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<ep-patent-document id="EP96110642B1" file="EP96110642NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0755891" kind="B1" date-publ="19990915" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>....CHDEDK..FRGB..ITLI....SE............FI........</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360   - Ver 2.9 (30 Jun 1998)
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Kabelkamp 20</str><city>30179 Hannover</city><ctry>DE</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>CH</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>DK</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>SE</ctry></B840><B880><date>19971217</date><bnum>199751</bnum></B880></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektromagnetischen Bremsen und Kuppeln zumindest einer auf einer Hohlwelle um ihre Längsachse drehbar gelagerten Vorratsspule, von der strangförmiges Gut abwickelbar und auf die strangförmiges Gut bei Verbindung der Vorratsspule mit der antreibbaren Hohlwelle aufwickelbar ist.</p>
<p id="p0002" num="0002">In der EP 0 337 052 A1 ist eine derartige Vorrichtung zum Bremsen und Kuppeln von auf einer Hohlwelle um ihre Längsachse frei drehbar gelagerten Spulen beschrieben, von denen strangförmiges Gut wie Bänder, Drähte, Fäden und dergleichen abwickelbar und die bei kraftschlüssiger Verbindung mit der antreibbaren Hohlwelle wieder mit einem entsprechenden strangförmigen Gut bewickelbar sind. Hierbei wird die Kraftwirkung eines elektromagnetischen Feldes für die Erzeugung des Bremsmomentes bzw. für die Drehmomentübertragung ausgenutzt. Zu diesem Zweck ist auf der Hohlwelle ein ringförmiger, aus einer Erregerwicklung und einem Magnetjoch bestehender Elektromagnet angeordnet, der die Hohlwelle umschließt und mit dieser fest verbunden ist.</p>
<p id="p0003" num="0003">Die bekannte Vorrichtung ermöglicht es, bei Textilmaschinen, Verseil- oder Aufseilmaschinen usw. die Spulen, von denen strangförmiges Gut wie Bänder, Drähte oder Fäden ablaufen, so zu bremsen, daß das ablaufende Gut unter einer konstanten oder zumindest nahezu<!-- EPO <DP n="2"> --> konstanten Zugspannung steht, um ein Schlagen oder Reißen des strangförmigen Gutes zu verhindern. Dabei ist das Bremsmoment des Elektromagneten über die Größe des Erregerstroms einstellbar. Um die Vorratsspulen nach dem Leerwickeln wieder mit Bändern oder Drähten aus Vorräten bewickeln zu können, wird die Magnetspule voll erregt, so daß das benötigte Drehmoment von der angetriebenen Hohlwelle auf die Vorratsspulen schlupffrei übertragen werden kann.</p>
<p id="p0004" num="0004">Um die Vorratsspulen in möglichst kurzer Zeit wieder mit strangförmigem Gut bewickeln zu können, wird in der Praxis eine möglichst hohe Antriebsdrehzahl der Hohlwelle eingestellt. Dabei ist es aus Schwingungs- und Festigkeitsgründen günstig, wenn die Hohlwelle einen möglichst großen Außendurchmesser aufweist. Zudem macht die Umseilung von große äußere Abmessungen aufweisenden langgestreckten Gütern eine Hohlwelle mit einem großen Innendurchmesser und einem entsprechend großen Außendurchmesser erforderlich. Da bei der bekannten Vorrichtung der ringförmige Elektromagnet die Hohlwelle umschließt, muß ein Elektromagnet mit einem dementsprechend großen Durchmesser verwendet werden. Dies kann aber zu Schwierigkeiten führen, da derart große Elektromagneten kaum erhältlich sind und darüber hinaus einen hohen Kostenaufwand verursachen.</p>
<p id="p0005" num="0005">Die DE 15 74 354 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Halten und Antrieb einer auf einer Spindel aufgesetzten Spule oder Trommel. An jeder Spindel ist ein Rahmen befestigt, der mehrere gleichmäßig verteilt angeordnete Kammern zur Aufnahme jeweils eines Permanentmagneten aufweist. Die Permanentmagnete haften an der Seitenwand der Spule oder Trommel und sollen sicherstellen, daß die Spule oder Trommel gemeinsam mit der Spindel gedreht wird.</p>
