[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen einer Packung, an deren Oberwand
Einrichtungen zum Öffnen und Wiederverschließen vorgesehen sind.
[0002] Es gibt aus mit Kunststoff beschichtetem Papier durch Falten und Siegeln hergestellte
Packungen, in deren Oberboden an einer Ecke im Papier ein Loch derart belassen ist,
daß dieses durch eine eingespritzte Rippe aus Kunststoff geschlossen und mit einer
Lasche verbunden ist. Diese Rippe erstreckt sich von der Stelle der Ausgießkante ein
Stück weit in Richtung der Mitte des Oberbodens und ist dort über einen im Querschnitt
pilzartigen Bolzen durch ein Loch der Oberwand verbunden. Zum Öffnen ergreift der
Benutzer die angespritzte Lasche und reißt die überwiegend im Innern der Packung befindliche
Rippe längs einer Perforation im Papier des Oberbodens auf, um eine Aufreißlasche
und damit Ausgießöffnung zu bilden. Diese bekannte Packung benötigt zur Erstellung
der Öffnungsvorrichtung ein verhältnismäßig aufwendiges Spritzgießverfahren im Bereich
des Oberbodens. Die durch den eingespritzten Kunststoff verschlossenen Öffnungen und
Löcher der Oberwand aus Papier können bei einer aseptischen Packung nicht mit den
notwendigen Gasbarrieren versehen werden, z.B. einer Metallfolie.
[0003] Bei einer anderen Fließmittelpackung, die ganz aus Kunststoff besteht, wird ein im
Oberboden angeordnetes Loch durch eine zweiteilige Öffnungsvorrichtung verschlossen,
die derart flach ausgestaltet ist, daß keine Teile über die Gesamtkontur der Oberwand
hinausragen. Es handelt sich hier um eine vorgefertigte und auf Magazin gehaltene
Öffnungsvorrichtung, die aus einem Unter- und einem Oberteil besteht, die über eine
scharnierartige Faltlinie miteinander verbunden sind. Zum Abdichten wird zwischen
beide eine dünne Plastikfolie gelegt und auf dem Unterteil fixiert, wodurch die Dichtigkeit
gewährleistet ist. Diese bekannte Öffnungsvorrichtung setzt ein Loch mit einem hochstehenden
Bund in der Oberwand der Packung voraus, um Verankerungsmöglichkeiten zu haben. Im
Falle einer aseptischen Verpackung müßte der Lochbereich besonders abgedeckt werden.
[0004] Bekannt ist auch eine Öffnungsvorrichtung aus Kunststoff, die auf eine mit entsprechenden
Perforationslinien versehene Flüssigkeitspackung aus Papier aufgesiegelt wird. Diese
Öffnungsvorrichtung besteht aus einem ersten äußeren Teil mit einer Gießhilfskante
und einem separat dazu im Abstand innen angeordneten und relativ zu dem äußeren Teil
beweglichen zweiten inneren Teil, die beide aus Kunststoff gespritzt und auf Lager
gehalten sind. Die Ausgestaltung der Öffnungsvorrichtungsteile ist etwas aufwendig,
und beide Teile sind durch eingegossene Fäden miteinander verbunden, deren einer als
Schlaufe zum Öffnen heraussteht.
[0005] Der Benutzer drückt zum erstmaligen Öffnen auf das Innenteil, wodurch dieses um einen
Schwenkpunkt dreht und das darunter befindliche Papier längs Perforationslinien unter
Drehen des inneren Teils um eine horizontale Achse durchreißt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Packung mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen
der eingangs genannten Art derart zu versehen, daß bei einfacher Herstellung und verbraucherfreundlicher
Handhabung beim Öffnen die absolute Dichtigkeit der Packung bis zum ersten Öffnen
gewährleistet ist und gegebenenfalls aseptische Bedingungen des Packungsinneren bis
zum erstmaligen Öffnen besser aufrechterhalten werden können.
