumis à une fluidisation par apport de vapeur d'eau (13) et on sépare
les composés carbonés dans une atmosphère de vapeur d'eau avec formation de gaz à
l'eau, ainsi que les hydrocarbures aisément volatils à bas poids moléculaire, dans
lesquelles les réactions de décomposition concernant les hydrocarbures à bas poids
moléculaire aisément volatils qui se sont formés lors de la gazéification par mise
en fusion, respectivement par scission des composés carbonés, se déroulent dans une
atmosphère contenant de la vapeur d'eau à des températures supérieures à 400°C, et
les produits réactionnels gazeux tels que le gaz à l'eau et les hydrocarbures à bas
poids moléculaire aisément volatils sont séparés du sable et de la fraction résiduelle
solide, respectivement faiblement volatile des composés carbonés, et en ce que, dans
la chambre de combustion (1) en lit fluidisé, sous une atmosphère oxydante, on brûle
la fraction résiduelle solide, respectivement faiblement volatile des composés carbonés
tels que les hydrocarbures et le carbone qui s'est formé, avec d'autres combustibles
tels que du charbon et/ou les produits réactionnels gazeux provenant de la réaction
de gazéification, dans un excès d'air, en chauffant le sable.
2. Procédé pour la combustion complète de composés carbonés tels que par exemple des
matières synthétiques, des hydrocarbures, du papier non couché ou couché, des boues
de curage et des déchets de bois mélangés avec des matières halogénées telles que
le PVC, dans une chambre de combustion (1) à lit fluidisé en présence d'un agent de
fluidisation à l'état solide et gazeux, tel que par exemple du sable et de la vapeur
d'eau, dans lequel les composés carbonés sont d'abord soumis à une décomposition partielle
dans une étape préalable (7), ensuite on brûle les résidus encore combustibles et
on brûle les produits réactionnels gazeux qui se sont formés dans l'étape préalable
(7) avec les gaz d'échappement de la chambre de combustion (1) à lit fluidisé, caractérisé
en ce que, pour éviter la formation de produits de condensation à poids moléculaire
élevé, on procède à la transformation du carbone en deux étapes, dans lesquelles on
introduit les composés carbonés devant être soumis à une combustion, avec au moins
une quantité pondérale 30 fois supérieure de sable chaud provenant de la remise en
circulation interne, à titre d'élément caloporteur, dans une atmosphère pauvre en
oxygène, dans une zone marginale turbulente de la chambre de combustion (1) en lit
fluidisé, soumise à une fluidisation par apport de vapeur d'eau (13) et on sépare
les hydrocarbures aisément volatils à bas poids moléculaire, dans lesquelles les réactions
de décomposition concernant les hydrocarbures à bas poids moléculaire aisément volatils
qui se sont formés lors de la gazéification par mise en fusion, respectivement par
scission des composés carbonés, se déroulent dans une atmosphère contenant de la vapeur
d'eau à des températures supérieures à 400°C, et les produits réactionnels gazeux
tels que le gaz à l'eau et les hydrocarbures à bas poids moléculaire aisément volatils
sont séparés du sable et de la fraction résiduelle solide, respectivement faiblement
volatile des composés carbonés, et en ce que, dans la zone centrale de la chambre
de combustion (1) en lit fluidisé, sous une atmosphère oxydante, on brûle la fraction
résiduelle solide, respectivement faiblement volatile des composés carbonés tels que
les hydrocarbures et le carbone qui s'est formé, avec d'autres combustibles tels que
du charbon et/ou les produits réactionnels gazeux provenant de la réaction de gazéification,
dans un excès d'air, en chauffant le sable.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on règle la dégazéification
en abaissant la température du sable et on fait réagir les constituants aisément volatils
dans l'atmosphère de vapeur d'eau en consommant de l'énergie, de préférence en hydrogène
et en monoxyde de carbone, et on brûle les substances solides encore combustibles,
finement divisées, subsistant dans le sable conjointement avec le sable dans la chambre
de combustion (1) en lit fluidisé montée à la suite avec apport d'oxygène (insufflation
d'air 5, 6, 12).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans l'étape préalable (7),
on alimente, en plus de l'apport de vapeur (13), également une quantité d'oxygène
réglée, en particulier sous forme d'air ou de gaz de remise en circulation, si bien
que la température du mélange substances-sable qui s'évacue, ayant subi une dégazéification
partielle, est maintenue, seulement en l'abaissant légèrement, en dessous de la température
du sable chaud que l'on introduit, en particulier entre 450°C et 700°C.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on introduit de l'eau, de la
vapeur d'eau et de l'air ou de l'oxygène pour le réglage de la température dans l'étape
préalable (7) et en ce qu'on maintient la pression au cours de la dégazéification
dans l'étape antérieure (7) à une valeur de pression absolue inférieure à 1 bar.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on achemine les produits réactionnels
gazeux obtenus lors de la gazéification après leur évacuation de l'étape antérieure
(7) à une purification du gaz (14), dans laquelle on élimine l'acide chlorhydrique
qui s'est formé, ainsi que d'autres composés halogénés, de même que, le cas échéant,
également l'acide sulfhydrique (figure 1).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la dispersion des produits
réactionnels gazeux obtenus au cours de l'étape antérieure (7) dans la chambre de
combustion (1) en lit fluidisé a lieu via des injecteurs qui utilisent, à titre de
milieu de propulsion, du gaz de recirculation sous pression élevée ou encore de la
vapeur d'eau, et de préférence, on récupère la vapeur d'eau requise pour l'étape antérieure
à partir du refroidissement des eaux usées chaudes en générant un vide dans un dégazéificateur
sous vide à l'aide d'appareils à jets de vapeur.
8. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on effectue la gazéification
et la combustion dans un lit fluidisé (20), en mélangeant au préalable le combustible
(11) et la vapeur (13) sous une pression inférieure, de préférence sous vide, puis
on insuffle le prémélange via un injecteur à l'aide de vapeur d'eau sous pression
élevée dans les zones marginales (18) du lit fluidisé (20), on le mélange intimement
avec du sable chaud et on le volatilise dans une atmosphère pauvre en oxygène, en
ce qu'on évacue les produits réactionnels gazeux vers le haut hors de la zone de gazéification
et on les brûle avec du gaz de recirculation et/ou de l'air primaire in situ au-dessus
de la zone de gazéification et en ce qu'on guide les fractions de combustibles faiblement
volatiles et les résidus solides avec le sable dans une zone de combustion (19) montée
à la suite, à côté ou en dessous de la zone de dégazéification, et on les soumet à
une combustion ultérieure avec de l'air (12) et/ou avec du gaz de recirculation (figure
2).
9. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on mélange avec de la vapeur
d'eau les substances qui doivent être soumises à une combustion avec du sable dont
la température est supérieure à 600°C, prélevée du lit fluidisé de la chambre de combustion,
dans une zone marginale (18), et on gazéifie le mélange au moins partiellement, le
gaz chaud qui est introduit à titre de caloporteur dans la zone marginale (18) fournissant
l'énergie requise pour l'hydrogénation (figure 2).
10. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les substances solides évacuées
de la zone marginale (8) sont réchauffées à une température supérieure à 600°C par
apport d'oxygène (12) et sont ensuite ramenées dans une atmosphère contenant de la
vapeur d'eau pour être soumises à une dégazéification ultérieure par scission (figure
2).