<p id="p0006" num="0006">Ausgehend von dem Stand der Technik nach der EP 0 337 052 Al liegt der Erfindung das Problem zugrunde, eine gut regelbare Vorrichtung zum elektromagnetischen Bremsen und Kuppeln zumindest einer auf einer Hohlwelle um ihre Längsachse drehbar gelagerten Vorratsspule anzugeben, die auch bei großen Außendurchmessern der Hohlwelle auf einfache Art und Weise und kostengünstig hersteilbar ist.<!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<p id="p0007" num="0007">Dieses Problem wird gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst, indem auf der Hohlwelle ein etwa sternförmiges Trägerteil mit einer Mehrzahl von in radialer Richtung nach außen ragenden, über den Umfang verteilten Halteeinrichtungen angeordnet und mit der Hohlwelle fest verbunden ist, zumindest eine elektrisch erregbare Magnetspule mittels einer Halteeinrichtung in radialer Richtung mit Abstand zur Hohlwelle an dem Trägerteil gehalten ist und jede Magnetspule individuell elektrisch erregbar ist.</p>
<p id="p0008" num="0008">Die durch die Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung auch bei Verwendung einer einen großen Außendurchmesser aufweisenden Hohlwelle auf einfache Art und Weise und kostengünstig herstellbar ist, ohne daß auf übergroße ringförmige Elektromagneten zurückgegriffen werden muß. Sind an dem etwa sternförmigen Trägerteil mehrere elektrisch erregbare Magnetspulen gehalten, so ist es aufgrund der individuell elektrisch erregbaren Magnetspulen zur einfachen und exakten Einstellung des Bremsmomentes möglich, beim Bremsen z. B. nur eine der Magnetspulen zu erregen, beim Kuppeln der Vorratsspule mit der antreibbaren Hohlwelle aber alle Magnetspulen zu erregen. Darüber hinaus können die Vorratsspulen bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einfache Weise demontiert werden.</p>
<p id="p0009" num="0009">Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Patentanspruch 1 angegebenen Vorrichtung möglich.</p>
<p id="p0010" num="0010">Für einen guten Gleichlauf der angetriebenen Hohlwelle ist es von Vorteil, wenn die Magnetspulen über den Umfang der Vorratsspule gleichmäßig verteilt an dem Trägerteil gehalten sind.</p>
<p id="p0011" num="0011">Vorteilhaft ist es, wenn an der der zumindest einen Magnetspule zugewandten Seite der Vorratsspule eine Bremsfläche vorgesehen ist und jede Magnetspule der abzubremsenden Vorratsspule zugewandt eine Reibfläche aufweist, so daß ein wirksames Abbremsen bzw. Kuppeln der zumindest einen drehbar gelagerten Vorratsspule und zudem ein einfacher Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich ist.<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<p id="p0012" num="0012">Um bei Überschreiten des zulässigen Verschleißes an der Reibfläche einen möglichst schnellen, einfachen und kostengünstigen Austausch zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn jeder Magnetspule eine diese zumindest teilweise umgebende Reibglocke zugeordnet ist, die der abzubremsenden Vorratsspule zugewandt eine Reibfläche aufweist und auswechselbar ist.</p>
<p id="p0013" num="0013">Für eine einfache und exakte Einstellung des gewünschten Bremsmomentes ist es von Vorteil, wenn der Erregerstrom der zumindest einen Magnetspule stufenlos einstellbar ist.</p>
<p id="p0014" num="0014">Um Fertigungstoleranzen, Schiefstellungen sowie Verschleißerscheinungen ausgleichen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine Magnetspule gegenüber dem Trägerteil schwenkbar angeordnet ist.</p>
<p id="p0015" num="0015">Um die Bildung von Spänen an der Bremsfläche der Vorratsspule und der Reibfläche der zumindest einen Magnetspule zu verhindern, ist es von Vorteil, wenn die Magnetspule an ihrem Umfang von einem ringförmigen Mantel aus einem Gleitmaterial umgeben ist und eine zentrale Öffnung der ringförmigen Magnetspule an ihrem der Bremsfläche der Vorratsspule zugewandten Ende durch eine Scheibe aus einem Gleitmaterial verschlossen ist.</p>
<p id="p0016" num="0016">Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 eine Ver- oder Aufseilvorrichtung, bei der Verseilkopf und Vorratsspulen zu einer Einheit zusammengefaßt und in doppelter Ausführung vorhanden<!-- EPO <DP n="5"> --> sind, Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einen erfindungsgemäßen Vorrichtung zum elektromagnetischen Bremsen und Kuppeln einer drehbar gelagerten Vorratsspule, Fig. 3 einen Schnitt entlang der Achse III-III in Fig. 2 sowie Fig. 4 einen Ausschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.</p>
