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EP 0 754 548 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
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Anmeldetag: 15.06.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 13/20 |
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Lageranordnung für einen Druckmaschinenzylinder
Bearing for a cylinder of a printing machine
Palier de cylindre pour une machine à imprimer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
19.07.1995 DE 19526305
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.01.1997 Patentblatt 1997/04 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Gebhardt, Rainer
63165 Mühlheim/Main (DE)
- Kerber, Helmut
63322 Rödermark (DE)
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Vertreter: Stahl, Dietmar |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Abteilung FTB/S,
Postfach 101264 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 706 880 US-A- 3 786 749
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CH-A- 470 967 US-A- 4 251 121
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung für einen Druckmaschinenzylinder, insbesondere
für eine Offsetdruckmaschine mit beidseitig in einem An- und Abstellexzenter gelagerten
Zylinderzapfen.
[0002] Aus der DE 2 636 555 C2 ist eine spielfreie Zylinderlagerung für Druckmaschinen bekannt,
die Belastungseinrichtungen zur Erzeugung einer auf die Zapfenlagerung wirkenden Biegebrücke
aufweist. Die Belastungseinrichtungen sind in parallel zur Zylinderachse verlaufenden
Längsbohrungen der Maschinenwand beiderseits in einem Winkel zur resultierenden Lagerkraft
zusammenlaufend angeordnet und werden somit durch einen Metallkörper als Biegebrücke
gebildet. Diese Biegebrücke wirkt dabei linienförmig auf die Lagerbüchse, was bekannter
Weise zu sogenannten "Lagerfressern" führt. Um eine mögliche Bruchgefahr (Materialermüdung
durch Deformation/Lastwechsel) an der Biegebrücke (Maschinenwand) zu verhindern ist
in einer weiteren Ausbildung ein von der Maschinenwand getrennter Schlitz am Ende
der Längsbohrung der Belastungseinrichtung angeordnet. Auch bei dieser Ausbildung
wird die Biegebrücke durch die Linienlast der Lagerkörper partiell deformiert.
[0003] Gemäß der US A 3,786,749 ist eine Lageranordnung für einen Druckmaschinenzylinder
mit einem inneren und einem äußeren Exzenter bekannt. Im äußeren Exzenter ist ein
Druckelement angeordnet, welches mit dem Exzenter schwenkbar beweglich ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es eine spürbar spielreduzierte Lageranordnung für einen
Druckmaschinenzylinder zu schaffen, die ohne dieGleit- oder Wälzlagerung zu deformieren
die erforderliche Bruchsicherheit gewährleistet. Gelöst wird das durch die Ausbildungsmerkmale
der Patentansprüche 1 und 5.
Die Lageranordnung besitzt mindestens ein im Bereich der Lagerbohrung angeordnetes
Druckelement, vorzugsweise ein elastisches Druckelement, welches von einer in das
Maschinengestell integrierten Position ausgehend in einem definierten Kreissektor
auf das Lager wirkt. Die Lageranordnung kann dabei ein Gleitlager oder ein Wälzlager
in einer Exzenterlagerung aufnehmen. Durch eine flächenförmig aufgebrachte Kraft wird
die Bruchsicherheit in der Druckmaschinenzylinderlagerung erhöht. Die aufgebrachte
Flächenlast wirkt ohne gefährdende Deformation auf das Gleitlager oder Wälzlager,
da flächenförmig das Lagerspiel beeinflußbar ist. Während des Druckbetriebes ist durch
den Flächendruck des beaufschlagten Druckelementes die Lageranordnung lagefixiert,
bei Druck an- bzw. Druck ab-Stellung ist das Druckelement drucklos. Die Beaufschlagung
des Druckelementes kann dabei pneumatisch oder mit einem Fluid,z.B. hydraulisch, erfolgen.
In einer weiteren Ausbildung kann die Beaufschlagung auch durch einen Piezowerkstoff
erfolgen. Vorzugsweise ist das Druckelement zumindest in dem einen Flächendruck auf
die Lagerung aufbringenden Bereich elastisch. Die Lageranordnung ist nicht auf ein
Druckelement beschränkt. Vielmehr können auch mehrere Druckelemente die Lageranordnung
in je einem Kreissektor umschließen.
[0005] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Druckzylinderanordnung (schematisch),
- Fig. 2
- eine Lageranordnung mit Druckelement.
