[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehen von Fliesen, die in einem Brennraum
gebrannt werden, mit Spacern, wobei die Spacer nach dem Brennen der Fliesen als Materialmasse
aus Kunststoff an den Kanten der Fliesen angebracht werden, sowie eine Produktionsanlage
zum industriellen Versehen von Fliesen mit Spacern gemäß diesem Verfahren.
[0002] Es sind Boden- oder Wandfliesen bekannt, deren seitliche Kanten mit Spacern, d.h.
nocken- oder stegartigen Distanzhaltern, versehen sind, um bei einer Verlegung der
Fliesen in einem flächigen Fliesenverband zwischen den jeweiligen Fliesen eine ausreichende
Fuge aufrechtzuerhalten. Bei einem Verfahren zur Herstellung solcher Fliesen sind
die Formen zum Pressen der Fliesen im Bereich der Spacer entsprechend ausgespart,
so dass die Spacer beim Herstellen der Fliesen direkt einstückig mit angeformt sind.
Anschließend werden die Fliesen einschließlich der angeformten Spacer gebrannt. Ein
Anformen der Spacer ist aus Gründen der Ausformbarkeit jedoch nur möglich, wenn die
spätere Oberfläche der Fliese beim Formen im Bereich des Bodens des entsprechenden
Formwerkzeuges vorgesehen ist. Die derart mit Spacern versehenen Fliesen werden bis
zu ihrem Einsatz auf Lager gehalten.
[0003] Die nachfolgend näher beschriebene Erfindung bezieht sich insbesondere auf Fliesen,
die mittels eines sogenannten Rüttel- oder Vibrationsverfahrens zur Befliesung von
Böden eingesetzt werden. Bei einer solchen Verlegung der Fliesen wird zunächst über
die zu verlegende Fläche ein Verlegemörtel verteilt, auf dem anschließend die Fliesen
verlegt werden. Dann wird mit Hilfe von Vibrationsmaschinen der eigentliche Rüttelvorgang
durchgeführt, indem diese Vibrationsmaschinen die Fliesen in den Verlegemörtel drücken.
Durch das Rüttelverfahren ist es möglich, Böden zu schaffen, die extrem hohen Belastungen,
beispielsweise durch das Überfahren schwerer Fahrzeuge, ausgesetzt werden können,
ohne dass sich die Fliesen lockern.
[0004] Aus der DE 24 54 882 A1 sind Fliesen bekannt, die als Fassadenelemente mit Hilfe
sogenannter Schocktische verlegt werden. Dabei werden die Fliesen mit ihrer späteren
Außenseite nach unten in eine Schalungsform eingelegt, die der Größe des späteren
Fassadenelementes entspricht. Die Fliesen müssen auf dem Boden der Schalungsform von
Hand exakt ausgerichtet werden, da sie nach dem Ausrichten mit nassem Beton ausgegossen
werden und damit keine Zugriffsmöglichkeit und Ausrichtmöglichkeit auf die Fliesen
mehr gegeben ist. Nach dem Aushärten des Betons wird die Schalungsform entfernt. Das
so entstandene Fassadenelement wird derart an eine entsprechende Hausfassade angebracht,
das die jeweiligen Fliesenaußenseiten, die in der Schalungsform auf dem Boden auflagen,
sichtbar nach außen zeigen. Um die Fliesen auf dem Boden der Schalungsform vor dem
Übergießen mit nassem Beton relativ exakt ausrichten zu können, sind an den seitlichen
Kanten der Fließen Abstandselemente angespritzt. Diese Abstandselemente müssen keine
größere Festigkeit aufweisen, da die Fliesen durch die feste Einbindung in dem Beton
keinen mechanischen Belastungen ausgesetzt werden.
[0005] Die US 2 111 003 A betrifft Wand- oder Bodenfliesen, die an ihren seitlichen Kanten
mit elastisch nachgiebigen Abstandsstreifen versehen sind. Diese Abstandsstreifen
werden nach dem Herstellen der Fliesen an die seitlichen Kanten angefügt.
[0006] Es ist auch bekannt (GB 2 234 994 A), einen Ziegelstein an seinen Außenseiten mit
Spacern zu versehen. Die Spacer sind aus elastischem Material hergestellt und mit
den seitlichen Kanten des Ziegelsteines verklebt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren sowie eine Produktionsanlage der eingangs
genannten Art zu schaffen, die mit geringem Aufwand ein Versehen der Fliesen mit Spacern
in großen Stückzahlen ermöglichen.
[0008] Für das Verfahren wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Fliesen in Formen eingesetzt
werden, in denen zuvor die Materialmasse entsprechend der späteren Positionierung
der Spacer eingebracht wurde, und dass die Materialmasse in den Formen angeschmolzen
und ausgehärtet wird und anschließend die Fliesen einschließlich der als Spacer geformten
Materialmasse aus den Formen entnommen werden. Die Spacer stellen somit direkt ein
aufgespritztes oder in anderer Art und Weise aufgebrachtes Kunststoffmaterial dar,
das beim späteren Kalibrieren der Fliesen auf Maßhaltigkeit abgeschliffen werden kann.
