[0001] Die Erfindung betrifft eine Merktafel, insbesondere für Haushalts- bzw. Kücheneinsatz,
mit einer ferromagnetischen Tafel, an derem unteren Rand form- oder kraftschlüssig
eine Ablage angeordnet ist.
[0002] Merktafeln sind bevorzugt im Bürobereich bekannt, wobei magnetische Haltekräfte ausgenutzt
werden, um Pläne oder Notizen mit permanentmagnetischen Haltern an ferromagnetischen
Merktafeln zu halten. Bekannt ist auch, diese Merktafeln als etwa mit Faserstiften
beschreibbar auszubilden, bei denen das Geschriebene mit einem Wischer jederzeit leicht
abgewischt werden kann. Zum Ablegen von Faserstiften sind dabei am unteren Rand solcher
Merktafeln rechtwinklig zu deren Ebene ausgerichtete Ablagen vorgesehen. Im häuslichen
Bereich sind Merktafeln auch als PIN-Wände bekannt, bei denen die aufzubewahrenden
Notizen mit Pinnen, Stecknadeln, Heftzwecken o.dgl. an der oft aus Kork bestehenden
Merktafel befestigt werden. Ablagen entfallen hier, Notizen werden auf (u.U. an der
PIN-Wand vorrätigem) Papier notiert und an die PIN-Wand geheftet. Andererseits sind
für den Kücheneinsatz auch Abroller bekannt, die, mit einer oder mehreren Folienrollen
bestückt, das Abziehen gewünschter Folien in gewünschter Länge gestatten, und die
oft auch mit einer Ablage für Klein-Gegenstände, wie Heftzwecken, Gummiringe o.dgl.
versehen sind. Während PIN-Wände insbesondere für Küchen mit ihrer rauhen Oberfläche
Fetten die Möglichkeit der Ablagerungen bieten, besitzen die Abroller nicht die gewünschten
und oft benötigten Merkmöglichkeiten.
[0003] Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, eine bekannte Merktafel
so weiterzubilden, daß sie im Küchenbereich universell einsetzbar ist und - in Weiterführung
der Aufgabenstellung - auch als Wandbehälter oder als Tischbehälter eingesetzt werden
kann.
[0004] Diese Aufgabenstellung wird durch das Kennzeichen des Hauptanspruchs gelöst; vorteilhafte
Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die Unteransprüche.
[0005] Die Ablage bekannter Merktafeln ist hier als Utensilienbehälter ausgebildet, der
mindestens ein vertikal ausgerichtetes, oben offenes Köcherfach, bevorzugt eine Anzahl
vertikal ausgerichteter, oben offener Köcherfächer aufweist. Mit dieser Ausbildung
wird eine Merktafel geschaffen, die eine Vielfach-Ablage erlaubt. Vorteilhaft ist
dieser Utensilienbehälter etwa in halber Höhe in einen oberen und einen unteren Bereich
geteilt. Als Teiler fungiert eine horizontale Unterteilungsplatte, die sich zumindest
über einen Teil der Breite des Utensilienbehälters erstreckt. Mit dieser Ausbildung
ist die Merktafel mit einer multifunktionalen Ablagemöglichkeit in Form des Utensilienbehälters
versehen, die vielfältig eingesetzt werden kann.
[0006] Der obere Bereich des Utensilienbehälters weist im Wesentlichen die vertikal ausgerichteten,
oben offenen Köcherfächer auf; bei einer bevorzugten Gestaltung ist der Utensilienbehälter
unter Ablageschale und Aufnahmeköcher mit einer Mittel zum Einsetzen von Haken o.dgl.
aufweisenden Hakenleiste versehen. Damit wird der Raum unter der Ablageschale (und
ggf. auch unter dem Ablageköcher) genutzt um Mittel anzubringen, zum Anhängen von
Gegenständen, wobei diese Mittel auch als Behälter so gestaltet sein können, daß aufzubewahrende
Gegenstände eingebracht werden können, oder daß sie als Auflagemittel ausgebildet
ein Auflegen von aufzubewahrenden Gegenständen erlauben. Vorteilhaft weist dabei die
Hakenleiste zur Ebene der Rückwand einen das Einsetzen von Haken o.dgl. erlaubenden
Abstand auf.
