[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Arbeitsflächen einer Druckmaschine,
insbesondere eine Gummituchwaschanlage.
[0002] Bei einer aus der Praxis bekannten Gummituchwaschanlage für Druckmaschinen weisen
die den Gummitüchern zugeordneten, als Waschbalken ausgebildete Wascheinheiten Aktoren,
wie steuerbare Ventile für eine abzugebende Reinigungsflüssigkeit, und Sensoren auf,
wobei die Aktoren und Sensoren jeweils einer Wascheinheit über eine beispielsweise
25-polige Verbindung an einem Zentralrechner für die gesamte, alle Waschanlagen und
eine diesen zugeordnete Pumpstation umfassende Gummituchwaschanlage angeschlossen
sind. Der Zentralrechner weist für die Wascheinheiten jeweils eines Druckwerks ein
Übergabeelement auf, dessen Aufgabe im wesentlichen in einer Adapterfunktion von den
25-poligen, von den Wascheinheiten kommenden Kabeln zu einem intern im Zentralrechner
verwendeten Flachbandkabel-System besteht. Die Übergabeelemente sind jeweils an eine
als programmierbare Steuerung ausgebildete Untersteuerung angeschlossen, welche für
benötigte Arbeitsabläufe parametrierbare Sequenzen in einem Speicher bereithält, wie
beispielsweise für die Durchführung eines Waschvorgangs das Anstellen eines Wasch-
und Trockentuches an einen zu reinigenden Gummituchzylinder, das Öffnen von Ventilen
zum Abgeben einer Reinigungsflüssigkeit für die Befeuchtung des Wasch- und Trockentuches,
dem Weitertransport des Wasch- und Trockentuches und nach Beendigung des Reinigungsvorgangs
das Schließen der Ventile. Die Untersteuerungen sind jeweils über serielle Datenleitungen
mit dem Zentralrechner der Gummituchwaschanlage verbunden. Der Zentralrechner nimmt
Eingaben von Bedienungspersonal entgegen und ist den einzelnen Untersteuerungen übergeordnet.
[0003] Die jeweils 25-poligen Einzelverbindungen jeweils einer Wascheinheit zu Übergabeelementen
des Zentralrechners und die Anordnung der Karten für die Untersteuerungen mit jeweils
eigenem Netzteil in einem Rack ist relativ aufwendig. Überdies ist problematisch,
daß die Wascheinheiten bei Unterbrechung ihrer Verbindung zum ihnen zugeordneten Übergabeelement
des Zentralrechners nicht in einen sicheren Zustand übergehen, also insbesondere die
Ventile schließen und das Reinigungstuch vom Zylinder abstellen. Auch ist bei dieser
Anordnung die Wartung relativ aufwendig, weil Einzelfunktionen jeweils manuell ausgetestet
werden müssen. Überdies ist die Nachrüstung für weitere zusätzliche Druckwerke und/oder
Waschbalken sehr aufwendig. Schwierig ist auch die Fehlersuche beim Auftreten einer
Fehlfunktion, da unklar ist, ob ein Fehler z.B. an einem Sensor, an der Verbindungsleitung
vom Waschbalken zum Übergabeelement des Zentralrechners, an einem Stecker, an einem
Treiber oder im Bereich eines Übergabeelements zu suchen ist.
[0004] Aus der EP 0 419 289 A3 ergibt sich eine Gummituchwaschanlage mit mehreren, mit einem
Zentralrechner verbundenen, jeweils Aktoren und Sensoren aufweisenden Waschbalken,
bei der dem Zentralrechner und dem Waschbalken jeder Druckeinheit jeweils ein an die
Druckeinheit angebautes Modul zugeordnet ist, wobei alle Module mit einem Übertragungskanal
verbunden sind, über den Signale übertragbar sind. Die dem Zentralrechner zugeordneten
Module besitzen jedoch keine eigene Intelligenz. Die Module sind auch nicht untereinander
in Kommunikationsverbindung. Die Module enthalten Steuer-und Stellorgane, die vom
Zentralrechner angesteuert werden. Ein Datenrückfluß ist nicht vorgesehen.
[0005] Die EP 0 654 350 A1 zeigt eine Vorrichtung zur vollautomatischen Zylinderreinigung
bei Druckmaschinen, wobei zur Steuerung der Waschvorgänge ein als Erweiterung des
zentralen Druckmaschinen-Leitsystems ausgebildeter Zentralrechner vorgesehen sein
soll. Auch hier ist innerhalb der einzelnen Wascheinheiten keine eigene Intelligenz
mehr vorhanden.
[0006] Die EP 0 158 797 A2 zeigt ein zur Voreinstellung von Stellgliedern einer Druckmaschine
vorgesehenes Datenübertragungssystem, das nach Art eines Feldbus aufgebaute Übertragungskanäle
enthält, über welche Signale absendbar und empfangbar sind.
[0007] Ausgehend vom oben erwähnten Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Vorrichtung zum Reinigen von Arbeitsflächen einer Druckmaschine zu
schaffen, die einfach und kostengünstig aufgebaut ist, sowie eine hohe Funktionssicherheit
gewährleistet und effektiv gewartet werden kann.
[0008] Diese Aufgabe ist bei der dem Anspruch 1 zu Grunde liegenden Kombination gelöst.
