[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Lufteinschlüssen aus Papierstapeln
mit einer Förderbahn für die Stapel, einem entlang der Förderbahn bewegbaren Zangenwagen
mit wenigstens einer einen Stapel in einer ersten Position ergreifenden und entlang
der Förderbahn in eine zweite Position ziehenden Zange und einem auf den Stapel absenkbaren
Preßorgan, welches zum Luftauspressen auf den Stapel drückt, während dieser relativ
zum Preßorgan entlang der Förderbahn gezogen wird.
[0002] Papierstapel sind Riese und andere Lagen oder Stapel aus einzeln oder gruppenweise
aufeinandergeschichteten Papierbögen, die transportiert und weiterverarbeitet, beispielsweise
verpackt, werden. Unter Papierstapeln sollen auch Stapel aus anderem Bogenmaterial
verstanden werden, die wie Papierstapel zu behandeln sind.
[0003] Der Transport von in Stapeln aufeinandergeschichteten Papierbögen erfordert besondere
Vorsicht und Sorgfalt, weil derartige Stapel nicht sehr formstabil sind. Einzelne
oder Gruppen von Bögen können leicht verrutschen, so daß der Stapel seine gewünschte,
in der Regel quaderförmige Konfiguration verliert. Diese Instabilität der Stapel rührt
wesentlich auch daher, daß sich bei der Aufeinanderschichtung der Bögen zwischen diesen
Luftschichten bilden. Diese Luft entweicht infolge des Eigengewichts der Bögen zwar
nach einiger Zeit von selbst, bei den hohen Produktionsgeschwindigkeiten moderner
Papierverarbeitungsmaschinen und den angestrebten kurzen Förderstrecken bleibt jedoch
keine Zeit, um die Selbstentlüftung der Papierstapel abzuwarten.
[0004] Daher sind Einrichtungen und Maßnahmen bekannt, um vor oder während des Transports
der Stapel deren Entlüftung zu beschleunigen.
[0005] Durch die DE-OS 27 53 668 ist eine Einrichtung bekannt, bei der ein von Zangen erfaßter
Stapel unter einer auf den Stapel aufgesetzten Anpreßwalze hindurchgezogen und dabei
die zwischen den Bögen eingeschlossene Luft herausgepreßt wird. Diese Schrift enthält
keinerlei Angaben darüber, wie einerseits Kollisionen zwischen der sich abwärts bewegenden
Auspreßwalze und der Zange vermieden und andererseits das Aufsetzen der Auspreßwalze
auf den Stapel möglichst dicht vor den Greiferfingern der Zange gewährleistet werden
kann.
[0006] Durch die DE 34 03 209 A1 ist eine Einrichtung bekannt, bei der zur Beseitigung von
Lufteinschlüssen auf den von Zangen gezogenen Stapel ein Ausstreicher in Form einer
Bürste oder Rolle eingeschwenkt wird, der die eingeschlossene Luft ausstreicht, während
der Stapel unter ihm hindurchgezogen wird. Der Ausstreicher dieser Einrichtung ist
an Schwenkhebeln angebracht und erfordert für seine Bewegung relativ viel seitlichen
Bauraum an der Maschine. Außerdem setzt er abhängig von der Höhe der Stapel unter
unterschiedlichen Winkeln an unterschiedlichen Stellen auf den Stapeln auf, so daß
die Ausstreichwirkung differieren kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art anzugeben.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß das Preßorgan bei seiner Abwärtsbewegung
vom Zangenwagen geführt ist.
[0009] Weitere Fortführungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Ansprüche 2 bis 5 betreffen die Anordnung des Preßorgans über der Stapelförderbahn,
seine schräg zur Förderbahn konvergierende Führung, die auch beim schnellen Transport
der Stapel mittels der Zange ein schonendes Aufsetzen des Preßorgans auf die Oberseite
der Stapel ermöglicht, und die Zwangsführung der Abwärtsbewegung des Preßorgans in
Abhängigkeit von der Position des Zangenwagens bis zum Aufsetzen auf einen Stapel.
