[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen des Reifendruckes in einem Luftreifen
eines Fahrzeuges mittels eines vom Reifendruck beaufschlagten Meßwertgebers am Felgenbett
einer -- ein Reifenventil aufnehmenden -- Felge des Luftreifens, außerhalb dessen
dem Meßwertgeber ein Empfänger zugeordnet ist.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art beschreibt die DE-OS 37 34 053 der Anmelderin; im Luftreifen
ist ein Faltenbalg in etwa achsparalleler Bewegungsrichtung angeordnet und mit einem
in Abhängigkeit vom Reifendruck an der Reifenaußenseite achsparallel verschiebbaren
Dauermagneten verbunden, der bei Abweichungen vom normalen Reifendruck seine meßbare
Lage verändert. Als stationärer Aufnehmer außerhalb des Luftreifens wird ein elektronisches
Bauelement vorgeschlagen, welches dank des sog. Halleffektes jeweils senkrecht zu
einem fließenden Strom und einem Magnetfeld eine Spannung erzeugt. Der erwähnte Halleffekt
geht davon aus, daß in elektrischen Leitern, die sich in einem homogenen Magnetfeld
befinden und in denen dazu senkrecht ein elektrischer Strom fließt, senkrecht zum
Magnetfeld sowie senkrecht zum Strom eine Spannungsdifferenz entsteht. Die Größe dieses
Effektes ist vom Leitermaterial abhängig und durch die jeweilige Hallkonstante gekennzeichnet.
[0003] Die Praxis hat nun ergeben, daß bei dem um die Radachse rotierenden Meßwertgeber
infolge von -- durch die auftretende Fliehkraft hervorgerufenen -- Reibungskräften
zwischen dem Faltenbalg bzw. dem Halter des Dauermagneten einerseits sowie dem Druckrohr
anderseits die zum Messen erforderliche axiale Bewegung des Dauermagneten gestört
werden kann - es tritt eine Hysterese auf. Durch letztere wird die Erfüllung der Forderung
eines linearen drehzahlunabhängigen Zusammenhanges zwischen dem Reifendruck und der
Bewegung des Meßgebers behindert.
[0004] In Kenntnis dieses Standes der Technik hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, die
Reifendrucküberwachung bei Luftreifen von Fahrzeugen zu verbessern und vor allem das
Anbringen des Meßwertgebers im Bereich der Felge zu vereinfachen. Zudem soll dessen
Betriebssicherheit auch beim Wechseln des Fahrzeugreifens gewährleistet werden.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Patentanspruches; die
Unteransprüche geben günstige Weiterbildungen an.
[0006] Erfindungsgemäß ist mit dem -- die Felge durchsetzenden --Reifenventil ein dem Felgenbett
zugeordnetes Signalgehäuse verbunden, welches eine Senderelektronik als Meßwertgeber
für den Reifendruck -- bevorzugt samt einer Batterie als Stromquelle -- enthält; diesem
Meßwertgeber ist dann außerhalb des Luftreifens der Empfänger zugeordnet, der die
Signale des Meßwertgebers aufnimmt und auswertet.
[0007] Das Signalgehäuse ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung an das Reifenventil
durch ein Verbindungselement --insbesondere eine in die Ventilbohrung des Reifenventils
eingesetzte hohle Schraube -- angeschlossen und gegenüber diesem einstellbar. Diese
Einstellungsmöglichkeit ist erforderlich, um eine günstige Lage des Signalgehäuses
an der Seitenwange des Felgenbettes zu erreichen und darüberhinaus eine Anpassung
an die verschiedenen Neigungen dieser Seitenwange bei unterschiedlichen Felgentypen.
[0008] Die Befestigung des Signalgehäuses am Ventilfuß erfolgt erfindungsgemäß dadurch,
daß sich der Kopf der Schraube an die ventilferne Seite einer von der Schraube mit
Spiel durchgriffenen Längswand des Signalgehäuses anlegt. Letzteres ist also zwischen
dem Schraubenkopf und der Seitenwange der Felge klemmend gehalten.