[0007] Zum Anhängen weist dabei die Hakenleiste in Abständen Löcher, in einem regelmäßigen
Muster angeordnet, als Mittel zum Anfügen von Haken o.dgl. auf, in die Haken abnehmbar
einhängbar sind; bei einer anderen Ausbildung sind dabei in Abständen Einhängeschlitze
in einem regelmäßigen Muster angeordnet, als Mittel zum Anfügen von Anhängeschalen
o.dgl, in die Anhängeschalen abnehmbar einhängbar sind. Dabei versteht es sich von
selbst, daß auch Lochmuster und Einhängeschlitze kombiniert vorgesehen sein können.
In die Löcher können etwa Haken eingesetzt werden, wie von Lochwänden bekannt; in
die Einhängeschlitze lassen sich mit entsprechenden Haken versehene Stapelbehälter
anhängen, so daß auch weiterer Ablageraum für Schüttgut geschaffen wird. Dabei gibt
der Abstand zur Rückwand-Ebene den für das Hintergreifen der Hakenleisten notwendigen
Raum, so daß die Haken ohne Probleme durch die Löcher oder Schlitze geführt und eingehängt
werden können.
[0008] Vorteilhaft weist die im unteren Bereich angeordnete Aufnahme an ihrem unteren Rand
ein Ablagebord als unteren Abschluß auf, so daß sich ein im wesentlichen waagrecht
ausgerichtetes Ablagefach ergibt. In einer vorteilhaften Weiterbildung ist im oberen
Mittelbereich eine mit Zwischenwänden unterteilte Ablageschale vorgesehen. Diese ist
in Weiterbildung von einer parallel zur Rückwand verlaufenden ersten Unterteilungswand
begrenzt, und diese bildet zusammen mit der Rückwand ein Einstellfach mit einer Tiefe
von höchstens 1/4 der Tiefe der Ablageschale. Dieses über die gesamte Höhe der Ablageschale
reichende relativ schmale Einstellfach kann genutzt werden, um beispielsweise Zettelblocks,
insbesondere die mit einem Haftrand versehenen Merkzettel, aber auch lose Zettel einzustellen.
Durch dieses Einstellfach ist die Möglichkeit gegeben, immer einen Zettelvorrat gebrauchsbereit
zur Hand zu haben.
[0009] Um längere Gegenstände, etwa Scheren, Schraubendreher u.dgl. einstellen zu können,
bildet vorteilhaft mindestens eines der Köcherfächer einen Einstellköcher, der über
die gesamte Höhe des Utensilienbehälters geführt ist. Für diesen Einstellköcher ist
die horizontale Unterteilungsplatte unterbrochen oder - bei randständigem Einstellköcher
- verkürzt. Im Mittelbereich ist in Weiterbildung eine Ablageschale vorgesehen. Vorteilhaft
ist weiter in der Ablageschale zumindest eine weitere Zwischenwand vorgesehen, die
den Frontteil der Ablageschale in Einzelschalen unterteilt. Damit können Klein-Gegenstände
- etwa Reißzwecken, Gummiringe, Klammern aller Art o. dgl. - getrennt griffbereit
vorrätig gehalten werden.
[0010] Bei einer anderen, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform ist eines der Köcherfächer
als ein Aufnahmefach für eine Klebestreifen-Rolle ausgebildet. Die Klebestreifen-Rolle
wird auf einen Kern gesteckt, der beidseits mit Achsstummel versehen ist. Um die Klebeband-Rolle
in ihrem Aufnahmefach fixieren zu können, greifen diese Achsstummel in die Mittel
zum Halten der Achse ein, mit denen die Frontwand und die Unterteilungswand des Aufnahmefaches
für die Klebestreifen-Rolle versehen sind. In einer Ausführungsform sind als derartige
Mittel von inneren Leisten gebildete Achsaufnahmen vorgesehen. Alternativ dazu sind
als derartige Mittel von Nuten gebildete Achsaufnahmen vorgesehen. Durch diese so
gebildeten Achsaufnahmen wird ein Festlegen der Klebestreifen-Rolle in ihrem Aufnahmefach
ermöglicht.