Insbesondere die Zwangsführung des Preßorgans nach den Ansprüchen 4 und 5 stellt sicher,
daß Kollisionen zwischen dem Preßorgan und der Zange ausgeschlossen sind und daß trotzdem
das Aufsetzen des Preßorgans auf den Stapel unmittelbar vor den den Stapel erfassenden
Greifern der Zange möglich ist. Anspruch 6 enthält spezielle Merkmale der Zwangsführung
des Preßorgans durch den Zangenwagen.
[0011] Als Preßorgan können herkömmliche Ausstreichwerkzeuge, wie beispielsweise Bürsten,
eingesetzt werden. Nach Anspruch 7 ist jedoch als Preßorgan eine Preßwalze vorgesehen,
die unter der auf sie wirkenden Andruckkraft auf der Oberfläche des unter ihr hindurchbewegten
Stapels frei abrollt und dabei die zwischen den Blättern des Stapels eingeschlossene
Luft zuverlässig herauspreßt. Wegen der rotierenden Preßwalze werden wesentlich erhöhte
Zugspannungen in den oberen Bögen des Stapels vermieden.
[0012] Anspruch 8 betrifft den Antrieb der Auf- und Abbewegung des Preßorgans, der gleichzeitig
auch bei der Abwärtsbewegung des Preßorgans einen für die Zwangsführung durch den
Zangenwagen erforderlichen Druck und die Anpressung des Preßorgans auf die Stapel
bewirkt. Die Ansprüche 9 und 10 betreffen Ausgestaltungen der Förderbahn und der Preßorganlagerung,
welche die Ausübung von Druck auf die Stapel mittels des Preßorgans erlauben und eine
einfache Formatanpassung ermöglichen. Anspruch 11 betrifft eine spezielle Ausgestaltung
des Antriebes für die Auf- und Abbewegung des Preßorgans, mit der bei geringem Bauraum
eine hohe Wirksamkeit erzielt wird.
[0013] Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau aus,
der wenig Bauraum erfordert und nicht weit über die Seitenränder der Maschine greift.
Die Steuerung der Abwärtsbewegung des Preßorgans erfolgt in strenger Abhängigkeit
von der Bewegung des Zangenwagens, so daß Kollisionen zwischen dem Preßorgan und der
Zange vermieden werden und das Preßorgang unmittelbar vor den Greifern der Zange auf
den Stapel aufsetzt. Das Preßorgan setzt - bezogen auf die Zangen - unabhängig von
der Stapelhöhe immer an derselben Stelle auf. Dabei ist die Einstellung auf verschiedene
Stapelhöhen sehr einfach.
[0014] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0015] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine Seitenansicht eines Auführungsbeispiels der Vorrichtung
nach der Erfindung in drei verschiedenen Arbeitspositionen.
[0016] Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der
Erfindung weist eine Förderbahn 1 auf, welche eine erste Position 2 von Stapeln 3
mit einer zweiten Stapelposition 4 verbindet. Die erste Stapelposition 2 ist beispielsweise
eine Sammelbox 6 mit Seitenwänden 7, in welcher einzelne Bögen oder Lagen mehrerer
Bögen aus Papier oder ähnlichem Material in üblicher Weise zu Stapeln 3 aufgeschichtet
werden. Die zweite Position 4 kann, was in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist,
ein Abförderer sein, welcher die ankommenden Stapel zu einer anschließenden Weiterverarbeitungsstation,
beispielsweise einer Packmaschine, transportiert.
[0017] Der Förderbahn 1 ist ein Zangenwagen 8 zugeordnet, der in üblicher Weise so geführt
und angetrieben ist, daß er sich in Pfeilrichtung 9 parallel zur Förderbahn 1 bewegt,
um mit einer oder mehreren nebeneinander angeordneten Zangen 11 Stapel aus der ersten
Position 2 in die zweite Position 4 zu transportieren. Die Zangen 11 bestehen aus
einem unteren Greifer 12 und einem oberen Greifer 13, mit welchen sie die Stapel 3
ergreifen und während des Transportes aus der ersten Position 2 in die zweite Position
4 festhalten. Die Vorrichtung, bestehend aus Förderbahn, erster und zweiter Stapelposition
sowie Zangenwagen und Zangen ist in üblicher Weise aufgebaut und bedarf daher hier
keiner weiteren Beschreibung. Verwiesen sei hierzu auf die DE 41 16 969 A1 (entsprechend
US 5 233 815), in welcher beschrieben ist, wie die Stapel in der Position 1 mehrnutzig
nebeneinander angesammelt und mit Zangen mehrnutzig nebeneinander zu einer zweiten
Position abgezogen werden.