[0009] Bei einer erfindungsgemäßen Ausführung weist die Längs- oder Rückwand des Signalgehäuses
-- oder eine ihr parallel vorgesetzte Querwand -- ein sich parallel zu den Gehäusestirnflächen
erstreckendes Langloch für den Hohlschaft der Schraube auf; letztere kann also innerhalb
des Langloches quer zum Felgenbett eingestellt werden.
[0010] Die Aufhängung des Signalgehäuses an der Schraube ist bevorzugt Teil einer Art von
Dreipunktlagerung; beidseits der Schraube sind Fußelemente vorgesehen, welche in Einbaustellung
auf dem Felgenbett aufsitzen. Ihre freie Höhe ist so bemessen, daß der zwischen ihnen
vorhandene querschnittlich gekrümmte Abschnitt des Felgenbettes stets in Abstand zur
Unterfläche des Signalgehäuses bleibt; dies gewährleistet den sicheren Stand des Signalgehäuses.
[0011] Bevorzugt sind die Fußelemente -- etwa als parallel zu dem mittig zwischen ihnen
verlaufenden Schraubenschaft gerichtete Leisten -- an das Signalgehäuse nahe dessen
Schmalseiten angeformt; d. h. eine durch die Achse des Schraubenschaftes gelegte,
die Unterfläche des Signalgehäuses querende Konstruktionsebene soll die Mitte der
geschilderten Dreipunktlagerung bilden.
[0012] Als günstig hat es sich erwiesen, daß die ventilferne Seite der Querwand eine von
einer Seitenfläche des Signalgehäuses ausgehende Scheitelnut mit deren Nutwänden begrenzt,
d.h. diese Scheitelnut ist ein nach oben sowie zu einer Seitenfläche offener Sackkanal
zur Aufnahme des Schraubenkopfes.
[0013] An der ventilnahen Seitenfläche des Signalgehäuses findet sich eine in der Symmetrielinie
des Signalgehäuses, welche die Längsachse des Reifenventiles quert, eingeformte Kaverne,
in welcher der Fuß des Reifenventils beweglich lagert. Ist die Kaverne beispielsweise
von einer Teilkugelfläche -- insbesondere einer Halbkugelfläche --begrenzt, so kann
erkennbar eine teilsphärische Umfangsfläche des Ventilfußes des Reifenventils nahezu
beliebig innerhalb der Kaverne gedreht und somit den Gegebenheiten angepaßt werden.
[0014] Die Kaverne kann aber im Rahmen der Erfindung auch als Schlitz mit zweiseitig --
seitwärts -- angeordneten Teilkugelflächen ausgebildet sein, und in diesen Schlitz
mag dann ein beidseitig flächig gefräster und an zwei gegenüberliegenden Seiten teilsphärischer
Ventilfuß eingesetzt werden. Die eingefrästen Flankenflächen dienen ebenso als Verdrehsicherung
wie eine mittige Rippe der Kaverneninnenseite einer anderen Ausgestaltung; diese Rippe
wird in eine entsprechende Nut des Ventilfußes eingesetzt und hindert diesen am Drehen.
[0015] Die beschriebene Kaverne -- sowie die ihr jenseits der Querwand gegenüberliegende
Scheitelnut -- ist günstigerweise in einer Anformung des Signalgehäuses vorgesehen;
diese Gehäuseanformung ragt mittig von einem quaderartigen Sockelteil auf und verläuft
in der erwähnten Mittel- oder Symmetrielinie. Die seitlichen Außenflächen der Gehäuseanformung
sind vom Sockelteil weg einander zugeneigt, um Gewicht des Signalgehäuses einsparen
zu helfen.
[0016] Von der Bodenfläche des beschriebenen Signalgehäuses gehen -- gewichtssymmetrisch
zur oben beschriebenen Mittellinie --Einsatzräume für eine Stromquelle sowie für die
Signalelektronik aus. Letztere nimmt die möglicherweise entstehenden Druckänderungen
im Reifeninneren auf und gibt ein entsprechendes Signal an den erwähnten Empfänger
ab.