[0011] Vorteilhaft sind dabei die Achsaufnahmen L-förmig ausgebildet, mit einem etwa in
Abzugsrichtung des Klebestreifens weisenden Lagerschenkel. Durch diese Ausbildung
bekommen die Achsstummel eine definierte Anlage zumindest beim Abziehen des Klebestreifens.
Sind darüber hinaus diese Lagerschenkel nach unten geneigt, wird die Klebestreifen-Rolle
im Ruhezustand in ihrer Anlage geführt, so daß sich die Klebestreifen-Rolle beim Abrollen
bereits in ihrer Anlageposition befindet. Wird dabei - in vorteilhafter Weiterbildung
- der Übergang zum Lagerschenkel mit einer Verengung versehen, können die Achsstummel
nicht von selbst aus den Lagerschenkeln herausgleiten, es bedarf einer gewissen Kraft,
um den Rollen-Kern zu entfernen. Damit ist die Sicherung der Lagerung verbessert.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausbildung sind der Einstellköcher an der linen Seite der Ablageschale
und das Aufnahmefach für die Klebestreifen-Rolle an deren rechten Seite vorgesehen.
Diese Anordnung ist für Rechtshänder und somit für die Mehrheit der Benutzer die vorteilhafte
Anordnung; der Einstellköcher mit der größten Einstell-Höhe ist dabei auf der linken
Seite vorgesehen, so daß auch die dort eingestellten längeren Gegenstände - etwa Schere,
Brieföffner oder auch Schreibstifte - leicht gegriffen und entnommen werden können.
Auf der rechten Seite ist der Aufnahmeköcher vorgesehen, der etwa mit einer Klebestreifen-Rolle
im Aufnahmefach versehen ist, die dann seitlich nach rechts abgezogen werden kann,
so daß der abgezogene Klebestreifen mit der rechten Hand gehalten, sofort dorthin
aufgeklebt werden kann, wo er benötigt wird. Dabei kann der mit dem Klebestreifen
zu versehene Gegenstand auch mit der linken Hand gehalten werden.
[0013] Um den abgezogenen Klebestreifen einfach durch einen Ruck abtrennen zu können, weist
vorteilhaft die Kante der Seitenwand des Aufnahmefaches, über die das abgerollte Klebeband
geführt ist, eine Schneid- oder Reißkante auf, ein gesondertes Schneiden des abgerollten
Klebebandes wird überflüssig, es genügt ein kräftiger Zug mit der Hand, die das Klebeband
von der Rolle abgezogen hat; bei der Anordnung des Ablagefaches für die Klebeband-Rolle
auf der rechten Seite des Utensilienbehälters ist dieses die rechte Hand. Das Ende
des Klebebandes bleibt dabei auf der Schneidkante haften. Zur besseren Fixierung dieses
freien Endes ist die mit der Schneidkante versehene Seitenwand mit einem horizontalen
Auflagesteg versehen, der geringfügig unter dem Niveau der Schneidkante angeordnet,
ein Anheften des freien Endes des Klebestreifens erlaubt. Dieses Anheften erfolgt
vor der Schneidkante, so daß zum einen eine sichere Haftfixierung gegeben ist, und
daß zum anderen kein Überstand des Klebebandes verbleibt, der mühsam von der Außenwandung
abgehoben werden muß und u.U. nicht mehr haftet.
[0014] Um den Klebestreifen aus dieser Anheftung lösen zu können, ist die Frontwand des
Aufnahmefaches mit einer ein Unterfassen des Klebebandes erlaubenden Ausnehmung versehen.
Damit kann das Klebeband von einem durch diese Ausnehmung unter den Streifen geführten
Finger "ausgehoben" und so vom Auflagesteg gelöst werden. Zur Erleichterung kann dabei
dieser Auflagesteg mit Rippen versehen sein, die die Haftfläche erheblich verringern
und so die zum Ablösen notwendige Kraft herabsetzen.