[0007] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Scheibe aus Kunststoff
auf der Oberwand aufgesiegelt ist, die in der Mitte eine Ausnehmung für die Aufnahme
eines Drehbolzens und im Abstand um diese Ausnehmung herum einen sich kreisförmig
über fast 360° erstreckenden durchgehenden Schlitz aufweist, welcher auf der der Ausgießkante
gegenüberliegenden Seite von wenigstens einer Überbrückung, auf der ein Messer in
einer Ruheposition gehalten wird, unterbrochen ist, daß eine Lasche um die Achse des
Drehbolzens drehbar an der Oberseite der Scheibe angeordnet und gegenüber dieser Achse
verbiegbar ist, und daß das in Gebrauchsposition in den Schlitz ragende Messer unten
an der Lasche befestigt und zum Durchstoßen der Oberwand länger als die Dicke der
Scheibe ausgestaltet ist. Die Herstellung einer solchen Öffnungsvorrichtung ist einfacher,
denn es sind nur zwei vorzugsweise lösbar miteinander verbundene Teile durch Spritzgießen
aus Kunststoff vorher herzustellen, die Scheibe und die Lasche. Darüberhinaus kann
die Öffnungsvorrichtung auf eine geschlossene Oberwand einer Packung aufgesiegelt
sein, ohne daß die Packung auch nur an einer einzigen Stelle eine Öffnung aufweisen
muß. Dadurch ist die absolute Dichtigkeit bis zum ersten Öffnen gewährleistet. Man
kann ferner die inneren Oberflächen der Packung mit einer Gasbarriere versehen, z.B.
mit einer Metallfolie abdecken, so daß bei sterilen Füllgütern auch die aseptischen
Füllbedingungen der Packung bis zum erstmaligen Öffnen gewährleistetwerden können.
Die Handhabung beim Öffnen ist mit Vorteil logisch und einfach.
[0008] Die Scheibe aus Kunststoff ist durch den sich kreisförmig erstreckenden Schlitz bis
auf die Unterbrechung in zwei Teile geteilt, welche im Bereich der Unterbrechung miteinander
verbunden sind, um z.B. ein Scharnier zu bilden. Beide Teile der Scheibe, nämlich
das innere Kreisscheibenteil und das äußere Ringteil sind auf der Kunststoff aufweisenden
Oberfläche der Packung aufgesiegelt. Bis auf die Überbrückung, durch welche der Teilkreis
des Schlitzes unterbrochen wird, liegen beide Teile der Scheibe im radialen Abstand
voneinander.
[0009] Der Kunststoff der Lasche besitzt eine ausreichende Weichheit bzw. Elastizität, so
daß die Lasche gegenüber der Achse des Drehbolzens verbiegbar ist. Im Abstand des
Radius des kreisförmigen Schlitzes von der Achse des Drehbolzens ist auf der Unterseite
der Lasche das erwähnte Messer angebracht, welches sich nach unten über die beschriebene
Länge erstreckt. In einer Ruheposition im Bereich der Überbrückung wird das Messer
so gehalten, daß es die Oberwand nicht verletzt. Beispielsweise kann die Messerspitze
auf dem Kunststoff der an dieser Stelle nicht durchgehend perforierten Scheibe aufliegen.
[0010] Wünscht der Benutzer ein Öffnen der Oberwand, dann verbiegt er die Lasche nach oben
von der Oberwand weg und dreht diese um die Achse des Drehbolzens so weit, bis daß
Messer an einer beliebigen Stelle über dem Schlitz steht. Hier läßt der Benutzer die
Lasche los, so daß das Messer in den Schlitz hineinfährt. Gegebenenfalls, falls das
Messer hierbei die Oberwand noch nicht durchstochen haben sollte, drückt der Benutzer
auf die Lasche von oben und sticht damit die Messerspitze durch die Oberwand unter
dem Schlitz. Bei diesem erstmaligen Durchstechen kann es sich auch um die Berührung
einer Schneidklinge des Messers mit der Oberwand handeln. Seitlich hiervon besitzt
das Messer ebenfalls mindestens eine Klinge, so daß der Benutzer die Lasche nun um
die Achse des Drehbolzens in die eine oder andere Richtung so drehen kann, daß die
Oberwand im Bereich unter dem kreisförmigen Schlitz bis auf die erwähnte Überbrückung
über einen Bogen von fast 360° geschnitten wird.