Hiernach kommt eine Vorrichtung zum Reinigen von Arbeitsflächen einer Druckmaschine,
insbesondere eine Gummituchwaschanlage, mit mehreren mit einem Zentralrechner verbundenen,
jeweils Aktoren und Sensoren aufweisenden, vorzugsweise als Waschbalken ausgebildeten
Wascheinheiten in Vorschlag, wobei dem Zentralrechner und jeder jeweils mindestens
eine Wascheinheit enthaltenden Teilmenge von Wascheinheiten jeweils ein zumindestens
wascheinheitsnah angeordnetes Kommunikationsmodul zugeordnet ist, wobei alle Kommunikationsmodule
mit einem Übertragungskanal verbunden sind, über den Signale absendbar und empfangbar
sind, und wobei mit den wascheinheitsnahen Kommunikationsmodulen jeweils ein lokales
Steuermodul verbunden ist, durch das die Aktoren schaltbar, die Sensoren auslesbar
sowie Ablaufsequenzen speicherbar und ausführbar sind.
[0009] Diese erfindungsgemäße Vorrichtung ist sehr kostengünstig, da der Verdrahtungsaufwand
aufgrund der Ausbildung mit einem gemeinsamen Übertragungskanal für alle Wascheinheiten
bzw. dem Zentralrechner zugeordneten Kommunikationsmodule verringert ist und überdies
die Komponenten sehr einfach montierbar sind. Auch verringert sich der Installationsaufwand
erheblich, weil keine eigenen, dem Zentralrechner zugeordneten Untersteuerungen für
die Wascheinheiten jeweils eines Druckwerks erforderlich sind. Außerdem verringert
sich die Zahl der erforderlichen Komponenten erheblich. Desweiteren erhöht die erfindungsgemäße
Vorrichtung die Gesamtsicherheit der Druckmaschine, in die sie einbaubar ist, deutlich,
da beim erfindungsgemäßen Aufbau unvorhergesehenes Verhalten von Waschbalken bei Kommunikationsstörungen
zuverlässig vermeidbar ist und die Gesamtwaschmittelmenge einfach und präzise zentral
überwachbar und dosierbar ist. Auch ist die Nachrüstung für weitere zusätzliche Druckwerke
und/oder Waschbalken unproblematisch und schnell mit niedrigen Kosten durchführbar.
Außerdem vereinfacht sich die Fehlersuche im Falle von Störungen erheblich, da aufgrund
des integrierten, modularen Gesamtkonzepts der Fehlerort einfach detektierbar ist,
was auch die Wartung deutlich vereinfacht und damit verbilligt. Dadurch, daß mit den
wascheinheitsnahen Kommunikationsmodulen jeweils ein lokales Steuermodul verbunden
ist, wird ein besonders hoher Grad an Autharkie in der jeweiligen Wascheinheit gewährleistet
und insbesondere eine lokale Selbstdiagnose ermöglicht.
[0010] Besonders bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] So ist vorzugsweise jeder Wascheinheit ein Kommunikationsmodul zugeordnet, was verglichen
mit der Zuordnung eines Kommunikationsmodules zu allen Wascheinheiten eines Druckwerks
den Vorteil modulareren Aufbaus und schnellerer Fehlersuche hat.
[0012] Zweckmäßig ist ein Kommunikationsmodul jeweils in eine Wascheinheit eingebaut, sodaß
bei der Montage vor Ort diese Wascheinheit jeweils nur noch an den Übertragungskanal
angeschlossen werden muß.
[0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Kommunikationsmodule als Feldbusknoten
und der Übertragungskanal als Feldbus eines Feldbus-Systems ausgebildet, da sich so
eine kostengünstige, einfach wartbare und unter den Betriebsbedingungen einer Druckmaschine
zuverlässige Ausbildung ergibt.
[0014] Über den Übertragungskanal sind vorzugsweise Makros übertragbar, was gegenüber der
Übertragung von Einzelsignalen zur Ansteuerung von Aktoren oder zum Auslesen von Sensoren
den Vorteil niedrigerer Busauslastung und damit höherer Zuverlässigkeit und Störunanfälligkeit
hat. Dabei umfaßt zweckmäßig ein Makro zumindest einen Header mit einer einem bestimmten,
anzusprechenden Kommunikationsmodul einer Wascheinheit oder des Zentralrechners zugeordneten
Kennung und eine von diesem Kommunikationsmodul als Anfrage, Befehl oder Antwort interpretierbare
Datensequenz, was eine zuverlässige und komprimierte Übertragung ermöglicht.
[0015] Zweckmäßig sind alle an den Übertragungskanal angeschlossenen Teilnehmer zumindest
durch das dem Zentralrechner zugeordnete Kommunikationsmodul von einem Detektionsteilprogramm
im Zentralrechner detektierbar, sodaß dem Zentralrechner die Konfiguration des Systems
bekannt ist.
[0016] Am die Kommunikationsmodule und den Übertragungskanal umfassenden Bussystem ist zweckmäßig
zumindest beim Hochfahren eine automatische Selbstdiagnose von einem Selbstdiagnoseprogramm
im Zentralrechner durchführbar, wodurch sich eventuelle Kommunikationsstörungen zuverlässig
erfassen lassen.
[0017] In den Kommunikationsmodulen kann ein CAN-Feldbus-Protokoll implementiert sein, da
sich dieses in gattungsfremden Applikationen bereits als zuverlässig bewährt hat.
