[0001] Die Erfindung betrifft eine Auswringvorrichtung für einen Naßwischbesatz eines Wischbesatzträgers
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, insbesondere eine solche Auswringvorrichtung,
die zum Auspressen von Reinigungsflüssigkeit aus einem Naßwischbesatz dient, der vorzugsweise
beide Hauptseiten eines platten- oder rahmenförmigen Wischbesatzträgers eines von
Hand betätigbaren oder motorbetriebenen Naßreinigungsgerätes abnehmbar abdeckt, wobei
an den Wischbesatzträger eine von Hand oder maschinell bedienbare Betätigungsstange
anlenkbar ist. Auswringvorrichtungen der vorgenannten bekannten Gattung sind vielfach
konstruktiv aufwendig, in der Handhabung umständlich und erfordern einen verhältnismäßig
hohen Wartungsaufwand. Außerdem entsprechen die bekannten Auswringvorrichtungen oftmals
nicht den an sie zu stellenden hygienischen Anforderungen.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auswring-Vorrichtung der oben erwähnten
bekannten Gattung so zu verbessern, daß neben einer bequemen und hygienischen Handhabbarkeit
ein wesentlich höherer Auswring-Leistungsgrad bei einer außerordentlich hohen Wartungsfreiheit
und wirtschaftlichen Herstellbarkeit der Auswringvorrichtung erzielbar ist.
[0003] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 enthaltene
Merkmale.
[0004] Die Merkmale in den Unteransprüchen ermöglichen vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung.
[0005] Die Erfindung ist nachstehend anhand der schematischen Zeichnung eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Auswringvorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 2
- die Auswringvorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 in Vorderansicht;
- Fig. 3
- die Auswringvorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2 in Draufsicht;
- Fig. 4
- die Auswringvorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2 und 3 in einer
Stirnansicht;
- Fig. 5
- eine Wringwalze gemäß des ersten Auführungsbeispiels in einem Mittellängsschnitt;
und
- Fig. 6
- die Wringwalze des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 5 in einer Endansicht;
- Fig. 7
- eine Auswringvorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel in Vorderansicht;
- Fig. 8
- die Auswringvorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 7 in einer Draufsicht;
- Fig. 9
- die Auswringvorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 7 und 8 in einer
Stirnansicht;
- Fig. 10
- die Auswringvorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels in Schnittansicht.
[0006] Gemäß Fig. 1 besteht eine Auswringvorrichtung 10 entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel
aus einem sich längs erstreckenden U-profilförmigen Grundkörper 12. Dieser Grundkörper
12 hat zwei Seitenwände 14, 16, die einen spitzen, sich nach oben öffnenden Winkel
einschließen und die Schenkel des U-Profils bilden. Die Seitenwände 14, 16 sind durch
einen vorzugsweise rinnenförmigen Boden 18 verbunden, der den Steg des U-Profils dieses
Grundkörpers 12 bildet. An der Oberseite jeder der beiden Seitenwände 14, 16 ist je
eine Wringwalze 20, 22 frei drehbar und axial unverschiebbar gelagert. Die Wringwalzen
20, 22 liegen auf gleicher Höhe nebeneinander und bilden einen Walzenspalt 24 zum
Einführen des mit Naßwischbesatz versehenen Wischbesatzträgers.
[0007] Zwei Befestigungsvorrichtungen 26, 28 sind gemäß Fig. 2 und 3 an sich im Abstand
gegenüberliegenden Stirnwänden 30, 32 des Grundkörpers 12 einteilig angeordnet, wobei
die Auswringvorrichtung 10 mittels dieser Befestigungsvorrichtungen 26, 28 auf zwei
sich im Abstand etwa parallel gegenüberliegende Abschnitte des Öffnungsrandes eines
nicht dargestellten Aufnahmegefäßes für Reinigungsflüssigkeit, z.B. eines Eimers,
aufgesetzt und mit diesen Randabschnitten des Eimers durch Klemmen fest, aber lösbar
verbunden werden kann.