[0018] An Führungsleisten 14, die beidseits der Förderbahn 1 schräg zur Förderbahn konvergierend
an einem nicht dargestellten Maschinengestell angebracht sind, ist ein Preßorganschlitten
16 auf- und abbewegbar geführt. Der Preßorganschlitten 16 besteht aus zwei jeweils
den Führungsleisten 14 zugeordneten, im gezeigten Ausführungsbeispiel plattenartig
ausgebildeten Seitenträgern 17, die durch eine Traverse 18 miteinander verbunden sind.
An jedem Seitenträger 17 ist ein kolbenstangenloser Pneumatikzylinder 19 angebracht,
in den eine der Führungsleisten 14 integriert ist. Diese Pneumatikzylinder 19 mit
den integrierten Führungsleisten dienen als Antriebe für den Preßorganschlitten 16,
die den Schlitten an den Führungsleisten entlang bewegen. Federnde Anschläge 21 und
22 an den beiden Enden der Führungsleisten wirken als Dämpfer in der oberen und der
unteren Position des Preßorganschlittens 16. ein Preßorgan 23 in Gestalt einer Preßwalze
24 ist an beiden Seiten in den Seitenträgern 17 gelagert. Dazu ist die Welle 26 der
Preßwalze an beiden Seitenträgern 17 befestigt, so daß sich die Preßwalze über die
gesamte Arbeitsbreite der Förderbahn 1 und der Positionen 2 und 4 erstreckt. Die Enden
der Welle 26 sind gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung in Langlöchern
27 verschraubt, was die Anpassung der Lage der Preßwalze 24 an die Höhe der Stapel
3 erlaubt.
[0019] An der dem Preßorganschlitten 16 zugewandten Seite weist der Zangenwagen 8 wenigstens
eine im wesentlichen vertikale Führungsfläche 28 auf. Diese Führungsfläche 28 korrespondiert
mit im wesentlichen vertikal verlaufenden Gleitflächen 29, die an der Frontseite der
Seitenträger 17 vorgesehen sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung
sind die Gleitflächen 29 als vertikale Gleitleisten ausgebildet, die zumindest bei
der Abwärtsbewegung des Preßorganschlittens 16 an den Führungsflächen 28 des Zangenwagens
8 abwärts gleiten können.
[0020] Die aus kolbenstangenlosen Pneumatikzylindern mit integrierten Führungsleisten bestehenden
Antriebe des Preßorganschlittens werden beispielsweise von der Firma Origa GmbH Pneumatik,
Industriestraße 8, D-70794 Filderstadt unter der Bezeichnung Serie P 230 vertrieben.
[0021] In der Sammelbox 6 werden aus aufeinanderfolgenden Papierbögen oder aus Bögen aus
ähnlichem Material Stapel 3, sogenannte Riese, angesammelt. Dabei wird zwischen den
aufeinandergestapelten Papierbögen in der Regel Luft eingeschlossen, die die Konfiguration
der Stapel instabil macht. Um die Stabilität der Stapel für ihren Transport und ihre
Weiterverarbeitung, zum Beispiel ihre Verpackung, zu erhöhen und ihre Formbeständigkeit
zu verbessern, sind daher besondere Maßnahmen erforderlich, mit denen die Luft zwischen
den einzelnen Blättern bzw. zwischen Blattlagen aus dem Stapel herausgepreßt wird.