[0017] Das Signalgehäuse ist aus einem leichten, zähen Kunststoff geformt und -- wie bereits
erwähnt -- in seiner Lage an die jeweiligen Vorgaben der Felge anpaßbar. Dazu ist
beispielsweise die ventilnahe Rückenfläche des Signalgehäuses von der Bodenfläche
ab nach außen geneigt und kann so in günstiger Weise an die ebenfalls geneigte Seitenwange
des Felgenbettes angelegt werden.
[0018] Das Merkmal, daß die zur Rückenfläche parallele Frontfläche des Signalgehäuses gleichgerichtet
zur Rückenfläche verläuft bzw. in einem größeren Winkel geneigt ist, dient --wie auch
gegebenenfalls nach oben einwärts geneigte Schmalseiten -- nicht der erwähnten Lageanpassung
sondern dem Schutz vor Montagewerkzeugen; beim Abziehen der Reifen werden zwischen
diese und die Felge spatelartige Eisen eingeschoben. Die Werkzeuge greifen über das
eingesetzte Signalgehäuse hinweg oder gleiten an diesem ab. Gleiches gilt für den
der Felgenseitenwange zugeordneten Reifenwulst des Luftreifens bei dessen De-/Montage.
Durch die abgerundeten Kanten sowie die schräg gestellten Flächen wird eine Beschädigung
des Signalgehäuses ebenso verhindert wie eine Beschädigung des Reifenwulstes.
[0019] Im Rahmen der Erfindung liegen besondere Größenverhältnisse des Signalgehäuses, dessen
Länge zwischen 50 mm und 70 mm --bevorzugt etwa 60 mm -- messen soll. Das Verhältnis
seiner Breite zu jener Länge soll sich vorteilhafterweise etwa zwischen 1 : 2 und
1 : 3 bewegen, das Verhältnis der Gesamthöhe zu jener Länge zwischen etwa 1 : 3 und
1 : 4. Schließlich ist ein Verhältnis der Kraghöhe der Fußelemente oder -leisten zur
Gehäuselänge mit insbesondere 1 : 16 bevorzugt.
[0020] Insgesamt ergibt sich ein die vom Erfinder gesehene Aufgabe in bestechender Weise
erfüllendes Zusatzteil zu Felgen, welche mit einem Reifendruck-Überwachungssystem
ausgerüstet werden sollen.
[0021] Besonderer Schutz wird für die Kombination eines Reifenventils mit dem erörterten
Signalgehäuse begehrt.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
- Fig. 1:
- einen Teilquerschnitt durch eine Felge für einen Fahrzeugreifen mit Reifenventil und
einem daran festliegenden Signalgehäuse;
- Fig. 2:
- die ventilwärtige Frontansicht des Signalgehäuses in einem Abschnitt der Fig. 1;
- Fig. 3:
- die teilweise geschnittene Rückenansicht des Signalgehäuses;
- Fig. 4:
- die Draufsicht auf das Signalgehäuse;
- Fig. 5:
- den Querschnitt durch Fig. 3 nach deren Linie V-V mit dem Signalgehäuse zugeordneten
Ventilteilen;
- Fig. 6, Fig. 7:
- der Fig. 1 entsprechende Wiedergaben weiterer Ausführungsbeispiele;
- Fig. 8, Fig. 10:
- teilweise geschnittene Seitenansichten von Reifenventilen mit Signalgehäuse;
- Fig. 9, Fig. 11:
- jeweils eine teilweise geschnittene Draufsicht auf Fig. 8 bzw. Fig. 10;
- Fig. 12:
- eine andere Ausgestaltung des Signalgehäuses mit Reifenventil in teilweise geschnittener
Seitenansicht;
- Fig. 13:
- die Draufsicht auf die Unterseite des Signalgehäuses der Fig. 12;
- Fig. 14:
- die teilweise geschnittene Rückenansicht des Signalgehäuses gemäß Pfeil XIV der Fig.
