[0001] Die Erfindung betrifft Waschmittel, die neben üblichen Bestandteilen eine bestimmte
Lipase aus Pseudomonas alcaligenes oder Pseudomonas pseudoalcaligenes enthalten.
[0002] Waschmittel und Waschhilfsmittel, die Enzyme enthalten, sind seit langer Zeit bekannt.
Im Zusammenhang mit Waschmitteln, welche Lipase als fettenffernenden Wirkstoff enthalten,
sei beispielsweise auf die europäischen Patentanmeldungen EP 478 050, betreffend ein
vorzugsweise flüssiges Waschmittel mit Lipase und einem Stabilisator, der mit der
katalytisch aktiven Stelle des Enzyms reversibel komplexiert, EP 468 102, betreffend
Waschmittel mit anionischem und/oder nichtionischem Tensid und Lipase aus Pseudomonas
plantarii sowie gegebenenfalls Builder, EP 381 431, betreffend wäßrige Flüssigwaschmittel
mit bestimmter Lipase, 0,1-10 % Polyalkylengly-kolether und 5-35 % Tensid sowie gegebenenfalls
Protease, EP 376 705, betreffend Flüssigwaschmittel mit 10-90 % Tensid, welches zu
mindestens 50 % aus Niotensid besteht, 1-10 % C
1-4-Alkohol, 0,1-5 % C
1-3-Carbonsäure, Lipase und Protease, EP 373 850, betreffend ein Waschmittel, das neben
üblichen Bestandteilen 1-60 Gew.-% Tenside, welche ein primäres Alkylsulfat enthalten,
und eine Lipase in bestimmten Mengen enthält, EP 368 589, betreffend granulare Waschmittel
mit Lipase, 6-35 Gew.-% seifenfreiem anionischen und/oder nichtionischem Tensid und
mindestens 45 Gew.-% Builder, der zu mindestens 28 Gew.-% aus Na-Zeolith, Citrat,
Carbonat und/oder Schichtsilikat besteht, und EP 341 999, betreffendlipasehaltige
Mittel mit einer Tensidzusammensetzung, die anionische Tenside und nichtionische Tenside
enthält, welche aus Alkylenoxidaddukten an Fettalkohole, Fettsäuren, Fettsäureestern,
Fettsäureamiden und Fettaminen mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen im Molekül ausgewählt
werden, wobei der Gehalt derartiger Niotenside, in denen höchstens 5 Alkoxylatgruppen
pro Molekül enthalten sind, mindestens 30 % beträgt, und in denen der Gesamtgehalt
an Tensid 1 bis 30 Gew.-% beträgt, sowie auf die internationale Patentanmeldung WO
93/23516, betreffend teilchenförmige Waschmittel mit 0,00025-0,015 Gew.-% Lipase aus
Humicola, Thermomyces oder Pseudomonas und 0,5-10 Gew.-% Alkyl-Alkoxysulfaten oder
Polyhydroxyfettsäureamiden sowie 2-30Gew.-% weiterer Anion- oder Niotenside, verwiesen.
[0003] Trotz dieses umfangreichen Standes der Technik besteht weiterhin Bedarf an Lipasen
mit besserer Wirksamkeit und/oder besserer Verträglichkeit gegenüber den sonstigen
lnhaltsstoffen von Wasch-und Reinigungsmitteln. In neuerer Zeit ist man neben der
Suche nach neuen natürlichenLipasen bestrebt, die in der Natur, insbesondere in Mikroorganismen,
vorkommenden Lipasen auf gentechnischem Wege beziehungsweise durch Proteinengineering
im Hinblick auf ihre Leistung und ihre Stabilität optimierend zu verändern. Neben
dem Handelsprodukt Lipolase
®, einer Lipase aus dem Pilz Humicola lanuginosa, sind insbesondere auch aus bakteriellen
Quellen, insbesondere aus Pseudomomas-Bakterien isolierbare Lipasen beschrieben worden.
[0004] So ist aus der internationalen Patentanmeldung WO 90/10695 eine Lipase aus einem
bestimmten Pseudomonas alcaligenes Stamm bekannt, die ein pH-Optimum von ca. 10 und
ein Molekulargewicht von etwa 88 kD aufweist. In der europäischen Patentanmeldung
EP 571 982 wird eine aus einem bestimmten Pseudomonas mendocina gewinnbare Lipase
beschrieben, die ein pH-Optimum im Bereich von 7 bis 9,5 aufweist, ein Molgewicht
von 28 ± 2 kD und einen isoelektrischen Punkt bei 4,5 ± 1,5 besitzt. Aus der europäischen
Patentanmeldung EP 385 401 sind aus bestimmten Pseudomonas-Stämmen gewinnbare Lipasen
bekannt, die Molekulargewichte zwischen 10 000 und 40 000 und ein pH-Optimum im Bereich
von etwa 9 bis 10,5 besitzen. Die US-amerikanische Patentschrift US 4 933 287 offenbart
eine Lipase aus Pseudomonas pseudoalcaligenes und deren Einsatz im Waschmitteln. Die
europäische Patentameldung EP 0 218 272 betrifft Lipasen aus bestimmten Pseudomonas
pseudoalcaligenes-Stämmen, aus Pseudomonas stutzeri und Acinetobacter calcoaceticus
und deren Verwendung in Waschmitteln. Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 334
462 sind Lipasen aus gentechnisch modifierten Pseudomonas species und deren Einsatz
in Waschmitteln bekannt, in denen synthetisches Aniontensid fehlt oder lediglich Alkylbenzolsulfonat
enthalten ist.
[0005] Vor diesem Hintergrund des Standes der Technik hatte es sich die Anmelderin zum Ziel
gesetzt, ein lipasehaltiges Waschmittel zu entwickeln, welches bei möglichst geringem
Lipasegehalt eine Leistung aufweist, die derjenigen eines Mittels, das übliche Lipasen,
insbesondere die gleichsam den Standard darstellende Lipolase
® enthält, zumindest nicht nachsteht.
[0006] Dies gelang durch den Einsatz bestimmter Lipasen aus Pseudomonas alcaligenes oder
Pseudomonas pseudoalcaligenes.
[0007] Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Textilwaschmittel, enthaltend neben üblichen
Bestandteilen eine lipolytisch wirksame Menge einer gentechnisch veränderten Lipase
aus Pseudomonas alcaligenes oder Pseudomonas pseudoalcaligenes, die ein Molekulargewicht
von 30 kD bis 32 kD aufweist, einen isoelektrischen Punkt im Bereich von 4,5 bis 6
und eine spezifische Aktivität von 900 DLU/mg bis 1000 DLU/mg besitzt und welches
dadurch gekennzeichnet ist, daß es synthetisches Aniontensid vom Sulfat- und/oder
Sulfonattyp, welches kein Alkylbenzolsulfonat ist, enthält.
[0008] Zu den obengenannten gentechnisch veränderten Lipasen gehören insbesondere solche,
bei denen auf gentechnischem Wege, das heißt durch Klonen des für die Lipase kodierenden
Gens aus dem Wildtyp-Mikroorganismus, Mutieren dieses Gens in vitro oder in vivo und
Expression des Enzyms durch Reklonen des mutierten Gens in einer geeigneten Gastzelle,
wobei üblicherweise Pilze (zum Beispiel Aspergillus) oder Bakterien (zum Beispiel
Bacillus, E. coli oder Pseudomonas) zum Einsatz kommen, Aminosäuren des Wildtyp-Enzyms
derart ausgetauscht worden sind, daß unter Waschbedingungen aktivere und/oder stabilere
Enzyme resultieren. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der Austausch
oxidationsanfälliger Aminosäuren, wie Methionin, gegen oxidationsstabilere Aminosäuren,
wie insbesondere Asparagin, Asparaginsäure, Leucin, Alanin, Phenylalanin, Valin oder
Serin. Vorzugsweise handelt es sich bei den gentechnisch veränderten Lipasen um ein
Enzym, bei dem das Methionin an Position 21 des Wildtyps aus Pseudomonas pseudoalcaligenes
durch eine vorgenannte oxidationsstabilere Aminosäure, insbesondere Leucin oder Alanin,
ausgetauscht worden ist. Solche Enzyme und ihre Herstellung werden zum Beispiel in
der internationalen Patentanmeldung WO 94/25578 beschrieben.