[0008] Die Seitenwände 14, 16 des Grundkörpers 12 sind elastisch biegsam ausgebildet, so
daß sie einer Spreizkraft einen elastischen Biegewiderstand entgegensetzen. Die Seitenwände
14, 16 und der Boden 18 sind an ihren Außenseiten mit sich senkrecht zur Längsrichtung
des Grundkörpers 12 erstreckenden, im Abstand parallel zueinander angeordneten Versteifungsrippen
34 versehen. Diese Versteifungsrippen 34 sind zum Boden 18 hin zunehmend verstärkt
ausgebildet, um eine zunehmend elastische Biegesteifigkeit der Seitenwände 14, 16
beim Auseinanderspreizen derselben zu erreichen.
[0009] Die beiden dem Grundkörper 12 der Auswringvorrichtung 10 zugeordneten Wringwalzen
20, 22 sind parallel zueinander drehbar gelagert und entgegen der biegeelastischen,
von den Seitenwänden 14, 16 und dem Boden 18 herrührenden Vorspannkraft etwa parallel
zueinander spreizbar angeordnet. Der Grundkörper 12 besteht zu diesem Zweck aus einem
die elastische Vorspannkraft erzeugenden Werkstoff, der vorzugsweise ein Kunststoff,
wie Polypropylen, Hochdruck-Polyethylen, Polyurethan oder aber auch ein rostfreier
Federstahl sein kann.
[0010] Obere, zueinander etwa parallele Längskanten 38, 40 der Seitenwände 14, 16 des Grundkörpers
12 sind mit je einem rechtwinkligen Ausschnitt versehen, von denen in Fig. 1 und 2
der Ausschnitt 42 in der Seitenwand 14 zu sehen ist. Diese identischen Ausschnitte
sind an ihren beiden Enden jeweils durch zwei senkrechte Schmalseiten 46, 48 begrenzt,
deren Höhe etwas geringer als der Durchmesser einer Wringwalze 20, 22 bemessen ist.
Die Länge dieser beiden Ausschnitte ist jeweils etwas größer bemessen als die Länge
einer Wringwalze 20, 22, so daß jede Wringwalze 20, 22 in je einem der beiden Ausschnitte
42, 44 axial unverschiebbar gelagert werden kann.
[0011] Im Bereich der beiden oberen Ausschnitte der Seitenwände 14, 16 des Grundkörpers
12 sind Lager 50, 52 für je eine der beiden Wringwalzen 20, 22 vorgesehen, wobei diese
Lager 50, 52 über die obere Längskante 38, 40 der beiden oberen Ausschnitte der Seitenwände
14, 16 nach oben hinausragen. Diese Lager 50, 52 bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus je drei, über die Länge der Ausschnitte in gleichen Abständen verteilte, offene
Lagerschalen 54, 56, die einem Zylinderausschnitt ähnlich gestaltet und an die Außenseite
der beiden Seitenwände 14, 16 einteilig angeformt sind. Die Lagerschalen 54, 56 sind
jeweils an ihren sich gegenüberliegenden Innenseiten mit einer Aufnahmeöffnung 58,
60 für die zugehörige Wringwalze 20, 22 versehen. Diese Aufnahmeöffnung 58, 60 jeder
Lagerschale 54, 56 ist jeweils kleiner als der Durchmesser der Wringwalze 20, 22 bemessen.
Um trotzdem die Wringwalzen 20, 22 seitlich in die Lagerschalen 54, 56 einsetzen zu
können, sind obere, freie Enden 62, 64 dieser Lagerschalen 54, 56 elastisch biegsam
ausgebildet, so daß die Wringwalzen 20, 22 unter Schnappwirkung von der Seite her
in die sich dabei aufbiegenden Lagerschalen 54, 56 eingesetzt werden können. Selbstverständlich
haben die Lagerschalen 54, 56 einen lichten Querschnitt, der demjenigen der Wringwalzen
angepaßt ist, so daß die Wringwalzen 20, 22 frei drehbar, aber axial unverschiebbar
gelagert sind.
[0012] Die Aufnahmeöffnung 58, 60 jeder Lagerschale 54, 56 ist somit durch mindestens eine
elastische Vorrichtung begrenzt, die von den Lagerschalen 54, 56 selbst gebildet wird.