13;
- Fig. 15:
- die Frontansicht des Signalgehäuses der Fig. 13,14;
- Fig. 16 bis Fig. 18:
- Querschnitte durch das Signalgehäuse nach den Linien XVI - XVI, XVII-XVII bzw. XVIII-XVIII
der Fig. 13;
- Fig. 19 bis Fig. 21:
- einen Ausschnitt aus Fig. 7 mit drei unterschiedlichen Lagen eines Luftreifens auf
der Felge.
[0023] Fig. 1 läßt einen Teil einer aus einer Aluminiumlegierung druckgegossenen Felge 10
für ein nicht dargestelltes Kraftfahrzeugrad erkennen mit einem -- über ein Felgenbett
12 aufragenden -- Felgenhorn 14. In die äußere Seitenwange 16 des Felgenbettes 12
ist ein Ventilloch 18 für ein Reifenventil 20 so eingeformt, daß dessen Längsachse
A in einem üblichen Neigungswinkel w von 15° zur Radachse verläuft. Die Höhe h jener
Seitenwange 16 kann ebenso unterschiedlich bemessen sein wie der Neigungswinkel w,
dem der Wangenwinkel t zur Achsennormalen N entspricht. Dieser mißt in Fig. 6 etwa
25°, in Fig. 7 lediglich 5°.
[0024] Das Reifenventil 20 weist in einem Ventilkörper 22 aus einer beschichteten -- beispielsweise
eloxierten --Aluminiumlegierung einen nicht erkennbaren Ventileinsatz mit axialer
Ventilbohrung auf, den eine Ventilkappe 24 überspannt. Der Ventilkörper 22 ist mit
einer axialen Bohrung 26 ausgestattet sowie an dem der Ventilkappe 24 fernen Ende,
dem Ventilfuß, mit einem radial abragenden Kragen 28, der eine sphärische Umfangsfläche
29 anbietet. Zwischen dem Kragen 28 und einer -- sich an einer Schraubhülse 32 abstützenden
-- Scheibe 34 schmiegt sich die Kante 19 des Ventillochs 18 einem elastischen Ring
36 an.
[0025] In die Bohrung 26 ist ein Hohlschaft 38 einer Innenmehrkant-Schraube 40 eingeschraubt,
deren -- den Hohlraum 39 des Hohlschaftes 38 verlängernder und ein Mehrkantloch 41
anbietender -- Kopf 42 ein sog. Signalgehäuse 44 gegen den Ventilkragen 28 drückt.
[0026] Das Signalgehäuse 44 ist aus einem formstabilen leichten Kunststoff geformt und besteht
in der Ausführung der Fig. 2 bis 4 aus einem quaderförmigen Sockelteil 45 -- der Länge
a von 50 mm, der größten Breite b von 20 mm und einer Sockelhöhe e von 10 mm -- sowie
einer an der -- in Einbaustellung die Längsachse A des Reifenventils 20 in Draufsicht
rechtwinkelig querenden -- Mittellinie B des Sockelteils 45 aufragenden Anformung
46. Letztere weist zueinander geneigte Flankenflächen 47 sowie dazwischen eine Kopffläche
48 auf, die parallel zu Schulterflächen 49 des Sockelteils 45 und zu dessen Bodenfläche
50 verläuft. Von dieser stehen -- in Verlängerung von zwei Schmalseiten oder Stirnflächen
51 des Sockelteils 45 -- Fußleisten 52 ab. Letztere ruhen in der in Fig. 1, 2 skizzierten
Einbaustellung auf dem Felgenbett 12.
[0027] Die in jener Einbaustellung der Seitenwange 16 der Felge 10 zugewandte Längswand
als Rückenfläche 54 des Signalgehäuses 44 ist zur Bodenfläche 50 in einem Winkel f
von 75° geneigt. An ihr ist in die Gehäuseanformung 46 eine Kaverne 56 etwa kalottenartiger
Form eingebracht, von der ein Langloch 58 ausgeht, das in einer parallel zur geneigten
Rückenfläche 54 verlaufenden dünnen Querwand 60 der Gehäuseanformung 46 angeordnet
ist.