[0011] Vorzugsweise wird die Öffnungsvorrichtung, d.h. die erfindungsgemäße Scheibe, in
der Nähe einer Außenkante der Oberwand der Packung angebracht sein, so daß sich hier
die Ausgießkante befinden wird. Stellt der Benutzer unter teilweisem Zurückdrehen
die Lasche über diese Ausgießkante, dann steht das Messer auf der der Überbrückung
gegenüberliegenden Seite im Schlitz. Biegt der Benutzer die Lasche dann hoch, wobei
vorzugsweise eine Gebrauchsanweisung die Scharnierstelle markiert, kann die Lasche
den unter dem inneren Kreisscheibenteil befindlichen Teil der Oberwand scharnierartig
so herausklappen, daß nach vorn zur Ausgießkante hin eine Öffnung vollständig frei
wird. Man erkennt die einfache und verbraucherfreundliche Handhabung beim Öffnen.
[0012] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann aber auch wiederverschlossen werden. Der
Benutzer braucht dann nur die Lasche wieder herunterzudrücken, so daß der innere Kreisscheibenteil
in die ursprüngliche Position zu liegen kommt und - bis auf den schmalen, kreisförmigen
Schlitz - die Oberwand wieder verschließt.
[0013] Die Scheibe ist sowohl im Bereich des äußeren Ringteils als auch des inneren Kreisscheibenteils
wenigstens punkt- oder linienartig, vorzugsweise aber ganzflächig, auf der Kunststoff
aufweisenden Oberwand aufgesiegelt. Die Außenkontur der Scheibe kann oval, kreisrund.
vieleckig, z.B. quadratisch oder dreieckig sein. Vorzugsweise ist sie kreisrund. Der
Radius des äußeren Ringteils ist dabei vorzugsweise um 1/3 bis 1/4 des Radius des
inneren Kreisscheibenteils größer als der Radius des inneren Kreisscheibenteils.
[0014] Das Messer kann aus Kunststoff oder Metall bestehen und an der Unterseite der Lasche
befestigt sein. Unter "unten" wird hier die Richtung senkrecht auf die Oberwand verstanden,
wobei eine Fließmittelpackung in aller Regel so aufgestellt wird, daß die Ausgießeinrichtung
mit der hier beschriebenen Öffnungsvorrichtung an der Wand "oben", nämlich der Oberwand,
angebracht ist. Diese ist vorzugsweise eben, braucht aber nur im Bereich der Öffnungsvorrichtung
so eben zu sein, daß die Lasche zum Aufschneiden längs des kreisförmigen Schlitzes
gedreht werden kann.
[0015] Damit ein Schneiden der unter der angesiegelten Scheibe befindlichen Oberwand gewährleistet
Ist, muß das Messer beim Herunterdrücken der Lasche in Richtung auf die Oberwand mit
Sicherheit das Material der Oberwand durchschneiden. Dies gelingt dann, wenn das Messer
länger als die Dicke der Scheibe ausgestaltet ist.
[0016] Man kann mit einer solchen Öffnungsvotrichtung sowohl ganz oder teilweise aus Kunststoff
bestehende als auch aus mit Kunststoff beschichtetem Papier bestehende Packungen öffnen.
[0017] Zweckmäßig ist es erfindungsgemäß dabei, wenn zwei im Abstand voneinander angeordnete,
stegartige Überbrückungen vorgesehen sind, zwischen denen eine nach oben offene, sackartige
Vertiefung in der Scheibe angebracht ist. Während zwar eine einzige stegartige Überbrückung
in Verlängerung des kreisförmigen Schlitzes ausreicht, wird die Sicherheit der Vorrichtung
aber doch erheblich verbessert, wenn man zwei im Abstand voneinander angeordnete Überbrückungen
vorsieht. Sollte wider Erwarten einmal ein Überbrückungssteg reißen, weil er beispielsweise
zu oft bewegt wurde, dann hängt das innere Kreisscheibenteil doch noch über den anderen
Überbrückungssteg am äußeren Ringteil.
[0018] Ganz bevorzugt Ist die Anordnung einer offenen, sackartigen Vertiefung zwischen den
zwei Überbrückungsstegen. In diese kann nämlich das Messer in der Ruheposition eingesenkt
werden. Das Herausheben zum erstmaligen Öffnen wurde vorstehend schon beschrieben.