Zu diesem Zweck sind die Lagerschalen 54, 56 aus biegeelastischem Werkstoff, vorzugsweise
Kunststoff, hergestellt. Der Querschnitt der Lagerschalen 54, 56 entspricht etwa dem
Kreisdurchmesser der Wringwalzen 20, 22, wobei die Aufnahmeöffnung 58, 60 jeder Lagerschale
54. 56 einen Umfangswinkel des kreisförmigen Querschnitts jeder Wringwalze 20, 22
von weniger als 180° hat, um die erwähnte Schnappwirkung zu erzielen.
[0013] Der Abstand des Walzenspaltes 24 der Wringwalzen 20, 22 von der Oberfläche des Bodens
18 des Grundkörpers 12 ist kleiner als die Höhe jeder Schmalseite des Wischbesatzträgers
für den Naßwischbesatz bemessen, damit der Wischbesatzträger, nach dem Auswringen
der Reinigungsflüssigkeit aus dem darauf angebrachten Wischbesatz, ohne großen Kraftaufwand
wieder aus der Auswringvorrichtung 10 herausgehoben werden kann.
[0014] Die Wringwalzen 20, 22 sind rohrförmig ausgebildet und mit zur Rollenachse etwa radialen
Ablauföffnungen 66 versehen, die in um 90° versetzten Längsreihen sich auf entsprechenden
Mantellinien der Wringwalzen 20, 22 erstrecken. Selbstverständlich können für die
Ablauföffnungen 66 auch andere Lochmuster, wie z.B. spiralförmige, gewählt werden.
[0015] Eine Innenwand 68 der rohrförmigen Wringwalzen 20, 22 ist von deren Längsmitte 70
aus bis zu ihren beiden Enden 72, 74 hin jeweils konisch erweitert, so daß die Innenwand
68 (Fig. 5) in der Längsmitte 70 jeder Wringwalze 20, 22 die größte Wandstärke aufweist.
Hierdurch wird das Abfließen von aus dem Wischbesatz ausgepreßter und durch die Ablauföffnungen
66 in das Innere der Wringwalzen 20, 22 eingedrungener Reinigungsflüssigkeit in das
Auffanggefäß wesentlich verbessert.
[0016] Die beiden Stirnseiten des U-profilförmigen Grundkörpers 12 sind durch die Stirnwände
30, 32 im wesentlichen abgedeckt, die nur an ihrem unteren Ende mit dem Boden 18 des
Grundkörpers 12 elastisch biegsam verbunden und in einem zum oberen Ende hin zunehmenden
Abstand von den Stirnkanten der Seitenwände 14, 16 des Grundkörpers 12 angeordnet
sind.
[0017] Die Stirnwände 30, 32 sind oberhalb der beiden Wringwalzen 20, 22 als sich etwa senkrecht
und parallel erstreckende Seitenführungen 76, 78 ausgebildet, die zum Zentrieren des
Wischbesatzträgers beim Einsetzen desselben in die Auswring-Vorrichtung 10 dienen.
Diese Seitenführungen 76, 78 weisen, in Draufsicht, einen U-förmigen Querschnitt auf,
wobei naturgemäß die offenen Seiten der beiden Seitenführungen 76, 78 sich im Abstand
gegenüberliegen. Der, in Draufsicht, freie, U-förmige Querschnitt der sich gegenüberliegenden
Seitenführungen 76, 78 ist symmetrisch über dem Walzenspalt 24 der beiden Wringwalzen
20, 22 angeordnet und ist allseitig an einem oberen Einführende 77, 79 für den Wischbesatzträger
am größten und verringert sich bis zu seinem unteren, dicht oberhalb der beiden Wringwalzen
20, 22 liegenden Ende 81, 83 zunehmend bis auf einen der Dicke und Länge des Wischbesatzträgers
mit Naßwischbesatz angepaßten Querschnitt. Ein stirnseitiger, nach oben und außen
gekrümmter U-Steg 75, 77 der Seitenführungen 76, 78 ist an seiner Außenseite mit zwei
senkrechten, im Abstand parallelen Stützrippenpaaren 71, 73 fest verbunden, die jeweils
an einer horizontalen Tragplatte 67, 69 mit ihren unteren Enden befestigt sind. Die
beiden Tragplatten 67, 69 sind an den sich gegenüberliegenden Rück- oder Innenseiten
der Stirnwände 30, 32 in geeigneter Weise abgestützt und an den oberen Enden der Stirnwände
30, 32 im Abstand gegeneinander gerichtet und unterhalb der oberen Längskanten 38,
40 der Seitenwände 14, 16 zwischen diesen angeordnet. Wenn daher ein Wischbesatzträger
beim Einsetzen in die Auswringvorrichtung infolge ungenauer Zentrierung auf eine der
gekrümmten Wände, insbesondere aber auf einen der beiden U-Stege 75, 77 der Seitenführungen
26, 28 stößt, kann die betreffende Seitenführung mit der zugehörigen Stirnwand den
Stoß biegeelastisch dämpfen und den Wischbesatzträger danach zwischen beiden Seitenführungen
über dem Walzenspalt 24 zentrieren.
