Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine mit einem Kondensator verbundene Niederdruck-Dampfturbine.
Stand der Technik
[0002] Bei mehrstufigen, aus einem Hoch-, einem Mittel- sowie einem oder mehreren Niederdruckteilen
bestehenden Dampfturbinen ist es üblich, das Aussengehäuse der Niederdruckturbine
gegenüber dem gesamten Turbosatz axial festzulegen. Wegen der beim An-und Abfahren
und bei Laständerungen auftretenden Wärmedehnungen müssen sich, ausgehend vom festgelegten
Niederdruckteil, die Lagerböcke, ein gegebenenfalls vorhandener weiterer Niederdruckteil,
der Mittel- und der Hochdruckteil sowie der Generator in Längsrichtung frei ausdehnen
können.
[0003] Aus der EP-A1-05 75 642 ist eine doppelgehäusige Niederdruck-Dampfturbine bekannt,
welche hauptsächlich aus einem Innengehäuse mit dem Turbinenrotor sowie einem Aussengehäuse
mit Abdampfraum besteht. Das Aussengehäuse ist zweigeteilt, d.h. es besitzt ein Ober-
und ein Unterteil. Das Aussengehäuse-Unterteil ist als eine leere Stahlverschalung
ausgebildet und in einer Ausnehmung des Betonfundamentes angeordnet. Am unteren Ende
des Gehäuseunterteils schliesst der Kondensator an. Sowohl die Trennebene der beiden
Gehäuseteile als auch der Kondensatoranschluss sind Bestandteile des Fundaments. Die
Lagerstellen für die Aufnahme des Rotors liegen oberhalb der Trennebene, d.h. oberhalb
des Fundamenttisches.
[0004] Die Abstützung einer solchen Niederdruck-Dampfturbine auf einem Betonfundament ist
relativ aufwendig und teuer. Zudem tritt infolge des Vakuumzuges bzw. des Kondensatorgewichtes
eine hohe Fundamentbelastung auf.
[0005] Aus der EP-A1-03 84 200 ist ein Dampfkondensator in ebenerdiger Aufstellung neben
der Dampfturbine bekannt, welcher über eine Abdampfhaube mit der Dampfturbine verbunden
ist. Der Dampfaustritt erfolgt oberhalb des Fundamentes. Im Gegensatz zur Unterfluranordnung
des Kondensators kann damit sowohl die Bauhöhe des Maschinenhauses als auch die des
Turbinenfundamentes stark reduziert werden. Der Kondensator ist auf einfachen Gleitschuhen
separat von der Dampfturbine abgestützt, wodurch die Belastung des Betonfundamentes
verringert wird.
[0006] Nachteilig bei dieser Lösung ist jedoch, dass zur Bewältigung des Abdampf-Volumenstromes
eine sehr grosse Abdampfhaube für die Niederdruck-Dampfturbine benötigt wird, was
einen relativ grossen Bauraum erfordert. Damit steigen sowohl die Herstellungskosten
als auch der Montageaufwand. Ausserdem muss der Dampfstrom aus dem Unterteil des Gehäuses
in die Abdampfhaube umgelenkt werden, was einen Druckverlust und somit einem geringeren
Wirkungsgrad zur Folge hat. Zudem wirken auf die Abdampfhaube der Niederdruck-Dampfturbine
relativ grosse Horizontalkräfte, welche in geeigneter Weise auf das Fundament übertragen
werden müssen. Dadurch steigen wiederum die Herstellungskosten der Dampfturbine.
Darstellung der Erfindung
[0007] Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde,
den Wirkungsgrad einer mit einem Kondensator verbundenen Niederdruck-Dampfturbine
zu erhöhen und deren Herstellungskosten zu reduzieren.
[0008] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass bei einer Vorrichtung gemäss dem
Oberbegriff des Anspruchs 1, die Trennebene von Ober- und Unterteil des Aussengehäuses
in Achshöhe des Turbinenrotors liegt und das Betonfundament bis zur Trennebene reicht.