[0028] Die Querwand 60 trennt jene Kaverne 56 von einer in der Gehäuseanformung 46 mittig
vorgesehenen Scheitelnut 62 der Breite i von hier 8 mm, deren -- einen gerundeten
Nutengrund flankierende -- Nutwände 63 parallel zur Mittellinie B gerichtet sind.
Die Nutwände 63 enden an Schrägflächen 64 der Gehäuseanformung 46; diese Schrägflächen
64 -- deren Neigungswinkel 45° beträgt -- gehen in die andere Längswand, die Frontfläche
55, des Signalgehäuses 44 über.
[0029] Beidseits der Scheitelnut 62 ist im Sockelteil 45 -- von der Bodenfläche 50 ausgehend
-- jeweils ein in Draufsicht kreisförmiger Einsatzraum 66 des Durchmessers d von etwa
15 mm angeordnet; das Signalgehäuse 44 dient zur ventilnahen Aufnahme einer Babyzelle
und einer Senderelektronik - beide Einsätze sind in der Zeichnung aus Gründen der
Übersichtlichkeit vernachlässigt. Lediglich in Fig. 13 ist in einem runden Einsatzraum
66
a eine Babyzelle 67 angedeutet.
[0030] Das Signalgehäuse 44 wird mittels der hohlen Innenmehrkant-Schraube 40 am Reifenventil
20 sowie damit am Felgenbett 22 festgelegt und kann sich -- vor allem dank der Kalotte
mit negativer Teilkugelfläche und ihres Partners, der Umfangsfläche 30 des Ventilkragens
28 -- auch Seitenwangen 16 verschiedener Wangenwinkel t anpassen; dies lassen vor
allem die Fig. 1, 6, 7 in Gegenüberstellung deutlich werden. Erkennbar wird auch die
unterschiedliche Lage des Hohlschaftes 38 im Langloch 58 in den Extremstellungen der
Fig. 6 und 7.
[0031] Die beschriebene Aufhängung des Signalgehäuses durch die --bevorzugt aus vernickeltem
Stahl bestehende --Innenmehrkant-Schraube 40 bildet mit den beiden auf dem Felgenbett
12 ruhenden Fußleisten 52 eine betriebssichere Dreipunktbefestigung für jenes Signalgehäuse
44.
[0032] Die Fig. 8 bis 18 der Zeichnung bieten weitere Ausführungen der Paarung Reifenventil/Signalgehäuse
an. In Fig. 8,9 sind dem Ventilfuß 27
a seitliche Flächen 68 angefräst. Die Kaverne 56
a des Signalgehäuses 44 ist hier ein Schlitz der Breite k mit oben und unten vorgesehenen
teilsphärischen Flächen; in ihr ist der Ventilfuß 27
a verdrehsicher gelagert.
[0033] Im Beispiel der Fig. 10,11 ist zur Verdrehsicherung in den Ventilfuß 27
b eine Nut 70 eingebracht, in die eine -- von der Innenmehrkant-Schraube 40 durchsetzte
-- Rippe 72 des Signalgehäuses 44 eingreift. Diese Rippe 72 ragt in die Kaverne 56
b ein.
[0034] Die Länge a des Signalgehäuses 44
0 der Fig. 12 bis 18 mißt etwa 63 mm, seine größte Breite b hier etwa 32 mm bei einer
Gesamthöhe e
1 -- ohne die hier flügelähnlichen Fußleisten 52
a -- von 17 mm; die Höhe z der Fußleisten 52
a beträgt 4 mm bei einer Länge g von 15 mm.
[0035] Die Stirnflächen 51
a des bevorzugt aus Kunststoff geformten Signalgehäuses 44
a sind hier in einem Winkel von etwa 35° zur Vertikalen nach oben innen gekrümmt geneigt,
der Neigungswinkel y der Frontfläche 55 beträgt etwa 37°.