<p id="p0017" num="0017">Bei der in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten Ver- oder Aufseilvorrichtung 1 zum Ver- oder Aufseilen von Bändern, Drähten, Fäden und dergleichen sind zwei rohrförmige Verseilkörper 3 vorgesehen. Jeder der Verseilkörper 3 umschließt eine antreibbare Hohlwelle 5, auf der jeweils eine Mehrzahl von Vorratsspulen 7 drehbar gelagert ist. Es kann aber auch auf jeder Hohlwelle 5 nur jeweils eine einzelne Vorratsspule vorgesehen sein. Die beiden jeweils aus einer Hohlwelle 5, den darauf angeordneten Vorratsspulen 7 und dem umgebenden Verseilkörper 3 zusammengefaßten Verseileinheiten 8 sind beispielsweise mittels zweier Querträger 10 und 12 in ihrer Lage zueinander festgelegt und werden durch einen Ständer 9 gemeinsam gehalten. Der Antrieb erfolgt durch eine Antriebseinheit 11. Beim Umlauf eines der rohrförmigen Verseilkörper 3 um seine Längsachse 25 werden die am Verseilkörper oder im Verseilkörper geführten strangförmigen Güter 13, beispielsweise einzelne Drähte, von den Vorratsspulen 7 abgezogen und nach Umlenkung durch eine z. B. auf der Hohlwelle 5 befestigte Führungsscheibe 15 einem Verseilpunkt 17 zugeführt. Werden die strangförmigen Güter 13 nicht miteinander verseilt, sondern beispielsweise auf eine Kabelseele aufgeseilt, dann wird die Kabelseele durch die Hohlwelle 5 hindurch zum Verseilpunkt 17 geführt.</p>
<p id="p0018" num="0018">Die beiden identisch aufgebauten Verseileinheiten 8 sind in einer Ebene nebeneinander und dabei parallel zueinander liegend angeordnet. Sie können mit Hilfe einer geeigneten Wechselvorrichtung gegeneinander verschwenkt<!-- EPO <DP n="6"> --> werden. Dabei wird nach dem Entleeren der Vorratsspulen 7 der einen Verseileinheit 8 diese leere Verseileinheit aus der Betriebsstellung herausgeschwenkt und gleichzeitig die andere, gefüllte Vorratsspulen 7 aufweisende Verseileinheit 8 in die Betriebsstellung gebracht. Zum Füllen der mit leeren Vorratsspulen 7 aus der Betriebsstellung herausgeschwenkten Verseileinheit 8 dient eine beispielhaft dargestellte Ladestation 21, in der beispielsweise in einem geeigneten Magazin strangförmige Güter 13, z. B. Drähte, unterschiedlicher Abmessungen vorhanden und entsprechend einem Programm mittels einer schematisch angedeuteten Verlegevorrichtung 23 in die leeren Vorratsspulen 7 eingefüllt werden. Der Ladevorgang kann ebenso automatisch erfolgen wie das jeweilige Einschwenken der Verseileinheiten 8 in die Lade- oder Betriebsstellung.</p>
<p id="p0019" num="0019">Die beiden Verseileinheiten 8 sind mit erfindungsgemäßen Vorrichtungen zum elektromagnetischen Bremsen und Kuppeln von auf einer Hohlwelle 5 um deren Längsachse 25 drehbar gelagerten Vorratsspulen 7 zur Aufnahme von strangförmigem Gut ausgerüstet, wie sie beispielhaft in den Fig. 2 bis 4 dargestellt sind. Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen 24 dienen dazu, beim Ablauf des strangförmigen Gutes von der Vorratsspule 7 die Vorratsspule abzubremsen, um das ablaufende Gut mit einer konstanten oder zumindest nahezu konstanten Zugspannung zu beaufschlagen, die ein Schlagen oder Reißen des strangförmigen Gutes beim Ablaufen verhindert. Zudem dient die Vorrichtung 24 dazu, zum Auffüllen der Vorratsspule 7 mit einem strangförmigen Gut eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der während des Ladevorganges angetriebenen Hohlwelle 5 und zumindest einer Vorratsspule 7 herzustellen.</p>
