(57) Die Erfindung betrifft ein Kupferband oder -blech mit einer rotbraunen bis dunkelbraunen
Deckschicht. Die Deckschicht besteht aus einer am Basismetal haftenden ersten Schicht
aus Cu
2O, deren Dicke 0,05 bis 5 µm beträgt, und einer oberhalb der ersten Schicht angeordneten
zweiten Schicht aus CuO mit einer Dicke zwischen 1 und 100 nm.
Zur Herstellung der Deckschicht wird das Kupferband zunächst einer ersten Wärmebehandlung
zur Bildung der Cu
2O-Schicht und dann einer zweiten Wärmebehandlung zur Bildung der CuO-Schicht unterzogen.
Alternativ kann die Deckschicht auch durch eine Wärmebehandlung in oxidierender Atmosphäre
gebildet werden, an die sich eine Behandlung mit einer wässerigen Lösung aus einem
alkalisch reagierenden Salz anschließt.
Das voroxidierte Kupferband oder -blech gemäß der Erfindung ist insbesondere für die
Anwendung im Baubereich als Dachabdeckungs- und Fassadenbekleidungsmaterial geeignet.
[0001] Die Erfindung betrifft einerseits ein Kupferband oder -blech mit einer rotbraunen
bis dunkelbraunen Deckschicht für die Anwendung im Baubereich. Andererseits ist die
Erfindung auf bevorzugte Verfahren zur Herstellung einer braunen Deckschicht auf aus
Kupfer bestehendem bandförmigem Halbzeug, insbesondere auf gewalzten Bändern und Blechen
für die Dachabdeckung und Fassadenbekleidung, gerichtet.
[0002] Es ist bekannt, daß sich unter normalen atmosphärischen Bedingungen auf der Oberfläche
von metallblankem Kupfer eine festhaftende und beständige Deckschicht aus Kupferoxid
bildet. Der zunächst sehr dünne Oxidfilm stabilisiert die Oberfläche des Kupfermaterials
bereits merklich gegenüber den Einwirkungen der Atmosphäre. Die langsame Weiterbildung
der Oxidschicht infolge der Reaktion des Kupfers mit Feuchtigkeit und Luftsauerstoff
läßt im Idealfall allmählich eine gleichmäßige Braunfärbung (Braunpatina) entstehen,
wobei die Oberfläche des Kupfers zunehmend den metallischen Glanz verliert. Die braune
Deckschicht wird im Laufe der Zeit immer dunkler und geht dann in ein Anthrazit-Braun
über. Dies ist der an senkrechten Gebäudeflächen, wie einer Außenwandbekleidung, üblicherweise
eintretende Endzustand. Bei geneigten Dachflächen ändert sich die Deckschicht unter
Reaktion mit den in der Atmosphäre enthaltenen Stoffen, wie Schwefeldioxid, Kohlendioxid
und Chloriden zu basischen Kupferverbindungen farblich weiter, bis das kupfertypische
Patinagrün erreicht ist.
[0003] Die Ausbildung der braunen Deckschicht kann sich jedoch unter gewissen atmopshärischen
Bedingungen stellenweise erheblich verzögern aber auch beschleunigen, so daß in der
Regel relativ lange gewartet werden muß, bis eine gleichmäßige Verfärbung der Kupferoberfläche
erreicht ist. Abweichungen von einer einheitlichen Farbtönung sind insbesondere im
Anfangsstadium der Bewitterung zu beobachten. Auf der Kupferoberfläche bilden sich
vielfach zunächst ungleichmäßig dunkle Flecken und/oder Streifen aus. Im weiteren
Verlauf der Bewitterung durch atmosphärische Einflüsse verwinden diese Farbunterschiede
jedoch zusehens.
