[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Handfeuerlöscher mit einem einen Löschmittelbehälter
aufnehmenden Gehäuse, welches die Grundform einer aufrechten Scheibe mit balligen
Außenseiten hat und das aus zwei im wesentlichen miteinander spiegelbildlichen, flachgewölbten
sowie mit ihren konvexen Seiten nach außen hin liegenden Halbschalen besteht, die
entlang ihres im wesentlichen kreisförmigen Randes zusammengefügt sind.
[0002] Ein solcher Handfeuerlöscher ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 94 15 691.3
U1 bekannt, dort ist angegeben, daß das Gehäuse entweder den Löschmittelbehälter selbst
bildet oder diesen aufnehmen kann. Da im Bedarfsfalle bei Feuerlöschern das im Löschmittelbehälter
befindliche Löschmittel unter erheblichen Druck gesetzt wird, damit es ausgetragen
werden kann, müssen diese Löschmittelbehälter erhebliche Sicherheitsanforderungen
insbesondere hinsichtlich der Druckfestigkeit erfüllen. Aus fertigungstechnischen
Gründen kommt deshalb in erster Linie ein separat in das Gehäuse eingesetzter Löschmittelbehälter
in Betracht, wie es den vorstehenden Gattungsmerkmalen der Erfindung entspricht, wobei
das scheibenförmige Gehäuse mit seinen balligen Außenseiten die aufrechte Grundposition
eines solchen Handfeuerlöschers vorgibt.
[0003] Es ist ferner grundsätzlich bekannt, bei einem Löschmittelbehälter für ein Löschgerät
beidseits an den Stirnenden eines Zylindermantelabschnittes Klöpperböden vorzusehen,
die flach ausgewölbt sind und einander spiegelbildlich gegenüberliegen, vgl. DE 38
01 196 C2. Es handelt sich hier jedoch um ein Löschgerät für Fahrzeuge, bei dem ausschließlich
Sicherheitsmerkmale die Form des Löschmittelbehälters bestimmten, der nicht von einem
Gehäuse umgeben ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Handfeuerlöscher der gattungsbildenden
Art den Löschmittelbehälter so auszubilden, daß er den zur Verfügung stehenden Innenraum
des Gehäuses optimal nutzt und den Sicherheitsanforderungen leicht angepaßt werden
kann.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Handfeuerlöscher der gattungsbildenden Art nach der
Erfindung dadurch gelöst, daß der Löschmittelbehälter unter weitgehender Ausfüllung
des Innenraums im Gehäuse koaxial angeordnet ist und zwei einander spiegelbildlich
gegenüberliegende Klöpperböden aufweist, die flachgewölbt sind und die entlang ihres
Umfanges angeformte Zylindermantelabschnitte haben, über die sie miteinander fest
sowie dicht verbunden sind.
[0006] Für die Erfindung ist wesentlich, daß ebenso wie das Gehäuse der Löschmittelbehälter
spiegelbildlich aufgebaut ist, womit Fertigungsvorteile verbunden sind. Zudem passen
sich die einander gegenüberliegenden Klöpperböden des Löschmittelbehälters mit ihren
konvex gerundeten Außenseiten der balligen Form des Gehäuses besonders gut an. Hierbei
können sich die Klöpperböden mit ihren Außenseiten nahezu äquidistant an die Wandungen
der Halbschalen des Gehäuses anschmiegen, während im übrigen entlang der Peripherie
des Löschmittelbehälters, also in Umfangsrichtung von den zusammengefügten Zylindermantelabschnitten
in Richtung zu den zusammengefügten Rändern der Gehäusehalbschalen hin Platz für Armaturen
oder dergleichen freigehalten werden kann, weil dort im Zwickel des Randbereichs der
hier aufeinander zulaufenden balligen Halbschalen des Gehäuses ohnehin nur ein geringes
Innenraumvolumen zur Verfügung steht.