[0009] Die Einheit DLU für die lipolytische Aktivität beruht auf der enzymatischen Spaltung
von 1,2-0-Dilauryl-rac-glycero-3-glutarsäure-resorufin-ester, wodurch Glutarsäure
und Resorufin freigesetzt werden. Die optische Dichte des resultierenden roten Resorufins,
die photometrisch bestimmt werden kann, ist ein Maß für die Enzymaktivität. Die Methode
unter Verwendung eines Abbott
(R)-Analyzers ist beschrieben in der Analysenmethode Nr. 61722 der Firma Gist-Brocades.
Eine übliche alternative Einheit für die lipolytische Aktivität stellt die Internationale
Lipase Unit (ILU) dar, zu deren Bestimmung die Hydrolyse von Olivenöl bei 30 °C (10
% Olivenöl in Tris-Puffer pH 9 in Gegenwart von 20 mM Natriumchlorid und 10 mM Calciumchlorid)
gemessen wird. 1 ILU ist definiert als die Enzymmenge, die man benötigt, um unter
diesen Bedingungen 1 µmol Fettsäure pro Minute freizusetzen.
[0010] Erfindungsgemäß brauchbare Lipasen weisen normalerweise Aktivitäten von etwa 5000
ILU bis 10 000 ILU, insbesondere 6000 ILU bis 8000 ILU, jeweils pro mg Protein, auf.
Vorzugsweise weist die in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzte Lipase eine spezifische
Aktivität im Bereich von 910 DLU/mg bis 990 DLU/mg, insbesondere 925 DLU/mg bis 965
DLU/mg auf. Besonders bevorzugt ist der Einsatz des Enzyms Lipomax
(R) der Firma Gist-Brocades, das eine spezifische Aktivität von 940 DLU/mg besitzt, einen
isoelektrischen Punkt von 5,1 und eine Molmasse von 30 323 aufweist.
[0011] Lipase wird im erfindungsgemäßen Mittel vorzugsweise in solchen Mengen eingesetzt,
daß das fertige Mittel eine lipolytische Aktivität im Bereich von 5 000 DLU/100 g
bis 25 000 DLU/100 g, insbesondere von 6 500 DLU/100 g bis 17 500 DLU/100 g aufweist.
[0012] Überraschenderweise wurde gefunden, daß Lipasen mit den oben angegebenen Eigenschaften
die Wirkung bestimmter anderer Waschmittelinhaltsstoffe synergistisch beeinflussen
und daß umgekehrt die lipolytische Wirkung der Lipase durch bestimmte andere Waschmittelinhaltsstoffe
synergistisch verstärkt wird. Diese Effekte treten insbesondere bei nichtionischen
Tensiden, bei schmutzablösevermögenden Copolyestern, insbesondere solchen mit Terephtalsäureeinheiten,
bei wasserunlöslichen anorganischen Buildern, bei wasserlöslichen anorganischen und
organischen Buildern, insbesondere auf Basis oxidierter Kohlenhydrate, bei Bleichmitteln
auf Persauerstoffbasis, insbesondere bei Alkalipercarbonat, bei proteolytischen Enzymen
und bei synthetischen Aniontensiden vom Sulfat- und Sulfonattyp, allerdings nicht
oder nur wenig ausgeprägt bei Alkylbenzolsulfonaten, auf, weshalb erfindungsgemäße
Mittel derartige Inhaltsstoffe bevorzugt enthalten.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel umfaßt die Anwesenheit von
Fettalkylsulfat, Fettalkylethersulfat, Sulfofettsäureester und/oder Sulfofettsäuredisalze,
insbesondere in einer Menge im Bereich von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%. Bevorzugt wird
das Aniontensid aus den Alkyl- bzw. Alkenylsulfaten und/oder den Alkyl- bzw. Alkenylethersulfaten
ausgewählt, in denen die Alkyl- bzw. Alkenylgruppe 8 bis 22, insbesondere 12 bis 18
C-Atome besitzt.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält ein erfindungsgemäßes Mittel
nichtionisches Tensid, ausgewählt aus Fettalkylpolyglykosiden, Fettalkyl-polyalkoxylaten,
insbesondere -ethoxylaten und/oder -propoxylaten, Fettsäurepolyhydroxyamiden und/oder
Ethoxylierungs-und/oder Propoxylierungsprodukten von Fettalkylaminen, vicinalen Diolen,
Fettsäurealkylestern und/oder Fettsäureamiden sowie deren Mischungen, insbesondere
in einer Menge im Bereich von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält ein erfindungsgemäßes Mittel
wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen Builder, insbesondere ausgewählt aus Alkalialumosilikat,
kristallinem Alkalisilikat mit Modul über 1, monomerem Polycarboxylat, polymerem Polycarboxylat
und deren Mischungen, insbesondere in Mengen im Bereich von 2,5 Gew.-% bis 60 Gew.-%.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mittels enthält Bleichmittel
auf Persauerstoffbasis, insbesondere Wasserstoffperoxid, Alkaliperborat-Tetrahydrat,
Alkaliperborat-Monohydrat und/oder Alkalipercarbonat, insbesondere in Mengen im Bereich
von 5 Gew.-% bis 70 Gew.-%, sowie gegebenenfalls Bleichaktivator, insbesondere in
Mengen im Bereich von 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%.
[0017] Schließlich umfaßt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Mittels die Anwesenheit von schmutzablösevermögenden Substanzen auf Basis von Copolyestern
aus Dicarbonsäuren und Glykolen, die insbesondere in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5
Gew.-% enthalten sein können.
[0018] Oft als "soil-release"-Wirkstoffe bezeichnete schmutzablösevermögende Substanzen,
die wegen ihrer chemischen Ähnlichkeit zu Polyesterfasern besonders wirksam sind,
aber auch bei Geweben aus anderem Material die erwünschte Wirkung zeigen können, sind
Copolyester, die Dicarbonsäureeinheiten, Alkylenglykoleinheiten und Polyalkylenglykoleinheiten
enthalten. Schmutzablösevermögende Copolyester der genannten Art wie auch ihr Einsatz
in Waschmitteln sind seit langer Zeit bekannt. So beschreibt zum Beispiel die deutsche
Offenlegungsschrift DT 16 17 141 ein Waschverfahren unter Einsatz von Polyethylenterephthalat-Polyoxyethylenglykol-Copolymeren.
Die deutsche Offenlegungsschrift DT 22 00 911 betrifft Waschmittel, die Niotensid
und ein Mischpolymer aus Polyoxyethylenglykol und Polyethylenterephthalat enthalten.
In der deutschen Offenlegungsschrift DT 22 53 063 sind saure Textilausrüstungsmittel
genannt, die ein Copolymer aus einer dibasigen Carbonsäure und einem Alkylen- oder
Cycloalkylenpolyglykol sowie gegebenenfalls einem Alkylen- oder Cycloalkylenglykol
enthalten. Das europäische Patent EP 066 944 betrifft Textilbehandlungsmittel, die
einen Copolyester aus Ethylenglykol, Polyethylenglykol, aromatischer Dicarbonsäure
und sulfonierter aromatischer Dicarbonsäure in bestimmten Molverhältnissen enthalten.
Aus dem europäischen Patent EP 185 427 sind Methyl- oder Ethylgruppen-endverschlossene
Polyester mit Ethylen-und/oder Propylen-terephthalat- und Polyethylenoxid-terephthalat-Einheiten
und Waschmitel, die derartiges Soil-release-Polymer enthalten, bekannt. Das europäische
Patent EP 241 984 betrifft einen Polyester, der neben Oxyethylen-Gruppen und Terephthalsäureeinheiten
auch substituierte Ethyleneinheiten sowie Glycerineinheiten enthält. Derartige soil-release-Polyester
sind in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%,
insbesondere von 0,2 Gew.-% bis 2 Gew.-% enthalten.
[0019] Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten die synthetischen Aniontenside des Sulfat-
oder Sulfonat-Typs in Mengen von vorzugsweise nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von
0,1 Gew.-% bis 18 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel. Als für den Einsatz
in den erfindungsgemäßen Mitteln besonders geeignete synthetische Aniontenside sind
die Alkyl- und/oder Alkenylsulfate mit 8 bis 22 C-Atomen, die ein Alkali-, Ammonium-
oder Alkyl- beziehungsweise Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion als Gegenkation
tragen, zu nennen. Bevorzugt sind die Derivate der Fettalkohole mit insbesondere 12
bis 18 C-Atomen und deren verzweigtkettiger Analoga, der sogenannten Oxoalkohole.
