[0001] Die Erfindung betrifft eine aus mehreren, über Verbindungselemente miteinander verbindbaren
Modulen bestehende, vorzugsweise schwimmfähige Konstruktion, insbesondere eine Plattform
für eine Tribüne, eine Bühne, aber auch ein Brustwehr, eine Straßensperre, einen schnell
montierbaren Zufluchtsort u.dgl. Die Module können hiebei verschiedene geometrische
Formen aufweisen und aus dreidimensionalen Körpern bestehen, aber auch flächig ausgebildet
sein.
[0002] Es ist bereits bekannt, derartige Module durch Schrauben, Bolzen oder Keile miteinander
zu verbinden. Bei einem bekannten System der Fima LPA Lizenzverwertungs-und Handelsgesellschaft
m.b.H. in Österreich werden Module in der Größe von 50 x 40 cm und 50x100x40 cm aus
Kunststoff verwendet, die vier Vorsprünge zur Verbindung aufweisen und mittels eines
Keiles mit Kopf verbunden werden. Die Vorsprünge sind plattenförmig ausgebildet, weisen
in der Mitte eine Bohrung auf und sind relativ zueinander um ihre Dicke versetzt angeordnet.
Die Bohrung ist kreisförmig mit vier um 90° versetzten Einschnitten versehen. Die
Vorsprünge sind in den Ecken angeordnet und die Symmetralen schließen miteinander
einen Winkel von 90° ein. Die Verbindung der vier Elemente erfolgt dadurch, daß diese
Elemente aufeinandergelegt und durch die vier Vorsprünge, die übereinander angeordnet
sind, der mit dem Kopf versehene Keil eingesetzt wird. Der Keilkörper hat vier Sprossen,
die bewirken, daß nach dem Einsetzen des Keiles durch Verdrehen desselben dieser gegen
Herausfallen gesichert ist.
[0003] Bei dem bekannten "LEGO"-System erfolgt die Verbindung der Steine durch abstehende
Vorsprünge, die unter Druck in entsprechende Ausnehmungen einrasten. Dieses System
benötigt standardisierte Größen der Verbindungsflächen.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Verbindung von Modulen
zur Herstellung einer Konstruktion zu verbessern und unabhängig von der Gestalt der
einzelnen Module zu machen, wobei die Konstruktion die erforderliche Festigkeit aufweist
und auch schwimmfähig gemacht werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung
vor, daß zumindest einige der Mantelflächen der Module mit Vertiefungen versehen sind
und daß die Verbindungselemente aus Dornen mit wenigstens zwei Segmenten bestehen,
die in die Vertiefungen benachbarter Module eingesetzt sind. Die Verbindung der Module
kann hiebei zur Herstellung von zwei- oder dreidimensionalen Konstruktionen in gleicher
Weise herangezogen werden und ist unabhängig von der Gestalt der Module, diese können
somit verschiedene geometrische Formen aufweisen.
[0005] Auch die Vertiefungen können verschieden geformt sein. So können die Vertiefungen
aus hinterschnittenen Nuten bestehen und die Dornsegmente einen den Nutenquerschnitt
entsprechenden Querschnitt aufweisen. Es können aber auch die Seitenflächen der Module
kreisförmige Vertiefungen aufweisen, in welche ein Dornsegment eingesteckt wird.
[0006] Sowohl die Module als auch die Dorne können hohl ausgebildet sein, wobei der Hohlraum
mit verschiedenen Stoffen, wie beispielsweise Wasser, Sand, expandiertes Polystyren
u.dgl. ausgefüllt werden kann, wodurch die Stabilität der Konstruktion verbessert
und die Schwimmfähigkeit beeinflußt wird. Die Hohlräume in den Dornen können mit Druckluft
oder mit Druckwasser ausgefüllt werden, wodurch eine zusätzliche Versteifung erfolgt.
Es können aber auch diese Hohlräume für die Aufnahme von Leitungen, beispielsweise
elektrischen Leitungen oder Wasserleitungen, dienen oder für die Aufnahme von Stahlseilen,
Ketten u.dgl.