Als Materialmasse ist insbesondere PVC vorgesehen. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme
ist es insbesondere auch möglich, Fliesen mit Spacern zu versehen, bei denen aus herstellungstechnischen
Gründen eine Anformung von Spacern nicht möglich ist, beispielweise bei stranggepreßten
und trockengepreßten Fliesen. Dabei können sowohl bei Fliesen, bei denen der Preßstempel
die Oberseite beaufschlagt als auch bei Fliesen, bei denen die Unterseite mit dem
Preßstempel während der Herstellung beaufschlagt wird, Spacer vorgesehen werden, da
das nachträgliche Anbringen der Spacer die Ausformbarkeit der Fliesen nicht beeinflußt.
[0009] Für die Produktionsanlage zum industriellen Versehen von Fliesen mit Spacern, die
mit mehreren Funktionseinrichtungen versehen ist, wird die Aufgabe dadurch gelöst,
dass wenigstens eine kontinuierliche Fördervorrichtung zum Transportieren der Fliesen
zwischen den Funktionseinrichtugen und durch diese hindurch vorgesehen ist, dass eine
Eintragvorrichtung zum Anbringen der Materialmasse für die Spacer an die Fliesen,
ein Schmelzofen zum Anschmelzen der Spacermasse an die Fliesen und ein Kühlbereich
zum Aushärten der Spacermasse an den Fliesen vorgesehen ist. Dadurch ist es möglich,
Fliesen in großen Stückzahlen wirtschaftlich mit Spacern zu versehen.
[0010] Für die Aufnahme von wenigstens einer Fliese und zum Positionieren der Spacermasse
an der wenigstens einen Fliese ist eine Trägerform vorgesehen, die mittels der wenigstens
einen Fördervorrichtung im Kreislauf durch die Produktionsanlage transportierbar ist.
Dadurch müssen die verschiedenen Funktionsvorrichtungen der Produktionsanlagen lediglich
auf die Abmessungen der Trägerformen, nicht jedoch auf die unterschiedlichen Abmessungen
der Fliesen selbst abgestimmt werden. Darüber hinaus kann in einer einzelnen Trägerform
eine Mehrzahl von Fliesen aufgenommen und mit den Spacern versehen werden. Außerdem
schaffen die Trägerformen die Basis für das einfache Anspritzen der Spacer. Die Produktionsanlage
gestattet ein vollautomatisches Versehen der Fliesen mit Spacern.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Produktionsanlage sind Mittel zum Beladen der wenigstens
einen Trägerform mit Fliesen ohne Spacer und Mittel zum Entladen der wenigstens einen
Trägerform nach dem Anfügen der Spacer vorgesehen. Dadurch ist es möglich, auch die
Beschickung und Entnahme von Fliesen in die bzw. aus der Produktionsanlage zu automatisieren.
[0012] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen. Nachfolgend
sind bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben und anhand der Zeichnungen
dargestellt.
- Fig. 1
- zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Produktionsanlage zum industriellen Versehen von Fliesen mit Spacern,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung eine Draufsicht auf eine mit Spacern versehene Fliese,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Fliese nach Fig. 2 - teilweise geschnitten -,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch eine plattenartige Trägerform zur Aufnahme von drei Fliesen,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die mit Fliesen versehene Trägerform nach Fig. 4,
- Fig. 6
- in vergrößerter Schnittdarstellung einen Teil einer mit einer Fliese versehenen Trägerform,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die mit der Fliese versehene Trägerform nach Fig. 6,
- Fig. 8
- schematisch einen Stapel von drei übereinander angeordneten, mit Fliesen versehenen
Trägerformen,
- Fig. 9a
- eine kontinuierliche Fördervorrichtung zum Beschikken der Produktionsanlage nach Fig.
1 in einer Seitenansicht,
- Fig. 9b
- eine Frontansicht der Fördervorrichtung nach Fig. 9a,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf einen Teil der Produktionsanlage nach Fig. 1 im Bereich von Umsetzstationen
für die Fliesen und die Trägerformen,
- Fig. 11
- die Eintragvorrichtung der Produktionsanlage zum Einbringen von Spacermasse in die
Trägerformen,
- Fig. 12
- in verkleinerter Darstellung eine Seitenansicht der Eintragvorrichtung nach Fig. 11,
- Fig. 13
- in vergrößerter, schematischer Darstellung einen Ausschnitt der Eintragvorrichtung
nach Fig. 11 auf Höhe einer Spritzdüse,
- Fig. 14
- die mit der Spacermasse versehene Trägerform nach Fig. 13, in die eine Fliese eingesetzt
wird,
- Fig. 15
- eine an die Eintragvorrichtung nach Fig. 11 anschließende Umsetzstation für Fliesen
und Trägerformen,
- Fig. 16
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt der Umsetzstation nach Fig. 15,
- Fig. 17a
- einen Teil der Produktionsanlage nach Fig. 1 im Bereich zwischen der ersten Umsetzstation
und einem Schmelzofen,
- Fig. 17b
- einen Querschnitt durch den Schmelzofen nach Fig. 17a in verkleinerter Darstellung,
- Fig. 18
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt der Umsetzstation nach Fig. 17a,
- Fig. 19
- einen weiteren Teil der Produktionsanlage nach Fig. 1 im Übergangsbereich zwischen
dem Schmelzofen und einem Kühlbereich,
- Fig. 20
- einen weiteren Teil der Produktionsanlage nach Fig. 1 zwischen dem Kühlbereich und
der zweiten Umsetzstation,
- Fig. 21
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt der Umsetzstation nach Fig. 20,
- Fig. 22
- eine weitere Darstellung der Umsetzstation nach Fig. 20,
- Fig. 23
- eine Kalibriervorrichtung der Produktionsanlage nach Fig. 1, und
- Fig. 24
- in vergrößerter Darstellung einen Teil der Kalibriervorrichtung der Produktionsanlage
nach Fig. 1.