Die Alkyl- und Alkenylsulfate können in bekannter Weise durch Reaktion der entsprechenden
Alkoholkomponente mit einem üblichen Sulfatierungsreagenz, insbesondere Schwefeltrioxid
oder Chlorsulfonsäure, und anschließende Neutralisation mit Alkali-, Ammonium- oder
Alkyl- beziehungsweise Hydroxyalkyl-substituierten Ammoniumbasen hergestellt werden.
Derartige Alkyl-und/oder Alkenylsulfate sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise
in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 18 Gew.-%
enthalten.
[0020] Zu den einsetzbaren Tensiden vom Sulfat-Typ gehören auch die sulfatierten Alkoxylierungsprodukte
der genannten Alkohole, sogenannte Ethersulfate. Vorzugsweise enthalten derartige
Ethersulfate 2 bis 30, insbesondere 4 bis 10, Ethylenglykol-Gruppen pro Molekül. Zu
den geeigneten Aniontensiden vom Sulfonat-Typ gehören die durch Umsetzung von Fettsäureestern
mit Schwefeltrioxid und anschließender Neutralisation erhältlichen α-Sulfoester, insbesondere
die sich von Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, und
linearen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen, ableitenden
Sulfonierungsprodukte, sowie die durch formale Verseifung aus diesen hervorgehenden
Sulfofettsäuren.
[0021] Zu den in Frage kommenden nichtionischen Tensiden gehören die Alkoxylate, insbesondere
die Ethoxylate und/oder Propoxylate von gesättigten oder ein-bis mehrfach ungesättigten
linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen mit 10 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12
bis 18 C-Atomen. Der Alkoxylierungsgrad der Alkohole liegt dabei in der Regel zwischen
1 und 20, vorzugsweise zwischen 3 und 10. Sie können in bekannter Weise durch Umsetzung
der entsprechenden Alkohole mit den entsprechenden Alkylenoxiden hergestellt werden.
Geeignet sind insbesondere die Derivate der Fettalkohole, obwohl auch deren verzweigtkettige
Isomere, insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Alkoxylate
eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß die Alkoxylate, insbesondere die
Ethoxylate, primärer Alkohole mit linearen, insbesondere Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl-
oder Octadecyl-Resten sowie deren Gemische. Außerdem sind entsprechende Alkoxylierungsprodukte
von Alkylaminen, vicinalen Diolen und Carbonsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils
den genannten Alkoholen entsprechen, verwendbar. Darüberhinaus kommen die Ethylenoxid-
und/oder Propylenoxid-Insertionsprodukte von Fettsäurealkylestern, wie sie gemäß dem
in der internationalen Patentanmeldung WO 90/13533 angegebenen Verfahren hergestellt
werden können, sowie Fettsäurepolyhydroxyamide, wie sie gemäß den Verfahren der US-amerikanischen
Patentschriften US 1 985 424, US 2 016 962 und US 2 703 798 sowie der internationalen
Patentanmeldung WO 92/6984 hergestellt werden können, in Betracht. Zur Einarbeitung
in die erfindungsgemäßen Mittel geeignete sogenannte Alkylpolyglykoside sind Verbindungen
der allgemeinen Formel (G)
n-OR
1, in der R
1 einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n
eine Zahl zwischen 1 und 10 bedeuten. Derartige Verbindungen und ihre Herstellung
werden zum Beispiel in den europäischen Patentanmeldungen EP 92 355, EP 301 298, EP
357 969 und EP 362 671 oder der US-amerikanischen Patentschrift US 3 547 828 beschrieben.
Bei der Glykosidkomponente (G)
n handelt es sich um Oligo- oder Polymere aus natürlich vorkommenden Aldose- oder Ketose-Monomeren,
zu denen insbesondere Glucose, Mannose, Fruktose, Galaktose, Talose, Gulose, Altrose,
Allose , Idose, Ribose, Arabinose, Xylose und Lyxose gehören. Die aus derartigen glykosidisch
verknüpften Monomeren bestehenden Oligomere werden außer durch die Art der in ihnen
enthaltenen Zucker durch deren Anzahl, den sogenannten Oligomerisierungsgrad, charakterisiert.
Der Oligomerisierungsgrad nimmt als analytisch zu ermittelnde Größe im allgemeinen
gebrochene Zahlenwerte an; er liegt bei Werten zwischen 1 und 10, bei den vorzugsweise
eingesetzten Glykosiden unter einem Wert von 1,5, insbesondere zwischen 1,2 und 1,4.
Bevorzugter Monomer-Baustein ist wegen der guten Verfügbarkeit Glucose. Der Alkyl-
oder Alkenylteil R
1 der Glykoside stammt bevorzugt ebenfalls aus leicht zugänglichen Derivaten nachwachsender
Rohstoffe, insbesondere aus Fettalkoholen, obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere,
insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Glykoside eingesetzt
werden können. Brauchbar sind demgemäß insbesondere die primären Alkohole mit linearen
Octyl-, Decyl-, Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie deren
Gemische. Besonders bevorzugte Alkylglykoside enthalten einen Kokosfettalkylrest,
das heißt Mischungen mit im wesentlichen R
1=Dodecyl und R
1=Tetradecyl.
[0022] Nichtionisches Tensid ist in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen
von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-% enthalten.
[0023] Als weitere fakultative tensidische Inhaltsstoffe kommen Seifen in Betracht, wobei
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure
oder Stearinsäure, sowie aus natürlichen Fettsäuregemischen, zum Beispiel Kokos-,
Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifen geeignet sind. Insbesondere sind
solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 Gew.-% bis 100 Gew.-% aus gesättigten C
12-C
18-Fettsäureseifen und zu bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind. Vorzugsweise
ist Seife in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten. Insbesondere in flüssigen
Mitteln können jedoch auch höhere Seifenmengen von bis zu 20 Gew.-% enthalten sein.
[0024] Ein erfindungsgemäßes Mittel enthält vorzugsweise 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% wasserlöslichen
und/oder wasserunlöslichen, organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen
organischen Buildersubstanzen gehören insbesondere solche aus der Klasse der Polycarbonsäuren,
insbesondere Citronensäure und Zuckersäuren, sowie der polymeren (Poly-)carbonsäuren,
insbesondere die durch Oxidation von Polysacchariden zugänglichen Polycarboxylate
der internationalen Patentanmeldung WO 93/16110, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren,
Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer
Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative
Molekülmasse der Homopolymeren ungesättiger Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen
5000 und 200000, die der Copolymeren zwischen 2000 und 200000, vorzugsweise 50000
bis 120000, bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer
weist eine relative Molekülmasse von 50000 bis 100000 auf. Geeignete, wenn auch weniger
bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol,
in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche organische
Buildersubstsanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere zwei
Carbonsäuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol und/oder
ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth-)acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure, vorzugsweise einer C
4-C
8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere
Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten
Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen
Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C
1-C
4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei
60 Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw.
(Meth)acrylat, besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleat
sowie 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder
Vinylacetat. Ganz besonders bevorzugt sind dabei Terpolymere, in denen das Gewichtsverhältnis
(Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleat
zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1
liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren
bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat
einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit
einem C
1-C
4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten
ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60
Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes
Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats.
Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid
sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind, besonders bevorzugt ist
Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen
in dem Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich
sind. Diese Terpolymere lassen sich insbesondere nach Verfahren herstellen, die in
der deutschen Patentschrift DE 42 21 381 und der deutschen Patentanmeldung P 43 00
772.4 beschrieben sind, und weisen im allgemeinen eine relative Molekülmasse zwischen
1000 und 200000, vorzugsweise zwischen 200 und 50000 und insbesondere zwischen 3000
und 10000 auf. Sie können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form
wäßriger Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wäßriger Lösungen
eingesetzt werden. Alle genannten Polycarbonsäuren werden in der Regel in Form ihrer
wasserlöslichen Salze, insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.
[0025] Derartige organische Buildersubstanzen sind vorzugsweise in Mengen bis zu 40 Gew.-%,
insbesondere bis zu 25 Gew.-% und besonders bevorzugt von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten.
Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder flüssigen,
insbesondere wasserhaltigen, erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt.
[0026] Als wasserunlösliche, wasserdispergierbare anorganische Buildermaterialien werden
insbesondere kristalline oder amorphe Alkalialumosilikate, in Mengen von bis zu 50
Gew.-%, vorzugsweise nicht über 40 Gew.-% und in flüssigen Mitteln insbesondere von
1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen Alumosilikate
in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith NaA und gegebenenfalls NaX, bevorzugt.
Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen
Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate weisen insbesondere keine Teilchen mit
einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus
Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr Calciumbindevermögen, das nach den Angaben
der deutschen Patentschrift DE 24 12 837 bestimmt werden kann, liegt im Bereich von
100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
[0027] Geeignete Substitute beziehungsweise Teilsubstitute für das genannte Alumosilikat
sind kristalline Alkalisilikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten
vorliegen können. Die in den erfindungsgemäßen Mitteln als Gerüststoffe brauchbaren
Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Derartige amorphe Alkalisilikate sind beispielsweise unter dem
Namen Portil
(R) im Handel erhältlich. Solche mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:1,9 bis 1:2,8 können nach dem Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP
0 425 427 hergestellt werden. Sie werden im Rahmen der Herstellung erfindungsgemäßer
Mittel bevorzugt als Feststoff und nicht in Form einer Lösung zugegeben. Als kristalline
Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können, werden
vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen Formel Na
2Si
xO
2x+1·yH
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Kristalline Schichtsilikate,
die unter diese allgemeine Formel fallen, werden beispielsweise in der europäischen
Patentanmeldung EP 0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate sind
solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte 2 oder 3 annimmt.
Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate (Na
2Si
2O
5.yH
2O) bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten
werden kann, das in der internationalen Patentanmeldung WO 91/08171 beschrieben ist.
δ-Natriumsilikate mit einem Modul zwischen 1,9 und 3,2 können gemäß den japanischen
Patentanmeldungen JP 04/238 809 oder JP 04/260 610 hergestellt werden. Auch aus amorphen
Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie kristalline Alkalisilikate der
obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl von 1,9 bis 2,1 bedeutet, herstellbar
wie in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 548 599, EP 0 502 325 und EP 0 452
428 beschrieben, können in erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel wird ein kristallines Natriumschichtsilikat
mit einem Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es nach dem Verfahren der europäischen
Patentanmeldung EP 0 436 835 aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Kristalline
Natriumsilikate mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5, wie sie nach den Verfahren
der europäischen Patentschriften EP 0 164 552 und/oder EP 0 293 753 erhältlich sind,
werden in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel eingesetzt.
Der Gehalt der erfindungsgemäßen Mittel an Alkalisilikaten beträgt vorzugsweise 1
Gew.-% bis 50 Gew.-% und insbesondere 5 Gew.-% bis 35 Gew.-%, bezogen auf wasserfreie
Aktivsubstanz. Falls als zusätzliche Buildersubstanz auch Alkalialumosilikat, insbesondere
Zeolith, vorhanden ist, beträgt der Gehalt an Alkalisilikat vorzugsweise 1 Gew.-%
bis 15 Gew.-% und insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz.
Das Gewichtsverhältnis Alumosilikat zu Silikat, jeweils bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanzen,
beträgt dann vorzugsweise 4:1 bis 10:1. In Mitteln, die sowohl amorphe als auch kristalline
Alkalisilikate enthalten, beträgt das Gewichtsverhältnis von amorphem Alkalisilikat
zu kristallinem Alkalisilikat vorzugsweise 1:2 bis 2:1 und insbesondere 1:1 bis 2:1.
[0028] Zusätzlich zum genannten anorganischen Builder können weitere wasserlösliche oder
wasserunlösliche anorganische Substanzen in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt
werden. Geeignet sind in diesem Zusammenhang die Alkalicarbonate, Alkalihydrogencarbonate
und Alkalisulfate sowie deren Gemische. Derartiges zusätzliches anorganisches Material
kann in Mengen bis zu 70 Gew.-% vorhanden sein, fehlt jedoch vorzugsweise ganz.
[0029] Die erfindungsgemäßen Mittel können zur Einstellung eines gewünschtenfalls sauren
oder schwach alkalischen pH-Werts von insbesondere etwa 8,0 bis 9,5 in 1-gewichtsprozentiger
wäßriger Lösung feste anorganische und/oder organische Säuren beziehungsweise saure
Salze, beispielsweise Alkalihydrogensulfate, Bernsteinsäure, Adipinsäure oder Glutarsäure
sowie deren Gemische, enthalten. Derartige saure Substanzen sind in den erfindungsgemäßen
Mitteln vorzugsweise in Mengen nicht über 5 Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis
3 Gew.-%, enthalten.
[0030] Zusätzlich können die erfindungsgemäßen Mittel weitere in Wasch- und Reinigungsmitteln
übliche Bestandteile enthalten. Zu diesen fakultativen Bestandteilen gehören insbesondere
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Komplexbildner für Schwermetalle, beispielsweise
Aminopolycarbonsäuren, Amino-hydroxypolycarbonsäuren, Polyphosphonsäuren und/oder
Aminopolyphosphonsäuren, Vergrauungsinhibitoren, beispielsweise Celluloseether, Farbübertragungsinhibitoren,
beispielsweise Polyvinylpyrrolidon, Schauminhibitoren, beispielsweise Organopolysiloxane
oder Paraffine, Lösungsmittel und optische Aufheller, beispielsweise Stilbendisulfonsäurederivate.
Vorzugsweise sind in den erfindungsgemäßen Mitteln bis zu 1 Gew.-%, insbesondere 0,01
Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optische Aufheller, insbesondere Verbindungen aus der Klasse
der substituierten 4,4'-Bis-(2,4,6-triamino-s-triazinyl)-stilben-2,2'-disulfonsäuren,
bis zu 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle,
insbesondere Aminoalkylenphosphonsäuren und deren Salze, bis zu 3 Gew.-%, insbesondere
0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Vergrauungsinhibitoren und bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,1
Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitoren enthalten, wobei sich die genannten Gewichtsanteile
auf jeweils auf gesamtes Mittel beziehen.
[0031] Lösungsmittel, die insbesondere bei flüssigen Mitteln gemäß der Erfindung eingesetzt
werden, sind neben Wasser vorzugsweise solche, die wassermischbar sind. Zu diesen
gehören die niederen Alkohole, beispielsweise Ethanol, Propanol, iso-Propanol, und
die isomeren Butanole, Glycerin, niedere Glykole, beispielsweise Ethylen- und Propylenglykol,
und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether.
[0032] Zu den gegebenenfalls, insbesondere in flüssigen erfindungsgemäßen Mitteln, vorhandenen
üblichen Enzymstabilisatoren gehören Aminoalkohole, beispielsweise Mono-, Di-, Triethanol-
und -propanolamin und deren Mischungen, niedere Carbonsäuren, wie beispielsweise aus
den europäischen Patentanmeldungen EP 376 705 und EP 378 261 bekannt, Borsäure bzw.
Alkaliborate, Borsäure-Carbonsäure-Kombinationen, wie beispielsweise aus der europäischen
Patentanmeldung EP 451 921 bekannt, Borsäureester, wie beispielsweise aus der internationalen
Patentanmeldung WO 93/11215 oder der europäischen Patentanmeldung EP 511 456 bekannt,
Boronsäurederivate, wie beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung EP 583
536 bekannt, Calciumsalze, beispielsweise die aus der europäischen Patentschrift EP
28 865 bekannte Ca-Ameisensäure-Kombination, Magnesiumsalze, wie beispielsweise aus
der europäischen Patentanmeldung EP 378 262 bekannt, und/oder schwefelhaltige Reduktionsmittel,
wie beispielsweise aus den europäischen Patentanmeldungen EP 080 748 oder EP 080 223
bekannt.
[0033] Zu den geeigneten Schauminhibitoren gehören langkettige Seifen, insbesondere Behenseife,
Fettsäureamide, Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse, Organopolysiloxane und deren
Gemische, die darüberhinaus mikrofeine, gegebenenfalls silanierte oder anderweitig
hydrophobierte Kieselsäure enthalten können. Zum Einsatz in partikelförmigen erfindungsgemäßen
Mitteln sind derartige Schauminhibitoren vorzugsweise an granulare, wasserlösliche
Trägersubstanzen gebunden, wie beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 34 36 194, den europäischen Patentanmeldungen EP 262 588, EP 301 414, EP 309 931
oder der europäischen Patentschrift EP 150 386 beschrieben.
[0034] Ferner kann das erfindungsgemäße Mittel Vergrauungsinhibitoren enthalten. Vergrauungsinhibitoren
haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert
zu halten und so das Vergrauen der Fasern zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche
Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze
polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als
die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, zum Beispiel teilhydrolysierte Stärke.
Na-Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose und deren
Gemische werden bevorzugt eingesetzt.