- Fig. 3
- ein Druckelement in Einbaulage (Schnitt A-A)
[0006] In einer Druckmaschine ist in einem Druckwerk ein Plattenzylinder 2 mit einem Gummituchzylinder
1 benachbart und der Gummituchzylinder 1 ist mit einem Druckzylinder 3 benachbart
angeordnet. Die Zylinder 1, 2, 3 weisen Zylinderzapfen auf, die gestellseitig in einem
Lager 1' für den Gummituchzylinder 1, einem Lager 2' für den Plattenzylinder 2 und
einem Lager 3' für den Druckzylinder 3 aufgenommen sind. Im Ausführungsbeispiel wird
für den Druckzylinder 3 die mit Detail X gekennzeichnete Lagerung 1' für den Gummituchzylinder
1 als Lageranordnung betrachtet. In einem Maschinengestell 4 ist in einer Bohrung
7 die Lagerung 1' eingesetzt. Die Lagerung 1' stellt eine exzentrische Lageranordnung
dar, die eine Lagerbüchse aufnimmt. Da die Lagerung 1' aus Funktionsgründen schwenkbar
sein muß, ist zwischen der Bohrung 7 und der Lagerung 1' ein Ringspalt (nicht gezeigt)
angeordnet. Ein Druckelement 5 ist in einem Kreissektor annähernd konzentrisch zur
Lagerung 1' angeordnet. Das Druckelement 5 ist dazu in einer Aussparung im Maschinengestell
4 aufgenommen und wirkt flächenförmig auf die Lagerung 1'. Im vorliegenden Beispiel
besitzt das Druckelement 5 eine Druckzuführung/Druckabführung 6. In einer Weiterbildung
kann am Ringspalt ein Sensor angeordnet sein, der über eine Maschinensteuerung zur
Messung von Lagerspiel, Betriebstemperatur, Relativbewegung des Außenlagers das Druckelement
5 aktiviert bzw. stillsetzt. Im Ausführungsbeispiel ist das Druckelement 5 ein mondsichelförmiger
Hohlkörper, der über die Druckzuführung/Druckabführung 6 mit einer Druckmittelquelle,
z.B. einer Pneumatikeinrichtung oder einer Hydraulikeinrichtung, gekoppelt ist. Der
Hohlkörper ist aus einem elastischen Kunststoff. Alternativ kann das Druckelement
5 auch aus einem piezoelektrischen, vorzugsweise piezokeramischen, Werkstoff bestehen.
Das Druckelement 5 wird dabei unter Ausnutzung des inversen piezokeramischen Effektes
aktiviert . Das Druckelement 5 ist in dieser Ausbildung schaltungstechnisch mit einer
einstellbaren Spannungsquelle verbunden.Unter Einwirkung eines elektrischen Feldes
erfolgt eine Dimenssionsänderung des piezoelektrischen Werkstoffes des Druckelementes
5. Durch Anlegen z.B. einer Gleichspannung vergrößert sich das piezoelektrische Material,
so daß das Druckelement 5 das Lager spielfrei fixiert. Liegt kein elektrisches Feld
an, so ist die Lagerung schwenkbar.
[0007] Die Wirkungsweise ist wie folgt:
In der Bohrung 7 ist die Lagerung 1' und in dieser ein Zylinderzapfen eingesetzt.
Der Ringspalt zwischen Bohrung 7 und Lagerung 1' erstreckt sich auch auf das Druckelement
5. Für die Anstellbewegung "Druck an" bzw. Abstellbewegung "Druck ab" des Gummituchzylinders
1 ist die Lagerung 1' in dem Ringspalt schwenkbar. Für den Druckbetrieb wird das Druckelement
5 über die Maschinensteuerung aktiviert. Durch das Druckelement wird am Lager 1' in
einem Kreissektor von max. 180° ein Flächendruck aufgebracht, der das Lager 1' reibschlüssig
bei Druckbetrieb fixiert. Die Anordnung des Druckelementes 5 zum Lager 1' ist dabei
so vorzunehmen, daß die resultierende Kraft im Druckbetrieb eine möglichst geringe
(in einem definierten Winkelbereich) Richtungsänderung erfährt. Damit wird auch im
Falle wechselnder äußerer Lasten die exakte Fixierung des Lagers 1' in der Bohrung
7 gewährleistet.
Bezugszeichenliste
[0008]
- 1
- Gummituchzylinder
- 1'
- Lager
- 2
- Plattenzylinder
- 2'
- Lager
- 3
- Druckzylinder
- 3'
- Lager
- 4
- Maschinengestell
- 5
- Druckelement
- 6
- Druckzuführung/Druckabführung
- 7
- Bohrung
- X
- Detail
1. Lageranordnung für einen Druckmaschinenzylinder, insbesondere für eine Offsetdruckmaschine
mit beidseitig in einem An- und Abstellexzenter gelagerten Zylinderzapfen und einem
Druckelement mit Mitteln für eine Druckzuführung und Druckabführung,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem eine integrierte Lagerbohrung (7) aufweisenden Maschinengestell (4) mindestens
ein Druckelement (5) mit einer Druckzuführung/Druckabführung ortsfest in einem Kreissektor
konzentrisch einem Lager (1',2',3') benachbart angeordnet ist, wobei bei Druckbeaufschlagung
des Druckelementes (5) das Lager (1',2',3') fixierbar und bei Druckentlastung des
Druckelementes (5) das Lager (1',2',3') für eine Schwenkbewegung frei ist.
2. Lageranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckelement (5) ein elastischer Hohlkörper ist, der mit einer Druckmittelquelle
gekoppelt ist.
3. Lageranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckelement (5) pneumatisch betätigbar ist.
4. Lageranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckelement (5) mit einem Fluid betätigbar ist.
5. Lageranordnung für einen Druckmaschinenzylinder, insbesondere für eine Offsetdruckmaschine
mit beidseitig in einem An- und Abstellexzenter gelagerten Zylinderzapfen,
dadurch gekennzeichnet,
daß in ein Maschinengestell (4) mit einer Lagerbohrung (7) integriert mindestens ein
piezoelektrisches Druckelement (5) schaltungstechnisch mit einer einstellbaren Spannungsquelle
verbunden ist und in einem Kreissektor konzentrisch einem Lager (1', 2', 3') benachbart
angeordnet ist, welches unter Einwirkung eines elektrischen Feldes das Lager (1',
2', 3') fixiert und bei Wegfall des elektrischen Feldes das Lager (1', 2', 3') für
eine Schwenkbewegung frei gibt.
1. Bearing arrangement for a printing press cylinder, particularly for an offset printing
press, with cylinder trunnions mounted on both sides in eccentrics which can be thrown
on and off and a pressure element with means for pressure feed and pressure relief,
characterised in that in a press frame (4) having an integral bearing bore (7), at
least one pressure element (5) is arranged in fixed position with a pressure feed/pressure
relief in a circular sector concentrically to a bearing (1',2',3'), wherein on subjecting
the pressure element (5) to pressure, the bearing (1',2',3') can be fixed and on relieving
the pressure on the pressure element (5), the bearing (1',2',3') is free for a swivel
movement.
2. Bearing arrangement according to Claim 1,
characterised in that the pressure element (5) is an elastic hollow body which is
linked with a source of pressure medium.
3. Bearing arrangement according to Claim 2,
characterised in that the pressure element (5) is pneumatically actuatable.
4. Bearing arrangement according to Claim 2,
characterised in that pressure element (5) can be actuated with a fluid.
5. Bearing arrangement for a printing press cylinder, particularly for an offset printing
press with cylinder trunnions mounted on both sides in eccentrics which can be thrown
on and off, characterised in that in a press frame (4) integrated with a bearing bore
(7) at least one piezoelectric pressing element (5) is connected in circuit with an
adjustable source of voltage and arranged in a circular sector concentrically adjacent
to a bearing (1',2',3'), which under the action of an electrical field, fixes the
bearing (1',2',3') and in the absence of the electric field, frees the bearing (1',2',3')
for a swivel movement.
1. Dispositif à palier pour un cylindre de machine d'impression, en particulier pour
une machine d'impression offset comportant des tourillons de cylindre montés des deux
côtés dans un excentrique de mise au contact et d'écartement et un élément de pression
comprenant des moyens pour une amenée et une évacuation de pression,
caractérisé en ce que, dans un bâti de machine (4) comportant un perçage de palier
(7) intégré, au moins un élément de pression (5) comprenant une amenée/évacuation
de pression est agencé de façon fixe, de façon concentrique dans un secteur de cercle
et de façon adjacent d'un palier (1', 2',3'), le palier (1',2',3') pouvant être fixé
lors de l'alimentation en pression de l'élément de pression (5) et lors de la détente
de pression de l'élément de pression (5) le palier (1',2',3') étant libre pour un
mouvement de pivotement.
2. Dispositif à palier selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'élément de pression (5) est un corps creux élastique, qui
est couplé à une source de fluide sous pression.
3. Dispositif à palier selon la revendication 2,
caractérisé en ce que l'élément de pression (5) est actionnable pneumatiquement.
4. Dispositif à palier selon la revendication 2,
caractérisé en ce que l'élément de pression (5) est actionnable par un fluide. 5.
Dispositif à palier pour un cylindre de machine d'impression, en particulier pour
une machine d'impression offset comportant des tourillons de cylindre montés des deux
côtés dans un excentrique de mise en contact et d'écartement,
caractérisé en ce que, de façon intégrée, dans un bâti de machine (4) comportant un
perçage de palier (7), au moins un élément de pression (5) piézo-électrique est relié
de façon à pouvoir être commandé, à une source de tension réglable et est agencé de
façon concentrique, dans un secteur de cercle et, de façon adjacent d'un palier (1',
2',3'), élément de pression qui fixe le palier (1',2',3') sous l'action d'un champ
électrique et qui, lors de la suppression du champ électrique, libère le palier (1
,2' ,3') pour un mouvement de pivotement.