Sowohl das Unterteil des Aussengehäuses als auch die Lagerstellen des Turbinenrotors
sind im Betonfundament festgelegt. Das Aussengehäuse ist zumindest einseitig offen
ausgebildet, wobei die Öffnung/en rechtwinklig und horizontal zur Achse des Turbinenrotors
angeordnet ist/sind. Bei nur einer seitlichen Öffnung des Aussengehäuses ist ein,
bei zwei seitlichen Öffnungen jeweils ein Kondensator angeschlossen.
[0009] Ist nur ein Kondensator vorhanden besteht das Oberteil des Aussengehäuses aus einer
Montagehaube sowie einem mit dem Unterteil und dem Kondensator stoff- oder kraftschlüssig
verbundenen Rahmenteil. Die Montagehaube ist sowohl mit dem Unterteil des Aussengehäuses
als auch mit dem Rahmenteil kraft-oder formschlüssig verbunden, wobei letzteres zwischen
Kondensator und Montagehaube angeordnet ist. Bei zwei Kondensatoren ist beidseitig
jeweils ein Rahmenteil ausgebildet.
[0010] Da das Betonfundament bis in Achshöhe des Turbinenrotors bzw. bis zur Trennebene
von Ober- und Unterteil des Aussengehäuses reicht, werden bei dessen Herstellung vor
Ort sowohl das Unterteil als auch die Lagerstellen des Turbinenrotors mit dem Fundament
vergossen. Das Betonfundament übernimmt auf diese Weise selbst die auftretenden Betriebskräfte
der Niederdruck-Dampfturbine sowie des bzw. der mit ihr verbundenen Kondensatoren
und kann damit optimal genutzt werden.
[0011] Bei einseitig offener Ausbildung des Aussengehäuses kann der seitlich und auf gleicher
Höhe der Niederdruck-Dampfturbine befestigte Kondensator im Bereich der gesamten Öffnung
mit dem Abdampfraum verbunden werden. Ist das Aussengehäuse beidseitig offen ausgebildet,
sind beide Kondensatoren auf gleiche Weise mit dem Abdampfraum verbunden. Der Dampfstrom
gelangt bei beiden Varianten auf direktem Wege und ohne nochmals umgelenkt werden
zu müssen in den Kondensator. Somit wird der Druckverlust reduziert und der Wirkungsgrad
gegenüber dem Stand der Technik verbessert.
[0012] Jedes mit einem Kondensator und dem Aussengehäuse-Unterteil stoff- oder kraftschlüssig
verbundene Rahmenteil dient der Versteifung des Aussengehäuse-Oberteils. Aufgrund
der kraftschlüssigen Verbindung der den Abdampfraum nach oben abschliessenden Haube
mit dem Rahmenteil und dem Aussengehäuse-Unterteil, kann die Haube als Montagehaube
ausgeführt werden. Sie ist damit wesentlich leichter sowie einfacher ausgebildet als
die Abdampfhauben des Standes der Technik. Ausserdem gewährleistet die Montagehaube
eine bessere Zugänglichkeit zu den innenliegenden Bauteilen der Niederdruck-Dampfturbine.
Auch eine geschweisste Stahlblechkonstruktion der Montagehaube ist möglich. Dadurch
sinken die Herstellungskosten und der Montageaufwand der Dampfturbine weiter.
[0013] Aufgrund der erfindungsgemässen Ausbildung der Niederdruck-Dampfturbine werden das
Unterteil des Aussengehäuses und die Lagerstellen bereits bei der Erstellung des Betonfundamentes
in dieses integriert. Gleichzeitig wird das Rahmenteil bzw. werden die Rahmenteile
des Oberteils stoff- oder kraftschlüssig mit dem Unterteil des Aussengehäuses verbunden.