[0018] Die Zugriffsberechtigung der Kommunikationsmodule auf den Übertragungskanal ist vorzugsweise
durch für die einzelnen Kommunikationsmodule festlegbare, jeweils in einem Speicher
ablegbare Prioritäten geregelt, was eine schnelle Arbitrierung ermöglicht. Dabei umfaßt
zweckmäßig ein Sendezugriff eines Kommunikationsmoduls auf den Übertragungskanal als
Startsequenz eine Prioritätssequenz, die bei einer Kollision mit gleichzeitig abgesendeten
Prioritätssequenzen von anderen Kommunikationsmodulen niedrigerer Priorität auf dem
Übertragungskanal gegenüber diesen dominiert. Dies kann beispielsweise in Form einer
Open-Collector-Lösung ausgeführt sein.
[0019] Einem abzusendenden Gefahrensignal ist zweckmäßig eine gegenüber allen anderen Prioritäten
vorrangige Priorität zugeordnet, sodaß schnell und zuverlässig eine auftretende Gefahr
über den Übertragungskanal übermittelbar ist. Dazu kann einer bestimmten Gefahrensituation
in allen Kommunikationsmodulen die gleiche Priorität oder in jedem Kommunikationsmodul
eine andere Priorität hoher Ordnung zugeordnet werden.
[0020] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist als Zentralrechner ein Gummituchwaschanlagenzentralrechner
vorgesehen, der ohne Adaption an einen Leitstand etc. anschließbar sein kann. Nach
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist ein Druckmaschinenleitstandsrechner
als Zentralrechner vorgesehen, was eine sehr vorteilhafte Ausbildung der Vorrichtung,
insbesondere Gummituchwaschanlagensteuerung, in ein Gesamt-Leitstandskonzept erlaubt.
[0021] Vorteilhaft ist es, wenn durch ein Abbruch-Teilprogramm im Steuerungsmodul oder Kommunikationsmodul
eines Waschbalkens dieser beim Auftreten eines lokalen Fehlers bei einer lokalen Selbstdiagnose
in einen sicheren Zustand bringbar ist.
[0022] Vorzugsweise ist das Steuerungsmodul eines Waschbalkens vom Zentralrechner aus durch
Übermittlung von Programmdaten über den Übertragungskanal zum Steuerungsmodul des
Waschbalkens programmierbar, was in überaus vorteilhafter Weise die schnelle und zuverlässige
Adaption an Druckaufträge vom Zentralrechner, insbesondere Leitstand aus erlaubt.
Dabei ist zweckmäßig das lokale Aktionsprogramm zum Ansteuern von Aktoren, Auslesen
von Sensoren, und Abarbeiten von Programmteilschritten in einem Steuerungsmodul vom
Leitstand aus durch ein Änderungen übermittelndes Teilprogramm am Leitstand modifizierbar.
[0023] Vorteilhaft kann auch eine Modifizierbarkeit des lokalen Kommunikationsprogramms
im Kommunikationsmodul eines Waschbalkens vom Zentralrechner aus sein, um eine Umkonfiguration
der Kommunikationsparameter vom Zentralrechner aus zu ermöglichen.
[0024] Vorzugsweise ist im Steuerungsmodul eines Waschbalkens ein lokales Regelungsteilprogramm
zur lokalen Nachregelung in Abhängigkeit von durch Sensoren zu messenden Daten vorgesehen,
um ohne Belastungen des Übertragungskanals und des Zentralrechners eine gleichbleibend
zuverlässige Funktion zu gewährleisten. Überdies kann derart eine Kompensation von
Verschmutzungen beispielsweise in den Ventilen oder von mechanischen Fertigungstoleranzen
beispielsweise des Düsendurchmessers oder des den Düsen anliegenden Drucks lokal erfolgen.
[0025] Zweckmäßig ist die jeweils an einem Waschbalken abzugebende Soll-Waschmittelmenge
von einem Waschmittelmengenregulationsteilprogramm im Zentralrechner festlegbar und
die von einem Sensor im Waschbalken gemessene Ist-Waschmittelmenge von einem Waschmittelmengenerfassungsteilprogramm
im Zentralrechner abfragbar, was eine zentrale Vorgabe der Soll-Reinigungsmittelnengen
und Erfassung der tatsächlich abgegebenen Ist-Reinigungsmittelmengen erlaubt. Zweckmäßig
ist durch ein Additions-Teilprogramm im Zentralrechner aus den von den einzelnen Wascheinheiten
abgegebenen Reinigungsmittelmengen die gesamte Reinigungsmittelmenge berechenbar.
[0026] Vorteilhaft ist es überdies, wenn von einem Störungsüberwachungsteilprogramm im Zentralrechner
Störungen von Aktoren und/oder Sensoren an einem Waschbalken erfaßbar sind, sodaß
der funktionelle Gesamtzustand der Waschanlage zentral erfaßbar ist.
[0027] Die Kommunikationsmodule in den Wascheinheiten sind vorzugsweise gekapselt, um Beeinträchtigung
durch die vor Ort auftretende Feuchtigkeit und Reinigungsmittel zu vermeiden.