[0019] Die Vorfertigung der Scheibe aus Kunststoff und der vorzugsweise schwenkbar relativ
zu dieser angebrachten Lasche ist aber auch dann einfach und mit einfachen Spritzmaschinen
herstellbar, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die mittige Ausnehmung für
den Drehbolzen sich zur Oberwand der Packung hin erweitert und vorzugsweise durch
die Dicke der Scheibe ganz hindurchgehend ausgestaltet ist. Zwar kann diese Ausnehmung
im Querschnitt sackförmig ausgestaltet sein, die Herstellung der Spritzgießform sowohl
für die Ausnehmung als auch für den an diese entsprechend angepaßten Drehbolzen ist
aber noch einfacher, wenn sich die Ausnehmung durch die gesamte Dicke der Scheibe
hindurch erstreckt. Die Erweiterung der Ausnehmung durch die Scheibe bzw. das innere
Kreisscheibenteil hindurch in Richtung auf die Oberwand dient dazu, die Lasche drehbar
so mit der Scheibe zu verbinden, daß sie nicht ohne weiteres herausgezogen werden
kann. Die Lasche mit angesetztem Drehbolzen kann beispielsweise bei der Herstellung
durch Verbiegen der Kunststoffteile in die Ausnehmung eingeschnappt werden. Es sind
aber auch andere herkömmliche Anordnungsverfahren denkbar.
[0020] Eine alternative Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß unter
Verwendung der wesentlichen Merkmale gemäß der vorstehenden Beschreibung zusätzlich
eine Gleßhilfskante am Umfang der Scheibe mit Ausnahme der Ausgießkante angebracht
ist. Es versteht sich, daß auf der Ausgießseite selbstverständlich keine Störung,
kein Widerstand und keine Barriere vorgesehen werden sollte. Die Gießhilfskante erstreckt
sich vorzugsweise senkrecht aus der Scheibe ein kleines Stück weit nach oben heraus,
beispielsweise 1 bis 5 mm, vorzugsweise 2 bis 3 mm. Dadurch wird nach dem Öffnen und
Herausreißen der Oberwand im Bereich des inneren Kreisscheibenteils insbesondere bei
flüssigem Füllgut die Flüssigkeit daran gehindert, auf die Oberwand zu laufen. Sie
wird vielmehr durch die Gießhilfskante nach vom geführt und kann dann ohne Störung
über die Ausgießkante ablaufen.
[0021] Zweckmäßig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn der Abstand der beiden Enden der
Gleßhilfskante voneinander wenig größer als die Breite der Lasche ist. In Draufsicht
kann die Gießhilfskante mit anderen Worten trichterförmig auf die Ausgießkante seitlich
zulaufen. Vorn quer befindet sich dann die Ausgießkante, die sich von den beiden im
Abstand befindlichen Enden der Gießhilfskante erstreckt. Wenn die Gießhilfskante die
sich senkrecht nach oben aus der Scheibe herausstreckende Kante, Wandung oder Steg
ist, dann kann man dessen vordere Enden dazu verwenden, die Lasche in der Benutzungsposition
zu fixieren, z.B. vom ersten Wiederverschließen an.
[0022] Bei günstiger weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann man auch vorsehen, daß die
Lasche flach und länglich derart ausgebildet ist, daß ihre Länge von der Achse des
vorzugsweise einstückig mit ihr verbundenen Drehbolzens bis zu ihrem Vorderende um
1 bis 3 cm, vorzugsweise 2 cm, größer ist als der Abstand der Achse des Drehbolzens
von der Ausgießkante. Stellt man eine derart ausgebildete Lasche nach dem erstmaligen
Durchschneiden des unter der Scheibe befindlichen Oberbodens in diejenige Stellung,
wo die Lasche über der Ausgießkante liegt, dann steht sie zwar über die Kante der
Packung etwas vor, erleichtert dem Benutzer aber das Ergreifen und Hochklappen der
Lasche mitsamt dem inneren Kreisscheibenteil - unter Verwendung des Scharniers im
Bereich der Überbrückung.
[0023] Der Drehbolzen kann vorzugsweise beim Spritzgießen der Lasche einstückig mitdieser
angeformt sein. Wenn man für seine Anbringung in der oben beschriebenen, sich zur
Oberwand hin erweiternden Ausnehmung eine andere Ausgestaltung vorzieht, kann man
ihn selbstverständlich auch separat durch Schnapp- oder Klemmverschlüsse mit der Lasche
verbinden, durch Einklinken oder andere bekannte Techniken.