[0013] Fliesen (3), wie sie anhand der Fig. 2 und 3 dargestellt sind, weisen eine flache
Quaderform mit einer quadratischen Grundfläche auf und sind aus einem Keramikmaterial
gepreßt und anschließend in einem Brennraum gebrannt. Jede Fliese (3) weist vier seitliche
Kanten auf, an denen jeweils zwei Spacer (18) in nachfolgend näher beschriebener Weise
angefügt sind. Die Spacer (18) dienen als Distanzhalter zu den benachbarten Fliesen
bei einer späteren Verlegung in einem flächigen Fliesenverband. Die Verlegung der
Fliesen (3) in einem solchen Fliesenverband erfolgt mit Hilfe eines Rüttel- oder Vibrationsverfahrens.
Durch die Spacer an den Fliesen, die nachfolgend in näher beschriebener Weise auf
exakte Maßhaltigkeit kalibriert sind, ergibt sich bei der Verlegung der Fliesen innerhalb
des Fliesenverbandes für alle Fliesen jeweils eine exakte und eine automatische Ausrichtung.
Zudem verbleibt zwischen den einzelnen Fliesen (3) jeweils eine immer gleichbleibend
und ausreichend groß bemessene Fuge, um beispielsweise zusätzliche säurefeste Verfugungen
in den verlegten Fliesenverband einzubringen.
[0014] Bei einem nicht dargestellten, und nicht zur Erfindung gehörenden Ausführungsbeispiel
sind die Spacer vorgebrannte Keramikelemente, die eine plättchenartige Quaderform
mit einer quadratischen Grundfläche aufweisen. Die Seitenlänge der quadratischen Grundfläche
entspricht in etwa zwei Drittel der Höhe jeder seitlichen Kante. Die beiden Spacer
für jeweils eine seitliche Kante sind in Abstand zueinander an der jeweiligen Kante
angeordnet, und werden von außen als nockenartige Bauteile auf diese seitlichen Kanten
aufgesetzt. Dabei werden die Spacer mit Hilfe eines hochfesten und innerhalb von Sekundenbruchteilen
aushärtenden Klebstoffes an die Flächen der seitlichen Kanten angeklebt. Die Festigkeit
des Klebstoffes ist so ausgelegt, daß die Haftung des Spacers an der seitlichen Kante
etwa der Stabilität entspricht, die ein bei der Herstellung einer Fliese bereits zusammen
mit dieser angeformter Spacer aufweist. Als Klebstoffe sind insbesondere Zweikomponenten-Klebstoffe
mit Kombinationen aus Füllern und Harzen vorgesehen. Dieser Klebstoff härtet unter
Druck aus, so daß die Spacer mit hoher Kraft gegen die seitlichen Kanten nach dem
Aufbringen des Klebstoffes gepreßt werden. Zum Anbringen der Spacer an die Fliesen
werden die Fliesen nach dem Brennen in einem Brennraum durch eine Sortiervorrichtung
nach Farbe und Qualität sortiert. Anschließend werden die Fliesen mittels einer Fördereinrichtung
zu einer Aufbringvorrichtung für die Spacer transportiert. Die Aufbringvorrichtung
für die Spacer weist Mittel zum Ergreifen und Halten der quaderförmigen Spacer sowie
Mittel zum Anpressen der Spacer gegen die seitlichen Kanten auf. Die Spacer werden
auf die Fliesen in der Aufbringvorrichtung aufgebracht, während die Fliesen im wesentlichen
kontinuierlich durch diese hindurchtransportiert werden. Dabei läuft jede Fliese derart
in die Aufbringvorrichtung ein, daß zunächst in einem ersten Arbeitsschritt die entsprechenden
Spacer auf den ersten gegenüberliegenden Seiten der Fliese aufgebracht werden. Zum
Aufbringen der Spacer auf die seitlichen Kanten der Fliese dienen die Mittel zum Anpressen.