[0035] Die als weitere Bestandteile erfindungsgemäßer Mittel in Betracht kommenden Bleichmittel
sind die in Waschmitteln in der Regel verwendeten Perverbindungen wie Perborat, das
als Tetra- oder Monohydrat vorliegen kann, Percarbonat, Perpyrophosphat und Persilikat,
die in der Regel als Alkalisalze, insbesondere als Natriumsalze, vorliegen. Derartige
Bleichmittel sind in erfindungsgemäßen Waschmitteln vorzugsweise in Mengen bis zu
25 Gew.-%, insbesondere bis zu 15Gew.-% und besonders bevorzugt von 5 Gew.-% bis 15
Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0036] Die fakultativ vorhandene Komponente der Bleichaktivatoren umfaßt die üblicherweise
verwendeten N- oder O-Acylverbindungen, beispielsweise mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin, acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril,
N-acylierte Hydantoine, Hydrazide, Triazole, Urazole, Diketopiperazine, Sulfurylamide
und Cyanurate, außerdem Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid, Carbonsäureester,
insbesondere Natrium-isononanoyl-phenolsulfonat, und acylierte Zuckerderivate, insbesondere
Pentaacetylglukose. Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung der Wechselwirkung
mit den Perverbindungen bei der Lagerung in bekannter Weise mit Hüllsubstanzen überzogen
beziehungsweise granuliert worden sein, wobei mit Hilfe von Carboxymethylcellulose
granuliertes Tetraacetylethylendiamin mit mittleren Korngrößen von 0,01 mm bis 0,8
mm, wie es beispielsweise nach dem in der europäischen Patentschrift EP 037 026 beschriebenen
Verfahren hergestellt werden kann, und/oder granuliertes 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin,
wie es nach dem in der deutschen Patentschrift DD 255 884 beschriebenen Verfahren
hergestellt werden kann, besonders bevorzugt ist. In erfindungsgemäßen Waschmitteln
sind derartige Bleichaktivatoren vorzugsweise in Mengen bis zu 8 Gew.-%, insbesondere
von 2 Gew.-% bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0037] Als zusätzlich zu Lipase gegebenenfalls enthaltene Enzyme kommen insbesondere solche
aus der Klasse der Proteasen, Amylasen und Cellulasen sowie deren Gemische in Frage.
Vorzugsweise werden aus Pilzen oder Bakterienstämmen, wie Bacillus subtilis, Bacillus
licheniformis, Bacillus lentus und Streptomyces griseus gewonnene enzymatische Wirkstoffe
eingesetzt.
[0038] Zu den einsetzbaren Proteasen gehören die aus Mikroorganismen, insbesondere Bakterien
oder Pilzen, gewinnbaren Enzyme mit einem pH-Optimum im alkalischen Bereich, beispielsweise
die aus den internationalen Patentanmeldungen WO 92/07067, WO 91/02792, WO 88/03947
oder WO 88/03946 oder den europäischen Patentanmeldungen EP 471 265, EP 416 967 oder
EP 394 352 bekannten Proteasen. Protease wird im erfindungsgemäßen Mittel vorzugsweise
in solchen Mengen eingesetzt, daß das fertige Mittel 100 PE/g bis 7 500 PE/g (Protease-Einheiten
pro Gramm, bestimmt nach der in Tenside 7, 125 (1970) beschriebenen Methode), insbesondere
125 PE/g bis 5000 PE/g und besonders bevorzugt 150 PE/g bis 4 500 PE/g aufweist. Brauchbare
Proteasen sind im Handel erhältlich, beispielsweise unter den Namen BLAP
(R), Savinase
(R), Esperase
(R), Maxatase
(R), Optimase
(R), Alcalase
(R), Durazym
(R) oder Maxapem
(R).
[0039] Zu den in erfindungsgemäßen Mitteln einsetzbaren Amylasen gehören die aus Bakterien
oder Pilzen gewinnbaren Enzyme, welche ein pH-Optimum vorzugsweise im alkalischen
Bereich bis etwa pH 10 aufweisen. Brauchbare Handelsprodukte sind beispielsweise Termamyl
(R) und Maxamyl
(R). Amylase wird im erfindungsgemäßen Mittel vorzugsweise in solchen Mengen eingesetzt,
daß das fertige Mittel 0,01 KNU/g bis 2 KNU/g ("Kilo-Novo-Units" pro Gramm gemäß der
Standard-Methode der Firma Novo, wobei 1 KNU die Enzymmenge ist, die 5,26 g Stärke
bei pH 5,6 und 37 °C abbaut, basierend auf der von P. Bernfeld in S.P. Colowick und
N.D. Kaplan, Methods in Enzymology, Band 1, 1955, Seite 149 beschriebenen Methode),
insbesondere 0,015 KNU/g bis 1,8 KNU/g und besonders bevorzugt 0,03 KNU/g bis 1,6
KNU/g aufweist.
[0040] Ebenso gehört die erfindungsgemäß brauchbare Cellulase zu den aus Bakterien oder
Pilzen gewinnbaren Enzymen, welche ein pH-Optimum vorzugsweise im fast neutralen bis
schwach alkalischen pH-Bereich von 6 bis 9,5 aufweisen. Derartige Cellulasen sind
beispielsweise aus den deutschen Offenlegungsschriften DE 31 17 250, DE 32 07 825,
DE 32 07 847, DE 33 22 950 oder den europäischen Patentanmeldungen EP 265 832, EP
269 977, EP 270 974, EP 273 125 sowie EP 339 550 bekannt. Sie werden im erfindungsgemäßen
Mittel vorzugsweise in solchen Mengen eingesetzt, daß das fertige Mittel eine cellulolytische
Aktivität von 0,05 IU/g bis 1,5 IU/g ("International Units" pro Gramm, basierend auf
der enzymatischen Hydrolyse von Na-Carboxymethyl-cellulose bei pH 9,0 und 40 °C, wie
in Agric. Biol. Chem.
53, 1275 (1989) von S. Ito et al. beschrieben), insbesondere 0,07 IU/g bis 1,4 IU/g
und besonders bevorzugt 0,1 IU/g bis 1,3 IU/g aufweist. Geeignete Handelsprodukte
sind beispielsweise Celluzyme
(R) der Novo Nordisk oder KAC
(R) von Kao.
[0041] Die Enzyme können in bekannter Weise an Trägerstoffen adsorbiert, in Hüllsubstanzen
eingebettet und/oder mit Hilfe von Trägersubstanzen granuliert worden sein, um sie
leichter handhabbar zu machen und gegen vorzeitige Inaktivierung zu schützen, wenn
sie in teilchenförmige Waschmittel eingearbeitet werden sollen. Die zusätzlich zu
Lipase gegebenenfalls enthaltenen Enzyme, insbesondere Protease, sind in erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen bis zu 2 Gew.-%, insbesondere
von 0,01 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0042] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Mittel teilchenförmig
und enthält 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% anorganischen Builder, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere
2 Gew.-% bis 12 Gew.-% wasserlöslichen organischen Builder, 2,5 Gew.-% bis 20 Gew.-%
synthetisches Aniontensid, 1 Gew.-% bis 20 Gew.-% nichtionisches Tensid, bis zu 25
Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% Bleichmittel, bis zu 8 Gew.-%, insbesondere
0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-% Bleichaktivator und bis zu 20 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-%
bis 15 Gew.-% anorganische Salze, insbesondere Alkalicarbonat und/oder -sulfat, sowie
bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,4 Gew.-% bis 1,2 Gew.-% teilchenförmig konfektioniertes
weiteres Enzym, insbesondere Protease, Amylase und/oder Cellulase.
[0043] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält ein erfindungsgemäßes pulverförmiges
Mittel, insbesondere zur Verwendung als Feinwaschmittel, 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% anorganischen
Builder, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 12 Gew.-% wasserlöslichen organischen
Builder, 4 Gew.-% bis 24 Gew.-% nichtionisches Tensid, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere
1 Gew.-% bis 10 Gew.-% synthetisches Aniontensid, bis zu 65 Gew.-%, insbesondere 1
Gew.-% bis 30 Gew.-% anorganische Salze, insbesondere Alkalicarbonat und/oder -sulfat,
und weder Bleichmittel noch Bleichaktivator.
[0044] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform umfaßt ein flüssiges Mittel, enthaltend 5
Gew.-% bis 35 Gew.-% wasserlöslichen organischen Builder, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere
0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% wasserunlöslichen anorganischen Builder, bis zu 15 Gew.-%,
insbesondere 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-% synthetisches Aniontensid, 1Gew.-% bis 25 Gew.-%
nichtionisches Tensid, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 4 Gew.-% bis 12 Gew.-% Seife
und bis zu 30 Gew.-% , insbesondere 1Gew.-% bis 25 Gew.-% Wasser und/oder wassermischbares
Lösungsmittel sowie bis zu 10 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 7,5 Gew.-% Enzymstabilisierungssystem.