[0018] Die Stirnwände 30, 32 des Grundkörpers 12 weisen am oberen Ende ihrer Außenseiten
die Befestigungsvorrichtungen 26, 28 auf, mit welchen die Auswringvorrichtung 10,
wie oben erwähnt, auf die Oberkante sich gegenüberliegender Ränder eines Auffangbehälters
für Flüssigkeit aufgesetzt und lösbar befestigt werden kann. Die Befestigungsvorrichtungen
26, 28 sind als elastische Schnapphaken 80, 82 in umgekehrter U-Form an die beiden
Stirnwände 30, 32 des Grundkörpers 12 einteilig angeformt. Dabei ist an der Innenseite
eines äußeren, nach unten ragenden U-Schenkels 84, 86 im Abstand unterhalb eihes U-Steges
88, 90 eine Rastschulter 92, 94 angeformt ist, die unter die Außenkante eines etwa
horizontalen Außenrandes eines Auffangbehälters für Flüssigkeit rastend greift, wenn
die Schnapphaken 80, 82 auf den Behälterrand gedrückt werden. Auf diese Weise ist
ein sicherer Sitz der Auswringvorrichtung 10 auf dem Behälter sichergestellt.
[0019] Schlitzförmige Zwischenräume 96, 98 zwischen den Seitenwänden 14, 16 und den Stirnwänden
30, 32 des Grundkörpers 12 dienen gleichzeitig als Abflußöffnungen für die aus dem
Naßwischbesatz ausgepreßte Reinigungsflüssigkeit (Fig. 1).
[0020] Außerdem sind im Boden 18 des Grundkörpers 12 jeweils in der Mitte zwischen den einzelnen
mit 34 bezeichneten Versteifungsrippen Abflußöffnungen vorgesehen.
[0021] Die Wirkungsweise der Auswringvorrichtung 10 für den oben genannten Wischbesatzträger
mit Naßwischbesatz, der auch als Flachwischer bezeichnet wird, ist folgende: Zunächst
wird die Auswringvorrichtung 10 mit den Schnapphaken 80, 82 ihres U-förmigen Grundkörpers
12 mit der Oberkante eines Auffanggefäßes, z.B. eines Eimers, lösbar verbunden. Danach
wird der etwa rechtwinklige Wischbesatzträger mit seinen beiden Schmalseiten gleichzeitig
zwischen die beiden Seitenführungen 76, 78 oberhalb des Wringwalzenpaares 20, 22 eingesetzt.
Dabei wird der Wischbesatzträger durch die beiden Seitenführungen 76, 78 weitgehend
lotrecht ausgerichtet, so daß der Wischbesatzträger zwischen die beiden Wringwalzen
20, 22 gedrückt werden kann, die dabei entgegen der von dem Grundkörper 12 ausgeübten
elastischen Vorspannkraft gespreizt werden, so daß der Wischbesatzträger weiter in
den Grundkörper 12 nach unten gedrückt werden kann.
[0022] Wie erwähnt, werden die beiden Wringwalzen 20, 22 durch das Einführen des Wischbesatzträgers
biegeelastisch auseinander gedrückt. Da die Wringwalzen 20, 22 mit je einer der beiden
Seitenwände 14, 16 des U-förmigen Grundkörpers 12 durch die Lagerschalen 54, 56 starr,
aber drehbeweglich verbunden sind, werden die verrippten Seitenwände 14, 16 unter
Vergrößerung des von ihnen gebildeten, nach oben offenen Winkels nach außen gebogen.