Vor dem Anpressen der Spacer gegen die seitlichen Kanten wird mit Hilfe von Mitteln
zum Aufbringen von Klebstoff der hochfeste und schnell aushärtende Klebstoff auf die
an den seitlichen Kanten anliegenden Haftflächen der Spacer aufgebracht. Da der Klebstoff
in Sekundenbruchteilen aushärtet, muß auch der Anpreßvorgang durch die Mittel sehr
schnell erfolgen. Zum Anpressen der Spacer auf die seitlichen Kanten der Fliesen wird
daher nur eine sehr geringe Zeit benötigt. Anschließend wird jede Fliese um 90° mit
Hilfe von Mitteln zum Drehen der Fliese um ihre zentrale Hochachse gedreht. Dann werden
in gleicher Weise an die übrigen seitlichen Kanten der Fliese mit Hilfe von Mitteln
zum Aufbringen und Mitteln zum Anpressen die Spacer angeklebt. Schließlich werden
die mit den Spacern versehenen Fliesen zu einer Kalibriereinrichtung transportiert,
in der sie vermessen und mittig zu ihrer Mittellängsachse ausgerichtet werden. Alle
Spacer weisen ein gewisses Übermaß auf, wodurch jede Fliese durch das Abschleifen
der Spacer auf exakte Abmessungen abgeschliffen werden kann. Dies erfolgt automatisiert
nach dem mittigen Ausrichten der Fliesen, wobei zunächst die seitlichen Kanten, die
zuerst mit Spacern versehen wurden, und anschließend nach einem Verdrehen der Fliesen
die anderen seitlichen Kanten abgeschliffen werden. Da die seitlichen Randabmessungen
jeder Fliese durch die Spacer bestimmt werden, ist es möglich, eine exakte Maßhaltigkeit
der Fliesen zu erzielen, ohne direkt die seitlichen Kanten bearbeiten zu müssen. Nach
dem Kalibrieren der Fliesen werden diese zu Stapeln zusammengefaßt, wobei jeder Stapel
eine definierte Anzahl von Fliesen aufweist. Auch die Stapelung der Fliesen erfolgt
automatisiert durch eine Stapeleinrichtung.
[0015] In gleicher Weise ist die Aufbringvorrichtung zum Versehen der Fliesen mit Spacern,
wie sie zuvor beschrieben worden ist, jedoch auch ohne eine Einbindung in einen kontinuierlichen
Bearbeitungsprozeß der Fliesen durch mehrere Funktionseinrichtungen einsetzbar, wobei
die Aufbringvorrichtung dann von Hand beschickt wird, d.h. die entsprechenden Fliesen
werden von Hand in die Aufbringvorrichtung eingelegt.
[0016] Bei dem nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 24 näher beschriebenen Ausführungsbeispiel
der Erfindung handelt es sich um eine industrielle Produktionsanlage zum Versehen
von Fliesen mit Spacern, wobei das Anbringen der Spacer an die Fliesen mit wirtschaftlichem
Aufwand in großen Stückzahlen erfolgen kann. Die Fliesen (3) durchlaufen die einzelnen
Stationen der verschiedenen Arbeitsprozesse der Produktionsanlage kontinuierlich mit
Hilfe entsprechender Fördervorrichtungen (1, 7, 8, 10, 12, 13, 15, 17). Jede Fliese
(3) ist plattenförmig ausgebildet und weist eine quadratische Grundfläche auf. Die
verschiedenen Fördervorrichtungen (1, 7, 8, 10, 12, 13) sind so ausgelegt, daß sie
jeweils wenigstens drei nebeneinander angeordnete Fliesen (3) transportieren können.
Dabei werden die Fliesen (3) für das Durchlaufen der verschiedenen Arbeitsstationen
jeweils zu dritt zusammengefaßt und nebeneinander in einer schablonenartigen flachen
Trägerform (4) zusammengefaßt. Die schablonenartige Trägerform (4) ist an ihren vier
Ecken mit Zentrierfüßen (20) versehen, durch die mehrere mit Fliesen (3) versehene
Trägerformen (4) übereinandergestapelt und in dieser Stapelform durch die Produktionsanlage
transportiert werden können. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel werden jeweils
Stapel von zehn übereinander gestapelten Trägerformen (4) mit jeweils drei Fliesen
(3) durch die verschiedenen Arbeitsstationen der Produktionsanlage gefördert. Dabei
werden die Trägerformen (4) selbst nicht von der Produktionsanlage entfernt, sondern
laufen im Förderkreis der Produktionsanlage um, wobei sie zu Beginn des Förderkreises
mit Fliesen (3) beladen und am Ende des Förderkreises wieder entladen werden.
[0017] Die quadratischen Fliesen (3) werden in der Produktionsanlage nach den Fig. 1 bis
24 im Bereich ihrer seitlichen Kanten (Fig. 2 und 3) mit Spacern (18) versehen, die
aus PVC hergestellt sind. Zum Anfügen der Spacer (18) aus PVC an die Fliesen (3) werden
die Fliesen (3) - jeweils zu dritt zusammengefaßt - in eine Trägerform (4) abgelegt,
die schablonenartige Aufnahmen für die drei Fliesen (3) aufweist. Die Aufnahmebereiche
innerhalb der Trägerform (4) für jede Fliese (3) sind entsprechend der Form der Fliese
(3) quadratisch ausgebildet und weisen zudem an ihrem Außenrand auf Positionierhöhe
der Spacer (18) der Form der Spacer (18) angepaßte Aussparungen (19) auf (Fig. 6 und
7), in die das PVC-Material als zähflüssige Masse eingespritzt wird. Die Trägerformen
(4) sind aus Teflon hergestellt oder zumindest im Bereich der Aufnahmen und der Aussparungen
mit Teflon beschichtet, um zu verhindern, daß das PVC-Material für die Spacer (18)
in der Trägerform (4) anhaftet und so ein Herausnehmen der Fliesen (3) zu einem Zerstören
der Spacer (18) führt. Selbstverständlich können die Trägerformen (4) auch aus anderen
Materialien hergestellt werden. Wichtig ist lediglich, daß sich Trennmittel oder eine
Trennschicht zum problemlosen Herauslösen der mit den Spacern versehenen Fliesen vorgesehen
sind.