[0028] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den zusätzlichen Unteransprüchen und
der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Dabei zeigt:
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen Waschbalken einer einem Gummituchzylinder zugeordneten Gummituchwaschvorrichtung,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des Waschbalkens in Figur 1 und der ihm zugeordneten
Flüssigkeitspumpe und Druckstoßerzeugungseinrichtung,
- Figur 3
- ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Gummituchwaschanlage mit mit einer Zentraleinheit
über einen gemeinsamen Übertragungskanal kommunizierenden Waschbalken,
- Figur 4
- ein Blockschaltbild der elektronischen Komponenten eines Waschbalkens.
[0029] Figur 1 zeigt den bereits bekannten Aufbau der mechanischen Komponenten eines Waschbalkens
1, der ein von einer Vorratsrolle 2 zugeführtes und nach Verwendung auf eine Aufnahmerolle
3 aufnehmbares, z.B. aus Vlies bestehendes Wasch- und Trockentuch 4 aufweist, das
über eine elastische Andrückleiste 5 auf der gummituchzylinderseitigen Flanke des
Waschbalkens 1 geführt ist. Die Andrückleiste 5 kann zur Reinigung eines Gummituchzylinders
6, wie in Figur 1 durch unterbrochene Linien angedeutet ist, in und außer Kontakt
mit diesem gebracht werden. Das Wasch- und Trockentuch 4 ist über auf einer Düsenleiste
7 angeordnete Düsen 8 mit einer Reinigungsflüssigkeit zum Reinigen des Gummituchzylinders
6 beaufschlagbar, wobei zur Bereitstellung eines hohen Drucks an den Düsen 8 ein in
den Waschbalken 1 integriertes Druckerhöhungsaggregat 9 vorgesehen ist. Dieses ist,
wie Figur 2 zeigt, mittels einer kurzen Hochdruckleitung 10 an die Düsenleiste 7 angeschlossen.
Das Druckerhöhungsaggregat 9 ist über eine Flüssigkeitsleitung 11 mit Reinigungsflüssigkeit
und mittels einer Druckluftleitung 12 mit Druckluft als Betriebsmittel versorgbar,
wobei die Druckluftleitung 12 an einer Druckstoßerzeugungseinrichtung 16 und die Druckluftleitung
12 über eine Kupplungseinrichtung 13 an einer Flüssigkeitspumpe 15 angeschlossen ist.
Die Hochdruckleitung 10, und die Flüssigkeitsleitung 11 sowie andere Leitungen wie
beispielsweise die Zuleitung der Flüssigkeitspumpe oder der Druckstoßerzeugungseinrichtung
können durch hier nicht dargestellte, elektronisch ansteuerbare Ventile absperrbar
sein.
[0030] Figur 3 zeigt als Blockschaltbild die miteinander kommunizierenden Komponenten. In
jeder hier als Waschbalken ausgebildeten Wascheinrichtung 1 ist jeweils ein Steuerungsmodul
17 insbesondere für die Ansteuerung von Aktoren 24 und Sensoren 23 und das Abspeichern
von Sequenzen sowie ein Kommunikationsmodul 18 vorgesehen. Auch an der Pumpstation
15 und am Zentralrechner 19 sind Kommunikationsmodule 18 vorgesehen. Alle Kommunikationsmodule
sind mit einem gemeinsamen Übertragungskanal 20 verbunden, wobei hier der Übertragungskanal
20 als Feldbus und die Kommunikationsmodule als Feldbusknoten bzw. Feldbus-Mastercard
eines Feldbus-Systems ausgebildet sind. Dabei ist die Feldbus-Mastercard hier im Zentralrechner
19 vorgesehen, welcher als Gummituchwaschanlagenzentralrechner ausgebildet ist, wobei
bei einem integrierten Konzept auch der Gummituchleitstandsrechner als Zentralrechner
19 einsetzbar ist. Im vorliegenden Fall ist in den Kommunikationsmodulen 18 ein CAN-Feldbus-Protokoll
implementiert.
[0031] Mit dem dargestellten Kommunikationssystem können von jedem Kommunikationsmodul 18
sowohl Signale abgesendet wie auch empfangen werden. Damit ist es möglich, vom Zentralrechner
19 über dessen Kommunikationsmodul 18, den Übertragungskanal 20 und das Kommunikationsmodul
18 eines beliebigen Waschbalkens gezielt Daten an diesen Waschbalken zu senden und
umgekehrt Daten wie Sensordaten, Gefahren oder Fehlermeldungen von jedem Waschbalken
1 aus über dessen Kommunikationsmodul 18 und den Übertragungskanal 20 dem Zentralrechner
19 über dessen Kommunikationsmodul 18 zuzusenden.
[0032] Wesentlich für die Funktion des Feldbus-Systems sind hier insbesondere die Regelung
der Zugriffsberechtigung der einzelnen Kommunikationsmodule 18 über eine Prioritätenregelung
sowie die Adressierung anzusprechender Kommunikationsmodule und das Format der zu
übertragenden Daten.