[0007] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie aus
der folgenden Beschreibung, in der auf die Zeichnungen Bezug genommen wird. Fig. 1
zeigt ein würfelförmiges Modul zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Konstruktion,
das an vier Mantelflächen mit einer umlaufenden, verzahnten Nut versehen ist, in schaubildlicher
Darstellung. Fig. 2 zeigt eine Verbindung zweier Module mittels eines Dornes, teilweise
im Schnitt. Fig. 3 zeigt ein Modul mit einer verzahnten Nut, teilweise in Vorderansicht,
teilweise im Schnitt. Fig. 4 stellt ein Modul mit verzahnten Nuten an den Mantelflächen
und einer kreisförmigen, mit Zähnen versehenen Vertiefung im Zentrum dar. Fig. 5 zeigt
das Modul nach Fig. 4, teilweise in Vorderansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 6 stellt
einen Dorn für das Schließen einer an einer Außenfläche eines Moduls vorgesehenen,
verzahnten Nut und Fig. 7 einen zwei Segmente aufweisenden Dorn für die Verbindung
zweier benachbarter Module, jeweils in schaubildlicher Darstellung dar. Fig. 8 stellt
in schaubildlicher Darstellung einen kreuzförmigen Dorn mit vier gezahnten Segmenten
zur Verbindung von vier Modulen und Fig. 9 einen kreuzförmigen Dorn zur Verbindung
von zwei Modulen dar. Fig. 10 zeigt in schaubildlicher Darstellung einen T-förmigen
Dorn mit drei gezahnten Segmenten. Fig. 11 stellt eine abgewandelte Ausführungsform
des Dornes nach Fig. 10 mit einem Ausziehbügel dar. Fig. 12 zeigt einen teilweise
gezahnten, im Querschnitt runden Dorn in schaubildlicher Darstellung. Fig. 13 zeigt
die Verbindung zweier Module mit einem zwei im Querschnitt kreisförmige Segmente aufweisenden
Dorn, welche Segmente in kreisförmige Nuten der Module eingesetzt sind. Fig. 14 zeigt
die beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 verwendeten Dorne in schaubildlicher Darstellung.
Fig. 15 zeigt die Verbindung zweier Module mit einem H-förmigen Dorn, dessen Segmente
in T-förmige Nuten der Module eingesetzt sind, und Fig. 16 den beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 15 verwendeten Dorn in schaubildlicher Darstellung. Fig. 17 stellt in Vorderansicht
ein Modul mit kreisförmigen Nuten, Fig. 18 ein Modul im Grundriß mit kreisförmigen
Nuten und Fig. 19 die Verbindung dreier Module mit kreisförmigen Nuten im Schnitt
dar. Fig. 20 zeigt eine, aus mehreren eine verschiedene geometrische Form aufweisenden
Modulen gebildete, Plattform. Fig. 21 stellt verschiedene Nutenformen dar und Fig.
22 zeigt ein Modul in schaubildlicher Darstellung.
[0008] Das in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Modul weist die Form eines Würfels auf, kann
aber auch eine andere geometrische Form besitzen, beispielsweise quaderförmig oder
prismaförmig, jedoch mit standardisierten Seitenlängen und Nutanordnungen ausgebildet
sein. An wenigstens einigen der Mantelflächen des Moduls 1 in der Mitte dieser Mantelflächen
sind verzahnte Nuten 1a vorgesehen. Diese Nuten 1a haben an den beiden gegenüberliegenden
Seiten in Nutenlängsrichtung verlaufende Zähne in Form eines rechtwinkeligen Dreieckes.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, können auf allen Mantelflächen kreuzförmig angeordnete
Nuten vorgesehen sein, wodurch die Stabilität der herzustellenden Konstruktion verbessert
werden kann. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, erfolgt die Verbindung zweier Module 1 durch
das Einsetzen eines aus zwei verzahnten Segmenten bestehenden Dornes 3 in die Nuten
1a. Wie aus Fig. 7 hervorgeht, weisen die beiden Segmente des Dornes 3 gleichfalls
in Längsrichtung verlaufende Zähne auf, welche gegeneinander gerichtet sind und deren
Form jener der Nuten 1a angepaßt ist.
[0009] Der in Fig. 3 und in Fig. 6 dargestellte Dorn 4 dient zum Schließen von Nuten und
besteht lediglich aus einem verzahnten Segment. Dieser Dorn 4 kann in die Nut eingeschoben
oder eingedrückt werden.