<p id="p0020" num="0020">Bei der in den Fig. 2 und 3 in einem Ausschnitt einer Verseileinheit 8 dargestellten Vorrichtung 24 ist eine<!-- EPO <DP n="7"> --> zugeordnete vorratsspule, beispielsweise mittels zweier Kugellager 27 und 29 auf der Hohlwelle 5 drehbar gelagert. Auf einer Seite neben der Vorratsspule 7 ist auf der Hohlwelle 5 ein etwa sternförmiges Trägerteil 31 angeordnet. Das Trägerteil 31 ist beispielsweise mit seiner zentralen Durchgangsbohrung 32 auf die Hohlwelle 5 aufgeschoben und mit der Hohlwelle 5 z. B. durch eine Preßverbindung oder eine Paßfeder-Nut-Verbindung fest verbunden. Der Abstand in axialer Richtung zwischen dem Trägerteil 31 und der Vorratsspule 7 ist beispielsweise durch einen zwischen dem Trägerteil 31 und dem Kugellager 29 angeordneten Distanzring 33 festgelegt. Das Trägerteil 31 weist beispielweise vier gleichmäßig über den Umfang verteilte, in radialer Richtung nach außen weisende Stege 35 auf, an deren äußeren Ende jeweils ein ringförmiges Aufnahmeteil 37 vorgesehen ist. Jedes dieser Aufnahmeteile 37 hat eine sich parallel zu der Längsachse 25 der Vorratsspule 7 erstreckende Durchgangsbohrung 39, in der jeweils ein Bolzen 41 in seiner Längsrichtung verschiebbar geführt ist.</p>
<p id="p0021" num="0021">An jedem der Bolzen 41 ist an seinem einem Spulenflansch 43 der abzubremsenden bzw. zu kuppelnden Vorratsspule 7 zugewandten Ende ein aus einer ringförmigen Magnetspule 45 und einem Magnetjoch 47 bestehender Elektromagnet 49 befestigt. Jede der Magnetspulen 45 weist dem Spulenflansch 43 der Vorratsspule 7 zugewandt eine ringförmige Reibfläche 51 auf. Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine zentrale Öffnung 53 jeder ringförmigen Magnetspule 45 an ihrer dem Spulenflansch 43 zugewandten Seite mit einer Scheibe 54 aus einem Gleitmaterial wie z. B. Messing verschlossen. An ihrem Umfang ist die Magnetspule 45 z. B. von einem ringförmigen Mantel 55 aus einem Gleitmaterial, beispielsweise aus Messing, umgeben.</p>
<p id="p0022" num="0022">An der den Reibflächen 51 der Elektromagnete 49<!-- EPO <DP n="8"> --> zugewandten Seite weist der Spulenflansch 43 der Vorratsspule 7 beispielsweise eine ringförmige Bremsscheibe 57 auf, die eine mit den Reibflächen 51 der Elektromagnete 49 zusammenwirkende Bremsfläche 59 bildet.</p>
<p id="p0023" num="0023">Die Magnetspulen 45 der Elektromagnete 49 sind individuell elektrisch erregbar und ihr Erregerstrom ist stufenlos einstellbar. Auf diese Weise kann beispielsweise beim Umseilen eines langgestreckten Gutes 13 die Vorratsspule 7 mit einem definierten Bremsmoment abgebremst werden, um so das von der Vorratsspule 7 ablaufende strangförmige Gut 13 mit einer Zugspannung zu beaufschlagen, die ein Schlagen oder Reißen des strangförmigen Gutes 13 verhindert. Dagegen werden beim Bewickeln der Vorratsspule 7 mit einem strangförmigen Gut 13 alle Magnetspulen 45 elektrisch voll erregt, so daß die Elektromagnete 49 mit ihren Reibflächen 51 ohne zu rutschen an der Bremsfläche 59 der jeweiligen Vorratsspule 7 anliegen und eine kraftschlüssige Verbindung bilden.</p>
<p id="p0024" num="0024">Es ist ebenfalls möglich, daß zum Abbremsen der Vorratsspule 7 lediglich eine der Magnetspulen 45 elektrisch erregt wird.</p>
<p id="p0025" num="0025">Um mit einem Trägerteil eine zweite auf der Hohlwelle 5 drehbar gelagerte Vorratsspule 7 abbremsen zu können, ist es möglich, daß das sternförmige Trägerteil 31 weitere Stege 35 und Aufnahmeteile 37 aufweist, in denen Bolzen 41 geführt sind, die zum Halten von in entgegengesetzter Richtung weisenden Elektromagneten dienen. Es können natürlich auch bei unveränderter Zahl von Aufnahmeteilen 37 nur jeweils zwei Elektromagnete 49 zum Abbremsen und Kuppeln einer Vorratsspule 7 vorgesehen sein.</p>
<p id="p0026" num="0026">Das in der Fig. 4 ausschnittsweise dargestellte zweite erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel unterscheidet sich<!-- EPO <DP n="9"> --> im wesentlichen lediglich durch den Aufbau der Elektromagnete 49 mit ihren Reibflächen 51 von dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel. So ist eine ringförmige Reibglocke 61 vorgesehen, die mit einem äußeren Zylinderabschnitt 63 die Magnetspule 45 umschließt. An dem dem Magnetjoch 47 abgewandten Ende des äußeren Zylinderabschnitts 63 erstreckt sich ein ringförmiger Radialabschnitt 65 der Reibglocke 61 in radialer Richtung nach innen. Ein innerer Zylinderabschnitt 67 der Reibglocke 61 ragt in die zentrale Öffnung 53 der ringförmigen Magnetspule 45, erstreckt sich ausgehend von dem Radialabschnitt 65 in axialer Richtung beispielsweise bis an das Magnetjoch 47 und liegt an der inneren Wandung der Magnetspule 45 an. Die Magnetspule 45 ist somit dreiseitig von der Reibglocke 61 umschlossen.</p>