[0036] Fig. 13 läßt in den Einsatzräumen 66
a angeformte Hülsen 74 mit Schraublöchern 76 für die einzubringenden Elektronikteile
erkennen, Fig. 15 zudem Fenstereinformungen 78 in der Rückenfläche 54.
[0037] Die Fig. 19 bis 21 skizzieren schematisch unterschiedliche Stellungen eines Luftreifens
80; während dessen Demontage gleitet sein ringförmiger Reifenwulst 82 aus dem Felgenbett
12 über das -- am Ventilfuß 27, 27
a,27
b und den Fußleisten 52,52
a -- dreipunktgelagerte Signalgehäuse 44,44
a und dessen frontwärtige Schrägflächen 64, ohne Ortsveränderungen oder gar Deformationen
am Signalgehäuse 44,44
a hervorzurufen.
[0038] Es ergibt sich so ein variabel anzubringendes Gehäuse für Stromquelle und Meßwertgeber,
die beide unmittelbar am Reifenventil 20 sitzen und gegen Zugriffe von außen --insbesondere
gegen in den Felgenraum eingeführte Montagewerkzeuge -- geschützt sind. Ist die erwähnte
Mittellinie B bezüglich des Gewichts Symmetrielinie des Signalgehäuses 44, wird das
Entstehen von Unwuchten durch dieses weitgehend eingeschränkt.
1. Vorrichtung zum Messen des Reifendruckes in einem Luftreifen eines Fahrzeuges mittels
eines vom Reifendruck beaufschlagten Meßwertgebers am Felgenbett einer ein Reifenventil
aufnehmenden Felge des Luftreifens, außerhalb dessen dem Meßwertgeber ein Empfänger
zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem Reifenventil (20) ein dem Felgenbett (12) zugeordnetes Signalgehäuse (44,
44a) verbunden ist, welches eine Senderelektronik als Meßwertgeber für den Reifendruck
enthält.
2. Vorrichtung mit axialer Ventilbohrung im Reifenventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Signalgehäuse (44, 44a) an das Reifenventil (20) durch ein Verbindungselement, insbesondere eine in die
Ventilbohrung (28) eingreifende Schraube (40), angeschlossen und gegenüber diesem
einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Kopf (42)
der hohl ausgebildeten Schraube (40) an die ventilferne Seite einer von ihr mit Spiel
durchgriffenen Längswand (54) des Signalgehäuses (44, 44a) anlegt, die gegebenenfalls ein sich parallel zu den Gehäusestirnflächen (51) erstreckendes
Langloch (58) od.dgl. Durchbruch für den Hohlschaft (38) der Schraube (40) aufweist,
wobei gegebenenfalls das Langloch (58) od.dgl. Durchbruch für die Schraube (40) in
einer zur Längswand (54) parallelen Querwand (60) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Formgebung
der Anlagefläche (54) des Signalgehäuses (44, 44a) dergestalt, daß dieses bei angezogener Schraube (40) in das Felgentiefbett gedrückt
ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
von der felgenwärtigen Unterfläche (50) des Signalgehäuses (44, 44a) zwei Fußelemente (52, 52a) abragen, zwischen denen eine von der Achse der Schraube (40) definierte Ebene verläuft,
wobei gegebenenfalls die Fußelemente (52,52a) leistenartige Anformungen im Bereich der Schmalseiten (51,51a) des quaderartigen Signalgehäuses (44,44a) sind.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Signalgehäuse (44, 44a) am Reifenventil (20) sowie an den zwei in Abstand zu ihm und in Abstand (a) zueinander
angeordneten Fußelementen (52, 52a) gelagert ist, wobei gegebenenfalls die Fußelemente (52, 52a) leistenartige Anformungen im Bereich der Schmalseiten (51, 51a) des quaderartigen Signalgehäuses (44, 44a) sind.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die ventilferne Seite der Querwand (60) eine von einer Längsseite oder Frontfläche