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung
mit den anliegenden Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- die Draufsicht auf eine durch Falten hergestellte quaderförmige Packung bzw. ihre
ebene, rechteckige Oberwand mit an deren rechter Seite nahe einer Ausgießkante befindlicher
Öffnungsvorrichtung, deren Lasche sich in der Ruheposition befindet,
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht durch eine solche Packung mit der auf die Oberwand aufgesiegelten
Scheibe, bei welcher jedoch die Lasche in die Drei-Uhr-Stellung gedreht wurde und
das Messer durch den Schlitz in der Scheibe und das Material der Oberwand hindurchreichend
gezeigt ist,
- Figur 3
- eine ähnliche Darstellung wie Figur 2, bei welcher jedoch die Lasche mit der Scheibe
und dem darunter befindlichen Teil der Oberwand in die Öffnungsstellung herausgeschwenkt
ist, und
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine quaderförmige Packung mit einer an einer Seite (rechts) befindlichen
Öffnungsvorrichtung einer anderen Ausführungsform mit Gießhilfskante.
[0025] Die nicht näher gezeichnete Flüssigkeitspackung hat Quaderform mit Seitenwand 1,
Vorderwand 2 und Oberwand 3, die über eine vordere Faltkante 4 miteinander verbunden
sind. Unter "vorn" wird hier diejenige Seite der Oberwand 3 verstanden, an welcher
sich die Ausgießkante 5 der Öffnungsvorrichtung befindet.
[0026] Die Öffnungsvorrichtung besteht aus einer Scheibe 6 und einer drehbar bezüglich der
Scheibe 6 an dieser unverlierbar angeordneten Lasche 7.
[0027] Die Scheibe 6 ihrerseits besteht aus Kunststoff und ist in ihrer Gesamtheit auf der
Oberwand 3 der Packung aufgesiegelt. Durch einen sich kreisförmig über etwa 280° erstreckenden
Schlitz 8 ist die Scheibe 6 in ein inneres Kreisscheibenteil 9 und ein äußeres Ringteil
10 aufgeteilt. Beide sind bis auf zwei im Abstand a voneinander angeordnete, stegartige
Überbrückungen 11 voneinander getrennt. Zwischen diesen befindet sich eine sackartige
Vertiefung 12 in der Scheibe, die nach oben von der Oberwand 3 weg offen ist, wie
man besonders deutlich in der Querschnittsansicht der Figur 2 sieht. Sowohl das innere
Kreisscheibenteil 9 als auch das äußere Ringteil 10 sind getrennt voneinander flächig
auf der Kunststoffoberfläche der Oberwand 3 angesiegelt. Vor dem erstmaligen Öffnen
der Packung wird somit das innere Kreisscheibenteil 9 über die Oberwand 3 unten und
die stegartigen Überbrückungen 11 hinten an der Packung festgehalten.
[0028] In der Mitte (Drehachse 13) ist in der Scheibe 6 eine Ausnehmung 14 eingeformt, die
sich gemäß Darstellung der Figuren 2 und 3 (im Querschnitt) zur Oberwand 3 derart
erweitert, daß sich eine Schulter 15 ergibt. Die Ausnehmung 40 erstreckt sich ganz
durch die Dicke D der Scheibe 6, 9, 10 hindurch. Mit anderen Worten würde der Betrachter
bei der Draufsicht auf die Scheibe 6 von unten auf ein zylinderförmiges Loch mit größerem
Durchmesser blicken und von der gegenüberliegenden Seite von oben auf die Scheibe
6 auf ein zylindrisches kleineres Loch blicken, die beide ineinanderübergehen. In
der Mitte dieses durchgehenden Loches, d.h. der mittigen Ausnehmung 14, ist die Drehachse
13 angeordnet.
[0029] Ein Drehbolzen 16 mit Drehachse 13 ist im hinteren Bereich der Lasche 7 an diese
angeformt und hat eine der Ausnehmung 14 entsprechende Ausgestaltung. Er besitzt also
einen von der Unterseite der Lasche 7 in Richtung zur Oberwand 3 hin weisenden Zylinder
mit kleinerem Durchmesser und weiter nach unten, an diesen angesetzt, einen zylinderförmigen
Teil mit etwas größerem Durchmesser, welcher sich auf die Schulter 15 der Ausnehmung
14 legt und dadurch gegen Herausfallen nach oben gesichert ist.
[0030] Im Abstand A von der Drehachse 13 des Drehbolzens 16 zum Vorderende 17 der Lasche
7 hin ist an deren Unterseite ein Messer 18 mit spitzer Unterkante 19 angebracht.