<p id="p0027" num="0027">Eine zentrale, durchgehende Bohrung 69 der Reibglocke 61 ist an ihrem der Bremsfläche 59 der Vorratsspule 7 zugewandten Ende von einer Scheibe 54 aus einem Gleitmaterial wie z. B. Messing verschlossen. An diesem Ende ist an der Stirnseite 71 der Reibglocke 61 eine ringförmige Nut 73 ausgebildet, in der ein die Reibfläche 51 bildender Reibring 75 aus einem geeigneten Werkstoff angeordnet ist. Die ringförmige Reibglocke 61 ist auswechselbar, so daß bei Unterschreiten eines vorher festgelegten Verschleißmaßes des die Reibfläche 51 bildenden Reibringes 75 dieser auf einfache und kostengünstige Art und Weise und schnell durch Austausch der Reibglocke ersetzt werden kann. An ihrem Umfang ist die Reibglocke 61 von einem ringförmigen Mantel 55 aus einem Gleitmaterial wie z. B. Messing umgeben, der sich mit einem ringförmigen Absatz 77 beispielsweise an der Stirnseite 71 der Reibglocke 61 in radialer Richtung nach innen erstreckt.</p>
</description><!-- EPO <DP n="10"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Vorrichtung zum elektromagnetischen Bremsen und Kuppeln zumindest einer auf einer Hohlwelle (5) um ihre Längsachse (25) drehbar gelagerten Vorratsspule (7), von der strangförmiges Gut abwickelbar und auf die strangförmiges Gut bei Verbindung der Vorratsspule (7) mit der antreibbaren Hohlwelle (5) aufwickelbar ist, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß auf der Hohlwelle (5) ein etwa sternförmiges Trägerteil (31) mit einer Mehrzahl von in radialer Richtung nach außen ragenden, über den Umfang verteilten Halteeinrichtungen (37) angeordnet und mit der Hohlwelle (5) fest verbunden ist, daß zumindest eine elektrisch erregbare Magnetspule (45) mittels einer Halteeinrichtung (37) in radialer Richtung mit Abstand zur Hohlwelle (5) an dem Trägerteil (31) gehalten ist und daß jede Magnetspule (45) individuell elektrisch erregbar ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Vorrichtung nach Anspruch 1, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß vier Magnetspulen (45) vorgesehen sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="0003">
<claim-text>Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß die Magnetspulen (45) über den Umfang der Vorratsspule (7) gleichmäßig verteilt an dem Trägerteil (31) gehalten sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0004" num="0004">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß an der der zumindest einen Magnetspule (45) zugewandten Seite der Vorratsspule (7) eine Bremsfläche (59) vorgesehen ist.<!-- EPO <DP n="11"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0005" num="0005">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, <u>dadurch gekennzeichnet</u>, daß jede Magnetspule (45) der abzubremsenden Vorratsspule (7) zugewandt eine Reibfläche (51) aufweist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0006" num="0006">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß jeder Magnetspule (45) eine diese zumindest teilweise umgebende Reibglocke (61) zugeordnet ist, die der abzubremsenden Vorratsspule (7) zugewandt eine Reibfläche (51) aufweist und auswechselbar ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0007" num="0007">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß der Erregerstrom der zumindest einen Magnetspule (45) stufenlos einstellbar ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0008" num="0008">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß die zumindest eine Magnetspule (45) gegenüber dem Trägerteil (31) schwenkbar angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0009" num="0009">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß die zumindest eine Magnetspule (45) an ihrem Umfang von einem ringförmigen Mantel (55) aus einem Gleitmaterial umgeben ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0010" num="0010">
