[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abgasreinigung bei Kraftfahrzeugen, mit
einem Adsorber, Klappen zur wahlweisen Beaufschlagung des Adsorbers mit dem Abgasstrom
während des Adsorptionsvorgangs und während des Spülvorgangs, einem stromab des Adsorbers
gelegenen Hauptkatalysator, einem stromab des Adsorbers angeordneten Sensor zur Ermittlung
der Gaszusammensetzung, einem stromauf des Absorbers angeordneten zusätzlichen Sensor
zur Ermittlung der Gaszusammensetzung, und einem Steuergerät, von dem in Abhängigkeit
von den Signalen der Sensoren die Klappen ansteuerbar sind, derart, daß der Abgasstrom
auf den Adsorber aufschaltbar bzw. von ihm abschaltbar ist.
[0002] Einen Ansatzpunkt für eine weitere Reduzierung der Schadstoffemissionen von mit einem
Katalysator versehenen Kraftfahrzeugen bietet die Warmlaufphase des katalytischen
Systems, weil ausgehend vom kalten Zustand des Kraftfahrzeugs und damit des katalytischen
Systems von dem Kraftfahrzeug ungereinigtes Rohabgas emittiert wird. Dadurch, daß
das katalytische System erst ab einer gewissen Anspringtemperatur, auch Light-off-Temperatur
genannt, eine wirksame Abgasreinigung durchführen kann, ist das katalytische System
insbesondere bei Kaltstart des Fahrzeugmotors, d.h. der das Kraftfahrzeug antreibenden
Brennkraftmaschine weitgehend unwirksam.
[0003] Um hier Abhilfe zu schaffen, war es aus dem Stand der Technik beispielsweise bekannt,
den Katalysator von außen vorzuheizen, damit dieser möglichst schnell seine Anspringtemperatur
erreicht. Unter der Anspringtemperatur versteht man diejenige Temperatur des Katalysators,
bei welcher dieser eine nicht unwesentliche Konvertierungsrate verwirklicht, die beispielsweise
bei wenigstens 30 bis 50 % liegt.
[0004] Als ein anderer Ansatz war es aus dem Stand der Technik bekannt, Adsorber einzusetzen,
welche in der Lage sind, Abgaskomponenten bei niedrigen Temperaturen zu speichern
(zu adsorbieren) und bei höheren Temperaturen wieder abzugeben (zu desorbieren). Dabei
ist die Adsorptionsfähigkeit umso größer, je niedriger die Gas- und Adsorbertemperatur
ist. Das bedeutet, daß in der Start- und Warmlaufphase, wenn das katalytische System
noch unwirksam ist, von dem dem katalytischen System vorgeschalteten Adsorber bestimmte
Abgaskomponenten adsorbiert und erst dann wieder abgegeben werden, wenn das katalytische
System seine Betriebstemperatur erreicht hat. Auf diese Weise kann der Adsorber eine
ideale Ergänzung des katalytischen Systems darstellen.
[0005] Jedoch sinkt die Adsorptionsfähigkeit des Adsorbers zunächst mit steigender Temperatur
des Adsorbers bzw. mit steigender Abgastemperatur und dann beginnt sogar die Desorption
des Adsorbers, bevor das nachfolgende katalytische System seine Anspringtemperatur
erreicht hat. Die nicht adsorbierten oder sogar desorbierten Abgaskomponenten durchströmen
dann ohne Nachreaktion das katalytische System. Da der Adsorber nur bei vergleichsweise
niedrigen Temperaturen wirksam ist, der Katalysator aber nur bei vergleichsweise hohen
Temperaturen, ergibt sich somit systembedingt eine Zwischenzeitspanne, in welcher
weder der Adsorber, noch der Katalysator ausreichend wirksam sind, oder im noch schlechteren
Fall der Adsorber sogar selbst desorbiert, während der Katalysator noch nicht wirksam
ist.
[0006] Eine Vorrichtung gemäß dem einleitenden Teil des Patentanspruchs 1 ist aus JP 07042542
A bekannt. Die Sensoren können als Wasserstoffkonzentrations- oder Sauerstoffkonzentrations-Sensoren
ausgeführt sein, wobei der Adsorptionsvorgang beendet wird, wenn die Differenz der
Meßwerte der beiden Sensoren einen vorbestimmten Wert überschreitet. Nach dem Erreichen
der Anspringtemperatur des Hauptkatalysators wird der Abgasstrom aufgrund eines Temperatursignals
erneut durch den Adsorber geleitet, um diesen zu spülen und für den nächstfolgenden
Kaltstart des Motors wieder aufzubereiten.
[0007] Durch die Erfindung wird die Aufgabegelöst, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten
Art zur Abgasreinigung bei Kraftfahrzeugen zu schaffen, wobei ein optimales Zusammenwirken
zwischen dem Adsorber und dem katalytischen System derart stattfindet, daß in sämtlichen
Betriebsphasen des Kraftfahrzeugs eine Abgasreinigung stattfindet.