Außer wenn das Messer 18 In der sackartigen Vertiefung 12 angeordnet ist oder sich
über den stegartigen Überbrückungen 11 befindet, ragt das Messer 18 in den Schlitz
8 der Scheibe 6 nach unten in Richtung auf die Oberwand 3 oder nach dem Herunterdrücken
durch diese hindurch, wie in der Querschnittsansicht der Figur 2 dargestellt ist.
Die Länge I des Messers 18 ist größer als die Dicke D der Scheibe 6, wie man deutlich
aus den Figuren 2 und 3 sieht. Es versteht sich, daß der Abstand A des Messers 18
von der Drehachse 13 an der Lasche dementsprechend gleich dem Radius des teilkreisförmigen
Schlitzes 8 in der Scheibe 6 ist.
[0031] Bei der Ausführungsform der Figur 4 ist am Umfang der Scheibe 6 mit Ausnahme der
Ausgießkante 5 eine Gießhilfskante 20 angebracht, die sich nach rückwärts (zur Mitte
der Oberwand 3 hin) halbkreisförmig schließt und nach vom hin - in Draufsicht auf
die Scheibe 6 - trichterförmig geradlinig bis zu den Enden 21 erstreckt. Der Abstand
d der beiden Enden 21 der Gießhilfskante 20 voneinander ist wenig größer als die Breite
B der Lasche 7. Dadurch kann man die Lasche aus der in Figur 4 dargestellten Position
um 180° verdrehen und in der dann erreichten Drei-Uhr-Stellung fixieren (bei sehr
genauer Betrachtung ist der Abstand d in Figur 4 etwas kleiner und mehr angenähert
an die Breite B gezeichnet zu denken).
[0032] Die Länge L der Lasche 7 von ihrem Vorderende 17 bis zur Achse 13 des Drehbolzens
16 erkennt man besonders gut aus Figur 2. Diese Länge L ist 2 cm größer als der Abstand
D5 des Abstandes der Ausgießkante 5 von derselben Achse 13 des Drehbolzens 16. Dadurch
wird, wie in Figur 2 dargestellt ist, ein vorteilhafter Überstand der Lasche 7 über
die Vorderwand 2 der Packung und eine gute Handhabung der Öffnungsvorrichtung gewährleistet,
wie nun beschrieben wird.
[0033] Im Betrieb ergreift der Benutzer die Lasche 7 am Vorderende 17 in der Position der
Figur 1. Damit wird die Lasche 7 in ihrer Neun-Uhr-Stellung vom am Ende 17 etwas hochgebogen,
wodurch das Messer 18 aus der sackartigen Vertiefung 12 herausgehoben wird. Danach
dreht der Benutzer die Lasche 7 beispielsweise in Uhrzeigetrichtung gemäß dem gebogenen
Pfeil 22, wobei das Vorderende 17 der Lasche 7 immer noch hochgebogen derart gehalten
wird, daß die untere Schneidkante 19 des Messers 18 über die stegartige Überbrückung
11 hinübergleitet. Dahinter beginnt an der Stelle 23 der kreisförmige Schlitz 8. Hier
läßt der Benutzer das Vorderende 17 der Lasche 7 los, wodurch das Messer 18 mit seiner
Vorderklinge 19 durch den Schlitz 8 hindurch nach unten auf die Oberwand auftrifft
und diese durchschneidet. Gegebenenfalls kann der Benutzer durch Aufdrücken auf das
Vorderende 17 der Lasche 7 nach unten in Richtung auf die Oberwand hin den Einstechprozeß
unterstützen. Ab der Stelle 23 beginnt nun die Vorderklinge des Messers 18 den Eingriff
mit dem Papier der Oberwand 3, wenn die Lasche 7 um die Drehachse 13 herum in Richtung
des gebogenen Pfeiles 22 (Uhrzeigerrichtung) weiter um nahezu 360°, z.B. 280°, gedreht
wird. Bei dieser Bewegung folgt das Messer 18 dem Schlitz 8 und schneidet die Oberwand
auf genau diesem Teilskreis durch. Nun dreht der Benutzer die Lasche 7 aus der Acht-Uhr-Stellung
wieder zurück in die Drei-Uhr-Stellung, wie im Querschnitt in Figur 2 dargestellt
ist.