[0007] Zur ausreichenden Sicherung des Löschmittelbehälters im Gehäuse haben die Halbschalen
an ihren Innenseiten vorteilhaft solche Stützstege, die den Löschmittelbehälter im
Übergangsbereich zwischen dessen Klöpperböden und Zylindermantelabschnitten umgreifen
und entsprechend an diesen Übergangsbereich angepaßte Aufnahmekonturen aufweisen.
[0008] Zum Einfüllen und Austragen des Löschmittels hat der Löschmittelbehälter eine Öffnung,
die im Bereich der zusammengefügten Zylindermantelabschnitte angeordnet ist. An diese
Öffnung ist ein nach außen vorstehender Stutzen angesetzt, der von Stegansätzen umgriffen
ist, die an den Innenseiten der Halbschalen angeordnet sind, wobei an den Stutzen
eine Ventilarmatur angesetzt ist. Zum einen ist damit die Ventilarmatur platzsparend
in dem schmalen Zwickelraum der randlich zusammenlaufenden Halbschalen angeordnet
und zum zweiten wird über die den Stutzen umgreifenden Stegansätze der Halbschalen
eine Lagesicherung des Löschmittelbehälters erzielt, der gegen ein axiales Verdrehen
oder Verschwenken gesichert ist.
[0009] Zweckmäßig ist bezogen auf die aufrechte Position der zusammengefügten Halbschalen
der Stutzen des Löschmittelbehälters zur Seite hin oder seitlich nach unten hin angeordnet
und hat die Ventilarmatur ein etwa tangential bzw. in Umfangrichtung der zusammengefügten
Ränder der Halbschalen angeordnetes Schlauchansatzstück, welches im Randbereich aus
den Halbschalen heraustritt. Damit kann an das Schlauchansatzstück ein Schlauch zum
Austragen des Löschmittels angeschlossen werden, der knickfrei unter stetiger Biegung
entlang der Peripherie des Gehäuses gehalten werden kann. Dazu haben die Halbschalen
entlang ihrer zusammengefügten Ränder eine Hohlkontur zur Aufnahme des Schlauchs,
wobei an der Austrittsstelle aus dem Gehäuse das Schlauchansatzstück in diese Hohlkontur
eintritt.
[0010] Am Ende des Schlauchs zum Austragen des Löschmittels ist in üblicher Weise eine Löschpistole
angeordnet. Zur Unterbringung dieser Löschpistole ist an der dem Schlauchansatzstück
der Ventilarmatur am Löschmittelbehälter gegenüberliegenden Umfangsseite in die Halbschalen
eine nach außen offene Mulde eingeformt, in welche die Hohlkontur für den Schlauch
entlang der Peripherie des Gehäuses ausläuft. Zur Sicherung der Löschpistole in dieser
Mulde sind an den Halbschalen in die Mulde hinein vorstehende Klemm- oder Raststege
angeformt.
[0011] Für den Löschfall dient zur Auslösung der Ventilarmatur ein Schlagknopf, der mit
seiner Achse radial zum Löschmittelbehälter bzw. koaxial mit dessen Öffnung angeordnet
ist. An der Umfangsseite der zusammengefügten Halbschalen steht dieser Schlagknopf
nach außen vor, indem er durch eine entsprechende Öffnung im Randbereich der Halbschalen
hindurchtritt. Hier ist der Schlagknopf mittels eines von dem Gehäuse abziehbaren
Sicherungsgehäuses abgedeckt, welches mittels einer Plombe, die aus umweltneutralem
Kunststoff besteht, an dem Gehäuse gesichert ist.
[0012] Zur Überprüfung der Funktionsbereitschaft des Gerätes kann an der Ventilarmatur ein
Prüfmanometeranschluß vorhanden sein, wobei dann in die benachbarte Halbschale des
Gehäuses eine entsprechende Zugangsöffnung eingeformt ist. So muß für den Prüfvorgang
das Gehäuse des Gerätes nicht geöffnet werden.