Der Einfachheit halber ist bei der folgenden Ablaufbeschreibung immer nur von einem
Stapel die Rede, obwohl in der Regel mehrnutzig gearbeitet wird und daher gleichzeitig
nebeneinander mehrere Stapel gebildet, mit mehreren Zangen aus der ersten Position
in die zweite Position überführt und zur Luftauspressung behandelt werden. Wenn also
im folgenden immer nur von einem Stapel die Rede ist, so gilt das immer entsprechend
auch für die gleichzeitige Behandlung mehrerer Stapel nebeneinander in einer mehrnutzigen
Maschine.
[0022] Ist ein Stapel 3 in der ersten Position 2, der Sammelbox 6, komplett, so übernimmt
die Zange 11 des Zangenwagens 8 diesen Stapel, indem die Greifer 12 und 13 der Zange
11 den Stapel an seiner vorderen Ober- und Unterseite erfassen, wie das in Figur 1
dargestellt ist. An der frontseitigen Führungsfläche 28 des Zangenwagens liegen die
vertikalen Gleitflächen 29 des Preßorganschlittens 16 an, der sich in seiner oberen
Position an den Führungsleisten 14 befindet. Wird nun zum Abziehen des Stapels 3 der
Zangenwagen 8 in Richtung des Pfeiles 9 nach rechts bewegt, so fährt der Preßorganschlitten
16 an den Führungsleisten 14 schräg zur Förderbahn 1 abwärts, bis die Preßwalze 24
auf die Oberfläche des Stapels 3 aufsetzt. Die Abwärtsbewegung wird von den Pneumatikzylindern
19 unterstützt, die den Schlitten an den Führungsleisten 14 abwärts drücken und dadurch
einen sicheren Kontakt zwischen der Führungsfläche 28 des Zangenwagens und den Gleitflächen
29 des Preßorganschlittens 16 aufrecht erhalten. Das Aufsetzen der Preßwalze 24 ist
in Figur 2 dargestellt. Der federnde Anschlag 21 dämpft das Aufsetzen, so daß eine
schonende Berührung der Preßwalze 24 mit der Oberfläche des Stapels 3 erfolgt. In
dem Bereich, in dem die Preßwalze 24 auf den Stapel aufsetzt, ist auf der Förderbahn
1 eine Ausgleichsplatte 31 vorgesehen, die die Höhendifferenz zwischen der auf dem
unteren Zangengreifer 12 aufliegenden Stapelunterseite und der Oberfläche der Förderbahn
1 ausgleicht.
[0023] Wie die Figur 2 deutlich macht, setzt die Preßwalze 24 immer kurz vor der oberen
Greiferbacke 13 der Zange auf dem Stapel 3 auf. Sie wird von dem Pneumatikzylinder
19 gegen die Stapeloberfläche gedrückt und von dem Stapel, der mittels der Zange 11
weiter nach rechts abgezogen wird, in Rotation versetzt. Während der Stapel 3 von
der Zange 11 weiter nach rechts bewegt wird und sich dabei die Führungsfläche 28 des
Zangenwagens von den Gleitflächen 29 des Preßorganschlittens 16 entfernt, rollt die
Preßwalze 24 unter dem Druck der Pneumatikzylinder 19 auf der Oberfläche des Stapels
3 ab und preßt die Luft, die in dem Stapel enthalten ist, heraus. Figur 3 zeigt die
Endposition, in welcher die Preßwalze 24 das hintere Ende des Stapels 3 erreicht hat,
aus dem nun die Luft weitestgehend entfernt ist. Aus dieser in Figur 3 gezeigten Position
fährt der Preßorganschlitten 16 durch Umschalten des Pneumatikzylinders 19 zurück
in seine obere Ausgangsposition, in welcher er an den Anschlägen 22, die die Aufprallenergie
des Schlittens dämpfen, angehalten wird. Der Preßorganschlitten 16 mit der Preßwalze
24 ist nun für einen weiteren Arbeitsgang bereit, der beginnen kann, sobald der Zangenwagen
8 in seine in Figur 1 gezeigte Position zurückgekehrt ist, in welcher seine Führungsfläche
28 an den Gleitflächen 29 des Preßorganschlittens wieder anliegt.