Als lose Teile sind lediglich das Innengehäuse mit dem Turbinenrotor und die Montagehaube
ausgeführt. Bei der Endmontage der Niederdruck-Dampfturbine wird die vormontierte
kompakte Einheit aus Fundament, Aussengehäuse (Unterteil und Rahmenteil/en) sowie
Lagerstellen schliesslich nur noch durch die bereits genannten Bauteile komplettiert.
Daraus resultieren ein besonders geringer Montageaufwand und niedrige Herstellungskosten.
[0014] Es ist vorteilhaft, wenn am Unterteil des Aussengehäuses mehrere, vorzugsweise vertikale,
äussere Verschalungsrippen angeordnet sind. Dadurch entsteht beim Erstellen des Betonfundamentes
eine innige Verbindung mit dem Unterteil, so dass die auftretenden Kräfte noch besser
über das Fundament abgeleitet werden können.
[0015] Natürlich können auch zwei oder mehrere, analog ausgebildete Niederdruck-Dampfturbinen
miteinander verbunden werden. Die Lagerstellen von mit der Niederdruck-Dampfturbine
zu einer Turbogruppe verbundenen Hochdruck- bzw. Mitteldruck-Dampfturbinen können
gleichartig wie die Lagerstellen der Niederdruck-Dampfturbine ausgebildet sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0016] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer zweiflutigen
Niederdruck-Dampfteilturbine dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt der Niederdruck-Dampfturbine;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Dampfturbine entsprechend Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die vormontierte Einheit aus Fundament und Aussengehäuse-Unterteil;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die Eintrittspartie der Dampfturbine.
[0017] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nicht dargestellt sind von der Anlage beispielsweise die im Oberteil des Aussengehäuses
angeordneten Kühlwassereinspritzrohre.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0018] Die ebenerdig aufgestellte, Niederdruck-Dampfturbine ist doppelgehäusig ausgebildet,
d.h. ihr Gehäuse besteht im wesentlichen aus einem Aussengehäuse 1 und einem Innengehäuse
2, welche getrennt voneinander angeordnet sind. Dadurch können die Massen- und Bewegungskräfte
des Aussengehäuses 1 nicht auf das Innengehäuse 2 einwirken und umgekehrt.
[0019] Zwischen Aussen- und Innengehäuse 1, 2 ist ein Abdampfraum 3 ausgebildet. Im Innengehäuse
2 ist ein Turbinenrotor 4 angeordnet und mit einem Wellenendteil 5 drehfest verbunden.
Das zweiteilige Aussengehäuse 1 besteht aus einem Ober- sowie einem Unterteil 6, 7,
deren Trennebene 8 in Höhe der Achse 9 des Turbinenrotors 4 liegt. Beidseitig des
Turbinenrotors 4 ist eine Lagerstelle 10 mit entsprechenden Traglagern 11 für den
Turbinenrotor 4 ausgebildet (Fig. 1). Das Aussengehäuse 1 besitzt beidseitig eine
Gehäusedurchführung 12 für den Wellenendteil 5 des Turbinenrotors 4. Im Bereich jeder
Gehäusedurchführung 12 ist auf dem Wellenendteil 5 eine gekapselte Wellendichtung
13 angeordnet, welche den Abdampfraum 3 nach aussen abdichtet.
[0020] Die Niederdruck-Dampfturbine wird von einem Betonfundament 14 aufgenommen, welches
zu diesem Zweck eine Ausnehmung 15 aufweist. Das Unterteil 7 des Aussengehäuses 1
ist als eine Stahlverschalung des bis zur Trennebene 8 des Aussengehäuses 1 reichenden
Betonfundamentes 14 ausgebildet. Damit sind sowohl das Unterteil 7 des Aussengehäuses
1 als auch die Lagerstellen 10 des Turbinenrotors 4 im Betonfundament 14 festgelegt
(Fig. 1, Fig. 2).