[0018] Das zähflüssige PVC-Material für die Spacer (18) wird mittels einer Eintragvorrichtung
(6) (Fig. 10 bis 14) in die entsprechenden Aussparungen jeder Trägerform (4) eingebracht,
bevor die Fliesen (3) in die Trägerformen (4) eingesetzt werden.
[0019] Dazu ist die Eintragvorrichtung (6) in nachfolgend näher beschriebener Weise im Bereich
der Rückführung der geleerten Trägerformen (4) zu einer Beladestation (5) positioniert.
Die Eintragvorrichtung (6) weist mehrere Spritzdüsen (22) auf, die derart an einem
Rahmen positioniert sind, daß sie das PVC-Material direkt in die Aussparungen der
Trägerform (4) einspritzen. Die Spritzdüsen (23) sind mit Hilfe von Druckleitungen
an entsprechende Spritzzylinder (24) der Eintragvorrichtung (6) angeschlossen, die
mit Hilfe von einem oder mehreren nicht näher bezeichneten Druckerzeugern das PVC-Material
unter Druck setzen, damit es aus den Spritzdüsen (23) herausgepreßt werden kann. Die
Eintragvorrichtung (6) weist eine unterhalb der Spritzdüsen (23) angeordnete Haltevorrichtung
(25) auf, die die jeweils unter den Spritzdüsen (23) positionierte Trägerformen (4)
während des Spritzvorgangs festklemmen und anschließend wieder freigeben.
[0020] Die noch leeren Trägerformen (4), die mit dem PVC-Material für die Spacer (18) versehen
sind, werden von der Eintragvorrichtung (6) aus zu der eingangsseitigen Beladestation
(5) der Produktionsanlage gefördert, wobei diese Förderrichtung quer zur Förderrichtung
der Fliesen (3) erfolgt. Zum Beladen der Trägerformen (4) mit Fliesen (3) werden somit
die Trägerformen (4) nach dem Einspritzen des PVC-Materials von der Eintragvorrichtung
(6) aus mittels einer Rollschlittenanordnung (20) (Fig. 15, 17a) in die Beladestation
(5) und dort unter eine Umsetzvorrichtung (21, 26, 27, 28) gebracht. Die Umsetzvorrichtung
weist eine an einem Führungsschlitten (21) angeordnete Sauggreiferanordnung (26) auf,
wobei der Führungsschlitten (21) längs einer Schiene (28) des Gestells der Beladestation
(5) verfahrbar ist. Die Sauggreiferanordnung (26) ist so ausgebildet, daß sie jeweils
drei Fliesen (3) gleichzeitig von dem eingangsseitigen Förderband (1) abnehmen und
in die mittels der Rollschlittenanordnung (20) positionierte Trägerform (4) umsetzen
kann.
[0021] Die Fliesen (3) werden durch Bedienpersonen (B) manuell von zu Beginn des Förderbandes
(1) angeordneten Paletten (2) abgenommen und auf dem Förderband (1) positioniert.
Dem Förderband (1) sind Ausricht- und Führungselemente (22) zugeordnet, die die Fliesen
(3) exakt auf dem Förderband (1) ausrichten und der Beladestation (5) in Dreierreihen
zuführen (Fig. 9a und 9b). Die Führungs- und Ausrichtanordnung (22) weist seitlich
einstellbare Führungen auf, die es ermöglichen, in einfacher Weise auf Fliesen (3)
mit unterschiedlichen Formaten eingestellt zu werden, so daß diese problemlos der
Produktionsanlage zugeführt werden können.
[0022] Nach dem Entnehmen der Fliesen (3) - jeweils gleichzeitig zu dritt in einer Reihe
- und dem Einsetzen der Fliese (3) in die entsprechende Trägerform (4) mittels der
Sauggreiferanordnung (26) wird die Trägerform (4) einschließlich der eingesetzten
drei Fliesen (3) mittels einer Stapelvorrichtung (27), die ebenfalls Teil der Umsetzstation
ist, von der Rollschlittenanordnung (20) aus auf ein weiteres Förderband (8) gesetzt.