[0015] Der Utensilienbehälter ist dabei kraft- oder formschlüssig - etwa mittels einer Schraub-
oder Klebeverbindung - mit der Merktafel verbunden; vorteilhaft ist es, wenn Mittel
zum lösbaren Anfügen des Utensilienbehälters an die ferromagnetische Merktafel vorgesehen
sind. Diese Mittel erlauben ein Trennen, so daß der Utensilienbehälter sowohl mit
als auch ohne Merktafel eingesetzt werden kann; auch können unterschiedlich große
Merktafeln angesetzt werden, was die Universalität erhöht. Als solche Mittel zum lösbaren
Anfügen können Noppen und korrespondierende Lochungen vorgesehen sein, die form- oder
kraftschlüssig miteinander zusammenwirken; diese sind vorteilhaft schlüssellochähnlich
ausgebildet, so daß nach dem Zusammenfügen die Noppen durch die Lochteile mit dem
großen Durchmesser geführt und durch Verlagerung in den sich anschließenden Hals der
schlüssellochähnlichen Lochung überführt werden, wobei die Noppen hier den Rand der
Hälse hintergreifen und so die Verbindung fixieren. Alternativ können als solche Mittel
zumindest teilweise an drei Seiten vorgesehene Nuten vorgesehen sein, in die die Ränder
der Merktafel klemmend einführbar sind; hier erfolgt das Halten über die Klemmwirkung
solcher Nuten, die durch entsprechende Formgebung gesteigert werden kann. Darüber
hinaus können Verrastungen vorgesehen sein, die den Sitz über die Klemmung hinaus
fixieren; dabei können beispielsweise elastische Zungen oder Noppen an den seitlichen
Oberkanten der Seitenleisten in Aussparungen am Merktafel-Rand eingreifen. Vorteilhaft
sind dabei die Mittel zum Anfügen der Merktafel an den Utensilienbehälter derart ausgebildet,
daß die Merktafel einen unteren Überstand aufweist. Dieser untere Überstand ist geeignetm,
um Notizen, Merkzettel, Plänen o.dgl. mit Hilfe von mit Haftmagneten anhängen zu können.
Dabei versteht es sich von selbst, daß diese Mittel auch doppelt so vorgesehen sein
können, daß die Merktafel sowohl in unten abschließender Position als auch mit dem
unteren Überstand angeordnet sein kann.
[0016] Vorteilhaft ist die Merktafel mit einer beschreibbaren Beschichtung versehen. Diese
Beschichtung gestattet ein direktes Aufbringen von Merk-Notizen oder Mitteilungen,
ohne daß ein Zettel benutzt werden muß. Dabei ist es weiter vorteilhaft, die Merktafel
auf beiden Seiten zu beschichten, wobei beide Seiten vorteilhaft in unterschiedlichen
Farbgebungen beschichtet werden; die so beschichtete Merktafel kann dann als "Wendetafel"
an die farblichen Gegebenheiten der jeweiligen Umgebung besser angepaßt werden.
[0017] Bei einer anderen, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform ist ein Ständer vorgesehen,
in den der Utensilienbehälter formschlüssig einsetzbar ist, und der derart geformt
ist, daß er mit der Hakenleiste mit der darüber angeordneten Ablageschale einen weiteren,
im wesentlichen geschlossenen Ablageraum bildet. Vorteilhaft ist dieser weitere Ablageraum
mit Zwischenwänden unterteilt.
[0018] Vorteilhaft sind bei dem Utensilienbehälter zumindest einige der Unterteilungswände
von Einstellköcher, Ablageköcher, Ablageschale oder dem mit dem Ständer gebildeten
Ablageraum versetzbar ausgebildet. Diese Versetzbarkeit erlaubt eine Veränderung der
verfügbaren Raum-Abmessungen und so ein Anpassen an die Wünsche des Benutzers. Dabei
werden die Unterteilungswände beispielsweise zwischen Rippen geführt, die in den Seiten
der festen Wandungen vorgesehen sind.