<claim-text>Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, <u>dadurch gekennzeichnet,</u> daß eine zentrale Öffnung (53) der ringförmigen Magnetspule (45) an ihrem der Bremsfläche (59) der Vorratsspule (7) zugewandten Ende durch eine Scheibe (54) aus einem Gleitmaterial verschlossen ist.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="12"> -->
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>Device for the electromagnetic braking and clutching of at least one supply spool (7) mounted rotatably around the logitudinal axis (25) on a hollow shaft (5), from which strand-like material can be unwound and onto which the strand-like material can be wound by coupling the supply spool (7) with the driveable hollow shaft (5), <u>characterised in that</u> an approximately star-shaped support member (31) is provided on the hollow shaft (5) with a plurality of radially outwardly projecting retaining devices (37) distributed around the circumference and is fixedly attached to the hollow shaft (5), that at least one electrically energisable magnet coil (45) is held by means of a retaining device (37) in a radial direction separated from the hollow shaft (5) on the support member (31) and that every magnet coil (45) is individually electrically energisable.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>Device in accordance with Claim 1, <u>characterised in that</u> four magnet coils (45) are provided.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="0003">
<claim-text>Device in accordance with Claims 1 or 2, <u>characterised in that</u> the magnet coils (45) are held on the support member (31) evenly distributed around the circumference of the supply spool (7).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0004" num="0004">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 3, <u>characterised in that</u> a braking surface (59) is provided on the side of the supply spool (7) presented to at least one magnet coil (45).<!-- EPO <DP n="13"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0005" num="0005">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 4, <u>characterised in that</u> each magnet coil (45) has a friction surface (51) facing the supply spool (7) to be braked.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0006" num="0006">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 4, <u>characterised in that</u> each magnet coil (45) is provided with a friction bell (61) at least partially surrounding it which has a friction surface (51) facing the supply spool (7) to be braked and can be replaced.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0007" num="0007">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 6, <u>characterised in that</u> the energising current of the at least one magnet coil (45) is continuously adjustable.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0008" num="0008">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 7, <u>characterised in that</u> the at least one magnet coil (45) is arranged slewably in respect of the support member (31).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0009" num="0009">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 8, <u>characterised in that</u> the at least one magnet coil (45) is surrounded on its circumference with an annular casing (55) of a low-friction material.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0010" num="0010">
<claim-text>Device in accordance with one of the Claims 1 to 9, <u>characterised in that</u> a central opening (53) of the annular magnet coil (45) is closed at the end directed towards the braking surface (59) of the supply spool (7) by means of a disc (54) of a low-friction material.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="14"> -->