[0013] Um im Gebrauchsfall den weitestgehenden Austrag des Löschmittels aus dem Löschmittelbehälter
sicherzustellen, schließt an die Ventilarmatur ein Steigrohr an, welches bis zur tiefsten
Stelle des Löschmittelbehälters in der üblichen Gebrauchslage reichen soll. Bei seitlicher
Anordnung der Ventilarmatur am Löschmittelbehälter muß deshalb das Steigrohr gekrümmt
oder abgewinkelt sein. Damit es unabhängig von der Verschraubung der Ventilarmatur
sich auf die tiefstliegende Stelle des Löschmittelbehälters ausrichten kann, ist das
Steigrohr mittels einer losen Schwenklagerung mit der Ventilarmatur verbunden.
[0014] An dem neuen Handfeuerlöscher können zusätzliche Stauräume geschaffen sein, wozu
an der Unterseite des Gehäuses unterhalb des Löschmittelbehälters ein hohler Standfuß
angeformt sein kann, der zweckmäßig ebenfalls in zwei einander gegenüberliegenden
Hälften in die jeweilige Halbschale integriert ist. Der Stauraum des hohlen Standfußes
kann über eine Bodenklappe zugänglich gemacht sein, an die Halterungen für Rauchmasken
oder dergleichen angeformt sein können. Auch kann der Stauraum zur Unterbringung einer
Löschdecke, eines Verbandkastens oder dergleichen genutzt werden. Des weiteren kann
am Standfuß des Gehäuses eine Einschubvorrichtung für eine Identitätskarte vorgesehen
werden, auf der die jeweiligen Löscherdaten gespeichert sind.
[0015] Grundsätzlich besteht bei einer balligen Ausbildung der Außenseiten der Gehäusehalbschalen
die Schwierigkeit, ein Beschriftungsetikett anbringen zu können, welches in gestreckter
Ausgangslage eben ist. Deshalb hat nach einer weiteren Ausbildung des erfindungsgemäßen
Handfeuerlöschers zumindest eine der Halbschalen des Gehäuses ein Beschriftungsfeld,
welches nur in einer Richtung zum Anbringen des die Beschriftung tragenden Klebeetiketts
gewölbt ist. Denn ein in der Ausgangslage ebenes Etikett läßt sich ohne weiteres entlang
einer einachsigen Krümmung verlegen.
[0016] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
noch näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen aufrechten Querschnitt durch einen Handfeuerlöscher
- Fig. 2
- einen aufrechten Längsschnitt durch den Handfeuerlöscher nach Figur 1 und
- Fig. 3
- eine perspektivische Innenansicht einer der beiden Halbschalen des Gehäuses des Feuerlöschers
nach den Figuren 1 und 2.
[0017] Im einzelnen erkennt man in den Figuren 1 und 2 ein Gehäuse 1, welches aus zwei Halbschalen
2 und 3 zusammengefügt ist. Das Gehäuse 1 hat im wesentlichen die Gestalt einer aufrecht
stehenden Kreisscheibe mit einer gewissen Dicke in Achsrichtung, wobei die beiden
Außenseiten dieser Scheibe konvex nach außen vorgewölbt sind, also eine ballige Form
haben. In der üblichen Ruhe- und Gebrauchslage ist das Gehäuse 1 aufrecht angeordnet,
womit die Durchmesserebene 4 in etwa in einer Vertikalebene liegt.
[0018] Die beiden Halbschalen 2 und 3 des Gehäuses 1 sind im wesentlichen spiegelbildlich
zueinander ausgebildet und angeordnet, weswegen die in Figur 3 dargestellte, innere
Ausgestaltung der Halbschale 2 dem der Halbschale 3 in spiegelbildlicher Ausbildung
im wesentlichen entspricht. Die Wandungen 5 und 6 der Halbschalen 2 und 3, welche
die balligen Außenseiten des Gehäuses 1 bilden, sind flachgewölbt, wobei ihre konvexen
Seiten nach außen hin liegen. Unterseitig ist an das Gehäuse 1 ein Standfuß 7 angeformt,
der ebenfalls aus Schalenhälften 39 und 40 zusammengesetzt ist, die unterendig an
die Halbschalen 2 und 3 des Gehäuses 1 angeformt sind. Durch den Standfuß 7 ist die
kreisförmige Gestalt der das Gehäuse 1 bildenden Scheibe unterbrochen, ohne daß hiervon
die scheibenförmige Grundform des Gehäuses 1 verlorengeht.