[0019] Vorteilhaft ist der Utensilienbehälter als Kunststoff-Teil, vorzugsweise als Kunststoff-Spritzgußteil
ausgebildet. Diese Ausbildung erlaubt eine kostengünstige und wirtschaftliche Herstellung,
insbesondere, wenn - wie in einer Weiterbildung - das Spritzgußteil einstückig ausgebildet
ist. Dabei sind die Noppen oder Nuten zum Anfügen der Merktafel einstückig an den
Utensilienbehälter angeformt. Um die dazu notwendigen Herstellungswerkzeuge nicht
zu kompliziert werden zu lassen, wird die Hakenleiste als gesondertes Teil angesetzt.
[0020] Zum Bereitstellen eines Schreibstiftes zum Beschriften der Merktafel oder eines Wischers
zum Löschen niedergeschriebener Notizen ist vorzugsweise an einer der Außenwände,
vorteilhaft an der Seitenwand des Einstellköchers links, des Utensilienbehälters zumindest
ein Clip für einen Schreibstift, ein Haken für einen Wischlappen o.dgl. vorgesehen;
so werden der Schreibstift zum Hinterlassen von Notizen auf der beschichteten Merktafel
oder der Wischer zum Löschen solchen Notizen bereitgestellt.
[0021] Die Utensilienbehälter können dabei auch derart ausgebildet sein, daß sie modular
aneinander und/oder übereinander gereiht werden können, wobei dies unabhängig davon
ist, ob sie mit einer Merktafel versehen sind oder nicht. Auch kann die mit einem
Ständer versehene Ausführungsform zum Aufstellen mit einer verkleinerten Merktafel
versehen sein. Um Notizpapier vorrätig halten zu können, kann die Hakenleiste (oder
die Merktafel) auch mit einer Aufnahme für eine Papierrolle, wie sie etwa in Addiermaschinen
benutzt werden, versehen sein, wobei es vorteilhaft ist, wenn weiter auch eine Abreißschiene
vorgesehen ist, die das freie Ende des Papierstreifens fixiert und ein einfaches Abtrennen
eines gewünschten Stückes erlaubt.
[0022] Das Wesen der Erfindung wird anhand der in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert; dabei zeigen:
- Figur 01:
- Eine schematische Perspektive des Utensilienbehälters mit Merktafel;
- Figur 02:
- Eine schematische Perspektive des Utensilienbehälters mit Merktafel und Ständer;
- Figur 03:
- Einen mittigen Schnitt durch die Merktafel mit Utensilienbehälter;
- Figur 04:
- Einzelheit Aufnahmefach Klebestreifen-Rolle;
- Figur 05:
- Einzelheit Verbindung Merktafel und Utensilienbehälter (doppelt abgebrochene Rückansicht).
[0023] Die Figuren 1 und 2 zeigen die Merktafel 10, an der ein Utensilienbehälter 15 vorgesehen
ist. Die Merktafel 10 ist dabei mit einer Oberflächenbeschichtung 13 versehen, die
ein Beschreiben erlaubt. An die Merktafel ist der Utensilienbehälter 15 angesetzt.
Dieser Utensilienbehälter 15 weist an seiner linken Seite den Einstellköcher 16 auf,
der über seine gesamte Höhe geführt ist und auch längere Gegenstände, beispielsweise
Scheren, Schraubendreher u.dgl. aufnimmt. Weitere Einstellköcher 16.1 sind vorgesehen,
deren Einstellhöhe in der Darstellung jedoch verringert ist, so daß sich ein freier
Raum unterhalb dieser Einstellköcher 16.1 ergibt, der nach hinten mit der Hakenleiste
23 abgeschlossen ist. An diese Einstellköcher 16 und 16.1 schließt sich ein weiterer
Bereich an, der eine Ablageschale 17 und ein Einstellfach 18 für Zettel oder Zettelblöcke
bildet. Die Ablageschale 17 ist durch Unterteilungswände 17.1, die auch verstellbar
sein können, unterteilt. An diese Ablageschale 17 mit dem Einstellfach 18 schließen
sich weitere Aufnahmeköcher 19 an, sowie ein Aufnahmefach 20 für eine (nicht näher
bezeichnete) Klebeband-Rolle. Dieses Aufnahmefach wird von der Vorderwand 15.1 und
einer Unterteilungswand 20.1 (zusammen mit den notwendigen, jedoch nicht näher bezeichneten
Seitenwänden) gebildet. Das Klebeband wird von der Rolle über eine Reißkante 21 abgezogen.