[0008] Gemäß der Erfindung sind die Sensoren als Lambda-Sonden ausgebildet, die einen zumindest
hinsichtlich der Umwandlung von HC und O
2 wirksamen katalytischen Überzug aufweisen, wobei der von den Sensoren jeweils erfaßte
Abgasstrom zunächst über den Überzug und nachfolgend zur Lambda-Sonde geleitet ist,
wobei während des Adsorptionsvorgangs von dem Steuergerät der Abgasstrom nicht weiter
durch den Adsorber geführt wird, wenn die vom stromabwärtigen Sensor stromab des Adsorbers
ermittelte Gaszusammensetzung HC-Anteile aufweist, und während des Spülvorgangs von
dem Steuergerät der Abgasstrom vom Adsorber abgeschaltet wird, wenn die vom stromabwärtigen
Sensor ermittelte Gaszusammensetzung stromab des Adsorbers gleich der von dem zusätzlichen
Sensor ermittelten Gaszusammensetzung stromauf des Adsorbers (3) ist.
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung kann stromauf des Hauptkatalysators, vorzugsweise
auch stromauf des Adsorbers, ein Startkatalysator vorgesehen sein.
[0010] Durch Anordnung des Adsorbers in einem Bypaß und eine Steuerung mittels der Abgasklappen,
sowie mittels eines nahe an dem Motorausgang angeordneten und damit relativ schnell
aufheizenden Startkatalysators wird ermöglicht, daß das katalytische System mit dem
Adsorber so zusammenwirkt, daß der Startkatalysator seine Anspringtemperatur bereits
erreicht, während der Adsorber noch eine hohe Wirksamkeit aufweist, aber umgekehrt
kein Spülvorgang stattfindet, bevor nicht auch der weiter hinten im Abgasstrom befindliche
Hauptkatalysator seine Anspringtemperatur erreicht hat. Es kann vorgesehen sein, daß
der Abgasstrom zum Spülen bzw. Entladen des Adsorbers nach Erreichen der Anspringtemperatur
des Hauptkatalysators in Folge zuerst den Startkatalysator, dann den Adsorber und
dann den Hauptkatalysator durchströmt. Analog dazu kann nach Erreichen der Anspringtemperatur
des Hauptkatalysators der Abgasstrom zum Spülen bzw. Entladen des Adsorbers in Folge
zuerst den Startkatalysator durchströmen, dann in zwei Teilströme geteilt werden,
wovon einer der beiden Teilströme durch den Adsorber strömt und sich beide Teilströme
hinter dem Adsorber wieder vereinigen, um dann gemeinsam durch den Hauptkatalysator
zu strömen.
[0011] Dies bietet den Vorteil, daß der Startkatalysator so nahe wie möglich an den Motorausgang
gelegt werden kann, sich dadurch schnell aufheizt und dabei den Abgasstrom abkühlt,
welcher nachfolgend durch den im Bypaß angeordneten Adsorber strömt. Dadurch wird
einerseits der Startkatalysator schnell aufgeheizt und damit schnell wirksam, während
andererseits der Adsorber so lange wie möglich kühl gehalten wird und damit ebenfalls
relativ lange seine Wirksamkeit beibehält.
[0012] Nach hinreichender Spülung des Adsorbers wird der Abgasstrom, ggf. aus dem Startkatalysator,
wieder direkt in den Hauptkatalysator geleitet, wodurch der Adsorber nach dem Spülen
bzw. nach der Desorption, vor Verunreinigungen sowie thermischer Belastung durch den
Abgasstrom bewahrt wird. Auch lassen sich so die Strömungsverhältnisse für den eingeschwungenen
Zustand oder Dauerbetrieb optimal einstellen. Nach hinreichender Spülung des Adsorberskann
dann der Abgasstrom für den Dauerbetrieb direkt aus dem Motor durch den Hauptkatalysator
geleitet werden. Hierzu kann der Startkatalysator mit einem zuschaltbaren Bypaß versehen
sein, wobei ferner eine Abgasklappe zur Beaufschlagung des Startkatalysators oder
des Bypasses mit dem Abgasstrom vorgesehen ist. Dies bringt den Vorteil mit sich,
daß der Startkatalysator einerseits nur für relativ kurzzeitigen Betrieb ausgelegt
werden muß, und andererseits an dem Startkatalysator solche Strömungsverhältnisse
eingestellt werden können, daß sich dieser besonders schnell aufheizt, ohne dadurch
den Dauerbetrieb negativ zu beeinträchtigen.
[0013] Dies kann beispielsweise dadurch verwirklicht werden, daß die vor dem Startkatalysator
abzweigende Bypaßleitung eingangsseitig mit dem Eingang bzw. ausgangsseitig mit dem
Ausgang des Adsorbers verbunden ist, wobei der ausgangsseitige Teil der Bypaßleitung
in denjenigen Rohrleitungsteil einmündet, welcher den Ausgang des Startkatalysators
mit dem Eingang des Hauptkatalysators verbindet, und zusätzlich hinter dem Startkatalysator
von demjenigen Rohrleitungsteil, welcher den Ausgang des Startkatalysators mit dem
Eingang des Hauptkatalysators verbindet, eine Verbindungsleitung abzweigt, welche
mit der Bypaßleitung eingangsseitig bezogen auf den Adsorber verbunden ist.