[0019] Im oberen Scheitelbereich des Gehäuses 1 ist ein Handgriff 8 eingeformt, der aus
einer Durchbrechung gebildet wird, welche von Griffstegen 41 und 42 überspannt wird,
welche an die Halbschalen 2 und 3 des Gehäuses 1 angeformt sind.
[0020] Das Gehäuse 1 nimmt mit seinen beiden Halbschalen 2 und 3 einen Löschmittelbehälter
9 auf, der das Innere des Gehäuses 1 mit Ausnahme des Standfußes 7 weitgehend ausfüllt.
Der Löschmittelbehälter 9 ist ebenfalls ein etwa scheibenförmiges Gebilde, welches
mit seiner Radialebene aufrecht angeordnet ist. Der aufrechte Durchmesser des Löschmittelbehälters
9 ist wesentlich größer als die in Horizontalrichtung liegende Höhe, wobei der Löschmittelbehälter
9 im Randbereich auch noch eine gewisse Höhe hat, hier also nicht spitz zuläuft. So
setzt sich der Löschmittelbehälter 9 aus zwei einander spiegelbildlich gegenüberliegenden
Klöpperböden 10 und daran randlich anschließenden Zylindermantelabschnitten 11 zusammen.
Der druckfest aus Stahl bestehende Löschmittelbehälter 9 ist entlang der Kanten der
Zylindermantelabschnitte 11 verschweißt, so zieht sich in aufrechter Umfangsrichtung
um den Löschmittelbehälter 9 eine Schweißnaht 12 herum, die lediglich durch eine Öffnung
an der Umfangsseite des Löschmittelbehälters 9 unterbrochen ist.
[0021] Wie die Figuren 2 und 3 deutlich machen, wird der Löschmittelbehälter 9 in den beiden
Halbschalen 2 und 3 mittels Stützstegen 13 gehalten, die in 90°-Abständen entlang
der Peripherie des Löschmittelbehälters 9 so angeordnet sind, daß sie sowohl den Klöpperboden
10 als auch den Zylindermantelabschnitt 11 der der betreffenden Halbschale 2 oder
3 benachbarten Hälfte des Löschmittelbehälters 9 umgreifen. Wie man dazu Figur 3 entnimmt,
haben die Stützstege 13 Fingerabschnitte 14 mit Schmalflächenseiten 15, die an die
Kontur der Klöpperböden 10 angepaßt sind. Zur Anlage der Zylindermantelabschnitte
11 des Löschmittelbehälters 9 weisen die Stützstege 13 durch Außenrippen verstärkte
Anlagenplatten 16 auf.
[0022] An der bereits erwähnten Öffnung, über die das Löschmittel in den Löschmittelbehälter
9 eingebracht sowie daraus ausgetragen wird, hat der Löschmittelbehälter 9 einen Stutzen
17 in Gestalt eines Gewinderinges, der in Figur 2 erkennbar ist. Die Öffnung und der
Stutzen 17 liegen symmetrisch zur Durchmesserebene des Löschmittelbehälters 9 und
übergreifen somit die zusammengefügten Zylindermantelabschnitte 11. Der entlang des
Lochrandes angeschweißte Stutzen 17 steht in radialer Richtung über die zusammengefügten
Zylindermantelabschnitte 11 des Löschmittelbehälters 9 nach außen vor, womit über
ihn die Möglichkeit besteht, den Löschmittelbehälter 9, der ein rotationssymmetrischer
Körper ist, gegen Verdrehen oder Verschwenken zu sichern. Die Öffnung des Löschmittelbehälters
9 und damit der Stutzen 17 sind in halber Höhe am Löschmittelbehälter 9 angeordnet,
sie sind somit um 90° gegenüber dem oberen und dem unteren Scheitelbereich des Gehäuses
1 versetzt und befinden sich entsprechend im seitlich äußeren Scheitelbereich. An
den betreffenden Stellen sind an die Wandungen 5 der Halbschalen 2 und 3 innenseitig
vorstehend Stegansätze 18 angeformt, die an ihrer äußeren Schmalflächenseite eine
kreisbogenförmige Einbuchtung 19 haben, die sich in zusammengefügter Anordnung der
Halbschalen 2 und 3 an den Stutzen 17 des Löschmittelbehälters 9 formschlüssig anlegen.