[0033] Die Zugriffsberechtigung der Kommunikationsmodule 18 auf den Übertragungskanal 20
ist im dargestellten Beispiel durch den einzelnen Kommunikationsmodulen zugeordnete,
jeweils in einem Speicher abgelegte Prioritäten geregelt, wobei die Prioritäten der
Kommunikationsmodule 18 der Waschbalken 1 und die Priorität des Kommunikationsmoduls
18 der Pumpstation 15 relativ zueinander beliebig gewählt sind und dem Kommunikationsmodul
18 des Zentralrechners 19, also der Feldbus-Mastercard, eine gegenüber allen Waschbalken
1 und der Flüssigkeitspumpe 15 höhere Priorität zugeordnet ist. Die höchste Priorität
ist hier Gefahrenmeldungen zugeordnet, wobei diese jeweils höchste Priorität von jedem
Teilnehmer, insbesondere von den Waschbalken 1, unabhängig von seiner individuellen
Priorität benutzt werden kann. Damit können Gefahren, wie beispielsweise Störungen
bei der Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit oder Druckstößen bzw. bei der Ventilsteuerung
unverzüglich weitergemeldet und die geeigneten Maßnahmen getroffen werden.
[0034] Wenn ein Kommunikationsmodul 18 versucht, Daten über den Übertragungskanal 20 abzusenden,
belegt es diesen hier zunächst mit seiner Prioritätskennung, wobei die gleichzeitige
Anmeldung mehrerer Kommunikationsmodule 18 auf dem Übertragungskanal 20 dazu führt,
daß sich die ranghöchste Prioritätssequenz auf dem Übertragungskanal 20 durchsetzt,
was von allen Kommunikationsmodulen 18 erkannt wird, sodaß daraufhin nur dasjenige
Kommunikationsmodul 18, das sich mit seiner höchsten Priorität durchgesetzt hat auf
dem Übertragungskanal 20 senden wird. Dabei kann die Prioritätssequenz eines Kommunikationsmoduls
18 beispielsweise logische "O"- und "1"-Signale umfassen, wobei sich bei einer Kollission
eines "1"-Signals mit einem "O"-Signal eines anderen Kommunikationsmoduls 18 niedrigerer
Priorität ein "1"-Signal auf dem hier als Feldbus ausgebildeten Übertragungskanal
20 ergibt. Dies kann beispielsweise inform einer Open-Collector-Lösung realisiert
sein.
[0035] Wenn ein Kommunikationsmodul 18 aufgrund seiner Priorität senden kann, beginnt es
mit der Übertragung von Daten. Diese können als Makros aufgebaut sein, wobei ein Makro
hier zumindest einen Header mit einem bestimmten, dem anzusprechenden Kommunikationsmodul
einer Wascheinheit oder des Zentralrechners 19 zugeordneten Kennung und eine vom anzusprechenden
Kommunikationsmodul 18 als Anfrage, Befehl oder Antwort interpretierbare Datensequenz
umfaßt. Beispielsweise kann ein Makro des Zentralrechners 19 an einen Waschbalken
1 gesendet werden, worauf dessen Steuerungsmodul 17 ein vorgefertigtes und in einem
Speicher abgelegtes Programm abarbeitet, also beispielsweise einen Waschbalken 1 an
den zugeordneten Gummituchzylinder 6 anstellt, entsprechende Ventile öffnet und das
Wasch- und Trockentuch 4 mit einer Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt, die entsprechenden
Ventile bzw. Pumpe oder Druckstoßerzeugungseinrichtung wieder deaktiviert und die
Andrückleiste 5 des Waschbalkens wieder vom Gummituchzylinder 6 abstellt. Auch kann
beispielsweise der Zentralrechner an alle Waschbalken ein gemeinsames Makro inform
einer Anfrage über bisher eingesetzte Reinigungsflüssigkeit absenden, worauf die Waschbalken,
und zwar aufgrund ihrer unterschiedlichen Prioritäten nacheinander, dem Zentralrechner
19 mit einem die bisher verwandte Reinigungsmittelmenge anzeigenden Datensatz antworten.
Damit kann der Zentralrechner mit einem Additions-Teilprogramm aus den gemeldeten,
von den einzelnen Wascheinheiten 1 abgegebenen Reinigungsmittelmengen die gesamte
bisher verwendete Reinigungsmittelmenge berechnen und feststellen, ob diese bereits
einen hinsichtlich der Brandgefahr im Trockner der Druckmaschine gefährlichen Wert
überschreitet.
[0036] Das modulare Konzept der erfindungsgemäßen Vorrichtung erlaubt beim Hochfahren, also
Aktivieren des Systems und während des Betriebs auf verschiedenen Ebenen Funktionskontrollen.
[0037] So kann beispielsweise nach einem standardisierten Protokoll bei jedem Hochfahren
der Zentralrechner 19 über sein Kommunikationsmodul 18 alle am Feldbus aktiv beteiligten
Teilnehmer in Form von über ihre Kommunikationsmodule 18 angeschlossenen Waschbalken
1 erfragen und eventuelles Fehlen von Teilnehmern bzw. neu hinzukommende Teilnehmer
detektieren und gegebenenfalls an den Leitstand weitermelden oder anzeigen. Ebenso
kann während des Betriebes beispielsweise in regelmäßigen Abständen überwacht werden,
ob noch alle Teilnehmer störungsfrei teilnehmen können, indem der Zentralrechner 19
jeweils eine Anfrage an alle Teilnehmer absendet, die von allen Teilnehmern zu beantworten
wäre. Überdies ist lokal von jedem Kommunikationsmodul 18 jeweils eines Waschbalkens
1 eine laufende Diagnose der Kommunikation möglich, sodaß bei sinkender Qualität gegebenenfalls
ein Alarmsignal abgegeben werden kann. Im Falle fehlender Kommunikation über den Übertragungskanal
20 kann ein Kommunikationsmodul 18 jeweils das ihm zugeordnete Steuerungsmodul 17
veranlassen, den Waschbalken in einen stabilen Zustand zu überführen, in welchem beispielsweise
alle,die Abgabe von Reinigungsmittel ermöglichenden Ventile geschlossen werden. Auch
ist eine laufende Selbstdiagnose von Aktoren 24 und Sensoren 23 bzw. Plausibilitätskontrolle
von Sensormeldungen durch ein Steuerungsmodul 17 eines Waschbalkens 1 möglich, wobei
im Falle von auftretenden Fehlern über den Übertragungskanal 20 eine Gefahrenmeldung
mit gegebenenfalls hoher Priorität oder eine Fehlermeldung abgesendet werden kann.