Der untere Raum ist bestimmt für Haken, Behälter o.dgl. die an die Hakenleiste 23
angehängt werden können. Dazu weist die Hakenleiste 23 Löcher 24.1 und Schlitze 24.2
auf, die in regelmäßigen Mustern angeordnet sind, und die dieses Anhängen erlauben.
Die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform zeigt eine Merktafel 10 mit Utensilienbehälter
15 und Ständer 25, der von unten an den Utensilienbehälter angesetzt ist. Dieser Utensilienbehälter
25 weist eine Vorderkante 26 auf, die nach oben umgebogen ist, und die zusammen mit
der Unterseite der Ablageschale 17 einen weiteren Ablageraum 27 begrenzt. Während
die Ausführungsform nach Figur 1 an der Wand aufgehängt wird, ist die Ausführungsform
nach Figur 2 im wesentlichen als Stand-Ausführungsform bestimmt, ohne darauf beschränkt
zu sein.
[0024] Die Figur 3 zeigt eine Einzelheit der Ausbildung des Ausführungsbeispiels mit Ständer
25. In der Figur 3 ist ein etwa mittig durch die Merktafel 10 mit Utensilienbehälter
15 gelegter Schnitt dargestellt, der den Aufbau erkennen läßt: Die Merktafel 10 ist
mit der Oberflächen-Beschichtung 13 versehen, die auf der "Sichtseite" vorgesehen
ist; unabhängig davon kann auch die Rückseite der Merktafel 10 mit einer ggf. anders
eingefärbten Beschichtung 13' versehen sein, wobei die Merktafel dann auch als Wendetafel
eingesetzt werden kann. Der Utensilienbehälter 15 ist an seiner Rückseite 15.2 mit
Noppen 15.1 versehen, die mit den Löchern 11 der Merktafel 10 zusammenwirken. Um den
Utensilienbehälter 15 an der Merktafel 10 festlegen zu können, sind die Löcher 11
mit Ansätzen 12 versehen, die gegenüber dem Durchmesser der Löcher 11 eine verringerte
Weite aufweisen und so den Noppen 15.3 ein Hintergreifen erlauben. Der Ständer 25
ist an den Utensilienbehälter 15 angesetzt, wobei Doppelleisten die Unterkanten der
Rückwand 15.2 und der Zwischenwand aufnehmen und klemmend festhalten; er bildet den
Ablageboden des weiteren Ablagefaches 27, dabei weist dessen Vorderkante 26 einen
Aufbug auf, der zum einen verhindert, daß die im weiteren Ablagefach abgelegten Klein-Gegenstände
herausfallen, und der zum anderen mit seinem Aufbug die Entnahme dieser Gegenstände
erleichtert. Mit seiner Grundseite 25.1 kann der Ständer 25 auf einer Fläche aufgestellt
werden; ein rückwärtiger Überstand 25.2 verhindert ein Kippen, insbesondere, wenn
der Utensilienbehälter 15 an einer hohen Merktafel 10 angesetzt wird.
[0025] Die Figur 4 zeigt die Ausbildung des Aufnahmefaches 20 für die Klebeband-Rolle anhand
eines parallel zur Rückwand geführten Schnittes mit Blick auf die Zwischenwand 20.1.