Dabei werden immer zehn mit Fliesen (3) versehene Trägerformen (4) zu einem Stapelblock
übereinandergestapelt. Die Stapelvorrichtung (27) (Fig. 16, 17a und 18) weist Schwenkhebel
auf, die die Ränder der Trägerformen (4) seitlich untergreifen und diese so höhenverlagern
können. Die Stapelvorrichtung (27) ist ebenfalls an dem Führungsschlitten (21) angeordnet,
so daß sie die Trägerformen (4) mit Fliesen (3) jeweils von der Rollschlittenanordnung
(20) aus übernehmen und auf dem Förderband (8) ablegen kann. Sobald zehn mit Fliesen
(3) versehene Trägerformen (4) zu einem entsprechenden Stapelblock übereinandergestapelt
sind, transportiert die Fördervorrichtung (8) diesen Stapelblock in Förderrichtung
(F) zu einem Schmelzofen (9), in dem das zähflüssige, in den Aussparungen der Trägerformen
(4) befindliche und tropfenartig abgelegte PVC-Material und damit ein Kunststoffmaterial
zu der späteren Form der Spacer (18) geformt wird. Das Kunststoffmaterial wird im
Schmelzofen (9) dünnflüssig und füllt die Aussparungen in den Trägerformen (4) unter
gleichzeitiger flächiger Anbindung an die seitlichen Kanten der Fliesen (3) vollständig
aus. Da die Aussparungen (19) in den Trägerformen (4) der Form der späteren Spacer
(18) - mit entsprechendem Übermaß - entsprechen, wird im Schmelzofen (9) die eigentliche
Formung der Spacer (18) erzielt.
[0023] Die Fördervorrichtung (8) im Schmelzofen (9) besteht aus einer Kettentransportvorrichtung,
die entsprechend getaktet arbeitet. Dadurch werden die Stapelblöcke von mit Fliesen
(3) versehenen Trägerformen (4) schrittweise durch den Schmelzofen (9) geführt. Der
Schmelzofen (9) besteht aus einem Haupttunnel, den die übereinandergestapelten, als
Teflontafel ausgebildeten Trägerformen (4) durchlaufen. In den seitlichen Wandungen
des Haupttunnels befinden sich Anschlüsse für heiße Vor- und Abluft, so daß die Temperatur
im Haupttunnel zwischen den Trägerformen (4) gleichmäßig verteilt werden kann. Über
dem Haupttunnel des Schmelzofens (9) befinden sich Zirkulationsleitungen und Anschlüsse
für einen Heißluftbrenner und für ein Umluftsystem, wobei das Umluftsytem dafür sorgt,
daß das gesamte System im Unterdruck arbeitet. Über Regelventile wird überschüssige
Luft über einen entsprechenden Abluftkamin abgeführt.
[0024] An der Austrittsseite des Schmelzofens (9) ist eine weitere Fördervorrichtung (10)
vorgesehen, die die Stapelblöcke aus mit Fliesen (3) versehenen Trägerformen (4) U-förmig
wieder zurücklenkt in einen parallelen Förderlinienbereich, der mit einem Kühlsystem
(11, 12) versehen ist. Die Fördervorrichtung weist ebenfalls ein Kettentransportsystem
auf, das die Stapelblöcke der Trägerformen (4) auf Paletten, die auf Rollen gelagert
sind, mittels einer Winkelumlenkung transportiert.
[0025] Parallel zum Schmelzofen (9), jedoch in umgekehrter Förderrichtung ist das Kühlsystem
(11) vorgesehen, das die Stapelblöcke von den beträchtlichen Temperaturen, die diese
in dem Schmelzofen (3) während der Schmelzung des PVC erzielt haben, wieder herabkühlt.
Nur nach einem ausreichenden Abkühlen ist eine weitere Handhabung der Trägerformen
(4) und der Fliesen (3) möglich. Das Kühlsystem (11) arbeitet mit Luftkühlung (Fig.
20) und weist ebenfalls einen Tunnel auf, durch den die Stapelblöcke aus Trägerformen
(4) und Fliesen (3) gefördert werden. An die Luftkühlung im Tunnel des Kühlsystems
(11) schließt eine kontinuierliche Fördervorrichtung (12) an, im Verlaufe derer Trägerformen
(4) und Fliesen (3) durch die Umgebungsluft weiter abgekühlt werden. Auch die Fördervorrichtung
(12) ist als Kettentransportsystem ausgebildet.
[0026] In Förderrichtung (F) an die Fördervorrichtung (12) anschließend ist ein Förderband
(13) vorgesehen, das die Stapelblöcke in eine Entladestation (14) transportiert. Die
Entladestation (14) befindet sich auf gleicher Höhe wie die Beladestation (5) und
flankiert die Eintragvorrichtung (6) auf der anderen Seite. Die Entladestation (14)
ist im wesentlichen identisch zu der Beladestation (5) aufgebaut und weist ebenfalls
eine Umsetzvorrichtung (21a, 26a, 27a, 28a) auf. Die Umsetzvorrichtung (21a, 26a,
27a, 28a) ist mit einer Sauggreiferanordnung (26a) und einer Stapelvorrichtung (27a)
versehen, die beide an einem gemeinsamen Führungsschlitten (21a) angeordnet sind,
der wiederum entlang einer Führungsschiene (28a) verfahrbar ist. Auf Höhe der Eintragvorrichtung
(6) ist der Umsetzvorrichtung eine Rollschlittenanordnung (20) zugeordnet, die die
entleerten Trägerformen (4) quer zu der Eintragvorrichtung (6) zurückfördert. Zum
Entleeren der Trägerformen (4) wird zunächst mittels der Stapelvorrichtung (Fig. 21)
jeder Stapelblock abgebaut, indem die Trägerformen (4) jeweils einzeln von oben nach
unten abgehoben und zu der Rollschlittenanordnung (20a) verbracht werden. Dort werden
mittels der Sauggreiferanordnung (26a) gleichzeitig alle drei Fliesen (3) jeder Trägerform
(4) aus dieser herausgenommen, wobei aufgrund des Teflon-Materials der Trägerformen
(4) die Spacer (18) an den seitlichen Kanten der Fliesen (3) anhaften, jedoch in einfacher
Weise aus den Aussparungen in den Trägerformen (4) gelöst werden können. Die Fliesen
(3), die mit Spacern (18) versehen sind, werden auf einer weiteren Fördervorrichtung
(15) abgelegt, die von der Entladestation (14) aus quer nach außen wegführt. Dadurch
sind die mit Spacern (18) versehenen Fliesen (3) auf der Fördervorrichtung (15) einzeln
hintereinander angeordnet. Diese mit Spacern (18) versehenen Fliesen (3) werden über
eine Umlenkeinrichtung, die Teil der Fördervorrichtung (15) ist, einer Kalibriervorrichtung
(16) zugeführt (Fig. 23 und 24).