[0021] Neben dem Aussengehäuse 1 der Niederdruck-Dampfturbine ist ein Kondensator 16 angeordnet
und mit dem Abdampfraum 3 verbunden. Der Kondensator 16 ist wie die Dampfturbine ebenerdig
aufgestellt. Dazu ist das Aussengehäuse 1 der Niederdruck-Dampfturbine rechtwinklig
und horizontal zur Achse 9 des Turbinenrotors 4 einseitig offen ausgebildet. Der Kondensator
16 schliesst an die Öffnung 17 des Aussengehäuses 1 an (Fig. 2). Das Unterteil 7 des
Aussengehäuses 1 besitzt in der Draufsicht eine U-Form, welche zum Kondensator 16
hin geöffnet ist (Fig. 3). Am Unterteil 7 sind mehrere vertikale, äussere Verschalungsrippen
18 angeordnet, wodurch eine stabile Verbindung mit dem Betonfundament 14 erreicht
wird. Die Verschalungsrippen 18 können selbstverständlich auch anders ausgerichtet
sein.
[0022] Das Oberteil 6 des Aussengehäuses 1 wird von einer Montagehaube 19 sowie einem mit
dem Unterteil 7 und dem Kondensator stoffschlüssig verbundenen Rahmenteil 20 gebildet.
Die Montagehaube 19 verschliesst den Abdampfraum 3 oberhalb der Trennebene 8 vollständig.
Sie besteht aus einer geschweissten-Stahlblechkonstruktion mit zwei Stirnwänden 21
und Versteifungen 22 sowie aus einem vertikalen und einem horizontalen Anschlussflansch
23, 24. In der Montagehaube 19 ist ein Zudampfstutzen 25 befestigt, über den der Dampf
aus der nicht dargestellten Mitteldruck-Dampfturbine zugeleitet wird.
[0023] Das Rahmenteil 20 ist bügelförmig ausgebildet und am Kondensator 16 sowie am Unterteil
7 des Aussengehäuses 1 angeschweisst (Fig. 2). Es ist in seinem Inneren zumindest
teilweise hohl und wird bei der Fertigung des Betonfundamentes 14 gleichzeitig mit
dem Unterteil 7 des Aussengehäuses 1 vergossen. Selbstverständlich kann es auch nur
verschweisst werden. Eine kraftschlüssige Verbindung mittels Schrauben ist ebenfalls
möglich. Das Rahmenteil 20 trägt die Montagehaube 19 und ist Bindeglied zwischen dieser
und dem Kondensator 16. Dazu ist es über den vertikalen Anschlussflansch 23 mit der
Montagehaube 19 verschraubt. Jedoch kann auch eine andere kraftschlüssige oder eine
formschlüssige Verbindung gewählt werden. Zur Abdichtung der mit dem Unterteil 7 des
Aussengehäuses 1 verschraubten Montagehaube 19 ist am horizontalen Anschlussflansch
24 eine nicht dargestellte Dichtleiste angeschweisst. Eine weitere Dichtleiste ist
zwischen dem vertikalen Anschlussflansch 23 und dem Rahmenteil 20 angeordnet. Selbstverständlich
können auch andere geeignete Dichtmittel Verwendung finden.
[0024] An den Lagerstellen 10 ist jeweils ein Lagersattel 26 in das Betonfundament 14 eingelassen
und mit diesem verankert. Der Lagersattel 26 nimmt eine Ölwanne 27 auf, welche mit
einer in das Betonfundament 14 integrierten Ölablaufleitung 28 verbunden ist. Das
Traglager 11 ist im Lagersattel 26 angeordnet und gegen vertikale Bewegungen gesichert
(Fig. 1). Die Lagerstelle 10 ist mit einem Gehäusedeckel 29 abgedeckt.
[0025] Das exakte Ausrichten des Turbinenrotors 4 zu den anschliessenden Nachbarrotoren
anderer Teilturbinen bzw. zum Generator erfolgt mittels einer nicht dargestellten
Verstellvorrichtung.