Diese weist die Achsaufnahme 22 auf, die in analoger Weise auch in der (hier nicht
dargestellten) Frontwand 15.1 vorgesehen ist. Diese Achsaufnahme 22 ist etwa rechtwinklig
umgebogen zum Achslager 22.1, das vorteilhaft leicht nach unten geneigt ist. Durch
diese Neigung tendiert eine auf einem Kern mit Achsstummeln eingesetzte Klebeband-Rolle,
die bei Spannung des Klebebandes in die Endposition gezogen wird, auch bei nachlassender
Spannung dort zu verbleiben. Das abgezogenene Klebeband wird seitlich ausgeführt und
zwar über die Schneid- oder Reißkante 21, deren Reißzähne etwa mit der Oberkante der
Seitenwand bündig liegen. Das abgezogene Klebeband haftet an der Reißkante 21. Vorteilhaft
ist es, wenn geringfügig unterhalb ein Auflagesteg 21.1 vorgesehen ist, auf dem das
freie Ende des abgezogenen Klebebandes haftet und so vor Verhedderung geschützt ist.
Um das Klebeband abziehen zu können, ist in der Frontwand im Bereich des Aufnahmefaches
für die Klebeband-Rolle eine Ausnehmung 22.2 vorgesehen, die ein Unterfassen des Klebebandes
erlaubt und so - unabhängig davon, ob das Klebeband an der Reißkante 21 oder auf dem
Auflagesteg haftet - ein einfaches Lösen des Klebebandes erlaubt. Unterhalb des Aufnahmefaches
20 für die Klebeband-Rolle ist die (abgebrochene) Hakenleiste 23 vorgesehen mit den
in regelmäßigen Mustern angeordneten Löchern 24.1 und Schlitzen 24.2, wobei es sich
von selbst versteht, daß entweder nur Löcher 24.1 oder nur Schlitze 24.2 oder auch
beide - wie dargestellt - kombiniert eingesetzt werden können.
[0026] Schließlich zeigt die Figur 5 eine Ausführungsform einer Befestigung des Utensilienbehälters
15 an der Rückwand 10. Die an der Rückwand 15.2 des Utensilienbehälters 15 vorgesehenen
Noppen 15.3 sind so ausgebildet, daß deren Köpfe durch die Löcher 11 in der Merktafel
10 geführt werden können; die in ihrer Länge etwa der Stärke der Merktafel 10 entsprechenden
Hälse der Noppen 15.3 sind dagegen in ihren Durchmessern verringert. Die Löcher 11
der Merktafel 10 weisen nach unten gerichtete Verlängerungen mit gegenüber ihrem Durchmesser
verringerter Weite auf, so daß sie sich als schlüssellochähnlich ausgebildet darstellen.
Diese Weite der Verlängerungen ist dabei so, daß die Hälse der Noppen 15.3 in diese
Verlängerungen eingeführt werden können. Dabei hintergreifen die Köpfe der Noppen
die Ränder der Lochung und fixieren so den an die Merktafel 10 angesetzten Utensilienbehälter
15.
1. Merktafel, insbesondere für Haushalts- bzw. Kücheneinsatz, mit einer ferromagnetischen
beschreibbar beschichteten Tafel, an derem unteren Rand form- oder kraftschlüssig
eine Ablage angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablage als Utensilienbehälter (15) ausgebildet ist, der mindestens ein vertikal
ausgerichtetes, oben offenes Köcherfach, bevorzugt eine Anzahl vertikal ausgerichteter,
oben offener Köcherfächer (16; 16.1; 17; 18; 19) aufweist.
2. Merktafel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Utensilienbehälter (15) etwa in halber Höhe in einen oberen und einen unteren
Bereich geteilt ist, wobei die Köcherfächer (16, 16.1, 17, 18, 19) im wesentlichen
im oberen Bereich vorgesehen sind und der untere Bereich eine Aufnahme aufweist, die
mit vorzugsweise von an einer Hakenleiste (23) lösbar anbringbarer Haken (23.1), Schalen,
Behälter o.dgl, gebildeten Mitteln zum lösbaren Anhängen bzw. Ablegen von Gegenständen
versehen ist.
3. Merktafel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im unteren Bereich angeordnete Aufnahme an ihrem unteren Rand ein Ablagebord
als unteren Abschluß aufweist, so daß sich ein im wesentlichen waagerecht ausgerichtetes
Ablagefach ergibt.