[0014] Auch ist es möglich, daß die Bypaßleitung vor dem Startkatalysator von demjenigen
Rohrleitungsteil abzweigt, welcher den Ausgang des Motors mit dem Eingang des Startkatalysators
verbindet, wobei die Bypaßleitung eingangsseitig mit dem Eingang bzw. ausgangsseitig
mit dem Ausgang des Adsorbers verbunden ist, wobei der ausgangsseitige Teil der Bypaßleitung
wieder in denjenigen Rohrleitungsteil einmündet, welcher den Ausgang des Motors mit
dem Eingang des Startkatalysators verbindet.
[0015] Dabei kann vorteilhaft in demjenigen Rohrleitungsteil, welcher dem Motor mit dem
Eingang des Startkatalysators verbindet, hinter der Abzweigungsstelle für die Bypaßleitung
eine zu öffnende und zu schließende Abgasklappe vorgesehen sein. Dabei können sogar
der Startkatalysator und der Hauptkatalysator zu einem einzigen Bauteil zusammengefaßt
werden, sodaß diese zusammen einen einzigen Katalysator ausbilden, was konstruktiv
vorteilhaft zu verwirklichen ist. Etwas nachteilig kann es sich dabei allenfalls auswirken,
daß der Adsorber näher an dem Motor angeordnet ist als der Startkatalysator und damit
früher aufgeheizt wird, während der Startkatalysator langsamer aufgeheizt wird.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand
von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Figuren 1 bis 4 vier Untervarianten eines ersten Ausführungsbeispiels in schematischer
Darstellung;
Figur 5 ein zweites Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung;
Figur 6 ein drittes Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung;
Figur 7 ein viertes Asuführungsbeispiel in schematischer Darstellung;
Figur 8 ein Diagramm, welches die Adsorberspeichervolumenrate in Abhängigkeit von
der Temperatur bzw. Zeit zeigt;
Figur 9 ein Diagramm, welches die Startkatalysator-Umwandlungsrate in Abhängigkeit
von der Temperatur bzw. Zeit zeigt; und
Figur 10 ein Diagramm, welches die adsorbierte bzw.
konvertierte Abgasvolumenrate über der Temperatur bzw. Zeit zeigt.
[0017] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, sind ein Motor 1, ein Startkatalysator 2, ein Adsorber
3 und ein Hauptkatalysator 4 mittels eines Rohrleitungssystems miteinander verbunden.
Dabei erstreckt sich ein erster Rohrleitungsteil 5 zwischen dem Ausgang des Motors
1 und dem Eingang des Startkatalysators 2, ein zweiter Rohrleitungsteil 6 erstreckt
sich zwischen dem Ausgang des Startkatalysators 2 und dem Eingang des Hauptkatalysators
4, und ein dritter Rohrleitungsteil 7 führt von dem Hauptkatalysator 4 weg, beispielsweise
zu einem Auspuff hin. Der Adsorber 3 ist in einer Bypaßleitung 8 angeordnet, welche
von dem vorgenannten Rohrleitungsteil 6 eingangsseitig bezogen auf den Adsorber 3
ausmündet, und ausgangsseitig bezogen auf den Adsorber 3 wieder in den Rohrleitungsteil
6 einmündet. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind in der Bypaßleitung vor
und hinter dem Adsorber 3 jeweils eine zu öffnende und zu schließende Abgasklappe
9 bzw. 10 vorgesehen, und in dem Rohrleitungsteil 6, welcher sich zwischen dem Startkatalysator
2 und dem Hauptkatalysator 4 erstreckt, ist an derjenigen Stelle, welche sich zwischen
der Ausmündungsstelle der Bypaßleitung 8 und der Einmündungsstelle der Bypaßleitung
8 befindet, eine weitere zu öffnende und zu schließende Abgasklappe 11 angeordnet.
[0018] Unmittelbar stromauf des Hauptkatalysators 4 ist ein Sensor 18 angeordnet, der die
Gaszusammensetzung des Abgasstromes zumindest hinsichtlich des Abgasbestandteils HC
erfaßt. Je nach Stellung der Abgasklappen 9, 10 und 11 ist der Sensor 18 mit dem durch
den Adsorber 3 geführten Abgasstrom, dem aus dem Startkatalysator 2 austretenden Abgasstrom
oder einer Mischung hieraus beaufschlagt.
[0019] Hinter dem Motor 1 ist zudem eine Lambda-Sonde 19 vorhanden, die für eine Lambda-Regelung
für die Gemischaufbereitung des Motors 1 vorgesehen ist. Die Lambda-Sonde 19 ist üblicherweise
stromab des Startkatalysators 2 angeordnet; sie kann jedoch auch stromauf des Startkatalysators
2 angeordnet sein, wenn es die thermischen Verhältnisse zulassen.
[0020] Zur Steuerung der Abgasklappen 9, 10 und 11 ist ein Steuergerät 20 vorgesehen, das
die Signale des Sensors 18 sowie der Lambda-Sonde 19 erhält und hieraus bestimmt,
welche der Abgasklappen 9, 10 oder 11 zu öffnen bzw. zu schließen ist.