[0045] Die Herstellung teilchenförmiger erfindungsgemäßer Mittel kann in einfachster Weise
durch Vermischen der Einzelpartikel in einem üblichen Mischer, insbesondere einem
Trommel-, Rollen-, Band- oder Freifallmischer erfolgen, wobei fakultative sonstige
pulverförmige Bestandteile und gewünschtenfalls auch flüssige beziehungsweise verflüssigte
Bestandteile, zu denen insbesondere nichtionische Tenside, aber auch Farb- und Duftstoffe
gehören, durch Aufsprühen zugemischt werden können. Es ist bevorzugt, die thermisch
belastbaren Komponenten in im Prinzip bekannter Weise durch Sprühtrocknung einer wäßrigen
Aufschlämmung in ein Pulverprodukt zu überführen und dieses mit Lipase und gegebenenfalls
weiteren enzymatischen Wirkstoffen sowie sonstigen thermisch empfindlichen Bestandteilen,
zu denen insbesondere Bleichmittel zu rechnen sind, zu vermischen. Auch die Einarbeitung
einzelner Bestandteile durch Zumischen eines diese enthaltenden Granulats beziehungsweise
Extrudats den ist möglich und insbesondere zur Herstellung von erfindungsgemäßen Mitteln
mit hohem Schüttgewicht von vorzugsweise 650 g/l bis 900 g/l bevorzugt.
[0046] Fließfähige und flüssige erfindungsgemäße Mittel können durch einfaches Vermischen
der Bestandteile oder deren Vorgemische, die flüssig oder in Wasser bzw. einem vorgesehenen
Lösungsmittel gelöst vorliegen können, hergestellt werden.
Beispiele
Beispiel 1
[0047] Auf herkömmliche Weise hergestelltes Waschmittel des in der nachfolgenden Tabelle
1 angegebenen Rezeptur
(V1) wurde erfindungsgemäß
(M1) mit Lipomax
(R) CXT-Granulat (Aktivität 31 333 DLU/g, Hersteller Gist-Brocades) und zum Vergleich
(V3) mit Lipolase
(R) 100 T (Hersteller Novo) vermischt.
Tabelle 1:
| Zusammensetzung [Gew.-%] |
| |
V1 |
M1 |
V3 |
| Niotensida) |
6 |
6 |
5 |
| ABSb) |
5 |
5 |
5 |
| Alkylsulfatc) |
5 |
5 |
5 |
| Seife |
1 |
1 |
1 |
| Natriumcarbonat |
10 |
10 |
10 |
| Zeolith Na-A |
25 |
25 |
25 |
| Natriumsilikatd) |
2 |
2 |
2 |
| Natriumsulfat |
1 |
1 |
1 |
| Polycarboxylate) |
5 |
5 |
5 |
| Natriumperboratg) |
20 |
20 |
20 |
| TAEDh) |
6 |
6 |
6 |
| Proteasei) |
1 |
1 |
1 |
| Schauminhibitork) |
5 |
5 |
5 |
| Lipomax(R) |
- |
0,5 |
- |
| Lipolase(R) |
- |
- |
0,5 |
| Wasser auf 100 |
| a) C12/18-Fettalkohol, 5- bis 7-fach ethoxyliert |
| b) Na-C11/13-Alkylbenzolsulfonat |
| c) Lineares C16/18-Alkylsulfat (Sulfopon(R) T, Hersteller Henkel) |
| d) Verhältnis SiO2 zu Na2O : 3,0 |
| e) Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer, Na-Salz (Sokalan(R) CP 5, Hersteller BASF) |
| g) Tetrahydrat |
| h) Tetraacetylethylendiamin-Granulat, hergestellt gemäß europäischer Patentschrift
EP 037 026 |
| i) Protease-Granulat (BLAP(R) 140, Hersteller Biozym) |
| k) 10 Gew.-% Paraffin enthaltendes Schauminhibitor-Konzentrat, Rest Na-Sulfat, Na-Silikat
und Na-Carboxymethylcellulose, hergestellt gemäß europäischer Patentanmeldung EP 309
931 |
Beispiel 2
[0048] Zur Überprüfung der Reinigungsleistung der Mittel des Beispiels 1 wurden Waschversuche
mit künstlichen Anschmutzungen unter Anwendungsbedingungen (Trommelwaschmaschine AEG
Ökolavamat
(R) 694, 30 °C Waschprogramm, Wasserhärte 16 °d; 3,5 kg normal verschmutzte Wäsche, Dosierung
98 g Waschmittel; Auswertung mittels Remissionsmessung bei 460 nm, ohne UV) durchgeführt.
Es ergaben sich die in Tabelle 2 angegebenen Remissionswerte als Durchschnittswerte
aus jeweils 3 Bestimmungen.
Tabelle 2:
| Remission der gewaschenen Testgewebe [%] |
| Mittel |
Remission bei Anschmutzung |
| |
S/Ha) |
MKb) |
| V1 |
44,1 |
56,4 |
| M1 |
45,3 |
58,7 |
| V3 |
44,7 |
55,7 |
| a) Staub/Hautfett auf Baumwolle |
| b) Milch/Kakao auf Baumwolle |
[0049] Man erkennt aus Tabelle 2, daß das erfindungsgemäße Mittel
M1 eine signifikant bessere Reinigungsleistung als das direkt vergleichbaren Mittel
V1 ohne Lipase bzw. als das Mittel V3 aufweist.
Beispiel 3
[0050] Zum Nachweis, daß die erfindungsgemäßen Mittel auch bei praxisnahen natürlichen Anschmutzungen
auf Fettbasis überzeugende Leistungen aufweisen, wurden Textilläppchen mit einer definierten
Öl- bzw. Fettmenge beaufschlagt, unter den Bedingungen des Beispiels 2 mit den Waschmitteln
des Beispiels 1 gewaschen und die noch im Gewebe verbliebene Fett- bzw. Ölmenge nach
Trocknen durch Extraktion mit n-Pentan entfernt und ausgewogen. Die ausgewaschene
Fettmenge, ein direktes Maß für die Reinigungsleistung des getesteten Mittels, ergibt
sich durch Differenzbildung.
Tabelle 3:
| Ausgewaschene Fettmenge [mg] |
| Mittel |
bei Anschmutzung |
| |
Oa) |
Pb) |
| V1 |
405 |
667 |
| M1 |
489 |
723 |
| V3 |
464 |
685 |
| a) Olivenöl auf Baumwolle |
| b) Palmöl auf Baumwolle |
[0051] Auch die Ergebnisse in Tabelle 2 zeigen, daß das erfindungsgemäße Mittel
M1 den lipasefreien Mitteln
V1 bzw.
V3 überlegen ist.
1. Textilwaschmittel, enthaltend neben üblichen Bestandteilen eine lipolytisch wirksame
Menge einer gentechnisch veränderten Lipase aus Pseudomonas alcaligenes oder Pseudomonas
pseudoalcaligenes, die ein Molekulargewicht von 30 kD bis 32 kD aufweist, einen isoelektrischen
Punkt im Bereich von 4,5 bis 6 und eine spezifische Aktivität von 900 DLU/mg bis 1000
DLU/mg besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß es synthetischesAniontensid vom Sulfat-und/oder
Sulfonattyp, welches kein Alkylbenzolsulfonat ist, enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine lipolytische Aktivität
im Bereich von 5 000 DLU/100 g bis 25 000 DLU/100 g, insbesondere von 6 500 DLU/100
g bis 17 500 DLU/100 g aufweist.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es eine gentechnisch veränderte
Lipase enthält, bei welcher Aminosäuren des Wildtyp-Enzyms derart ausgetauscht worden
sind, daß ein unter Waschbedingungen aktiveres und/oder stabileres Enzym resultiert.
4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß oxidationsanfällige Aminosäuren,
wie Methionin, gegen oxidationsstabilere Aminosäuren, wie insbesondere Asparagin,
Asparaginsäure, Leucin, Alanin, Phenylalanin, Valin oder Serin, ausgetauscht worden
sind.