Aufgrund der Eigensteifigkeit des Grundkörpers 12 wird durch diese Verformung eine
elastische Spannung in den Seitenwänden 14, 16 und im Boden 18 des Grundkörpers 12
aufgebaut. Diese Spannung übt eine Kraft aus, die auf die Wringwalzen 20, 22 und damit
auf die Kontaktfläche zwischen den Wringwalzen 20, 22 und dem Naßwischbesatz übertragen
wird. In Verbindung mit der Kontaktfläche wird so der erforderliche Auspreßdruck erzeugt,
durch die im Wischbesatz auf dem Wischbesatzträger absorbierte Reinigungsflüssigkeit
ausgepreßt wird.
[0023] Die Seitenführungen 76, 78 an beiden Stirnseiten der Auswringvorrichtung 10 für den
Wischbesatzträger stellen sicher, daß Reinigungsflüssigkeit beim Auswringvorgang stets
über der Öffnung des Aufnahmegefäßes aufgefangen und in dieses abgeleitet wird. Die
mittige Anordnung der Auswringvorrichtung 10 auf der Öffnung des Aufnahmegefäßes verhindert
darüber hinaus auch den Übertritt von verspritzter Reinigungsflüssigkeit über die
langen Seitenränder des Aufnahmegefäßes. Außerdem sind die Wände des Aufnahmegefäßes
selbst als Spritzschutz wirksam, weil die Auswringvorrichtung 10 im wesentlichen darin
versenkt angeordnet ist.
[0024] Wie oben erwähnt, ist die Höhe des Grundkörpers 12 zwischen dessen Boden 18 und dem
Walzenspalt 24 etwas geringer bemessen als die Höhe der senkrecht gerichteten Schmalseiten
des etwa rechteckigen Wischbesatzträgers, derart, daß, wenn der Wischbesatzträger
zwischen die Wringwalzen 20, 22 bis zum Anschlag auf dem Boden 18 des Grundkörpers
12 eingesetzt ist, die obere Kante des Wischbesatzträgers knapp über den Walzenspalt
24 hinaus nach oben vorsteht.
[0025] Infolge der von den Seitenwänden 14, 16 des Grundkörpers 12 ausgeübten Preßkraft
wird demnach der Wischbesatz nochmals beim Herausziehen des Wischbesatzträgers aus
der Auswringvorrichtung 10 ausgepreßt. Durch die von den elastisch biegsamen Seitenwänden
14, 16 des Grundkörpers 12 ausgeübte Andrückkraft in Verbindung mit dem Gleitreibungskoeffizienten
der Lagerschalen 54, 56 zwischen den beiden Wringwalzen 20, 22 und ihren Lagern 50,
52 entsteht eine Reibkraft, die nach oben gerichtet ist. Übersteigt die Reibkraft
beim Herausziehen des Wischbesatzträgers aus der Auswringvorrichtung 10 das Gesamtgewicht
des mit Reinigungsflüssigkeit gefüllten Aufnahmegefäßes und der darauf montierten
Auswringvorrichtung 10, kann diese u.U. vom Boden 18 abgehoben werden. Um dieser Möglichkeit
entgegenzutreten, können folgende Maßnahmen einzeln oder in Kombination vorgesehen
werden: a) die Anordnung eines federunterstützten Auswerfers über dem Boden 18 des
Grundkörpers 12, durch den das Herausziehen des Wischbesatzträgers aus der Auswringvorrichtung
10 erleichtert wird; b) die Anordnung einer seitlich vom Boden 18 des Auffanggefäßes
vorstehenden Trittfläche, um durch Aufsetzen eines Fußes der Bedienungsperson einem
Abheben der gesamten, aus Auffanggeäß und Auswringvorrichtung 10 bestehenden Reinigungsvorrichtung
von einer Standfläche entgegenzuwirken; c) Verminderung der Reibkraft zwischen den
Wringwalzen 20, 22 und ihren Lagern 50, 52 durch eine zweckentsprechende Materialpaarung
mit möglichst geringem Gleitreibungskoeffizienten, wie z.B. POM mit PTFE/PE-HD.
[0026] Der Auswringgrad kann durch eine Erhöhung der Rollenandrückkraft gesteigert werden.