[0034] Der Benutzer ergreift die Lasche 7 am Vorderende 17 derselben von unten und klappt
nun das innere Stück der Oberwand, welches etwa dem inneren Kreisscheibenteil 9 der
Scheibe 6 entspricht, in Richtung des nach links oben gebogenen Pfeiles 24 in Figur
2, bis die in Figur 3 dargestellte Öffnungsposition der Lasche 7, Scheibe 6 und Oberwand
3 erreicht ist. Man erkennt die Ausgießöffnung 25, durch welche das fließfähige Füllgut
über die Ausgießkante 5 in Richtung des Pfelles 26 In Figur 3 nach rechts ausgegossen
werden kann.
[0035] Zum Wiederverschließen braucht die Lasche 7 mit dem inneren Kreisscheibenteil 9 nur
im Uhrzeigersinn wieder heruntergeklappt zu werden, so daß die Position der Figur
2 (wiederverschlossen) erreicht ist.
[0036] Die Handhabung zum Öffnen und Wiederverschließen der Öffnungsvorrichtung gemäß der
alternativen Ausführungsform der Figur 4 erfolgt in gleicher Weise.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Seitenwand
- 2
- Vorderwand
- 3
- Oberwand
- 4
- Faltkante
- 5
- Ausgießkante
- 6
- Scheibe
- 7
- Lasche
- 8
- Schlitz
- 9
- Kreisscheibenteil
- 10
- Ringteil
- 11
- Überbrückungen
- 12
- Vertiefung
- 13
- Drehachse
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Schulter
- 16
- Drehbolzen
- 17
- Vorderende der Lasche 7
- 18
- Messer
- 19
- Unterkante
- 20
- Gießhilfskante
- 21
- Enden
- 22
- Pfeil
- 23
- Stelle
- 24
- Pfeil
- 25
- Ausgießöffnung
- 26
- Pfeil
- 40
- Ausnehmung
- A
- Abstand
- B
- Breite
- d
- Abstand
- D
- Dicke der Scheibe 6, 9, 10
- D5
- Abstand
- I
- Länge des Messers 18
- L
- Länge
1. Vorrichtung zum Öffnen einer Packung, an deren Oberwand (3) Einrichtungen (6, 7, 18)
zum Öffnen und Wiederverschließen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine Scheibe (6) aus Kunststoff auf der Oberwand (3) aufgesiegelt ist die, in
der Mitte (Drehachse 13) eine Ausnehmung (14) für die Aufnahme eines Drehbolzens (16)
und im Abstand (A) um diese Ausnehmung (14) herum einen sich kreisförmig über fast
360° erstreckenden durchgehenden Schlitz (8) aufweist, welcher auf der der Ausgießkante
(5) gegenüberliegenden Seite von wenigstens einer Überbrückung (11), auf der ein Messer
(10) in einer Ruheposition gehalten wird, unterbrochen ist, daß eine Lasche (7) um
die Achse (13) des Drehbolzens (16) drehbar an der Oberseite der Scheibe (6) angeordnet
und gegenüber dieser Achse (13) verbiegbar ist, und daß das in Gebrauchsposition in
den Schlitz (8) ragende Messer (18) unten an der Lasche (7) befestigt und zum Durchstoßen
der Oberwand (3) länger (Länge l) als die Dicke (D) der Scheibe (6) ausgestaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei im Abstand (a) voneinander
angeordnete, stegartige Überbrückungen (11) vorgesehen sind, zwischen denen eine nach
oben offene, sackartige Vertiefung (12) in der Scheibe (6) angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mittige Ausnehmung
(14) für den Drehbolzen (16) sich zur Oberwand (3) der Packung hin erweitert und vorzugsweise
durch die Dicke (D) der Scheibe (6, 9, 10) ganz hindurchgehend ausgestaltet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gießhilfskante
(20) am Umfang der Scheibe (6) mit Ausnahme der Ausgießkante (5) angebracht ist (Figur
4).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (d) der beiden
Enden (21) der Gießhilfskante (20) voneinander wenig größer als die Breite (B) der
Lasche (7) ist (Figur 4).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche
(7) flach und länglich derart ausgebildet ist, daß ihre Länge (L) von der Achse (13)
des vorzugsweise einstückig mit ihr verbundenen Drehbolzens (16) bis zu ihrem Vorderende
(17) um 1 - 3cm, vorzugsweise 2cm, größer ist als der Abstand (D5) der Achse (13)
des Drehbolzens (16) von der Ausgießkante (5).