[0010] Die Fig. 4 und 5 zeigen ein Modul 2, welches außer den verzahnten, kreuzförmig angeordneten
Nuten 2a eine zentrisch angeordnete, kreisförmige Ausnehmung 2b aufweist, in welche
ein gezahntes Segment des in Fig. 8 dargestellten, kreuzförmigen Dornes 5 eingesetzt
wird.
[0011] Aus dem Teilschnitt in der oberen rechten Ecke von Fig. 5 ist erkennbar, daß das
Modul 2 hohl ausgebildet ist, um die Masse zu verringem, den Auftrieb und die Belastbarkeit
zu vergrößern und die Schwimmfähigkeit zu verbessern.
[0012] Über den kreuzförmigen Dorn 5, der acht verzahnte Segmente aufweist (jeweils zwei
auf einem Halbbalken des Kreuzes) können vier Module miteinander verbunden werden.
Bei Herstellung der Verbindung wird jeweils ein Paar der Verzahnungen in die Nuten
2a eingezogen und das zweite Paar eingedrückt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist,
weisen auch die Dorne Hohlräume in Form von Bohrungen auf, die mit einem Medium gefüllt
werden können oder zum Hindurchführen von Leitungen herangezogen werden können. Der
in Fig. 9 gezeigte kreuzförmige Dorn 6 dient zur Verbindung zweier Module mit kreuzförmig
angeordneten, verzahnten Nuten, um die Festigkeit der Verbindung zu vergrößern. Der
kreuzförmige Dorn 6 weist über die ganze Länge verzahnte Segmente auf. Die Verbindung
zwischen dem kreuzförmigen Dorn 6 und den Modulen erfolgt durch Einpressen in die
verzahnten Nuten.
[0013] Der in Fig. 10 dargestellte T-förmige Dorn 7 dient zur Verbindung zweier Module oder
zur Verbesserung der Verbindung, wenn diese mit einem zwei Segmente aufweisenden Dorn
3 (Fig. 7) hergestellt ist. Der Dorn 7 weist drei verzahnte Segmente 7a,7b und 7c
auf, wobei die Verzahnung der Segmente 7a und 7b parallel, jedoch mit entgegengesetzter
Neigung verläuft und die Verzahnung des Segmentes 7c dazu senkrecht angeordnet ist.
[0014] Die Zähne aller Dornen weisen einen Querschnitt in Form eines rechtwinkeligen Dreieckes
auf. Im Segment 7c befindet sich eine Bohrung mit einem Splint 7d, der zur leichteren
Demontage des Dornes 7 dient.
[0015] In Fig. 11 ist ein T-förmiger Dorn 8 dargestellt, der einen Bügel 8a aufweist. An
diesen können Befestigungsmittel verankert werden, die beispielsweise zum Anbinden
von Fremdobjekten oder anderen schwimmenden Objekten an die den Bügel 8a aufweisende
Plattform herangezogen werden können.
[0016] In Fig. 12 ist ein kreisförmiger Dorn 9 dargestellt, der acht verzahnte Segmente
9a, 9b gleicher Länge aufweist. Der Dorn 9 kann in die kreisförmigen Vertiefungen
2b (Fig. 4) der Module 2 eingedreht werden und dient zur Verbindung benachbarter Module.
Die Segmente 9a, 9b haben die gleiche Länge, und zwar jene eines Achtels eines Kreisbogens.
Die Verbindung erfolgt derart, daß die Segmente 9a, 9b auf der einen Seite in die
Vertiefungen 2b eines Moduls 2 eingedreht werden und ein weiteres Modul mit der verzahnten
Vertiefung 2b aufgepreßt wird. Durch die kreuzförmigen Aussteifungen 9d wird die Druckfestigkeit
des Dorns 9 verbessert und die Handhabung bei der Montage erleichtert.
[0017] Die Fig. 13 und 14 zeigen die Verbindung zweier Module 10 mit einem Dorn 11 durch
hinterschnittene Nuten mit einem kreisförmigen Querschnitt, die auf Mantelflächen
der Module 10 angeordnet sind. Die Segmente der Dorne 11 haben einen entsprechenden
kreisförmigen Querschnitt und sind als Hohlzylinder ausgebildet.