Abgesehen von der begrenzten Möglichkeit, zu diesem Zweck den Grundkörper 12 steifer
auszubilden, können die Wringwalzen 20, 22, wie oben beschrieben, mit radialen Ablauföffnungen
in ihren zylindrischen Wänden verwendet werden. Dadurch, daß die Hohlräume der Wringwalzen
20, 22 von beiden Enden jeder Wringwalze zu deren Mitte hin konisch verjüngt sind,
wird die beim Auswringen eines Wischbesatzes ins Innere der Wringwalzen 20, 22 ausgepreßte
Reinigungsflüssigkeit durch die sich von der Mitte jeder Wringwalze 20, 22 zu ihren
beiden Enden hin konisch erweiternde Innenwandung oder Ablaufschräge zu diesen äußeren
Enden jeder Wringwalze 20, 22 geleitet. Dadurch wird die ausgepreßte Reinigungsflüssigkeit
schneller abgeführt und der Anpreßdruck durch die verringerte Fläche partiell erhöht,
so daß der Auswringgrad verbessert wird.
[0027] Ein zweites Ausführungsbeispiel der Auswringvorrichtung ist in Fig. 7 als Ganzes
mit 110 bezeichnet. In dieser Auswringvorrichtung sind hier die Führungselemente 112,
114 direkt mit der Aufnahme für die Wringwalzen verbunden. Diese Führungselemente
sind nach oben bis über die Seitenführungen 76, 78 hinaus verlängert. Dies verhindert
beim Einführen des Wischkörpers in die Auswringvorrichtung, daß der Wischkörper zur
Seite klappen kann. Durch die direkte Verbindung der Führung mit der Aufnahme für
die Wringwalzen wird der Abstand zwischen Wischkörper und Führung klein gehalten.
Beim Einführen des Wischkörpers zwischen die Auswringwalzen biegen sich die Führungshälften
mit den Wringwalzen auf und so wird ein Klemmen des Wischkörpers zwischen den Führungshälften
vermieden.
[0028] In diesem Ausführungsbeispiel sind weiterhin zwischen den Versteifungsrippen 34,
36 sowohl in den Seitenwänden 30 und 32 als auch in den Führungselementen 112, 114
Aussparungen mit verringerter Materialdicke. Da die Gestaltsteifigkeit der Auswringvorrichtung
durch die Versteifungsrippen hergestellt wird, dienen diese Aussparungen einer Verringerung
des Materialeinsatzes.
[0029] In Fig. 10 ist ein Schnitt durch dieses zweite Ausführungsbeispiel dargestellt; dabei
weisen die Seitenführungen Auswerferfedern 128 und 130 auf. Diese Auswerferfedern
und eine mit 126 bezeichnete Auswerfeinrichtung erleichtern den Herausziehvorgang
des Wischkörpers aus der Auswringvorrichtung, wenn der Anpreßdruck wie in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel sehr hoch ist. Ohne eine solche Auswerfeinrichtung könnte der
Wischkörper zwischen den Rollen festgeklemmt werden. Die Auswerferfedern 128 und 130
werden beim Einführen des Wischkörpers in die Auswringvorrichtung vorgespannt und
behalten ihre Spannung bis zum Auswerfen.