[0021] Die in den Figuren 2 bis 4 dargestellten'Ausführungsformen stellen Untervarianten
der Ausführungsform nach Figur 1 dar. So sind gemäß der Ausführungsform nach Figur
2 nur die Abgasklappen 10 und 11 vorgesehen, gemäß Figur 3 nur die Abgasklappen 9
und 11 vorgesehen, und als Minimallösung ist gemäß der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform
nur die Abgasklappe 11 vorgesehen.
[0022] Eine weitere Ausführungsform zeigt Figur 5, wobei gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen
wie in Figur 1 bezeichnet sind, die Lambdasonde 19 in Fig. 5 aber nicht eingezeichnet
ist.. Bei der Ausführungsform nach Figur 5 zweigt die Bypaßleitung 8 jedoch nicht
wie gemäß Figur 1 von dem sich zwischen dem Startkatalysator 2 und dem Hauptkatalysator
4 erstreckenden Rohrleitungsteil 6 ab, sondern mündet bereits aus dem sich zwischen
dem Ausgang des Motors und dem Eingang des Startkatalysators 2 erstreckenden Rohrleitungsteil
5 aus und vor dem Startkatalysator 2 wieder in diesen ein. Daher ist auch nicht wie
nach Figur 1 eine zu öffnende und zu schließende Abgasklappe in dem Rohrleitungsteil
6, sondern in dem Rohrleitungsteil 5 zwischen der Ausmündungs- und Einmündungsstelle
der Bypaßleitung 8 bezogen auf den Rohrleitungsteil 5 angeordnet. Diese Abgasklappe
ist in der Zeichnung mit dem Bezugszeichen 12 bezeichnet. Analog zu den Ausführungsbeispielen
nach den Figuren 2 bis 4 können auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5 die
Abgasklappen 9 und 10 wahlweise entfallen oder vorgesehen sein.
[0023] Eine weitere Ausführungsform zeigt Figur 6, wobei ebenso wie bei den Figuren 1 und
5 gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, die Lambdasonde 19
jedoch nicht eingezeichnet ist. Bezogen auf die Ausführungsformen nach Figur 5 ist
in der Ausführungsform nach Figur 6 zusätzlich eine Verbindungsleitung 13 vorgesehen,
welche den Rohrleitungsteil 5 ausgangsseitig bezogen auf den Adsorber mit der Bypaßleitung
8 verbindet, und es sind 2 weitere Abgasklappen 14 und 15 vorgesehen, wovon die eine
Abgasklappe 14 unmittelbar vor dem Startkatalysator hinter der Abzweigungstelle der
Abzweigungsleitung 13 in dem Rohrleitungsteil 5 angeordnet ist, und die andere Abgasklappe
15 in der Bypaßleitung 8 ausgangsseitig bezogen auf den Adsorber 3 hinter der Einmündungsstelle
der Abzweigungsleitung 13 in der Bypaßleitung 8 angeordnet ist. Die Bypaßleitung 8
mündet insgesamt aus dem Rohrleitungsteil 5 aus und in den Rohrleitungsteil 6 ein.
[0024] Eine letzte Ausführungsform ist in Figur 7 dargestellt, wobei gleiche Elemente ebenso
wie in den Figuren 1, 5 und 6 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, die Lambdasonde
19 jedoch nicht eingezeichnet ist. Verglichen mit den Ausführungsbeispiel nach Figur
6 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 7 der Adsorber jedoch in der Bypaßleitung
zwischen einer Verbindungsleitung 16, welcher aus den Rohrleitungsteil 6 hinter dem
Startkatalysator 2 ausmündet und eingangseitig bezogen auf den Adsorber 3 in die Bypaßleitung
8 einmündet, und dem ausgangsseitig des Adsorbers wieder in den Rohrleitungsteil 6
einmündenden Teil der Bypaßleitung 8 angeordnet. Zusätzlich ist eine Abgasklappe 17
in der Bypaßleitung 8 vor derjenigen Stelle angeordnet, an welcher die Verbindungsleitung
16 in die Bypaßleitung 8 einmündet.
[0025] In den Ausführungsformen nach den Figuren 6 und 7 kann anstelle des im Vergleich
mit Fig. 5 zusätzlichen Zweiges der Bypaßleitung 8 und der hinzugefügten Abgasklappen
14, 15, 17 auch eine besondere Ausbildung des Startkatalysators 2 verwendet werden,
wie sie beispielsweise aus der DE-A-39 30 380 (= JP-A-3100313) bekannt ist. Dieser
Startkatalysator 2 weist einen zentralen, mit einer Abgasklappe versehenen Kanal auf,
der von einem Bypaß-Ringspalt umgeben ist. Bei geschlossener Abgasklappe strömt der
Abgasstrom durch den Ringspalt, wohingegen bei geöffneter Abgasklappe nahezu ausschließlich
der zentrale Kanal durchströmt wird, da dessen Strömungswiderstand deutlich kleiner
als der des Ringspaltes ist.