5. Mittel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lipase ein Enzym ist,
bei dem das Methionin an Position 21 des Wildtyps aus Pseudomonas pseudoalcaligenes
durch Asparagin, Asparaginsäure, Leucin, Alanin, Phenylalanin, Valin oder Serin, insbesondere
Leucin oder Alanin, ausgetauscht worden ist
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es nichtionisches
Tensid, ausgewählt aus den Fettalkylpolyglykosiden, Fettalkylpolyalkoxylaten, insbesondere
-ethoxylaten und/oder -propoxylaten, Fettsäurepolyhydroxyamiden und/oder Ethoxylierungs-und/oder
Propoxylierungsprodukten von Fettalkylaminen, vicinalen Diolen, Fettsäurealkylestem
und/oder Fettsäureamiden sowie deren Mischungen, insbesondere in einer Menge im Bereich
von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%, enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es, als synthetisches
Aniontensid vom Sulfat- und/oder Sulfonattyp, Fettalkylsulfat, Fettalkylethersulfat,
Sulfofettsäureester und/oder Sulfofettsäuredisalze, insbesondere in einer Menge im
Bereich von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%, enthält.
8. Mittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Aniontensid aus den Alkyl-
bzw. Alkenylsulfaten und/oder den Alkyl- bzw. Alkenylethersulfaten ausgewählt wird,
in denen die Alkyl- bzw. Alkenylgruppe 8 bis 22, insbesondere 12 bis 18 C-Atome besitzt.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es wasserlöslichen
und/oder wasserunlöslichen Builder, insbesondere ausgewählt aus Alkalialumosilikat,
kristallinem Alkalisilikat mit Modul über 1, monomerem Polycarboxylat, polymerem Polycarboxylat
und deren Mischungen, insbesondere in Mengen im Bereich von 2,5 Gew.-% bis 60 Gew.-%,
enthält.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es proteolytisches
Enzym, insbesondere in einer solchen Menge, daß die Aktivität 100 PE/g bis 7500 PE/g
beträgt, und/oder cellulolytisches Enzym, insbesondere in einer solchen Menge, daß
die Aktivität 0,05 IU/g bis 1,5 IU/g beträgt, enthält.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es Bleichmittel
auf Persauerstoffbasis, insbesondere Wasserstoffperoxid, Alkaliperborat-Tetrahydrat,
Alkaliperborat-Monohydrat und/oder Alkalipercarbonat, insbesondere in Mengen im Bereich
von 5 Gew.-% bis 70 Gew.-%, sowie gegebenenfalls Bleichaktivator, insbesondere in
Mengen im Bereich von 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%, enthält.
12. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es eine schmutzablösevermögende
Substanz auf Basis von Copolyestern aus Dicarbonsäuren und Glykolen, insbesondere
in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, enthält.
13. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es teilchenförmig
ist und 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% anorganischen Builder, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere
2 Gew.-% bis 12 Gew.-% wasserlöslichen organischen Builder, 2,5 Gew.-% bis 20 Gew.-%
synthetisches Aniontensid, 1Gew.-% bis 20 Gew.-% nichtionisches Tensid, bis zu 25
Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% Bleichmittel, bis zu 8 Gew.-%, insbesondere
0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-% Bleichaktivator, bis zu 20 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-%
bis 15 Gew.-% anorganische Salze, insbesondere Alkalicarbonat, -sulfat und/oder -hydrogencarbonat,
und/oder bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,4 Gew.-% bis 1,2 Gew.-% teilchenförmig konfektioniertes
weiteres Enzym, insbesondere Protease, Amylase und/oder Cellulase, enthält.
14. Pulverförmiges Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
es 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% anorganischen Builder, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 2
Gew.-% bis 12 Gew.-% wasserlöslichen organischen Builder, 4 Gew.-% bis 24 Gew.-% nichtionisches
Tensid, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% synthetisches Aniontensid,
bis zu 65 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 30 Gew.-% anorganische Salze, insbesondere
Alkalicarbonat und/oder -sulfat, und weder Bleichmittel noch Bleichaktivator enthält.
15. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es flüssig ist
und 5 Gew.-% bis 35 Gew.-% wasserlöslichen organischen Builder, bis zu 15 Gew.-%,
insbesondere 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% wasserunlöslichen anorganischen Builder, bis
zu 15 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-% synthetisches Aniontensid, 1 Gew.-%
bis 25 Gew.-% nichtionisches Tensid, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 4 Gew.-% bis 12
Gew.-% Seife, bis zu 30 Gew.-% , insbesondere 1 Gew.-% bis 25 Gew.-% Wasser und/oder
wassermischbares Lösungsmittel und/oder bis zu 10 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-%
bis 7,5 Gew.-% Enzymstabilisierungssystem enthält.
1. A laundry detergent containing - in addition to typical components - a lipolytically
active quantity of a genetically modified lipase from Pseudomonas alcaligenes or Pseudomonas
pseudoalcaligenes which has a molecular weight of 30 kD to 32 kD, an isoelectric point
of 4.5 to 6 and a specific activity of 900 DLU/mg to 1,000 DLU/mg, characterized in
that it contains synthetic anionic surfactant of the sulfate and/or sulfonate type
which is free from alkyl benzenesulfonate.
2. A detergent as claimed in claim 1, characterized in that it has a lipolytic activity
of 5,000 DLU/100 g to 25,000 DLU/100 g and, more particularly, in the range from 6,500
DLU/100 g to 17,500 DLU/100 g.
3. A detergent as claimed in claim 1 or 2, characterized in that it contains a genetically
modified lipase in which amino acids of the wild type enzyme have been replaced so
that an enzyme more active and/or stable under washing conditions is obtained.
4. A detergent as claimed in claim 3, characterized in that oxidation-prone amino acids,
such as methionine, have been replaced by amino acids more stable to oxidation, such
as in particular asparagine, aspartic acid, leucine, alanine, phenyl alanine, valine
or serine.
5. A detergent as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the lipase is an enzyme
in which the methionine at position 21 of the wild type from Pseudomonas pseudoalcaligenes
has been replaced by asparagine, aspartic acid, leucine, alanine, phenyl alanine,
valine or serine, more particularly by leucine or alanine.
6. A detergent as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that it contains
nonionic surfactant selected from fatty alkyl polyglycosides, fatty alkyl polyalkoxylates,
more particularly ethoxylates and/or propoxylates, fatty acid polyhydroxyamides and/or
ethoxylation and/or propoxylation products of fatty alkyl amines, vicinal diols, fatty
acid alkyl esters and/or fatty acid amides and mixtures thereof, more particularly
in a quantity of 2% by weight to 25% by weight.
7. A detergent as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that it contains
fatty alkyl sulfate, fatty alkyl ether sulfate, sulfofatty acid esters and/or sulfofatty
acid disalts, more particularly in a quantity of 2% by weight to 25% by weight, as
the synthetic anionic surfactant of the sulfate and/or sulfonate type.
8. A detergent as claimed in claim 7, characterized in that the anionic surfactant is
selected from alkyl or alkenyl sulfates and/or alkyl or alkenyl ether sulfates in
which the alkyl or alkenyl group contains 8 to 22 and, more particularly, 12 to 18
carbon atoms.
9. A detergent as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that it contains
water-soluble and/or water-insoluble builders, more particularly selected from alkali
metal alumosilicate, crystalline alkali metal silicate with a modulus of >1, monomeric
polycarboxylate, polymeric polycarboxylate and mixtures thereof, more particularly
in quantities of 2.5% by weight to 60% by weight.
10. A detergent as claimed in any of claims 1 to 9, characterized in that it contains
proteolytic enzyme, more particularly in such a quantity that activity is in the range
from 100 PE/g to 7,500 PE/g, and/or cellulolytic enzyme, more particularly in such
a quantity that activity is in the range from 0.05 IU/g to 1.5 lU/g.
11. A detergent as claimed in any of claims 1 to 10, characterized in that it contains
peroxygen-based bleaching agents, more particularly hydrogen peroxide, alkali metal
perborate tetrahydrate, alkali metal perborate monohydrate and/or alkali metal percarbonate,
more particularly in quantities of 5% by weight to 70% by weight, and optionally bleach
activator, more particularly in quantities of 2% by weight to 10% by weight.
12. A detergent as claimed in any of claims 1 to 11, characterized in that it contains
a soil-removing agent based on copolyesters of dicarboxylic acids and glycols, more
particularly in quantities of 0.01% by weight to 5% by weight.