4. Merktafel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Mittelbereich eine mit Zwischenwänden (17.1) unterteilte Ablageschale
(17) vorgesehen ist, die vorzugsweise von einer parallel zur Rückwand verlaufenden
ersten Unterteilungswand begrenzt ist, und die zusammen mit der Rückwand (15.2) ein
Einstellfach (18) mit einer Tiefe von höchstens 1/4 der Tiefe der Ablageschale (17)
bildet.
5. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Köcherfächer einen Einstellköcher (16) bildet, der über
die gesamte Höhe des Utensilienbehälters (15) geführt ist.
6. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Köcherfächer als ein Aufnahmefach (20) für eine Klebestreifen-Rolle
ausgebildet ist, wobei dieses Aufnahmefach (20) von der Vorderwand (15.1) und einer
Unterteilungswand (20.1) seitlich begrenzt ist, und wobei die Vorderwand (15.1) und
die Unterteilungswand (20.1) im Bereich dieses Aufnahmefaches (20) mit Mitteln zur
Aufnahme von Achsstummel der Klebeband-Rolle versehen sind, vorzugsweise mit auf den
Innenseiten von Frontwand (15.1) und Unterteilungswand (20.1) vorgesehene, von inneren
Leisten oder von Nuten (22) gebildeten Achsaufnahmen als Mittel zum Halten der Achse
der Klebestreifen-Rolle.
7. Merktafel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsaufnahmen L-förmig ausgebildet sind, mit einem etwa in Abzugsrichtung
des Klebestreifens weisenden Lagerschenkel (22.1), wobei der Übergang zum Lagerschenkel
(22.1) vorzugsweise mit einer Verengung versehen ist.
8. Merktafel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstellköcher (16) an der linken Seite der Ablageschale und das Aufnahmefach
(20) für die Klebeband-Rolle an der rechten Seite vorgesehen sind.
9. Merktafel nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante der Seitenwand des die Klebestreifen-Rolle aufnehmenden Aufnahmefaches
(20), über die der abgerollte Klebestreifen geführt ist, eine scharfe Schneidkante
(21) aufweist, die vorzugsweise mit einem horizontalen Auflagesteg (21.1) versehen
ist, der unter dem Niveau der Schneidkante (21) angeordnet, ein Anheften des freien
Endes des Klebestreifens erlaubt.
10. Merktafel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontwand (15.1) des Aufnahmefaches (20) mit einer ein Unterfassen des Klebestreifens
erlaubenden Ausnehmung (22.2) versehen ist.
11. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Utensilienbehälter (15) Mittel zum lösbaren Anfügen an die ferromagnetische
Merktafel (10) aufweist, wobei Merktafel (10) und Utensilienbehälter (15) als Mittel
Noppen (15.3) und korrespondierende Lochungen (11, 12) aufweisen, die form- oder kraftschlüssig
miteinander zusammenwirken.
12. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Utensilienbehälter (15) Mittel zum lösbaren Anfügen an die ferromagnetische
Merktafel (10) aufweist, wobei der Utensilienbehälter (15) als Mittel zumindest teilweise
an drei Seiten vorgesehene Nuten aufweist, in die die Ränder der Merktafel (10) klemmend
einführbar sind.
13. Merktafel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Anfügen der Merktafel (10) an den Utensilienbehälter (15) derart
ausgebildet sind, daß die Merktafel (10) einen unteren Überstand aufweist, geeignet
zum Anhängen von Notizen, Merkzettel, Plänen o.dgl. mit Haftmagneten.
14. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen Ständer (25), in den der Utensilienbehälter (15) formschlüssig einsetzbar ist,
und der derart geformt ist, daß die Hakenleiste (23) mit der darüber angeordneten
Ablageschale (17) einen weiteren Ablageraum (27) bildet, der vorzugsweise mit Zwischenwänden
unterteilt ist.
15. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einige der Unterteilungswände von Einstellköcher (16, 16.1), Ablageköcher
(18), Ablageschale (17), Aufnahmeköcher (19) oder dem mit dem Ständer gebildeten Ablageraum
(27) versetzbar ausgebildet sind.
16. Merktafel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Utensilienbehälter (15) als Kunststoff-Teil, vorzugsweise als im wesentlichen
einstückiges Kunststoff-Spritzgußteil ausgebildet ist.