[0026] Im Bereich der Basis 30 der Ausnehmung 15 ist das Innengehäuse 2 der Niederdruck-Dampfturbine
auf vier Stützen 31 gelagert und über zwei Führungen 32 in axialer Richtung geführt.
Die Führungen 32 sind mit dem Betonfundament 14 verbunden und quer zur Achse 9 des
Turbinenrotors 4 einstellbar (Fig. 4).
[0027] Bereits bei der Erstellung des Betonfundamentes 14 werden sowohl das Unterteil 7
des Aussengehäuses 1 als auch die Lagerstellen 10 des Turbinenrotors 4 integriert.
Das Betonfundament 14 wird bis in Höhe der Trennebene 8 von Unter- und Oberteil 7,
6 des Aussengehäuses 1 ausgebildet. Nach der Montage des Kondensators 16 wird das
gleichfalls mit Beton gefüllte Rahmenteil 20 mit dem Kondensator 16 und dem Unterteil
7 des Aussengehäuses 1 verschweisst. Bei der Endmontage der Niederdruck-Dampfturbine
wird diese vormontierte, kompakte Einheit nur noch durch das Innengehäuse 2 mit dem
Turbinenrotor 4 und durch die Montagehaube 19 komplettiert. Dadurch besteht die Möglichkeit,
auch das Innengehäuse 2 und den Turbinenrotor 4 vorzumontieren, gemeinsam zu transportieren
und schliesslich zusammen in das vorbereitete Betonfundament 14 einzusetzen. Daraus
resultieren ein besonders geringer Montageaufwand und niedrige Herstellungskosten.
[0028] Beim Betrieb der Niederdruck-Dampfturbine wird der Dampfstrom aus der nicht dargestellten
Mitteldruck-Dampfturbine über den Zudampfstutzen 25 in das Innengehäuse 2 eingeleitet.
Er treibt den Turbinenrotor 4 an und wird dabei bis auf den Abdampfdruck entspannt.
Schliesslich gelangt der Dampf über den Abdampfraum 3 sowie die Öffnung 17 des Aussengehäuses
1 auf direktem Weg, d.h. ohne nochmals umgelenkt werden zu müssen, in den Kondensator
16 und wird dort niedergeschlagen.
[0029] In einem zweiten Ausführungsbeispiel sind zwei Kondensatoren 16 mit der Niederdruck-Dampfturbine
verbunden. Dazu weist deren Aussengehäuse 1 beidseitig eine rechtwinklig und horizontal
zur Achse 9 des Turbinenrotors 4 angeordnete, seitlichen Öffnung 17 auf. An jeder
Öffnung 17 ist ein Kondensator 16 angeschlossen und mit jeweils einem Rahmenteil 20
und dem Unterteil 7 des Aussengehäuses 1 verbunden (nicht dargestellt). Alle anderen
Bauteile sind im wesentlichen analog dem dargestellten Ausführungsbeispiel ausgebildet
und angeordnet.
[0030] Natürlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
mit einer Niederdruck-Dampfturbine beschränkt. Ebenso können zwei oder mehrere, analog
ausgebildete Niederdruck-Dampfturbinen miteinander verbunden werden.