13. A detergent as claimed in any of claims 1 to 12, characterized in that it is particulate
and contains 20% by weight to 55% by weight of inorganic builder, up to 15% by weight
and more particularly 2% by weight to 12% by weight of water-soluble organic builder,
2.5% by weight to 20% by weight of synthetic anionic surfactant, 1 % by weight to
20% by weight of nonionic surfactant, up to 25% by weight and more particularly 1%
by weight to 15% by weight of bleaching agent, up to 8% by weight and more particularly
0.5% by weight to 6% by weight of bleach activator, up to 20% by weight and more particularly
0.1 % by weight to 15% by weight of inorganic salts, more particularly alkali metal
carbonate, sulfate and/or hydrogen carbonate, and/or up to 2% by weight and more particularly
0.4% by weight to 1.2% by weight of another, particulate enzyme, more particularly
protease, amylase and/or cellulase.
14. A powder-form detergent as claimed in any of claims 1 to 12, characterized in that
it contains 20% by weight to 55% by weight of inorganic builder, up to 15% by weight
and more particularly 2% by weight to 12% by weight of water-soluble organic builder,
4% by weight to 24% by weight of nonionic surfactant, up to 15% by weight and more
particularly 1 % by weight to 30% by weight of inorganic salts, more particularly
alkali metal carbonate and/or sulfate, and neither bleaching agent nor bleach activator.
15. A detergent as claimed in any of claims 1 to 12, characterized in that it is liquid
and contains 5% by weight to 35% by weight of water-soluble organic builder, up to
15% by weight and more particularly 0.1% by weight to 5% by weight of water-insoluble
inorganic builder, up to 15% by weight and more particularly 0.5% by weight to 10%
by weight of synthetic anionic surfactant, 1 % by weight to 25% by weight of nonionic
surfactant, up to 15% by weight and more particularly 4% by weight to 12% by weight
of soap, up to 30% by weight and more particularly 1% by weight to 25% by weight of
water and/or watermiscible solvent and/or up to 10% by weight and more particularly
0.01% by weight to 7.5% by weight of enzyme stabilizing system.
1. Agent de lavage pour les textiles ou détergent, renfermant outre les constituants
usuels, également une quantité possédant une action lypolytique d'une lipase issue
de Pseudomonas alcaligenes ou de Pseudomonas pseudoalcaligenes, modifiée par le génie
génétique, qui présente un poids moléculaire de 30 à 32 kD, un point isoélectrique
situé dans l'intervalle de 4,5 à 6 et une activité spécifique de 900 à 1000 DLU/mg,
caractérisé en ce qu'il contient un surfactif anionique synthétique du type sulfate
et/ou sulfonate, qui n'est pas un alkylbenzènesulfonate.
2. Agent selon la revendications 1, caractérisé en ce qu'il présente une activité lipolytique
dans la plage de 5000 à 25 000 DLU/100 g, en particulier de 6 500 à 17 500 DLU/100
g.
3. Agent selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il renferme une lipase modifiée
par le génie génétique, dans laquelle des acides aminés de l'enzyme du phénotype sauvage
ont été échangés de manière telle que l'on a obtenu une enzyme plus active et/ou plus
stable dans les conditions de lavage.
4. Agent selon la revendication 3, caractérisé en que des acides aminés sensibles à l'oxydation,
tels la méthionine, ont été échangés contre des acides aminés plus résistants à l'oxydation,
comme en particulier l'asparagine, l'acide asparagique, la leucine, l'alanine, la
phénylalanine, la valine ou la sérine.
5. Agent selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la lipase est une enzyme
dans laquelle la méthionine en position 21 du phénotype sauvage de Pseudomonas pseudoalcaligenes
a été échangée contre l'asparagine, l'acide asparagique, la leucine, l'alanine, la
phénylalanine, la valine ou la sérine, en particulier contre la leucine ou l'alanine.
6. Agent selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il renferme un tensioactif
non ionique, sélectionné parmi les alkylpolyglycosides gras, les alkylpolyalcoxylates
gras, en particulier les éthoxylates et/ou les propoxylates. les polyhydroxyamides
d'acides gras et/ou les produits d'éthoxylation et/ou de propoxylation d'alkylamines
grasses. de diols vicinaux, d'alkylesters et/ou d'amides d'acides gras ainsi que les
mélanges de ceux-ci, en particulier dans une proportion située dans l'intervalle de
2 à 25 % en poids.
7. Agent selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il renferme comme surfactif
anionique synthétique du type sulfate et/ou sulfonate, un alkylsulfate gras, un alkyléthersulfate
gras, un ester d'acide sulfonique gras et/ou des sels dimétalliques d'acides sulfoniques
gras, en particulier dans une proportion située dans l'intervalle de 2 à 25 % en poids.
8. Agent selon la revendication 7, caractérisé en ce que le surfactif anionique est sélectionné
parmi les alkyl- ou les alcénylsulfates et/ou les alkyl- ou les alcényléthersulfates,
dans lesquels le groupe alkyle ou alcényle possède 8 à 22, en particulier 12 à 18
atomes de C.
9. Agent selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il renferme des adjuvants
solubles et/ou insolubles dans l'eau, sélectionnés en particulier parmi l'aluminosilicate
de métal alcalin, le silicate de métal alcalin cristallin avec un module supérieure
à 1, le polycarboxylate monomère, le polycarboxylate polymère et les mélanges de ceux-ci,
en particulier en proportions comprises dans l'intervalle de 2,5 à 60 % en poids.
10. Agent selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il renferme une enzyme
protéolytique, en particulier dans une proportion telle que l'activité atteint 100
à 7500 UP/g, et/ou une enzyme cellulolytique, en particulier en quantité telle que l'activité
atteint 0,05 à 1,5 Ul/g.
11. Agent selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'il renferme des agents
de blanchiment à base de peroxygène, en particulier d'eau oxygénée, de perborate de
métal alcalin tétrahydraté, de perborate de métal alcalin monohydraté et/ou de percarbonate
de métal alcalin, en particulier en proportions situées dans la plage de 5 à 70 %
en poids, ainsi que le cas échéant, des activateurs de blanchiment, en particulier
en quantités comprises dans l'intervalle de 2 à 10 % en poids.
12. Agent selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'il renferme une substance
capable de décoller la salissure à base de copolyesters d'acides dicarboxyliques et
de glycols, qui peut être contenue, en particulier, en proportions de 0,01 à 5 % en
poids.
13. Agent selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il est sous forme
de particules et renferme 20 à 55 % en poids d'adjuvant inorganique, jusqu'à 15 %
en poids, en particulier 2 à 12 % en poids d'adjuvant organique soluble dans l'eau,
2,5 à 20 % en poids de surfactif anionique synthétique, 1 à 20 % en poids de tensioactif
non ionique, jusqu'à 25 % en poids, en particulier 1 à 15 % en poids d'agent de blanchiment,
jusqu'à 8 % en poids, en particulier 0,5 à 6 % en poids d'activateur de blanchiment,
jusqu'à 20 % en poids, en particulier 0,1 à 15 % en poids de sels inorganiques, en
particulier du carbonate et/ou du sulfate de métal alcalin, ainsi que jusqu'à 2 %
en poids, en particulier 0,4 à 1,2 % en poids d'une autre enzyme formulée sous forme
de particules, en particulier la protéase, l'amylase et/ou la cellulase.
14. Agent pulvérulent selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il renferme
20 à 55 % en poids d'adjuvant inorganique, jusqu'à 15 % en poids, en particulier 2
à 12 % en poids d'adjuvant organique soluble dans l'eau, 4 à 24 % en poids de tensioactif
non ionique, jusqu'à 15 % en poids, en particulier 1 à 10 % en poids de surfactif
anionique synthétique, jusqu'à 65 % en poids, en particulier 1 à 30 % en poids de
sels inorganiques, en particulier du carbonate et/ou du sulfate de métal alcalin,
et ni agent de blanchiment ni activateur de blanchiment.
15. Agent selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il est liquide et
renferme 5 à 35 % en poids d'adjuvant organique soluble dans l'eau, jusqu'à 15 % en
poids, en particulier 0,1 à 5 % en poids d'adjuvant inorganique insoluble dans l'eau,
jusqu'à 15 % en poids, en particulier 0,5 à 10 % en poids de surfactif anionique synthétique,
1 à 25 % en poids de tensioactif non ionique, jusqu'à 15 % en poids, en particulier
4 à 12 % en poids de savon, jusqu'à 30 % en poids, en particulier 1 à 25 % en poids
d'eau et/ou de solvant miscible avec l'eau, ainsi que jusqu'à 10 % en poids, en particulier
0,01 à 7,5 % en poids de système stabilisateur d'enzyme.