[0038] Überdies ist vom Zentralrechner 19 über den Übertragungskanal 20 jederzeit eine Neukonfiguration
der Waschprogramme in den Waschbalken 1 möglich, um so völlig unaufwendig eine Anpassung
an die auf der Druckmaschine anzufertigende Produktion insbesondere hinsichtlich Waschintervallen,
aufgrund des jeweiligen Papiers zu verwendender Waschmittelmenge vom Zentralrechner
aus zu erlauben.
[0039] Desweiteren erlaubt der modulare Aufbau mit lokalen, eigenständigen Systemen in den
Waschbalken 1 auch eine wesentlich einfachere Fehlersuche und Wartung, da so Fehler
deutlich schneller lokalisiert werden können.
[0040] Figur 4 zeigt als Blockschaltbild den Aufbau der elektronischen Komponenten eines
Waschbalkens 1. Die Kommunikation erfolgt über ein an den Übertragungskanal 20 angeschlossenes
Kommunikationsmodul 18, das über nicht gezeigte Leitungen, insbesondere Datenleitungen
mit dem Steuerungsmodul 17 verbunden ist. Obwohl hier getrennt in Form zweier Module
17,18 dargestellt, können das Kommunikationsmodul 18 und das Steuerungsmodul 17 auch
auf einer Platine realisiert sein. Die beiden Module 17, 18 sind hier an eine gemeinsame
Spannungsversorgung mit einem Versorgungsspannungsanschluß 21 und einem Masseanschluß
22 angeschlossen. Die Spannungsversorgung ist auch in Figur 3 angedeutet, wobei die
konkrete Ausführung nicht notwendigerweise die dargestellte Verbindung zwischen jeweils
zwei Waschbalken erfordert, sondern beispielsweise auch alle Waschbalken zur Spannungsversorgung
zentral oder auf Stromschienen etc. angeschlossen sein können. Figur 4 zeigt überdies
schematisch mehrere Sensoren 23, die beispielsweise als Durchflußmesser die abgegebene
Reinigungsflüssigkeitsmenge oder dergleichen messen können und mehrere Aktoren 24,
die beispielsweise wie hier dargestellt als regelbare Ventile 24 ausgebildet sein
können, durch welche der Zufluß von Reinigungsflüssigkeit oder Druckstöße reguliert
werden können. Die Sensoren 23 und Aktoren 24 sind hier auf eine gemeinsame Erdungsleitung
25 geführt. Die Aktoren 24 werden jeweils vom Steuerungsmodul 17 nach einer in diesem
gespeicherten abzuarbeitenden Sequenz, z.B. auf einen Aktivierungsbefehl vom Zentralrechner
19 hin oder nach Ablauf einer bestimmten Zeitdauer in einem Zeitglied im Steuerungsmodul
17 aktiviert.
[0041] Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Insbesondere ist sie auch bei mechanisch anders aufgebauten Waschbalken
oder mit anderen Übertragungskanälen, wie beispielsweise koaxialen oder Glasfasernetzwerken
bei entsprechender Anpassung einsetzbar.