[0026] Die Adsorptionscharakteristik des Adsorbers bzw. die Konvertierungscharakteristik
des Startkatalysators zeigen die Diagramme gemäß den Figuren 8 bis 10. Wie Figur 8
zeigt, weist der Adsorber bei Betriebsbeginn eine hohe Speicherrate auf, d.h. er kann
pro Zeiteinheit ein großes Schadstoffvolumen speichern. Mit fortschreitender Zeitdauer
füllt sich der Adsorber und nimmt überdies eine höhere Temperatur an, wodurch sich
das pro Zeiteinheit speicherbare Volumen verringert.
[0027] Im Gegensatz dazu ist die Startkatalysator-Umwandlungsrate zu Betriebsbeginn gering
und steigt erst nach einer gewissen Totzeit bzw. ab einer gewissen Temperatur relativ
steil an.
[0028] Die Auslegung des Startkatalysators und des Adsorbers ist so gewählt, daß der Schnittpunkt
beider Kurven so liegt, daß er möglichst hoch zwischen 0 und 100 % liegt, was bedeutet,
daß dann gewährleistet ist, daß der Adsorber immer noch eine hohe Adsorberspeichervolumenrate
gewährleistet, während die von dem Startkatalysator konvertierte Abgasvolumenrate
auch bereits relativ hoch ist.
[0029] Die Funktionsweise der Ausführungsformen nach den Figuren 1 bis 7 ist wie folgt:
[0030] Nach dem Anlassen des Motors ist zunächst die Abgasklappe 11 bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 geschlossen, wodurch der Abgasstrom von dem Motor über den Rohrleitungsteil
5 durch den Startkatalysator 2 in die Bypaßleitung 8 durch den Adsorber 3 und wieder
zurück in den Rohrleitungsteil 6 und schließlich durch den Hauptkatalysator 4 sowie
mittels des Rohrleitungsteils 7 in den Auspuff strömt. Dabei sind die Abgasklappen
9 und 10 offen. Nachdem der Startkatalysator seine Anspringtemperatur erreicht hat,
bzw. nachdem der Adsorber 3 nur noch eine zu vernachlässigende Wirkung aufgrund der
Erwärmung bzw. aufgrund des voll ausgenutzten Speichervolumens hat, werden die Abgasklappen
9 und 10 geschlossen und die Abgasklappe 11 wird geöffnet, wonach der Hauptkatalysator
4 Gelegenheit erhält, sich bis auf seine Anspringtemperatur zu erhitzen. Danach wird
die Abgasklappe 11 erneut geschlossen und die Abgasklappen 9 und 10 werden erneut
geöffnet, wodurch der Adsorber 3 gespült wird, indem heißes Abgas durch diesen geleitet
wird, welches zur Desorption der eingangs in dem Adsorber adsorbierten Schadstoffe
führt. Diese werden dann durch den Hauptkatalysator 4 geleitet, wo der Abgasstrom,
welcher zusätzlich mit den desorbierten Abgasbestandteilen angereichert ist, in dem
Hauptkatalysator 4 konvertiert werden kann.
[0031] Nach erfolgter Spülung, wobei derjenige Zeitpunkt, in welchem die Spülung bzw. Desorption
beendet ist, durch die Abgassensoren 18, 19 festgestellt wird, werden die Abgasklappen
9 und 10 wieder geschlossen, wodurch der Adsorber 3 vollständig von dem Abgasstrom
isoliert ist; und nach späterem Abschalten und Auskühlen des Motors sowie des Startkatalysators
2 und des Hauptkatalysators 4 für einen erneuten Betrieb bereit ist.
[0032] Als Minimallösung ist es auch möglich, wie in dem Ausführungsbeispiel nach Figur
4, nur eine einzige Abgasklappe 11 vorzusehen, wobei auf diese Weise bereits erreicht
werden kann, daß zu Betriebsbeginn der vollständige Abgasstrom zwecks Adsorption durch
den Adsorber 3 geleitet wird, sowie später zwecks Spülung erneut vollständig durch
den Adsorber 3 geleitet wird. Jedoch strömt auch bei geöffneter Abgasklappe 11 stets
ein kleiner, möglicherweise nicht erwünschter Teilabgasstrom durch den Adsorber 3.
Durch konstruktive Gestaltung des Bypaß-Abgasrohres vor dem Adsorber muß daher verhindert
werden, daß der Adsorber in dieser Phase durch den Teilabgasstrom weiter aufgeheizt
wird und bereits hier mit der Desorption beginnt. Andererseits muß verhindert werden,
daß nach erfolgter Adsorption und Desorption im Normalbetrieb der auch dann durch
den Adsorber fließende Teilabgasstrom zu stark abgekühlt wird und der Adsorber adsorbiert.
