(19)
(11) EP 0 754 922 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.01.2002  Patentblatt  2002/02

(21) Anmeldenummer: 95710014.2

(22) Anmeldetag:  12.08.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F24C 15/32

(54)

Gas-Kombi-Umluftbackofen

Combination convection and gas oven

Four combiné à convection et au gaz


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT

(30) Priorität: 17.07.1995 DE 29511535 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.01.1997  Patentblatt  1997/04

(73) Patentinhaber: Kulbach, Egon
65549 Limburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Kulbach, Egon
    65549 Limburg (DE)

(74) Vertreter: Simon, Peter, Dr.-Jur. et al
Offheimer Weg 46a
65549 Limburg
65549 Limburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 115 838
US-A- 2 511 328
EP-A- 0 608 670
US-A- 5 038 748
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 8 no. 224 (M-331) [1661] ,13.Oktober 1984 & JP-A-59 107121 (MATSUSHITA) 21.Juni 1984,
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 10 no. 200 (M-498) [2256] ,12.Juni 1986 & JP-A-61 044235 (MATSUSHITA) 3.März 1986,
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Backvorrichtung, der im Oberbegriff des Anspruches näher bezeichneten Art.

[0002] Im gewerblichen Großküchenbereich sowie im Haushaltsbereich werden derzeit Backöfen als Umluftbacköfen eingesetzt, bei denen in dem eigentlichen Backraum mehrere Backlagen eingerichtet sind. So bei dem einfachen Backofen eine Backlage und bei dem Umluftbackofen drei bis vier Backlagen, bei entsprechender Heißluftverteilung unterhalb und oberhalb der einzelnen Backlagen.

[0003] Dabei wird die Heißluft in der Regel durch Gasbrenner erzeugt, wobei ein Ventilator die so erzeugte Heißluft in dem eigentlichen Backraum verwirbelt. Problematisch hierbei ist die optimale gleichmäßige Heißluftverteilung entsprechend den einzelnen Backlagen.

[0004] Des weiteren sind die herkömmlichen Umluftbacköfen nur als solche einzusetzen und nicht als normaler Backofen mit einer oder maximal zwei Backlagen ohne Umlufterzeugung im Backraum, ausgenommen elektrisch beheizte Backöfen.

[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Backofenvorrichtung zu schaffen, die mit Gas betrieben werden kann, bei gleichzeitiger Umlufterzeugung im Backofen selbst und optimaler Heißluftverteilung entsprechend der einzelnen Backlagen. Ferner soll die gleiche Backofenvorrichtung auch als einfacher Backofen genutzt werden, bei Ausschalten der Umlufterzeugung.

[0006] Derzeit sind keine Gas-Umluftbacköfen bekannt, die kombiniert genutzt werden können, sei es als Umluftbackofen oder als normaler Backofen bei optimaler Heißluftverteilung.

[0007] EP 0 115 838 A2 zeigt eine Kombi-Gas-Backofenvorrichtung, bei der das Bodenblech unmittelbar an die Wände des Backraums anschließt. Die Heißluft von dem Gasbrenner wird durch einen Gaskanal im Bereich der Rückwand des Backraums ein ganzes Stück über das Niveau des Bodenblechs bis knapp unter die Ventilatoreintrittsöffnung geführt, wodurch bei Betrieb ohne Umluftströmung ein erheblicher Teil des Volumens des Backraums nicht mit Heißluft direkt beaufschlagt wird.

[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ansprüche 1 bis 6 gelöst.

[0009] Die Erfindung beruht auf der Überlegung, durch eine spezielle Anordnung von Luftleitelementen (6, 7, 8, 10) im Backraum selbst eine optimal gezielte Luftströmung (9, 11) zu gewährleisten, wonach sämtliche Backlagen (3) in dem Backofen an jeder Stelle gleichmäßig beheizt werden. Die Luftleitelemente (6, 10) sind an der Backofenrückwand und an der Backofenkopfwand (7, 8) angebracht, wobei die Heißlufterzeugung durch einen Gasröhrenbrenner (1) geschieht, der unterhalb des Bodenbleches (2) angebracht ist. Das Bodenblech (2) selbst enthält zu den Seitenblechen hin einen Luftschlitz von ca. 1,5 cm auf jeder Seite.