[0004] Ein Verfahren zur Herstellung gleichmäßiger Schichten aus Kupfer-(I)-Oxid auf der
Oberfläche von Kupferdraht oder -band ist beispielsweise in Chemical Abstracts, Band
83, Nr. 2, Juli 1975, Seite 258, Zusammenfassung Nr. 32184t erwähnt. Bei diesem bekannten
Verfahren wird die Kupferoxidschicht durch eine oxidierende Wärmebehandlung bei einer
im Temperaturbereich von 300 bis 1000 °C liegenden Temperatur gebildet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits ein Kupferband oder -blech der
eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, das auf der Oberfläche eine gleichmäßige
und festhaftende braune Deckschicht (Braunpatina) aufweist und das bei verringerter
Löslichkeit von Kupferionen einfach zu handhaben und zu verarbeiten ist.
[0006] Andererseits liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Verfahren zur Herstellung
einer braunen Deckschicht auf aus Kupfer bestehendem bandförmigen Halbzeug zu schaffen.
[0007] Die Lösung des gegenständlichen Teils dieser Aufgabe wird in den im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmalen gesehen. Danach besteht die zweischichtige
Deckschicht aus einer am Basismetall haftenden ersten Schicht aus Cu
2O mit einer im Bereich von 0,05 bis 5 µm, vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 1 µm
liegenden Dicke und einer darüber angeordneten zweiten Schicht aus CuO mit einer Dicke
zwischen 1 und 100 nm, vorzugsweise mit einer Dicke zwischen 10 und 50 nm.
[0008] Die Lösung des auf ein Verfahren gerichteten Teils der Aufgabe ergibt sich aus den
im Kennzeichen der Patentansprüche 3 und 4 aufgeführten Merkmalen.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Mit Hilfe der Maßnahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens gelingt es in überraschend
einfacher Weise, eine werksseitige Vorbewitterung (Braunpatinierung) der Oberfläche
von aus Kupfer bestehendem bandförmigem Halbzeug zu erzielen, ohne daß auf die von
der Langzeiteinwirkung atmosphärischer Einflüsse abhängige dunkelbraune Verfärbung
der Kupferoberfläche gewartet werden muß. Dieser Vorteil kommt insbesondere dem ästhetischen
Empfinden nach einer gleichmäßigen Einfärbung der Kupferoberfläche entgegen, beispielsweise
bei einer aus Kupferprofilelementen zusammengesetzten Dachabdeckung oder Fassadenbekleidung.
Ein wesentlicher Vorteil ist auch darin zu sehen, daß dem Klempner bei eventuell notwendig
werdenden Reparaturarbeiten entsprechende mit einer Braunpatina versehene Kupferbänder
oder -bleche zur Verfügung gestellt werden können. Dieses vorpatinierte Material ermöglicht
dann eine übergangslose Einfügung in bereits seit längerer Zeit den atmosphärischen
Einflüssen ausgesetzen Fassadenbekleidungen, ohne daß Unterscheide bezüglich der Farbtönung
der braunen Deckschichten auf den einzelnen Fassadenelementen sichtbar werden.
[0011] Es hat sich ferner gezeigt, daß die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
vorpatinierten Bänder oder Bleche aus Kupfer Deckschichten aufweisen, die sowohl eine
hervorragende Haftfestigkeit aufweisen als auch beim Biegen oder Abkanten vorformungsfest
bleiben, d. h. keine Ablösung zeigen. Sogar die bei der Montage von Dachabdeckungen
und Fassadenbekleidungen häufig unvermeidlichen Fingerspuren bleiben auf der vorpatinierten
Oberfläche weitgehend unauffällig.
[0012] Die verbesserte Haftfestigkeit der Deckschicht und die noch einheitlichere Braunfärbung
der vorpatinierten Kupferoberfläche läßt sich sowohl dadurch erreichen, daß unmittelbar
im Anschluß an die erste Wärmebehandlung unter einer definierten Sauerstoff enthaltenden
Mischgasatmosphäre eine zweite Wärmebehandlung unter oxidierenden Bedingungen zur
Bildung einer CuO-Schicht durchgeführt wird. Hinzu kommt, daß die Cu
2O-Zwischenschicht als Haftvermittler für die CuO-Schicht dient. Die Cu
2O-Schicht schützt das Kupferblech vor lokaler Korrosion, während die CuO-Schicht für
die Reduzierung der Flächenkorrosion (Kupferionenlöslichkeit) durch saures Regenwasser
oder andere für Kupfer agressive Medien verantwortlich ist.