1. Device for opening a package, on the top (3) of which means (6, 7, 18) for opening
and re-closing are provided, characterised in that a disc (6) made from plastics material
is sealed onto the top (3), which in the centre (axis of rotation 13) is provided
with a recess (14) for receiving a turning bolt (16) and a continuous slit (8) extending
in a circular manner over almost 360° at a distance (A) around this recess (14), which
is interrupted by at least one bridge (11), upon which a cutter (10) is held in a
position of rest, on the side opposite to the pouring edge (5), in that a tongue (7)
rotatable about the axis (13) of the turning bolt (16) is arranged on the top surface
of the disc (6) and is bendable with respect thereto, and in that the cutter (18),
projecting into the slit (8) in the operating position, is fixed underneath to the
tongue (7) and in order to pierce the top wall (3) is configured longer (length l)
than the thickness (D) of the disc (6).
2. Device according to claim 1, characterised in that two tab-like bridges (11) are provided
at a distance (a) apart from one another, between which a pocket-like depression (12)
is provided in the disc (6).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the central recess (14) for
the turning bolt (16) widens in the direction of the top (3) of the package, and is
preferably configured to extend through the thickness (D) of the disc (6, 9, 10).
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that an edge for assisting
pouring (20) is fitted on the periphery of the disc (6) except on the pouring edge
(5) (Figure 4).
5. Device according to claim 4, characterised in that the distance (d) apart from one
another of the two ends (21) of the edge for assisting pouring (20) is slightly greater
than the width (B) of the tongue (7) (Figure 4).
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the tongue (7) is
flat and configured in an elongated manner such that its length (L) from the axis
(13) of the turning bolt (16) with which it is preferably integral to its leading
edge (17) is 1 to 3 cm, preferably 2 cm greater than the distance (D5) of the axis
(13) of the turning bolt (16) from the pouring edge (5).
1. Système d'ouverture d'un emballage, au niveau de la surface supérieure (3) duquel
sont prévus des dispositifs (6, 7, 18) d'ouverture et de refermeture, caractérisé
en ce qu'un disque (6), en un matériau plastique, est appliqué par thermoscellage
sur la paroi supérieure (3), disque qui, en son centre (axe de rotation (13)) comporte
un évidement (14), destiné à recevoir un pivot (12), et, à une certaine distance (A)
autour de cet evidement (14), une fente continue (8), s'étendant en forme de cercle
sur près de 360°, fente qui, sur un côté opposé au bec verseur (5), est interrompue
par au moins un pont (11), sur lequel un couteau (10) est maintenu en position de
repos ; qu'une languette (7) est disposée contre la face supérieure du disque (6)
de façon à pouvoir tourner autour de l'axe (13) du pivot (16), et peut être déformé
par rapport à cet axe (13) ; et que le couteau (18), qui en position d'utilisation
dépasse à l'intérieur de la fente (8), est fixé à sa partie intérieure a la languette
(7), et, pour assurer le percement de la paroi supérieure (3), est configuré de façon
à être plus long (longueur l) que l'épaisseur (D) du disque (6).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux ponts (11) en forme de
traverse sont prévus, qui sont disposés à une distance (a) l'un de l'autre, et entre
lesquels un renfoncement borgne (12), ouvert vers le haut, est aménagé dans le disque
(6).
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'évidement central (14)
destiné au pivot (16) s'élargit vers la paroi supérieure (3) de l'emballage et a de
préférence une configuration selon laquelle il traverse complètement l'épaisseur (D)
du disque (6, 9, 10).
4. Système selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un bec auxiliaire
(20) est rapporté à la périphérie du disque (6), à l'exception du bec verseur (5)
(Figure 4).
5. Système selon la revendication 4, caractérisé en ce que la distance (d) entre les
deux extrémités (21) du bec auxiliaire (20) est un peu plus grande que la largeur
(B) de la languette (7) (Figure 4).
6. Système selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la languette (7)
a une configuration plane et oblongue, de telle sorte que sa longueur (L) entre l'axe
(13) du pivot (16) qui de préférence en est solidaire, et son extrémité avant (17)
est de 1-3 cm et de préférence de 2 cm supérieure a la distance (D5) entre l'axe (13)
du pivot (16) et le bec verseur (15).