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>L'invention concerne un dispositif de freinage et de couplage électromagnétique d'au moins une bobine à débitrice (7) montée sur paliers sur un arbre creux (5) et qui tourne suivant son axe longitudinal, le système permettant de débiter un produit sous forme de fil ou de regarnir la bobine débitrice (7) de produit sous forme de fil par l'intermédiaire de l'arbre creux (5), <u>le dispositif se caractérise</u> par la présence d'une pièce de maintien (31) en forme d'étoile montée sur l'arbre creux (5), de plusieurs dispositifs récepteurs (37) répartis régulièrement sur le diamètre dans le plan axial et constituant une liaison fixe avec l'arbre creux (5), de au moins une bobine magnétique (45) à excitation électrique qui est arrêtée dans le plan radial par rapport à l'arbre creux (5) par l'intermédiaire d'un dispositif récepteur (37) appartenant à la pièce de maintien (31), et par le fait que chaque bobine magnétique (45) est excitée électriquement de manière indépendante.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Dispositif suivant l'objet de brevet 1, <u>caractérisé par</u> la présence de quatre bobines électromagnétiques.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="0003">
<claim-text>Dispositif suivant les objets de brevet 1 et 2, <u>caractérisé par</u> un positionnement équidistant des bobines électromagnétiques (45) sur le diamètre de la bobine débitrice (7) par l'intermédiaire de leur répartition sur la pièce de maintien (31).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0004" num="0004">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 3, <u>caractérisé par</u> la présence sur au moins une bobine électromagnétique<!-- EPO <DP n="15"> --> (45) d'une surface de freinage (59) située sur la face en regard de la bobine débitrice (7).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0005" num="0005">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 4, <u>caractérisé par</u> la présence sur toutes les bobines électromagnétiques (45) d'une surface de friction (51) orientée en regard de la bobine débitrice (7) à freiner.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0006" num="0006">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 4, <u>caractérisé par</u> le recouvrement au moins en partie de chaque bobine électromagnétique (45) par une cloche de friction (61) qui comporte une surface de friction (51) interchangeable et située en regard de la surface de freinage de la bobine débitrice (7)</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0007" num="0007">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 6, <u>caractérisé par</u> la présence d'une commande de courant d'excitation avec réglage en continu pour au moins une bobine électromagnétique (45).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0008" num="0008">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 7, <u>caractérisé par</u> la présence de au moins une bobine électromagnétique (45) pouvant être inclinée par rapport à la pièce de maintien (31).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0009" num="0009">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 8, <u>caractérisé par</u> la présence d'un habillage sur le diamètre externe de au moins une bobine électromagnétique (45) et constitué d'une plaque annulaire (55) composée d'un matériau de friction.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0010" num="0010">
<claim-text>Dispositif suivant un des objets de brevet 1 à 9, <u>caractérisé par</u> le montage sur l'ouverture centrale (53) de la bobine électromagnétique (45) annulaire, d'un disque de<!-- EPO <DP n="16"> --> friction (54) composé d'un matériau de friction, et fermant l'extrémité située en regard de la surface de freinage (59) de la bobine débitrice (7).</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="17"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="171" he="210" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="18"> -->
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="183" he="191" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="19"> -->
<figure id="f0003" num=""><img id="if0003" file="imgf0003.tif" wi="149" he="199" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="20"> -->
<figure id="f0004" num=""><img id="if0004" file="imgf0004.tif" wi="162" he="206" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
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