Dies hätte zur Folge, daß im nächsten Kaltstart nur noch ein Teil des gesamten Adsorbervolumens
genutzt werden könnte. Abhilfe kann hier wie nach den Figuren 2 und 3 auch mit jeweils
nur einer Abgasklappe 9 bzw. 10 geschaffen werden.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5 sind bei Betriebsbeginn die Abgasklappen
9 und 10 geöffnet und die Abgasklappe 12 ist geschlossen, wodurch der gesamte Abgasstrom
von dem Motor 1 über den Rohrleitungsteil 5 mittels der Bypaßleitung 8 durch den Adsorber
3 zurück in den Rohrleitungsteil 5 und dann durch den Startkatalysator 2 sowie mittels
des Rohrleitungsteils 6 durch den Hauptkatalysator 4 und mittels des Rohrleitungsteils
7 in den Auspuff geführt wird, und so eine Adsorption von Abgasvolumen in dem Adsorber
3 stattfinden kann. Nachdem der Startkatalysator seine Anspringtemperatur erreicht
hat, wird die Abgasklappe 12 geöffnet und die Abgasklappen 9 und 10 werden geschlossen,
wodurch der Abgasstrom unmittelbar von dem Motor 1 mittels des Rohrleitungsteils 5
durch den Startkatalysator 2 und mittels des Rohrleitungsteils 6 durch den Hauptkatalysator
4 und von dort aus mittels des Rohrleitungsteils 7 zu dem Auspuff befördert wird.
Nachdem auch der Hauptkatalysator 4 seine Anspringtemperatur erreicht hat, wird die
Abgasklappe 12 wieder geschlossen und die Abgasklappen 9 und 10 werden wieder geöffnet,
wodurch der Adsorber 3 gespült werden kann. Die so desorbierten Schadstoffe können
dann sowohl in dem Startkatalysator 2, als auch in dem Hauptkatalysator 4 nachreagieren.
Schließlich wird die Abgasklappe 12 wieder geöffnet und die Abgasklappen 9 und 10
werden wieder geschlossen, wodurch der Abgasstrom von dem Motor durch den Rohrleitungsteil
5 direkt in den Startkatalysator 2 sowie weiter mittels des Rohrleitungsteils 6 in
den Hauptkatalysator 4 geleitet wird.
[0034] Bei der in Figur 6 dargestellten Ausführungsform sind bei Betriebsbeginn zunächst
die Abgasklappen 12 und 15 geschlossen, und die Abgasklappen 9, 10 und 14 geöffnet,
wodurch der Abgasstrom zunächst durch den Adsorber 3, dann durch den Startkatalysator
2 und schließlich durch den Hauptkatalysator 4 strömt. Nachdem der Startkatalysator
2 seine Anspringtemperatur erreicht hat, wird die Abgasklappe 12 geöffnet und die
Abgasklappen 9 und 10 werden geschlossen, wodurch der Abgasstrom zunächst nur von
dem Motor direkt durch den Startkatalysator 2 und dann durch den Hauptkatalysator
4 strömt. Nach Erreichen der Anspringtemperatur des Hauptkatalysators 4 wird die Abgasklappe
12 geschlossen und die Abgasklappen 9 und 10 werden geöffnet, wodurch die aus dem
Adsorber desorbierten Abgasbestandteile sowohl in dem Startkatalysator, als auch in
dem Hauptkatalysator konvertiert werden können. Wahlweise können die desorbierten
Abgasbestandteile auch nur in dem Hauptkatalysator konvertiert werden, indem die Abgasklappe
14 geschlossen und die Abgasklappe 15 geöffnet wird. Nachdem der Adsorber ausreichend
gespült wurde, können schließlich die Abgasklappen 9, 10, 14 geschlossen und die Abgasklappen
12 und 14 geöffnet werden, wodurch der Abgasstrom von dem Motor 1 über den Rohrleitungsteil
5 durch die Verbindungsleitung 13 weiter über die Bypaßleitung 8 und den Rohrleitungsteil
6 direkt in den Hauptkatalysator 4 und aus diesem über den Rohrleitungsteil 7 heraus
in den Auspuff geleitet werden kann. Wahlweise können auch die Klappen 8,9 und 14
geschlossen und die Klappen 12 und 15 geöffnet werden, wodurch dann der Abgasstrom
direkt vom Motor 1 durch den Hauptkatalysator 4 und von dort aus durch den Auspuff
in das Freie strömen kann.