(55) des Signalgehäuses (44, 44a) ausgehende Scheitelnut (62) mit deren Nutwänden (63) begrenzt.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
in das Signalgehäuse (44, 44a) an dessen ventilnaher Rückenfläche (54) eine Kaverne (56, 56a, 56b) eingeformt und in dieser der Fuß des Reifenventils (20) einstellbar gelagert ist,
wobei die Kaverne (56) von einer Teilkugelfläche, insbesondere einer Halbkugelfläche,
begrenzt ist, der eine teilsphärische Umfangsfläche (30) des Ventilfußes (27) anliegt,
oder daß in der von Teilkugelflächen begrenzten Kaverne (56b) eine mittige Rippe (72) verläuft, die in eine entsprechende Nut (70) des Ventilfußes
(27b) eingesetzt ist.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
in das Signalgehäuse (44, 44a) an dessen ventilnaher Rückenfläche (54) eine Kaverne (56, 56a, 56b) eingeformt und in dieser der Fuß des Reifenventils (20) einstellbar gelagert ist,
wobei die Kaverne (56a) als Schlitz ausgebildet ist, in den ein beidseitig flächiger Ventilfuß (27a) eingesetzt ist, wobei gegebenenfalls im Schlitz an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten Teilkugelflächen angeordnet sind, denen zwischen den seitlichen Flächen vorgesehene
teilsphärische Flächen des Ventilfußes (27a) gegenüberstehen.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
Kaverne (56, 56a, 56b) und Scheitelnut (62) in einer Anformung (46) des Signalgehäuses (44, 44a) vorgesehen sind, wobei die Gehäuseanformung mittig auf einem etwa quaderartigen
Sockelteil (45) angeordnet ist, wobei gegebenenfalls die seitlichen Außenflächen (47)
der Gehäuseanformung (46) von Schulterflächen (49) des Sockelteiles (45) ab zueinander
geneigt sind.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß nahe den Fußelementen (52, 52a) in den Sockelteil (45) beidseits einer die Längsachse (A) des Signalgehäuses (44,
44a) querenden Mittellinie (B) jeweils ein Einsatzraum (66, 66a) für einen Einsatz, insbesondere für eine Stromquelle und/oder den Meßwertgeber,
angeordnet ist, wobei gegebenenfalls im Einsatzraum (66,66a) Befestigungselemente (76) für den Einsatz vorgesehen sind und/oder die Mittellinie
(B) Symmetriegerade des Signalgehäuses (44,44a) ist.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die ventilnahe Längsseite oder Rückenfläche (54) des Signalgehäuses (44, 44a) von der Bodenfläche (50) zur Gehäuseanformung (45) hin in einem Winkel (f) nach
außen geneigt ist, wobei gegebenenfalls die andere Längsseite oder Frontfläche (55)
der Gehäuseanformung (46) gleichgerichtet in einem Winkel (q) geneigt ist und/oder
die Neigung der ventilfernen Frontfläche (55) der Gehäuseanformung (46) größer ist
als die Neigung der ventilnahen Rückenfläche (54) des Signalgehäuses (44, 44a).
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge (a) des Signalgehäuses (44, 44a) zwischen 50 mm und 70 mm, bevorzugt etwa 60 mm, beträgt.
14. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch ein
Verhältnis von Breite (b) zu Länge (a) des Signalgehäuses (44, 44a) etwa von 1 : 2 bis 1 : 3 und/oder durch ein Verhältnis der Gesamtfläche (e1) des Signalgehäuses (44, 44a) zu seiner Länge (a) von 1 : 3 bis 1 : 4.
15. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Höhe (z) der Fußelemente (52, 52a) zur Länge (a) des Signalgehäuses (44, 44a) etwa 1 : 15, 1 : 18, insbesondere 1 : 16, beträgt.
16. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
daß das Signalgehäuse (44, 44a) aus einem zähen Kunststoff geringen spezifischen Gewichts geformt ist.