[0018] Fig. 15 zeigt die Verbindung zweier Module 12 durch einen H-förmigen Dorn 13, dessen
beide Segmente in T-förmige Nuten an der Mantelfläche der Module 12 eingeschoben werden.
Fig. 16 zeigt den Dorn 13 in schaubildlicher Darstellung. Daraus ist ersichtlich,
daß die Flanken abgeschrägt sind, um das Einführen des Dornes zu erleichtern.
[0019] Die Fig. 17 bis 20 zeigen Module 10 mit einem kreisförmigen Querschnitt aufweisenden
Nuten, die, wie aus Fig. 18 hervorgeht, auf einer Mantelfläche kreuzförmig angeordnet
sein können. Auch diese Module sind hohl ausgebildet, um die Masse zu verringern und
die Schwimmfähigkeit zu erhöhen. Fig. 19 zeigt die Verbindung dreier Module mittels
Dornen 11. Im rohrförmigen Abschlußdorn 14 ist ein Stahlseil eingezogen, wodurch beispielsweise
dadurch, daß dieses Stahlseil entlang des gesamten Umfanges der aus den Modulen bestehenden
Konstruktion verläuft, die Stabilität und Festigkeit der Konstruktion verbessert wird.
Fig. 20 zeigt die Bildung eines Pontons, eines Flosses, einer Plattform, eines Dammes
od.dgl. aus Modulen verschiedener Gestalt, die jedoch gewisse standardisierte Seitenlängen
und Nutanordnungen aufweisen, um über die Dornen miteinander verbunden werden zu können.
[0020] Wie aus Fig. 21 hervorgeht, kann der Querschnitt der Nuten verschiedene geometrische
Formen haben.
[0021] Fig. 22 zeigt eine weitere Ausführung eines Moduls.
1. Aus mehreren über Verbindungselemente miteinander verbindbaren Modulen (1,2,10,12)
bestehende, vorzugsweise schwimmfähige Konstruktion, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
einige der Mantelflächen der Module (1,2,10,12) mit Vertiefungen (1a,2a,2b) versehen
sind und daß die Verbindungselemente aus Dornen (3,5,6,7,8,9,11,13) mit wenigstens
zwei Segmenten bestehen, die in die Vertiefungen (1a,2a,2b) benachbarter Module (1,2,10,12)
eingesetzt sind.
2. Konstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (1a,2a,2b)
mit Zähnen versehen sind, die zwischen korrespondierende Zähne in den Dornsegmenten
eingreifen.
3. Konstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen aus hinterschnittenen
Nuten (1a,2a) bestehen und die Dornsegmente einen dem Nutquerschnitt entsprechenden
Querschnitt aufweisen.
4. Konstruktion nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (1a,2a)
in der Mitte zumindest einiger der Seitenflächen der Module (1,2) angeordnet sind.
5. Konstruktion nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einige
der Seitenflächen der Module (2), vorzugsweise in der Mitte, kreisringförmige Vertiefungen
(2b) aufweisen.
6. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne
einen Querschnitt in Form eines rechtwinkeligen Dreieckes aufweisen.
7. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn
(5,6) kreuzförmig mit vier, vorzugsweise gezahnten, Segmenten ausgebildet ist (Fig.8,9).
8. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn
(7,8) T-förmig mit drei, vorzugsweise gezahnten, Segmenten ausgebildet ist. (Fig.
10,11)
9. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine Mantelfläche der Module (12) T-förmige Nuten aufweist und daß die Module durch
H-förmige Dorne miteinander verbunden sind (Fig. 15).
10. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine Mantelfläche der Module (10) im Querschnitt kreisförmige Nuten aufweist und daß
die Dorne (11) mit im Querschnitt kreisförmigen Segmenten versehen sind (Fig.13, Fig.
17-19).
11. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne
benachbarter Segmente verschiedene, vorzugsweise entgegengerichtete, Neigungen aufweisen.
12. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Module
(1,2,10,12) und/oder die Dorne (3,5,6,7,8,9,11,13) hohl ausgebildet sind.
13. Konstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten
der Module (1,2,10,12) verschiedene geometrische Formen aufweisen, beispielsweise
kreisförmig, rechteckförmig, dreieckförmig, sechseckförmig, ausgebildet sind.