[0023] Der Stutzen 17 dient zur Aufnahme einer Ventilarmatur 46 am Löschmittelbehälter 9,
die im randlichen Zwickelraum zwischen den zusammengefügten Halbschalen 2 und 3 des
Gehäuses Platz findet. Senkrecht zur Radialrichtung des Löschmittelbehälters 9 steht
von der Ventilarmatur 46 ein Schlauchansatzstück 20 ab, welches somit etwa in Umfangsrichtung
des Gehäuses 1 zeigt und etwa tangential aus diesem heraustritt. An das Schlauchansatzstück
20 ist ein Schlauch 21 zum Austragen des Löschmittels angeschlossen, und dieser Schlauch
21 liegt in einer Hohlkontur 23, die sich entlang dem Rand des Gehäuses über dessen
obere Hälfte hinweg erstreckt. Man erkennt diese Hohlkontur 23 in Figur 3, sie wird
gegen das Innere des Gehäuses 1 durch in Umfangsrichtung verlaufende Randstege oder
Ränder 22 der Halbschalen 3 abgeschlossen und liegt zwischen davon seitlich hochstehenden
Begrenzungsstegen 43. Der Schlauch 21 kann sich somit in die Hohlkontur 23 etwa bis
zum halben Durchmesser einschmiegen und ist somit durch Formschluß gegen ein seitliches
Herabfallen gesichert. Im Bereich des Schlauchansatzstücks 20 ist in den Randbereich
der beiden Halbschalen 2 und 3 eine Einbuchtung 24 eingeformt, die durch eine Querwand
44 zum Inneren des Gehäuses hin abgeteilt ist, wobei durch diese Querwand 44 das Schlauchansatzstück
20 hindurchtritt.
[0024] Auf der gegenüberliegenden Seite ist ebenfalls in halber Höhe des Gehäuses 1 in die
sich ergänzenden Halbschalen 2 und 3 eine Mulde 25 eingeformt, die zur Aufnahme einer
Löschpistole 27 dient, welche sich am Ende des Schlauchs 21 befindet. Die Löschpistole
27 taucht zum Teil in diese Mulde 25 ein und ist darin durch Klemm- oder Raststege
26 gesichert, die an die Halbschalen 2 und 3 angeformt sind und in die Mulde 25 hinein
vorstehen.
[0025] Wie Figur 2 weiter veranschaulicht, weist die Ventilarmatur 46 einen Schlagknopf
28 auf, der das im Löschmittelbehälter 9 unter Druck stehende Löschmittel im Bedarfsfalle
über die Schlauchleitung 21 zur Löschpistole 27 hin freigibt, sofern er eingeschlagen
wird. Um ein unbeabsichtigtes Betätigen des Schlagknopfes 28 auszuschließen, ist er
unter einem Sicherungsgehäuse 29 angeordnet, welches vom Gehäuse 1 bzw. von den beiden
Halbschalen 2 und 3 abgezogen werden kann. Dazu sitzt an dem Sicherungsgehäuse 29
eine Betätigungslasche 45 mit einem Fingereingriff.