Auch können die Lagerstellen von mit der Niederdruck-Dampfturbine zu einer Turbogruppe
verbundenen Hochdruck- bzw. Mitteldruck-Dampfturbinen gleichartig wie die Lagerstellen
10 der Niederdruck-Dampfturbine ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Aussengehäuse
- 2
- Innengehäuse
- 3
- Abdampfraum
- 4
- Turbinenrotor
- 5
- Wellenendteil
- 6
- Oberteil
- 7
- Unterteil
- 8
- Trennebene
- 9
- Achse
- 10
- Lagerstelle
- 11
- Traglager
- 12
- Gehäusedurchführung
- 13
- Wellendichtung
- 14
- Betonfundament
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Kondensator
- 17
- Öffnung
- 18
- Verschalungsrippe
- 19
- Montagehaube
- 20
- Rahmenteil
- 21
- Stirnwand
- 22
- Versteifung
- 23
- Anschlussflansch, vertikal
- 24
- Anschlussflansch, horizontal
- 25
- Zudampfstutzen
- 26
- Lagersattel
- 27
- Ölwanne
- 28
- Ölablaufleitung
- 29
- Gehäusedeckel
- 30
- Basis
- 31
- Stütze
- 32
- Führung
1. Niederdruck-Dampfturbine hauptsächlich bestehend aus
a) einem Innengehäuse (2) mit einem Turbinenrotor (4) und aus einem Aussengehäuse
(1) mit einem Abdampfraum (3), wobei das Aussengehäuse (1) ein Ober-sowie ein Unterteil
(6, 7) aufweist,
b) einem Betonfundament (14) mit einer Ausnehmung (15) zur Aufnahme der Niederdruck-Dampfturbine,
insbesondere des Unterteils (7) ihres Aussengehäuses (1), welches als eine Stahlverschalung
des Betonfundamentes (14) ausgebildet ist,
c) beidseitigen Lagerstellen (10) mit entsprechenden Traglagern (11) für den Turbinenrotor
(4),
d) einem mit dem Aussengehäuse (1) verbundenen und seitlich von diesem angeordneten
Kondensator (16),
dadurch gekennzeichnet, dass
e) die Trennebene (8) von Ober- und Unterteil (6, 7) des Aussengehäuses (1) in Höhe
der Achse (9) des Turbinenrotors (4) liegt und das Betonfundament (14) bis zur Trennebene
(8) reicht,
f) sowohl das Unterteil (7) des Aussengehäuses (1) als auch die Lagerstellen (10)
des Turbinenrotors (4) im Betonfundament (14) festgelegt sind,
g) das Aussengehäuse (1) rechtwinklig sowie horizontal zur Achse (9) des Turbinenrotors
(4) zumindest einseitig offen ausgebildet ist und an jeder der seitlichen Öffnungen
(17) des Aussengehäuses (1) ein Kondensator (16) angeschlossen ist,
h) das Oberteil (6) des Aussengehäuses (1) aus einer Montagehaube (19) sowie je Kondensator
(16) einem mit diesem und dem Unterteil (7) stoff- oder kraftschlüssig verbundenen
Rahmenteil (20) besteht,
i) die Montagehaube (19) mit dem Unterteil (7) des Aussengehäuses (1) sowie mit jedem
Rahmenteil (20) kraft- oder formschlüssig verbunden und je ein Rahmenteil (20) zwischen
einem Kondensator (16) sowie der Montagehaube (19) angeordnet ist.
2. Niederdruck-Dampfturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagehaube
(19) aus Stahlblech besteht und Versteifungen (22) besitzt.
3. Niederdruck-Dampfturbine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Unterteil
(7) des Aussengehäuses (1) mehrere, vorzugsweise vertikale, äussere Verschalungsrippen
(18) angeordnet sind.
4. Niederdruck-Dampfturbine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den Lagerstellen
(10) jeweils ein Lagersattel (26) im Betonfundament (14) eingelassen ist und jeder
Lagersattel (26) eine Ölwanne (27) aufnimmt, welche mit einer in das Betonfundament
(14) integrierten Ölablaufleitung (28) verbunden ist.
5. Niederdruck-Dampfturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei analog ausgebildete Niederdruck-Dampfturbinen miteinander verbunden
sind.
6. Niederdruck-Dampfturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerstellen von mit ihr zu einer Turbogruppe verbundenen Hochdruck- bzw.
Mitteldruck-Dampfturbinen analog der Lagerstellen (10) der Niederdruck-Dampfturbine
ausgebildet sind.