[0027] Die geleerten, tafelartigen Trägerformen (4) werden von der Entladestation (14) aus
mittels der Rollschlittenanordnung (20) quer zu der Eintragvorrichtung (6) verbracht,
wo sie in bereits beschriebener Weise mit den verschiedenen Kunststoffmassepunkten,
d.h. dem PVC-Material, versehen werden.
[0028] Die Fliesen (3) werden mittels der Fördervorrichtung (15) zu der Kalibriervorrichtung
(16) exakt ausgerichtet und dieser computerüberwacht zugeführt. Durch die exakte Zentrierung
durchlaufen die Fliesen (3) kontinuierlich mittig zwei erste Schleifvorrichtungen
(29), in denen die Spacer (18) auf gegenüberliegenden Seiten jeder Fliese (3) exakt
maßhaltig - ebenfalls durch Computerüberwachung - abgeschliffen werden. Anschließend
werden die Fliesen (3) mittels einer Drehvorrichtung (30) innerhalb der Kalibriervorrichtung
(16) um 90° gedreht und durchlaufen dann eine weitere Anordnung von zwei gegenüberliegenden
Schleifvorrichtungen (29), in denen die Spacer (18) auf den übrigen Seiten jeder Fliese
(3) exakt maßhaltig abgeschliffen werden. Die Schleifvorrichtungen (29) der Kalibriervorrichtung
(16) sind der Förderlinie quer zur Förderrichtung zustellbar, so daß auch Fliesen
(3) unterschiedlicher Formate exakt maßhaltig geschliffen werden können. Neben dem
computerüberwachten Abschleifen der Fliesen (3) auf Maßhaltigkeit kann die Kalibriervorrichtung
(16) auch von Hand eingestellt werden. An die Austrittsseite der Kalibriervorrichtung
(16) schließt ein Freilauf-Rollenband an, von dem die Fliesen (3) einschließlich ihren
auf Maß geschliffenen Spacern (18) entnommen werden und auf Paletten (2) verpackungsfertig
gestapelt werden können. Um die Fliesen (3) innerhalb der Kalibriervorrichtung (16)
exakt geführt transportieren zu können, sind Rollenbandführungen (31) vorgesehen,
auf denen die Fliesen (3) aufliegen. Zur Fixierung der Fliesen (3) auf Höhe der Schleifvorrichtungen
(29) sind außerdem zusätzliche Druckelemente (32) vorgesehen, die die Fliese (3) gegen
die Rollenbandführungen (31) pressen und so gewährleisten, daß die Fliesen (3) während
des Schleifvorganges exakt zu den Schleifvorrichtungen (29) ausgerichtet bleiben.
1. Verfahren zum Versehen von Fliesen (3), die in einem Brennraum (9) gebrannt werden,
mit Spacern (18), wobei die Spacer (18) nach dem Brennen der Fliesen (3) als Materialmasse
aus Kunststoff an den Kanten der Fliesen (3) angebracht werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fliesen (3) in Formen (4) eingesetzt werden, in denen zuvor die Materialmasse
entsprechend der späteren Positionierung der Spacer (18) eingebracht wurde, und dass
die Materialmasse in den Formen (4) angeschmolzen und ausgehärtet wird und anschließend
die Fliesen (3) einschließlich der als Spacer (18) geformten Materialmasse aus den
Formen (4) entnommen werden.
2. Produktionsanlage zum industriellen Versehen von Fliesen (3) mit Spacern (18) gemäß
dem Verfahren nach Anspruch 1, die mit mehreren Funktionseinrichtungen versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine kontinuierliche Fördervorrichtung (1,
7, 8, 12, 13, 15, 17) zum Transportieren der Fliesen (3) zwischen den Funktionseinrichtungen
und durch diese hindurch vorgesehen ist, dass eine Eintragvorrichtung (6) zum Anbringen
der Materialmasse für die Spacer (18) an die Fliesen (3), ein Schmelzofen (9) zum
Anschmelzen der Spacermasse an die Fliesen (3) und ein Kühlbereich (11) zum Aushärten
der Spacermasse und zum Abkühlen der Fliesen (3) vorgesehen ist, wobei für die Aufnahme
von wenigstens einer Fliese (3) und zum Positionieren der Spacermasse an der wenigstens
einen Fliese (3) eine Trägerform (4) vorgesehen ist, die mittels der wenigstens einen
Fördervorrichtung (1, 7, 8, 12, 13, 15, 17) im Kreislauf durch die Produktionsanlage
transportierbar ist.
3. Produktionsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (5, 21, 26,
27, 28) zum Beladen der wenigstens einen Trägerform (4) mit Fliesen (3) ohne Spacer
(18) und Mittel (14, 21a, 26a, 27a, 28a) zum Entladen der wenigstens einen Trägerform
(4) nach dem Anfügen der Spacer (18) vorgesehen sind.
4. Produktionsanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kalibriervorrichtung
(16) zum maßhaltigen Bearbeiten der an die Fliese (3) angefügten Spacermasse auf das
Maß der gewünschten Spacergröße vorgesehen ist.
1. A method to provide tiles (3) fired in a kiln (9) with spacers (18), whereby the spacers
(18) are put on the sides of the tiles (3) in the form'of a material paste made of
plastic after the tiles are fired,
characterized in that
the tiles (3) are placed in molds (4) in which the material paste has been placed
corresponding to the position of the spacers (18), and that the material paste is
melted and hardened in the molds (4) and then the tiles (3) including the material
paste formed into spacers (18) are removed from the molds (4).
2. A production system (18) for providing tiles (3) with spacers (18) on an industrial
scale according to the method in claim 1 that has several functioning devices characterized
in that at least one continuous conveying device (1, 7, 8, 10, 12, 13, 15, 17) is
provided to transport the tiles (3) between and through the functioning devices, that
a feed device (6) is provided to apply the material paste for the spacers (18) to
the tiles (3), that a melting oven (9) is provided to melt the spacer material onto
the tiles (3), and a cooling area (11) to harden the spacer material and to cool the
tiles (3), whereby a carrier mold (4) is provided to hold at least one tile (3) and
to position the spacer material on the at least one tile (3), whereby the carrier
mold is transportable in a circuit through the production system by the at least one
conveying device (1, 7, 8, 10, 12, 13, 15, 17).
3. A production system according to claim 2, charactertized in that means (5, 21, 26,
27, 28) are provided to load at least one carrier mold (4) with tiles (3) without
spacers (18), and means are provided to unload at least one carrier mold (4) after
the spacers (18) have been added.
4. A production system according to claim 2 or 3, characterized in that a calibration
device (16) is provided to adjust the spacer material put on the tiles (3) to the
dimension of the desired spacer size.
1. Processus permettant d'équiper des carreaux céramique (3), cuits dans une chambre
de cuisson (9), avec des intercalaires (18), et où les intercalaires (18) sont introduits
dans les bords des carreaux céramique (3) après leur cuisson, sous la forme d'une
masse de matériau synthétique, ce processus est
caractérisé par le fait
que les carreaux céramique (3) sont introduits dans des cadres de forme (4) dans lesquels
on a au préalable introduit la masse de matériau suivant le positionnement ultérieur
des pièces intercalaires (18), et par le fait que la masse de matériau est fondue
puis durcie dans les cadres de forme (4) et qu'ensuite les carreaux de céramique (3)
sont retirés des moules de forme (4) équipés de la masse de matériau formée en pièces
intercalaires (18).
2. Installation de production pour l'équipement industriel de carreaux céramique (3)
avec des intercalaires (18) conformément au processus de la revendication 1, cette
installation équipée de différents dispositifs fonctionnels est caractérisée par la
présence d'au moins un dispositif de convoyage en continu (1, 7, 8, 12, 13, 15, 17)
pour le transport des carreaux de céramique (3) entre et au travers des différents
dispositifs fonctionnels, par la présence d'un dispositif de chargement de la masse
de matériau pour les intercalaires (18) sur les carreaux (3), d'un four de fusion
(9) du matériau d'intercalaires dans les carreaux (3) et d'une section de refroidissement
(11) pour le durcissement du matériau d'intercalaires et le refroidissement des carreaux
de céramique (3), et une installation pour laquelle on a prévu un cadre support (4)
permettant la réception d'au moins un carreau de céramique (3) et le positionnement
de la masse d'intercalaires pour au moins un carreau (3), ce cadre support (4) devant
pouvoir être transporté sur le circuit de l'installation de production par l'intermédiaire
d'au moins un dispositif de convoyage (1, 7, 8, 12, 13, 15, 17).
3. Une installation de production conforme à la revendication 2, et caractérisée par
le fait de la présence d'un dispositif (5, 21, 26, 27, 28) de chargement de carreaux
(3) sans intercalaire (18) dans au moins un cadre support (4), et d'un dispositif
(14, 21a, 26a, 27a, 28a) de déchargement d'au moins un cadre support (4) après la
mise en place des intercalaires (18).
4. Une installation de production conforme aux revendications 2 ou 3, et caractérisée
par le fait de la présence d'un dispositif de calibrage (16) pour une mise en place
dimensionnelle calibrée de la masse d'intercalaires introduite dans les carreaux (3)
en fonction de la taille désirée des intercalaires.