[0013] Überraschenderweise führt auch eine chemische Nachoxidierung mit einer wässerigen
Lösung aus einem alkalisch reagierenden Salz allein oder in Verbindung mit einem Salz
aus der anorganische Peroxide, organische Peroxide und Chlorsauerstoffsäure umfassenden
Gruppe zum gleichen Ergebnis.
[0014] Grundsätzlich sind bereits zahlreiche chemische und elektrolytische Verfahren zum
Braunfärben von Kupferoberflächen bekannt. Diese führen ohne den vorherigen thermischen
Voroxidationsschritt, insbesondere unter großtechnischen Fertigungsbedingungen, zu
einer ungenügenden Farbsättigung der Deckschichten. Darüber hinaus läßt es sich in
der Regel nicht vermeiden, daß bei einer beispielsweise durch Tauchbehandlung aufgebrachten
Behandlungslösung Flecken und Schlieren auf der Oberfläche zurückbleiben.
[0015] Anhand einiger Ausführungsbeispiele soll die Erfindung im folgenden noch näher erläutert
werden.
Ausführungsbeispiel 1:
[0016] Ein kaltgewalztes und gegebenenfalls entfettetes Band aus SF-Kupfer gemäß DIN 1787
mit einer Dicke von 0,6 mm und einer Breite von 100 mm (Probe 1) wurde mittels einer
rauhen Arbeitswalze gleichmäßig aufgerauht. Die mittlere Rauhigkeit der Oberfläche
des Kupferbands betrug 5 µm. Das Kupferband wurde dann zur Wärmebehandlung einem Laborofen
zugeführt, dessen Betriebstemperatur auf etwa 480 °C eingestellt war. Zur Oberflächenoxidation
des Kupferbands wurde in der Ofenkammer eine kontrollierte Gasatmosphäre aus Stickstoff
mit 2 Vol.5% Sauerstoffanteil eingestellt und das Kupferband bei diesen Bedingungen
5 Minuten gehalten. Nach dieser Wärmebehandlung wurde die Probe 1 in einer Kühlkammer
unter Schutzgas, beispielsweise Argon, auf Raumtemperatur abgekühlt. Das wärmebehandelte
Kupferband zeigte eine regelmäßige rote etwa 1 µm dicke Cu
2O-Oxidschicht, deren Kristalle eine mittlere Korngröße von 0,05 µm aufwiesen. Anschließend
wurde die Probe 1 einer zweiten Wärmebehandlung bei einer Temperatur von 300 °C in
einer Mischgasatmosphäre mit höherem Sauerstoffgehalt als bei der ersten Wärmebehandlung,
beispielsweise atmosphärische Luft, unterzogen. Durch diese zweite Wärmebehandlung
wuchs auf der Oberfläche der Cu
2O-Zwischenschicht eine dünne dunkelbraune CuO-Oxidschicht mit einer Dicke von etwa
0,05 µm (50 nm) auf.
[0017] Üblicherweise sind CuO-Schichten auf Kupferoberflächen schwarz und bestehen aus Tenorit-Kristallen.
Wird allerdings durch eine gezielte zweite Wärmebehandlung oder durch eine chemische
Nachoxidierung eine dünne CuO-Schicht auf einer roten Cu
2O-Zwischenschicht aufgebaut, so addieren sich die Farbwerte der beiden Oxidschichten
auf die angestrebte rotbraune bis dunkelbraune Deckschicht.
[0018] Wenn die Dicke der Cu
2O-Zwischenschicht unterhalb von 0,05 µm liegt, ist der Anteil der roten Farbe zu gering,
um zusammen mit der CuO-Schicht eine dunkelbraune Farbe der Deckschicht zu erhalten.