[0035] Eine letzte Ausführungsform ist in Figur 7 dargestellt, wobei zu Betriebsbeginn zunächst
die Abgasklappen 11 und 17 geschlossen und Abgasklappen 14, 9 und 10 geöffnet sind,
wodurch der Abgasstrom von dem Motor 1 durch den Rohrleitungsteil 5 und nachfolgend
durch den Startkatalysator 2 mittels der Verbindungsleitung 16 und weiter mittels
der Bypaßleitung 8 durch den Adsorber 3 wieder zurück in den Rohrleitungsteil 6 und
durch den Hauptkatalysator 4 strömt. Nach Erreichen der Anspringtemperatur durch den
Startkatalysator 2 bzw. nachdem der Adsorber 3 nicht mehr seine maximale Adsorptionsfähigkeit
besitzt, werden die Abgasklappen 9 und 10 zusätzlich zu der Abgasklappe 17 geschlossen
und die Abgasklappen 14 und 11 werden geöffnet, wodurch der Abgasstrom von dem Motor
1 direkt durch den Startkatalysator 2 und dann durch den Hauptkatalysator 4 geleitet
werden kann. Nachdem auch der Hauptkatalysator 4 seine Anspringtemperatur erreicht
hat, wird die Abgasklappe 11 wieder geschlossen und die Abgasklappen 9 und 10 werden
geöffnet, wodurch der Abgasstrom zunächst durch den Startkatalysator 2 über die Verbindungsleitung
16 durch Adsorber 3 in den Hauptkatalysator 4 strömen kann und der Adsorber 3 dabei
gespült bzw. entladen wird. Nach vollständiger Entladung des Adsorbers 3 werden die
Abgasklappen 9 und 10 wieder geschlossen sowie die Abgasklappe 11 geöffnet und der
Abgasstrom kann von dem Motor direkt durch den Startkatalysator 2 und dann durch den
Hauptkatalysator 4 strömen. Dann kann wahlweise die Abgasklappe 14 geschlossen werden,
sowie die Abgasklappe 17 geöffnet werden, wobei die zuvor bereits geöffnete Abgasklappe
11 in ihrem offenen Zustand und die bereits zuvor geschlossen Abgasklappen 9 und 10
in ihrem geschlossen Zustand verbleiben. Dadurch kann der Abgasstrom von dem Motor
1 mittels der Bypaßleitung 8 durch die Verbindungsleitung 16 und mittels des Rohrleitungsteils
6 direkt durch den Hauptkatalysator 4 strömen, wodurch der Startkatalysator bei Langstreckenbetrieb
des Fahrzeugs vollständig ausgeschaltet ist und auf diese Weise geschont wird.
[0036] Die Ansteuerung der Abgasklappen 10, 11 soll nun anhand des in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispieles erläutert werden. Bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine
werden die Abgasklappe 11 geschlossen und die Abgasklappe 10 geöffnet, so daß der
Abgasstrom vollständig durch den Adsorber 3 geleitet wird. Der Sensor 18 erfaßt in
diesem Schaltzustand der Abgasklappen 10, 11 den Abgasstrom ausgangsseitig des Adsorbers
3.
[0037] In Versuchen hat sich gezeigt, daß der Punkt, an dem im Adsorber 3 die Desorption
einsetzt, nicht alleine von der Temperatur des Adsorbers 3, sondern zusätzlich von
der HC-Konzentration des in den Adsorber 3 eintretenden Abgasstromes abhängig ist.
Daher kann mit einer auf einer Temperaturerfassung beruhenden Vorgehensweise der Zeitpunkt,
zu dem der Adsorber 3 nicht mehr aufnahmefähig ist, nur näherungsweise bestimmt werden.
Eine deutlich genauere Bestimmung dieses Zeitpunktes ist möglich, wenn der Sensor
18 die Gaszusammensetzung, insbesondere den HC-Anteil, im Abgasstrom stromab des Adsorbers
3 ermittelt. Hierzu wird erfindungsgemäß eine Lambda-Sonde eingesetzt, die von einer
katalytisch wirksamen Schicht umgeben ist. Die katalytische Schicht ist dabei so gewählt,
daß hier bevorzugt eine Umsetzung von HC und O
2 stattfindet. Solange im Abgasstrom kein HC vorhanden ist, d.h. der Adsorber 3 in
der Lage ist, das im Abgasstrom befindliche HC aufzunehmen, kann das im Abgasstrom
befindliche O
2 an der katalytischen Schicht vorbei zur eigentlichen Lambda-Sonde gelangen und hier
ein entsprechendes Signal erzeugen. Ist im Abgasstrom stromab des Adsorbers 3 HC enthalten,
d.h. der Adsorber 3 ist gesättigt, so daß HC durch den Adsorber 3 durchschlägt, reagieren
in der katalytischen Schicht HC und O
2, so daß kein weiteres O
2 zur eigentlichen Lambda-Sonde gelangen kann und wiederum ein entsprechendes Signal
erzeugt. Um auch bei einem Kaltstart von der Lambda-Sonde 18 ein Signal erhalten zu
können, muß diese einschließlich der katalytischen Schicht in bekannter Weise beheizt
sein.
[0038] Erkennt das Steuergerät 20 an dem vom Sensor 18 gelieferten Signal, daß der Grenzwert
HC im Abgasstrom enthalten ist, d.h. die Sättigungsgrenze des Adsorbers 3 erreicht
ist, so schließt das Steuergerät 20 die Abgasklappe 10 und öffnet gleichzeitig die
Abgasklappe 11. Mit den vorstehend beschriebenen Vorgehensweisen ist es möglich, bei
einem Kaltstart des Motors 1 durch Steuerung der Abgasklappen 10, 11 den Abgasstrom
exakt so lange über den Adsorber 3 zu leiten, wie dieser in der Lage ist, HC aufzunehmen.