[0024] Sind Stapel 3 mit einer anderen Höhe zu behandeln, so wird die Befestigung der Welle
der Preßwalze 24 in den seitlichen Langlöchern 27 entsprechend verändert. Auf diese
Weise wird erreicht, daß die Preßwalze 24 unabhängig von der Stapelhöhe immer in derselben
Entfernung vor der Zange auf dem Stapel aufsetzt. Das führt zu reproduzierbaren Arbeitsergebnissen.
1. Vorrichtung zum Entfernen von Lufteinschlüssen aus Papierstapeln mit einer Förderbahn
für die Stapel, einem entlang der Förderbahn bewegbaren Zangenwagen mit wenigstens
einer einen Stapel in einer ersten Position ergreifenden und entlang der Förderbahn
in eine zweite Position ziehenden Zange und einem auf den Stapel absenkbaren Preßorgan,
welches zum Luftauspressen auf den Stapel drückt, während dieser relativ zum Preßorgan
entlang der Förderbahn gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßorgan (24)
bei seiner Abwärtsbewegung vom Zangenwagen (8) geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßorgan (24) an einem
Schlitten (16) angebracht ist, daß der Preßorganschlitten (16) an wenigstens einer
in Förderrichtung (9) der Stapel (3) schräg zur Förderbahn (1) konvergierenden Führung
(14) bewegbar ist und daß Steuermittel (28, 29) zum Steuern wenigstens der Abwärtsbewegung
des Schlittens an der Führung in Abhängigkeit von der Position des Zangenwagens (8)
beim Abziehen eines Stapels über die Förderbahn (1) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenführung
(14) und die Steuermittel (28, 29) das Preßorgan (24) unmittelbar hinter den auf dem
Stapel (3) aufliegenden Greifern (13) der Zange (11) aufsetzend ausgebildet und angeordnet
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß der Preßorganschlitten
(16) in Abhängigkeit von der Zangenbewegung kurvengeführt aus seiner abgehobenen Position
in einer auf den Stapel (3) aufgesetzte Position bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßorganschlitten
(16) an seiner dem Zangenwagen (8) zugewandten Frontseite wenigstens eine Kontakteinrichtung
(29) aufweist, daß an der dem Schlitten (16) zugewandten Seite des Zangenwagens (8)
wenigstens eine im wesentlichen vertikale Führungsfläche (28) vorgesehen ist und daß
die Kontakteinrichtung (29) des Schlittens während seiner Abwärtsbewegung bis zum
Aufsetzen des Preßorgans (24) auf dem Stapel (3) im wesentlichen vertikal verfahrbar
an der Führungsfläche (28) des Zangenwagens (8) anliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakteinrichtung (29)
des Preßorganschlittens (16) als im wesentlichen vertikal verlaufende Gleitfläche
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Preßorgan
(23) eine am Preßorganschlitten (16) frei drehbar gelagerte Preßwalze (24) vorgesehen
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Preßorganschlitten
(16) ein reversierbarer Schlittenantrieb (19) zugeordnet ist, daß der Antrieb den
Schlitten (16) während seiner Abwärtsbewegung gegen die Führungsfläche (28) des Zangenwagens
(8) drückend, nach dem Aufsetzen des Preßorgans (23) gegen den Stapel (3) pressend
und nach dem Durchziehen des Stapels (3) unter dem Preßorgan (23) in seine abgehobene
Position nach oben fahrend ausgebildet und angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbahn
(1) als festes Widerlager für das Anpressen des auf den Stapel (3) aufgesetzten Preßorgans
(23) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßorgan
(23) zur Anpassung an verschiedene Stapelhöhen entsprechend verschiebbar am Preßorganschlitten
(16) angebracht ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Schlittenantrieb
(19) ein kolbenstangenloser Pneumatikzylinder mit integrierter Führungsleiste (14)
vorgesehen ist, der selbst Bestandteil des Schlittens (16) ist und dessen Führungsleiste
gleichzeitig als Schlittenführung dient.