1. Vorrichtung zum Reinigen von Arbeitsflächen einer Druckmaschine, insbesondere Gummituchwaschanlage,
mit mehreren mit einem Zentralrechner (19) verbundenen, jeweils Aktoren (24) und Sensoren
(23) aufweisenden, vorzugsweise als Waschbalken ausgebildeten Wascheinheiten (1),
wobei dem Zentralrechner (19) und jeder jeweils mindestens eine Wascheinheit (1) enthaltenden
Teilmenge von Wascheinheiten (1) jeweils ein zumindest wascheinheitsnah angeordnetes
Kommunikationsmodul (18) zugeordnet ist, wobei alle Kommunikationsmodule (18) mit
einem Übertragungskanal (20) verbunden sind, über den Signale absendbar und empfangbar
sind, und wobei mit den wascheinheitsnahen Kommunikationsmodulen (18) jeweils ein
lokales Steuerungsmodul (17) verbunden ist, durch das die Aktoren (24) schaltbar,
die Sensoren (23) auslesbar sowie Ablaufsequenzen speicherbar und ausführbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wascheinheit (1) ein in sie eingebautes und/oder gekapseltes Kommunikationsmodul
(18) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Übertragungskanal (20) als Feldbus und die Kommunikationsmodule (18) als Feldbusknoten
eines Feldbus-Systems mit einem CAN(Controller Area Network)-Feldbusprotokoll, ausgebildet
sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle an den Übertragungskanal (20) angeschlossenen Teilnehmer (1,15,10) zumindest
durch das dem Zentralrechner (19) zugeordnete Kommunikationsmodul (18) von einem Detektionsteilprogramm
im Zentralrechner detektierbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über das die Kommunikationsmodule (18) und den Übertragungskanal (20) umfassende
Bussystem zumindest beim Hochfahren eine automatische Selbstdiagnose von einem Selbstdiagnoseprogramm
im Zentralrechner (19) durchführbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sendezugriff eines Kommunikationsmoduls (18) auf den Übertragungskanal (20) als
Startsequenz eine Prioritätssequenz umfaßt, die bei einer Kollision mit Prioritätssequenzen
von anderen Kommunikationsmodulen (18) niedrigerer Priorität auf dem Übertragungskanal
(20) gegenüber diesen dominiert, wobei die Prioritätssequenz eines Kommunikationsmoduls
(18) logische "O"- und "1"-Signale umfaßt, und dabei jeweils eine Kollission eines
"1"-Signals mit einem "O"-Signal eines anderen Kommunikationsmoduls (18) niedrigerer
Priorität ein "1"-Signal auf dem Übertragungskanal (20) ergibt und/oder einem abzusendendem
Gefahrensignal eine gegenüber allen anderen Prioritäten vorrangige Priorität zugeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Zentralrechner (19) ein Leistungsrechner vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Steuerungsmodul (17) eines Waschbalkens (1) eine lokale Selbstdiagnose
durchführbar ist und/oder durch ein Abbruchteilprogramm im Steuerungsmodul (17) oder
Kommunikationsmodul (18) eines Waschbalkens (1) dieser beim Auftreten eines lokalen
Fehlers bei einer lokalen Selbstdiagnose in einen sicheren Zustand bringbar ist und/oder
das Steuerungsmodul (17) eines Waschbalkens (1) vom Zentralrechner (19) aus durch
Übermittlung von Programmdaten über den Übertragungskanal (20) zum Steuerungsmodul
(17) des Waschbalkens (1) programmierbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Steuerungsmodul (17) eines Waschbalkens (1) ein lokales Regelungsteilprogramm
zur lokalen Nachregelung in Abhängigkeit von durch Sensoren (23) zu messenden Daten
vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils an einem Waschbalken (1) abzugebende Soll-Waschmittelmenge von einem
Waschmittelmengenregulations-Teilprogrammm im Zentralrechner (19) festlegbar und die
von einem Sensor (23) im Waschbalken gemessene Ist-Waschmittelmenge von einem Waschmittelmengenerfassungs-Teilprogramm
im Zentralrechner (19) abfragbar ist, und daß im Zentralrechner (19) ein Additions-Teilprogramm
zur Berechnung der gesamten Reinigungsmittelmenge aus den von den einzelnen Wascheinheiten
(1) abgegebenen Reinigungsmittelmengen vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Störungsüberwachungs-Teilprogramm im Zentralrechner (19) Störungen von
Aktoren (24) und/oder Sensoren (23) an einem Waschbalken (1) erfaßbar sind.
1. Device for cleaning the working surfaces of a printing machine, in particular rubber
blanket washing equipment, with several washing units (1) connected to a central computer
(19), each having actuators (24) and sensors (23) and preferably in the form of washing
beams, wherein the central computer (19) and each subgroup of washing units (1) containing
in each case one or more washing units (1) are assigned at least one communications
module (18) located close to the washing unit, wherein all communications modules
(18) are linked to a transmission channel (20), over which signals may be sent and
received, and wherein in each case the communications modules (18) which are close
to the washing units are linked to a local control module (17), through which the
actuators (24) may be switched, the sensors (23) read, and operational sequences may
be stored and executed.
2. Device according to claim 1, characterized in that each washing unit (1) is assigned
a communications module (18) which is incorporated and/or encapsulated in it.
3. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the transmission
channel (20) is in the form of a field bus, and the communications modules (18) are
designed as field bus nodes of a field bus system with a CAN (Controller Area Network)
field bus protocol.
4. Device according to any of the preceding claims , characterized in that all users
(1, 15, 10) connected to the transmission channel (20) may be detected, at least via
the communications module (18) assigned to the central computer (19), by a detection
sub-program in the central computer.
5. Device according to any of the preceding claims, characterized in that an automatic
self-diagnosis may be executed by a self-diagnosis program in the central computer
(19), at least when running up, via the bus system comprising the communications module
(18) and the transmission channel (20).
6. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a send access
of a communications module (18) on a transmission channel (20) comprises as start
sequence a priority sequence which, in the event of a conflict with priority sequences
of other communications modules (18) of lower priority on the transmission channel
(20), gives precedence over the latter, wherein the priority sequence of a communications
module (18) comprises logical "0" and "1" signals, and whereby in each case a conflict
between a "1" signal and an "0" signal of another communications module (18) of lower
priority generates a "1" signal on the transmission channel (20) and/or a danger signal
to be transmitted is assigned a priority which takes precedence over all other priorities.
7. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a power computer
is provided as central computer (19).
8. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a local self-diagnosis
may be executed by the control module (17) of a washing beam (1) and/or by means of
a termination sub-program in the control module (17) or communications module (18)
of a washing beam (1), the latter may be brought into a safe condition if a local
fault occurs during a local self-diagnosis, and/or the control module (17) of a washing
beam (1) is programmable from the central computer (19) by means of the transmission
of program data via the transmission channel (20) to the control module (17) of the
washing beam (1).
9. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a local regulation
sub-program, for local readjustment on the basis of data to be measured by sensors
(23), is provided in the control module (17) of a washing beam (1).
10. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the preset
amount of washing agent to be released at each washing beam (1) may be determined
by a washing agent quantity regulation sub-program in the central computer (19), and
the actual amount of washing agent measured by a sensor (23) in the washing beam may
be read by a washing agent quantity detection sub-program in the central computer
(19), and that the central computer (19) is provided with an addition sub-program
to calculate the overall amount of cleaning agent from the amounts of cleaning agent
released by the individual washing units (1).
11. Device according to any of the preceding claims, characterized in that faults in actuators
(24) and/or sensors (23) on a washing beam (1) are detectable by a fault monitoring
sub-program in the central computer (19).
1. Dispositif pour nettoyer des surfaces de travail d'une machine d'imprimerie, en particulier
installation de lavage de blanchets, comprenant plusieurs unités de lavage (1) connectées
à un ordinateur central (19), présentant chacune des organes actifs (24) et des capteurs
(23), et de préférence constituées par des poutres de lavage, dans lequel, à l'ordinateur
central (19) et à chaque quantité partielle d'unités de lavage (1) comprenant chacune
au moins une unité de lavage (1), est associé un module de communication (18) disposé
au moins à proximité de l'unité de lavage, tous les modules de communication (18)
étant connectés à un canal de transmission (20) par l'intermédiaire duquel des signaux
peuvent être émis et reçus, et dans lequel, à chacun des modules de communication
(18) proches des unités de lavage, est connecté un module de commande local (17) par
lequel les dispositifs actifs (24) peuvent être commandés, les capteurs (23) peuvent
être lus et des séquences de déroulement peuvent être mémorisées et exécutées.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, à chaque unité de lavage (1) est associé un module de communication (18) incorporé
et/ou encapsulé dans cette unité.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal de transmission (20) est constitué par un bus de zone et les modules de
communication (18) par des noeuds de bus de zone d'un système de bus de zone qui comporte
un protocole de bus de zone CAN (Controller Aera Net-work).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que tous les participants (1, 15, 10) connectés au canal de transmission (20) peuvent
être détectés par un programme partiel de détection compris dans l'ordinateur central,
du moins à travers le module de communication (18) associé à l'ordinateur central
(19).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un auto-diagnostic automatique peut être exécuté par un programme d'auto-diagnostic
dans l'ordinateur central (19), du moins lors de la montée, par l'intermédiaire du
système de bus qui comprend les modules de communication (18) et le canal de transmission
(20).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un accès d'émission d'un module de communication (18) au canal de transmission (20)
comprend, comme séquence de démarrage, une séquence de priorité qui, en cas de collision
avec des séquences de priorité d'autres modules de communication (18) qui possèdent
une priorité plus basse sur le canal de transmission (20), est dominante par rapport
à celles-ci, la séquence de priorité d'un module de communication (18) comprend des
signaux logiques « 0 » et « 1 » et, dans ce cas, une collision d'un signal « 1 » avec
un signal « 0 » d'un autre module de communication (18) possédant une plus basse priorité
donne un signal « 1 » sur le canal de transmission (20) et/ou, à un signal de risque
à émettre, est associée une priorité de rang supérieur à toutes les autres priorités.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu, comme ordinateur central (19) un ordinateur de puissance.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par le module de commande (17) d'une poutre de lavage (1), un auto-diagnostic local
peut être exécuté et/ou, par un programme partiel d'interruption contenu dans le module
de commande (17) ou le module de communication (18) d'une poutre de lavage (1), cette
poutre peut être placée dans un état de sécurité lors de l'apparition d'un défaut
local dans un auto-diagnostic local et/ou le module de commande (17) d'une poutre
de lavage (1) peut être programmé à partir de l'ordinateur central (19), par la transmission
de données du programme au module de commande (17) de la poutre de lavage (1) par
l'intermédiaire du canal de transmission (20).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu, dans le module de commande (17) d'une poutre de lavage (1), un programme
partiel de réglage local destiné à la correction locale en fonction de données qui
doivent être mesurées par des capteurs (23).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de consigne d'agent de lavage qui doit être débitée sur chaque poutre
de lavage (1) peut être fixée dans l'ordinateur central (19) par un programme partiel
de régulation de la quantité d'agent de lavage, et la quantité réelle d'agent de lavage,
mesurée par un capteur (23) placé dans la poutre de lavage peut être interrogée par
un programme partiel de détection de la quantité d'agent de lavage contenu dans l'ordinateur
central (19) et en ce que, dans l'ordinateur central (19), est prévu un programme
partiel d'addition pour le calcul de la quantité totale d'agent de nettoyage à partir
des quantités d'agent de nettoyage débitées par les différentes unités de lavage (1).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les perturbations des dispositifs actifs (24) et/ou des capteurs (23) situés sur
une poutre de lavage (1) peuvent être détectées par un programme partiel de surveillance
des perturbations contenu dans l'ordinateur central (19).