[0030] Die zu der Grundausführung des ersten Ausführungsbeispiels hinzugekommenen Führungselemente,
die Aussparungen und die Auswurfvorrichtung können auch einzeln der Grundversion hinzugefügt
werden, ohne die Ausführbarkeit der Erfindung zu beeinträchtigen. Insbesondere sind
die weiteren Elemente der verlängerten Führung mit Rollenaufnahme und die Aussparungen
funktional unabhängig voneinander. In der bevorzugten Ausführung der Erfindung sind
die verlängerten Führungselemente die Aussparungen zur Materialeinsparung und die
Auswerfeinrichtung mit den Auswerferfedern miteinander kombiniert. Diese Ausführung
hat auch den Vorteil, daß durch die gemeinsame Ausführung der Führungselemente und
der Aufnahme für die Wringwalzen eine weitere Reduzierung der Zahl der Bauteile und
damit eine Verringerung des Montageaufwandes erzielt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 10, 110
- Auswringvorrichtung
- 12
- Grundkörper
- 14, 16
- Seitenwände
- 18
- Boden
- 20, 22
- Wringwalzen
- 24
- Walzenspalt
- 26, 28
- Befestigungsvorrichtungen
- 30, 32
- Stirnwände
- 34, 36
- Versteifungsrippen
- 38, 40
- obere Längskanten
- 42, 44
- obere Ausschnitte (der Seitenwände)
- 46, 48
- Schmalseiten
- 50, 52
- Lager
- 54, 56
- Lagerschalen
- 58, 60
- Aufnahmeöffnungen (Lagerschalen)
- 62, 64
- freie Enden (Lagerschalen)
- 66
- Ablauföffnungen
- 67, 69
- Tragplatten
- 68
- Innenwand
- 70
- Längsmitte (Wringwalze)
- 72, 74
- Enden (Wringwalzen)
- 71, 73
- Stützrippenpaaren
- 75, 77
- U-Steg (Seitenführung)
- 76, 78
- Seitenführungen
- 77, 79
- oberes Ende (Seitenführung)
- 80, 82
- Schnapphaken
- 81, 83
- unteres Ende (Seitenführung)
- 84, 86
- U-Schenkel (Befestigungsvorrichtung)
- 88, 90
- U-Steg (Befestigungsvorrichtung)
- 92, 94
- Rastschulter (Befestigungsvorrichtung)
- 96, 98
- Zwischenräume
- 112, 114
- Führungselemente mit Aufnahme für die Wringwalzen
- 120, 122
- Aussparungen
- 126
- Auswerfeinrichtung
- 128, 130
- Auswerferfedern
1. Vorrichtung zum Auswringen von Flüssigkeit aus einem Naßwischbesatz, der an einem
etwa rechteckigen Wischbesatzträger eines mit mit einer Betätigungsstange versehenen
Bodenreinigungsgerätes lösbar befestigt ist, wobei die Auswringvorrichtung aus einem
Grundkörper (12) besteht, dem zwei Wringwalzen (20, 22) zugeordnet sind, welche parallel
zueinander drehbar gelagert und entgegen einer elastischen Vorspannkraft etwa parallel
zueinander voneinander wegbewegbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
der die Wringwalzen (20, 22) tragende Grundkörper (12) aus einem biegeelastischen
Werkstoff besteht.
2. Auswringvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (12)
im Querprofil etwa U-förmig gestaltet ist.
3. Auswringvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schenkel
des Profils bildenden Seitenwände (14, 16) des Grundkörpers (12) durch einen rinnenförmigen
Boden (18) verbunden sind.
4. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
obere, zueinander etwa parallele Längskanten der Seitenwände (14, 16) des Grundkörpers
(12) mit Lagern (50, 52) für die Wringwalzen (22, 22) ausgerüstet sind.
5. Auswringvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (50, 52)
für jede der beiden Wringwalzen (20, 22) aus mindestens zwei Lagerschalen (54, 56)
bestehen.
6. Auswringvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschalen
(54, 56) etwa einem Kreiszylinderausschnitt entsprechend geformt sind und einen lichten
Querschnitt aufweisen, der dem Querschnitt der kreiszylindrischen Wringwalzen (20,
22) angepaßt ist.
7. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Lagerschale (54, 56) mit einer Aufnahmeöffnung (58, 60) zum Einsetzen einer Wringwalze
(20, 22) versehen ist, wobei jede Aufnahmeöffnung (58, 60) einen sich über den Umfang
der zugehörigen Lagerschale erstreckenden Öffnungwinkel von weniger als 180°aufweist.
8. Auswringvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung
(58, 60) jeder Lagerschale (54, 56) durch mindestens eine elastische Vorrichtung begrenzt
ist.
9. Auswringvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die jeder Aufnahmeöffnung
(58, 60) der Lagerschalen (54, 56) zugeordnete, elastische Vorrichtung von einem freien,
oberen Ende (62, 64) der Lagerschalen (54, 56) gebildet ist.
10. Auswringvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnungen
(58, 60) der an beiden Seitenwänden (14, 16) angebrachten Lagerschalen (54, 56) sich
paarweise gegenüberliegen.
11. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerschalen (54, 56) über die obere Längskante (38, 40) der beiden Seitenwände
(14, 16) des Grundkörpers (12) nach oben hinausragen.
12. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Stirnseiten des Grundkörpers (12) durch Stirnwände (30, 32) im wesentlichen
abgedeckt sind.
13. Auswringvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwände (30,
32) am oberen Ende als sich etwa senkrecht und parallel erstreckende Seitenführungen
(76, 78) für einen Wischbesatzträger ausgebildet sind.
14. Auswringvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführungen
(76, 78), in Draufsicht, einen U-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei sich die offenen
Seiten beider Seitenführungen im Abstand gegenüberliegen.
15. Auswringvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der freie,
U-förmige Querschnitt der sich gegenüberliegenden Seitenführungen (76, 78) symmetrisch
über einem Walzenspalt (24) der beiden, horizontal nebeneinander angeordneten Wringwalzen
(20, 22) angeordnet sind.
16. Auswringvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Querschnitt
der Seitenführungen (76, 78) von ihrem oberen Ende (77, 79) bis zu ihrem im Abstand
oberhalb der beiden Wringwalzen (20, 22) liegenden, unteren Ende (81, 83) zunehmend
bis auf einen der Dicke und Länge des Wischbesatzträgers angepaßten Querschnitt verkleinert
ist.
17. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Stirnwände (30, 32) des U-förmigen Grundkörpers (12) nur mit dem Boden
(18) des Grundkörpers (12) elastisch biegsam verbunden und unter Bildung schlitzförmiger
Abflußöffnungen (96, 98) in einem zum oberen Ende hin zunehmenden Abstand von den
Stirnkanten der Seitenwände (14, 16) des Grundkörpers (12) angeordnet sind.
18. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wringwalzen (20, 22) rohrförmig sind.
19. Auswringvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen
Wringwalzen (20, 22) mit etwa radialen Ablauföffnungen (62) versehen sind.
20. Auswringvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (64)
der rohrförmigen Wringwalzen (20, 22) von deren Längsmitte (70) aus bis zu ihren beiden
Enden (66, 68) hin jeweils konisch erweitert ist.
21. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand des Walzenspaltes (24) der Wringwalzen (20, 22) von der Oberfläche des
Bodens (18) kleiner als die Höhe jeder Schmalseite des Wischbesatzträgers bemessen
ist.
22. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenseite des Grundkörpers (12) mit sich senkrecht erstreckenden Versteifungsrippen
(34, 36) versehen ist.
23. Auswringvorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Versteifungsrippen
(34, 36) über die Außenseite des Grundkörpers (12) kontinuierlich erstrecken sowie
im Abstand parallel zueinander angeordnet und zum Boden (18) des Grundkörpers (12)
hin verstärkt sind.
24. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest der Boden (18) des Grundkörpers (12) mit Abflußöffnungen versehen ist.
25. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stirnwände (30, 32) am oberen Ende ihrer Außenseiten Befestigungsvorrichtungen
(26, 28) aufweisen, mit welchen die Auswringvorrichtung (10) auf die Oberkante sich
gegenüberliegender Ränder eines Auffangbehälters für Flüssigkeit aufsetzbar ist.
26. Auswringvorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtungen
(26, 28) an den beiden Stirnwänden (30, 32) des Grundkörpers (12) als Schnapphaken
(80, 82) ausgebildet sind.
27. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß
der Grundkörper (12) mit seinen Seitenwänden (14, 16) und Stirnwänden (30, 32) und
den daran angeordneten Lagerschalen (50, 52) einteilig ausgebildet ist.
28. Auswringvorrichtung nach Anspruch 27, gekennzeichnet durch ein einteiliges Kunststoff-Spritzgußteil.
29. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß
diese im wesentlichen aus nicht-rostendem Federstahl besteht.
30. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 29, gekennzeichnet durch über
die Stirnwände (30, 32) nach oben herausragende Führungselemente (112, 114).
31. Auswringvorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente
(112, 114) mit der Aufnahme für die Wringwalzen (20, 22) verbunden sind.
32. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwände (30, 32) und/oder die Führungselemente (112, 114) zwischen den Versteifungsrippen
(34, 36) Aussparungen (120, 122) mit verringerter Materialdicke aufweisen.
33. Auswringvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, gekennzeichnet durch in der
Nähe der Wringwalzen (20, 22) angebrachte Auswerfeinrichtung (126) sowie durch an
den Seitenführungen (76, 78) angebrachten Auswerferfedern (128, 130).