[0026] Die Ventilarmatur 46 kann einen Anschluß für ein Prüfmanometer haben, um die ordnungsgemäße
Betriebsbereitschaft des im Löschmittelbehälter 9 unter Druck stehenden Löschmittels
feststellen zu können. Damit der Prüfmanometeranschluß ohne Öffnung des Gehäuses 1
möglich ist, weist die benachbarte Halbschale 2 des Gehäuses 1 eine entsprechende
Zugangsöffnung 30 auf, die in Figur 3 wiedergegeben ist.
[0027] Wie Figur 2 weiter deutlich macht, erfordert die seitliche Anordnung der Ventilarmatur
46 am Löschmittelbehälter 9 ein Steigrohr 31, um das im Inneren des Löschmittelbehälters
unter dem Druck eines Gaspolsters stehende Löschmittel möglichst restlos aus dem Löschmittelbehälter
9 ausbringen zu können. In stetiger Krümmung erstreckt sich das Steigrohr 31 von der
Ventilarmatur 46 bis zur tiefsten Stelle des Löschmittelbehälters 9, wobei sich das
Steigrohr 31 auf diese tiefste Stelle selbsttätig einstellen kann. Dazu ist es mittels
einer losen Schwenklagerung 32 mit der Ventilarmatur 46 verbunden, es kann sich also
unter der Schwerkrafteinwirkung gegenüber der Ventilarmatur 46 im Anschlußbereich
drehen.
[0028] Der bereits erwähnte Standfuß 7 des Gerätes umschließt einen Stauraum 33, der über
eine Bodenklappe 34 zugänglich ist. An die Bodenklappe 34 können Haltestege 35 angesetzt
sein, die beispielsweise zur Aufnahme von Rauchmasken dienen.
[0029] Im Bereich des unteren Standfußes 7 am Gehäuse 1 kann ferner eine Einschubvorrichtung
36 vorgesehen sein, die eine Identitätskarte 37 aufnimmt, auf der die Daten des jeweiligen
Feuerlöschers computerlesbar gespeichert sind.
[0030] Figur 3 entnimmt man ferner, daß der von oben nach unten sich erstreckende Mittenbereich
zumindest einer der beiden Halbschalen 2 oder 3 in besonderer Weise gekrümmt ist,
um darauf ein mit Beschriftungen versehenes Klebeetikett anbringen zu können. Zwar
zeigt Figur 3 nur die Innenseite der Halbschale 2, jedoch ist die Außenseite in gleicher
Weise über den mittleren Bereich hinweg in nur einer Achse gekrümmt, um ein Beschriftungsfeld
38 außenseitig zu bilden, dessen Mantellinien in Horizontalrichtung geradlinig sind,
von dem also nur die in Vertikalrichtung verlaufenden Umfangslinien eine Krümmung
haben. Auf dieses Beschriftungsfeld 38 läßt sich ein die Beschriftung des Feuerlöschers
tragendes Klebeetikett aufbringen, welches in seiner gestreckten Ausgangslage eben
ist.
1. Handfeuerlöscher mit einem einen Löschmittelbehälter aufnehmenden Gehäuse, welches
die Grundform einer aufrechten Scheibe mit balligen Außenseiten hat und das aus zwei
im wesentlichen miteinander spiegelbildlichen, flachgewölbten sowie mit ihren konvexen
Seiten nach außen hin liegenden Halbschalen besteht, die entlang ihres im wesentlichen
kreisförmigen Randes zusammengefügt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Löschmittelbehälter (9) unter weitgehender Ausfüllung des Innenraums im Gehäuse
koaxial angeordnet ist und zwei einander spiegelbildlich gegenüberliegende Klöpperböden
(10) aufweist, die flachgewölbt sind und entlang ihres Umfanges angeformte Zylindermantelabschnitte
(11) haben, über die sie miteinander fest sowie dicht verbunden sind.
2. Handfeuerlöscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbschalen (2, 3) an ihren Innenseiten Stützstege (13) für den Löschmittelbehälter
(9) haben, die den Löschmittelbehälter (9) im Übergangsbereich zwischen dessen Klöpperböden
(10) und Zylindermantelabschnitten (11) umgreifen und entsprechend an diesen Übergangsbereich
angepaßte Aufnahmekonturen (15) aufweisen.
3. Handfeuerlöscher nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Löschmittelbehälter (9) im Bereich der zusammengefügten Zylindermantelabschnitte
(10) eine Öffnung mit einem daran angesetzten, nach außen vorstehenden Stutzen (17)
hat, der von Stegansätzen (18) umgriffen ist, die an den Innenseiten der Halbschalen
(2, 3) angeordnet sind, wobei an den Stutzen (17) eine Ventilarmatur (46) angesetzt
ist.
4. Handfeuerlöscher nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei aufrechter Lage der zusammengefügten Halbschalen (2, 3) der Stutzen (17) des
Löschmittelbehälters (9) zur Seite oder seitlich nach unten hin angeordnet ist und
die Ventilarmatur (46) ein etwa tangential bzw. in Umfangrichtung der zusammengefügten
Ränder (22) der Halbschalen (2, 3) angeordnetes Schlauchansatzstück (20) hat, welches
im Randbereich aus den Halbschalen (2, 3) heraustritt.
5. Handfeuerlöscher nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbschalen (2, 3) entlang ihrer zusammengefügten Ränder (22) eine Hohlkontur
(23) zur Aufnahme eines Schlauchs (21) haben, in die das Schlauchansatzstück (20)
eintritt.
6. Handfeuerlöscher nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der dem Schlauchansatzstück (20) der Ventilarmatur (46) am Löschmittelbehälter
(9) gegenüberliegenden Umfangsseite in die Halbschalen (2, 3) eine nach außen offene
Mulde (25) zur Aufnahme einer Löschpistole (27) eingeformt ist, in welche die Hohlkontur
(23) für den Schlauch (21) einmündet.
7. Handfeuerlöscher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Halbschalen (2, 3) in die Mulde (25) hinein vorstehende Klemm- oder Raststege
(26) zur Sicherung der Löschpistole (27) angeformt sind.
8. Handfeuerlöscher nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilarmatur (46) am Löschmittelbehälter (9) einen dazu mit seiner Achse
radial angeformten Schlagknopf (28) hat, der an der Umfangsseite der zusammengefügten
Halbschalen (2, 3) nach außen vorsteht und mittels eines davon abziehbaren Sicherungsgehäuses
(29) abgedeckt ist.
9. Handfeuerlöscher nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Ventilarmatur (46) ein Prüfmanometeranschluß vorhanden und in die benachbarte
Halbschale (2) eine entsprechende Zugangsöffnung (30) eingeformt ist.
10. Handfeuerlöscher nach einem der Ansprüche 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei seitlicher Anordnung der Ventilarmatur (46) am Löschmittelbehälter (9) ein
nach unten gekrümmtes oder abgewinkeltes Steigrohr (31) vorgesehen ist, welches mittels
einer losen Schwenklagerung (32) mit der Ventilarmatur (46) verbunden ist.
11. Handfeuerlöscher nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (1) an seiner Unterseite unterhalb des Löschmittelbehälters (9) einen
hohlen Standfuß (7) mit einem Stauraum (33) hat.
12. Handfeuerlöscher nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stauraum (33) über eine Bodenklappe (34) am Standfuß (7) des Gehäuses (1)
zugänglich ist.
13. Handfeuerlöscher nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Standfuß (7) des Gehäuses (1) eine Einschubvorrichtung (36) für eine Identitätskarte
(37) angeordnet ist.
14. Handfeuerlöscher nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der Halbschalen (2, 3) des Gehäuses (1) ein Beschriftungsfeld (38)
hat, welches nur in einer Richtung zum Anbringen eines die Beschriftung tragenden
Klebeetikettes gewölbt ist.