Ist jedoch die Dicke der Cu
2O-Zwischenschicht (Kuprit) größer als 5 µm, verringert sich nachteiligerweise die
Haftung dieser Zwischenschicht und die Verformbarkeit der Schicht ist nicht mehr gewährleistet.
Insgesamt treten die besten Eigenschaften hinsichtlich Farbe, Haftung und Verformbarkeit
im Dickenbereich der Zwischenschicht von 0,2 bis 0,7 µm auf.
Ausführungsbeispiel 2:
[0019] In Abwandlung des Ausführungsbeispiels 1 wurde eine als Probe 2 bezeichnetes Kupferblech
nach der ersten Wärmebehandlung um 20 % kaltverformt und danach einer zweiten 10-minütigen
Wärmebehandlung bei 350 °C zur Erzeugung einer dünnen dunkelbraunen CuO-Schicht unterzogen.
Ausführungsbeispiel 3:
[0020] In weiterer Abwandlung des Ausführungsbeispiels 1 wurde ein als Probe 3 bezeichnetes
Kupferblech zunächst zur Ausbildung der Cu
2O-Zwischenschicht 1,5 min bei 550 °C und dann zur Ausbildung einer dünnen CuO-Schicht
10 min bei 350 °C unter oxidierenden Bedingungen einer Wärmebehandlung unterzogen.
Nach diesen beiden Wärmebehandlungen wurde die Probe 3 zur Festigkeitssteigerung um
etwa 10 % kaltverformt.
[0021] Nach diesen Behandlungsschritten wiesen sämtliche Proben eine sehr gleichmäßige Deckschicht
mit einer intensiven dunkelbraunen Färbung auf. Die Braunpatina erwies sich als sehr
abriebfest. Auch nach ergänzenden Biege- und Abkantoperationen zeigte sich weder eine
Beschädigung der Deckschicht noch konnte eine Ablösung der Deckschicht beobachtet
werden.
Ausführungsbeispiel 4:
[0022] Ein kaltgewalztes Band aus SF-Cu (Zustand walzhart) gemäß DIN 1787 mit einer Dicke
von 0,63 mm und einer Breite von 1000 mm wurde in einem Durchlaufofen einer Rekristallisationsglühung
mit gleichzeitiger Oberflächenoxidation unterzogen. Die Wärmebehandlung fand oberhalb
der Rekristallisationstemperatur des Kupferbands in einer kontrollierten Gasatmosphäre
mit etwa 5 % Sauerstoff statt. Unmittelbar nach dem Glühprozeß wurde das Kupferband
durch ein auf etwa 70 °C erwärmtes Oxidationsbad geführt, das aus einem Gemisch von
etwa 40 g/l Natronlauge und etwa 20 g/l Kaliumperoxodisulfat besteht. Anschließend
wurde das Kupferband mit Wasser gespült und mit Heißluft getrocknet. Die Verweilzeiten
des Kupferbands im Durchlaufofen und im chemischen Oxidationsbad können dabei durch
die zum Weichglühen notwendige Zeitdauer bestimmt werden. Das Kupferband wies nach
diesen Behandlungsschritten eine gleichmäßige, rotbraune bis dunkelbraune Deckschicht
auf. Rasterelektronenmikroskopisch wurde die Dicke der Cu
2O-Schicht mit 0,7 µm bestimmt, während die Dicke der CuO-Schicht etwa 0,05 µm betrug.
[0023] Zur Erhöhung der Festigkeit kann das Kupferband anschließend noch halbhart gewalzt
werden. Weder hierbei noch bei ergänzenden Biege- oder Abkantoperationen zeigten sich
Beschädigungen oder Ablösungen der Deckschicht.
1. Kupferband oder -blech mit einer rotbraunen bis dunkelbraunen Deckschicht für die
Anwendung im Baubereich, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht aus einer am Basismetall haftenden ersten Schicht aus Cu2O mit einer im Bereich von 0,05 bis 5 µm, vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 1 µm
liegenden Dicke und einer darüber angeordneten zweiten Schicht aus CuO mit einer Dicke
zwischen 1 und 100 nm, vorzugsweise mit einer Dicke zwischen 10 und 50 nm, besteht.