[0010] Dadurch dringt die Heißluft zunächst in den Backofen, wobei die Heißluft dann durch einen Ventilator (5), der in das hintere Luftleitelement (7, 10) integriert ist, angesaugt und gleichzeitig wieder verwirbelt wird. Die Heißluftverwirbelung geschieht dadurch, in dem

[0011] der Ventilator (5) Heißluft ansaugt und gleichzeitig durch die Heißluftöffnungen (10) wieder abgibt, wodurch eine horizontale Luftströmung entsteht (11), die sich schichtenweise zu den einzelnen Backlagen aufbaut. Gleichzeitig drückt der Ventilator (5) die angesaugte Luft durch eine schmale Öffnung in das Kaminblech (7), wodurch in dem Kaminabluftblech (7) eine Sogwirkung entsteht und somit Abluft durch die Kaminlöcher in den Kamin nach außen dringt, ohne daß hierdurch ein nennenswerter Heißluftwärmeverlust entsteht.

[0012] Durch Ausschalten des Ventilators (5) im hinteren Luftleitelement erfüllt der Backofen die Funktion eines normalen Backofens, ohne Umluftwirkung und damit vermindertem Heizbedarf bei Backvorgängen in einer oder maximal zwei Lagen, so daß die Backvorrichtung je nach Backbedarf energiesparend genutzt werden kann.

[0013] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt Figur 1:



[0014] Eine Seitenansicht des Backofenraumes, unten angebracht den Gasbrenner (1), darüber liegend das Bodenblech (2) und darüber im Backraum angeordnet die Backbleche (3) je nach Bedarf. Im vorderen Bereich der Backofenvorrichtung ist der Öffnungsdeckel (4) angebracht. Im hinteren Bereich ist das Luftleitelement mit Ventilator (5) und das Luftsieb (6) angebracht. Im oberen Bereich der Backofenvorrichtung ist das Kaminabluftblech (7) installiert, bei kleiner Öffnung zum Ventilatorenraum hin (12). Das Kaminabluftblech (7) enthält im inneren des Backraumes Öffnungen (8), durch die die Abluft außerhalb des Backraumes dringt. Die Abluftströumungsrichtung wird dargestellt anhand der Pfeile (9), in dem an den Außenwänden der Backvorrichtung die Abluft hochströmt und sodann von den Abluftöffnungen (8) aufgefangen und abgeführt wird.

Figur 2 zeigt:



[0015] Den hinteren Bereich des Backraumes, an dem das Luftleitblech nebst Ventilator (6, 5) angeordnet ist, wobei am äußeren Rand des Luftleitbleches (6) die Heißluftöffnungen (10) angeordnet sind, durch die die Heißluft in den Backraum verwirbelt wird.

Figur 3 zeigt:



[0016] Die Luftströmung der Heißluft im Backraum (11) austretend aus den Heißluftöffnungen und angesaugt durch das Sieb in dem Luftleitelement vor dem Ventilator (5, 6).


Ansprüche

1. Kombi-Gas-Backofenvorrichtung zum Betrieb mit oder ohne Umluftumwälzung aufweisend

(a) einen Gasbrenner (1) zum Erzeugen von Heißgas,

(b) einen Backraum, in dem Luftleitelemente (6, 8, 10) vorgesehen sind, mit Vorderwand, Rückwand, und Seitenwänden;

(c) ein Bodenblech (2), welches zwischen Gasbrenner (1) und Backraum vorgesehen ist;

(d) einen Ventilator (5), der an der Rückwand angeordnet ist und Luftleitelementen (6, 10) zugeordnet ist und der bei Betrieb des Ventilators (5) Heißluft aus dem Backraum ansaugt und diesem wieder zuführt; und

(e) einen Abluftkamin;

dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Bodenblech (2) und Vorderwand des Backraums ein Luftschlitz vorgesehen ist und das Bodenblech (2) selbst zu den Seitenblechen brin auf jeder Seite einem Luftschlitz enthalt.
 
2. Backofenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Backofenkopfwand ein Luftleitelement mit mindestens einer Abluftöffnung (8) vorgesehen ist, welches sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Backraums von dessen Vorderwand bis zu dessen Rückwand erstreckt und an den Abluftkamin angeschlossen ist.
 
3. Backofenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Abluftkamin (7) eine Öffnung (12) zum Einleiten von Ventilatorluft derart ausgebildet ist, daß durch den Ventilatorbetrieb in dem Abluftkamin eine Sogwirkung zum Abziehen von Abluft aus dem Backraum entsteht.
 
4. Backofenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilator-Luftleitelement (6, 10) derart ausgebildet ist, daß bei Ventilatorbetrieb eine lagenweise verwirbelte Luftströmung in dem Backraum ausgebildet wird.
 
5. Backofenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilator-Luftleitelement (6, 10) eine zentrale Einströmöffnung (6) und seitliche Auslaßöffnungen (10), die in der gleichen Ebene wie die zentrale Einströmöftnung liegen, aufweist.
 
6. Backofenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abluftkamin derart ausgebildet ist, daß sich auch bei Betrieb ohne Ventilator eine Sogwirkung entwickelt.
 


Claims

1. Combination gas baking oven appliance for operation with or without air circulator featuring

a) a gas burner (1) for producing hot gas,

b) a baking space, in which air guidance elements (6, 8, 10) are included, with front wall, rear wall, and side walls;

c) a floor-plate (2) which is provided between gas burner (1) and the baking space;

d) a ventilator (5) which is situated at the rear wall and allocated to air guidance elements (6, 10), and which sucks hot air out of the baking space and blows it back in again upon operation of the ventilator (5); and

e) an exhaust air chimney; featuring an air slit between the floor-plate and front wall of the baking space, and in which the floor-plate itself has air slits on every side to the side plates.


 
2. Baking oven appliance corresponding to claim 1, featuring an air conductor element with at least one exhaust air opening (8) situated at the baking oven end wall, which stretches virtually the whole length of the baking space from the front wall to the rear wall and is connected to the exhaust air chimney.
 
3. Baking oven appliance corresponding to claim 1 or 2, featuring an opening (12) for the drawing in of ventilator air is so situated in the exhaust air chimney (7) that a suction effect results for the removal of exhaust air from the baking space through the operation of the ventilator in the chimney.
 
4. Baking oven appliance corresponding to one of the claims 1 - 3, featuring a ventilator air conductor element (6, 10) situated so that a layered swirling airflow into the baking space results.
 
5. Baking oven appliance corresponding to one of the claims 1 to 4, featuring a ventilator air conductor element (6, 10) that possesses a central intake opening (6), and lateral exhaust openings (10), that are situated at the same level as the central intake opening.
 
6. Baking oven appliance corresponding to one of the claims 1 - 5, featuring an exhaust air chimney situated so that a suction effect develops even when operated without the ventilator.
 


Revendications

1. Installation de four de cuisson à gaz combinée pour fonctionnement avec et sans brassage de l'air de circulation comportant

a) un brûleur au gaz (1) pour l'obtention de gaz chaud,

b) un espace de cuisson dans lequel sont aménagés des éléments de conduite de l'air (6, 8, 10) avec paroi avant, paroi arrière et parois latérales ;

c) une plaque de fond (2) entre le brûleur au gaz (1) et l'espace de cuisson ;

(d) un ventilateur (5) sur la paroi arrière et des éléments de conduite de l'air (6, 10) qui, lorsque le ventilateur (5) fonctionne, aspire l'air chaud en provenance de l'espace de cuisson et le restitue ; et

(e) une cheminée d'évacuation ;

caractérisée en ceci
qu'entre la plaque de fond (2) et la paroi avant de l'espace de cuisson, une fente d'air est aménagée et que la plaque de fond (2) comporte un orifice d'air de chaque côté en direction des plaques latérales.
 
2. Installation de four de cuisson selon la revendication 1,
caractérisée en ceci qu'un élément de conduite de l'air avec au moins un orifice d'évacuation de l'air (8) est installé sur la paroi frontale du four de cuisson, qui s'étend pour l'essentiel sur toute la longueur de l'espace de cuisson, de la paroi frontale à la paroi arrière et est limitée par la cheminée d'évacuation.
 
3. Installation de four de cuisson selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ceci qu'une ouverture (12) est pratiquée dans la cheminée d'évacuation (7) pour diriger l'air du ventilateur de telle manière que pendant le fonctionnement du ventilateur, un effet d'aspiration est créé entraînant l'air d'évacuation dans l'espace de cuisson.
 
4. Installation de four de cuisson selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ceci que l'élément de conduite de l'air de ventilateur (6, 10) est aménagé de telle manière que pendant le fonctionnement du ventilateur, un tourbillonnement de l'air est créé sur chaque niveau dans le four de cuisson.
 
5. Installation de four de cuisson selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ceci que l'élément de conduire de l'air du ventilateur (6, 10) présente un orifice central d'entrée de l'air (6) et des orifices latéraux d'évacuation de l'air (10) situés sur le même plan que l'orifice central de l'air.
 
6. Installation de four de cuisson selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ceci que la cheminée d'air d'évacuation est aménagée de telle manière qu'un effet d'aspiration se produise, même pendant le fonctionnement sans ventilateur.
 




Zeichnung