Somit wird einerseits die Speicherfähigkeit des Adsorbers unabhängig von den Umgebungsbedingungen
bestmöglich ausgenutzt, andererseits wird dafür Sorge getragen, daß der Adsorber 3
nicht länger als sinnvoll mit dem Abgasstrom beaufschlagt ist und zu einem möglichst
frühen Zeitpunkt der Abgasstrom direkt zum Hauptkatalysator 4 geleitet werden kann,
so daß dieser schnell seine Aktivierungstemperatur erreicht und für eine wirkungsvolle
Abgasreinigung sorgt.
[0039] Auch das Spülen des Adsorbers 3 nach Erreichen der Anspringtemperatur wird mit Hilfe
des Sensors 18 gesteuert. Zusätzlich wird das Signal der Lambda-Sonde 19 herangezogen,
die stromauf des Adsorbers 3 angeordnet ist. Da die Lambda-Sonde 19, sofern sie hinter
dem Startkatalysator 2 angeordnet ist, die Gaszusammensetzung unmittelbar vor dem
Adsorber 3 erfaßt, ist es nunmehr möglich, das Signal des Sensors 18 mit dem Signal
der Lambda-Sonde 19 zu vergleichen. Dieser Vergleich ist besonders einfach durchzuführen,
wenn der Sensor 18 und die Lambda-Sonde 19 baugleiche Teile sind. In diesem Fall erfolgt
das Spülen des Adsorbers 3 durch Öffnen der Abgasklappe 10 und Schließen der Abgasklappe
11 so lange, bis die Signale des Sensors 18 und der Lambda-Sonde 19 gleich sind. Zu
diesem Zeitpunkt durchströmt der Abgasstrom den Adsorber 3, ohne daß eine Veränderung
der Zusammensetzung des Abgasstromes im Adsorber 3 stattfindet und der Adsorber 3
somit vollständig desorbiert ist.
[0040] Falls der Sensor 18 und die Lambda-Sonde 19 nicht baugleich sind oder die Lambda-Sonde
vor dem Startkatalysator 2 angeordnet ist, muß vor dem Spülen des Adsorbers 3, d.h.
noch bei geschlossener Abgasklappe 10 und geöffneter Abgasklappe 11, die Differenz
der Signale des Sensors 18 und der Lambda-Sonde 19 gebildet und gespeichert werden.
Das Spülen des Adsorbers 3 wird daraufhin so lange durchgeführt, bis die Differenz
der Signale wieder den zuvor gespeicherten Wert erreicht.
[0041] Bei einem Warm- oder Heißstart des Motors 1 wird anhand einer charakteristischen
Temperatur des Motors 1, dies kann beispielsweise die Kühlwasser- oder Öltemperatur
sein, entschieden, ob beim Start des Motors 1 der Adsorber 3 zugeschaltet wird. Wird
der Adsorber 3 zugeschaltet oder wurde er in einer vorhergehenden Betriebsphase des
Motors 1 nicht vollständig entladen, so erfolgt ein Spülen des Adsorbers 3 nach der
oben dargestellten Vorgehensweise, sobald sichergestellt ist, daß der Hauptkatalysator
4 seine Aktivierungstemperatur erreicht hat.
[0042] Auch wenn in allen Ausführungsbeispielen ein Startkatalysator 2 stromauf des Adsorbers
3 vorgesehen ist, so ist doch darauf hinzuweisen, daß auch ein Betrieb des Gesamtsystems
in gleicher Weise ohne den Startkatalysator 2 möglich ist. Bei dieser Anordnung erfolgt
ebenfalls eine wirkungsvolle Reduktion der HC-Anteile im Abgasstrom während der Zeit,
während welcher der Abgasstrom durch den Adsorber 3 geleitet wird. Da nach dem Abschalten
des Adsorbers 3 der Hauptkatalysator 4 seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht
hat, sind nun stromab des Hauptkatalysators 4 erhöhte HC-Anteile festzustellen, da
im Vergleich mit den dargestellten Ausführungsbeispielen nun keine Umsetzung im Startkatalysator
2 mehr stattfindet. Da andererseits durch die Betriebsdauer des Motors 1 während der
Zeitspanne, während welcher der Abgasstrom durch den Adsorber 3 geleitet wird, sich
deutlich erwärmt, erreicht der Hauptkatalysator 4 deutlich schneller seiner Anspringtemperatur,
so daß die Gesamtemissionen während des Startvorganges auch ohne den Startkatalysator
2 deutlich reduziert sind.
[0043] Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß bei der Ansteuerung der Abgasklappen 10,
11 es insbesondere beim Spülen des Adsorbers 3 nicht unbedingt erforderlich ist, den
gesamten Abgasstrom durch den Adsorber 3 zu leiten. Vielmehr ist es auch möglich,
nur einen Teilstrom des Abgasstromes durch den Adsorber 3 hindurchzuleiten.
[0044] Die vorstehend anhand der Ausführungsform nach Fig. 2 beschriebene Ansteuerung der
Abgasklappen 9, 10 und 11 wird in gleicher Weise zur Ansteuerung der Abgasklappen
9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 und 17 in den Ausführungformen nach den Fig. 1 und 3 bis
7 angewendet, soweit diese verwendet werden, um den Adsorber 3 mit dem Abgasstrom
zu beaufschlagen.