2. Kupferband oder -blech nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Cu2O-Kristalle eine im Bereich von 0,005 bis 0,5 µm liegende Korngröße, vorzugsweise
eine mittlere Korngröße von etwa 0,05 µm aufweisen.
3. Verfahren zur Herstellung einer braunen Deckschicht auf aus Kupfer bestehendem bandförmigem
Halbzeug, insbesondere gewalzten Bändern oder Blechen für die Dachabdeckung und Fassadenbekleidung,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Verfahrensschritte:
a) Das bandförmige Kupferhalbzeug wird bei einer im Temperaturbereich von 250 bis
750 °C liegenden Temperatur für eine Dauer von 0,1 bis 5 Minuten in einer bis zu 15
Vol.% Sauerstoff enthaltenden Mischgasatmosphäre einer ersten Wärmebehandlung zur
Bildung einer Cu2O-Schicht unterzogen.
b) Im Anschluß an die erste Wärmebehandlung nach Verfahrensschritt a) wird das bandförmige
Kupferhalbzeug einer zweiten Wärmebehandlung unter oxidierenden Bedingungen zur Bildung
einer CuO-Schicht unterzogen, wobei die zweite Wärmebehandlung für eine Dauer von
1 bis 30 Minuten im Temperaturbereich von 200 bis 450 °C durchgeführt wird und wobei
die Mischgasatmosphäre einen Sauerstoffgehalt zwischen 10 und 21 Vol.% aufweist.
4. Verfahren zur Herstellung einer braunen Deckschicht auf aus Kupfer bestehendem bandförmigem
Halbzeug, insbesondere gewalzten Bändern oder Blechen für die Dachabdeckung und Fassadenbekleidung,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Verfahrensschritte:
c) Das bandförmige Kupferhalbzeug wird bei einer im Temperaturbereich von 250 bis
750 °C liegenden Temperatur für eine Dauer von 0,1 bis 5 Minuten in einer Sauerstoff
enthaltenden Mischgasatmosphäre wärmebehandelt, deren Sauerstoffgehalt 1 bis 21 Vol.%
beträgt.
d) Im Anschluß an die Wärmebehandlung nach Verfahrensschritt c) wird das bandförmige
Kupferhalbzeug mit einer wässerigen Lösung aus einem alkalisch reagierenden Salz allein
oder in Verbindung mit mindestens einem Salz aus der anorganische Peroxide, organische
Peroxide und Chlorsauerstoffsäuren umfassenden Gruppe behandelt.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Oberfläche des bandförmigen Kupferhalbzeugs vor dem Verfahrensschritt
a) oder c) mittels texturierter Walzen strukturiert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung nach Verfahrensschritt a) oder c) bei einer Temperatur zwischen
450 und 600 °C durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffgehalt der Mischgasatmosphäre nach Verfahrensschritt a) oder c)
3 bis 10 Vol.% beträgt.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Behandlungslösung einen pH-Wert größer als 8 aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der Behandlungslösung zwischen 10 und 14 beträgt.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungslösung nach Verfahrensschritt d) eine Temperatur von 30 bis 90
°C aufweist und die Behandlung für einen Zeitraum zwischen 15 und 120 Sekunden erfolgt.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das bandförmige Kupferhalbzeug in der wässerigen Lösung zusätzlich elektrolytisch
behandelt wird, wobei das Kupferhalbzeug als Anode geschaltet ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Anode ein elektrischer Strom mit einer Stromdichte von 1 bis 20 A/dm2 fließt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das bandförmige Kupferhalbzeug nach dem Verfahrensschritt a) oder c) und/oder
nach dem Verfahrensschritt b) oder d) einer mechanischen Verformung um bis zu 40 %
unterzogen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung zwischen 5 und 7 % beträgt.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung mittels texturierter Arbeitswalzen durchgeführt wird.